Wie lassen sich Entzugserscheinungen beim Absetzen einer Behandlung mit Opioiden (Morphin etc.) vermeiden?

Wenn eine Schmerzbehandlung mit Opioiden (Morphium & Co) abgesetzt oder die Dosis reduziert werden soll, muss das kontrolliert und unter ärztlicher Aufsicht passieren. Kontrolliert bedeutet vor allem, dass die Dosisreduktion langsam und schrittweise vollzogen wird, so dass der Körper sich langsam daran gewöhnt. Auf diese Weise gelingt es häufig, Entzugserscheinungen im erträglichen Rahmen zu halten.

Soweit die offizielle Lehrmeinung. Man muss allerdings auch festhalten, dass trotz ärztlicher Kontrolle bei der Dosisreduktion viele Betroffene über erhebliche Entzugssymptome berichten. Das zeigt, dass das Absetzen offenbar selbst bei optimalem Vorgehen und besten Absichten nicht immer so einfach ist wie propagiert. Was freilich nichts daran ändert, dass der Entzug meist sinnvoll ist.

Opioide, Schlafmohn, Papaver somniferum: Entzugserscheinungen Entzugserscheinung: Opioide, Schlafmohn

Keine psychische Abhängigkeit, aber eine körperliche

Verzichtet man auf die ärztliche Kontrolle und einen festgelegten Reduktionsplan, nennt man das "kalten Entzug".

Was man dazu wissen muss: Eine Schmerzbehandlung mit Opioiden führt nur höchst selten zu einer psychischen Abhängigkeit. Deshalb ist die Symptomatik beim Absetzen auch nicht direkt vergleichbar mit der bei einem Drogenentzug. Allerdings kommt es bei lang andauernder Behandlung mit Morphin-ähnlichen Schmerzmitteln sehr wohl zu einer körperlichen Gewöhnung, die man auch als körperliche Abhängigkeit bezeichnen kann. Die ist wie erläutert am besten beherrschbar, wenn man die Dosis bedachtsam und schrittweise reduziert.

Lesen Sie dazu auch:
In welchem Tempo darf man die Dosierung von Opioiden reduzieren?

Häufige körperliche Entzugssymptome

Bei zu raschem oder gar abruptem Absetzen kann es unter anderem zu folgenden Symptomen kommen:

  • Erregungszustände, teilweise auch mit Angst verbunden
  • Schweißausbrüche
  • starkes Zittern
  • Schlafstörungen
  • Bauchkrämpfe
  • depressive Verstimmung

Mit Unterstützung von Medikamenten

Neben der schrittweisen Dosisreduktion wird der Opiat-Entzug häufig durch die Einnahme weiterer Medikamente unterstützt. Am bekanntesten ist hier sicher das Methadon, übrigens selbst ein Opioid. Aber auch Beruhigungsmittel wie Benzodiazepine (Valium & Co.) werden häufig eingesetzt. Treten Bauchkrämpfe oder ähnliche Magen-Darm-Symptome auf, gibt es auch dagegen Medikamente (wie z.B. Loperamid), die lindernd wirken.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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Kommentare (303)
Whats App Gruppe
303 Donnerstag, den 07. November 2019 um 06:37 Uhr
Entzug unter uns
Hallo, wir haben eine kleine WhatsApp-Gruppe. Wir helfen uns gegenseitig beim Thema BTM, Absetzen und allem Möglichen. Sprechen und schreiben über Sachen, was man sonst mit niemandem kann. Wer Interesse hat, darf sich gerne unter der Email unterunsnnoe@gmail.com melden. Einfach Handynummer mitschicken, und ich füge euch in unsere Gruppe ein. Mfg
Hydromorphon retard
302 Sonntag, den 03. November 2019 um 15:49 Uhr
Daria W.
Hallo,alle Betroffenen,
ich habe mir die meisten Kommentare durchgelesen und bin erschüttert, was manche Menschen unverschuldet durchmachen müssen. Ich hatte einen Autounfall und bin mit 60 km/h gegen einen Baum gefahren. Die Ölspur, die sich unter den Blättern verbarg, war nicht zu sehen. Mit Brust- und Rückenprellungen und einem angebrochenen Lendenwirbel kam ich ins Krankenhaus. Ich hatte unsagbare Schmerzen. Auch im Intimbereich, weil ich dort Strahlenschäden nach einer Krebsoperation hatte. Zu dieser Zeit hatte ich auch meine 3. Blasenentzündung in Folge. Ich wurde auf 2x Hydromorphon retard und 3 x 1 Novaminsulfon am Tag eingestellt. Anfangs ging alle gut. Die Tabletten haben mir geholfen. Nach ca.5 Wochen bekam ich die Nebenwirkungen des Opiats zu spüren: Atemdepression, Schwäche, Krankheitsgefühl, Schwitzen, depressive Verstimmungen, Antriebslosigkeit. Es wurde immer schlimmer. Inzwischen betreut mich mein Hausarzt. Ich habe mich entschlossen, die Hydromorphon abzusetzen. Jeden 2. Tag um 50% reduzieren. Ich vergaß zu sagen: Diese Tabletten waren 4 mg stark und 2x am Tag zu nehmen. Das ist, im Vergleich zu manchen von euch, nicht viel. Die Entzugserscheinungen sind aber heftig. Ich kann nicht schlafen, schwitze dauernd, bin kraftlos und ziemlich mutlos. Habe ein starkes Krankheitsgefühl. Mein Arzt will mir zur Linderung kein Zopiclon und Diazepam mehr aufschreiben. Ich bin davon nicht abhängig, ich hätte es nur gerne zur Erleichterung beim Entzug. Mir bleibt nichts anderes übrig, als mich da allein durchzuquälen. Es fällt mir sehr schwer. Ich will es aber schaffen. Ich muss! Denn diese Atemdepressionen waren fürchterlich. Ich wünsche allen, die so kämpfen müssen, Durchhaltevermögen und dann den Erfolg. Gebt niemals auf!
Oxicodon Entzug
301 Freitag, den 01. November 2019 um 12:47 Uhr
Mandy
Ich bin seit zwei Tagen ohne Oxy , ich bin sehr unruhig, wie lange dauert der Entzug?
Absetzen Hydromorphon 16 mit Eineitung Dronabinol
300 Mittwoch, den 30. Oktober 2019 um 19:03 Uhr
Joachim Jan Glatza
Nach 4 Jahren Palexia und dann Hydromorphon 16 mg long, bekomme ich in der letzten Phase bei 4 mg Probleme.
Ich weiß schon nicht mehr, was ich vor Schmerzen, Zittern, Beinschwäche sowie inzwischen auch Erschöpfung, Berührungsschmerz und Durchfall... tun soll? Ich glaube, mein Hydromorphon 4 mg ist schnell durch. Was kann ich tun? Doktor ist im Urlaub.
Tramal, Tilidin, Oxycodon
299 Montag, den 28. Oktober 2019 um 10:53 Uhr
Medina
Seit 2 Jahren quäle ich mich mit starken Schmerzen in den Gelenken. Da ich keine herkömmlichen Medikamente wie Ibu, Novamin, Ass etc. vertrage, wurde mir vor 2 Jahren das erste Mal Tramal verschrieben. Was ich auch soweit gut vertragen habe. Dann wurden meine Schmerzen schlimmer, und die Dosis wurde erhöht. Meine Schmerzen aber wurden noch schlimmer. Die Ursache, woher die Schmerzen kamen, wurde nicht gefunden. Ich lief von einem Orthopäden zum nächsten. Mir wurden Spritzen verabreicht, die mich so aufgeputscht haben, dass ich Nachts nicht mehr schlafen konnte. Ich muss dazu sagen, ich bin außerdem Hashimoto-Patient. Es wurden Unmengen Kortison gespritzt, bis ich einen Flash bekommen habe. Dann wurde mir Tilidin verschrieben, was ich dann über Monate hinweg eingenommen habe, was mir auch die Schmerzen genommen hat. Dann kamen die Schmerzen wieder, und ich ging zum nächsten Orthopäden, der feststellte, dass meine Hüfte total kaputt war. Daher strahlten die Schmerzen in den Rücken, in die Leiste und auch in die Knie. Sehr schnell kam ich dann in die Klinik zur OP. Anfangs verabreichte man mir gegen die Schmerzen Infusionen (keine Ahnung, welche Mittel), zusätzlich 2x täglich Tilidin 100 und für die Nacht ein Morphinpräparat, 15 mg stark. Die Schmerzen gingen sehr schnell vorüber und ich kam in die Reha. Dort wurde ich umgestellt auf Oxycodon, 2x tägl. 20 mg plus 2x tägl. 10 mg akut. Außerdem bekam ich zusätzlich 2x tägl. Celebrex 200 mg. Die Schmerzen verschwanden schnell und die Reha verlief, wie es die Ärzte sich vorstellten. Die Schmerzen, die ich noch in meiner Hüfte spürte, seien normal sagte man mir, da es eine sehr große OP gewesen sei. In der Rehazeit wurde das Oxycodon langsam herabgesetzt. Die Schmerzen verschlimmerten sich zwar, aber ich hielt durch. In der Verlängerungswoche wurde ich auf 2x 5 mg + 2 x 5 mg akut reduziert. Die sollte ich auch zuhause so weiternehmen. Dort wurde ich aber wieder umgestellt auf 3x 5 mg + 2x 5 mg akut, und die Celebrex sollte ich weiternehmen. Mein Magen spielte verrückt und auch hatte ich das Gefühl, dass meine Muskeln total schmerzten. Ich hatte Schweißausbrüche (schon seit der 1. Reduzierung) und starke Bauchschmerzen. Ich ging zu meinem Hausarzt und wollte andere Medikamente, weil ich nichts mehr essen konnte. Mein Magen rebellierte, und ich empfand die Schmerzen schlimmer, als die Schmerzen von der Hüft-OP. Meine Ärztin verschrieb mir dann Arcoxia 90 Filmtabletten, die sich allerdings sehr auf meinen Blutdruck auswirkten. Ich beschloss dann, die Celebrex bzw. Arcoxia nicht mehr einzunehmen. Ich hatte ja noch mein Oxycodon, was ich ja noch erhöhen konnte. Aber dann wurde ich umgestellt auf 2x 5 mg Oxycodon ret. und 1x 5 mg Oxy akut. Zusätzlich wurde mein Pantoprazol vervierfacht und ich bekam noch Gastrovegetalin. Die Schweißausbrüche wurden schlimmer, mein Magen rebellierte immer noch und ich beschloss, auf eigene Faust die Oxy abzusetzen. Ziemlich schnell habe ich einen kalten Entzug gestartet, und habe am 1. Tag nur eine Oxy ret. eingenommen. Ab dem 2. Tag keine mehr. Mir war übel, schwindelig, ich hatte hämmernde Kopfschmerzen, Bauchkrämpfe, Verstopfung und Durchfall im Wechsel, Schweißausbrüche und Schüttelfrost. Die Nächte lag ich schlaflos in meinem Bett. Mit brennenden Beinen und starken Muskelkrämpfen. Es war schlimmer, als die OP-Schmerzen. Heute ist der 4. Tag: Ich kann wieder essen, mein Magen schmerzt noch etwas, meine Knie ebenfalls. Mein Bauch zwickt noch und Durchfall habe ich auch noch. Trotzdem fühle ich mich besser. Ich denke, ich habe das Schlimmste überstanden, hoffe ich jedenfalls. Mein Kopf ist wieder klar und die Schwindelanfälle sind vorüber. Niemals mehr werde ich mir dieses Teufelszeug von den Ärzten verschreiben lassen. Ich möchte es jetzt mit CBD versuchen, um meine Schmerzen in den Griff zu bekommen. Morgen habe ich einen Arzttermin und hoffe, dass er mir CBD verschreibt. Wird der Entzug noch länger dauern? Oder habe ich es wirklich überstanden? Was meint ihr?
WhatsApp-Gruppe
298 Sonntag, den 27. Oktober 2019 um 06:45 Uhr
Entzug unter uns
Hallo, wir haben eine kleine WhatsApp-Gruppe. Wir helfen uns gegenseitig beim Thema BTM, Absetzen und allem Möglichen. Sprechen und schreiben über Sachen, was man sonst mit niemandem kann. Wer Interesse hat, darf sich gerne unter der Email unterunsnnoe@gmail.com melden. Einfach Handynummer mitschicken, und ich füge euch in unsere Gruppe ein. Mfg
Opiate psychisch/physisch
297 Mittwoch, den 23. Oktober 2019 um 08:10 Uhr
Thomas
Würde ich nicht genau so unterschreiben. Denn, ob Heroin oder Opioide in Form von Medikamenten sind und bleiben Opioide/Opiate. Ich warne jeden der denkt, wenn es der Arzt verschreibt, ist es ok. Nein! Die Opioide der Pharmakonzerne sind meist viel potenter als z. B. Heroin. Meine Erfahrung ist, dass jeder 2. süchtig wird und dies bis zu seinem Lebensende - gerade bei Opiaten - süchtig bleibt. Natürlich kommt es auf einen Suchtcharakter an. Wer wenig Geduld hat, immer der erste sein will, sind Anzeichen dafür. Es sollte mehr Aufklärung betrieben werden. Nicht nur auf der Straße gibt es harte Drogen. Auch in Form von Medikamenten. Der Heroin-Entzug ist in 6-10 Tage vorbei. Andere Opioide sind wesentlich potenter. Bei Methadon kann es Monate dauern. Das euphorische Gefühl dieser Stoffgruppen stellt immer eine Suchtgefahr dar. Deshalb überlegt euch gut, ob ihr opioidehaltige Medikamente nehmt, sofern durch die Krankheit die Sucht in den Hintergrund rückt.
Oxycodon 40 mg / Fentanyl-Pflaster 25 ug/h
296 Samstag, den 19. Oktober 2019 um 23:04 Uhr
Oliver
Ich habe 3 Jahre Opioide genommen. Erst Oxycodon von 10 mg auf 40 mg (3x am Tag). Und, weil das nervig war, dann auf 25 ug/h Fentanyl-Pflaster umgestiegen. Dann habe ich selbst einen Entzug gestartet. Natürlich erst die Dosis nach und nach reduziert. Habe Valium (Diazepam) und Xanax (Alprazolam) gegen die psychischen und vor allem Lyrica (Pregabalin) gegen die physischen Entzugserscheinungen eingenommen. Ich kann nur sagen, Lyrica (300 mg) ist bei mir ein Wundermittel gewesen. Ich hatte schon einmal - da Arzt im Urlaub - 3 Tage einen kalten Entzug gehabt. Es war die Hölle. Lyrica hat komplett die physischen, vor allem die muskulären Probleme komplett beseitigt. Nach einer Woche habe ich alles ausgesetzt. Das neue Körpergefühl war noch etwa 3-5 Wochen neu und ungewohnt. Ich war ziemlich hibbelig mit den Beinen. Aber das war ich vorher auch (zur Musik mitgewippt etc.).
Dann war langsam alles vorbei und wieder wie gewohnt. Zwar habe ich jetzt wieder ab und an starke Schmerzen. Wenn sie zu stark werden, nehme ich auch entretardiertes Tilidin (kein Safer-Use!), da der Körper nicht sofort wieder abhängig wird. Empfehlen kann ich dieses Prozedere aber niemandem. Es erfordert sehr viel Disziplin. Jedenfalls wollte ich für den Entzug auf Lyrica (Pregabalin) aufmerksam machen. Das wirkt zwar nicht bei allen, aber bei vielen tatsächlich wie eine Art Wundermittel. LG
Oxycodon
295 Donnerstag, den 10. Oktober 2019 um 19:14 Uhr
Danny
Auch, wenn ich nur an 2 Tagen Oxycodon genommen habe, hatte ich leichte Entzugserscheinungen (Schlaflosigkeit, leichte Depressionen, Rückenschmerzen am ersten Tag, Antriebslosigkeit). Da ich nur weiß, dass ich in diesen 2 Tagen ca. alle 3 Stunden eine Tablette genommen habe, kann ich nicht sagen, wie hoch die Dosis war (minimum 12 Tabletten in unter 48 Stunden).
Absetzen von Pregabalin
294 Mittwoch, den 09. Oktober 2019 um 07:20 Uhr
Susanne Alllemann
Starke Rücken- und Hüftschmerzen.
WhatsApp-Gruppe
293 Dienstag, den 08. Oktober 2019 um 09:41 Uhr
Oxygesic
Hallo,
die WhatsApp-Gruppe gibt es noch. Die E-Mail-Adresse wurde vorerst deaktiviert, da es sonst zu viele sind.
Danke.
MST 30 und 10 mg
292 Montag, den 07. Oktober 2019 um 11:36 Uhr
Pauline H.
Seit 1992 nehme ich MST-Tabletten. Zuerst alle acht Stunden 20 mg, später und bis jetzt alle acht Stunden 40 mg. Das MST hat über Jahre mein Leben wieder lebenswert gemacht. In letzter Zeit habe ich aber plötzlich schlimme Rückenschmerzen. Ich habe meinen Schmerztherapeuten gefragt, ob ich das MST nicht etwas höher setzen darf? Aber er ist nicht dafür. Jetzt will ich das Medikament absetzen, um zu sehen ob es überhaupt noch wirksam ist. Wie lange dauert es, bis ich die ersten Nebenwirkungen spüre? Wenn ich es einmal wegen Kopfschmerzen mit Erbrechen nicht nehmen kann, merke ich keine Nebenwirkungen. Außer vermehrter Rückenschmerzen.
Fentanyl-Pflaster, Tilidin 200/16
291 Freitag, den 04. Oktober 2019 um 13:33 Uhr
Karin Paschke
Entzugserscheinungen: Ich habe von Tilidin auf Fentanyl-Pflaster und wieder zurück zu Tilidin gewechselt. Das Pflaster ist ein Teufelszeug. Ich habe es nicht vertragen. Zu viele Nebenwirkungen. Also zurück zu Tilidin vor 5 Tagen. Der Entzug war krass - mit Notarzt in der ersten Nacht! Aber so wirklich hilft niemand. Man kommt sich blöd vor. Als würde man übertreiben. Seit 3 Tagen habe ich mit Lorazepam etwas Ruhe bekommen. Wenn ich das überstanden habe, gehe ich das Tilidin an und versuche, meine Arthrose mit CBD-Öl in den Griff zu bekommen. Allen viel Kraft!
Zusatz zu Beitrag 288
290 Freitag, den 27. September 2019 um 02:19 Uhr
Angelika F.
Der Aufbau von Sertralin hat gar nicht funktioniert. Habe morgens weiterhin Übelkeit und Durchfall. Also sind seit Montag Opioide und Antidepressiva komplett weg. Es geht mir weiterhin schlecht und bin seit 16@Tagen schlaflos.
Oxycodon-Entzug
289 Montag, den 23. September 2019 um 10:26 Uhr
Anni
Ich habe seit 20 Jahren Oxycodon verschrieben bekommen. Von einem Schmerztherapeuten. Vor ein paar Wochen habe ich entschieden, dass ich das ganze Zeugs absetzen will. Habe auch schrittweise reduziert, bis ich auf 5mg täglich war. Heute, am 2. Tag, ganz ohne Entzugserscheinungen, wie z.B. eine Grippe, niesen, dichte Nase, innere Unruhe, schwere Beine und Schlaflosigkeit. Hätte nicht gedacht, dass es trotzdem noch so heftig wird. Wer sagt, es gäbe keine Probleme, dem kann ich nur widersprechen. Bei mir zwar nicht psychisch, aber sehr physisch. Ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft. Haltet durch! Nächste woche sieht die Welt ganz anders aus. Ich habe bisher nur Ibuprofen eingenommen. Wegen der Symptomatik. Und ab heute Abend eine 5 mg Zolpidem, um endlich etwas Schlaf bekommen.
Absetzen von Opiaten und Antidepessiva
288 Sonntag, den 22. September 2019 um 11:04 Uhr
Angelika F.
Alles andere als leicht.
Durch den Wechsel von Tramadol 300 mg auf Tilidin, Anfangsdosis 100 mg sowie zusätzlich verordneten Antidepressiva Sertralin 200 mg und Doxepin 25 mg, ist es zu einem Serotonin-Syndrom gekommen. Von jetzt auf gleich wurden alle Medikamente abgesetzt. Die Folgen waren krass. Entsetzliche Übelkeit, Durchfall, Unruhe, Schlaflosigkeit. Das Schlimmste aber sind die Muskelkrämpfe, die in Armen und Beinen sind. Damit schlafen, geht gar nicht. Das von mir gewünschte Lorazepam lässt die Muskelkrämpfe etwas schwächer werden. Das mache ich jetzt schon 10 Tage mit. Seit 2 Tagen entwickel ich mich zum Workaholic. Obwohl ich sehr starke Schmerzen haben, arbeite ich im Garten und drehe alles von rechts nach links. Wie im Zwang. Um 20 Uhr bin ich so müde, dass ich umfallen könnte. Aber schlafen geht nicht. Momentan nehme ich nur den Betablocker Thyronajod, Doxepin 25 mg und Sertralin 50 mg. Freundliche Grüße
Oxycodon
287 Dienstag, den 17. September 2019 um 09:07 Uhr
Birgit
Habe innerhalb einer Woche von 240, dann auf 3 mal 40 mg und dann auf 3 mal 20 mg reduziert. Nach einer Woche war Schluss. Meinem Kopf geht's gut, kann mich aber kaum bewegen. Im Liegen totale Schwäche! Hat jemand ein Rat? Habe meinem Arzt schon die Tür eingerannt. Weiß jemand, wie lange der Zustand anhält? Entschuldigung wegen der Schreibfehler. Aber es fällt mir gerade sehr schwer.
Absetzerfahrungen mit Oxycodon
286 Montag, den 16. September 2019 um 10:21 Uhr
Schmerzpatient 1000
Habe wegen starker neuropathischer Schmerzen nach einer größeren OP und bei Unverträglichkeit gegen andere wirsame Medikamente bei Neuropathie, 50mg (20-10-20) zuzügl Novalgin täglich über einen mehrmonatigen Zeitraum eingenommen. Geholfen hat es gut. Ich war auch nicht benommen und konnte sogar Auto fahren. Mit schriftl. ärztl. Erlaubnis. Das Absetzen erwies sich dann aber als größeres Theater. Trotz Einhalten der Absetzempfehlung des Arztes mit wöchentl. Reduktion um 10 mg. Erst ging es gut, aber bei 20mg täglich setzten plötzlich heftige Entzugserscheinungen ein. Schlaflosigkeit, innere Unruhe, "restless Legs". Dann Schmerzen in allen Gliedmaßen, dauernd und zum Teil recht heftig. Bin trotzdem im Plan geblieben. Die Beschwerdem hielten auch nach Beendigung der Therapie etwa so lang an, wie ich das Oxycodon auch eingenommen hatte. Um Nachts überhaupt Ruhe zu finden, waren Psychopharmaka notwendig. Ich hab' die Zähne zusammengebissen und durchgehalten. War aber echt heftig. Die Versuchung, wieder zum Schmerzmittel zu greifen, gross. Ich hatte schon Bedenken, ich rutsche in ein chronisches Schmerzsyndrom. Dann war es irgendwann vorbei. Nun geht es mir gut. Wenig Schmerzen(neuropatischer Natur)und keine Medis mehr. Außer zuweilen Novalgin. Man muss sich klar sein, dass diese Medikamente offenbar einen hohen Preis fordern und sehr bedacht verschrieben werden. Andererseits war ich während der akut neuropathischen Phase sowie einer multiplen Schmerzmittelunverträglichkeit Gott froh, überhaupt ein wirksames Medikament zu haben. Die Entwöhnung fand ich aber sehr hart, obwohl ich alles brav befolgt habe.
Absetzen
285 Freitag, den 13. September 2019 um 08:33 Uhr
MedienTec
Ich bin davon überzeugt, dass es die Angst vor Entzugserscheinungen ist, die den Prozess verlangsamt. Du musst es selber wollen und versuchen, nicht alles zu glauben was gesagt und geschrieben wird. Ich glaube an die Aussage meiner Fachärztin, dass ich keinen richtigen Entzug mitmachen werde. Denn die Schmerzen sind der Grund, warum ich jahrelang eine hohe Dosis Targin bekomme. Ich mache einen harten Cut. Und: Ich habe keine Schmerzen, sondern einen leichten Entzug, der täglich weniger wird. Also habe ich das Medikament jahrelang genommen, weil ich überzeugt war, Schmerzen zu haben. Ich ziehe das weiter durch und komme super damit klar. Meine Dosis war täglich 2 mal 40/20 Targin. Der Wille, es nicht mehr zu wollen, zählt.
Morphin-Entzug
284 Mittwoch, den 11. September 2019 um 10:20 Uhr
Schmidtchen Solveig
Ich nehme jetzt seit einem Jahr keine mehr, habe fünf Jahre jeden Tag 90 mg nehmen müssen. Habe immer noch Schweißausbrüche, Schlafstörungen, starke Traurigkeit. Ich frage mich, wie lange ich das noch aushalten kann. Kann mir dazu jemand etwas sagen. Liebe Grüße, Solveig
Opioidentzug
283 Mittwoch, den 11. September 2019 um 07:41 Uhr
Nicole
Sie schreiben, dass ein Ausschleichen keine psychische Symptome macht,sprich Opioide machen nicht psychisch abhängig. Bei den Entzugssymptomen steht aber Depression. Alle Opioide machen eine immense psychische Abhängigkeit. Und wie passt Imodium, loperamid zu einer Symptomreduktion?
Tilidin
282 Montag, den 09. September 2019 um 11:08 Uhr
Marion
Hallo, ich bin 55 und nehme seit 2012 Tilidin. Zuerst wegen Bandscheibenvorfall verschrieben, merkte ich schnell, wie gut ich davon drauf war. Hatte zu der Zeit ein paar Probleme, und konnte das mit dem Tilidin gut wegdrücken. Tja, leider wurde das immer mehr und ich schaffe es nicht aufzuhören. Mittlerweile nehme ich 10! Tabletten á 100/8 am Tag. Nicht nur, dass ich immer schlapper und lustloser werde, sondern ich falle natürlich auch bei den Ärzten auf. Habe mehrere, die ich jeweils wechsele. Ich will unbedingt aufhören, schaffe es aber nicht. Ich will absolut nicht in eine Klinik, weil ich nicht will, dass meine Kinder was merken. Ich versuche jetzt zu reduzieren. Ich nehme auch immer direkt 2 auf einmal. Wenn ich morgens nicht 2 nehme, komme ich gar nicht in die Gänge. Jetzt versuche ich 3 mal 2 am Tag. Ich muss einfach. Bitte gebt mir Tipps. Wenn ich keine Kinder hätte würde ich mich eine Woche ins Bett legen - aber das geht ja nicht. Lg
Opioide: Abhängigkeit
281 Samstag, den 10. August 2019 um 14:04 Uhr
Kerstin
Hallo,
ich habe schon ein paar Mails geschickt. Und zwar wegen der WhatsApp-Gruppe. Allerdings scheint die Mail-Adresse nicht richtig zu sein, denn sie kamen immer als Fehlermeldung zurück!? Gruß Kerstin
Tilidin
280 Montag, den 17. Juni 2019 um 00:41 Uhr
Thomas M
Hallo, zusammen,
anscheinend habe ich noch Glück, denn ich nehme Tilidin und Morphin erst seit einigen Monaten. Kein Arzt sagt einem, dass die Wirkung relativ schnell nachlässt und die Dosis immer höher wird. Da sich deshalb mein Leben drastisch geändert hat und die Nebenwirkungen mittlerweile schlimmer sind als der eigentliche Grund, habe ich mich entschlossen einen Entzug zu machen. Habe es mir leichter vorgestellt. Zum Glück bin ich in einer guten Reha-Klinik und habe hier einen Anfang gemacht. Kein Ibu mehr. Kein Gabapentin mehr. Kein Morphin mehr.
Das Schlimmste von allem ist aber der Entzug von Tilidin. Jetzt weiß ich auch, warum viele "Teufelszeug" dazu sagen. Unkontrolliertes Zucken, Zittern, starke Kopfschmerzen, Schwitzen und - vor allem - Schlaflosigkeit machen mich fertig. Jede Nacht höchstens 2 Stunden. Aber, das ist es wert. Schon nach 10 Tagen ging es mir körperlich deutlich besser. Die Therapien fangen an zu helfen. Jetzt nur noch 2 Novamin und eine reine Baldrian vor'm Schlafen bzw Schlafversuch. Ist wahrscheinlich auch für den Kopf wichtig. Deshalb an alle, die einen Entzug machen wollen: Sucht euch Hilfe (es gibt auch gute Ärzte), seid geduldig (auch bei kleinen Rückschlägen), redet darüber (z.B. hier) und zieht es durch. Euer Körper und euer Kopf werden es euch danken. Ich wünsche allen viel Glück dabei.
Übrigens ist es jetzt 2.38 Uhr und die Nacht ist vorbei. Trotzdem freu' ich mich wieder auf den nächsten Tag. Und: In ein paar Wochen habe ich es geschafft! "Du musst kämpfen!"
Entzug Opiate
279 Mittwoch, den 12. Juni 2019 um 07:58 Uhr
Sina
Hallo zusammen,
da viele nur über den Schrecken eines Entzugs schreiben, möchte ich auch mal etwas dazu sagen. Vielleicht macht es Mut?
Krankheitsverlauf: Nervenläsion an einer Extremität seit Geburt. Ab 30 kamen Polyneuropathie und Kontrakturen. 2006 begann die Odyssee der Medikamente: Oxy (300mg tgl), danach Tilidin ret. (300mg tgl), im Anschluss die Tilidin-Tropfen (eine 100ml Flasche auf 4 Tage), kleine Kurzausflüge zu Amitriptylin und Lyrica. Danach Oramorph 30 mg Trinkampullen (gesamt 390mg tgl).
Ich hatte immer gearbeitet, Kinder großgezogen und saß in einem Sumpf aus funktionieren und vegetieren. 2014 der erste Start: reduziert auf 120mg retardiertes Morphin. Im Laufe der Jahre bis auf 40 mg tgl verteilt retardiert. Es war phasenhaft schwierig und zäh. Die Reduktion von 390 auf 120 war das Schlimmste. Ich saß schlaflos, apathisch und voller Schmerzen zwei Wochen nur herum. Das hinterließ ein kleines Trauma, was weitere Reduktionsversuche immer zäher, schwerer und langwieriger machte. Seit Januar diesen Jahres stieg ich wieder auf 80 mg Morphin. Retardiert über den Tag verteilt. Natürlich immer mal wieder entretardiert, damit ich einen Effekt hatte, weil die Neuropathie sich verstärkte und ich noch einmal operiert werden musste. Es waren ca 6 Operationen seit 2006. Nur, dieses Mal wirkte das Morphin anders: keine Energieschübe mehr und keine Leistungsfähigkeit. Kein Aushalten und funktionieren. Die Dosissteigerung machte mich müde, lethargisch, antriebslos. Ich zwang mich zum Sport, und machte weiter. Irgendwann kam ich in die Apotheke und mein Medi wurde falsch geliefert: statt 20mg (tgl 4x20mg), hatten sie nur 10mg. Ich ließ - aus einem Impuls heraus - das BTM-Rezept umschreiben, nahm die 10mg mit und reduzierte innerhalb von 3 Wochen auf 0. Mit jedem Tag wurde ich wacher, die Laune stieg, die Beweglichkeit auch. Und das überwog die Entzugserscheinungen, die mir dadurch nicht schlimm vorkamen: zittern, niesen, Durchfall, Zappeligkeit und und und.....
Alle zwei oder drei Tage habe ich reduziert in 10er Schritten. Es war anstrengend und nervig. Aber auch gut. Es gibt so viele Komponenten, die die Stärke eines Entzugs beeinflussen. Es ist wichtig, welche Potenz ein Opiat hat (Morphin ist immer 1, Fentanyl steht im Verhältnis 1:100 - als Beispiel). Auch der Grund der Einnahme macht viel aus: die Schmerzintensität, das Umfeld, die Stimmungslage und und und....
Manchmal reicht es wohl nicht, das Absetzen zu wollen. Auch die Voraussetzungen müssen beachtet werden. Darum gibt es auch stationäre Entzüge, psychologische Nachbetreuungen und Therapien. Wichtig ist wohl auch, das niemals ohne Arzt zu machen. Den braucht man, damit eingegriffen werden kann, wenn es nötig ist. Ich habe das Zeug über 13 Jahre geschluckt. Und habe mich natürlich eine Zeit lang in die Kuscheldecke Morphin eingemummelt und mich vorm Leben versteckt. Meine Angst, die zweite Hälfte meines Lebens zu vergeuden, Angst vor degenerativen Wesensveränderungen und weiteren Schäden war dann doch grösser. Vorteil war wohl auch, dass ich nie Misch-und Beikonsum hatte. Immer nur ein Medikament. Und ein stabiles soziales Umfeld sowie beruflichen Erfolg. Darum ging's wohl diesmal recht gut mit dem Entzug - vor allem ohne "Craving" (Verlangen). Schmerzen bekämpfe ich jetzt mit Kryotherapie, TENS, autogenem Training und Bewegung.
Noch ein Tipp: auf YouTube gibt es eine Doku von Arte: Gehirn unter Drogen. Der Teil 2 geht über Opiate - und wie sie wirken. Diese hat mir ungemein geholfen, meinen Körper zu verstehen, was da mit und ohne Morphin abläuft. Entzüge sind hart, machen Angst, lassen abbrechen, machen mutlos. Opiate machen kaputt, machen mutlos, machen langfristig noch mehr Schmerzen und nehmen das Leben. Der Entzug geht vorbei. Auch, wenn man es nicht glauben mag. Das Opiat bleibt, wenn man es zulässt.
Ich wünsche all denen Mut, Kraft und Ausdauer, die es versuchen wollen oder müssen. Jeder noch so kleine Schritt ist ein Erfolg und ihr könnt stolz darauf sein. Liebe Grüße
Oxycodon
278 Donnerstag, den 30. Mai 2019 um 15:25 Uhr
Beate
Sehr starke Hautprobleme. Um die Augen alles rot und Pergamenthaut auch am Hals.
Whatsappgruppe
277 Montag, den 06. Mai 2019 um 06:19 Uhr
Oxycesic
Hallo wir haben eine Whatsappgruppe zum Thema BTM, Absetzen, Hilfe usw usw
Für weitere Infos schaut Beitrag 271.
LG
Sehr hilfreicher Link
276 Samstag, den 04. Mai 2019 um 12:02 Uhr
Waltraut
Ich habe mir vor meinem Absetzen von Oxy die Zeit genommen, alle Beiträge hier durchzulesen und fand den Link im Beitrag 152 sehr interessant. Auch mein Hausarzt ist der Meinung, dass dieser „Leitfaden“ für alle, die Opiate/Opioide planen abzusetzen, hilfreiche Aspekte enthält:

https://www.eve-rave.ch/Forum/viewtopic.php? f=102&t=28169&sid=44d88114140d0f2abee0fb5f5a9de5aa

