Kann ein Impingement-Syndrom schlimmer oder gefährlich werden?

Bei ständiger Überlastung entstehen im Laufe der Zeit feine Mikrorisse in der Sehne, was zu einem Sehnenanriss führen kann. Im schlimmsten Fall kann die Sehne abreißen.

Das nennt man Sehnenruptur. Bei normaler Belastung ist eine Sehnenruptur kaum möglich, außer, wenn vorherige schleichende Prozesse voraus gingen. Das können Entzündungen, häufige zu starke Belastungen sowie durch Stürze auf der Schulter sein. Diese Risse betreffen in den meisten Fällen die sehnigen Anteile der Rotatorenmanschette. Sie sind außerordentlich hoch belastbar, heilen aber im Verletzungsfall langwierig, da sie schlecht durchblutet sind.

Die Belastbarkeit kann durch Training noch erhöht werden. Ein schonendes physiotherapeutisch angeleitetes Training sorgt für eine bessere Durchblutung und fördert den Heilungsprozess.

Wird bei einem Impingement-Syndrom nichts unternommen, kommt es zur Schultersteife (frozen shoulder). Der Arm ist nicht mehr zu bewegungsfähig und kann zur Operation führen.

Autorin: Marianne Valki-Wollrabe, Physiotherapeutin

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