Welche Medikamente fallen unter die Stufe I der WHO-Stufentherapie?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein Stufenschema zur Behandlung von Tumorschmerzen herausgegeben, das als Standard gilt. Demnach wird die Schmerzbehandlung nach Möglichkeit immer mit "leichteren" Schmerzmitteln begonnen, und erst wenn diese nicht mehr ausreichen, auf die nächst-höhere Stufe geschaltet.

Zur Stufe I gehören "leichtere" Schmerzmittel, die keine Opioide bzw. Morphine enthalten. Sie wirken im Gegensatz zu den Opioiden (die ihre Wirkung direkt im Schmerzzentrum des Gehirns entfalten) am Ort des Geschehens. Zu dieser Gruppe gehören die Wirkstoffe der sogenannten NSAID (z.B. ASS, Acetylsalicylsäure, Aspirin, Ibuprofen, Diclofenac), Paracetamol und Metamizol (das vor allem bei krampf- und kolikartigen Schmerzen eingesetzt wird).

Dabei gilt trotz des scheinbar zurückhaltenden Vorgehens des WHO-Stufenschemas der Grundsatz, immer so zu behandeln, dass der Betroffene schmerzfrei wird. Die früher verbreitete Haltung vieler Ärzte, Opiate und Morphine wegen ihrer Suchtgefahr möglichst gar nicht zu geben, gilt heute als überholt.

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