Selbstverständlich sollte man immer, egal, ob es sich „nur“ um schwache, nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fallende Mittel - wie Tramadol oder Tilidin retard Tabletten oder eben die starken BTM-pflichtigen Medikamente handelt - nur mit Hilfe des Hausarztes absetzen. Da leider noch immer manche Ärzte die Verschreibung von Benzodiazepinen (Diazepam, Tavor etc.) und Pregabalin (Lyrica) recht locker handhaben, möchte ich explizit darauf hinweisen, dass diese Medikamente (mir half speziell Pregabalin sehr) bei längerer Anwendung (2 Wochen +) süchtig machen können. Speziell Benzodiazepine. Viel Erfolg und wenig Leid (ganz ohne geht es nicht).
OXYGESIC
275 Donnerstag, den 25. April 2019 um 12:33 Uhr
Hw
Hallo,
auch ich habe von meinem Hausarzt Oxygesic verschrieben bekommen. Allerdings habe ich sie nur 12 Tage eingenommem - aufgrund der starken Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, totales Unwohlsein, geschwollenes Gesicht. Ich stand nur noch neben mir. Aber nach dem Absetzen seit 6 Tagen ist mir immer noch schwindelig beim Autofahren - wenn ich schnell den Kopf drehe. Magengrummeln usw.
Tradocomp
274 Donnerstag, den 25. April 2019 um 09:53 Uhr
Roland
Hallo zusammen,
bei mir heißt das Problem: Tradocomp. Ich nehme sie jetzt ca. 2,5 Jahre. Jeden Tag 2 Tabletten (37,5mg). Aufgrund eines Bandscheibenvorfalls. Nachdem ich mittlerweile nur am Schwitzen bin denke ich, dass mein Körper nach mehr schreit. Ich will dieses Zeug jetzt los werden. Ich weiß, dass es keine große Dosis ist. Aber Angst habe ich trotzdem, da ich vor 20 Jahren schwer drogenabhängig war - und das Ganze schon genossen habe. Mein Arzt meinte, ich soll das im Krankehaus erledigen. Dort wollen sie aber eine radikale Entwöhnung machen und zusätlich nur, wenn ich freiwillig in die geschlossene Abteilung gehe. Was ich nicht will. Ich möchte es jetzt zuhause probierne. Mit der Unterstützung meiner Frau. Hat vlt. wer Tipps für einen Entzug? Ich weiß, die Dosis ist nicht hoch, aber wie gesagt: Ich habe Angst, weil ich damals von Codein, Methadon, Benzos usw. schon mal Entzug gemacht habe. Der Hauptgrund für mich ist, dass ich nicht in die geschlosse Abteilung der Psychiatrie möchte. Vielen Dank im Voraus:)
Oxycodon
273 Samstag, den 20. April 2019 um 12:40 Uhr
cornelia
14 Jahre habe ich Oxycodon eingenommen. 2 mal 80mg. Vor 2 Jahren habe ich mich allein auf 2 mal 40mg gesetzt. Ohne Probleme. 2018 wurde ich endlich am Knie operiert, hatte leider eine Lungenembolie, wurde dort auf 3 mal 20mg runtergesetzt und in der Reha dann auf 2 mal 20mg. Das ging auch. Hier, zu Hause, bin ich dann allein von 2 mal 20mg auf 2 mal 10 mg und dann eine Woche auf 2 mal 5mg ausgeschlichen. Nun bin ich seit 3 Tagen von Oxycodon weg. Aber ich bin nervös und kann nicht schlafen. Habe mir "Hoggar Night" besorgt, um wenigstens 3 Std. schlafen zu können. Aber, die Schmerzen im Nackenbereich und das Jucken der Haut bringen mich um. Vor allem auch Beschwerden im Genitalbereich, den ich als am Schlimmsten empfinde, weil ich das Gefühl habe, ständig einen Orgasmus haben zu müssen. Es ist schrecklich. Ich habe noch mit niemandem darüber gesprochen. Und es würde auch niemand verstehen. Wie lange dauert dieser Zustand noch an??
Hydromorphon 2 x 16mg absetzen
272 Freitag, den 19. April 2019 um 13:37 Uhr
Liese
Guten Tag,
seit gut 3 Jahren nehme ich, aufgrund eines Kreuzbeinbruches, 2 x täglich 16 mg Hydromorphon ein, da ich unter starken Schmerzen leide. Meine neue (leider sehr unsympathische) Schmerztherapeutin drängt mich massiv, diese abzusetzen. Und zwar für 4 Wochen in der Klinik. Mit der Begründung, dass 32 mg Hydromorphon täglich sehr viel sei. Meiner Ansicht nach habe ich einen "Pegel" von 16mg /24 Std. Sehe ich das falsch? Hätte das Präparat eine Langzeitwirkung von 24 Std., wären es doch auch 16 mg. Kann mir bitte jemand sagen, wie ein klinischer "Entzug" in einer Klinik vonstatten geht? 4 Wochen empfinde ich als sehr lange. Außerdem habe ich Angst vor den Absetzerscheinungen und den Folgen, da mir das Hydromorphon bei meinem vorhandenen Morbus Crohn gute Dienste leistet, und ich somit dafür keine Medikamente einnehmen muss. Vielen Dank für eure Hilfe. Viele Grüße Liese
Whatsappgruppe
271 Dienstag, den 16. April 2019 um 16:53 Uhr
Oxycesic
Hallo wir haben eine kleine Whatsappgruppe. Wir helfen uns gegenseitig beim Thema BTM, Absetzen und alles mögliche. Wer Interesse hat darf sich gerne melden unter der Email opioideundco@gmail.com
Einfach Handynummer mitschicken und ich füge euch in unsere Gruppe. Mfg
Hydromorphon reduzieren
270 Donnerstag, den 11. April 2019 um 18:28 Uhr
Franzi
Hallo! Ich habe mal eine Frage: ich möchte mein Hydromorphon reduzieren und will das mit Hilfe von Cbd Öl. Wie muss ich das machen? Kann mir jemand Tipps geben? Welches CBD Öl muss ich kaufen usw.
Danke für Eure Hilfe
Ausschleichen von Hydromorphon
269 Montag, den 08. April 2019 um 16:44 Uhr
Chajim
Von Tagesdosis 3 x 4mg = 12 mg
3 Tage 2 x 4mg = 8 mg nach festem Zeitfenster
3 Tage 1 x 4mg = 4 mg nach festem Zeitfenster
7.Tag 0 / 8.Tag 4 / 9.Tag 0 / 10.Tag 0
Folgen: Leichte Ermattung im Tagesverlauf, Erkältungssymptome, leichte Unruhe. Keine Ersatzmedikation.
CBD
268 Mittwoch, den 20. März 2019 um 01:51 Uhr
max
Eine Schmerzbetroffene schreibt auch noch, dass ihre Ärztin es nicht schafft, einen Antrag für das CBD zu stellen. Was für einen Antrag? Wenn du CBD-Öl in der Apotheke kaufen willst, dann kannst du das machen. Die Ärztin kann dir dann einfach ein Rezept ausstellen - und musst es nicht bezahlen. Wenn du es selber bezahlen willst, dann gehst du in die Apotheke und kaufst es dir. Jetzt kommt das Erschreckende. CBD ist der Wirkstoff des so umjubelten "Cannabis", der nicht "high" macht. Noch etwas: Wenn du ein wirkungsvolles CBD-Öl haben willst, dann musst du dir ein CBD-Öl holen, das mind. >50% Wirkstoffgehalt hat. Das muss meistens bestellt werden. Die, die in Deutschland im Umlauf sind, haben meistens nicht mehr als 10% Wirkstoff. Hoffe das hilft noch. Antrag muss man für CBD nicht stellen. Alles Gute.
einfach mal lesen
267 Mittwoch, den 20. März 2019 um 01:27 Uhr
max
Habe heute etwas im Internet gesucht, und bin zufällig auf dieser Seite gelandet. Seid mir bitte nicht böse, aber was ich hier gelesen habe ist teilweise ein absoluter Blödsinn. Da schreibt eine Pübby am 25.02.19 oder so, dass sie selbst Mediziner ist und beschwert sich über ihren Orthopäden. Dann schreibt sie noch, dass sie soviel Schmerzmittel einnimmt. Das einzige Schmerzmittel, das sie einnimmt, ist Hydromorphon. Ibuprofen ist ein leichter NSAR-Hemmer. Das sollte man als Mediziner wissen. Und hört endlich auf, Lyrica zu einer Schmerzbehandlung zu nehmen. Entweder ihr wohnt dort, wo es tatsächlich keine guten Schmerzmediziner gibt, oder ihr habt andere Probleme. Bitte nicht böse sein. Ich musste das einmal schreiben, da ich mir noch andere Beiträge durchgelesen habe. Gut fand ich auch den, wo jemand schreibt, dass er/sie täglich ein 100 mg Fentanylpflaster gegessen hat. Ich gehe davon aus, dass die betreffende Person ein 100 Mikrogramm/h-Pflaster meint. Und, wenn jetzt jemand behauptet, dass auch das nicht möglich ist, den muss ich enttäuschen. Es ist möglich. Der Metabolismus eines Menschen macht hier sehr viel aus. Wünsche euch allen alles Gute.
Reduzierung v. Morphium ret. Tbl.
266 Samstag, den 16. März 2019 um 20:18 Uhr
Viola
Ich hatte ein sehr schweres Restless-leg-Syndrom, und das Einzige, was mir half, war MST.ret.240 mg u. Carbamazepin-Tbl. Alles andere, was ich ausprobierte, half nichts. Das nahm ich über Jahre, u. hatte auch schon mit meinem Neurologen darüber gesprochen, das Medikament zu reduzieren. Aber das klappte eigentlich nie. Nach spätestens 3-4 Tagen war ich wieder bei derselben Dosis. Jetzt, nach etl. Jahren, habe ich im letzten Frühjahr auf einmal 1 Tbl. weniger am Tag genommen. Also 60 mg weniger. Dass das nicht gerade einfach ist werden wohl die meisten von Euch wissen, die so einen kalten Entzug schon mal mitgemacht haben. Schwitzen, frieren, Kopfschmerzen, Depressionen und Schlafstörungen waren die Folge des Entzugs. Das ging so ca. 6-7 Wochen. Was mir aber geholfen hatte dass ich schlafen konnte o. ruhiger wurde, war Carbamazepin. Nun mache ich das Ganze jetzt noch einmal. Wieder mit 60 mg - u. habe es auch schon wieder fast geschaft. Nach demselben Prinzip! Noch bin ich nicht über dem Berg, aber die Nebenwirkungen haben stark nachgelassen, u. es geht mir den Umständen entsprechend gut. Ein kalter Entzug ist schon hart, aber ich habe es geschafft, dass ich statt 240 mg, nur noch 120 mg nehme. Und darauf, dass ich es so gepackt habe, bin ich auch stolz. Mir hatte auch ein Arzt angeboten, das in einer Klinik zu machen, aber das war schon längere Zeit her. Und damals waren meine Schmerzen noch so stark, dass ich mich gar nicht getraut hätte, die Medikamente abzusetzen. Dennoch würde ich es nie ohne ein Gespräch mit dem Arzt machen, der mir diese verschreibt u. den man auch mal an seiner Seite hat, wenn es einem schlecht dabei geht. Ich möchte allen Mut machen, die es versuchen möchten. Wie gesagt, ich habe 4 Anläufe gemacht bis es geklappt hat.
Oxycodon-Entzug
265 Samstag, den 16. März 2019 um 00:19 Uhr
Tim
Weiß vll. jemand wie man am besten davon weg kommt? Ich kriege seit einem Jahr Oxy verschrieben - 100 Stk/Packung, 3x täglich. Aber ich nehme das Doppelte, weil ich abhängig geworden bin, und mir 100 Stk net reichen. Und manchmal, wenn ich keine habe, bekomme ich es mit den Entzugserscheinungen zu tun: Schwitzen, Unruhe, kalt/warm, Schüttelfrost und die Beine tun weh. Kann mir bitte jemand sagen wie ich davon weg komme? Und mit welchen Mitteln? Ich will mir das net mehr geben. Die Entzugserscheinungen sind heftig. Ich ertrage das gerade mal so einen Tag, wenn überhaupt. Schreibt mir ruhig, wenn jemand etwas weiß. Auch diejenigen, die es auch nehmen. Schreibt mir mal. Danke im Voraus :)
Erfahrung?
264 Sonntag, den 24. Februar 2019 um 21:03 Uhr
Torsten
Hallo,
ich nehme seit Jahren Dronabinol, Oxycodon und einige andere Medikamente. Die Schmerzen habe ich dadurch aber im Griff. Habt ihr vielleicht Erfahrung?
Tilidin absetzen
263 Freitag, den 22. Februar 2019 um 18:12 Uhr
Erwin
Guten Abend,
ich habe mir einige Beiträge von euch durchgelesen. Zu meiner Situation:
Ich nehme seit Herbst 2009 Tilidin. Zu Anfang eine Tablette 50 mg, um den Arbeitstag noch einigermaßen kundenfreundlich abzuschließen. Ich hatte in 2003 eine Bandscheiben OP - L5/S1 raus und mit körpereigenem Knochen aufgefüllt. Mit der gen. Dosis bin ich etwa 3 Monate zurechtgekommen. Dann musste ich die Tablette immer früher einnehmen, um den Tag rum zu bringen. Dann hat sich das Ganze immer mehr gesteigert. Früher gab es ja noch Tropfen, die man nach Bedarf dosieren konnte. Hat auch funktioniert. Über die Jahre war dann meine Dosis bei 4x200 mg Tilidin am Tag (Tropfen wurden nicht mehr verschrieben). Nach einigen weiteren Jahren hatte ich dann den Salat. Die Tabletten haben gegen die Schmerzen nur noch kurz gewirkt. Aber, die körperliche Abhängigkeit war deutlich zu spüren. Ich habe dann beschlossen, das Zeug abzusetzen. Habe auf einen Schlag von 4x200 mg auf 4x100mg am Tag reduziert. Das ging mit Überwindung und einiger Beherschung gut. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es schwieriger wird, um so mehr ich reduziere. Ich meine, um so geringer die Dosis wird, um so mehr spüre ich, wie stark der Körper daran gewöhnt ist. Eine Pauschale zum Absetzten gibt es sicherlich nicht, da jeder Körper ja anders reagiert. Stehe nun bei 3x 50 mg am Tag. Das hat natürlich auch mit der Jahreszeit - Winter extrem und Kälte - zu tun. Im Sommer fällt es leichter zu reduzieren. Ich bin mittlerweile beim gut 5. Anlauf. Aber so weit wie jetzt, war ich noch nie. Ich hoffe, dass ich in ein paar Wochen komplett ohne das Zeug auskomme. Muss natürlich extrem aufpassen, was ich mache. Denn bei Arbeiten, die mir nicht gut tun, bekomme ich sofort die Quittung. Ich wünsche jedem hier viel Erfolg. Habt Geduld, und nehmt euch Zeit! Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Die WhatsApp-Gruppe wäre vielleicht auch interessant. LG Erwin
WhatsApp-Gruppe
262 Dienstag, den 19. Februar 2019 um 20:20 Uhr
Oxygesic
WhatsApp-Gruppe zum Thema BTM, medizinisches Cannabis, Entzug, usw usw.:
Bitte mit Handynummer bei opioideundco@gmail.com melden. Wir sind ca. 30 Menschen.
Entzugserscheinungen
261 Montag, den 18. Februar 2019 um 14:35 Uhr
Gabriele
Liebe @ TINA,
ich mache auch gerade - seit einem halben Jahr - einen Entzug von Morphium. Angefangen habe ich mit 320 mg, jetzt bin ich bei 150 mg. Ich nehme, an den schlimmsten Tagen, bis zu 150 mg Pregabalin und abends 45 mg Mirtazapin. Du nimmst schon die Medikamente, die bei Entzug am besten helfen. Ich glaube, Gabapentin ist das Gleiche wie Pregabalin!? Ich kann Dir nur den Rat geben, unbedingt langsamer zu reduzieren. 10% Reduktion alle zwei Wochen wäre ideal. Ich mache das so, und die Entzugschmerzen halten sich in Grenzen. Aber es geht mir auch nicht jeden Tag gut. Vor allem, macht mir die Schlaflosigkeit zu schaffen. Bei den Schweißausbrüchen hilft mir das Pregabalin am besten! Also, liebe Tina, lass' Dir Zeit! Ich sende Dir Kraft und ganz liebe Grüße! Gabriele
Entzugzerscheinungen lindern
260 Montag, den 18. Februar 2019 um 05:41 Uhr
TINA
Hallo,
mein Name ist TINA, bin 44 Jahre und versuche, nach 2 Bandscheibenop‘s im HW-Bereich von Oxycodon und Dronabinol wegzukommen. Ich nehme auch Gabapentin und Novalgin. Es ist ein harter Kampf. Es schüttelt mich seit 10 Tagen durch, und ich bin Tag und Nacht schweißgebadet. Ich bitte um euren Rat. Was kann man gegen den Schüttelfrost und das fürchterliche Schwitzen tun? Liebe Grüße Tina
Opiate
259 Freitag, den 15. Februar 2019 um 21:31 Uhr
Gabriele
Liebe @Püppy,
Du Arme! Es tut mir im Herzen weh, wenn ich Dein Leid lese! Ich würde Dir empfehlen, nach einem Schmerztherapeuten zu schauen und Dir als Schmerzpatienten die „richtigen“ Opiate von einem Fachmann verschreiben zu lassen. Pregabalin ist ja erstmal nicht schlecht (nehme ich auch). Vielleicht würde Dir aber Fentanyl am besten helfen. Dann müsstest Du nicht so viele unterschiedliche Medikamente nehmen! Ich glaube, die richtige Dosis Fentanyl und Pregabalin könnten Dir helfen. Ohne Opiate wirst Du nicht „leben“ können - bei so heftigen Erkrankungen. Aber, ein „Fachmann“ kann Dir wahrscheinlich helfen. Der Orthopäde ist ja scheinbar überfordert! Lass' mal was von Dir hören! Alles, alles liebe und viel Kraft. Gabriele
Opiate einfach absetzen?
258 Freitag, den 15. Februar 2019 um 06:36 Uhr
Püppy
Hallo,
ich nehme seit 15 Monaten Hydromorphon, Ortoton, Ibuprofen, Pantoprazol und Pregabalin wegen folgender Diagnosen: Bandscheibenprotrusion, Hyperlordose, chronische Lumboischialgie und Spondylarthrose. Mein Orthopäde lässt mich im Regen stehen. Ich bekam nur eimal (6x) Krankengymnastik verschrieben. Sonst pumpt er mich nur mit oben genannten Schmerzmitteln voll. Ohne diese Medikamente habe ich solche Schmerzen, dass nichts mehr geht. Ich heule, komme nicht alleine aus dem Bett etc. Durch das enorme Rückenproblem habe ich sehr oft auch ein schmerzendes und taubes Bein, auf Grund dessen ich oft die Treppen runter klatsche, da es plötzlich auftritt. Nun meint mein Orthopäde, dass ich alle Schmerzmittel und andere Medikamente absetzen soll (ggf. Entzug in der Klinik). Ja, ich weiß, dass so viele Schmerzmittel auch nicht gut sind. Ich bin selbst Mediziner. Allerdings löst es überhaupt nicht mein Problem, denn behandelt wurde ich bis dato ja immer noch nicht. Es sei nichts zu operieren - was auch okay ist. Ich habe tierische Angst vor dem Entzug (der nicht stationär passieren wird, weil das für mich einfach nicht infrage kommt) und, ich habe wahnsinnige Angst vor den Schmerzen. Denn ohne Schmerzmittel ist es für mich einfach nicht auszuhalten. Nach dem Entzug möchte er, der Arzt, mit den Medikamenten gerne von vorne anfangen. Was soll das bitte für einen Sinn haben? Ich habe durch zu viel extremen Leistungssport (Akrobatik, Ballett, Boden- und Geräteturnen) ein extremes Hohlkreuz. Man kann mir ein Wasserglas auf den Hintern stellen, es bleibt stehen. So extrem ist es. Ich habe die Vermutung, dass man meine Rückenprobleme etwas in den Griff bekommen kann, indem man die Wirbelsäule "gerade" drückt. So würde die Bandschiebe, die mitten im Hohlkreuz ist und immer gegen den Nerv - der eh' schon chronisch entzündet ist - gequetscht wird, mal entlastet werden. Eine medizinische Korsage lehnt er ab, da ich sonst einrosten würde, was ich so oder so schon tue, da ich ja kaum etwas tun kann. Schwimmen geht nur in einer Tiefe, in der ich noch stehen kann, da mein Bein oft so taub wird, dass ich sonst untergehen würde. Das Fitness Studio mit extra Rückenschule und dem passenden Personal mit medizinischen Fachkenntnissen zahle ich aus eigener Tasche, bringt aber weder eine Besserung noch Verschlechterung. Zumal ich nicht hingehen kann, wenn ich nicht laufen kann (logisch). Ich würde nicht mehr und nicht weniger einrosten (mit so einer Korsage), wenn ich mich mit dieser Korsage weiterhin bewegen und sportlich - so weit es geht - betätigen würde. Mein Orthopäde hat nichts aber auch gar nichts vorgeschlagen, was konservativ machbar wäre. Stattdessen nur Medikamente, die ich nun absetzen soll. Ich weiß so langsam nicht mehr weiter und verzweifle von Tag zu Tag immer mehr. Und das mit 29 Jahren. Hat hier irgendjemand noch eine Idee, um mir zu helfen? Mir ist bewusst, dass ein dauerhafter Konsum von Opiaten und BTM natürlich auch nicht das Gelbe vom Ei sind. Allerdings ist es schmerztechnisch ohne diese Medikamente nicht möglich überhaupt etwas zu tun. Außer zu Hause irgendwo zu hocken und zu heulen, weil die Schmerzen so außerordentlich extrem sind. Liebe Grüße einer verzweifelten Frau, die langsam aber sicher allen Mut und jede Hoffnung verliert.
Targin
257 Donnerstag, den 14. Februar 2019 um 17:18 Uhr
Gabriele
Hallo @mirco,
ich würde Dir raten, langsam das Targin wieder in einer Dosis, die Dir den Entzug nimmt, einzunehmen, um dann ganz, ganz langsam (höchstens 10%) auszuschleichen. Laß' Dir wirklich Zeit! Ich habe für meinen Morphium-Entzug (230 mg) 1 Jahr eingeplant. Habe vor 6 Monaten bei 320 mg Substitol (Morphium) mit dem Reduzieren angefangen. Quäle Dich nicht, sondern nimm Dir Zeit! Ich sende Dir viel Kraft und liebe Grüße.
Entzug
256 Mittwoch, den 13. Februar 2019 um 22:30 Uhr
Krokojack
Ich bin im Substitutionsprogramm und bekomme 50mg Polamidon und 10mg Diazepam. Jetzt lasse ich mich langsam runterstufen und bekomme nebenbei noch Sirdalud. Diese Tabletten helfen wirklich gegen die Krämpfe. Hin und wieder besorge ich mir Praxiten zum Schlafen. Und jetzt, nach 2 Wochen, geht es mir halbwegs gut. Leute, macht keinen kalten Entzug ohne Medikamente! Ihr quält euch nur. Es gibt so viele Medikamente, die helfen. Habe schon 4x kalt entzogen und dachte, ich sterbe. Nie wieder Sirdalud, Diazepam und Praxiten. Helfen super "gegen" einen Opiat-Entzug.
Targin
255 Mittwoch, den 13. Februar 2019 um 20:18 Uhr
Mirco
Möchte auch kurz mein leid in die Runde werfen.
Nach einer Diskushernie im November wurde mir erst Tramaltropfen, anschliessend retardiertes Tramadol und als die Nebenwirkung und schmerzen zu schlimm wurden ging es rüber zu Targin. Die Dosis ging bis auf 2x50mg am Tag. Vor 12 Tagen dann aber die erlösende Infiltration bekommen und die schmerzen gingen langsam zurück. Entsprechend habe ich auch begonnen das Targin auszuschleichen.
Leider viel zu schnell. Innerhalb von 9 Tagen auf 0. Nun leide ich seit 48 Stunden einen fürchterlichen Entzug. Kein Ende in Sicht. Fühlt sich an wie eine Grippe, Vollrausch und Kater gleichzeitig. Mein Arzt meinte, ich solle wieder langsam steigern um dann schön gemächlich davon weg zu kommen. Bin im Moment echt ratlos ob ich es durchziehen soll oder wieder zu den Tabletten greifen soll. Keine Ahnung ob ich schon über dem Berg bin, aber lange halte ich es nicht mehr aus. Ist echt ein Teufelszeug, nie mehr!
Unfreiwilliges Absetzen von Morphon 30 mg
254 Mittwoch, den 13. Februar 2019 um 04:14 Uhr
Petra
Hallo,
ich bin 57 Jahre alt und muss seit ca. 14 Jahren Opiate und andere Schmerzmittel nehmen. Alles fing an mit vielen Operationen. Insgesamt sind es an verschiedenen Stellen 41 mal. Ich habe 2x Krebs gehabt. 1x vor ca. 30 Jahren Hautkrebs, der schnell behoben wurde. Dann 15 Knieoperationen mit zum Schluss in beiden Knien Kniegelenksprothesen. Brustkrebs vor 8 Jahren, wo ich eigentlich schon mit meinem Leben abgeschlossen hatte. Aber dank Chemotherapie, Bestrahlungen und Medikamenten habe ich es überlebt. Nun habe ich chronische Schmerzen im ganzen Körper, einen Lupus, Weichteilrheuma, Fibromyalgie, starke Arthrose, Rheuma und noch kleinere Sachen. Medikamente? Hatte ich schon alles! Angefangen mit Schmerzpflaster, Tabletten wie Oxycodon, Morphin, Hydromorphon, Fenthanylpflaster, Naproxen, Duloxetin und Alprazolam.
Heute nehme ich: Fenthanylpflaster 100mg, Hydromorphon, Duloxetin, Naproxen und Schlafmittel nach Bedarf.
Mein Arzt hat mir letzte Woche, einfach von jetzt auf gleich, das Morphin nicht mehr verschrieben und mich zum Neurologen geschickt. Da habe ich aber erst Mitte Mai einen Termin. Und einmal abgesehen davon, dass er kein Schmerzmittel verschreiben darf. Mein Hausarzt sagte, ich nehme zuviel BTM - aber er hat mir die alle verschrieben. Die ganzen Jahre! Und ich habe ihm vertraut, dass alles so richtig ist. Jetzt lässt er mich im kalten Regen stehen, und ich soll damit klar kommen. Nun bekomme ich aber Brennen in sämtlichen Adern und Venen, habe einen starken Druck im Kopf, Schweißausbrüche, Unruhe, Zittern und ich kann seit 3 Tagen und Nächten nicht mehr schlafen. Obwohl, Schlafprobleme habe ich schon über Jahre. Ich weiß einfach nicht weiter und habe Angst vor Entzugserscheinungen. Hat jemand auch solche Erfahrungen gemacht? Eine Entzugsklinik kommt für mich nicht in Frage, da ich Bindungsängste habe und nirgendwo anders, als in meiner gewohnten Umgebung schlafen kann und sonst Panik bekommen würde. Liebe Grüße: Eine Mitleidende!
Opioide
253 Dienstag, den 12. Februar 2019 um 18:12 Uhr
Gabriele
Ich möchte Dir, Ina, noch sagen: Tilidin ist ein hartes Zeug und hat einen heftigen Entzug! Deshalb würde ich Dir raten, nach einer guten Klinik zu schauen und es stationär zu entziehen. Nur, der Haken ist, dass die dort meist in kurzer Zeit entziehen. Ich würde also den Anfang in der Klinik machen und dann ganz langsam zu Hause weiter reduzieren. Such' Dir einen guten Arzt (Hausarzt), besprich alles und geh' langsam runter. Pregabalin kann eine Hilfe sein, aber Vorsicht: Das Medikament hat ein hohes Sucht und Abhängigkeitspotential! Wenn, dann nur niedrig dosiert, oder nur ab und zu bei den „heftigen“ Tagen! Es hilft wirklich bei Entzugsschmerzen! Aber es ist dringend zu empfehlen, das nur mit einem Arzt zu machen. Viel Kraft! Wenn Du Fragen hast, dann frag' hier in dem Forum. Ich werde öfters mal reinschauen. Vielleicht kann ich Dir ja etwas helfen/raten. Ich mach' ja auch gerade einen (langen) Entzug. Grüße G.
Opioid Entzug
252 Dienstag, den 12. Februar 2019 um 17:52 Uhr
Gabriele
Ich bin erstaunt, wieviele Menschen hier unbedingt von heute auf morgen die starken Schmerzmittel (Opioide/Opiate) weglassen. Für mich unverständlich, aber jeder geht seinen Weg. Ich war über 20 Jahre mit Methadon, vorher Codein, substituiert. Und, weil ich mit Methadon körperlich nicht mehr zurechtkam, wechselte ich vor einem dreiviertel Jahr zu Substitol (Morphium). Nach 30 Jahren Abhängigkeit (mittlerweile ca. 23 Jahre substituiert) von allem möglichen, habe ich mich entschlossen, ganz zu entziehen - und zwar langsam. Ich gehe ca. alle 2 Wochen 10% runter. Es wird insgesamt ca. 2 (!) Jahre dauern. Aber Leute, gebt euch doch Zeit! Der Körper soll sich an die reduzierte Dosis gewöhnen und vor allem die Psyche muss auch hinterher kommen! Und ja, auch langsam ist es NICHT einfach. Seit Monaten schlage ich mich mit extremen Schlafstörungen, RLS und Schweißausbrüchen rum. Natürlich verstehe ich, dass man ungeduldig wird und endlich OHNE leben will. Aber, ich habe so viele gesehen, die nach einem schnellen Entzug auch ganz schnell wieder Rückfällig geworden sind. Darum mein Rat: Ganz langsam entziehen - und das gemeinsam mit einem Arzt. In eine Klinik zu gehen ist auch eine Option. Es sind nicht alle Kliniken schlecht! Man nimmt jahrelang starke Medikamente, und dann soll alles in ein paar Tagen wieder entzogen sein? Ihr tut euch keinen Gefallen! Als große Hilfe empfinde ich das Medikament Pregabalin in kleiner Menge (2 mal täglich 25 mg)! Die Knieschmerzen, RLS und die Angstzustände, die immer wieder hochkommen, werden besser. Aber, man muss sehr aufpassen mit dem Pregabalin. Es macht schnell süchtig. Und ich meine süchtig! Nicht nur körperlich abhängig! Wenn ich es in ca. einem Jahr geschafft habe, dann schleiche ich das Pregabalin aus.
Liebe Leute, ich bin jetzt 64 Jahre, war jahrzehntelang von Drogen/Medikamenten abhängig und freue mich auf ein cleanes Leben. Ich danke Gott, dass ich keine Medikamente wegen einer Erkrankung nehmen muss. Für Menschen mit großen Schmerzen sind Opiate ein Segen. Deshalb ist ein vernünftiger Umgang mit diesen starken Mitteln so wichtig. Ich wünsche allen viel Kraft auf dem steinigen Entzugsweg und nochmal - lasst euch Zeit!
Als kleine Hilfe schreib ich euch meine momentane Medikation: 5 Uhr morgens 230 mg Substitol, vormittags 25 mg Pregabalin, abends 30 mg Mirtazapin - 1Tab. L-Tryptophan und 1 Blutdrucktabl. Zusätzlich noch Magnesium und Vit.B12, B6 und Vit. K2
„Egal, wie groß die Schritte sind, wichtig ist die Richtung.“ Viel Glück !
Whatsappgruppe
251 Dienstag, den 12. Februar 2019 um 17:12 Uhr
Kerstin
Hallo und guten Abend.
Ich habe auch Probleme, die der meiner Vorgänger sehr ähneln.
Gern würde ich ihrer Whatsappgruppe beitreten.
Vor einigen Tagen habe ich mich über die angegebene Email Adresse gemeldet.
Ich würde mich über eine Info freuen. Vielen Dank.
Es grüßt Kerstin
Hydromorphon absetzen
250 Donnerstag, den 07. Februar 2019 um 07:34 Uhr
Thomas
Hallo,
ich bin Thomas, 56 Jahre alt und mache einen Entzug von Hydromorphon, das ich fast 2 Jahre lang auf Grund von Knie und Rückenproblemen genommen habe. Gerne würde ich Eurer Gruppe beitreten, da ich Probleme habe und erfahren möchte, ob es auch andere mit diesen Problemen gibt - und wie sie diese evtl. gelöst haben.
Kaltentzug von Tramadol 600 mg
249 Donnerstag, den 07. Februar 2019 um 05:18 Uhr
Thomas D.
Hallo, ich mache seit 5 Tagen einen Kaltentzug von Tramadol (600 mg). Nehme von "iNutro" Melatonin 3 mg zum Schlafen sowie, um das Opium schneller aus dem Körper zu bekommen, Rosinenwasser (400 ml Wasser und 150 g Bio-Rosinen aufkochen, 25 min köcheln, über Nacht ziehen lassen und - auf nüchteren Magen - morgens trinken). Das entzieht den Körper alle Schadstoffe. Zum anderen, da Opium dem Körper B12, D3, K2 und Q10 entzieht, nehme ich diese in Tropfenform ein. Denn da das Opium bei mir den Dünndarm abgeflacht hat, muss es über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Funktioniert gut. Bin voller Energie und bekommen nachts ein paar Stunden hin. Alles mit einem Biochemiker und Internisten ausgearbeitet.
Tilidin
248 Montag, den 04. Februar 2019 um 20:01 Uhr
ina
Ich nehme seit 2 Jahren Tilidin Retard Tabletten. Manchmal bis zu 400 mg am Tag. Ich habe vor einem halben Jahr einen kalten Entzug gewagt, und es war echt grausam. Ich hatte Schweißausbrüche, Schlafstörungen, alles mögliche. Ich überlege seit geraumer Zeit in eine Klinik zu gehen, weil ich das sonst so nicht schaffe. Ich habe gemerkt, dass meine Persönlichkeit sich dadurch verändert hat. Ich bin so vergesslich geworden, lustlos - und ich würde sogar sagen, etwas depressiv. Stark abgenommen habe ich auch. Ich probiere gerade es auszuschleichen und bin gespannt, was wird? Liebe Grüße ♡
Erfahrungen
247 Sonntag, den 27. Januar 2019 um 19:09 Uhr
Gerd
20 mg Oxycodon, 75 mg Venlafaxin, 175 mg Pregabalin, 2,5 mg Mirtazapin und 5 Tropfen Dronabinol!? Hat jemand Erfahrung mit dieser Tabletten- und Tropfenmedikation? Ich habe chronische Schmerzen nach einer Wirbelsäulen-OP. Danke für Antworten.
Fentanyl
246 Mittwoch, den 23. Januar 2019 um 09:14 Uhr
Fränki
Möchte gerne dieses Medikament absetzen.
Kalter Enzug
245 Sonntag, den 20. Januar 2019 um 13:47 Uhr
Silvia
Im Moment läuft bei mir der kalte Entzug. Habe 4x Diskushernie operiert. Die letzte OP verlief schlecht. Man hat mir einen Nerv verletzt. Gabapentin, Fentanyl-Pflaster usw. Im November 2017 entschloss ich mich zu zwei OPs. Erste OP: Einsetzen zweier Fühler rechts u links der Wirbelsäule. 2. OP eine woche später: Einpflanzen der Batterie. Seitdem bin ich fast schmerzlos. Rücken zu 100%, Bein zu 60%. Ich habe aber weiterhin die Fentanyl-Pflaster genommen. Mein Arzt riet mir zu CBD-Tropfen. Seit Weihnachten 2018 nehme ich die ein, und alles war gut. Bei der Kontrolle, Anfang Januar, sah mein Doc., dass ich das Pflaster trug und sagte: Das kann man weglassen. Ja, die Hölle kam, und ist noch da. Einschlafen geht ganz schlecht. Aber, ich werde es durchziehen. Mit meiner ganzen Kraft.
Kalten Entzug nach 2 Jahren Fentanyl
244 Donnerstag, den 17. Januar 2019 um 17:09 Uhr
K.O.hiba
Hallo an alle,
ich habe 2 Jahre Fentanyl konsumiert. Und auf der "Höhe" war es normal, dass ich ein 50-er Pflaster auf einmal gegessen habe - da man ja immer mehr braucht. Irgendwann! Habe letzte Woche zuhause einen kalten Entzug gemacht. Von Mi-So. Seit Montag bin ich wieder auf der Arbeit. Es war die Hölle! Aber - wenn man wirklich will, klappt es. Bei Fragen einfach loslegen. Ich helfe gerne oder gebe Tipps. Habe in den letzten 15 Jahren eigentlich alles genommen, bin aber jetzt auf 0.
Fentanyl und Lyrica
243 Donnerstag, den 17. Januar 2019 um 15:43 Uhr
Gilbert
Hallo, liebe Community,
ich brauche dringend Hilfe. Oder einen guten Rat. Ich hatte 2018 meine Bandscheiben-OP. Vorher nahm ich wegen der Schmerzen Tilidin, wovon ich abhängig war. Ich bin dann zur Schmerztherapie, und aus dem Tilidin wurde Lyrica. Da ich jedoch weiterhin Schmerzen hatte, gab mir mein Doc Fentanyl - was ich gar nicht mehr vertrage. Bin nur am Brechen, habe Schweißausbrüche, Angstzustände und vieles mehr. Ich würde gerne ambulant davon weg kommen, nur will mir kein Arzt damit helfen. Es kann doch nicht sein, dass ich mich einweisen lassen muss? Zumal es mein ganzes Leben bestimmt. Auch meine Kinder leiden unter meiner Situation. Hat jemand einen Rat? Ich bin total verzweifelt und fühle mich allein gelassen. LG Gilbert
Morphin Entzug
242 Mittwoch, den 16. Januar 2019 um 15:12 Uhr
Christian L.
Ich wünsche allen, egal bei welchem Entzug, viel, viel Glück!
Morphin Entzug
241 Mittwoch, den 16. Januar 2019 um 11:43 Uhr
Christian L.
Bin seit 1997 in Substitution. In den ersten 2 Jahren Mundidol, danach ca. 2 Jahre Methadon und seit 2001 auf Compensan. Bekam 1200mg/Tag, die ich intravenös konsumierte - abgesehen vom Nebenkonsum "Benzo", auch intravenös. Nach 20 Jahren waren/sind meine Venen sowas von kaputt, dass ich kleine Löcher in den Armen und Füßen habe. Bin am 16.4.18 heim gekommen, wollte wie immer meine Nachmittags Ration nehmen (600-700mg) und fand meine Vene. Habe fast geheult wie ein Kleinkind. Aber nach Minuten des Wiederfassens, habe ich die Flüssigkeit geschluckt. Ab diesem Zeitpunkt habe ich keine Spritze mehr angefasst, und habe innerhalb von 3 Monaten meinen Konsum auf ein einzige Tablette (200mg Compensan) reduziert. Hatte nie gedacht, dass das möglich ist, und bis jetzt nicht einmal ein Verlangen nach einem Schuss da ist. Aber es funktioniert! Und seit 7 Monaten gehe ich auch wieder arbeiten. Sucht ist Kopfsache!!
Entzug
240 Montag, den 14. Januar 2019 um 13:34 Uhr
Heide
Also, ich kann nur eines sagen: Diese 3 Tage, die ich durchgemacht habe, gönne ich nicht meinem ärgsten Feind. Ich nehme Oxidation 80mg und etliche BTM Mittel mehr. Da ich aber am Freitag eine lange Autofahrt vor mir hatte, habe ich morgens keine genommen - da ich auch immer müde werde. Mittags kam ich heim, legte mich hin und erlebte die Hölle auf Erden! Habe nur geschlafen, hatte Schweißausbruch, Zittern und Zuckungen. Trotz 48 Stunden Schlaf war es mir nicht möglich aufzustehen. Dann, am dritten Tag, sagte ich mir: Nein, du musst raus! Aber - keine Kraft, nichts gegessen nur getrunken. Habe meinen Arzt angerufen. Am Montag. Tja, ich hatte einen kalten Entzug! Lieber halte ich die Schmerzen aus, als noch einmal so etwas durchzumachen.
Julia
239 Sonntag, den 13. Januar 2019 um 12:26 Uhr
Oxycesic
Hallo Julia. Gerne kannst du in unsere Whatsappgruppe kommen. Wir unterhalten uns genau darüber. Einfach eine Mail an die Adresse opioideundco@gmail.com mit deiner Handynummer. Wir sind knapp 20 Menschen mit den gleichen Problemen. LG
Whatsappgruppe
238 Sonntag, den 13. Januar 2019 um 12:23 Uhr
Oxycesic
Hallo Michaela, die Adresse stimmt. Evt der Punkt hinter.com dazu gemacht?
WhatsApp-Gruppe
237 Donnerstag, den 10. Januar 2019 um 10:17 Uhr
Michaela Furtner
Huhu,
ich möchte auch gern in die WhatsApp-Gruppe. Nur ist die E-mail-Adresse nicht richtig! Lg Michaela.
Angst vor Entzug
236 Donnerstag, den 10. Januar 2019 um 03:41 Uhr
Julia
Ich nehme seit 6 Jahren Tilidin. Damit angefangen habe ich durch die heftigen Rückenschmerzen. Die sind mittlerweile weg - aber ich schaffe es einfach nicht, die Tabletten abzusetzen. Spätestens 24 Stunden später bekomme ich Schüttelfrost, unruhige und schmerzende Beine, schlechte Laune und bin nur am Heulen. Ich habe es mit kaltem Entzug probiert, und schaffe es einfach nicht. Ich möchte später mit meinem Hausarzt sprechen, ob ich einen stationären Entzug machen kann. Ich habe das Gefühl, dass ich langsam die Kontrolle über mein Leben verliere.
Whatsappgruppe
235 Samstag, den 05. Januar 2019 um 20:31 Uhr
Oxycesic
Wer Interesse an unserer Whatsappgruppe hat bitte eine kurze Email an OpioideUndCo@gmail.com. Und bitte nicht hier eure Nummer posten. Wir unterhalten uns über Schmerzmittel, Entzug, usw alles was damit zu tun hat.
WhatsApp-Gruppe
234 Freitag, den 04. Januar 2019 um 13:40 Uhr
Nico Ce.
Ich würde sehr gerne in die WhatsAapp-Gruppe. Ich heiße Nico {01702454673} @Oxygesic.
Oxycodon, Gabapentin und Rivotril
233 Donnerstag, den 03. Januar 2019 um 19:22 Uhr
U. Schmidt
Aufgrund meiner PTBS/PTSD (Soldat) habe ich ab 2015 Sertralin (Zoloft 100) bekommen. Daraufhin hat sich rechtschnell eine sehr starke "Restless Legs Symptomatik" eingestellt - mit schlagenden Armen und Beinen! Diese "RLS" hat mich die letzten Jahre so gut wie nicht schlafen lassen! Anstatt mich vom Sertralin zu befreien, habe ich ab August 2018 dafür Oxycodon bekommen. Davor gab es Versuche mit Restex und Neupro-Pflaster (seither bin ich spielsüchtig!). Da auch 60mg Oxycodon tgl. nichts gebracht haben, wurde ich an ein neurologisches Zentrum in Schwabing überwiesen.
Dort gab es das Gabapentin oben drauf! Ich wurde mit einer Dosis von 1200mg entlassen. Mit der Aufforderung, es bis auf 2400 bzw 3600mg (!)zu erhöhen. Da sich daraufhin auch nicht die gewünschte Wirkung eingestellt hat, wurde von dort aus der sofortige Wechsel von Sertralin auf Bupropion empfohlen. Da sich mein Psychiater aber gescheut hat diesen Schritt zu gehen, musste ich nochmals nach Schwabing. Dort gab es dann noch Rivotril in den Cocktail! Allerdings haben die Schwabinger meinen Psychiater dann doch noch vom Wechsel auf Bupropion überzeugen können! Das war im November 18!
Ich habe das Zoloft zu Hause ausschleichen lassen. Gleichzeitig habe ich angefangen, die Dosen der anderen Medikamente zu reduzieren. Am 19.12.18 konnte ich nicht mehr, und habe mich selber in die PLK vor Ort eingewiesen. Hier habe ich den Rest aller Medis über die Feiertage unter "ärztlicher Aufsicht" völlig entzogen. Schneller als die Ärzte wollten. Aber mir ging es mit jedem Tag besser.
Klar, ich friere den ganzen Tag - noch. Aber ich bin den Scheiß los! Dank des Bupropion geht es mir ganz gut, und morgen (4.1.19) werde ich entlassen. Auf eigenen Wunsch! Ich habe ein stabiles soziales Umfeld und eine Arbeit, die mir Freude macht. Ich bin als Praktikant an einer Förderschule für Kinder mit - u.a. - einer Lernbehinderung. Ich bin immer noch Soldat, aber ich werde den Weg in die Armee nicht mehr einschlagen. Nicht mehr einschlagen können. Mein Vertrauen in die Ärzteschaft ist, gelinde gesagt, überschaubar! Ich werde jetzt weiterhin morgens meine 300mg Bupropion-Retardkapseln einnehmen und schauen, was mein Stoffwechsel in den nächsten 3 Monaten macht. Die Geschichte ist deutlich länger und geht seit 2012 auf und ab, auf und ab, auf und ab...
@ ulm
232 Donnerstag, den 03. Januar 2019 um 18:53 Uhr
Yvonne
Genau so geht es mir zur Zeit auch.
WhatsApp Gruppe
231 Donnerstag, den 03. Januar 2019 um 18:51 Uhr
Yvonne
Ich hätte auch Interesse an der WhatsApp Gruppe. Möchte meine Nummer hier allerdings nicht veröffentlichen
Entzugserscheinungen
230 Mittwoch, den 02. Januar 2019 um 12:59 Uhr
Ulm
Ich habe jetzt vor gut 4 Wochen Tramadol komplett abgesetzt. Es langsam zu tun war nicht möglich, weil meine Ärztin mir nicht noch einmal ein Rezept austellen wollte. Und dann habe ich fast 3 Wochen kaum geschlafen. Habe seitdem ständig mit Niesen und Schnupfen zu tun. Bis heute. Mein Magen-Darm spielt auch immer noch verrückt, sodass ich nach jedem Essen auf die Toilette renne. Dazu meine Schmerzen. Hauptsächlich im Lenden-Wirbelsäulenbereich werden sie immer schlimmer, sodass ich nicht mal mehr richtig Sport machen kann und am nächsten Tag vor Schmerzen verrückt werde. Ich hoffe, dass das endlich vorbei geht.
Entzug von Tilidin
229 Dienstag, den 01. Januar 2019 um 23:25 Uhr
Siggi
Ich bin sehr irritiert über die Vorschläge zum Entzug. Ich bin nicht unwissend, weil mein Leben bis heute von Krankheiten und Medikamenten begleitet wird. Ich habe einige Entzüge hinter mir: Morphine, Opiade - Kalter Entzug; Truxal 800 mg tgl. - Kalter Entzug; Fentanyl 50mg und Capros - Kalter Entzug. Nur Lorazepam in der Klinik. Unterstützt mit 3 x 100mg Gabapentin.
Jetzt stehe ich wieder vor dem Entzug von 3 x 200/16mg Tilidin, zu deren Einnahme ich für den Zeitraum von 10 Monaten - ich sehe es so - gezwungen war, weil meine Schmerzärztin einfach erhebliche Probleme mit der Fertigung meines Antrages hat. Ich würde ihn ihr gerne diktieren, da sie aufgrund meines 22-jährigen Krankheitsverlaufs mit der Auflistung aller Medikamente - nach 32 Operationen, davon 7x Rücken (habe damals nochmals laufen gelernt) - einfach den Antrag auf Cannabidiol (CBD) nicht geregelt bekommt. Nach den vielen Berichten, die ich gelesen habe, habe ich so große Hoffnung noch ein wenig Lebensqualität zu erlangen. Aufzuzählen, woran ich außer meiner Rücken- und Halsproblematik leide, schenke ich mir hier. Allerdings habe ich die COPD mit Emphysemen auch im Gepäck. Alle Schmerzmittel, die ich hier genannt habe und noch einige andere, wirken gar nicht mehr. Sie machen nur "gaga" und ich bin happy, dass mein Kopf und meine Ruhrpottschnute noch funktionieren. Hier im Norden ist die medizinische Betreuung eine Katastrophe. Beim Roulette zu gewinnen ist einfacher, als hier einen gescheiten Facharzt zu finden. Friss oder stirb, scheint hier die Devise zu sein.
Mit 59 will ich noch ein wenig von meinem Leben mitbekommen. Und wer, wenn nicht ich, hat Anspruch auf Cannabidiol? Was ist so schwierig, so einen Antrag auszustellen? Ich habe mir heute auf eigene Rechnung Öltropfen 15%* bestellt, was ich aber, auf ein Leben gesehen, nicht kann - habe auch nur Rente!
Jetzt komme ich zum Punkt. Überhaupt: Entzug! Ich werde Tilidin sofort wegschmeißen, die Tropfen nehmen und einen "Kalten Entzug" machen. Weg mit dem Dreck. Ich weiß, dass es nicht einfach wird, aber ich will! Und ich kann! Mein Freund steht an meiner Seite, unsere Wohnungstür bleibt zu, der Hund ist da - und in den Garten an die Luft zum Ausschwitzen kann ich auch. Kein Arzt! Und vor allem: Kein Benzo.. oder Psychopharmaka! Die eine Sucht weg, die nächste da?! Gerade wer Benzodiazepine nimmt! Um Gottes Willen! Ein Entzug ist nun mal kein Spaziergang. Ich habe 2016 in meiner alten Heimat meinen letzten Entzug von Lorazepam (täglich 45 mg) gemacht. In 14 Tagen! Ohne Bedarf! Die Ärzte konnten es nicht glauben. Aber es ist halt der Wille, der zählt! Und dieses Mal ist es ja im Grunde nur dazu gekommen, weil man hier im Norden den Antrag nicht auf die Kette bekommt.
Habe Angst
228 Mittwoch, den 26. Dezember 2018 um 22:48 Uhr
1000 mg
Hallo, Leute,
ich weiß nicht, ob jemand von euch schon mal einen Entzug von 1000mg Morphium gemacht hat. Wenn ja, könnt ihr mir sagen, wie der Entzug wird? Bei mir ist es in 2 Wochen soweit. LG
@ Meister Lutz, Beitrag 221
227 Montag, den 17. Dezember 2018 um 04:58 Uhr
Felix
Tja,
so ganz verstehe ich Deine Frage nicht. Legitim ist das Versprechen allemal, und in Deiner Psycho-Werkstatt wird man Dich ohne große Probleme auf Null bringen. Aber ewig kannst Du da nicht bleiben - und was kommt danach? Der körperliche Entzug ist ein Spaziergang im Vergleich zum psychischen. Das ist ein Triathlon, um beim Beispiel zu bleiben. Denn Du weißt ja ganz genau, dass Du extrem psychisch abhängig bist. Ohne eine anschließende monatelange Therapie kannst Du Dir den Aufenthalt sparen. Denn dadurch bist Du vielleicht, wenn es optimal läuft, ein paar Monate clean. Wenn überhaupt. Sorry, aber so läuft es halt in der Praxis. Da Du ja Schmerzpatient bist, dürfte es für Dich härter werden als für "Spaß-Konsumenten". Durch Deine Schmerzen wirst Du nonstop an die Opioide erinnert. Das menschliche Gedächtnis ist trügerisch. Du wirst Dich nur noch an das Positive erinnern.
Sorry, würde Dir lieber eine positivere Mitteilung machen. Aber ich schreibe immer das, was ich mir denke. Trotzdem: Frohe Weihnachten und ein glückliches, erfolgreiches und gesundes neues Jahr.
Oxy-Entzug
226 Samstag, den 15. Dezember 2018 um 04:30 Uhr
Aifa
Zurzeit setze ich von 300 mg Oxy ab auf 40-80max Tagesdosis und ich kotze, habe starken Durchfall, Magenkrämpfe und schwitze, als ob ich unter der Dusche wäre! Kalter Entzug? Das würde mich töten, wortwörtlich. Die ersten 7-10 Tage sind die schlimmsten. Danach geht's auch besser mit Suppe trinken und essen.
Oxycodon-Entzug
225 Samstag, den 15. Dezember 2018 um 04:27 Uhr
Aida
Hallo,
ich habe Ihren Bericht betreffend des Oxy-Entzugs gelesen. Ich habe den Entzug schon einmal gemacht. Es ist schlimm! Studien haben das bewiesen. Oxycodon-Entzug ist härter als Heroin-Entzug. Machen Sie sich auf 21 schwere, harte und erbrechende Tage mit unkontrollierbaren Schwitzanfällen gefasst - aus jedem Loch des Körpers! Lindern können Sie diese Symptome, wenn Sie mg-weise über Tage langsam absetzen. Und, Sie brauchen in dieser Zeit jemanden der Sie pflegt. Ich mache zurzeit meinen 2. Versuch durch, um von Oxy weg zu kommen. Es ist echt, echt krass!! Sehr hart! Aber wir schaffen das! Sie auch!
@ Anolf
224 Freitag, den 14. Dezember 2018 um 17:24 Uhr
Felix
Du hast es fast schon überstanden. Oxy- Entzug ist kurz, aber heftig. Bist schon fast über den Berg.
Oxycodon
223 Freitag, den 14. Dezember 2018 um 12:15 Uhr
Anolf Buschmüller
Hallo,
ich nehme seit 2,5 Jahren das BTM Oxycodon 40 mg. Nach einer Bandscheiben-OP stellten sich nach 8 Wochen wieder Schmerzen ein. Diagnose nach MRT: Nerv-Einwachsung in der OP-Narbe. Nach und nach habe ich die Dosis erhöht. Bis auf 7 Tabletten pro Tag. Und, von jetzt auf gleich hat mein Hausarzt mir nichts mehr aufgeschrieben. Ich bin nach einem Krankenhausaufenthalt 5 Tage ohne. Der Entzug ist die Hölle. Und man bekommt nirgends Hilfe.
@ Oxygesic, Beitrag 220
222 Donnerstag, den 13. Dezember 2018 um 21:53 Uhr
Felix
Lieber "Oxygesic",
da muss ich Dir zu 100% zustimmen. Noch so jung und dann auf BTM Schmerzmittel angewiesen zu sein, das würde ich meinem größten Feind nicht wünschen. Dann auch noch diese Nebenwirkungen. OMG! Da fehlen mir praktisch die Worte. Ich habe ganz bewusst mein Alter angegeben, und dass ich keine NW habe - bislang zumindest. Habe ja auch erwähnt, dass ich gr. Angst vor plötzlich auftretenden NW habe. Ich würde es mal mit anderen Opioiden versuchen. Als man mich sozusagen als Test auf Fentanyl umstellte, hatte ich ja große NW. Mein Schmerztherapeut meinte halt, dass alle 3 Tage ein Pflaster aufzukleben einfacher ist, als immer und überall die Pillen mitnehmen. Denn ich fühle mich eben zu jung, um nur zuhause rumzusitzen. Wegen meiner freiberuflichen Tätigkeit war ich damals immer mal auf kurzen Reisen. Und wenn ich die Oxys mal vergessen würde, habe ich ein gr. Problem. In den USA wurde Oxycodon ja an alle Altersgruppen verschrieben, und gerade viele junge Menschen sind jetzt bei Diacetylmorphin gelandet. Vor ziemlich genau 120 Jahren brachte es Bayer auf den Markt, war damals, wie man heute sagen würde, ein Blockbuster. Jetzt das absolute Ende.
Das passiert Dir sicher nicht, dazu bist Du viel zu stark. Aber starke, nicht Opioide-Schmerzmittel, sind auch keine Lösung.
https://www.merkur.de/leben/gesundheit/arzt-warnt-ibuprofen-soll-viel-gefaehrlicher-morphium-sein-zr-9133715.html
Vielleicht wurde der Autor aber großzügig von Mundipharma gesponsert.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mundipharma
Dann sind wir gleich beim berüchtigten Sackler Clan. Aber es könnte ihnen jetzt endlich an den Kragen gehen!
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/purdue-pharma-und-der-sackler-clan-doppelverdiener-an-der-opioidkrise-a-1229681.html
und dann bei:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Purdue_Pharma
Der Kreis schließt sich. Schon interessant, wie das alles zusammenhängt. Versuch es mit alternativen Opioiden. So würde ich es machen. Vielleicht gibt es ja ein Wunder. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Die allerliebsten Grüße und Wünsche, bleibe stark! Felix
@Felix, Oxy, Fenta, Pregabalin
221 Montag, den 10. Dezember 2018 um 17:11 Uhr
Meister LUTZ
Hallo ihr Lieben, hallo Felix,
ich bin immer wieder erstaunt darüber, dass ich nicht der Einzige bin, der mit der BTM-Nummer in's Straucheln geraten ist. Obwohl ich bestimmt und ganz sicher die Entzugsstation in meiner Nähe schon sehr oft besucht habe. Eben wegen der bewusstseinsverändernden Substanzen. Gut, dass es euch gibt.
Seit ca. 12 Jahren laboriere ich mit meiner LWS-HWS herum. Die wirklich sinnvolle Diagnostik mit MRT & CT hat erst nach der grenzwertigen X-Ray-Bestrahlung (billige Nummer) vor fünf Jahren begonnen - und hat mich direkt in der Charité auf den OP geführt. Ja, warum denn bitte nicht gleich so?
So, das war zum besseren Verständnis dessen, warum ich dieses Forum gewählt habe, um mal etwas zu meinem User-Verhalten in Sachen Tramadol, Tilidin, Hydromorphon, Fentanyl zu sagen. Und seit der OP in der Charité konnte ich dann endlich auch mal was von dem OXY haben. Das, was ganz Amerika - vermeintlich - fast lahm gelegt hat. Also, Felix hat da nicht unrecht. Je kürzer die HWZ, je "sportlicher" der Entzug. Ich hatte eine Orthopädin, die mir damals 4, dann 8 mg Hydromorphon verschrieben hat. Als sie keinen Bock mehr auf richtige Medizin hatte, weil die halbe Welt auf Homöopathie abgehangen hat, da hatte ich das erste Mal das Vergnügen, bei 25°C in meiner Neubaubutze dermaßen sowas von zu frieren, keinen Antrieb mehr für nix zu haben sowie nächtelang zu denken, es wäre besser, du erhängst dich einfach und gut ist es. Und diese Gefühl war echt da. Präsent, wie'ne Mauer aus Beton. Gott sei Dank hatte ich echt eine längere Pause in Sachen BTM, so dass ich dann, als ich in der Schmerzklinik auf Fentanyl eingestellt wurde, wirklich davon profitieren konnte und vier Jahre lang mit meiner mittlerweile gut durchdiagnostizierten Wirbelsäule (von oben bis unten), die im Grunde (schon mit 50 J.) eine Entwicklungsstörung (wie z.B. die Scheuermannsche KH usw.) ergab, das Fentanyl - entgegen Felix Erfahrungen - "lieben" und "hassen" gelernt habe sowie total Opiatabhängig wurde/bin. Und trotzdem würde ich kein Heroin anfassen. Außer nur einmal. Einmal habe ich den großen Fehler gemacht und - aus irgendeiner Neugier heraus - ein gebrauchtes Fentanyl-Pflaster in meinen Mund genommen! Macht das bloss nie nach!! Ich habe dann nicht nur das gebrauchte Pflaster in Schnipsel geschnitten und sublingual gebraucht, sondern auch neue. Und darauf hätte ich lieber verzichten sollen, denn das ist schlimmer ("besser", "reiner" und "tödlicher") als alles, was es so auf dem Drogenmarkt an der Ecke zu kaufen gibt.
Ich brauche eure Hilfe, weil ich mit meiner Vernunft ja definitiv einsehe, dass es so nicht weiter geht. Ich habe natürlich immer Ärzte gefunden, die mir mindestens 25 µg/h-Patches verschrieben haben. Aber dadurch habe ich jedenmal, mit jedem Tonus, das zweifelhafte Vergnügen, dass ich hier in meiner geliebten Wohnung allein einen kalten Entzug absolvieren muss. Klar, habe ich eine Neurologin, die mir Doxepin verschreibt. Ich komme aus dieser Nummer bisher mal gerade so mit "Ach & Krach" raus und freue mich, wenn ich endlich die Heizdecke wieder weg packen kann. Ohne würde ich erfieren. Ich nehme jedesmal 6 Kilo ab, sehe aus wie der Sensenmann und das kotzt mich, gelinde gesagt, an. Ich habe auch eine Sozi-Maus an meiner Seite. Aber die wartet auf meine Signale. Dann hilft sie mir, den Entzug in meiner so bekannten Psychiatrie zu machen.
Meine Frage: Ist es legitim, wenn ich mir & ihr versprochen habe, dass ich im Frühjahr da einreite in die Psycho-Werkstatt, um mich von meinen 2x 40 mg Oxy tgl. komplett auf "Null" setzen zu lassen? Ich schaffe das alleine nie.
LG, der Lutz.
Für das Alphamännchen
220 Sonntag, den 09. Dezember 2018 um 21:34 Uhr
Oxygesic
Warum Oxy absetzen? Ich bin erst 29 Jahre, habe zwei Kinder und einen festen Job mit Führungsverantwortung. Das Zeug macht Verstopfung. Dagegen tue ich natürlich was. Appetitlos, lustlos, müde, Bauchschmerzen, Stimmungsschwankungen - mit anderen Worten: Das Zeug krempelt mein ganzes Leben um. Und die Krankheit auch. Nur momentan weiß ich nicht, was schlimmer ist? Viele Nebenwirkungen kamen erst nach einiger Zeit. Ich nehme es erst 12 Monate, und es hat mir gut geholfen die Zeit zu überstehen. Aber ewig dieses Zeug schlucken? Ne, ne, ne! Dazu leider das Problem, ob meine zweite OP Linderung bringt. Wenn nicht, sehe ich auf Dauer "Schwarz". Sandra: Interesse an der WhatsApp-Gruppe?
Nochmals @ Sandra
219 Donnerstag, den 06. Dezember 2018 um 23:23 Uhr
Felix
Nun, liebe Sandra, als "Alpha-Mann" fällt es mir zwar schwer, aber ich muss Dir "leider" in einem wesentlichen Punkt recht geben. Und zwar, was die Toleranz-Entwicklung betrifft. Da das ja auch von vielen gelesen wird, sollte ich bei meiner Verteidigung des Oxy's nicht über das Ziel hinausschießen und alle Fakten auf den Tisch legen. Es ist leider schon wieder Dezember. Und deswegen habe ich jetzt das Ende der Fahnenstange erstmal erreicht.
Ich stehe mit vielen Schmerzpatienten in Kontakt und es gibt schon welche, die sich über die Jahre hinweg bis auf 600 mg pro Tag gesteigert haben - und ganz und gar nicht über diese Entwicklung glücklich sind. Leider sind es zumeist auch jüngere Menschen, als ich es jetzt bin. Ab Sylvester stehen 3 harte Monate vor mir. Denn von Januar bis März nehme ich schon seit einigen Jahren kein Oxy. Gott sei Dank wirkt bei mir das Pregabalin auch sehr gut beim Absetzen. Und zusammen mit Loperamid und Clonidin fällt mir der Entzug recht leicht. Auch Gott sei Dank, gehört das Oxy zu den Opioiden mit sehr kurzer Halbwertzeit. Je kürzer die HWZ, desto heftiger die Entzugserscheinungen. Das ist die Faustformel. Wenn dann auch noch die von mir erwähnten Medikamente sehr gut anschlagen, ist das Ganze in einer Woche überstanden. Das Loperamid muss ich länger einnehmen. Auch muss fairerweise gesagt werden, dass ich nach dem Absetzen für gut 2 Wochen nicht gut schlafe. Aber Doxepin hilft zwischendurch sehr gut. Dann schlafe ich für 12 Stunden wie ein Stein. Nicht zu oft nehmen, sonst verpufft die Wirkung. Auch sollte man Pregabalin keinesfalls länger als maximal 10 Tage nehmen. Man kann sonst auch von der Substanz abhängig werden. Und nochmals: Ganz wichtig! Das alles gilt nur für Opioide mit einer HWZ von max. 6 Stunden. Oxy hat etwa eine HWZ von 4 bis 5 Stunden. Methadon User - unbedingt all das Geschriebene ignorieren. Tja, Jan. bis März ist meine Zeit des Winterschlafes. Bett-Sessel/Sofa-Bett. Ich habe zumindest das Glück, dass bei mir starke Schmerzen erst bei Bewegung auftreten. Darüber hinaus verbanne ich alles Oxy aus dem Haus. Liegt bei mir bei einem Freund der rund 200 km weit entfernt wohnt. Aus den Augen, aus dem Sinn! Nein, ganz so leicht ist es nicht, aber die 3 Monate gehen rum, und meine Toleranz hat sich in etwa halbiert. Muss ehrlich zugeben: Nur durch regelmäßiges Absetzen kann man mit Oxy glücklich werden. Anders endet man in einer bösen Sackgasse.
Wünsche allen eine schöne Adventszeit, frohe Weihnachten und vor allem ein gesundes Jahr 2019. Darüber hinaus gilt für alle Medikamente - was bei einem Menschen gut wirkt, kann bei einem anderen schrecklich sein. Ich habe das bei Fentanyl gemerkt, war für mich die Hölle.
@ Sandra
218 Donnerstag, den 06. Dezember 2018 um 03:26 Uhr
Felix
Sorry, versehentlich viel zu früh abgeschickt. Also, ohne Schmerztherapie könnte ich wohl kaum aus dem Haus gehen, sondern nur zwischen Bett und TV Sessel hin und her pendeln. Dank Oxy habe ich noch ein Leben außerhalb der eigenen 4 Wände. Kann noch selbstständig einkaufen und auch noch ein wenig spazieren gehen. Sogar noch Urlaub machen.
Bislang habe ich nur Vorteile. So hat sich mein Blutdruck normalisiert. Musste früher 2 Medikamente nehmen. Ich rege mich auch nicht mehr wegen jeder Kleinigkeit auf. Habe aber trotzdem - zum Beispiel - keine Verstopfung. Wie geschrieben: Keine Nebenwirkungen. Auch mein Schmerztherapeut sieht keinen Handlungsbedarf irgendetwas zu ändern. Er hat mich mal probeweise auf Fentanyl umgestellt, was aber furchtbar war. Der Grund meiner Frage war nur der, ob bei Oxy plötzlich irgendwelche unerwarteten Nebenwirkungen auftreten. „Einen Affen schieben“ muss heutzutage sowieso kein Mensch mehr. Jemand aus meiner Gruppe musste Oxy wegen einer Reise nach Dubai absetzen. Er nahm unter ärztlicher Aufsicht 10 Tage hochdosiertes Pregabalin ( Lyrica ) und Clonidin, und hat vom körperlichen Entzug gar nichts mitbekommen. Man darf sich nicht verrückt machen lassen und immer das Beste aus der Situation machen. Viel schlimmer ist es, mit unerträglichen Schmerzen zu leben.
@ Sandra
217 Donnerstag, den 06. Dezember 2018 um 02:57 Uhr
Felix
Danke für Deine Antwort.
Das, was Du hier schreibst, ist mir bekannt. Aber ich fühle mich noch zu jung, um nur zwischen Bett und TV-Sessel
ät Felix
216 Donnerstag, den 06. Dezember 2018 um 00:45 Uhr
Sandra
Wieso so viele Oxycodon absetzen wollen? Weil es eines der höchstpotenten Opioide ist. Und, wie du selbst schreibst, brauchst du inzwischen 200mg um schmerzfrei zu sein. Die Toleranz geht immer weiter nach oben. Was willst du eines Tages tun? Die halbe Schachtel futtern? Ich denke nicht, dass das so sinnvoll ist. Ich bin Tramadol-Konsumentin. Therapeutische Dosis seit 3 Jahren: Täglich 200mg aufgrund chronischer Schmerzen. Ich soll entziehen weil meine Ärzte der Ansicht sind, dass man durch Opioide abstumpft (stimmt auch irgendwie), und dass ich meine intellektuellen Ressourcen nicht ausschöpfen kann - weil eben Opioide abstumpfen lassen und dämpfen. Übrigens sensibilisieren sie das Schmerzzentrum im Gehirn noch mehr. Will heißen, dass du eine geringere Schmerztoleranz hast, weil du Schmerzmittel nimmst. Sie greifen in das endokrine System ein (Cortisol und andere relevante Hormonspiegel geraten vollkommen durcheinander) und da ist halt die Frage, ob die Folgen dessen auf lange Sicht nicht schlimmer sind, als zwei Wochen einen "Affen zu schieben". Btw. (by the way/nebenbei): Ich will's auch nicht wirklich absetzen, weil es das einzige Medikament war, das mir half. Ich merke aber, dass die 200mg nicht mehr arg viel bringen, will aber die Dosis nicht hochschrauben müssen. Zudem werde ich ja indirekt dazu gezwungen. Man wird mir das Zeug auch nicht weiter verschreiben - und, es gibt hier in meinen Gefilden auch echt keinen, der mir das anderweitig verschreiben würde. Von einem Arzt, den es inzwischen nicht mehr gibt, habe ich mal Oxy bekommen (Kleinstpackung). Das ging echt ab, mein lieber Schwan. 10, maximal 20mg, und ich war volle Möhre high. Da erschrecken mich, als blutigen Anfänger, deine 200mg doch echt richtig :O
Oxycodon absetzen, warum ???
215 Mittwoch, den 05. Dezember 2018 um 18:05 Uhr
Felix
Nun, auch ich bin Schmerzpatient. Bin 63 Jahre alt und über Tilidin retard schließlich vor 6 Jahren bei Oxycodon gelandet. "Oxy" habe ich von Anfang an sehr gut vertragen. Da hat sich bis heute nichts verändert, obwohl ich jetzt schon bis zu 200 mg am Tag brauche um schmerzfrei zu sein. Habe diese Seite eher zufällig gefunden. Klar, das Thema ist das Absetzen von Opioiden. Ich spiele natürlich nicht mit dem Gedanken das Medikament abzusetzen, wenngleich auch die Vorschriften des BTM für Schmerzpatienten menschenverachtend sind. Aber, das ist ein anderes Thema. Ich frage mich, warum hier viele gerade das O. absetzen möchten. Trotz Schmerzen. Ich gehe einmal davon aus, dass O. am Anfang sicherlich gut vertragen wurde. Deswegen meine Frage: Warum sich plötzlich so quälen, um es abzusetzen? Was ist passiert? Gibt es plötzlich neue Nebenwirkungen, dass man es plötzlich absetzen will? Ja, welche Ursachen führten zu dieser Entscheidung? Es muss ja plötzlich was Gravierendes passiert sein? Für jede Antwort auf diese Frage bin ich sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen, Felix
schnelle Hilfe bei Schmerzen, Tramadol bei pharmacy-weightloss.net.
214 Montag, den 03. Dezember 2018 um 10:49 Uhr
Norbert
Ich nahm Tramadol 100 mg Brand gegen starke Schmerzen im linken Knie. Es hilft schnell und zuverlässig. Es sollte aber jedem bewusst sein, dass Tramadol süchtig machen kann. Vorsicht bei der Anwendung!
WhatsApp-Gruppe
213 Samstag, den 01. Dezember 2018 um 14:53 Uhr
Oxycesic
OpioideUndCo@gmail.com
Jeder, der Interesse an einer WhatsApp-Gruppe über Schmerzmittel, Opioide, BTM - und was halt eben damit zusammenhängt (wie Entzug usw.) - hat, kann sich gerne mit Namen und Handynummer bei mir melden. Voraussetzung ist die App: WhatsApp.
WhatsApp-Gruppe
212 Donnerstag, den 29. November 2018 um 21:23 Uhr
Oliver
Hi, Oxygesic,
ich hätte Interesse am Erfahrungsaustausch per WhatsApp. Wie könnte denn so etwas organisiert werden? Ich wollte hier nicht gerade meine Handynr. öffentlich machen. Hast Du ev. eine E-Mail-Adresse an die ich mich - und hoffentlich auch noch mehr Leute - wenden könnten? Viele Grüße, Oliver.
PS: Ich habe schon zwei Kommentare hinterlassen.
Whatsappgruppe? Jemand Interesse?
211 Dienstag, den 27. November 2018 um 12:17 Uhr
Oxycesic
Hallo,
ich habe mich im Oktober schon mal gemeldet. Ich schaffe es nicht, Oxyodon abzusetzen - wegen der Schmerzen und der Abhängigkeit. Habe aber nun Anfang Dezember meine zweite OP. Ich war bereits in einer Schmerzklinik. Und, wenn nach der zweiten OP die Schmerzen besser werden, können die mir helfen. Ich war vor der ersten OP bei ca. 150 mg täglich, hätte aber wegen der Beschwerden mehr gebraucht. Konnte es danach bis auf gerade so aushaltbare ca. 40 mg runter dosieren. Jetzt bin ich bei 60-100 mg, da meine Beschwerden sehr unterschiedlich sind. Hat jemand Interesse an einer WhatsApp-Gruppe zu diesem Thema??
Morphin/Morphon
210 Samstag, den 24. November 2018 um 13:12 Uhr
Mr. Niceguy
5 Tage Morphin 0/Morphon 8.8.8
Ich hatte nun 2 Jahre am Stück bis zu 7x tgl. 30mg Morphin Zäpfchen sowie 8.8.8 Morphon. Vor 6 Monaten hatte ich in Köln meine Bandscheiben-OP (L3/L4/L5+s1). 4 Wochen post-OP war ich praktisch schmerzfrei. Jetzt, 5 Monate später, habe ich festgestellt, dass das Morphin mich dermaßen im Alltag einschränkt, dass sogar der Weg von der Couch zum Einkaufscenter eine Herausforderung darstellt! Zwei kleine Mäuse von 8 u. 10 Jahren sind von meiner Leistungsfähigkeit abhängig! Also, erst einmal raus mit dem Morphin. Ich bin nun den 5. Tag auf 0 - bei vorher ca. 200mg Morphin/Tag. Die 8.8.8 Morphon nehme ich noch. Wie lange dauert das noch mit diesen ekligen Absetzungserscheinungen? Gestern, am 4. Tag, ging es so lala, aber heute habe ich schon wieder diese eklig-ziehenden Beinschmerzen, Schweissausbrüche, Herzjagen und innere Unruhe - zum wahnsinnig werden! Angeblich sollte ich lt. HA keine Probleme bekommen, da das Morphon ja vermeintlich 7,5 x Potenz von Morphin aufweist. Aber diese 8mg Retard-Tabletten helfen absolut gar nicht. Heute, am 5. Tag, habe ich nun zusätzlich 40 Tropfen Diazepam einnehmen "müssen". Ich will das jetzt schaffen! Es sind doch schon 5 Tage! Das Einzige was mich hoffen lässt, ist mein echt unmenschlicher Dickkopf. Vor 3 Jahren habe ich wegen der gleichen Diagnose Dipidolor/Piritramid i.v. zur häuslichen Substitution bekommen (arbeite auf Intensiv). Das habe ich innerhalb 1 Woche ebenfalls kalt entzogen. Danach war es aber gut. Angeblich ist der Piritramid/Dipi-Entzug wesentlich übler. Ok - es war schon sehr heftig. Alle Glieder zuckten unkontrolliert, 'zig Bettwäsche und Klamotten durchgeschwitzt, übergeben, matt, abgeschlagen und einen ordentlichen Turkey. Nach 10 Tagen war aber alles von heute auf morgen vorbei! Das ist mein 1. Morphin-Entzug, und ich will nicht auf halber Strecke den Berg runter fallen. Wenn jemand Erfahrungen hat, bitte, bitte her damit! Und vor allem: Wie verhält sich das danach mit dem Morphon? Angeblich docken beide Mittel an den gleichen Rezeptoren...
Nachtrag zu Xxxsam
209 Freitag, den 23. November 2018 um 08:24 Uhr
Nadja
Ich las eben nochmal. Heißt wohl: Du hast "kalt" abgesetzt. Wenn ich deine Beschwerden so lese, auweia! Ich wünsche dir echt, dass nix mehr nachkommt. Wenn du doch nochmal damit beginnst, ich weiß ja nicht in welcher Form du es nimmst. Ich kann dann nur die "Tramal long Kapseln" empfehlen. Durch die Retard-Wirkung kommt auch bei reduzierten Kügelchen nicht ständig so ein Entzug auf, dass man schon wieder Tropfen nehmen muss. Das hat nichts mit Anfluten und Euphorie bei mir zu tun. Ich habe das überhaupt nie erlebt. Bekam einfach von Anfang an Tropfen und erst, als ich beim Entzug recherchierte, fand ich, dass die Kügelchen-Methode viel besser klappte. Na ja, bis umgerechnet 30 Tropfen halt. Halte diesmal durch!!
Alles Gute von Nadja, die jetzt dein Novalgin versuchen wird.
Xxxsam Antwort
208 Freitag, den 23. November 2018 um 08:14 Uhr
Nadja
Falls du nochmals reinliest: Glückwunsch!
Ich selber habe als Schmerzpatientin nach Jahren auch endlich abgesetzt, bin seit 20.11. nun auf null (0). Ich musste durch eine Zeit viel stärkerer Belastung knapp 3 Monate Oxycodon 80 mg nehmen, dosierte das dann aber - so binnen einer Woche etwa - ab, musste aber den Entzug erstmal mit 400 mg Tramal auffangen. Früher nahm ich nur 150 mg am Tag. Ich habe dann die Tropfen weggelassen und "Tramal long Kapseln, 100 mg" genommen. Aufgemacht, 180 Kügelchen drin - die ich dann täglich reduzierte. Ging viel einfacher, als mit den Tropfen. Ich ließ mir Zeit: Von Oktober bis 20.11. - und bin also heute (am 3. Tag) auf NULL.
Aber bei mir begannen, ab umgerechnet 30 Tropfen, derartige Brennschmerzen in den Beinen, dass ich fast durchdrehte, obwohl ich an sich sehr schmerzerprobt bin. Aber das hielt ich nicht aus.
Also habe ich (leider?) Pregabalin/Lyrica eingesetzt, aufdosiert bis 600 mg/Tag. Zuerst war alles gut, außer, dass ich wie betrunken war. Aber das legte sich. Dann bekam ich den Eindruck, dass es nichts mehr nutzt und hatte auch gefunden, dass man besser die 3 bis max. 4 Wochen Einnahmezeit nicht überschreitet, damit sich das Medi nicht ins "ZNS" einbaut. Also 3 Tage halbiert auf 300 mg. Dann 3 Tage nur noch vierteln - heisst: 75 mg und raus! Heute ist dieser letzte Tag mit dem Pregabalin. Und außer der sehr belastenden Schlaflosigkeit seit 3 Wochen, hatte ich gar nichts. Nur das Brennen der Beine! Das ist immer noch ein riesiges Thema. Vielleicht hätte ich die ersten auftretenden Höllenfeuer lieber ohne "Prega" überstanden. Keine Ahnung! Vielleicht ist es jetzt der "Rebound Effekt" vom Prega? Oder es ist Illusion zu glauben, dass ich trotz 6 Wochen Ausschleichen noch eine Weile in der Hölle mit den Beinen schmore. Vielleicht sollte ich es mit deinem Mittel versuchen, das du noch nimmst. Gestern habe ich einen Test mit Opipramol gemacht. Es wirkte glatt. Ich konnte endlich ein paar Stunden schlafen. Aber die Beine brennen schon wieder und verursachen das Gefühl, als hätte ich ganze Stromtrassen drin. Also, falls du das hier liest, was denkst du, wie lange diese Brennschmerzen wohl anhalten - nach "null von allem"?
Dir wünsche ich alles Gute, und dass du diesmal nicht rückfällig wirst. Ich werde es bei dem räudigen Tramal samt Oxy sicher nicht mehr. Wenn's nicht anders geht: Besprechen, was nicht so schnelle Toleranz entwickelt und nicht - wie bei Oxy nach 2 Wochen - solche abartigen morgendlichen Horror-und Verzweiflungsgedanken mit sich bringt. Aber ich hoffe, ich schaff's wieder ohne alles und wünsche allen, die noch im Entzugsstress stecken, viel Kraft!
Tramadol Entzug
207 Freitag, den 23. November 2018 um 01:54 Uhr
Xxxsam
Ich nehme seit 3 Jahren Tramadol. Die Dosis schwankte von bis zu 500 mg und 100 mg täglich. Zuletzt waren es über einige Monate 100 mg tägl. Nun sind seit der letzten Einnahme über 72h vergangen und die Entzugserscheinungen halten sich wirklich absolut in Grenzen.
Im Laufe der Zeit habe ich schon 2 Entzugsversuche gestartet und jedes Mal nach maximal 24h ohne Tramadol abgebrochen, weil mein kompletter Körper gebrannt hat. Ich hatte Schweißausbrüche, Schüttelfrost, permanentes Niesen, Gliederschmerzen, Magenkrämpfe ... Das volle Programm.
Und nun sind die einzigen Symptome die ich habe, die einer unangenehmen Erkältung ink. leichter Magenverstimmung (laufende Nase, ich friere etwas etc.). Aber es ist bei weitem nicht so furchtbar wie die anderen Male, sondern absolut erträglich! Zur Unterstützung nehme ich lediglich 300 mg Novalgin täglich. Ich frage mich, ob der Knall noch kommt?! Übrigens habe ich vor den Entzugsversuchen immer auf max. 150 mg runter dosiert und die Dosis für ein paar Wochen gehalten. Ich weiß nicht was diesmal anders ist. Aber ich bin fest entschlossen es als Zeichen zu sehen, um dem Zeug endlich und endgültig abzuschwören!
Fentanyl-Entzug: Kalter Entzug von 37,5µ/h
206 Mittwoch, den 21. November 2018 um 18:56 Uhr
LUTZ
Meine mittlerweile vielen kalten Entzüge habe ich immer kommen sehen. Denn irgendwann ist auch mal nichts mehr da. Ich habe immer dafür gesorgt, dass ich genug Tavor und Doxepin am Start hatte. Außerdem 200-200-200 LYRICA und genug Zigaretten. Eine Badewanne jeden Tag. Der Körper kann nicht so schnell den Dopa - den Mangel im Gehirn - ausgleichen. Es dauert im Schnitt 3-7 Tage um selber mal wieder Wärme zu spüren, dass die Schweissausbrüche endlicn normal werden und sich dieses kranke Gefühl des totalen Erfrierens wieder einpendelt. Sowas geht besser, wenn man tolerante Freunde hat - und sich selber muss man schon ein wenig Zeit geben. Heute ist der dritte Tag, und morgen sieht die welt schon viel netter aus...
Erfahrung mit Oxycodon
205 Montag, den 19. November 2018 um 07:39 Uhr
Helga049
Oxycodon ist sehr gutes Schmerzmittel, welches mich nach wenigen Minuten von akuten Rückenschmerzen befreite, ohne irgendwelche Nebenwirkungen..Ich nehme das Medikament nicht jeden Tag, sondern passe es meinen Schmerzen an.
Dieses Präparat bestelle ich immer bei www.viagra-cialis-pharmacy.com und blieb mit allem zufrieden, qualitative Pillen, schneller Versand ohne Zollkontrolle und Verzögerung.
Wechsel von Oxykodon zu Hydromorphon
204 Donnerstag, den 15. November 2018 um 07:42 Uhr
Voigt Ramona
Habe wahrscheinlich Entzugserscheinungen! Ich hatte Oxykodon 40/20 3x täglich. Da ich aber weiterhin starke bis sehr starke Schmerzen hatte, ist eine Umstellung zu Hydromorphon erfolgt. Seither geht es mir nicht gut. Wie sehen da die Entzugserscheinungen aus?
Opioidverbrauch
203 Samstag, den 03. November 2018 um 18:44 Uhr
Oliver
Hallo,
nehme Oxycodon wegen Morbus Bechterew ein. Hilft Cannabis, den Oxyverbrauch wirklich zu verringern? Cannabis würde mir von meinem Arzt verschrieben werden. Allerdings weiß ich nicht, ob die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden.
Jeder Entzug ist möglich. Meist leider nur mit gesunder Psyche.
202 Freitag, den 26. Oktober 2018 um 12:26 Uhr
Frank
Durch starke chronische Schmerzen bin auch ich in die Opioid-Spirale gekommen: Ist die Toleranz zu hoch, nächstes...
Mittlerweile bekomme ich Cannabis und konnte innerhalb von 3 Tagen Entzug die Dosis auf 1/40 reduzieren! Die Entzugserscheinungen waren weniger schlimm als zuvor. Faszinierend wie Verdauung, Geruchs- und Geschmacksempfinden wieder „normal“ sind! Den Rest werde ich auch noch problemlos schaffen. Man muss nur wollen und keine Angst davor haben. Das Cannabis hilft hervorragend gegen die Schmerzen. Es gibt nur noch ab und zu Schmerzspitzen, die aber auch mit einer höheren Dosis Cannabis weggehen. Dank des Cannabis bin ich auch psychisch komplett ausgeglichen und hatte so die Kraft, das Fentanyl so schnell und ertragbar zu reduzieren. Die letzten Schritte sind sehr klein, aber trotzdem fast so „hart“ wie der große Schritt! Halbieren der Dosis klappt nicht mehr. Gerade so erträglich ist 3/4.
Jeder Entzug ist möglich - und auch nicht viel schlimmer als eine richtige Grippe oder ähnliches. Man darf eben einfach keine Angst davor haben, sondern immer dran denken, dass es nicht ewig dauert: 5-7 Tage, und dann ist meist gut.
Oxygesic
201 Sonntag, den 14. Oktober 2018 um 18:38 Uhr
Oxygesic
Ich nahm 100 bis 150 mg Oxygesic in Reteard und Akutform. Bis jetzt fast (nur) ein Jahr wegen neuropathischer Schmerzen. Es half mir sehr gut gegen die Schmerzen. Nach meiner lang ersehnten, hilfebringenden Operation konnte ich nun rasch auf ca. 50-70 mg täglich reduzieren. Ohne Probleme. Doch weitere Reduzierung ist momentan echt sehr schwierig. Ich ging sehr schnell runter, und mache jetzt erstmal langsam. Ich setze es auf meine Weise ab. Ich reduziere so, wie ich es möchte. Mein Hausarzt begleitet mich etwas dabei. Sollte ich es nicht schaffen, gehe ich in eine Schmerzklinik. Und wer damit große Probleme hat, sollte das auch tun! Ich muss noch ein zweites Mal operiert werden. Vielleicht schaffe ich es ja vor der zweiten, das Zeug abzusetzen. Im nachhinein kann ich sagen: Es ist echt ein Scheißzeug, aber ohne hätte ich die Schmerzen wahrscheinlich nicht ertragen können. Teilweise konnte ich nicht mehr stehen vor Schmerzen. Trotz starker Schmerzmittel. Jeder verdient Respekt, der es schafft. Und jeder, der hier nur Scheiße schreibt, hatte entweder noch nie richtig Schmerzen oder war noch nie von so etwas abhängig.
Entzug: Opiate, Opioide, Narkotika
200 Sonntag, den 14. Oktober 2018 um 16:15 Uhr
Christina
Bitte keinen kalten Entzug ohne ärztliche Hilfe! Ausschleichen und reduzieren. Gut hilft bei starken Entzugserscheinungen Caterpresan oder Clonidin 150 mg - ein stark blutdrucksenkendes Medikament. Es setzt Krämpfen entgegen, Übelkeit und Schlaflosigkeit! Hilft sehr gut und wird vergleichbar in Fachkliniken sogar beim Heroinentzug eingesetzt! Mir half es sehr gut! Muss das Fentanyl nicht weiter steigern, und bekomme die PDA dadurch inzwischen nicht mehr alle 48 Std, sondern nur noch einmal wöchentlich! Empfehlenswert ist die Schmerzklinik Löwenstein zwischen Stuttgart und Heilbronn (bei Dr. Michael Kugler)! Top Kenntnisse, gute Schmerztherapien. Die besten meiner Meinung nach deutschlandweit. Habe 48 Schmerztherapien gehabt. Löwenstein ist sehr menschlich und gut! Viel Erfolg und ganz viel Kraft auf Eurem Weg. Ich hoffe, es konnte helfen! Doch bitte immer mit ärztlicher Rücksprache und häufiger Blutdruckkontrolle! Alles Gute!
Entzug von 15 Jahren Oxicodon
199 Freitag, den 12. Oktober 2018 um 20:19 Uhr
Peter Mlodoch
3 Jahre davon Missbrauch damit betrieben.
Entzug
198 Freitag, den 12. Oktober 2018 um 09:10 Uhr
Marika
Ich mache gerade einen kalten Entzug durch, was echt grausam ist. Die Schmerzen sind unerträglich. Aber, ich muss da durch, weil mein Körper allergisch auf das Medikament Tilidin - das ich drei Jahre eingenommen habe - reagiert. Ich nehme das Medikament wegen meiner kaputten Wirbelsäule. Was kann mir helfen, den Entzug durchzustehen?
Entzugserscheinungen v. Fentanyl
197 Dienstag, den 09. Oktober 2018 um 18:12 Uhr
Alistair McLean
Ich würde kein Methadon nehmen, da es nur eine Suchtverlagerung wäre. Ich würde ein paar Tage Valium oder Lyrika nehmen. Ich hatte nach einer Woche das Schlimmste hinter mir - und es ging von Tag zu Tag besser.
Fentanyl
196 Dienstag, den 09. Oktober 2018 um 00:18 Uhr
Katharina
Hallo,
ich habe über 6 Jahre Fentanyl 100 Mikrogramm genommen wegen meiner kaputten Knochen. Arthrose in fast allen Gelenken und zwei kaputte Füße, die jetzt beide seit 4 Monaten versteift sind. Da die OP gut verlaufen ist und meine Schmerzen „hoffentlich“ nun weniger werden/sind, möchte ich es nun mit weniger Schmerzmitteln probieren.
Seit dem 30.8.18 bin ich - nach Dosisreduktion von 100 über 75 auf 50 Mikrogramm Fentanyl - nun im kalten Entzug. Seit dem 30.8.18 habe ich kein Pflaster mehr geklebt. Und es ist einfach nur Sch....! Arme und Beine zucken, ich kann nicht schlafen, wälze mich stundenlang hin und her, bin den ganzen Tag unruhig und bin
Heute habe ich von meinem Arzt Promethazin-Tropfen verschrieben bekommen für die Nebenwirkungen des Entzugs, aber das hilft kein bisschen. Nachts nicht schlafen tagsüber kaputt wie nur was. Hoffentlich geht das bald (in den nächsten Tagen) vorbei. Echt, wenn Ihr es vermeiden könnt, dann fangt gar nicht mit dem Zeug an. Ich verzweifle bald ...
Entzug
195 Freitag, den 05. Oktober 2018 um 12:15 Uhr
Sabine
Ich habe Morbus Crohn und war deswegen gute 4 Jahre auf Oxycodon. In der Schmerzklinik des Johannes-Krankenhauses in Hagen habe ich einen Entzug von 22 Tagen gemacht - und es geht mir wieder sehr gut. Habe mir jahrelang zuviel Oxycodon zugefügt. Mein Darm und meine Lunge wollten nicht mehr richtig arbeiten. Kann Hagen nur weiterempfehlen.
Suche Klinik
194 Freitag, den 07. September 2018 um 23:31 Uhr
Waltraud
Ich habe Endometriose und daraus hat sich Fibromyalgie und Rheuma entwickelt. Angefangen habe ich mit Tramadol, Tilidin, Lyrica usw. Mittlerweile bin ich bei Bupre-Pflaster, 35 Mikrogramm. Das klebe ich alle 5 - 7 Tage. Es hilft jedoch nicht bei Fibromyalgie. Nun habe ich die Erlaubnis, auf Canabis umzustellen. Ich finde nur keine Klinik für Entzug und Einstellung auf Canabis. Alle Schmerzkliniken die ich anrufe, machen keinen Entzug und wissen nichts oder wollen nichts von Canabis wissen. Wer hat eine gute Adresse für mich?
Absetzen von Fentanylpflaster
193 Montag, den 03. September 2018 um 13:08 Uhr
Torsten Leschinsky
Ich nehme seit ungefähr fünf Jahren jeden zweiten Tag ein 100 Fentanylpflaster. Dazu morgens und abends Duloxalta. Seit einigen Wochen bemerke ich an mir Nebenwirkungen des Serotonin Syndroms, und habe erst mal das Duloxalta sofort abgesetzt. Ich muss dazu sagen, dass ich es total mit der Angst zu tun bekam. Das Absetzen verlief einigermaßen gut. Nun will ich von dem Fentanylpflaster weg, weiß aber nicht wie? Wer kann helfen? Ausgangspunkt ist eine schwere Schädigung der Wirbelsäule und Bandscheiben/Bandscheibenvorfall in HWS und LWS.
Oxycodon
192 Mittwoch, den 29. August 2018 um 19:22 Uhr
Oliver
Hallo, Angelika,
vielen Dank für Ihre Infos. Ich soll es - vom Arzt verordnet - mal mit Celebrex versuchen. Haben Sie das Oxycodon immer komplett abgesetzt? Es gäbe ja auch die Möglichkeit, Valeron alternativ zu nehmen. Ich weiß allerdings nicht, ob es nicht doch unwirksam, also tolerant wird. Ich konnte jetzt das Oxy ohne Probleme auf 40mg senken. Kann sich eine Dosisveringerung auch positiv auf die Toleranz auswirken? Vielen Dank und Gruß.
Antwort an Oliver
191 Mittwoch, den 29. August 2018 um 18:58 Uhr
Angelika
Hallo, Oliver,
als langjährige Schmerzpatientin - wegen starker chronischer Rückenschmerzen (Bandscheibenvorfälle, etc.) - kann ich Ihnen keine sehr großen Hoffnungen machen, dass Sie langfristig keine Toleranz entwickeln. Meine Schmerzproblematik war zunächst allerdings relativ einfach. Je weniger ich mich bewegte, desto geringer die Schmerzen. Da ich - Gott sei Dank - NSAR gut vertrage, setzte ich von Zeit zu Zeit das Oxycodon ab und versuchte, mich halt so wenig wie möglich zu bewegen. Mit 3x Ibuprofen 800 kam ich dann einigermaßen durch den Tag.
Das hatte natürlich auch noch den Vorteil, dass ich die körperliche Gewöhnung an das Oxy vermied. Toleranz sowieso. Mit Novalgin habe ich überhaupt keine Erfahrung. Aber wenn Sie damit das Oxy phasenweise ersetzen können, könnten Sie viel Zeit gewinnen. Ich kann Ihnen allerdings sicher sagen, dass unretardierte Mittel keinen Einfluss auf eine Toleranzentwicklung haben. Retadiertes Oxycodon vereinfacht die Einahme und reduziert die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit.
Oxycodon
190 Samstag, den 25. August 2018 um 18:01 Uhr
Oliver
Hallo,
ich bin Schmerzpatient (Rheuma) und nehme zweimal 30mg Oxycodon als Retard ein. Das sind 60mg am Tag. Nun gibt es ja das Problem der Toleranz. Kann es bei 60mg am Tag schon passieren, dass das irgendwann nicht mehr wirkt? Aufgrund meiner Erkrankung wird das wohl leider eine längerfristige Behandlung. Kann man der Toleranz vorbeugen, wenn man nur retardierte Präparate einnimmt? Unretardierte Mittel verschreibt mir der Arzt nicht. Da wäre Novalgin besser. NSAR vertrage ich leider nicht mehr. Vielen Dank.
Mein Beitrag: 188 - Missverständnis vermeiden
189 Freitag, den 24. August 2018 um 22:34 Uhr
Bernhard
Damit es zu keinem Missverständnis kommt:
Pregabalin kann abhängig machen. Speziell, wenn es in hohen Dosen 2 Wochen oder länger eingenommen wird. Darüber hinaus kann es, wenn es zusammen mit Opioiden eingenommen wird, deren Wirkung steigern. Deshalb bitte Pregabalin nur kurz für max. eine Woche bei kaltem Entzug einsetzen.
Ich habe mit den im Beitrag 188 erwähnten Medikamenten einen kalten Entzug von 180 mg Oxygesic gemacht. Unbedingt Urlaub nehmen und jemanden bei sich haben. Es versteht sich wohl von selbst, dass man während dieser 8 Tage nicht Auto fährt. Da man bei Pregabalin in höherer Dosis etwas schwankend geht (wie betrunken), bitte möglichst in den vertrauten 4 Wänden bleiben und sich (z.B.) mit TV, DVDs ablenken und darauf freuen, dass bald alles überstanden ist. Dieser schnelle und einfache Entzug funktioniert nur mit Opioiden mit kurzer Halbwertzeit. Zum Bspiel: Oxycodon, Tillidin (Heroin). Der Entzug von Opioiden mit langer HWZ kann bis zu 2 Monaten dauern - und ist wirklich schlimm.
Hilfe beim Absetzen von Opioiden
188 Freitag, den 24. August 2018 um 18:30 Uhr
Bernhard
Ich habe mir alle Informationen aus diesem Thread geholt. Er wurde hier schon erwähnt. Mit den individuell richtigen Medikamenten war es für mich ein Spaziergang. Ärztliche Begleitung empfehle ich.
Pregabalin in hoher Dosierung wirkt Wunder, aber nach erfolgtem Entzug nicht mehr einnehmen. Nur bei kaltem Entzug anwenden! Nicht zum Ausschleichen geeignet! Mit Doxepin kann jeder schlafen. Clonidin bei hohem Blutdruck und Loperamid bei Durchfall (https://www.eve-rave.ch/wordpress/Forum/viewtopic.php?t=28169).
Tramal, gerade im Entzug!
187 Montag, den 20. August 2018 um 02:39 Uhr
Adamson
Omg! Was ich hier alles lese, arme Menschen. Ich fühle mich so "scheiße". Ich habs zum Spaß genommen. Anfangs habe ich 200mg Tramal an einem Tag genommen, nach einer Woche wars wenig, und ab da hat es sich gesteigert. Ein Jahr lang - bis vorgestern - habe ich jeden Tag 4-6 Tabletten á 200mg genommen. Nun liege ich da, bekomme kein Auge zu, habe extreme Beinschmerzen und muss noch dazu morgen um 07:00h zur Arbeit. Ist sehr schmerzhaft. Aber ich denke mir, bevor ich mir diese "Scheißchemie" wieder in meinen Körper haue, ertrage ich die Schmerzen. Es ist extrem - ich schlage mir gegen die Beine und raste die ganze Zeit über aus. Aber egal! Es gibt Menschen auf der Welt, die es noch schlimmer haben als die Meisten, die hier berichten. Die OPs hatten und Unfälle usw. Das einzige Problem, das mir Sorgen macht, ist die Arbeit. Denn in diesem Zustand habe ich überhaupt keinen Bock.
Ich wollte nur mal von mir berichten. Sicherlich sind viele, die den Entzug - genau so wie ich - planen, auf diese Seite gestoßen. Aber, nach dem ich hier soviel über die Leute gelesen habe, die über 10 bis 15 Jahre gegen echte Schmerzen angehen, schäme ich mich. Eigentlich suchte ich nur nach Tipps, wie der Entzug leichter zu ertragen sein könnte. Aber jetzt nehme ich es hin. Und andere, die das Mittel als Droge missbraucht haben, sollten es auch tun. Denn, egal wie hart die Schmerzen sind, nach 1 Woche ist es vorbei. Allerdings, bei vielen hier, die gezwungen sind es zu nehmen, ist es nicht vorbei. Zieht es trotzdem einfach durch. Ich denke, so stark wird doch unser Körper sein, dass er das aushält! Gute Besserung an alle wirklich Leidenden und an alle anderen - so wie ich. Reißt Euch zusammen!
Medi
186 Freitag, den 03. August 2018 um 21:31 Uhr
Conny
Ich nehme nun 15 Jahre Morphin. Was ich nicht wusste, ist, dass es das Schmerzzentrum verändert und man immer schmerzempfindlicher wird. Hatte letztes Jahr eine OP, aber sie, die Morphine, konnten die Schmerzen fast nicht verhindern. Deshalb lag ich auf der Intensiv. Jetzt bin ich am Absetzten und sie sind wirklich brutal - die körperlichen Schmerzen! Aber, immer mehr Morphium ist nicht die Lösung. Irgendwann einmal hat es enorme Folgen. Jede Zahnreinigung, Blutentnahme usw. wird schmerzvoller. Und die Ärtzte haben es mir bestätigt: Irgendwann wird es sich umkehren und die Schmerzgrenze verändern, weil ich nämlich schon so lange das Morphin nehme. Dann bleibt nur: Noch mehr Medikamente, die ggf. immer weniger wirken. Und dann kann man gar nichts mehr. Vielleicht darf man - zum Beispiel - nicht mehr Auto fahren. Also doch absetzen und eine andere Lösung suchen?
@ Angelika - Beitrag 182.: Kalter Entzug
185 Mittwoch, den 25. Juli 2018 um 09:33 Uhr
Ferdinand
Ich verstehe vor allem nicht, warum diese Herrschaften einen Entzug machen. Sie geben keinen allgemeinen Grund an, sondern sprechen von Teufelzeug etc. Ich bin Schmerzpatient, nahm rund 5 Jahre Tillidin und seit 6 Jahren Oxycodon. Bin seit elf Jahren schmerzfrei und kann nur sagen, dass es die glücklichsten 11 Jahre meines Lebens waren. Ich könnte mir niemals vorstellen, ohne Oxy zu leben...
Tavor: Kalter Entzug
184 Freitag, den 20. Juli 2018 um 13:38 Uhr
Manfred N.
TAVOR 2,5 mg - Kalter Entzug:
Zum ersten Mal habe ich Tavor (1 mg Plättchen) 2017 mehrmals im Krankenhaus nach meiner Oberschenkelamputation bekommen. Später habe ich dann Tavor völlig unbedarft ein paar Monate eingenommen, weil ich dadurch besser schlafen konnte.
War so auch ganz gut, da ich wegen der Schmerzen im Stumpf sonst nicht mehr richtig durchschlafen konnte. Die Schmerzen behandelte ich mit Valoron. Auch da erlebte ich nach dem Absetzen den Horror. Aber etwas geringer. Jetzt dosiere ich das Valoron ganz langsam runter. Das heißt: Alle 2 Tage 1 Tropfen bei 4 täglichen Einnahmen weniger. Ich könnte auch jeden Tag 2 Tropfen pro Dosis reduzieren, aber noch traue ich mich nicht. Vielleicht in den nächsten Tagen. Wichtig dabei ist, die Einnahmezeiten beizubehalten. Also in meinem Fall: 10 Uhr, 14 Uhr, 18 Uhr und 22 Uhr. Kleine Info noch dazu: „Man darf nicht mehr als 0,5 mg - auf die Tagesdosis gerechnet - reduzieren. Das sind 10 Tropfen auf die gesamte Tagesdosis.
Weiter zum Thema Tavor:
Von Mittwoch (14.03.18) auf Donnerstag (15.03.18) habe ich nachts die letzte Tavor 2,5 mg geschluckt. Ich habe Tavor immer in der Nacht, ca. zwischen 1 Uhr und 2 Uhr eingenommen. Von Donnerstag (15.03.18) auf Freitag (16.03.18) keine eingenommen, weil mir klar wurde, dass ich das auf Dauer nicht mehr will. Danach begann der Horror! Freitagnachmittag fing es an.
Was dann in den Folgetagen in mir ablief, kann ich nicht in Worte fassen. Nackter, purer Horror! Ich werde es mal so ausdrücken:
Es ist wie lebendig begraben zu sein, dabei gefoltert zu werden und absolut keine Möglichkeit des Entkommens zu haben. Also, ohne Aussicht auf Beendigung der physischen und psychischen, unfassbaren Qualen.
Die 3. Nacht von Sonntag (18.03.18) auf Montag (19.03.18) war die schlimmste Nacht, die ich jemals erlebt habe. Es kam Schubweise. Um 04 Uhr wurde ich wach und dachte, gleich ist es vorbei. Große Hitze in meiner Brust, die dann auch Bauch und Rücken betraf. Meine Psyche total am Ende. Selbstmordgedanken, Schwäche, Perspektivlosigkeit - meine Gedanken kreiselten unkontrolliert von einer Negativität in die nächste. Davor noch übelste Träume. Nach ca. einer Stunde lies es etwas nach. Auch die Hitze ging zurück. Ich dachte, ich hätte es nun hinter mir, weil es in den Nächten zuvor nur einmal so schlimm auftrat. Aber nichts da! Um ca. 6 Uhr morgens kam der 2. Schub. Der hielt bis ca. 7.30 Uhr an. Das war der absolut schlimmste Schub. Der 3. begann um 9.30 Uhr, auch wieder mit allen Begleiterscheinungen. Immer wieder stellte ich mir in den Tagen und Nächten die Frage, ob ich das Tavor doch wieder nehmen sollte, damit diese Zustände endlich aufhören. Jedes Mal sagte ich mir „NEIN“, ich muss da jetzt durch. Ich versuchte mich abzulenken, ging aber nicht. Wie gesagt, diese Zustände kann ich nicht wirklich beschreiben, so übel waren sie.
Gestern setzte ich mich ans Telefon und suchte Adressen in Richtung Suchtberatung usw. Ich rief verschiedene Einrichtungen an. Alle sagten, dass es überhaupt nicht gut sei, wenn ich einen kalten Entzug mache. Selbst Apothekerinnen sagten das.
Dann bekam ich einen Dr. aus einer größeren psychiatrischen Einrichtung ans Telefon. Der sagte mir, dass ich das Tavor auf jeden Fall wieder nehmen, dann aber alle 2 – 3 Tage 0,5 mg runter dosieren solle.
So nahm ich gestern Nacht um 01 Uhr eine halbe Tavor 2,5 mg. Also 1,25 mg. Ich schlief durch. Aber heute Morgen und am Nachmittag ging es mir nicht besonders. Immerhin kein Vergleich zu den letzten Tagen. So habe ich auch wieder etwas mehr Appetit.
Ich werde auf jeden Fall diese Dosierung noch mindestens 2 Tage durchziehen und dann auf 1 mg wechseln. Ich habe vor, immer alle 2 -3 Tage 0,25 mg zu reduzieren. Ich bin gespannt wie es sich darstellt.
Ich habe mir ein System erstellt, um zu schauen wie es sich entwickelt. Ich nenne es den „Affen schieben“. Kurz „Affe! Auf einer Skala von 1 -10. Die 10 hatte ich in der Nacht von Sonntag (18.03.18) auf Montag (19.03.18).
In der Nacht von Montag auf Dienstag habe dann 1,25 mg Tavor eingenommen. Dienstag 20.03.18: Es geht mir besser - 1,25 mg Tavor (Affe 7);
Mittwoch 21.03.18: Es geht mir besser - 1,25 mg Tavor (Affe 5); Donnerstag 22.03.18: Es geht mir besser - 1,25 mg Tavor (Affe 4).
Von Freitag (23.03.18) auf Samstag (24.03.18) reduziert auf 1,00 mg Tavor. Ich hatte die Befürchtung, dass es mir durch die Reduzierung am Samstag wieder schlechter gehen könnte. Das war aber nicht der Fall.
Samstag 24.03.18: Es geht mir etwas besser - 1,00 mg Tavor (Affe 4). Ich habe am Abend mal wieder mit Appetit Pizza gegessen!
Sonntag 25.03.18: Es geht mir etwas besser - 1,00 mg Tavor (Affe 4);
Am Sonntagmorgen hatte ich leichte Hitze oben rechts im Brust-Schulterbereich. Verging aber schnell wieder. Dass sich momentan der Affe 4 nicht weiter senkt, kann auch mit daran liegen, dass ich ja nebenher auch das Valoron weiter reduziere. Jetzt 4 x täglich 36 Tropfen. Hinzu kommt natürlich auch meine Grunddepression wegen der Amputation und anderer Umstände, wie zum Beispiel Nahrungsmittelunverträglichkeiten usw.
Montag 26.03.18: Tavor auf 0,75 mg gesenkt (Affe 4); Dienstag 27.03.18: Tavor 0,75 mg (Affe 4); Mittwoch 28.03.18: Tavor auf 0,75 mg (Affe 4); Donnerstag 29.03.18: Tavor auf 0,75 mg (Affe 4); Freitag 30.03.18: Tavor auf 0,50 mg gesenkt (Affe 3); Samstag 31.03.18: Tavor auf 0,50 mg (Affe 4); Sonntag 01.04.18: Tavor auf 0,50 mg (Affe 4); Montag 02.04.18: Tavor auf 0,25 mg gesenkt (Affe 3-4); Dienstag 03.04.18: Tavor auf 0,25 mg (Affe 3-4); Mittwoch 04.04.18: Tavor auf 0,25 mg (Affe 3); Donnerstag 05.04.18: Tavor auf ca. 0,20 mg gesenkt (Affe 4); Freitag 06.04.18: Tavor auf ca. 0,15 mg (Affe 3);
Samstag 07.04.18: Kein Tavor mehr eingenommen (Affe 3); Sonntag 08.04.18: GESCHAFFT!
Dass ich noch bei Affe 3 bin hat sicher damit zu tun, dass ich weiter das Valoron reduziere.
Ich bin jetzt bei 4 x 25 Tropfen. Ab morgen 4 x 24 Tropfen.
Ich wünsche jedem, der sich in einer ähnlichen Lage befindet, dass ihm meine Erfahrung hilft, um sich wieder vom Tavor und/oder Valoron zu lösen.
Alles Gute für Euch!!
Niemals!
183 Montag, den 09. Juli 2018 um 20:32 Uhr
Noemi
Bitte niemals Fentanyl (zu anderen kann ich nichts sagen!) einfach kalt absetzen! Das kann sogar tödlich sein, wenn man es mit der Pumpe hat! Ich habe es mal genau deswegen versucht! Es bekam mir gar nicht gut. Heute nehme ich immer noch dieselbe Dosis, wie vor dem kalten Entzug! Es gibt Menschen, die brauchen das halt - so wie ich! Ohne könnte ich nicht mal mehr laufen und hätte enorme Schmerzen. Darum ist mir das recht! Aber - immer im Hinterstübchen behalten: Es sind eben doch auch Drogen!
Kalter Entzug
182 Mittwoch, den 04. Juli 2018 um 20:22 Uhr
Angelika
Sagt mal, macht es euch Spaß, mit einem kalten Entzug zu prahlen? Es könnte auch mal schief gehen.
Kalter Entzug von Hydromorphon
181 Sonntag, den 01. Juli 2018 um 18:32 Uhr
carmen scholz
Hallo, ich möchte von meinem Entzug berichten.
8 Jahre lang habe ich von meinem Hausarzt Hydromorphon (72 mg pro Tag) bekommen - wg. Bandscheibenschaden seit vielen Jahren. Als ich wieder einmal ein Rezept holen wollte, sagte er mir lapidar: Nein! Also war ich im Entzug. Am zweiten Tag ging es mir so schlecht, dass ich einen Blutdruck von 200/115 hatte. Ich musste ins Krankenhaus, wo langsam abgesetzt wurde. Nach drei Tagen war ich wieder zu Hause. Allerdings hatte ich ständig Schweißausbrüche und es war, als wenn es mir das Herz herausreißt. Bin dann zur Schmerztherapie gegangen. Dort sagte mir die Ärztin nach dem Kernspinn, dass meine Bandscheiben nachgewachsen sind, und ich keine Schmerzmittel mehr bräuchte! Jetzt habe ich zwar starke Schmerzen, bin aber von keinem Arzt mehr abhängig. Das ist ja auch was wert!
Schlaflos
180 Freitag, den 22. Juni 2018 um 23:11 Uhr
Alina
Hallo zusammen,
habe wegen Rückenschmerzen 2 Wochen Tramadol und 1,5 Wochen Tilidin genommen. Nun sagte mir mein Arzt, dass ich Tilidin gar nicht brauche, sondern vielmehr Cortison-Tabletten das Richtige sind. Die nehme ich jetzt auch und versuche, das Tilidin weg zu lassen. Betonung liegt auf "versuchen"! Letzte Nacht habe ich es nicht ausgehalten und eine Tablette genommen. Heute Nacht soll mir das nicht passieren. Ich bin müde, gähne immer wieder, kann aber nicht schlafen. Ich habe Herzrasen, zitternde Beine, flache Atmung und die Muskeln im Oberkörper kitzeln. Ursprünglich war ich bei 2 Tabletten Tilidin am Tag. Eine morgens und eine abends. Jeweils 100 mg.
Ich weiß nicht, ob ich das schaffe. Versuche jetzt nocheinmal zu schlafen. Ich habe nicht vor, die Tabletten heute Nacht noch zu nehmen.
Entzug
179 Samstag, den 09. Juni 2018 um 14:18 Uhr
Uwe
Hallo,
habe nach 1-wöchiger Tilidin-Einnahme kalt entzogen. Heute ist der 6. Tag. Die ersten beiden Tage waren echt heftig. Wie lange wird es dauern bis der Entzug durch ist? Bin noch ziemlich unruhig und schlafe schlecht.
Entzug
178 Freitag, den 08. Juni 2018 um 23:30 Uhr
Mila
Ich habe ca. 3 Jahre Fentanyl Oral genommen. Davor - nach drei Versuchen über einen Zeitraum von 5 Jahren mit Tilidin (wenig Fenta) - eine ca. 1-jährige Cleanphase. Nun sind die ersten 24h meines Fenta-Entzugs durch.
Fenta ist meiner Meinung nach der deutlich humanere Entzug im Vergleich zu Tilidin! Dennoch sehr unangenehm. Das vegetative Nervensystem spielt verrückt und eine Unruhe ist spürbar. Was ich in diesem Zusammenhang komischerweise sehr selten lese - wobei ich mir sicher bin, dass das alle "Entzügige" kennen -, ist der extrem übelriechende Schweiß, der erfahrungsgemäß noch einige Wochen anhält.
Oxycodonentzug kalt gegen meinen Willen
177 Dienstag, den 05. Juni 2018 um 04:38 Uhr
Mike Warning
Ich habe wegen akuter Bandscheibenvorfälle von meiner Hausärztin Oxycodon 20 (3x täglich) verschrieben bekommen und drei Monate lang eingenommen. Dann habe ich versucht es abzusetzen, da mein Kreislauf und Blutdruck völlig entgleisten. Daraufhin schlugen zwei Entzüge fehl und wir entschieden uns, es bei 10 mg (3x täglich) zu lassen, da ich schon über 50 bin und die Bandscheibenerkrankung chronisch ist. Vor drei Wochen ging ich in die Arztpraxis, um mir ein neues Oxycodon Rezept zu holen. Aber meine Hausärztin war im Urlaub und die Vertretung sagte mir, dass sie in Vertretung keine BTM Rezepte schreibt. Ich war total perplex. Sie sagte, ich solle in ein Krankenhaus gehen, und hat mir das Rezept einfach verweigert. Da es aber ein Freitag war und ich Panik vor einem kalten Entzug hatte, habe ich erfolglos Krankenhäuser und andere Ärzte aufgesucht - aber niemand half mir mit einem Oxycodon Rezept. Bis ich auf Grund von Entzugserscheinungen am nächsten Tag mitten auf der Straße kollabiert bin: Herz-Kreislaufkollaps und mit dem DRK ins Krankenhaus!
Mich würde interessieren, ob ich diese Ärztin für mein "Fastableben" haftbar machen kann? Es war so erniedrigend!
Palladon-Entzug in "Zeitlupe"
176 Samstag, den 26. Mai 2018 um 16:34 Uhr
Monika
Ich habe schon vor einigen Tagen zu diesem Thema meine Erfahrungen geschildert, aber mein Beitrag ist irgendwie "verloren gegangen".
Nach diversen Versuchen mit Schmerzpflastern und Oxygesic bin ich vor 13 Jahren bei Palladon gelandet. Wegen einer sehr massiven Skoliose und entsprechenden Rückenschmerzen, habe ich über diesen Zeitraum täglich 2 x 16 mg genommen. Irgendwann hatte ich das Gefühl, es hilft mir nicht mehr wirklich und die Probleme, wenn man mal eine Kapsel vergisst, sind auch nicht ohne. Ganz abgesehen von dem Gefühl der Abhängigkeit. Also habe ich beschlossen auszusteigen. Und zwar folgendermaßen:
Palladon kommt in Kapseln mit vielen, vielen kleinen Kügelchen. Ich habe diese Kapseln aufgemacht und jeden Tag morgens und abends jeweils 5 Kügelchen herausgenommen - seit Januar bis 1. Mai kontinuierlich. Ich muss sagen, ich habe keinerlei Entzugserscheinungen gespürt. Natürlich kamen meine Rückenschmerzen wieder massiv zurück, und bin nun auf der Suche nach einer Alternative.
Aber ich bin kein "Junky" mehr und bin glücklich, dass ich es geschafft habe. Diese Methode kann ich wirklich empfehlen und wünsche jedem, der es versuchen will, dass er es auch schafft.
Absetzen von oxycodon
175 Freitag, den 18. Mai 2018 um 19:14 Uhr
Catharina
Das Absetzen von Oxycodon ist nicht einfach. Ich habe schon einmal einen Entzug von Morphin gemacht. Das ist fast vergleichbar. Ich habe über 20 Jahre Morphin genommen, bis die Dosis zu hoch war und es sowieso nichts mehr gebracht hat. Den Entzug habe ich radikal gemacht. Mit allen Entzugserscheinungen, die man so liest.
Das Schlimmste war das Gefühl der Unruhe. Ich sitze im Rollstuhl und wurde fast wahnsinnig. Auch der Durchfall und das Erbrechen waren nicht angenehm. Aber auch die Schlaflosigkeit war schrecklich für mich. Man kann sich nicht vorstellen, sechs (6) Wochen nicht zu schlafen. Genau das ist mir passiert. Der Schlafentzug ist lebensgefährlich, und darum habe ich mich am Ende meinem Hausarzt anvertraut.
Jetzt erlebe ich das Gleiche fast genauso wieder. Mir ist dauernd übel und oft habe ich Durchfall - obwohl ich mit der Dosis kontrolliert herunter gehe. Und dann wieder die Schlaflosigkeit und das Gefühl der Unruhe. Ich bin jetzt 7 Tage frei vom Oxycodon und leide immer noch unter dem Gefühl der Unruhe und der Schlaflosigkeit. Dass ich wieder das ganze durchziehen muss, ist die Schuld eines Arztes. Ich hatte einen furchtbaren Oberschenkelbruch und wollte kein Morphinpräparat. Leider wollte der Bruch nicht heilen. Das Bein wurde amputiert. Nach der OP bekam ich ein Morphinpräparat und schon war es passiert. Obwohl ich ausdrücklich gesagt hatte kein Morphin, bekam ich es doch. Jetz nehme ich nichts mehr. Aber einfach ist es nicht. Ich lebe momentan von einem Tag auf den anderen und hoffe, dass es bald vorbei ist.
Nikitas Kommentar: Ein Witz
174 Mittwoch, den 09. Mai 2018 um 19:55 Uhr
Thiu
Es ist schön, Nikita, dass Du ein Mensch bist, der über den Dingen schwebt.
Aber es ist eine Sache ein Morphin oder Fentanyl kurzzeitig zu nehmen und dann abzusetzen, oder Mini-Dosen von 12,5 my oder Ähnliches zu nehmen. Die Schmerzpatienten, die, wie viele hier schreiben, über Jahre dieses Teufelszeug nehmen, mit denen kannst Du nicht mitfühlen, weil Dein Krankheitsbild dies nicht wiedergibt.
Bin selbst auch Schmerzpatient und habe eine Krebserkrankung, die meine Wirbelsäule in Schweizer Käse verwandelt hat. Konnte mich entscheiden zwischen höllische Schmerzen zu haben und im Rollstuhl zu sitzen, oder einfach Morphin und jetzt Fentanyl zu nehmen.
In den ersten zwei Jahren war das kein Problem. Danach aber schleichend immer höhere Dosen der Pflaster und speziell der Effentora Tabletten. Zuletzt war ich weit über 1 mg Fentanyl pro Std. Das wäre für daran nicht gewöhnte Menschen absolut tödlich.
Innerhalb von 4 Wochen runter auf jetzt 100 my pro Std. Aber das Absetzen der Effentora Tabletten ist die Hölle. Und jetzt weiter als 100 my komme ich nur mit absoluter ärztlicher Hilfe. Entweder höllische Schmerzen bis zu Nerventaubheitsgefühlen oder unkontrollierte Entzugserscheinungen.
Gegen das Schwitzen habe ich das Sormodren. Das macht auch ganz schön dösig. Aber Vorsicht: Die Tabletten müssen über mehrere Tage ein und wieder ausgeschlichen werden. Das ist kein BTM, aber die sind eigentlich für Parkinson Patienten und wirken sehr gut gegen die Schwitzattaken.
Jetzt werde ich umstellen auf ein einfaches Morphin. Aber - ob ich das schaffe, weiß ich noch nicht. Das Fentanyl hat es in sich...
Habe genau dieselben Effekte, wie alle hier beschrieben haben: Erlahmte Darmaktivität, Lustlosigkeit bis zur absoluten Impotenz, depressive Zustände bis zu kompletten Zusammenbrüchen. Alles miterlebt!
Aber ich werde wohl vom Morphin nicht wegkommen, wenn ich mich etwas bewegen möchte.
Also - nochmals Kommentar an Nikita: Klappe halten, wenn du keine Ahnung von dieser Thematik hast!
Fentanyl-/Morphin- Entzug
173 Montag, den 16. April 2018 um 14:28 Uhr
Nikita
1x Fentanyl, 3x Morphin kalt entzogen. Kein Problem. Fühlt sich zwar nicht gut an, aber es gibt echt Schlimmeres. Alles immer in Eigenregie, weil ich es so wollte. Verstehe die Probleme anderer einfach nicht.
Tilitin absetzen
172 Sonntag, den 15. April 2018 um 13:46 Uhr
Marianne
Kann ich das einfach weglassen? 14 Tage genommen?
Opiatentzug mit Hilfe
171 Mittwoch, den 04. April 2018 um 11:41 Uhr
Micha
Pö.Sö.: Ganz ohne "AuA" geht ein Opiatentzug leider nicht. Aber Cannabis kann extrem helfen. Alles andere funktioniert nicht wirklich...
Opiatentzug mit Hilfe
170 Mittwoch, den 04. April 2018 um 11:39 Uhr
Micha
Nach meinem Absetzen von Buprenorphin, hat mir Cannabis extrem geholfen. Inzwischen ist längst bewiesen, dass viele Schmerzpatienten besser mit Cannabis behandelt werden können, als mit Pharmagiftopiaten. Aber die Pharma-Lobby und die Regierung versuchen, das mit aller Gewalt zu deckeln!
Ich war Gott dankbar für diese uralte Heilpflanze, die keine nennenswerten Nebenwirkungen hat, von Mutter Natur kommt und die sich (theoretisch) jeder selbst in den Garten stellen könnte!
Ich drücke Euch allen die Daumen!
Entzug Hydromorphon - Kommentar Sylvia 2017
169 Dienstag, den 03. April 2018 um 14:19 Uhr
Morpheus
Sehr lange lese ich schon still mit. Ich bin Schmerzpatient mit einer irreversiblen Nervenläsion.
Sylvie: Du hast im Nov 2017 Hydromorphon für zwei Wochen entzogen - mit wenig Entzug?
Nach Jahren mit diversen Opiaten, habe ich es von 330 mg Morphin unretardiert (Trinkampullen) auf 2x 20mg retardiert geschafft. Mit Mühe. Und ich habe Mühe das auch zu halten.
Das Craving und die "weiche Kuscheldecke" Morphium fehlen mir sehr. Und das, obwohl ich die Medi so dermaßen leid bin, dass ich es niemandem sagen kann.
Mein Arzt unterstützt mich sehr. Ich bekomme, was ich probieren will, etc. Mich höher zu dosieren lehnt er allerdings ab - was aber auch gut ist.
Wir sind ehrlich zueinander. An dem Tag, als ich sagte, dass ich kein Schmerzpatient mehr sei, sondern Junkie, bekam ich alle Hilfe.
Nun liebe Sylvie: Wie hast Du in zwei Wochen Hydromorphon - in so hoher Dosis und in so kurzer Zeit - mit wenig Entzug geschafft?
Über eine Antwort wäre ich dankbar.
Gruß Morpheus
Hydal absetzen
168 Freitag, den 30. März 2018 um 06:52 Uhr
Ralph
Hi,
ich hatte jetzt ein Jahr Hydal retard, Hydal und Celebrex. Das wird mit heute Abend auf Null gesetzt und durch ein Schmerzpflaster (anderes Opiat) ersetzt. Der Arzt glaubt, dass ich wegen einer Resorptionsstörung vielleicht keine Entzugserscheinungen habe. Aber, auf was könnte ich mich denn vor den Feiertagen unter Umständen einstellen? Danke.
Kalter Entzug Tildin und Targin
167 Montag, den 19. Februar 2018 um 16:08 Uhr
Kalter Hauch
Hi,
habe den Entzug am Samstag morgen angefangen! RLS Patient!
Einahme Freitag 200 mg Tilidin, 30 Targin! Letzte Einahme gestern (19:00 Uhr) - 50mg Tildin!
Ich bin gerade in der Höllr! Meine Beine brennen! Wie lange noch?!
Kalter Entzug von Morphin
166 Samstag, den 17. Februar 2018 um 22:14 Uhr
F.M
Hallo,
seit fast einem Jahr nahm ich starke Schmerzmittel. Anfangs Tramal, Telidin usw. Zum Schluss dann Morphin 3x100...
Ich hatte nicht den Eindruck, dass die Schmerzen davon besser wurden. Bei fast allen Medikamenten hatte ich nach einiger Zeit das Gefühl, dass die Wirkung nach ließ. Also wurde erhöht oder umgestellt. Alles ohne wirklichen Erfolg.
Die Erlösung brachte dann eine Op. Nach der Op nahm ich die Tabletten noch knapp 2 Wochen. Dann reduzierte ich sie nach Absprache mit meiner Ärztin auf 60 mg pro Einnahme. Aber das ging mir zu langsam. Zumal ich die Entzugserscheinungen eh hatte. Also dosierte ich komplett ab. Das klang so einfach. Und das stellte ich mir auch so vor.
Heute ist Tag 3 ohne Medikamente! Das Schlimmste habe ich nun hinter mir. Zwei Tage und zwei Nächte bin ich wahnsinnig geworden. Mir war schlecht. Ich übergab mich. Hatte furchtbaren Durchfall, Kopfschmerzen, Krämpfe. Es kribbelte unter der Haut. Ich war unruhig, konnte nicht schlafen und bin verrückt geworden. Habe geweint und geschrien. Es half nichts. Ich habe gegen die Krämpfe Novalminsulfon genommen, gegen das Erbrechen Vomex, gegen den Durchfall Lopedium und viel Wasser getrunken - soweit es mir möglich war.
Zwei Tage und zwei Nächte waren die absolute Hölle, aber nun geht es mir gut! Ich habe zwar noch Durchfall, aber das ist nichts zu dem, was war...
Ganz gleich, wie verzweifelt ich auch war - ich habe es geschafft. Und falls Du es vor Dir hast, oder gerade mitten drin steckst - auch Du wirst es schaffen! Bleibe stark und glaube an Dich!
Schmerzbehandlung
165 Mittwoch, den 24. Januar 2018 um 12:59 Uhr
Stephan Thorhauer
Frage: Kann man Morphin einfach mit Hydromorphon ersetzen, ohne Entzugserscheinungen zu haben?
Osteo
164 Freitag, den 22. Dezember 2017 um 13:09 Uhr
Gabi
Nach einem "Zusammensacken", habe ich im August 2014 zum ersten Mal Gattin 40/20 (wir vermuten, die Leserin meinte Targin 40/20 - die Red.) wegen starker und anhaltender Rückenschmerzen erhalten. Diagnose: Starke Osteoporose mit 5 kaputten Wirbeln.
Die Schmerzen sind zwar chronisch geworden, aber die Medikamente halfen mir sehr gut.
Seit 1 Jahr bin ich auf Hydromorphon umgestellt und damit am Anfang gut klar gekommen. Inzwischen habe ich aber eine sehr große Abneigung gegen das ganze abhängig machende Zeug. Leider geht es wegen der starken Schmerzen und der Verformung meiner Wirbelsäule nicht anders.
Ich habe einen Schmerzarzt, der mir aber auch nur immer wieder Opiate verschreibt.
L.G. Ostio
Was kann ich tun, damit es mir besser geht? Und wer hat einen Rat für mich?
Fentanyl 100 S mein voriger Beitrag
163 Dienstag, den 19. Dezember 2017 um 21:28 Uhr
Wolfgang Fuchs
Anmerken wollte ich einfach noch meine Medikation, die wie folgt ist:

Ibuflam/Ibuprofen 600 (2 x tägl. 1 Stück, also 1200mg),
Naproxen aristo 500mg (3 x tägl. 1 Stück, also 1500mg),
Panthopraxol 40mg Magenschutz (2 x tägl. 1 Stück, also 80mg) und
Dekristol 20.000 Vitamin D Produkt (1 mal 1 Stück, Samstags).

Ich wurde sofort von 0 auf 100 Fentanyl S gesetzt. Das heißt: Alle 2 Tage kleben, aber höchstens bis zu 6 Pflastern insgesamt. Aus Angst habe ich die Dosierung belassen – also alle 2 Tage ein Pflaster.
Meine Schmerzen:
Ich kann nicht laufen, habe starke Ganzkörperschmerzen, besonders in den Beinen, Fingern, Schultern, im Ischiasbereich, und ich laufe ganz krumm. Oft habe ich Bauch-, Kopf- und in den Oberschenkel ausstrahlende Schmerzen. Dazu Kniegelenk- und starke Fußschmerzen. Die Füße frieren, die Beine schwitzen total und hinzu kommen Rückenschmerzen.
Mittlerweile liege ich seit 7 Tagen im Bett und kann am Leben nicht mehr Teil haben, was mich psychisch sehr drückt. Manchmal, und leider immer öfter, verfalle ich in eine depressive Stimmungslage. Obwohl ich schwitze, aber gleichzeitig friere, liege ich täglich mit 3 Wärmflaschen im Bett, welche alle 2 bis 3 Stunden erneuert werden. Irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass ich viel schlechter sehe. Oft geht Auto fahren nicht mehr.
Ich bin jetzt 54 Jahre und mache dies seit rund 5 Jahren mit. Wegen der Stimmungsschwankungen sage ich nichts zum Arzt, sonst hält der mich vielleicht für verrückt und schickt mich in die Klapse. Sexuell ist es seit 5 Jahren völlig mau.
Kann mir jemand etwas aus seinen Erfahrungen sagen? Ob das nun Dinge sind, die vom Medikament ausgelöst werden, ob es vielleicht Entzugserscheinungen sind, oder einfach Nebenwirkungen, die ich so hinnehmen muss?
Wie gesagt, ich bin Neuling in Sachen Entzug.
Ich habe mittlerweile einiges an Medikamenten angesammelt. Für den Fall, dass mein Arzt mal in Urlaub geht und ich nicht zu ihm kann. Mein Antrieb ist völlig auf Null runter, und mein einzigster Wunsch wäre, dass es wieder wie früher wird, als ich noch arbeiten konnte und einen Garten bewirtschaftet habe. 24 Stunden am Tag im Bett liegen kann es einfach nicht sein. Ich bin so deprimiert, dass ich oft schon über ein Pflegeheim nachdenke, was ich natürlich nicht wirklich möchte. Ich kann keine 5 Minuten mehr stehen, laufen oder sitzen.
Weiß jemand einen Rat? Was kann ich an anderen Medikamenten nehmen? Muss ich vielleicht höher dosiert werden? Allein mein kleiner Hund hält mich noch am Leben, sonst hätte ich schon Schluss gemacht.
Fentanyl 100 S
162 Dienstag, den 19. Dezember 2017 um 20:01 Uhr
Wolfgang Fuchs
Hallo, ich habe Fentanyl Pflaster 100uf seit 3 Jahren gegen meine Schmerzen verschrieben bekommen, da ich kaum noch laufen konnte. Ich habe keine Ahnung von Opiaten, habe vorher nie welche genommen. Mit den Schmerzen ist es auch nicht besser geworden, obgleich sie etwas gelindert sind. Ich weiß auch nicht, was ein Entzug bewirkt, habe aber wohl des Öfteren schon einen gehabt, was ich allerdings nicht mit Sicherheit sagen kann, da ich einfach Neuling bin. Zu berichten wäre, dass ich alle 2 Tage ein 100uf Pflaster kleben soll, was ich auch mache. Manchmal, wenn ich das Pflaster nicht habe, fangen nach einiger Zeit die Beine und Arme an zu trippeln, als wäre man an einen Dauerstrom angeschlossen. Ich werde innerlich total unruhig, wälze mich im Bett herum, kann keine 10 Sekunden still liegen, setze mich auf den Bettrand, schlage mit den Beinen in der Luft herum, auf den Boden, die Arme nach oben, in die Luft, im Kreis herum, total verrückt. Ich schwitze wie ein Tier in Todesangst.
Das mit dem Schwitzen habe ich aber auch ohne diese Erscheinungen. Manchmal wechsle ich meine Bettwäsche bis zu dreimal täglich, T-Shirts bis zu 5 mal. Dann schnell ein Pflaster kleben; aber das Ganze geht dann 2 bis 3 Stunden noch so weiter.
Oftmals habe ich dann auch schon 2 Pflaster geklebt. Das Pflaster haut mich oft um. Ich bin sehr müde, kann am Leben nicht mehr Teil haben, liege 7 Tage in der Woche im Bett und es geht wirklich nichts mehr. Alles bleibt liegen und ich schäme mich schon meines Haushaltes. Ist das Entzug? Oft bin ich weinerlich, oder nah am Weinen, was ich sonst nicht so von mir kenne. Der Grund, warum ich das Pflaster von einem Schmerzarzt verordnet bekam war, weil ich vor Schmerzen nicht mehr laufen konnte. Der Arzt ist mittlerweile verstorben, aber mein Hausarzt verschreibt es mir trotzdem. Dazu nehme ich noch Arznei gegen Arthrose bzw. Rheuma, obwohl hier keine eindeutige Diagnose feststeht. Auch ein Magenschutzmittel muss ich nehmen. Die Nachfolgeärztin des verstorbenen Arztes meint, jedes Medikament, welches ich da nehme, wäre für sich schon ein Hammer, aber anders geht es nicht.
Hier einfach meine Frage: Sind die von mir genannten Auswirkungen jetzt Entzugserscheinungen, oder sind es die Nebenwirkungen des Medikamentes, die mal mehr, mal weniger vorhanden sind. Ich bin mir da einfach nicht sicher. Sexuell geht auch überhaupt nichts mehr, alles wie eingeschlafen eben. Ist das alles so normal?
Wie geht es jetzt weiter
161 Samstag, den 25. November 2017 um 09:01 Uhr
Sylvi
Hallo, ich habe erfolgreich meine Palexia-Dosis vom 350 mg retard am Tag auf 0 runter und nehme nur wenn ich Schmerzen habe die Schmerztablette von Palexia 50 mg. Das benötige ich aber wirklich äußerst selten, vor allem wenn ich nicht trainieren konnte. Verordnet wurde mir das Zeug nach einer erfolglosen OP am LWK 3/4 und nebenbei gleich für den nicht operierten BSV LWK 5/S1. Nun will ich das Zeug aber ganz loswerden.
Ich frage mich, was nun besser ist. Spritzen lassen oder ein anderes Schmerzmedikament ohne Opiat. Hat jemand Erfahrungen? Solltet ihr wissen wollen, wie ich es innerhalb von 2 Wochen geschafft habe mit leichten Entzugserscheinungen, fragt ruhig nach. Ich bin so glücklich, dass ich das Zeug los bin.
Darf ich nur einmalig Oxicodon nehmen, weil meine morgens eingenomme Dosis an Polamedon zu niedrig war
160 Freitag, den 24. November 2017 um 18:35 Uhr
Paola
Ich bin seit Jahren im Programm sogenannte Substitution von Polamedon. Ich bin seit einem Jahr dabei mich selbstständig von Polamedon abzudosieren. Heute habe ich allerdings zu wenig Polamedon und habe aber zwei Oxicodon-Tabletten hier. Kann ich bis morgen früh, wo ich wieder meine gewohnte Dosis an Polamedon nehme, heute Abend eine Oxicodon nehmen, weil ich Entzug habe?? Ich habe viele Erfahrungen mit Drogen, Pola, Methadon, Tabletten etc pp. Aber keine Erfahrung mit Oxicodon. Muss dabei sagen, dass ich Asthma habe, ständig Atemnot habe, und darum die Frage.
Oxicodon absetzen
159 Dienstag, den 21. November 2017 um 09:21 Uhr
Eisröschen
Hallo Charles,
mein Mitgefühl ist mit dir. Ich habe 2016 einen Entzug alleine zuhause gemacht , ohne andere Medikamente. Die Hölle ist nichts dagegen und ich gebe dir Recht. Oxicodon oder Oxigesic ist erstmal eine irre Hilfe, aber dann möchte man nur noch sterben.
Ich wünsche dir alles Glück dieser Erde. Bleib standhaft !!!!!!
Oxycodon
158 Donnerstag, den 16. November 2017 um 23:06 Uhr
Charles
Am 6.11.17 Entzug im Krankenhaus begonnen, mit Hilfe von Suboxone. Die beiden ersten Tage waren trotzdem die Hölle. Die Zeit will einfach nicht vergehen, eine Minute dauert Stunden, der erste Tag fühlte sich an wie ein Jahr. Die eisige Kälte, das Zittern, die Krämpfe und die Beinschmerzen, ohne das eklige Schwitzen nicht zu vergessen machten das Leben zur Hölle, ich habe gefleht, mir mein Morphin wiederzugeben.
Am dritten Tag konnte ich nach Hause, soll aber 12mg Suboxone schlucken, was mir aber nicht gefiel. Ich habe das Medikament am Folgetag nicht mehr genommen, zu groß ist meine Angst, in eine andere Sucht zu stürzen. Das Schwitzen hat sich beruhigt, der innere Schweinehund ist aber geblieben, er raubt mir den Schlaf. Gestern Nacht habe ich von 01.12 bis 03.08 100km mit dem Auto zurückgelegt, um schlafen zu können. Klimaanlage so heiß im Auto eingestellt, ich wurde trotzdem nicht müde. Der innere Schweinehund macht mich nervös, aber viel schlimmer sind die Beine, ich war schon wieder zum Arzt aus Angst ich hätte Herzprobleme, ein Doppler am Herz und den Beinen haben aber keine Durchblutungsstörung gezeigt, das Lesen im Netz hat mich überzeugt, dass dies noch vom Entzug kommt.
Ich war überzeugt, der Entzug wäre nach einer Woche gegessen, Pusteblume, ich spüre was anderes. Seit 2005 haben mir die schlauen Schmerztherapeuten dieses Gift verschrieben, wegen einer kaputten Schulter. Nach 12 Jahren (ich bin nicht der Schnellste) habe ich festgestellt, dass es so nicht weitergeht. Ein Schmerztherapeut, welcher ausschließlich Oxy verschreiben tut, ist meines Erachtens kein Arzt sondern ein Verbrecher, dieser weiß 100% was passiert, und er verschreibt es trotzdem. Weggesperrt gehören solche Leute, das Morphin verschlimmert die Schmerzempfindung, und deshalb wird die Dosis immer mehr gesteigert. Bis auf 600mg hat man mich gesetzt, ich habe es selbst auf 200 zurückgeschraubt, und dann den Entzug gestartet. Wenn man Schmerzen hat, muss die Ursache bekämpft werden, das Morphin macht alles nur schlimmer. Ich hoffe, bald wieder ein normales Leben zu führen, meine Schulter wurde mittlerweile 4x operiert, die Schmerzen bleiben, aber ich werde solange damit leben, wie ich es schaffe, aber Oxycodon werde ich nicht mehr nehmen, es sind keine Smarties sondern Killer.
Ich bin jetzt 50 Jahre, meine zweite Lebenshälfte möchte ich besser leben, das zugelegte Gewicht bin ich am Abbauen, da ich extrem Sportler war, und mit den Problemen kein Sport mehr möglich war, habe ich 30kg zugelegt, 10 sind jetzt wieder weg, die restlichen 20 werden auch weg gehen, aber das Gift werde ich mir nie mehr verschreiben lassen, sollte ein Arzt mir so etwas verabreichen (z.B. nach einer Op) werde ich diesen wegen Körperverletzung verklagen, das habe ich in meinem Geldbeutel vermerkt, und werde es jedem Arzt mitteilen, welcher mich operieren will oder muss. Übrigens hatte ich am 10.10.17 meine 36. Operation.
Teil-Entzug Fentanyl Pflaster
157 Dienstag, den 14. November 2017 um 12:48 Uhr
Milena
Hallo zusammen,
ich nehme jetzt seit noch nicht ganz zwei Jahren Fentanyl Matrix Pflaster. Angefangen habe ich bei 50mkg und bis jetzt bei 100mkg gewesen.
Da ich aber einen Weg gefunden habe, meine Schmerzen in den Griff zu bekommen, versuche ich gerade schrittweise runter zu kommen. Ich bin jetzt von 100mkg auf 75mkg gesprungen.
Am Anfang war alles toll, keine Entzugserscheinungen, nichts, reduziert habe ich am Mittwoch 08.11.17. Seit Sonntagmorgen geht gar nichts mehr, innere Unruhe, Übelkeit, überall Ameisen im Körper, ganz schwere Beine, Dauer-Kälte, Schwitzen, Schwindel und fast unkontrollierte Zuckungen. Ich weiß einfach nicht weiter und komme im Moment gar nicht klar. Ich habe Clonidin 75mg hier und nehme das seit gestern, aber ob das hilft, weiß ich nicht. Ich kann vor allem im Moment nicht arbeiten und das ist das schlimmste!
Habt ihr auch solche Erfahrungen? Wenn ja, was macht ihr gegen die ganzen Symptome?
Morphin abgesetzt
156 Donnerstag, den 09. November 2017 um 10:58 Uhr
Renate
Ich habe seit Mai Morphinpflaster geklebt, runterdosiert und seit 3 Tagen weggelassen. Seit gestern Abend habe ich eine wahnsinnige Unruhe in mir. Ich kann kaum schlafen und fühle mich zappelig. Könnte das ein Entzug sein?
Buprenorphin Pflaster Entzugssymptomatik
155 Sonntag, den 05. November 2017 um 00:01 Uhr
User 89
Hallo liebe Leute,
endlich habe ich es geschafft, gegen meine ausgeprägten Erkrankungen und schweren Symptomatiken Cannabis bezahlt zubekommen. Als ich meine Dosis gefunden habe, war der Tag, an dem ich endlich das nervige Pflaster runter dosieren könnte. War alles kein Problem. Doch jetzt bin ich seit Donnerstag auf 0 Buprenorphin und sobald das Bedrocan nachts aufhört zu wirken, geht die in Ruhe besonders im Bauch los. Es ist schier unerträglich. Da bringt nur ein paar Tage auf die Zähne beißen. Tag 5 ohne Schlaf, wie lange geht das nur noch. Lg
Absetzen von Targin und Oxycodon
154 Donnerstag, den 02. November 2017 um 03:50 Uhr
Daniela46
Hallo liebe Leidensgenossen,
heute ist der 2.11.2017, 3.31 Uhr und ich kann trotz meiner 30 mg Zolpidem nicht mehr schlafen denn ich hatte Tags zuvor meine Targin 5 mg/2,5 früh und abends weggelassen. Nun habe ich den Salat... Enorme, nicht auszuhaltende Entzugserscheinungen. Also nahm ich wieder die kleine blaue und es wird schon besser. Also werde ich die Reduktion erstmal auf 1 Tablette beschränken.
Wie kam ich eigentlich zu dem Zeug? Seit 1989 litt ich an Rückenschmerzen die immer schlimmer wurden, 1994 zog ich nach Köln und 1996 lernte ich einen sehr guten Orthopäden aus Rösrath (Dr. Ayertey) kennen. Das war der erste Arzt der mir sagte, dass ich eine kaputte Bandscheiben L5/S1 habe. Er therapierte mich bis zu seinem Ruhestand mit regelmäßigen Cortison Spritzen etc. Ich kam ohne weitere Medikamente aus.
Ich hatte bis 2010 keine großen Probleme mehr, war frei von Medikamenten und Schmerzen und entschied mich nun für ein 2. Kind. Es ging soweit alles gut bis auf kleine Wehwehchen. 2010 ging auf einmal wieder alles von vorn an. Nur zu welchem Arzt gehen, meiner war ja längst im Ruhestand... Da ich privat krankenversichert war, ging ich in die Mediaparkklinik zu Dr. Simons, ein sehr guter Spezialist auf dem Gebiet. Er erklärte mir, dass die Bandscheibe an dieser Stelle s.o. ausgetreten und ein Nerv eingeklemmt ist. Ich bekam Physiotherapie und Diclofenac. Da es eher schlimmer als besser wurde, empfahl er mir eine OP. Gesagt getan. Es ging wieder bergauf, leider nur für ein paar Monate, es musste ein zweites mal operiert werden. Danach ging es mir soweit ganz gut, viel Sport und vor Allem keine Medikamente!!!
Ich bin mittlerweile nach Sachsen umgezogen. 2015 dann der Schock! Schmerzen, Schmerzen, Schmerzen... Ich musste mir neue Ärzte suchen, war mittlerweile wieder gesetzlich versichert und spürte das schon an der Terminvergabe bzw. überhaupt einen Arzt zu bekommen. Mein Hausarzt verschrieb mir mit Ach und Krach 6 x Physiotherapie und Ibu 800 3mal täglich!!! Das Zeug bekam ich gar nicht runter. Dann endlich ein Termin beim Orthopäden. Anmeldung zum NRT, nach 6 Wochen endlich einen Termin, seither unerträgliche Schmerzen, es zog bis ins linke Bein, könnte nicht mehr laufen.
Der Orthopäde wies mich ins Krankenhaus Hoyerswerda ein. Alle Untersuchungen wurden schnell erledigt. Ich bekam erstmal das normale Spritzenprogramm und Tramadol und Ibu 600 und Pantoprazol 40. Da es nicht besser wurde, schlug man mir eine erneute OP vor, diese wurde dann Anfang Mai 2015 durchgeführt. Es hat alles super geklappt, mir wurde eine neue Bandscheibe implantiert und versteift. Alles Super!, ein Riesen Dankeschön an Dr. Domanja, er ist Spitze auf dem Gebiet!!!
Anschließend ging es zur Reha. Da fingen die Schmerzen wieder an, allerdings andere Symptome. Nach der Reha war ich noch zweimal im Krankenhaus zur Schmerztherapie. Diese brachte gar nichts. Dann würde ich eines Tages per Notarzt eingeliefert, mein behandelnder Arzt im Krankenhaus war leider nicht da. Ich wurde von anderen versorgt und bekam dann außer den Spritzen als Schmerzmedikation Targin 20 mg 3x täglich und Gabapentin 300 mg 3x täglich. Es half. Ich war aber auch auf einmal in einer anderen Welt. Seitdem war ich schmerzfrei und konnte laufen, aber die Nebenwirkungen! Im November 2016 fuhr ich dann nach Sommerfeld zu einer dreiwöchigen Schmerztherapie. Dort sagte man mir erstmal, was ich da für Hammertabletten nehme und diese unbedingt reduziert und in einer gewissen Zeitspanne abgesetzt werden müssen. Ich bekam Panik, dachte an meine Schmerzen...
In der Klinik begann die erste Reduktion, mir ging es so schlecht, Zittern, Unwohlsein, schwere Beine... Ich zog es durch... Noch während der Therapie wurde ich von einem Neurologen begutachtet... Nervenschaden... Wieder zu Hause hatte ich endlich einen Termin beim Rheumatologen nach 1 Jahr!!! Wartezeit. Der Verdacht auf Sakroiliitis bestätigte sich, die Entzündung hatte sich in dem 1 Jahr von der Wirbelsäule bis in den ISG verlagert, dadurch auch kein Gefühl mehr im linken Nein. Dazu kam die Diagnose Morbus Bechterew. Mein Rheumatologe hatte bei der Krankenkasse bereits eine Therapie mit Benepali beantragt und genehmigt bekommen. Zur Akutbehandlung von Schmerzen bekomme ich noch Arcoxia 90 mg, brauche ich aber selten. Ich nehme dann nur noch das Gabapentin, denn ohne dem habe ich kein Gefühl im Bein. Seitdem ich mich spritze, konnte ich nach und nach das Targin herabsetzen, natürlich immer mit den Nebenwirkungen.
Gestern nun wollte ich eben ganz absetzen und das war mein Fehler. Ich werde jetzt auf 1 Tablette pro Tag, also 5 mg herab setzen und mir dann von meiner Schmerztherapeutin die kleinere Dosis verschreiben lassen.
Wenn ich nun zurück schaue, denke ich, dass unser Gesundheitssystem eine große Schuld trägt, dass es so viele Kranke und Abhängige gibt. Auch manch ein Arzt sollte darüber nachdenken, was er verschreibt und vor allem den Patienten aufklären!!!
Manch ein Patient würde wohl auch zum Nachdenken kommen, wenn er wüsste, wie teuer diese Medikamente sind, die dann noch so abhängig machen! Auf Grund dieser ganzen Problematik ist es mir mit 46 Jahren nicht mehr möglich arbeiten zu gehen, dafür haben die Medikamente ihren Teil getan. Ich habe 1,5 Jahre um meine Rente gekämpft und nun endlich erhalten. Liebend gern würde ich wieder arbeiten gehen, aber vieles, was ich gelernt habe in meiner Ausbildung, ist einfach weg. Ich kann mir nichts mehr merken und das sind auch Nebenwirkungen von den Medikamenten!
Ich wünsche allen Betroffenen, alles erdenklich Gute und haltet durch!!! Fragt lieber einmal mehr bevor ihr was schluckt!
Ganz liebe Grüße an Alle! Eure Daniela
Oxycodon Entzug
153 Montag, den 09. Oktober 2017 um 10:35 Uhr
jannis
Hallo,
ich nehme seit 8 Jahren Oxycodon, bis zum Schluss 360 mg erreicht waren. Seit l/2 Jahr bin ich langsam am Absetzen, doch jetzt bin ich bei 30 mg am Tag und es ist die Hölle. Meine Beine schmerzen und ich muss sie immer dehnen, sonst werde ich verrückt, und ich friere und schwitze im Wechsel. Schlafen geht auch nicht mehr und alle Muskeln schmerzen.
Absetzen von Oxycodon
152 Mittwoch, den 27. September 2017 um 11:37 Uhr
Jochen
Hallo,
wie versprochen melde ich mich zurück. Fortsetzung von Beitrag 133 vom 6.Juli.
Ich habe meine Dosis von einmal täglich 40 mg nicht erhöht, da mir klar wurde, dass ich ja auch viele Tage gibt, an denen man keine nennenswerten körperlichen Aktivitäten macht. Allerdings hat mir mein Arzt Oxygesic akut verschrieben. Gibt es in 3 Stärken, 5/10/20 mg. Es ist nicht retardiert! Es wirkt extrem schnell und auch natürlich dadurch relativ stark. 5 mg deshalb weil man ja aufdosieren kann.
Bevor man Opioide absetzt, ist die allerwichtigste Regel, finde ich, so viel Information wie irgend möglich zu diesen Thema einholen. Es gibt sehr viel Information im Net.
Am sinnvollsten fand ich diesen Beitrag:
https://www.eve-rave.ch/Forum/viewtopic.php?f=102&t=28169&sid=44d88114140d0f2abee0fb5f5a9de5aa
Bitte nicht alle Medikamente gleichzeitig nehmen! Sollte aber Jedem logischerweise klar sein. (Das ist zwar ein Drogenforum, aber die dort schreiben, haben am meisten Erfahrung, da sie legale, wie auch illegale missbrauchen und meist schon einige Entzüge hinter sich haben)
Ich habe mich erstmal nur für 2x täglich 150 mg Pregabalin (Lyrica) und Clonidin tagsüber und zum Schlafen 100 mg Doxepin und Quetiapin (Seroquel) entschieden. Steht nicht auf der Liste, wirkt aber stark schlafanstoßend wie Doxepin.
Vorher auf unangenehme Nebenwirkungen/Allergien testen. Da ich leicht überhöhten Blutdruck habe, hatte ich mit Clonidin keine Probleme. ABER Blutdruckmesser unbedingt bei der Hand haben!!
Ja, bei mir haben diese Medikamente perfekt gewirkt!! Keine nennenswerten Absetzungserscheinung. Nach einer Woche Medikamente ausgeschlichen, hatte für ca. 10 Tage danach unruhigen Schlaf, ist jetzt aber vorbei.
Hätten diese Medikamente nicht gewirkt, hätte ich Oxy weiter eingenommen und dann andere ausprobiert.
Nun, das war es. Bin aber wohl eine robuste Person, hatte bei keinem Medikament, das man mir während meines Lebens so verschrieb, nennenswerte NW.
Noch einmal zum Schluss, DAS ALLERWICHTIGSTE VOR DEM ABSETZEN SOVIEL INFORMATION EINHOLEN WIE NUR MÖGLICH !!!
Wünsche Allen viel Erfolg beim Absetzen und hoffe etwas geholfen zu haben!
Zum Schluss, wen es interessiert, Missbrauch durch extreme fahrlässige Verschreibung von Oxycodon war eine der Hauptursachen für die aktuelle riesige Drogenkrise in USA.
http://www.deutschlandfunkkultur.de/opioid-krise-in-den-usa-schmerzmittel-als-einstiegsdroge.1076.de.html?dram:article_id=367796
http://www.zeit.de/politik/2017-08/nationaler-notstand-opioid-krise
Herabsetzung Fentanylpflaster
151 Samstag, den 23. September 2017 um 20:22 Uhr
Gabi
Es gibt leider im ganzen Umkreis keinen Arzt, der Cannabis verschreibt... für die Lebensqualität einer 86jährigen Patientin! Sämtliche Hammermedikamente wären sofort verfügbar.... unfassbar! Erst vor zwei Monaten erfolgte die Heraufsetzung von Fentanyl auf 37, nun einfach mal eben so herunter auf 12,5. Mir fehlen die Worte.
Hilfe bei Reduktion von Opiaten
150 Samstag, den 23. September 2017 um 11:41 Uhr
Harald Zurek
Schon mal was von Cannabis gehört? War auf 27 ml Polamidon. Jetzt 2 ml. Das Aushalten von Schmerzen damit genial. Beruhigt ungemein. Aber ist ja, Vorsicht, Droge.
Nebenwirkung nach Verabreichung von Pethidin
149 Montag, den 18. September 2017 um 10:17 Uhr
Ralph
Aufgrund von mehreren ESWL Behandlung bezüglich eines Harnleitersteins habe ich mehrmals und einmal auch höher dosiert als Schmerzmittel Pethidin erhalten. Der Behandlungszeitraum umfasste nur 4 Tage. Nach der Entlassung am 5. Tag bekam ich plötzlich Angstzustände (Herzrasen und Schweißausbrüche). Ich bemerkte auch Wahrnehmungsstörungen. Diese Symptome sind bis jetzt nach 3 Tagen nur leicht rückläufig. Laut Arzt soll ich noch abwarten.
Frage: Können nach so kurzer Zeit bereits solche Symptome auftreten? Ist damit zu rechnen, dass diese von selbst wieder weg gehen und wie lange würde das dauern? Oder sollte bereits jetzt eine Behandlung erfolgen?
Kommentar zu: 199 Mittwoch, den 09. August 2017 um 11:01 Uhr Malik-2016
148 Donnerstag, den 31. August 2017 um 11:14 Uhr
JJ
"Jetzt habe ich eine Frage: Bis wie viel mg müsste man reduzieren, dass man die höllischen Schmerzen nicht hat, ich bin dankbar auf jede Antwort...."

Das kann man so nicht sagen, da jeder eine individuelle Schmerzgrenze hat. Ich nehme seit 2011 Oxy 60-60-60 (3 Bandscheibenvorfälle + Arthrose im selben Bereich). Möchte gerne ganz davon runter, da ich viel mit Entzugserscheinungen zu tun habe und noch voll arbeite. Obwohl man mir in der Schmerzklinik gesagt hat, dass ich die bis an mein Lebensende schlucken muss. Diagnose 2011 war: max. 1-2 Jahre, dann Rollstuhl!
Dank einer tollen befreundeten Physiotherapeutin, die bei mir schröpft & Faszientherapie macht (wird von der Krankenkasse leider nicht bezahlt), konnte ich im letzten Jahr auf 30-30-30 reduzieren, bei Bedarf mehr. Habe demnächst Urlaub vor mir und werde versuchen (in Abstimmung mit meinem Arzt) noch weiter runter zu kommen. Wenn jemand sagt "das geht nicht", dann erst recht. Er gab mir den Tipp, wochenweise die Dosis zu senken... also 1. Woche: 20-30-30, 2. Woche: 20-20-30, 3. Woche: 20-20-20, usw. Falls starke Schmerzen auftreten, entsprechend den Wert wieder nach oben anpassen. Wichtig ist, in dieser Zeit so wenig Stress und so viel Ruhe wie möglich zu haben, denn Stress verstärkt die Schmerzen. Wo Deine persönliche Grenze liegt, musst Du selber entscheiden.
Auch das Umfeld ist wichtig... für meine Familie z.B. existieren keine Krankheiten, die man nicht sehen kann. Gottseidank ist das in meinem Freundeskreis anders. Ich werde so akzeptiert, wie ich bin, und wenn ich nicht kann, ist keiner böse oder nachtragend. Das ist dann einfach so.
Und zu guter letzt: Du entscheidest, ob Du daran leidest, oder damit lebst! Ich habe mich für letzteres entschieden, auch wenn ich oft leide "wie ein Hund".
Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen. Halt die Ohren steif! Du schaffst das!
Liebe Grüße
JJ
Fentanyl Entzug wegen Wechsel auf Buprenorphin
147 Donnerstag, den 17. August 2017 um 13:23 Uhr
Biggi
Hallo Ihr Lieben ;)
Auch ich schreibe hier momentan sozusagen aus dem Bett unter heftigen Entzugserscheinungen von Fentanyl 75 muh, da eine Umstellung auf Buprenorphin erfolgt...
Ich bin seit 15 Jahren chronischer Schmerz und Fibromyalgiepatient - 49 Jahre alt und seit 8 Jahren auf Btm Medikamente eingestellt, sowie in schmerztherapeutischer Behandlung. Sollte sich zwischendurch ein kleiner Fehler oder Schreibteufel einschleichen, bitte ich dies schon mal vorab zu entschuldigen, da ich momentan außer den schmerzhaften Entzugserscheinungen wie krampfen, ziehen, reißen, Schüttelfrost etc...kaum noch was lesen kann (Handy Display geht gar nicht mehr - zu klein ), sprich also meine Sehschärfe ziemlich beeinträchtigt ist und dazu noch wie beim schlimmsten Heuschnupfen und Schnupfen zusammen unablässig Nase und Augen triefen, was durch erhebliche Niesanfälle unterstrichen wird.
Wobei das wohl erst das Anfangsstadium des berühmten "Affen" ist - ich hoffe, dass das Buprenorphin Pflaster in den nächsten 6-8 Std seine Wirkung ausschüttet.
Mittlerweile habe ich meine Fentanyldosis seit ... Moment ... Kopfrechnen, will auch nicht so ... gestern früh im 8 - das sind jetzt ca. 30 Std? ... weg vom Körper. Heute Vormittag gegen 11 habe ich das Buprenorphin Pflaster geklebt. Sonst durfte ich bei Unterdosierung immer mit Oxycodon 20mg je 3x am Tag aufstocken, bzw wenn die Fibroschübe doch zu heftig wurden, was in letzter Zeit nur noch der Fall ist. Eigentlich ging es mir bei warmer Witterung und beständigem Wetter im Sommer immer recht gut... eigentlich. Wegen der Umstellung darf ich gerade auch absolut kein Oxycodon nehmen, um den aktuellen Entzug wenigstens etwas zu erleichtern - sonst wird das wohl noch schlimmer statt besser. Da ich gegen manische Depressionen zusätzlich noch Citalopram nehme, muss ich ebenfalls mindestens 10 Std damit warten, um ein paar Tropfen Doxepin zu nehmen, da dieses Antidepressivum anders wirkt wie das andere – bi- und trizyklisch.
Was mir ein bisschen hilft, damit wenigstens meine Arme und Beine nicht unkontrolliert zappeln, ist Dopamin, das ich gegen das restless-legs-Syndrom abends nehmen muss. Habe die Dosis jetzt aktuell verdreifacht, nehme also alle 8 Std eine Tablette.
Ibuprofen 800... lache ich drüber, da ich die wie Bonbons schlucken kann und 0 wirken - höchstens als Entzündungshemmer oder dass ich mir meinen eh schon verkorksten Magen noch mehr kaputtmache.
Habe mir auch schon überlegt, ob ich mir nicht nen klitzekleinen Joint drehen soll, um etwas entspannen zu können - Thc wirkt echt gut gegen Schmerzen - aber ich kann mir aktuell nicht mal mit der Stopfmaschine eine normale Zigarette machen. Heute Vormittag habe ich wenigstens noch eine großzügige Runde mit dem Hund geschafft - jetzt wollen die Beine nicht mehr und beim Kaffee machen musste ich schließlich vorhin doch lachen, weil mir beim Schütteln der Milchkapsel das Ding aus der Hand geflutscht und durch die ganze Küche geflogen ist - um anschließend falsch herum eingesetzt zu werden, sodass ich die ganze Sauerei erstmal wegwischen musste.
Je nachdem, mit was ich mich ablenke und auf etwas konzentriere, kann ich den Entzugsschmerzen ein Schnippchen schlagen und sozusagen "ausschalten". Das musste bzw habe ich mir durch die jahrelangen unerträglichen Schmerzen antrainiert - leider schaffe ich das immer nur kurzzeitig. Da "funktioniere" ich nur noch.
Personen ertrage ich im Moment gar nicht um mich herum... Das habe ich aber schon eine ganze Weile und habe das eigentlich auf due Fibro geschoben. Seit ich auf Fenta bin, habe ich ! 50 Kilo ! abgenommen - zähle also zu den wenigen, die davon nicht zunehmen. War auch gut so - ich wog teils 125 Kilo bei 1,73 m Körpergröße - jetzt bin ich auf 75 Kilo runter in knapp 4 Jahren. Heute habe ich noch gar nichts gegessen.
Eigentlich möchte ich schlafen, aber das lässt die Unterdosierung absolut nicht zu, ohne das diese krampfartigen Schmerzen beim Versuch, mich einigermaßen zu entspannen, mir wieder einen Strich durch die Rechnung machen. Mir bleibt wohl im Moment nichts anderes übrig als abzuwarten - vielleicht sollte ich mich in die pralle Sonne legen, damit das Buprenorphin schneller wirkt? Oder gar in die Sauna? Ach ne... Autofahren darf ich ja heute und morgen nicht. Und Gartenarbeit? Zum Ablenken? Dazu ist es wiederum zu heiß und mein Kreislauf zu schlapp und aus den Latschen muss ich nicht auch noch kippen wegen so einer popligen Btm Umstellung.
Erstaunlich, was einem da so alles durch den Kopf geht und man dies auch noch aufschreibt. Ich denke, die nächste Umstellung bzw Entzug mache ich stationär, damit mein Körper mal entgiftet wird... und man dementsprechende Medikamente gegen die Entzugserscheinungen bekommt.
Ich muss sagen, da war mein kalter Alkoholentzug ein Klacks dagegen - trocken bin ich bis heute noch. Das ist 10 Jahre her.
So, jetzt habe ich hier mal einen kleinen Einblick in das Anfangsstadium eines Fentanylentzugs geschrieben - wie gesagt erwarte ich in den nächsten Stunden die Wirkung vom Buprenorphin - viel schlimmer wird es wohl also nicht mehr werden. Im Moment sind meine Schmerzen, also Fibro plus Entzug bei 10 plus angelangt - ohne zusätzliche Entzugsschmerzen schwanke ich dauerhaft zwischen 8 und 9 - also mit Fentanyl. Das war schon mal besser und ich war auf Schmerzstufe 6-7 runter, im Sommer sogar nur noch 4-5 , was für mich als angenehm empfunden wird. Eine Tätowiernadel spüre ich z.B. gar nicht mehr und das Kribbeln auf der Haut wirkt für mich sehr entspannend.
Es ist doch erstaunlich, wieviel körperliche Schmerzen man ertragen kann und diese sogar als angenehm empfindet! Vor 20 Jahren hätte ich z.B. keine 3 Std Sitzung am Stück bei meinem Tätowierer durchgestanden oder hätte mich mit Schmerzstufe 7 schon nimmer gerührt und in ein Loch verkrochen. Ich belächele heutzutage öfters andere Personen, wenn sie mit ihren kleinen Wehwehchen beim Arzt oder Therapeuten klagen - mein Therapeut verzweifelt schon an mir, weil ich ihm nicht sagen kann, ob es wehtut oder ob das von der Fibro kommt. Ich muss lachen, wenn mir jemand erzählt, der Arzt habe ihm Tramadol oder Valoron verschrieben - und denke mir "man du Jammerlappen".
Chronische Dauerschmerzen und Fibromyalgie machen einen anderen Menschen aus einem - einen Menschen, der jahrelang auf Unverständnis stieß und nicht ernst genommen wurde, weil man einem nicht ansieht, das man solche Qualen erleidet. Es ist ja nichts kaputt in dem Sinne ! ...bis auf mein Gehirn ;) - welches die Schmerzen nicht mehr abschalten kann und natürlich die dazugehörigen Nerven, die diese Signale an mein Oberstübchen senden.
Oft ist es die Ignoranz anderer, die uns Schmerzpatienten am schwersten zu schaffen macht. Worte wie "stell dich nicht so an" oder noch besser "Simulant" (musste ich mir auch schon von diversen Gutachtern anhören) machen uns noch kaputter als wir schon sind - der psychische Faktor spielt bei dieser Krankheit eine sehr große Rolle...
Das Ende vom Lied? Dazu muss ich nur mich selber im Spiegel anschauen... ich bin ein drogenabhängiger Opiat-Junkie geworden, der mal sehr sehr viel Spaß am Leben hatte und ein kontaktfreudiger Mensch war. Nun hängt dieser Mensch - gefangen in der Welt des Schmerzes - in einem Loch, aus dem er gerne wieder rausmöchte ...aber es kein Entkommen gibt :(
Ich wünsche allen Schmerz und Btm-Patienten und Lesern hier einen erfolgreichen Kampf gegen euer Leiden und lasst euch nicht unterkriegen ;) Der Entzug geht vorbei - neues Spiel, neues Glück! Ich versuche jetzt nochmal meine Kaffeemaschine in Gang zu bekommen - ohne dass ich danach die Sauerei putzen muss. Wenn ich jetzt nicht aufstehe, kann passieren, dass das Ipad fliegen lernt :))
Oxycodon ohne Hilfe abgesetzt
146 Mittwoch, den 16. August 2017 um 21:50 Uhr
westermann
Es ist einfach grausam, seit zwei Wochen kaum Schlaf, Schmerzen in den Armen und Beinen. Wann hört das auf? Einfach nur schlimm, wann ist das vorbei?
Oxycodon Entzug
145 Mittwoch, den 09. August 2017 um 11:01 Uhr
Malik-2016
Hi Freunde und Mitleidende ...!!!
Ich bin ungewollt in das Oxy reingerutscht, nach schwerer Schulter OP musste ich Zeit lang starke Schmerzmittel nehmen: anfangend wie üblich Ibuprofen 400 mg, dann 600 mg, nachdem dies nichts mehr half, Novaminsulfon 500 Tabs, danach Tropfen. Danach kam das schreckliche Tramadol, Tropfen 20 mg. Zwei Monate ging es mir gut, keine Schmerzen, super, aber nach einer Zeit half auch das nicht mehr, dann bin ich zum Teufelszeug gelangt, das OXYCODON ....
Da habe ich angefangen bei Bedarf mit 20 mg Tabs, am Anfang bis zu drei Stück, dann immer mehr und mehr, bis zu 500 mg am Tag. Dann merkte ich, dass etwas nicht stimmt, zu viel, habe meinem Arzt gesagt, dass ich Entzug machen will (muss). Jetzt seit Freitag letzte Woche, heute ist Mittwoch, bin ich bei 160 mg am Tag.
Ich wünschte, dass ich niemals dieses Zeug genommen hätte. Leute, Freunde, Finger weg von etwas, was körperlich sowie psychisch abhängig macht. Diese Tage, seit ich hier bin, habe ich leiden müssen wie ein letztes Schwein, mit dreckigen, unvorstellbaren Schmerzen. Ich bin wahrscheinlich auch in einer Suchtklinik, aber keine Ahnung, wie man behandeln muss ... auf einmal haben die mir 220 mg reduziert, dann die nächsten Tage jeden Tag 20 mg weniger, es war die Hölle. Hätte ich einen Feind, dem hätte ich auch das nicht gewünscht, heute am 5. Tag geht‘s mir besser ......
Jetzt habe ich eine Frage: Bis wie viel mg müsste man reduzieren, dass man die höllischen Schmerzen nicht hat, ich bin dankbar auf jede Antwort....
M.f.G. Malik
Methadon Entzug
144 Dienstag, den 01. August 2017 um 18:13 Uhr
Locco
Hallo zusammen,
Ich bin seit März 2014 im Programm. Habe mit 10ml meta angefangen und bin momentan bei 4ml. Ich spiele mit dem Gedanken, die restlichen 4ml in einer Entgiftung auszugleichen. Andersherum habe ich keine Ahnung und trotzdem Angst, was an Entzugsschmerzen kommen kann. Ist das nur Verrücktmacherei oder ist da leider was dran?
Abruptes Absetzen von Levomethasan
143 Dienstag, den 01. August 2017 um 09:47 Uhr
Anonymous
Ich bin seit ungefähr 15 Jahren unter Substitution (Methadon, jetzt L-Polamidon), meine jetzige Dosis ist 15mg/Tag. Was könnte passieren, wenn ich es abrupt absetze bzw. von heute auf morgen nicht mehr einnehme...???
Danke im voraus für eine Antwort
Antwort Scala
142 Montag, den 24. Juli 2017 um 20:57 Uhr
Ben
Zu deinen Fragen. Ich war 10 Tage in der Schmerzklinik zum Entzug. Ist aber von Person zu Person unterschiedlich. Kommt immer darauf an, wie heftig die Entzugserscheinungen werden. Die sind bei jedem unterschiedlich.
Antwort Scala
141 Montag, den 24. Juli 2017 um 20:45 Uhr
Ben
Hallo Scala, ich habe auch für ein halbes Jahr Fentanylpflaster 75 benutzt. Mir erging es genau gleich wie dir. Es löste zum Schluss die totale Lustlosigkeit bei mir aus. Andere Menschen nervten mich nur noch, ich hatte keine Lust mehr Gespräche zu führen war immer müde und träge. Als Schmerzmittel ist das Pflaster natürlich super, aber für mich war es das nicht wert.
Ich bin dann auf Palexia umgestiegen, das war für mich sehr gut verträglich und ich bekam davon eher gute Laune. Eine schmerzstillende Wirkung hatte es bei mir zum Schluss nicht. Das war dann der Grund, dass ich die Opiate komplett abgesetzt habe.
Ich weiß, es ist nicht einfach, auf diese Medikamente zu verzichten, wenn man Schmerzen hat, aber vielleicht findest du ja eins mit weniger Nebenwirkungen. Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du bald wieder ganz gesund bist und komplett darauf verzichten kannst.
Antwort auf Petra, up to date zu Beitrag 133
140 Montag, den 24. Juli 2017 um 11:43 Uhr
Jochen
Liebe Petra,
Ich bin Schmerzpatient und nehme Oxycodon. Ich habe im Laufe der Zeit sehr viel über Opiode gelesen, auch in einschlägigen Foren, Abhängigkeit, Entzug etc.
Habe selbst hier schon einen Beitrag geschrieben (Nr. 133, 6. Juli). Aber als Info für Dich. Tramadol ist an sich ein schwaches Opioid. Aber gerade die Tropfen haben wohl bei manchen ein extrem hohes Suchtpotenzial, aber das weißt Du ja leider selber.
Über Methadon habe ich in den letzten Jahren mehr und mehr negatives gelesen. Generell könnte man sagen, da wird wohl mit Kanonen auf Spatzen geschossen, sofern Deine Tochter das Methadon langfristig zur Substitution bekommen sollte. Denn dann würde Deine Tochter sehr schnell abhängig vom Methadon.
Ein Methadonentzug wird von vielen als der härteste Entzug angesehen, härter als zum Beispiel vom Heroin. Warum? Wegen der langen Halbwertzeit (Wirkung) von Methadon. Im allgemeinen dauert ein körperlicher Entzug 5-8 Tage, also die härteste Zeit. Bei Methadon bis zu 3 Monaten. Allerdings ist das Absetzen von Tramadol im Einzelfall auch extrem unangenehm, so dass ein vorübergehender Einsatz von Methadon Sinn machen kann.
Aber ich hoffe für Dich und Deine Tochter, dass es nur vorübergehend war.
Deswegen meine Frage an Dich, bekommt sie es noch immer oder hat man die Medikation verändert? Ich hoffe man hat!
Alles Gute an Euch !

Noch zu meiner persönlichen Fortsetzung, ich bin bei den einmal täglich 40 mg (das 24 Stunden Oxycodon Präparat v. Beta ) geblieben. Habe also nicht auf 80 mg erhöht! Ich fand mit Oxygesic akut 5 mg eine gute Ergänzung für Situationen höherer körperlichen Anstrengungen und damit verbundenen starken Schmerzen.
Ideale Lösung, denn in solche Situationen komme ich vielleicht 1 bis 2 mal die Woche. Oxygesic akut sind Kapseln, gibt es in 5, 10 und 20 mg. Man kann sie nicht brechen! Deshalb am sinnvollsten, sich die 5 mg verschreiben zu lassen, zur Not kann man ja auch 2 auf einmal nehmen.
Fentanyl absetzen
139 Sonntag, den 23. Juli 2017 um 17:57 Uhr
Scala
Hallo,
ich nehme nach Strahlenbehandlungen wegen Knochenmetastasen seit gut 1 1/2 Jahren Fentanyl, 56µg alle 60 Stunden.(War auch schon einmal auf 75µg).
Ich fühle mich immer schlechter damit. Schlafe sehr schlecht, kann morgens nicht aufstehen, bin müde, traurig, antriebslos, habe null Lust auf Sex, fühle mich unruhig bis angstvoll, mir tun die Gelenke sehr weh und ich hab tagsüber wie nachts Schweißausbrüche. So kenne ich mich nicht!
Ich möchte Ende August ein Referendariat beginnen. Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Chance in meinem Alter und trotz Krebserkrankung noch bekomme und bin total motiviert und freue mich. Aber nun habe ich Angst, dass ich das wegen der Nebenwirkungen des Fentanyls nicht schaffe und überlege, vorher noch einen Entzug zu machen.
Macht das Sinn? Wie lange dauert so ein Entzug im Krankenhaus und ist man danach wieder fit? Ich hätte bis Arbeitsbeginn jetzt noch ca. 4-5 Wochen Zeit.
Vielen Dank für eure Einschätzung und eure Antwort.
Antwort
138 Mittwoch, den 19. Juli 2017 um 21:56 Uhr
Ben
Kenne mich da leider auch nicht so aus. Unter folgendem Link gibt es Infos zum Thema Methadon.
https://www.suchtmittel.de/info/methadon/
Tramadolentzug mit Hilfe von Methadon
137 Dienstag, den 18. Juli 2017 um 12:07 Uhr
Petra Wagner
Guten Tag,
ich habe eine Frage...
Meine Tochter wurde mit einer schweren Tramadolabhängigkeit in eine Klinik zum Entzug eingeliefert. Nun bekommt sie dort Methadon statt Tramadol. Verschlimmert dies die Sucht nicht noch?
Für Antworten wäre ich dankbar.
Eine besorgte Mutter....
Opiate
136 Sonntag, den 16. Juli 2017 um 20:50 Uhr
Ben
Hi Leute, ich muss noch was ergänzen. Ich denke, wer Schmerzen hat und Opiate dabei helfen die Schmerzen zu lindern, der kann diese auch mit gutem Gewissen konsumieren. Immerhin werden bei normalem Konsum keine Organe geschädigt. Falls Opiate aber nicht mehr helfen oder Nebenwirkungen verursachen oder der Konsum immer höher wird, sollten diese sehr schnell abgesetzt werden.
Wie unten beschrieben, habt keine Angst vor dem Entzug und macht es mit ärztlicher Unterstützung oder wie ich in einer Schmerzklinik. Wer Opiate nicht missbräuchlich eingenommen hat und diese nur zur Schmerzbekämpfung konsumiert, hat meistens auch nur geringe Entzugserscheinungen. Viel Erfolg beim Entzug.
Entzug in Schmerzklinik
135 Sonntag, den 16. Juli 2017 um 17:51 Uhr
Ben
Hallo zusammen,
nach drei Bandscheiben-Operationen und chronischen Rückenschmerzen nahm ich vier Jahre lang täglich Opiate, zuletzt 3x täglich 100mg Palexia. Da ich trotz Opiaten Schmerzen hatte und mir das Medikament nichts mehr gebracht hat, habe ich mich zu einem Entzug entschlossen.
Ich bekam durch meinen Hausarzt sehr schnell einen Termin in einer Klinik, in der Schmerztherapien angeboten werden. Dort wurde zuerst das Palexia runterdosiert, bevor es komplett abgesetzt wurde. Zusätzlich wurden einem neue Möglichkeiten gezeigt, wie man Schmerzen lindern kann, und man bekommt alternative Medikamente, um die Schmerzen zu lindern. Nachdem ich das Palexia komplett abgesetzt habe, erhielt ich das Ersatzmedikament Clonidin. Dieses habe ich nur bei Bedarf selbstständig eingenommen, um die Entzugserscheinungen zu lindern.
Der Entzug war wirklich sehr milde, ich hatte einige Tage einen schlechten Schlaf und Gliederschmerzen. Ich kann einen Entzug in einer Schmerzklinik nur empfehlen. Ich habe mir das ganze viel schlimmer vorgestellt. Ich bin sehr froh, dass ich den Schritt gewagt habe. Die Schmerzen habe ich im Moment mit alternativen Methoden und viel Bewegung und Sport relativ gut im Griff.
Opiatentzug
134 Sonntag, den 09. Juli 2017 um 14:00 Uhr
METHADON
Hallo,
ich nehme jetzt genau wieder 10 Jahre Opiate. Angefangen hat alles vor 20 Jahren mit Tilidin. Ich neige von Haus aus zu Depressionen usw., aber als ich das 1. Mal Opiate nahm, war das ein Schlüsselerlebnis für mich: die Depression war auf einen Schlag weg, ich war plötzlich motiviert, stand morgens gern auf und das Leben brachte Spaß... Natürlich nur, solange ich meine Opiate nahm.
Es folgte eine erste kürzere Sucht-Episode, die ich ohne externe Hilfe überwand. Danach lebte ich substanzfrei und gesund, machte Sport usw., tat Dinge, die mich glücklich machten etc...
Dann kam ich aber in die Schlussphase meines Studiums: Stress, Druck etc., dazu kamen wieder Depressionen. Ich erinnerte mich an die Opiate zurück, die mir damals so gut geholfen hatten. Also ab zum Arzt, erst Tilidin, dann Tramadol. Als der Arzt mir nicht mehr genug verschrieb für meinen stetig steigenden Bedarf, fand ich "Alternativen" zur normalen Beschaffung.
Eine Bekannte half mir einmal durch einen Engpass, als ich nichts mehr hatte mit ihrem Methadon. Ich nahm sehr, sehr wenig, da das Zeug absolut hoch dosiert ist und dazu extrem stark. Nichts für unerfahrene Konsumenten und erst recht nichts zum selbst probieren!! Trotzdem nahm ich ein paar Krümel. Die Wirkung war toll. Fast wie früher beim ersten mal Tilidin...
Irgendwann war ich dann abhängig von Methadon. Ich ging zum Arzt, er riet mir zum Methadonprogramm. Plötzlich war ich mit ganz vielen richtigen Junkies in einem Methadonprogramm!! Na, super gemacht!!!
Das Methadon machte mich phlegmatisch, müde, entscheidungsschwach und träge. Mit der Zeit ließ ich mich gehen. Ich verlor meinen Arbeitsplatz, es ging mir immer schlechter und ich fand einfach keinen Ausweg.
Anfang des Jahres dann der Entschluss: "DU MUSST HIER RAUS!" Seitdem schrittweises abdosieren. Das dauert Monate. Es zermürbt.
Ich möchte inzwischen nur noch clean sein, traue mich aber nicht, von 90 mg Methadon kalt zu entziehen. Die Dosis ist nämlich noch immer recht hoch. Gesundheit ist eingeschränkt. Ich habe seit der Methadoneinnahme vor etwa 8 Jahren extrem zugenommen: ca 50kg!!!
Inzwischen achte ich wieder auf mich und möchte rundum gesund werden. Daher ernähre ich mich gesünder, reduziere mein Gewicht und möchte unbedingt von diesem Dreck weg. Ich habe die letzten 10 Jahre nonstop Opiate konsumiert, oft HOCH DOSIERT! Aber nun kriege ich schon bei geringen Mengen Nebenwirkungen wie Herzrasen usw...
Mein Arzt betreut viele schwerkranke Junkies und ich habe manchmal das Gefühl, er nimmt meine Sorgen und Bedenken nicht wirklich ernst. Klar, der sieht Leute, die trotz Hepatitis C munter Alkohol trinken und Drogen konsumieren. Und die leben immer noch. Und dann kommt so ein 'Normalo' daher, der bis auf die Übergewicht-bedingten Symptome wie Bluthochdruck, Harnsäureüberschuss usw. noch 'relativ gesund' (RELATIV!!!) ist.
Aber ich habe einfach Angst, das Zeug zu nehmen. warum, weiß ich nicht genau. Ich neige IN DER REGEL auch nicht zu Einbildungen (--> "Hypochonder"). Wenn ich nach Plan abdosiere, brauche ich noch ca. 3 Monate. Ich will aber gar nicht mehr.
Mein Arzt lässt mich maximal 10mg pro Woche reduzieren. Ich habe in der Praxis einen anderen Patienten kennengelernt, der hat von 80mg kalt entzogen. Der war nach 2 Wochen wieder halbwegs fit.
Naja, mal schauen, wie es läuft...
ALLES GUTE!
Oxycodon Reduzierung v. 240 auf 40 mg
133 Donnerstag, den 06. Juli 2017 um 19:14 Uhr
Jochen
Möchte mal Vielen, die planen eine Oxycodon-Reduzierung zu machen, etwas Positives auf den Weg geben. Zum einen schreiben sehr oft Leute, die extreme Probleme mit dem Entzug haben, in Foren wie diese. Andere, mit deutlich weniger Problemen, halten es für nicht nötig. Bei der Menge von BTM-Verschreibungen gibt es auch davon sicherlich viele. Würde mich wundern, wenn ich der Einzige wäre.
Zu meiner Geschichte:
Vor 9 Jahren bekam ich, jetzt 57 Jahre, sehr starke Kreuzscherzen. Muss noch sagen, dass ich immer ein sehr körperlich aktiver Mensch war und bin.
Damals betrieb ich mit Begeisterung Walking oder relativ schnelles Wandern. Definitionssache. 35 km an einem Tag war keine Seltenheit, zumindest in relativ ebenem Gelände.
Dann begann das Problem, Rückenschmerzen. Zuerst noch erträglich, 3-5 km wandern, 20 Minuten Rast. Schmerzen weg, also weiter in diesem Takt.
Nahm IBO 800 und es wurde für eine Weile besser. Aber Ende vom Lied. 20 Minuten gehen, 20 Minuten sitzen.
Doc verschrieb mir Tilidin 200/16. Schmerz gut terminiert und die Pillen machten mich zum "Duracell-Männchen". Nahm bis zu 500 mg, aber nur bis zum frühen Nachmittag, sonst hätte ich nicht schlafen können, so wach machten sie mich.
Dann kam es zu einer Veränderung in meinem Leben. 2 Jahre nach der ersten Einnahme vorübergehender Umzug nach USA. Dort gibt es keine Tilidin, also nahm ich auch keine mit. Hatte keinerlei Absetzungserscheinungen. Wusste gar nicht, dass es bei Tilidin sowas gibt.
Naja, nach ca. 4 Wochen Eingewöhnungszeit in USA zum Orthopäden gegangen mit Unterlagen wie MRT und Medikamenten-Verschreibungen. Der rechnete Tilidin einfach in Oxycodon um und ich bekam 2x20mg pro Tag. Bei Oxy derselbe Effekt, unglaublicher Antrieb, zuverlässige Schmerzbeseitigung. Nahm beide am Morgen und Mittag.
Kam nach 2 Jahren nach Deutschland zurück. Über die Jahre Dosissteigerung auf 240 mg bis vor 4 Wochen. Selbst bei der Dosis keine negativen Nebenwirkungen, noch nicht mal Verstopfung.
Nun, gerade mal 57 und bei 240 mg, wohl nicht so gut für die Zukunft. Außerdem steht ab Oktober 6 Monate, teils beruflich, teils zum Spaß Reise nach Australien und Neuseeland an. Sprach mit meinem Doc und der schlug mir vor, die 6 Monate ohne Opiate versuchen zu überstehen. Mit den zwar wesentlich ungesünderen Nicht-Opiaten. 6 Monate sind ja eine überschaubare Zeit und alle 2 Monate Blutwerte kontrollieren etc..
Naja, war neugierig und habe vor 4 Wochen systematisch mit reduzieren angefangen. Alle Medikamente, die bei einem Entzug helfen, sind da. Doxepin, Seroquel, Clonidin, Lyrika und Lorazepam. Bin seit 4 Tagen bei 40 mg einmal täglich von Beta. Wirken 24 Stunden. Neu auf den Markt.
Befinden: Rückenschmerzen kamen natürlich zurück und Antriebsschwäche.
Hatte ich bereits vor der Einnahme der "Wunderpillen" Tilidin und Oxycodon öfters, allerdings nur im Winter. Ja, Wunderpillen, keine Ahnung, wieso manche Leute sie als Teufelszeug bezeichnen. Vor allem ohne wirklich konkrete Hinweise.
Okay, ich weiß aus einschlägigen Foren, dass der "Entzug" von 40 auf Null so schlimm sein kann, als von 240 auf 40. Gut, dann hätte ich gar keine Probleme.
Vielleicht brauche ich ja dann meine 5 oben genannten Helferinnen. Trotzdem stehe ich vor einem Dilemma. Flug ist Ende Oktober. Bis September will ich keine anderen Schmerzmittel als Oxycodon. Wohl Dosis wieder auf 80 erhöhen wegen der Schmerzen und besseren Stimmung. Auf Null gehe ich jetzt mal nicht, da wir für 4 Wochen Besuch bekommen ab Montag. Etliche Aktivitäten stehen auf dem Programm.
Melde mich dann im September/Oktober wieder.
Kalter Entzug von Oxycodon
132 Samstag, den 24. Juni 2017 um 14:54 Uhr
Marion
Heute Tag 23 ohne Oxycodon. Immer wenn ich denke, jetzt habe ich es geschafft, sind wieder die starken Bauchschmerzen, Schwitzen und die zeitweise innere Leere zu empfinden. Das Übelste am Kalten Entzug sind die täglichen Durchfälle. Statt 120mg Morph habe ich es in der Klinik bis auf 50 mg runter in zehn Tagen geschafft. Dafür gab man mir dann Oxycodon. Jetzt war ich soweit, um es zuhause mit meinem Mann zu wagen, das Oxycodon durch teilen und wieder teilen, bis man nichts mehr teilen konnte. Von da an habe ich einfach nichts mehr genommen.
Insgesamt hat das Reduzieren 10 Tage gedauert. 14 Tage nun ganz ohne Oxycodon. Ich fühle mich so schlapp und energielos, habe starke Bauchschmerzen. Aber das Glücksgefühl, das ich ab und an habe, ist einfach genial und ich fühle mich so unendlich wach.
Palexia
131 Samstag, den 24. Juni 2017 um 14:03 Uhr
Trixie
Heute ist der dritte Tag meines Entzugs. Höchstdosis war 150-150-150. Seit einem Jahr runter auf 100-100-100. Die Nebenwirkungen ließen nur gering nach. Vor allem belastete mich der Schüttelfrost, gleichzeitiges Schwitzen. Damit verbunden Vorhofflimmern, das durch das Verkrampfen beim Schüttelfrost ausgelöst wird. Ich habe eine Reizleitungsstörung im Herz.
Der Schüttelfrost tritt schon auf, wenn ich mich umziehe und ein kühles Stück Hose mein Bein berührt. Ich hab bei 34 Grad erst die Heizdecke im Bett angemacht, das ist doch verrückt. Ich will einfach nur weg von dem Zeug.
Habe jetzt reduziert auf 4x50 mg. Bisher Hitzewallungen, morgens etwas Übelkeit und Durchfall. Ich hoffe, ich halte durch. Habe aber auch Angst vor Depressionen, denn dagegen hatte mir Palexia geholfen.
Viel Erfolg euch allen und liebe Grüße
Palexia
130 Dienstag, den 20. Juni 2017 um 12:17 Uhr
Sylvi
Hallo ihr Lieben,
ich habe mich nach langem hin und her entschlossen, die Einnahme vom Medikament Palexia retard 150-50-150-0 abzusetzen. Ich nehme das Medikament seit 10/2015 auf Grund eines erneuten Bandscheibenvorfalles und Narbengewebe im operierten Nerv des LWK 3/4. Ich bin nach Targin, Tilidin und Fentanylpflaster in einer Schmerztherapie auf Palexia umgestellt worden, da ich mit Fentanyl andauernd kurz vorm Darmverschluss stand. Dieses Medikament hat mir bis heute sehr gute Dienste geleistet.
Seit einiger Zeit benutze ich täglich ein Tens-Gerät. Meine Schmerzen sind fast auf Null und ich kann nicht mehr einschätzen, ob ich die Palexia in der Dosis oder überhaupt noch brauche. Ich habe also heute Morgen die 150 mg und Mittag 50 mg weggelassen. Zur Not habe ich aber noch 50 mg Palexia akut, die ich im Notfall nehmen kann, welche aber keine Retard ist und sie wirkt ca. 4 Stunden. Ich habe schon ein bisschen Respekt vor den Entzugserscheinungen, die andere User hier geschrieben haben. Noch habe ich ja ausreichend Wirkstoff in mir.
Ich hoffe, ich bekomme das alles gut in Griff. Ich werde bald erneut operiert und sollte die OP keinen Erfolg bringen, wird ein Schmerzschrittmacher eingesetzt. Ich erziele gute Ergebnisse mit dem Tens und hoffe, dass ich endlich die Tabletten los werde. Ich halte euch auf dem Laufenden. Heute ist Tag 1 vom Rest meines Lebens
Tramadol Entzug
129 Dienstag, den 06. Juni 2017 um 11:25 Uhr
hgwells
Ich habe +/- 7 Jahre Tramadol genommen (2 x 100mg retard am Tag). 4 Monate her habe ich dann abgebaut bis 0. Nun bin ich seit 6 Wochen komplett Tramadol-frei. Ist hart, aber möglich. Habe nie etwas anderes genommen, aber es ist fast so hart wie aufhören zu rauchen... Seit dem Stopp nehme ich manchmal Valium (Diazepam) 1 mg (eine ultrakleine Dosis). Das hilft.
TILIDIN
128 Samstag, den 13. Mai 2017 um 04:05 Uhr
Tina S.
Hallo!!
Ich kann euch sagen, dass Tilidin das schlimmste ist was es gibt...Oder der Entzug davon... Ich lag aufgrund HWS-Vorfall im Krankenhaus, dort setzten die Ärzte mich sofort auf Novalgin um. Das war der aller größte Fehler überhaupt. Wieder zuhause ging es sowas von rapide bergab, schrecklich. Man hätte es langsam absetzen müssen... Ich frag mich was das für Ärzte sind..
Naja, jetzt liege ich seit 3 Tagen in einem anderen Krankenhaus und mache hier einen heftigen Entzug durch. Ich wollte gar nicht glauben, dass es ein Entzug sein soll. Es fing mit Erbrechen und Herzrasen an. Weiter kamen die Panik-Attacken.
Ich bin freiwillig in die Notaufnahme gefahren. Ohne Krankenhaus hätte ich es nicht geschafft. Habe jetzt 3 Tage am Tropf gelegen. Langsam geht es vorwärts. Vomex A hilft gut gegen Erbrechen, Schwindel und Übelkeit.
Ich habe das Dreckszeug wirklich nicht lange genommen, 1.5 Monate je 100 mg morgens und abends... Dieses Medikament sollte verboten werden.!!!
Entzug von Hydromorphon
127 Mittwoch, den 26. April 2017 um 23:12 Uhr
Matthias
Hallo,
nach minutenlangem Lesen vieler Replies auf das Thema fühle ich mich aufgefordert, meinen Senf zu diesem Thema abzugeben.
Zu mir:
Seit meinem 19.Lebensjahr leide ich an einer chronischen Pankreatitis, ich bin mindestens einmal im Jahr aufgrund der unaufhaltbaren Schmerzen auf die Intensivstation gekommen für etliche Tage. Da die Ursache bis vor 6 Jahren nicht geklärt werden konnte oder zumindest nicht wurde bin ich erst sehr spät in eine Schmerztherapie gegangen, tatsächlich habe ich fast 14 Jahre lang den immer stärker werdenden Schmerz ausgehalten oder habe versucht mit leichten Mittel wie Iboprofen / Buscopan entgegen zu wirken.
Dementsprechend war ich unzählige Male in diversen Krankenhäusern, bevor ich an den Schritt zur Schmerztherapie gedacht habe. Tilidin war das Initial-Medikament, 2 Jahre und eine in absurd hochgesteigerte Tagesdosen später habe ich in einem Krankenhaus perfekt entzogen, indem ich quasi 4-5 Tage schlafen geschickt wurde. Ich habe keine Bekanntschaft mit Entzugserscheinungen gemacht und bin nach 12 Tagen relativ easy nach Hause gegangen. Der Grund für diese Aktion, nämlich die danach erfolgte Umstellung auf Buprenorfin Pflaster, war düster. Ich reagiere allergisch auf BTM-Pflaster, bekomme ziemlich heftige und schmerzvolle Ausschläge, und dadurch kommt der Wirkstoff nicht durch die Haut.
Meine andauernden Schmerzen verlangten aber nach einer Alternative. Hydromorphon, nach 2 Jahren war ich auf 24mg morgens, mittags, abends eingestellt. Palladon 2,6mg bei Schmerzspitzen.
Diese Dosis habe ich 2 Jahre täglich bekommen, bis ich die Entscheidung getroffen habe zu entziehen, aus diversen persönlichen Gründen, obwohl ich keine Alternative in Petto hatte.
Diesen Entzug habe ich kalt gemacht, also von dieser Dosis auf 0.
Den ersten Tag habe ich nichts gespürt, der zweite Tag war Anfang des Übels, Schweißausbrüche, Nervosität, Ruhelosigkeit. Ab dem dritten Tag waren die befürchteten Entzugsschmerzen da, vor allem in den Beinen. Wirklich furchtbar. Am 4. Tag habe ich Lyrica genommen, um die Erscheinungen abzumildern, mit Erfolg. Zwar hatte ich Nebenwirkungen von Lyrica, weil ich da von 0 auf 800 bzw 1000mg gegangen bin, ohne das Medikament zu kennen. Zum Schlafen habe ich Doxepin genommen, oder aber Zopiclon, wobei Doxepin eher geholfen hat länger zu schlafen.
Alles in allem hat sich das Blatt am 6.Tag gewendet. Ab dem 7. Tag sind die Entzugserscheinungen von Tag zu Tag verschwunden. Am 10. Tag war ich in der Lage wieder unter Leute zu gehen ohne dass man mir etwas angemerkt hat. Das Lyrica habe ich nur 4 oder 5 Tage genommen.
Das alles habe ich nicht in Absprache mit dem Hausarzt oder Schmerztherapeut getan, von daher möchte ich mich nicht dafür einsetzen, dass ein kalter Entzug von Vorteil ist. Ich habe mich so entschieden, da unterm Strich der Entzug auf wenige, dafür härtere Tage begrenzt ist. Einen Entzug auf Raten durch Reduzierung hätte ich nicht durchgehalten, das weiß ich. Die Versuchung ist mir zu groß gewesen.
Ich wünsche allen Betroffenen alles Gute, ein Entzug ist zu schaffen, so oder so, eine Anleitung wie es perfekt und ohne Schmerzen/Streß/Leid geht gibt es nicht, meiner Meinung nach.
LG Matthias
Fentanyl absetzen
126 Dienstag, den 25. April 2017 um 10:58 Uhr
Ali Alicante
Bin zwar kein Arzt, habe aber mehrjährige pflegerische Erfahrung, auch Erfahrungen mit Opiatentzügen.
@Petra Ziegenhorn: Spontan scheint mir, ohne die genauen Hintergründe zu kennen, ein Fentany-Entzug bei einer 92-jährigen Dame generell als nicht unriskant. Die Aussage, es würde sich ausschließlich um Nachfolgesymptome der OP handeln, halte ich für spekulativ und solch eine Abgrenzung ist aus meiner Sicht auch nicht haltbar. Selbstverständlich kann Ihre Mutter auch längerfristige und erhebliche Nachwirkungen des Fentanyl-Entzuges aufzeigen. Ich halte eine umgehende Konsultation bei einem Schmerztherapeuten für angebracht. In diesem Alter sollte man doppelt und dreifach vorsichtig sein. Schon für einen jungen Menschen ist ein Opiat-Entzug i.d.R. eine erhebliche Belastung.
Absetzen v. Opiaten
125 Dienstag, den 25. April 2017 um 10:49 Uhr
Ali Alicante
Zum Absetzen von Opioiden haben sich verschiedene Medikamente als günstig bewährt. Während der Einsatz von Benzodiazepinen wegen des erheblichen eigenen Suchtpotentials sehr genau kontrolliert werden muss, kommen im Wesentlichen als "off label" Gebrauch auch Medikamente wie Clonidin bzw. Gabapentin oder Lyrica infrage. Diese Medikamente haben schon vielen Betroffenen ganz erhebliche Vorteile beim Opioid-Entzug gebracht.
Fentanyl-Pflaster absetzen
124 Montag, den 24. April 2017 um 20:34 Uhr
petra ziegenhorn
Meine Mutter (92 Jahre alt) hat seit 6 Jahren Fentanyl-Pflaster alle 72 Stunden kleben müssen. Nach einem Sturz und folgender OP am Oberschenkelhals wurde von Ärzten der Unfallklinik Fentanyl von heute auf morgen abgesetzt. Seitdem leidet sie unter Verwirrungen und nächtlichen Angstattakken, die leider nicht besser sondern immer schlimmer werden. Die Ärzte behaupten, das läge nicht an der Wegnahme von Fentanyl sondern sind Nachwirkungen der OP und Narkose. Was ist richtig? Wenn ich den Artikel lese, zweifle ich an der Aussage der Ärzte sehr.
Morphin Höllen-Entzug
123 Samstag, den 22. April 2017 um 19:41 Uhr
Mirjam
Ihr habt alle relativ geringe Dosen Morphin. Ich nehme seit 12 Jahren Opiate, genau genommen bin ich substituiert im ZFS und mittlerweile habe ich eine Dosis von 1000mg Morphin pro Tag. Diese Dosis nehme ich seit zwei Jahren. Alles so weit gut, nur hat sich durch den anhaltenden Morphin-Konsum ein Krebsgeschwür in meinem Magen entwickelt. Das wiederum ließ meine Magenwände reißen (Magenwanddurchbruch) und jetzt kann ich seit gestern gar kein Morphin mehr zu mir nehmen hier im Krankenhaus.
Das Sevre-long (Morphinretard-Medikament) war der Auslöser meiner doch sehr schmerzhaften Magenkrankheit, aber die Hölle, die ich jetzt erleben muss, ist beinahe unerträglich. Das Schreiben ist schwierig, denn die Nase läuft, die Tränen laufen übers Display meines Handys und der Krämpfe in den Beinen wegen schreie ich immer wieder laut auf. Manchmal kommt eine Schwester und bringt mir Säureblocker und durch die Infusion bekomme ich eine Art Schmerzmittel, was aber nicht hilft und auch kein Opioid ist.
Acht Jahre hatte ich eine echt schlimme Beziehung, wurde nur ausgenutzt, der Mann hat mich ruiniert, körperlich, finanziell, seelisch, aber das Gute, ich konnte mich freikämpfen von ihm, und ja, das war wirklich ein Kampf, wie ich ihn noch nie zuvor hatte, und seither geht‘s nur noch bergauf. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass ich diese Hölle auch überstehe, denn mir wurde versichert, dass wenn es gar nicht mehr geht, dass man mich dann ins künstliche Koma legt und ich somit den Entzug, obwohl das Wort Hölle es besser trifft, verschlafen wird.
Ach krass, diese Schmerzen, kein Mensch, der sowas nicht kennt, kann je erahnen, was für abartig abgrundtief krasse Schmerzen ein Mensch erleiden/ertragen kann. Ich wundere mich, dass ich noch lebe, ganz ehrlich, und sollte ich das überleben, dann habe ich vor nichts mehr Angst, denn noch schlimmeres kann es meines Erachtens nicht geben, sogar Overdose ist gnädiger.
An alle Entzügigen, Kopf hoch, ihr schafft das und alles kommt gut, aber lasst die Finger davon, sonst fängt der Höllenritt von vorne an und ihr könnt das Schwein satteln und mit ihm durch die Hölle reiten!!!
Morphin Entzug !!!! Qualvoll !!!!
122 Freitag, den 21. April 2017 um 03:20 Uhr
Olli
Hallo Liebe Leute...
Ich bekam, als ich 14 Jahre alt war, immer wieder starke Schmerzen im LWS Bereich. Mit 16 dann der Schock: Bandscheibenvorfall. Ich bekam im Krankenhaus aufgrund meines jungen Alters nur sehr geringe Schmerzmittel, musste viel Wasser und Trocken-Gymnastik machen dann nach etlichem Leiden wegen Rückenproblemen und noch zwei weiteren Bandscheibenvorfällen ein Arzt, der mir heute Tilidin verschreibt. Leider half das nicht auf Dauer und ich sprach mit meinem Arzt, der mir aber nichts höheres verschrieben hat. Das ging etliche mal bei etlichen anderen Ärzten so weiter.
Dann kam ich privat an Morphin 200mg. Ich nehme das Zeug seit zwei Jahren und jetzt wird es mir zu teuer und es ist nicht einfach zu beschaffen. Meine Schmerzen waren wie im Wind weggepustet. Nach 4 Jahren Schmerz also aufatmen. Aber jetzt mache ich den kalten Entzug. Es ist die Hölle. Tag 3, kein Schlaf seit der letzten Dosis, es ist höllisch. Kann ich mir was für das schlafen beschaffen, wenn ja wie und wo? Würde ungern mit meinem Arzt reden, sonst bin ich die Tilidin los. Sie helfen zwar minimal, aber es ist die Hölle.
Oxycodon / Morphin Entzug !
121 Freitag, den 21. April 2017 um 02:49 Uhr
Mr. XT
Ich habe früher viel Oxycodon genommen, jeden Tag 80mg Retardtabletten, dann als ich dies nicht mehr bekam, kam ich wiederum an Morphin 200mg ran. Meine Dosis war schnell bei 400mg pro Tag und gezwungen muss ich jetzt durch den Entzug. Es ist Tag 4 und wie in der Hölle. Meine Gelenke tun weh. ich schlafe max. 3 Stunden und das alles, obwohl ich Tilidin zum Absetzen habe, bringen aber nichts :((
BLEIBT STARK
Qualifizierter Oxycodon Entzug in der Klinik
120 Freitag, den 14. April 2017 um 19:18 Uhr
Sylvia
Hallo,
im November 2013 habe ich wegen postoperativer Wundschmerzen Oxycodon auch nach dem Krankenhausaufenthalt verschrieben bekommen.
Die Schmerzen waren gar nicht mehr da. Ich habe das Gefühl genossen, das das Oxycodon auslöst.
Wie gefährlich die dauerhafte Einnahme sein wird, war mir da nicht klar. Die Warnung meiner Tochter habe ich ignoriert, weil ich mich weiterhin so fühlen wollte. Der psychische Schmerz über die Narbe, die die OP mir beschert hat, war real und durch die andauernde Einnahme von Oxycodon betäubt. Das war sehr verlockend.
Das war dann auch die Abwärtsspirale in die Morphin-Sucht. Meine Ärzte haben mir immer neue Rezepte ausgestellt.
Bis März 2017 war ich dankbar, weil ich die Entzugserscheinungen, die ich hatte, wenn ich z.B. die Abendtablette vergessen hatte, nicht mehr spüren wollte.
Jetzt bin ich zur Entzugsbehandlung in der Klinik, nachdem ich Anfang des Jahres von meiner Ärztin beim Betreten der Praxis vor allen sehr unfreundlich und demütigend behandelt wurde. Ich saß weinend in der Praxis und kam mir so dumm vor, konnte aber auch nicht für mich einstehen, weil ich auf ihr Wohlwollen angewiesen war.
Da habe ich die Entscheidung getroffen, endlich frei werden zu wollen.
Nun bin ich in der Klinik und hatte am zweiten Tag und in der Nacht hier fast unerträgliche Entzugserscheinungen. Ich habe weinend, am ganzen Körper zitternd und vollkommen verkrampft im Schwesternzimmer gestanden. Sie haben mir die vom Arzt verschriebenen Medikamente gegeben, die alle nichts halfen. Die eine Schwester hat beruhigend auf mich eingeredet und mir gesagt, dass ich es aushalten muss und dass es auch wieder besser wird. An dem Abend und in der Nacht wurde es nicht besser. Die Schlaftablette brachte ein wenig Minderung.
Seither geht es mir von Tag zu Tag besser. Heute (fünfter Tag) allerdings geht es mir nicht sehr viel besser als gestern, aber auch nicht schlechter.
Ich werde den qualifizierten Entzug vollständig durchziehen und bin freue mich auf die Freiheit.
Alles Liebe und nur Mut für jeden, dem der Entzug noch bevorsteht.
Sylvia
Oxy Entzug
119 Montag, den 20. März 2017 um 21:51 Uhr
Stefan
Moin,
ich selber bekomme seit Anfang 2015, 30-30-30 Oxycodon, jedoch nehme ich es nur nach Bedarf und Lust ein, kann aber auch nur sagen lieber ohne, aber mit gehts halt besser. Ich kann auch mühelos Pause machen ohne große Entzugserscheinung. Wünsche jedem viel Erfolg bei einem Entzug/Ausschleichen.
Oxygesic-Entzug
118 Donnerstag, den 16. März 2017 um 19:37 Uhr
Pahmina
Hallo,
fast 10 Jahre lang habe ich Oxygesic 20 mg, zuletzt 3 mal täglich, eingenommen. Ich bin Schmerzpatient, habe mehrere Bandscheibenvorfälle, Fibromyalgie, Restless-legs-Syndrom und noch so einige andere Erkrankungen.
Da die Nebenwirkungen von Oxygesic nunmehr stärker waren als der Nutzen habe ich mich, gemeinsam mit meinem Hausarzt, dazu entschlossen Qxygesic abzusetzen. Heute ist Tag 9 des Kalten Entzugs.
Die Entzugserscheinungen sind heftig. Am schlimmsten finde ich diese fürchterliche innere Unruhe und den Schlafentzug. Ich bin nur noch ein Nervenbündel und hoffe auf baldige Besserung. Mein Arzt meinte, es würde Monate dauern, bis der Dreck aus dem Körper wäre.
Allen, die es bereits geschafft haben oder noch dabei sind, wünsche ich ein gutes Gelingen.
Für mich hoffe ich, dass ich es schaffe und nicht rückfällig werde.
Ohne Morphin
117 Mittwoch, den 08. März 2017 um 20:10 Uhr
Petra
Also, ich habe den Entzug im November gemacht, wie schon berichtet, leider hat es doch sehr lange gedauert. Habe gehofft, dass ich das evtl. ohne Schmerzmittel schaffe, ist leider nicht der Fall. Habe zur Zeit Schmerzpflaster, Versatis, leider klappt es nicht so toll, kann nicht richtig laufen, Schmerzen in Händen und Füßen! Werde ab April ins Cannabis Programm gehen, leider, allen anderen drücke ich die Daumen ........
Ich wollte nicht mehr mitspielen
116 Donnerstag, den 02. März 2017 um 23:00 Uhr
TorstenB
Hallo Menschen,
ich habe gerade die letzte Woche es endlich geschafft von den beschissenen Opiaten weg zukommen, welche mich seit Jahren mehr und mehr fertig gemacht hatten, weil ich eine Entscheidung getroffen hatte, mein Leben und das meiner kleinen Familie grundlegend zu ändern und nicht mehr bei dem ganzen beschissenen Spiel mit zumachen, von wegen immer weiter machen, um arbeiten gehen zu können und Geld zu verdienen.
Letztes Jahr wäre ich fast an einer Lungenentzündung drauf gegangen und dies war nur darauf zurückzuführen, dass ich immer meine Schmerzmittel genommen hatte (32mg Hydromorphon täglich), denn ich hatte durch diese abtäubende Wirkung gar nicht mehr mitbekommen, wie mein Körper immer mehr Entzündungssignale sendet und immer schön weiter gemacht, bis ich zusammenbrach, und dies war bis dato leider nicht der erste Fall dieser Art.
Ich bin ein Mensch und wenn dieses beschissene System von mir erwartet, immer wieder Schmerzmittel einzuwerfen, damit meine Arbeits- und Leistungsfähigkeit erhalten wird, nur um schön weiter malochen gehen zu können und Steuern zu zahlen, dann Fuck off!!!
Ich habe nur noch 30% meiner Bandscheiben im Brustwirbelbereich und einen Gleitwirbel im Lendenbereich, so dass jede Arbeit wie auch längeres Sitzen und Heben etc. jedes mal mit unglaublichen Schmerzattacken verbunden sind, so bekommt man dann halt irgendwann harte Mittel, damit es schön weiter geht, doch damit ist jetzt Schluss.
Ich habe eine kleine Tochter und noch eine psychisch kranke Frau und bin nicht bereit, das letzte bisschen Lebensfreude, was mir in Zukunft noch bleibt, durch diesen Dreck kaputt machen zu lassen, besonders die depressiven Phasen und die Stimmungsschwankungen, wenn der Medikamentenspiegel schwankt, haben mich selbst an den Rand der Verzweiflung getrieben.
Meiner Frau konnte ich gar nichts darüber sagen, sie leidet selbst an einer bipolaren Störung und wie kann ich sie dann mit dem Mist noch belasten, sie braucht mich und ich brauche sie, denn sie hat mir durch ihre Stärke im Umgang mit ihrer Krankheit auch gezeigt wie es anders geht.
Wir haben in der BRD alles aufgegeben, unser Haus verkauft und sind jetzt nach Schweden in die Natur gezogen, um einfach von diesem ganzen Wahnsinn weg zukommen, hier hatte ich noch mal Tabletten für 3 Monate mitgenommen, denn so einfach wurde der Start hier auch nicht, jetzt als sich alles eingelebt hatte, habe ich meine Medikamente eine Woche lang reduziert und bin seit 6 Tagen auf Null.
Die Tage waren echt der Horror und in den ersten 5 hatte ich nur 6 Stunden Schlaf, Muskelzucken und Gelenkschmerzen, jetzt ist nur noch Unruhe da und ab und zu Zuckungen in den Muskeln, aber wenigstens kann ich hier den Schmerzen aus dem Weg gehen, denn hier ist keine Arge, die will, dass ich arbeite, und kein Chef, der nervt, keine dummen Nachbarn und Psychotherapeuten, die einem erzählen wollen, dass es korrekt wäre, mit diesem ganzen Wahnsinn als Mensch leben zu müssen.
Wir haben noch Geld für ein Jahr, wie es dann weiter geht, weiß ich nicht, nur eins weiß ich ganz sicher, nie wieder diese Tabletten, lieber falle ich vor Schmerzen wieder um, aber endlich wieder richtig fühlen zu können, dass man lebt, endlich wisder sich so glücklich zu fühlen, wie es die letzten Monate war, das sind auch die Schmerzen wert und hier mache ich halt eine Pause, wenn es mir schlecht geht, und muss nicht so funktionieren, wie es Andere von mir erwarten.
Sicher kann nicht jeder unseren Weg gehen und ich weiß auch noch nicht, wie alles endet, jedoch kann ich nur jedem raten, sich nicht aufzugeben und zu kämpfen und ich wünsche Allen hier viel Erfolg und vielleicht entscheidet ihr euch fürs Leben auch mit Schmerzen, dafür aber mit dem Gefühl, ein Mensch zu sein und nicht ein Arbeitsroboter, der funktionieren muss - Gott liebt euch alle!!!
Torsten
Morphium Entzug
115 Sonntag, den 26. Februar 2017 um 11:43 Uhr
Lilo
Hi,
Ich bin jetzt seit fast 3 Wochen von den Teufelszeug los, es geht mir eigentlich ganz gut, aber die Schweißausbrüche habe ich immer noch... Ich kann nirgends wo hin gehen, innerhalb einiger Minuten bin ich bis auf die Unterhose nass geschwitzt.
Ich nehme auch zur Unterstützung Clonidin und es hilft, das Schwitzen einigermaßen zu Hause im Griff zu haben. Meine Ärztin meint, dass es noch drei bis vier Wochen dauern könnte..
Lg
Hydal Entzug (Morphium)
114 Donnerstag, den 23. Februar 2017 um 19:23 Uhr
Petra
Hallo,
seit mehr als anderthalb Jahren habe ich Hydal 24 mg 2 x täglich zu mir genommen wegen schwerer Nervenbeschädigungen nach einer Krebstherapie. Da ich feststellte, dass die Medikamente nicht ausreichend wirken, habe ich mich entschlossen, damit aufzuhören. Bin von 24 mg zurückgegangen auf 20 mg 2 x täglich. Bin jetzt auf 16 mg.
Muss sagen, einerseits geht es, andererseits habe ich viele Nebenwirkungen wie Angst, Weinen, sehr müde, nicht schlafen können und ganz heftige Schweißausbrüche den ganzen Tag durch. Liege fast den ganzen Tag im Bett und nix interessiert mich. Am meisten machen mir die Schweißausbrüche zu schaffen. Doch muss sagen, bin auf einem guten Weg. Möchte eines eigentlich wissen. Wie lange muss ich noch mit diesen Schweißausbrüchen kämpfen, weil die finde ich am schlimmsten.
Temgesic
113 Donnerstag, den 23. Februar 2017 um 01:56 Uhr
Joachim
Bin seit gut 14 Jahren Schmerzpatient wegen mehrerer HWS OP's mit Versteifung und Psoriasis-Arthritis. Habe daher schon viele Opioide ausprobiert. Zuletzt das Medikament Temgesic. Nun habe ich mich zum Entzug in der Schmerzklinik Krefeld entschlossen, da ich dieses Zeug endlich loswerden möchte. Die Klinik ist super. Man wird rund um die Uhr sehr gut betreut.
Die erste Nacht war erträglich. Nun bin ich in der zweiten Nacht und der Entzug macht sich mit starken Muskel- und Gelenkschmerzen bemerkbar. Bekomme Clonidin. Das hilft einigermaßen. Mal abwarten, was die nächsten Tage bringen.
Morphium Entzug
112 Freitag, den 17. Februar 2017 um 22:21 Uhr
Lilo
Hallo zusammen,
Ich habe seit knapp 8 Jahren 150 mg Morphin zu mir genommen, da ich schon einige Bandscheiben-Vorfälle hatte. Zum Schluss wurde ich versteift und es wurde dadurch immer schlimmer.
Mittlerweile habe ich einen neuen Bandscheiben-Vorfall und am linken Bein einen Nervenschaden. Darum auch das Morphium . Irgendwann habe ich gemerkt, dass trotz der Menge meine Schmerzen immer gleich bleiben und ich mir dachte, wofür nimmst du den Mist eigentlich noch? Die Nebenwirkungen machten mich kaputt.
Somit hatte ich beschlossen, einen Entzug zu machen. Und zwar im Bergmannsheil Krankenhaus in Bochum. Das ganze ging über 10 Tage stationär und ich bin seit Dienstag auf Null. Die erste Nacht war die Hölle, kein Schlaf, ich habe geweint, weil mir alles weh tat, vor allem die Beine... jetzt bin ich seit Donnerstag zu Hause, meine Beine fühlen sich an wie Pudding und mein Körper als wenn ich eine Grippe habe...
Aber ich bin froh, dass ich davon weg bin. Und ich kann das Krankenhaus nur empfehlen.
Lg
Kalter Fentanyl Entzug von 100ug/h am Tag
111 Sonntag, den 05. Februar 2017 um 13:04 Uhr
Robin
Ich habe vor 14 Tagen endlich nach 5 Monaten Fentanyl-Abhängigkeit einen kalten Entzug gemacht. Es wurde jeden Tag ein ganzes 100ug/h Pflaster gelutscht. Aufgrund der hohen Dosis war der Entzug von Fentanyl nicht ohne. Die ersten 8-9 Tage sind die schlimmsten, danach wird es langsam besser.
Die ersten Tage ohne Fentanyl waren so, als ob ich durchgehend auf einem Ameisenhaufen sitzen würde und alles, was ich berührt habe, hat sich wie Schmirgelpapier angefühlt. Trotz 3 Decken und einem Heizlüfter habe ich die ganze Zeit gefroren.
Um die Entzugssymptome zu verringern, habe ich versucht, so viel Cannabis wie möglich zu rauchen, allerdings hat das trotz sehr starkem Konsums gerade mal 5% Besserung gebracht. Vor dem Schlafengehen wurde die erste Woche Doxepin verwendet. Nach 2 Wochen kann ich etwas besser schlafen, aber bin trotzdem noch jede Nacht halb wach.
Morphin Retard Tabletten
110 Samstag, den 04. Februar 2017 um 16:33 Uhr
Pain31
..seit einiger Zeit nun, ca. ein Jahr, nehme ich Morphin Tabletten, den Grund bzw. Auslöser möchte ich hier nicht erwähnen! Ich nehme 100mg Morphin Tabletten und teile sie durch 4, heißt also, ich nehme ca. 25mg, und an manchen Tagen 50mg pro Tag zu mir. An vielen Tagen versuche ich noch weniger davon zu nehmen, damit der Effekt am Folgetag umso höher ist. Im Großen und Ganzen gelingt das auch sehr gut und ich komme mit 10 Tabletten ca. 20-25 Tage aus.
Das Problem ergibt sich dann natürlich, wenn ich keine Tabletten mehr habe, jedesmal, wenn es auf das Ende meines "Morphin-Bestandes" zugeht, versuche ich noch mehr zu reduzieren, um Entzugssymptomen aus dem Weg zu gehen. Leider gelingt mir das nicht immer und dann habe ich mit den Symptomen zu kämpfen. Das sind insbesondere Knieschmerzen, Durchfall und meine Nase hört nicht auf zu laufen. Dazu kommt, dass sich meine Stimme für mich anhört wie eine Krähe beim krächzen, ich bekomme Augenränder und werde nervös und unruhig.
Diese Nervosität ist mit Lorazepam ganz gut in den Griff zu bekommen, hilft allerdings nicht bei diesen unfassbaren Schmerzen in den Knien. Es geht so weit, dass ich vor Schmerzen kaum noch laufen kann, und wenn, dann nur sehr wacklig. Dazu sei gesagt, dass ich meine Beine trotz höllischer Schmerzen nicht ruhig stellen kann, permanentes auf und ab bewegen in unnormaler Geschwindigkeit ohne Pause..
Ich befinde mich jetzt seit 3-4 Tagen auf diesem Entzug. Würde ich zum Einschlafen nicht auf eine halbe Zopiclon 7,5mg zurückgreifen können, wäre es mit dem Schlafen wohl auch kaum möglich. Ich bin morgens sehr früh wieder wach, sobald die Zopiclon ihre Wirkung verliert, dann versuche ich mich abzulenken, phasenweise vergebens..
Das Schlimmste bei dem ganzen ist eigentlich, dass ich all diese Symptome vor meiner Frau verbergen muss. Sie bekommt von dem Entzug nichts mit, sie bekommt auch nicht mit, wenn ich zur Zopiclon oder Lorazepam greife. Die Morphin Tabletten sind stets so gut versteckt, dass es unmöglich ist, sie zu entdecken.
Auf der einen Seite möchte ich wirklich gerne mit diesem Teufelszeug aufhören, allein wegen der undefinierbaren Schmerzen und Symptome (Phantomschmerz)? Andererseits öffnet das Morphin Fenster und Türen, die sonst verschlossen bleiben, bzw. glaube ich das wohl nur, weil ich "süchtig?" bin!?
Ich erlebe diesen Entzug immer wieder, was natürlich motivierend ist, ganz mit dem Morphin aufzuhören, da ich das Gefühl habe, es wird von Mal zu Mal schlimmer. Komischerweise geht es diesmal eigentlich, ich hoffe auf eine Chance, ganz damit aufzuhören. Es ist nicht so, dass ich jede Sekunde darüber nachdenke, Morphin zu nehmen, Es gibt Tage, da finde ich die Wirkung sogar unangenehm, aber es dann nicht zu nehmen, ist mir bisher nicht gelungen.
Soweit geht es mir heute sehr gut, wären da nicht diese unfassbaren Knieschmerzen. Leider wird es wohl dagegen kein Mittel geben, zumindest kein Nicht-Opioides. Ich kann nur hoffen, dass sich das so schnell wie möglich von alleine wieder normalisiert, denn jeder Schritt ist die Hölle und Verdrängen klappt nur, wie o.g. in gewissen Situationen.
Leider muss man sagen, verbinde ich mit Opioiden Analgetika sehr positive Dinge, meine halbe berufliche Karriere habe ich unter Tilidin erlebt und selbst schwierige Prüfungen gemeistert. Seit das mit dem Morphin anfing, bin ich gar in eine höhere Führungsposition aufgestiegen, alles unter dem körperlichen Einfluss von Morphin. Vielleicht ist das auch ein Grund, dass es mir schwer fällt damit aufzuhören. Ich liebe dieses Medikament und gleichzeitig hasse ich es. Und ich hasse mich dafür, dass ich es nicht schaffe bzw. anscheinend nicht stark genug dafür bin, damit aufzuhören!
Ich weiß, der Tag wird kommen, an dem ich damit unwillkürlich aufhören MUSS, aber seinen Zeitpunkt und den dann durchzumachenden Schmerz bleibt wohl in der Zukunft stehen, die jedoch dann der Vergangenheit zuzutragen ist.
Tilidin Abhängig
109 Samstag, den 04. Februar 2017 um 09:40 Uhr
Emi
Hallo liebe Tina! Wie geht es dir? Ich hoffe es geht dir gut? Ich hab es noch nicht geschafft vom Tilidin runter. Bin dabei es zu versuchen. Der Lupus macht mir im Moment sehr zu schaffen. Ich würde mich sehr freuen, von dir zu hören. Ich wünsche allen viel Kraft und ein schönes Wochenende! Liebe Grüße Emi
Tramadol
108 Montag, den 16. Januar 2017 um 14:25 Uhr
Brizi
Ich habe etwa 12 Jahre Tramadol retard Tabletten 2x tgl. 100 mg wegen Arthrose eingenommen. Hatte vorher Celebrex genommen und bin gut damit ausgekommen. Dann hat mein Hausarzt einfach auf Tramadol gestellt, da ja Celebrex verschiedene Nebenwirkungen hervorruft.
Tramadol ist schon auf die Dauer ein Wohlfühlmittel, aber wehe man vergisst mal eine Tablette. Ich habe mich im Oktober 2016 entschlossen, mit dem Mist aufzuhören. Habe mir Tramadoltropfen verschreiben lassen und wöchentlich um 2 Tropfen reduziert. Habe aber die Tropfen nicht so gut vertragen. Magendruck, Völlegefühl, Fressattacken, Schlaflosigkeit, hohen RR, es ging mir nicht gut. Tagsüber immer richtig kaputt.
Ab 2.1.17 habe ich beim Stand von 20 Tropfen täglich Schluss gemacht. Ich hatte noch mal richtig schlimme 2 Wochen, aber jetzt geht es mir ganz gut, ich hoffe den Rest auch noch zu schaffen. Die letzten 2 Wochen habe ich mir Fußreflexzonenmassage machen lassen, was mir auch sehr geholfen hat. Eine Ärztin hat mir gesagt, dass es noch Monate dauern kann, bis alles aus dem Körper raus ist.
Ich wünsche jedem, dass er den Versuch wagt. Meine Schmerzen sind ohne Tramadol auch nicht schlimmer. Sobald es wieder wärmer wird, laufe ich wieder barfuß, das hat meinen Gelenken und vor allem meinen schmerzenden Füßen Schmerzfreiheit gebracht.
Targin
107 Freitag, den 06. Januar 2017 um 13:57 Uhr
Berger
Bin 73 Jahre und habe das 1. Mal Targin 5 mg 2,5mg. Nach 4 Tagen abgesetzt wegen starken Nebenwirkungen, jetzt Entzugserscheinungen, Appetitlosigkeit, Schwitzen und Unruhe, wie lange dauert das?
Gruß aus der Schweiz, Berger
Palexia
106 Mittwoch, den 30. November 2016 um 12:47 Uhr
Petra
So, war jetzt 12 Tage in der Klinik, der Entzug ist so heftig, Schüttelfrost, Krämpfe, Durchfälle und totale Schlaflosigkeit.....bin seit 16 Tagen dabei, ich habe einen Strahlenschaden nach Brustkrebs, es hat unendlich lange gedauert, bis man wusste, dass ich die Nervenenden an Händen und Füßen zerstört habe.
Ich habe zum Schluss 600 mg Palexia am Tag zu mir genommen, bis ich wieder merkte, es reicht nicht mehr. Mein Schmerztherapeut sagte so, jetzt muss das Zeug mal wieder raus....habe es jetzt fast 5 Jahre genommen, mit Wechsel anderer Präparate... Horror..... mittlerweile will ich das Dreckzeug nicht mehr .... aber ich bin Körperlich so krank, manchmal denke ich, ich könnte mir alle Reste reinschütten, dann wäre Ruhe. Ich mache es nicht ........
Allen drücke ich die Daumen, Durchhalten Leute, ob ich ohne Morphin laufen kann?? Abwarten ... also durchhalten , GLG
@Asklepios
105 Dienstag, den 29. November 2016 um 23:14 Uhr
Tosa Token
Jetzt nicht entmutigen lassen. Die Krämpfe, der Schüttelfrost, das geht alles langsam zurück. Mich hat die abendliche Unruhe gestresst. Dagegen hat Doxepin geholfen, dass ich jedoch seit gut einer Woche auch nicht mehr brauche. Ich bin im 48.ten Tag Kaltentzug.
Zieh das durch, es lohnt sich. Ich drücke Dir die Daumen.
Tramal Schmerzmittel absetzen
104 Freitag, den 25. November 2016 um 02:06 Uhr
Karl Hotter
Ich habe über 1 Jahr dieses Schmerzmittel genommen, damit ich noch arbeiten konnte. Jetzt habe ich seit 5 Wochen eine Hüft-OP gehabt und bin eigentlich wegen der Hüfte schmerzfrei. Jetzt bin ich dabei, dieses Schmerzmittel abzusetzen und leide unter fürchterlichem Entzug. Ich mache es aber mit meinem Hausarzt. Habe es radikal probiert und da habe ich keine Chance, dass es mir gelingt. Was für eine Gefahr besteht, wenn ich es radikal probiere? Ich habe es auch beim Rauchen abgewöhnen so gemacht, mit Erfolg. Radikal oder gar nicht, beim Rauchen. So, das wäre meine Frage bzw. mein Kommentar zum Schmerzmittel absetzen.
Oxycodon
103 Montag, den 21. November 2016 um 05:57 Uhr
Asklepios
Hallo zusammen,
Ich habe ca. 6 Monate lang Oxycodon in 2016 wegen OPs eingenommen. Im Durchschnitt 20mg 1-0-1-0. Bin seit knapp einer halben Woche auf Entzug. Junge Junge, das ist hart. Ich habe insbesondere nachts extreme Unruhe und Schüttelanfälle (insbesondere der Beine) wie Parkinson im Hardcore-Modus. Ich hoffe, dass es bald vorbei ist, da ich aufgrund des Entzuges nicht schlafen kann. Da wird man wahnsinnig im Kopf.
Schmerzbekämpfung mit Akupunktur
102 Mittwoch, den 16. November 2016 um 08:29 Uhr
Tosa Token
Mein verstorbener Vater, Schwerkriegsbeschädigter, nahm Unmengen Morphium und Valoron (heutige Tilidin), um die jahrzehntelangen, teilweise täglichen Schmerzattacken auszuhalten. Bis wir eine chinesische Akupunktur-Expertin für Amputationsschmerz fanden. Wir wurden in Düsseldorf fündig.
Nach dem ersten Test ist mein Vater ganze 4 Jahre jede Woche dorthin gefahren (150 km). Sie hat ihn nicht von den Schmerzen komplett befreien können, wohl aber den Schmerz im "nicht vorhandenen Bein" in das Gesunde lenken können. Das führte dazu, dass er den Valoron-Konsum bis zu seinem Tod um die Hälfte reduzieren konnte, denn plötzlich "passte" alles besser zusammen.
Um alles ins rechte Licht zu rücken: Die Schmerzexpertin sagte später, dass Sie schon überrascht gewesen sei, dass nach zwei Sitzungen eine Besserung eingetreten war, zumal TCM für meinen Vater reiner Hokus Pokus gewesen sei. Bis zu diesem Tag.
Targin-Entzug
101 Mittwoch, den 16. November 2016 um 08:12 Uhr
Tosa Token
Fazit nach den ersten 30 Tagen kalter Entzug von Targin: Klappt bisher - Doxepin, wie hier im Forum empfohlen, hilft bei der abendlichen starken Unruhe. Die Muskelkrämpfe/Schüttelfrost-Zeit scheint vorüber zu sein.
Hatte gestern statt einer Doxepin fälschlicherweise zwei Bluthochdruck-Tabletten genommen (war nicht bebrillt). Ergebnis war suboptimal.
Die ersten Veränderungen sind zu spüren. Die Denkvorgänge sind etwas schneller geworden. Ich bin nicht mehr ganz so aufbrausend. Mal sehen, wie es weitergeht. Ach ja, die Schmerzen sind geblieben, wenn nicht anderes möglich, rasiere ich die oberste Spitze mit 20 Tropfen Tilidin max. 1/Woche.
Oxycodon absetzen
100 Samstag, den 05. November 2016 um 01:23 Uhr
Sabrina
Hallo, ich bin 24 Jahre jung und leide chronisch an drei Bandscheibenvorfällen. Anfang Oktober lag ich eine Woche im Krankenhaus, weil ich mich vor Schmerzen keinen Millimeter mehr rühren konnte. Ich wurde mit Tabletten weggeballert! Erst intravenös Piritramid, hat wirklich super high gemacht und wurde dann auf Oxycodon 10 mg/3-5 mal täglich gesetzt.
Zwei Wochen ungefähr habe ich also die Tabletten dreimal täglich weitergenommen und die letzte Woche dann nur noch einmal am Tag. Seitdem friere und schwitze ich heftig im Wechsel. Ich habe täglich Bauchschmerzen und jetzt heftigen Durchfall. Täglich Kopf und Nackenschmerzen. Mein Puls ist seit der Einnahme zwischen 80-110 im Ruhezustand, wo er normalerweise bei 50-60 liegt. Ich hatte vor drei Jahren akut unter einer Angst und Panikstörung gelitten, ganz ist die noch nicht weg. Ich bin ein Hypochonder. Das alles wurde während meines Aufenthalts in der Akte notiert. Ich finde es eine Sauerei, dass ich trotzdem diese Hammer Medikamente bekommen und weiternehmen sollte. Ich meine, ich merke ja jetzt nach so kurzer Zeit, wie die Tabletten meinen Körper beeinflussen. Schmerzlinderung hatte ich dadurch ja noch nicht einmal wirklich, das einzige was Linderung schafft ist die Physiotherapie.
Anfang des Jahres hatte ich schon mal einen Entzug von dem Antidepressivum Paroxetin durchgemacht, man ist einfach froh, wenn man nicht wieder rückfällig wird und sagen kann, ich lebe ohne Tabletten. Also bleibt stark!
Starke Grüße Sabrina
Absetzen von Oxycodon und Co
99 Freitag, den 04. November 2016 um 13:49 Uhr
Conni
Ich nehme nach inzwischen 8 Operationen am Fuß seit Dezember 2015 täglich Oxycodon, Gabapentin und Amineurin ein (zwischenzeitlich auch Novaminsulfon, Ibuprofen, Lyrika, Pregabalin). Die Dosen wurden mehrfach angepasst und beim Oxycodon befinde ich mich zurzeit in einem Ausschleich-Plan. Hilfe finde ich dabei bei meiner Hausärztin, die auch Schmerztherapeutin ist.
Durch das Herunterfahren des Oxycodon (die anderen Mittel werden später abgesetzt) habe ich seit ein paar Tagen alle bereits beschriebenen Unannehmlichkeiten eines Entzuges.
Ich will aber unbedingt weg von dem Zeug, bevor ich im Dezember zur 9. und hoffentlich letzten OP muss. Dabei wird "nur" der Lappen auf meinem Fuß das zweite mal ausgedünnt.
Im Juli hat eine Assistenzärztin nach meiner 7. OP die Oxycodon von heute auf morgen abgesetzt. So etwas möchte ich nicht noch einmal durchmachen müssen.
Meine Hausärztin ist dagegen vorgegangen und es gab viel Ärger. Ich hoffe, die KH-Ärztin hat daraus etwas gelernt.
Ich finde es unverantwortlich, wie in Krankenhäusern mit Oxycodon bzw. Oxygesic-Kapseln umgegangen wird. Man konnte nach Bedarf abfordern, ohne dass man über eventuelle Risiken aufgeklärt wurde. Auch über die Nebenwirkungen wurde geschwiegen, obwohl wir alle an totaler Verstopfung litten. Und das im Krankenhaus bei fester Bettlägerigkeit!!
Ich wünsche allen Leidensgefährten maximale Erfolge beim Absetzen der Medikamente. Mir hat es gut getan, die vielen Beiträge zu lesen und zu wissen, dass es Anderen ähnlich geht. Wie heißt es doch so schön: geteiltes Leid ist halbes Leid!
Dr. jörn
98 Donnerstag, den 20. Oktober 2016 um 22:46 Uhr
Jenny weiss
Ihre Kommentare sind sehr wichtig. Aber ich war schon in einer Schmerz-Therapie und habe sie abgebrochen. Konnte die Schmerzen nicht aushalten, da ich auch noch sehr schwer krank bin, schaffte ich es einfach nicht, obwohl ich es gerne wollte. Bei mir haben die Ärzte einen kalten Entzug gemacht. Da ich Fentanyl-Pflaster 125ug genommen habe und Lyrica 450mg. Und Trama600mg, das nehme ich nur nicht so ein, weil es mir danach ist sondern weil ich sehr sehr krank bin.
Meine Frage an Sie wäre, ob Sie mir vielleicht helfen können, um nicht einen kalten Entzug zu machen, das wäre super, ich danke Ihnen im voraus. Vielen vielen Dank. lg weiss Jenny
Buprenorphin Entzug
97 Donnerstag, den 20. Oktober 2016 um 13:57 Uhr
Ilona
Hallo zusammen.
Seit Mitte Juni klebe ich wegen einem Bandscheibenvorfall Buprenorphin Pflaster. Zuerst 35 ug/h und seit 2 Monaten 52,5 ug/h.
Auf Anraten des Neurochirurgen soll ich weg von dem Dreck. Seit heute wird ausgeschlichen. Erst mal auf eigene Faust, aber am 27 . habe ich schon einen Termin beim Hausarzt, der mich dabei begleitet. Ich habe bei Google gelesen, dass 20-30% weniger bei jedem kleben ok ist. Ich habe heute angefangen, 20% weniger zu kleben und in 3 Tagen, wenn gewechselt wird, wieder 20% weniger. Ich merke schon heute ganz doll die Nebenwirkungen und hoffe, es wird nicht noch schlimmer. Habe 5mg Valium zur Beruhigung genommen. Was denkt ihr, ist das ok so?
Schöne Grüße
Targinentzug
96 Mittwoch, den 19. Oktober 2016 um 17:49 Uhr
Tosa Token
Nach 15 Jahren Schmerzpatient auf dem BTM-Karussell, habe ich die letzten 1,5 Jahre täglich Targin genommen. ( min 20. bis zu 70 mg + Tili)). Mein Turbo-Stoffwechsel hatte dazu beigetragen, dass "das Zeug" so, wie es in den Körper eingeläutet wurde, mir nur kurz Linderung verschaffte. Die Nebenwirkungen (psychischer wie physischer Natur) konnte ich irgendwann nicht mehr überspielen. Zweimal habe ich einen schleichenden Entzug probiert, zweimal bin ich gescheitert. Vor 7 Tagen wurden die Ergebnisse einer Langzeitstudie über die Spätfolgen von Morphineinnahmen über mehrere Jahre veröffentlicht. Am gleichen Tag habe ich den kalten Entzug begonnen, flankiert von den hier im Forum beschriebenen, teilweise schweren Nebeneffekten. Arbeiten, Familienvater oder Partner sein, nicht dran zu denken. Als Selbstständiger ist das nicht ohne. Meine Frau und meine Kinder(8 & 11) unterstützen mich. Sie freuen sich darauf, dass ich irgendwann „ohne“ klarkommen werde. Sie wissen, dass ich nicht den Entzug „versuche“, sondern ihn mache.
Ich möchte Euch erklären, wie ich mich selbstmotiviere. Vor einer Woche legte ich mich in heißes Badewasser und fror dennoch. Vor drei Tagen musste ich etwas kaltes Wasser dazu mischen, heute noch ein bisschen mehr. Die Schüttelkrämpfe habe ich nach Länge und Häufigkeit kontrolliert. Nehme für die Nacht Zopiclon. Alles geht leise und unendlich langsam zurück, in winzigen Schritten. Aber es geht. Beobachtet Eure Körperreaktionen. Ehe ich’s vergesse: Die Schmerzen sind da, ich schwimme zweimal die Woche und versuche, wieder zu meditieren. Es gibt kein Zurück.
Absetzen von Hydromorphon
95 Mittwoch, den 19. Oktober 2016 um 16:11 Uhr
Bonney
Also ich habe nach einer schweren Operation vor einem Jahr Hydromorphon 8mg 2 mal am Tag eingenommen. Das ganze 1 Jahr lang. Ich wollte das jetzt nicht mehr und habe es langsam reduziert. Von 2 mal 1 auf 2mal 4mg. ..dann 1 mal 4 mg dann auf 2 dann 1 mg. Das ganze Wochenweise reduziert. Ich hatte keinerlei Beschwerden oder Entzugserscheinungen. Das ganze ist jetzt 2 Monate her. Bin froh, dass ich das Morphium nicht mehr nehmen muss. Und an alle. ....lasst die negativen Gedanken weg..
.bei mir lief alles Komplikationslos. Mut für alle !!!!
Entzug von Opiaten Targin
94 Mittwoch, den 19. Oktober 2016 um 11:17 Uhr
Sam2006
Hallo, nach 10 Wochen bin ich durch mit meinem Entzug. Ich hatte 2002 meine letzte Bandscheiben Op und galt danach als chronisch krank. Angefangen mit Tramadol über Valuron und Tillidin, landete ich dann vor ca 10 Jahren bei Targin. Bis zu 5 Tabletten am Tag. Da ich nur die Entzugserscheinungen merkte, wenn ich eine Tablette weg ließ, sich aber nichts an meinem Schmerzen änderte, beschloss ich jetzt ist Schluss.
Es war nicht mein erster Entzug, aber diesmal bat ich um Hilfe vom Arzt. Ich bekam Doxepin Tropfen. Da mich diese sehr müde machen, nehme ich sie nur zum Schlafen. Ich habe jetzt 10 Wochen gebraucht und nehme seit 5 Tagen keine Tablette mehr. Die Unruhe ist besser, doch jetzt wo es gar nichts mehr gibt, entgiftet mein Körper scheinbar. Durchfall und leichte Depressionen, aber ich weiß, ich halte durch. Nie mehr möchte ich so ein Gift nehmen.....Ich hoffe auch, dass die angesammelten Kilos verschwinden.
Viel Kraft und haltet durch, man schafft es, ich habe kein Verlangen mehr nach den Tabletten.
Buprenorphin entzug
93 Sonntag, den 09. Oktober 2016 um 20:52 Uhr
Emi
Hey Tina! Finde ich wirklich bewundernswert wie du das durchziehst. Ich hoffe irgendwann auch von den Opiaten runter zukommen. Das ist auch ein Dreckszeug. Ich wünsche dir auch weiterhin alles Gute und viel Kraft. Liebe Grüße Emi
Buprenorphin
92 Sonntag, den 09. Oktober 2016 um 10:33 Uhr
Tina
Hallo Emi, es freut mich sehr, dass es dir jetzt besser geht. Bei mir wird es auch ständig etwas besser. Bin nun fast 4 Wochen auf 0, die Unruhe wird langsam besser. Durchfälle stressen noch und auch die Schlafstörungen. Die Muskelverkrampfungen werden durch Krankengymnastik und Massagen auch ständig besser. Ich nehme nun im Augenblick nur ab und zu mal eine IBU und wundere mich, dass die helfen. Da frag ich mich doch echt, warum ich jahrelang das ganze Dreckszeug " gefressen " habe, wenn es mir jetzt ohne schon fast besser geht.
Ich wünsche dir weiterhin alles Gute. Liebe Grüße Tina
Buprenorphin entzug
91 Freitag, den 07. Oktober 2016 um 14:29 Uhr
Emi
Hallo Tina! Wie geht es dir! Ich war jetzt bis gestern 2 Wochen in Minden im Krankenhaus. Lupus wurde bestätigt. Bin vom Buprenorphin weg. Nehme jetzt Tilidin. Die Ärzte haben mir sehr geholfen. Die Klinik ist super. Kann ich jedem empfehlen. Ich hoffe es geht dir etwas besser. Ich wünsche euch allen viel Kraft. Liebe Grüße Emi
Nachtrag Kalter Oxycodon-Entzug
90 Dienstag, den 04. Oktober 2016 um 21:12 Uhr
Jörg D.
Um jene zu ermutigen, die sich aus Angst vor eventuellen Entzugserscheinungen nicht trauen, ihr Morphin abzusetzen. Mit Doxepin 50mg 4x täglich 2 Stück klappt es auch bei einer Dosis von 720mg Oxycodon täglich. Außer Schlafstörungen und einer nunmehr Gewichtsabnahme in Höhe von 13,8 kg in gut 5 Tagen geht es richtig gut. Und da es ja ein anonymes Forum ist, wage ich es sogar zu erwähnen, dass meine Frau und ich heute nach ca. 4 Jahren zum ersten Mal wieder intim wurden und dies für beide Seiten einfach nur schön war.
Also...Nicht drüber nachdenken, machen! Denn da keine psychische Abhängigkeit besteht, ist der Entzug auch kalt wirklich erträglich. Und ich kenne den Unterschied. Vor 23 Jahren habe ich nach dem Ende meiner militärischen Laufbahn einen Drogenentzug gemacht. Und das schlimmste waren die psychischen Abstürze. Viel Glück...
Gerade kalten Entzug von Oxycodon 7 Jahre mittlerweile 720 mg/ täglich.
89 Montag, den 03. Oktober 2016 um 15:03 Uhr
Jörg D.
Hallo, ich habe am Donnerstag nach nunmehr 7 Jahren Morphin (Oxycodon seit Februar 2013) nach einer Auseinandersetzung mit dem Arzt alle Reste weggeschafft und bin auf kalten Entzug gegangen. Ich habe Multiple Sklerose und habe mir bei einem krampfanfallbedingten Sturz 2 Brustwirbel zertrümmert. Also Schmerzen satt.
Die erste Nacht ohne Oxycodon war heftig! Dann aber wurde es wirklich erträglich und heute bin ich stolz wie Harry auf mich. Oxycodon hat ja nun eine ähnliche Strukturformel wie Heroin...und das es nicht einfach würde, war klar. Aber? In 4 Tagen weg von 720mg Oxycodon, 9,8 kg abgenommen durch unglaubliche Durchfälle. Würde es aber sofort wieder machen. Nur meine Kondition ist dahin...Nach 3 Metern pumpt mein Herz...Aber lieber das, als wie ein Zombie durch das Land rennen.
Ob er aufhört mit Oxycodon oder anderen Morphinen muss jeder selbst entscheiden - mich hat die dadurch bedingte geistige Lethargie wahnsinnig gemacht. Bin 51 Jahre und hab 2 Teenies zu erziehen. Mir hat Doxepin 50 mg geholfen und ich werde Morphin erst wieder in ein paar Jahren als palliative Maßnahme akzeptieren.
VG, Jörg, 51 Jahre (MS, Brustwirbelfrakturen, etc...etc...)
Morphin-Entzug
88 Sonntag, den 02. Oktober 2016 um 22:02 Uhr
Ruffi
Habe ca. 12 Jahre lang Morphin 400mg am Tag genommen, wegen starken Rückenschmerzen (Bandscheibe). Habe es dann von heute auf morgen abgesetzt. Die ersten 3 Tage habe ich dann 3 mal täglich Doxepin 50mg genommen, dann auch die abgesetzt, hatte noch ein wenig Schwitzen und etwas Müdigkeit, danach heute geht es mir wieder prima.
Der Entzug viel mir nicht so schwer, wie es hier manche schreiben, aber es lohnt sich.
Benzo-Entzug
87 Montag, den 26. September 2016 um 16:28 Uhr
Andy
Hallo Tanja, würde sagen, es ist ein Entzug. Würde langsam ausschleichen und lass dir vom Arzt keinen erzählen. Kopf hoch
Durogesic 12
86 Montag, den 26. September 2016 um 15:47 Uhr
Tanja
Hallo, ich hoffe es kann mir jemand helfen. Ich habe seit 5 Monaten durogesic 12 Pflaster bekommen wegen Schmerzen bei meiner MS Erkrankung. Gestern sollte ich es absetzen und der Arzt meinte, das macht keinen Entzug, aber seit heute geht es mir nicht gut. Schwitzen, Erbrechen, Durchfall. Sind das Entzugssymptome, obwohl es eine niedrige Dosierung war?
Benzo-Entzug
85 Montag, den 26. September 2016 um 11:51 Uhr
Andy
Habe 20 Jahre vorwiegend Diazepam genommen (missbraucht). Seit 6 Monaten bin ich davon weg. Der Entzug war die Hölle. Nach 7 Monaten immer noch Entzugserscheinungen, aber es wird besser. Für alle, die auch Benzos absetzen möchten, rate ich: Auf keinen Fall abrupt aufhören, langsam runterdosieren und mit einem Arzt sprechen. Auf alle Fälle "durchhalten".
Buprenorphin entzug
84 Mittwoch, den 21. September 2016 um 11:38 Uhr
Emi
Liebe Tina! Kein Problem. Es tut schon sehr gut, dass es Menschen gibt, die einen Verstehen. Ich bin sehr froh das wir uns hier austauschen können und uns gegenseitig Kraft geben. Vielen lieben Dank!
Buprenorphin auf 0
83 Mittwoch, den 21. September 2016 um 11:10 Uhr
Tina
Liebe Emi, da ich auch ziemlich starke Konzentrationsschwierigkeiten habe ich überlesen, dass du auch schon zwei Tage vom Buprenorphin los bist. Unbedingt durchhalten, habe die ersten 3 Tage am schlimmsten empfunden, seitdem wird es stetig etwas besser
Emi
82 Mittwoch, den 21. September 2016 um 10:53 Uhr
Tina
Liebe Emi, das kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich war jetzt über 10 Jahre opiatabhängig und erst jetzt wo meine Jüngste in der Ausbildung ist, hatte ich die Kraft zu dem Entzug. Außerdem kam dazu, dass die Nebenwirkungen immer stärker als der Nutzen vom Oxygesic wurden. Ich war Alleinerziehende Mutter von drei Kindern und musste immer weiter funktionieren , so wird es bei dir sicherlich auch sein. Irgendetwas war immer, weshalb der Entzug noch nicht möglich war. Nun bin ich erstmal ziemlich froh und hoffe, dass es bald gut weiter geht. Ich wünsche dir nur das Beste und auch die Kraft davon irgendwann loszukommen. Ich habe im Augenblick das Gefühl, dass selbst die Entzugsprobleme tausendmal leichter zu ertragen sind als all das Elend vorher. Aber die Frage ist natürlich, ob ich das nach 8 Tagen schon alles so beurteilen kann oder ob es die erste Euphorie ist. Einfach versuchen positiv zu denken! Liebe Grüße an dich
Buprenorphin entzug
81 Mittwoch, den 21. September 2016 um 10:26 Uhr
Emi
Liebe Tina! Ich finde es wirklich super klasse dass du das so durchziehst. Ich hab einfach nicht die Kraft ohne Tramal und meinen Antidepressiva einen Entzug durchzustehen. Schon allein weil meine Kinder (2 Jahre und 8 Jahre alt) sind und ich mich um sie kümmern muss und den Haushalt machen muss. Nochmal einen kalten Entzug zu Hause schaffe ich nicht. Aber ich wünsche dir von ganzem Herzen weiterhin viel, viel Kraft und Durchhaltevermögen! Liebe Grüße Emi
Oxygesic/Buprenorphin
80 Mittwoch, den 21. September 2016 um 09:05 Uhr
Tina
Hallo, ich will hier auch mal meinen Senf zugeben. Ich bin Schmerz- und Krebspatientin. Ich bin seit 8 Tagen komplett auf 0!!!!!!!
Ich habe seit 2003 erst Tramal, dann Durogesicpflaster und seit 2005 Oxygesic 3*40mg plus diverse Schmerzmittel genommen. Im Herbst 2015 bin ich dann von Oxygesic auf Buprenorphin gewechselt. Es war eine harte Zeit und ich habe immer wieder viele Wochen gebraucht um runter dosieren zu können. Im Nachhinein habe ich bis auf wenige Wochen einen durchgehenden Entzug gemacht und denke, dass es schneller vielleicht nicht so belastbar gewesen wäre. Aber irgendwie habe ich von der Psyche her die Kraft gebraucht. Ich habe mich in einem Jahr von 8mg auf 0,2 mg runter dosiert, wobei ich nicht das Gefühl hatte gut vom Hausarzt unterstützt zu werden. Aber wie gesagt, seit letztem Dienstag bin ich auf 0!!!
Die ersten drei Nächte waren der absolute Horror wegen der Unruhe auch in Armen und Beinen und ich habe nur wenig vor absoluter Erschöpfung geschlafen. Auch die Muskelkrämpfe haben mir sehr zu schaffen gemacht. Aber es war irgendwie auszuhalten. Nach drei Tagen trat dann eine deutliche Besserung ein. Die Krämpfe, Durchfall, Schwitzen, Zittern wurden deutlich besser. Nur die Unruhe quält mich noch sehr. Ich nehme dagegen auf pflanzlicher Basis Calmavera und entweder es hilft oder es wird von selbst besser, egal, Hauptsache es wird besser und ich hole mir nicht das nächste Problem durch Psychopharmaka. Das ist nämlich im Augenblick meine größte Angst irgendetwas verschrieben zu bekommen, was eine erneute Abhängigkeit auslöst. Nachts ist es noch nicht so toll, ich wache regelmäßig nach zwei/ drei Stunden mit Unruhe, Herzrasen, Panik auf und brauche ewig um wieder einzuschlafen. Morgens bin ich wie gerädert und stehe trotzdem auf in der nächsten Nacht dann vielleicht etwas Erholung zu finden und auf einen besseren Tag.
An Tag 2 habe ich alle Vorräte an Oxygesic, Buprenorphin, Lyrica, Gabapenthin etc in die Apotheke gebracht, es war eine ziemlich große Menge, aber ich wusste ja nicht , was evt noch auf mich zukommt und hatte Angst, dass ich dann nochmal auf das ganze Dreckszeug zurück greifen würde. Und dadurch habe ich mich einfach ein kleines Stückchen sicherer gefühlt. Ich versuche ganz viel über den Entzug zu lesen und einen einigermaßen " normalen " Tagesablauf zu haben. Ich gehe trotzdem etwas unter Leute, obwohl ich manchmal Angst habe etwas schräg rüber zu kommen und denke, dass mir jemand etwas anmerkt. Alle Freunde, Verwandte und Bekannte wissen Bescheid und das tut mir gut.
Was mich ängstlich macht, ist die Frage, wie kann ich in Zukunft mit Schmerzmitteln umgehen, da ich ja keine plötzliche Wunderheilung erfahren habe und wie gehen die Ärzte damit dann um? Wie kann ich erneute Schmerzen aushalten? ( ich glaube, ich bin etwas wehleidig geworden) und dazu kommen nun viele Ängste und Probleme wieder an die Oberfläche, die all die Jahre vor sich hin geschlummert haben und immer wieder mit irgendeinem Medikament schön unterdrückt wurden. Ich denke, es wird noch ein langer Weg zurück in die Normalität werden. Aber ich habe schon jetzt weit aus mehr Lebensqualität als noch vor zwei Monaten.
Ich könnte noch ewig weiterschreiben, aber ich denke, dies sind auch alles Sachen , die euch bewegen oder ängstigen. Vielleicht kann es dem Einen oder Anderen etwas helfen so wie mir es in den letzten Tagen geholfen hat eure Kommentare zu lesen. Ich bin davon überzeugt, dass die " kurze" Quälerei sich lohnt im Vergleich zu den vielen Jahren der Abhängigkeit.
Liebe Grüße Tina
Buprenorphin entzug
79 Dienstag, den 20. September 2016 um 22:13 Uhr
Emi
Sorry! Mit dem Haarausfall warst du Lilly! Hat dein Hausarzt jetzt reagiert wegen deinen Problemen? Mich lassen eure Briefe einfach nicht los. Schreib du doch bitte auch mal wieder wie es dir jetzt so geht. Nimmst du noch Tramal? Ich wie gesagt seit heute wieder.
Buprenorphin entzug
78 Dienstag, den 20. September 2016 um 22:04 Uhr
Emi
Liebe Bella! Ich Emi nochmal. Dein Brief hat mich sehr sehr traurig gemacht. Auch ich habe zwei Kinder. Auch ich wünsche mir irgendwann mal frei von diesen Opiaten zu sein. Das mit deinen Haaren kann ich sehr gut nachvollziehen. Mir sind die Haare auch ausgefallen. Habe durch Pregabalin (Lyrika) 14 Kilo zugenommen und wie schon geschrieben ging es mir durch Buprenorphin sehr schlecht. Die Schwäche die du Beschreibst hab ich auch. Auf meinen Beinen zu stehen ist jeden ein Kampf. Und dann versuche ich es vor meinen Kindern zu überspielen. Bitte schreib doch wie es dir heute so geht. Würde mich sehr interessieren. Liebe Grüße
Buprenorphin entzug
77 Dienstag, den 20. September 2016 um 21:02 Uhr
emi
Hallo an alle! Heute ist mein 2. Tag ohne Buprenorphin. Nehme zur Not Tramadol. Bekam das Pflaster im Mai,weil ich eine Mischkollagenose hab, Skoliose habe und wahrscheinlich Fibromyalgie. Aber noch ist es nicht bestätigt. Bin jetzt auf einer Warteliste in Minden. Hoffe das die mich richtig einstellen in der Klinik. Bin schon seit Jahren Opiatabhänging. Aber Tramal ist mir lieber als Diese Pflaster. Dadurch ging es mir schlechter und gegen meine Steifigkeit und Schmerzen hat es nicht geholfen. Mit 36 bin ich auch noch zu Jung dafür. Es tut mir für euch alle Leid, dass ihr diesen Entzug mitmacht. Habe schon Tramal Entzug zu Hause hinter mir vor ein paar Jahren. Rutsche immer wieder rein. Aber ohne geht es auch nicht wegen den Schmerzen. Es ist wirklich ein Teufelskreis. Ich bin mal gespannt ab wann es mit dem Entzug richtig los geht. Noch ist wohl genug Buprenorphin im Körper. Ich drück euch allen von ganzem Herzen die Daumen, dass ihr den Entzug schafft. Haltet mich auf dem Laufenden.
Entzug von Targin
76 Freitag, den 16. September 2016 um 21:44 Uhr
OLga
Mein Mann nahm 6 Jahre lang Targin 20/10. Es hat mit einer Tablette angefangen und endete bei 8 bis 10 Stück täglich. Im Februar dieses Jahres hat er einen Entzug gemacht in der Klinik und das war die Hölle.
Nun sind inzwischen 6 Monate vergangen und er hat immer noch ganz oft diese Entzugserscheinungen. Zum größten Teil ist das die totale Kraftlosigkeit, Schmerzen im ganzen Körper, vor allem nach der körperlichen Tätigkeit, Krämpfe, trockenes Gefühl im Mund, Kribbeln unter der Haut im ganzen Körper, oft Kopfschmerzen. Er kann sich am Tag nicht mehr als 4-5 Stunden bewegen, dann verlassen ihn seine Kräfte. Dadurch kann er keine Arbeit aufnehmen wird total depressiv.
Er war davor immer ein sehr aktiver Mensch und jetzt ist sein Leben ein Horror, so beschreibt er das. Kann jemand vielleicht sagen, wie lange das noch dauert, bis ein Mensch wieder ganz normal wird, oder ob man überhaupt jemals wieder ein normales Leben führen kann. Vielleich hat ja jemand auch Erfahrung damit.
Entzug von Subutex
75 Donnerstag, den 15. September 2016 um 14:27 Uhr
eva müller
Hallo, ich bin 60 Jahre alt und bin opioidsüchtig seit 20 Jahren. Habe seit 2 Jahren Subutex genommen. Bin seit einer Woche auf Entzug und am Ende meiner Nerven.
Wem ging es mal auch so? Eva
Absetzen von Morphium
74 Donnerstag, den 15. September 2016 um 10:18 Uhr
Gitte
Liebe Bella,
Habe deinen Beitrag gelesen. Ich nehme seit 2 Jahren Morphium, da ich sehr starke Rückenschmerzen habe. Da das Morphium gegen die Schmerzen nicht mehr hilft, habe ich beschlossen es abzusetzen. Ich mache nun eine langsame Reduzierung. Habe trotzdem teilweise starke Nebenwirkungen. Ich möchte aber wieder mein altes Leben zurück. Ich bin 58 Jahre und ich möchte noch leben. Auch bin ich seelisch angeschlagen. Habe mir aber in den Kopf gesetzt, dieses Teufelszeug nicht mehr zu nehmen. Ich möchte wieder lachen und am Leben teilnehmen.
Mache einfach den ersten Schritt und sage dir, ich werde es für mich und meine Kinder tun. Es lohnt sich.
Lg. Gitte
Morphin
73 Sonntag, den 11. September 2016 um 11:06 Uhr
Bella with
Hallo meine Lieben,
ich sitze hier und lese all eure Briefe, ich bin entsetzt und traurig zugleich! Es ist wirklich schlimm, dass man das Leben so leben muss, ohne Schmerztherapie geht es nicht und mit ist man in diesem Teufelskreis.
Seit genau sechs Jahren muss ich Morphin nehmen, auch dann wenn meine Schmerzen erträglich sind, es ist die Hölle, wenn das Wochenende kommt und mein Arzt ist nicht erreichbar. Ich habe zwei wunderbare Kinder, und zu wissen, dass ich nur mit meinem Morphin funktioniere, ist wirklich ganz schlimm für mich! Ohne diese Medikamente bin ich wahnsinnig depressiv, antriebslos usw.
Ich möchte wieder ein normales Leben leben, ich möchte glücklich sein ohne diese Pulver, möchte aktiv sein, doch obwohl ich versuche meine Psyche zu beeinflussen, funktioniert es nicht!
Ihr alle habt wirklich großen Respekt verdient, viele von euch waren so mutig all die Entzugserscheinungen auf sich zu nehmen, um wieder ein normales Leben zu leben! Bitte helft mir, wie macht ihr das, wie schafft ihr es, ohne diesen Dreck morgens aufzustehen wieder Glücksgefühle zu haben, ruhig zu sein, keine Ängste, wie schaffe ich das, ohne völlig am Boden zu sein? Ich bin über jede Antwort und Hilfe dankbar. Bitte, bitte helft mir, dass in Kürze durchzustehen! Ich sag jetzt schon mal ein großes Dankeschön an euch alle. Alles liebe Bella
Von Tramadol auf Norspan (Morphium Pflaster )
72 Donnerstag, den 08. September 2016 um 19:36 Uhr
Helena aus Braunschweig
Kurzer Sachverhalt:
Meine Mutter (59 Jahre) wird von Tramadol Tropfen, auf Norspan 5 mg Pflaster (1 x pro Woche) umgestellt. Nimmt jemand dieses Norspan oder hatte mal es mal genommen und kann mir diesbezüglich ein paar Informationen mitteilen? ??
Fentanyl-Entzug
71 Dienstag, den 16. August 2016 um 14:45 Uhr
Sarah
Guten Tag,
Ich hatte vor ca 1 1/2 Jahren einen schweren Verkehrsunfall und wurde 11mal operiert. Ich hab direkt Fentanyl-Pflaster verschrieben bekommen, da ich Probleme mit dem Magen habe. Ich hatte von Anfang an fast alle Nebenwirkungen von dem Zeug. Ich war wirklich kaum auszuhalten, noch nicht mal ich selber wollte mit mir allein sein.
Nun habe ich das Fentanyl langsam runterdosiert von 100-75-50-25-12 und jetzt bin ich seit einer Woche von dem Teufelszeug runter. Die letzten drei Tage/Nächte waren die Hölle...an Schlaf war nicht zu denken. Ich hoffe, das gibt sich in den nächsten paar Tagen. Da ich trotz Opiaten nicht zum schlafen komme. Ich hab Hitzewallungen, Niesanfälle und extreme Magenkrämpfe.
Tramadol, Nebenwirkungen, Entzug
70 Montag, den 25. Juli 2016 um 15:12 Uhr
Lilly
Die vielen Beiträge sind sehr interessant. Ich denke, es wird offensichtlich, dass sowohl die Wirkung als auch die Nebenwirkungen - und nicht zuletzt der Entzug individuell sehr unterschiedlich sind.
Ich habe chronische Schmerzen an verschiedenen Orten und in eigentlich allen Positionen. Längeres Sitzen führt zu absolut unerträglichen Schmerzen. Ich kann dann nicht mal mehr aufstehen. Mich wundern Beiträge, in denen starke Schmerzen beschrieben werden, aber dann anscheinend ein Leben mit den Schmerzen - und ohne Schmerzmittel - plötzlich möglich ist. Vielleicht sind deren Schmerzen dann doch erträglich.
Ich nahm ca. 6 Monate 2 x 150mg Tramadol Retard gegen diese Schmerzen, weil ich täglich 6h sitzen musste...
Die Wirkung auf die Psyche war wunderbar. Ich hatte den Eindruck, endlich so zu sein, wie andere wohl ohne Tramadol sind. Ich hatte endlich etwas Energie und verspürte Freude. Leider konnte ich nachts nicht schlafen. Schlief meist gegen 4 Uhr morgens ein und musste um 7 wieder aufstehen... Nach 3 Monaten war ich nervlich am Ende. Meinen Hausarzt interessierte meine Schlaflosigkeit wenig. Er bot mir Amitriptylin an. Da ich sehr gesundheitsbewusst bin, ich Tabletten nur im Notfall nehme, lehnte ich das ab...
Sehr ungewöhnlich ist wohl, dass mir die Haare in extremer Weise ausfielen. Von meiner langen, dichten Mähne war nach 6 Monaten nur noch die Hälfte übrig. Ich war entsetzt! Auch dies interessierte meinen Hausarzt nicht. Er meinte, es sei doch nicht so schlimm, keine Haare mehr zu haben... Und das, obwohl ich eine Frau bin.
Ich informierte ihn darüber, dass die die Einnahme stoppen werde. Er schrieb mich endlich krank...
Und vergaß, mir Tabletten zum Abdosieren zu geben...
Mein erster - und letzter - kalte Entzug.
Es war grausam. Zusammengefasst, ähnlich einer sehr schweren Grippe kombiniert mit Schlaflosigkeit und schweren Depris. 2 Wochen dauerte es. Die starken Depris hielten länger an. Diese Antriebslosigkeit ist natürlich auch ein schwierigeres Element - in einer Leistungsgesellschaft.
Nun, mein Hausarzt verweigert mir teurere andere Opioide. Ich kann mit den Schmerzen definitiv nicht leben. Ich jongliere mit Tramadol. Zerteile die Tabletten und passe die Dosis der erwarteten körperlichen Belastung an... Dadurch habe ich natürlich immer mal kleinere Entzüge. Auch kann man die Tabs ja nicht in gleiche Teile zerteilen...
Ich hoffe, zu smart zu sein, um zu Pulversisieren... Mein Hausarzt ist zu aufgeklärt, als das er Tropfen verschreiben würde.
Ich nehme oft auch einige Tage gar nichts.
Nun, die NW haben sich verändert. Ich bekomme schon bei 50mg Verstopfung. Und diese Energie, die Stimmungsaufhellung spüre ich nicht mehr. Oftmals schlafe ich sofort nach der Einnahme. Anfangs konnte ich doch nicht mal schlafen. Es ist sehr merkwürdig!
Vor wenigen Tagen war eine ausführliche Doku über Drogen in den USA im TV... Viele dort endeten nach Oxycodon bei Heroin - und nicht nur bei dessen Konsum. Das ist schon krass! Das würde mir definitiv nie passieren.
Dadurch, dass ich die Dosis ständig anpasse, kann ich wohl die Toleranz-Bildung vermeiden. Nach wie vor können 200mg Schmerzspitzen abdecken. Allerdings habe ich Tramadol noch nicht bei allen Schmerzen eingesetzt. So vermute ich manchmal, dass sie bei meinen starken Fußschmerzen (habe nur harmlose Spreizfüße - aber vlt. auch schon Morton Neuralgie) wirkungslos sein könnten. Jedenfalls werden auch diese Schmerzen unerträglich, wenn ich stehen bleiben muss. An der Ampel hebe ich ungeduldig abwechselnd die Füße.
Wie dem auch sei - ich nehme Tramadol manchmal auch nur wg. seiner psych. Wirkung. Auch wenn ich diese anfängliche Stimmungsaufhellung nicht mehr verspüre, so macht die Einnahme von nur 50mg aus extremes Depris, mittlere Depris. Niemals ist die psych. Wirkung negativ.
Leider werden die Depris nach nur einmaliger Einnahme dieser geringen Dosis nach Wirkungsabfall (der bei zerteilten Tabs schneller eintritt) sehr stark. Es kann zu nächtlichen Albträumen kommen, extreme Antriebslosigkeit. Ein schwer zu ertragender Zustand.
Wegen des Einflusses auf den Serotoninspiegel ist die Kombi. mit SSRI problematisch...
Heute ist der ca. 4. Tag ohne nach 50mg... Ich bin absolut antriebslos. Möchte immer liegen... Wache morgens auf und denke: Oh je, wie kann man nur soooo müde sein... Zu müde, um einzukaufen, zum Arzt zu gehen... Mit letzter Kraft klappt der Haushalt und das Einkaufen jedoch - und die Körperpflege...
Ich muss zur Zeit zwar nicht funktionieren. Aber es belastet mich, zu wissen, dass das nicht normal ist, nicht optimal ist - und das Leben so nicht lebenswert ist.
Vielleicht versuche ich nochmal, den Arzt zu einem anderen Opioid zu überzeugen und probiere ein paar SSRI aus... Immerhin, durch das Jonglieren und nur punktuelle Aufdosieren auf höhere Dosen (max. 200mg) konnte ich verhindern, alle Haare zu verlieren. Der Verlust ist dosisabhängig. Leider sind nie wieder Haare nachgewachsen... Das hätte ich nach 3 Jahren ja nun bemerken müssen...
Mir fällt noch ein, vielleicht spielt bei den NW auch der Hersteller eine Rolle. Es kann sich lohnen. verschiedene auszuprobieren...
Jemand schrieb irgendwo, er habe in einer Klinik einen kalten Entzug gemacht. Das erschüttert mich! Das ist unverantwortlich. Langsames Abdosieren ist der einzig richtige Weg. Die Geschwindigkeit bestimmt man am besten selbst. Man bekommt zu spüren, was richtig und falsch ist.
Palladon-Entzug
69 Sonntag, den 17. Juli 2016 um 13:13 Uhr
hannilein66
8 Jahre war ich insgesamt unter Palladon; u.a. 4 Jahre 2x täglich 4mg und zuletzt 2x täglich 8 mg. Jetzt freiwilliger Entzug innerhalb 1 Woche mit jeweils 4 Einnahmen a 6,6 gefolgt von 4 und dann 2,6 mg und dann auf 0. Der Entzug war die ersten 4 Tage tierisch. Jetzt gehts mir von Tag zu Tag etwas besser. Unterstützung hatte ich dabei so gut wie keine. Der Darm hat sich noch immer nicht beruhigt.
Meine Internistin ist mit der Geschwindigkeit nicht wirklich zufrieden für ambulanten kalten Entzug. Ich ziehe es jetzt endgültig durch und lasse mir nie wieder sowas antun. Es kann nur noch besser werden. Internistin hat mir ein homöopathisches Mittel an die Hand gegeben, das gut unterstützt.
Morphin Entwöhnung
68 Mittwoch, den 06. Juli 2016 um 09:05 Uhr
NANi
Moin Moin ihr Lieben,
es ist ja fast ermutigend für mich, wie Viele dies durchmachen müssen. Ich bin jetzt bei Tag 3. Langsam fühle ich mich menschlicher. Konnte letzte Nacht 5 Std. schlafen - perfekt! Aber meine körperliche Kraft ist gleich null. GOTTSEIDANK sind die Magenkrampfe und Beinschmerzen deutlich weniger bis fast weg. Puhh! Essen kann ich nicht, und Wasser quäle ich mir rein. Tut aber gut. Ablenken ist das A&O. Kleine Spaziergänge bei Sonne. Bloß nicht so weit vom Haus weg. Brauche noch Pausen, wie ein Senior. Dabei bin so jung und fühle mich eher wie 20.
Ich wünsche euch allen, dass ihr das schnell und gut schafft. Weg vom Teufelszeug und seinen Dämon! Ich wünsche euch und mir, bald wieder ein funktionstüchtiger normaler Mensch zu sein!
Opiatabhängigkeit, Entzug, was kann helfen?
67 Dienstag, den 05. Juli 2016 um 22:15 Uhr
Schönfeld
Ich könnte den vorhandenen Kommentaren zum Entzug von Oxycodon, Tramadol, Benzodiazepinen, Barbituraten, das gleiche hinzufügen, wie die Vorschreiber_innen. Mein Mitgefühl an alle! Es wird noch viel zu wenig über Cannabis als Medizin gesprochen. Eine Arznei (den Begriff wähle ich bewußt), die auch bei einem Opiat-Entzug hervorragend hilft. Wer mehr darüber wissen möchte, sollte sich mit Dr. med. Franjo Grotenhermens Arbeiten auseinandersetzen oder sich beim Hanfverband informieren. Gerade chronische Schmerzpatienten profitieren ungemein von diesem Mittel.
Die allergrößte Schwierigkeit besteht darin, das passende Cannabis zu finden, da man ja alles zunächst mal auf nicht legalem Weg ausprobieren muss. Die nächste Schwierigkeit liegt darin, eine Ärztin/einen Arzt zu finden, die/der Erfahrung in der bürokratischen Vorgehensweise hat, eine Ausnahmeregelung von der "Bundesopiumstelle" zu erhalten, um einerseits aus der Illegalität herauszukommen und andererseits, das passende Cannabis zu finden, z.B. mit nicht zu hohem THC-Gehalt (das berauscht, was man als Schmerzpatient nicht will) und hohem CBD(A)-Gehalt.
Cannabis kann man zu sich nehmen in Form von Backwaren (hier hilft es sehr gut und verzögert, man kann es verdampfen, z.B. mit kleinen transportablen Geräten, man kann Tinkturen herstellen, solche gab es bin die 70iger Jahre hinein, ohne großes Gedöns in Apotheken zu kaufen, wo es z.B. ungemein wirksam war bei der Glaukom-Behandlung). Tja, die Pharmalobby hat ganze Arbeit geleistet. Erst hatten wir die Zeit, wo man selbst bei stärksten Schmerzen um eine ausreichende Schmerzmedikation betteln musste, jetzt haben wir eine Zeit, in der es extrem leicht ist an Betäubungsmittel zu kommen. Menschen, die sich damit nicht auskennen und ihrem Arzt vertrauen, befinden sich dann in einer grauenvollen Abhängigkeit. Ich habe selber mehrere Entzüge hinter mir, infolge einer sehr schweren chronischen Erkrankung und Behinderung. Was ich hier lese, zeigt mir, wie mutig Menschen den Entzug in die Hand nehmen und sich ihr Leben zurückerobern.
Fibromyalgie / Opiate
66 Dienstag, den 28. Juni 2016 um 19:21 Uhr
heidi wagler
Hallo!
Seit 17 Jahren leide ich an Fibromyalgie. Vor drei Jahren hatte ich einen Entzug von Valoron, daß ich viele Jahre genommen hatte mit einer stetigen Dosissteigerung in einer Klinik. Seitdem war ich clean. Bin dann in die Nähe meiner Tochter gezogen. Es hat sehr lange gedauert, bis ich einen Schmerztherapeuten gefunden hatte. Die erste Sitzung war vielversprechend. Da ich auch Probleme mit der Wirbelsäule habe, waren die Spritzen, die ich bekommen habe, sehr wirkungsvoll. Bei der 2. Sitzung wurde mir dann mitgeteilt, daß ich diese Medikation selbst bezahlen müßte. Ich bin seit vielen Jahren in Erwerbsminderungsrente und seit Januar in Altersrente. Da kann man sich so was nicht leisten.
Mir wurden dann wieder Opiate verschrieben. Innerhalb von acht Wochen habe ich 3 verschiedene Opiate ausprobiert. Ich muß dazu sagen, daß ich seit der 2. Sitzung beim Schmerztherapeuten nur noch telefonisch über eine Mitarbeiterin abgefertigt wurde. Jetzt habe ich beschlossen, nicht mehr zu diesem Arzt zu gehen. Bin aber bei Hydromorphon gelandet.
Seit Samstag bin ich jetzt auf Entzug. Seit ich diese Medis genommen hatte, war ich nicht mehr ich selbst. Ich war so teilnahmslos, hatte Wasser in den Beinen, dadurch auch zugenommen, eine sehr empfindliche Haut usw. Dabei hatten sich die Schmerzen nicht wirklich gebessert.
Jetzt, da ich im kalten Entzug bin, geht es mir auch nicht gut. Schweißausbrüche, Frieren und gleichzeitig Schwitzen, nicht schlafen können und Schmerzen Schmerzen....aber ich weiß, dass dies ein Ende hat und ich bin wieder Mensch. Die Fibromyalgie werde ich nicht los. Aber ich will wieder am Leben teilnehmen. Meine Tochter bekommt bald ihr erstes Kind und ich will dabei sein und mich so richtig freuen können. Ich schaffe das und allen, die dasselbe durchmachen, wünsche ich viel Kraft.
Schmerzmittel
65 Sonntag, den 26. Juni 2016 um 14:39 Uhr
Ute
Hallo ihr Leidensgenossen,
habe die Seite gefunden, weil ich wissen wollte, ob es Anderen auch so geht und was man tun kann. Habe Rheuma mit entzündeter Wirbelsäule, seit ca. 15 Jahren Schmerzen in Beiden. Nehme unter vielem anderen 3 mal 24mg Palladon.
Vor 14 Tagen bekam ich einen Schmerzschrittmacher in der Neurochirurgie Heidelberg eingepflanzt (Ähnlich TENS). Jetzt setze ich pro Woche 4mg Palladon ab. Leider sind die Entzugserscheinungen – Frieren, Schwitzen, Kraftlosigkeit, etwas depri - nicht so toll. Hoffe, mein Schmerzschrittmacher, der sehr gut hilft, wirkt weiter so gut, denn mit jedem Absenken der Medis fühle ich mich klarer und wieder mehr ich selbst. Hoffe, stark zu bleiben und noch weiter runter zu kommen, denn nach ca. 3 Tagen ist der Entzug besser bis zum nächsten Verringern. Kann nur jedem diesen Schmerzschrittmacher empfehlen.
Liebe Grüße und stark bleiben, es kann nur besser werden
Ute
Targin
64 Sonntag, den 19. Juni 2016 um 12:40 Uhr
Sandra S.
Hallo liebe Mitleidende.
Ich nehme "nur" 2 mal am Tag Targin 20/10. Ich merke den Entzug schon, wenn ich meine Morgendosis nur 1 Stunde zu spät nehme. Ich leide an einem Bandscheibenvorfall, der angeblich nicht so schlimm ist. Nebenbei leide ich noch an Depressionen und Angst- und Panikattacken.
Ich hatte schon selbstständig versucht, die Tabletten wegzulassen, aber der Entzug war zu schlimm. Ich habe nächsten Montag einen Termin im Krankenhaus zur Schmerztherapie. Ich werde mal ansprechen, dass ich da vielleicht den Entzug mitmachen kann.
Bitte drückt mir die Daumen.
suche persönlichen Rat
63 Samstag, den 18. Juni 2016 um 02:12 Uhr
Helpless
Hi,
ich lese aufmerksam die Erfahrungen von Leuten, die viel Erfahrung mit Opiat-Schmerzmitteln haben. Ich nehme auch seit 1 Jahr Morphin gegen meinen Bandscheibenvorfall und schaffe es nicht von 240mg Morphinsulfat runterzudosieren. Es ist einfach schrecklich. Ich hatte zuvor nie mit Opiat-Schmerzmitteln was am Hut und befinde mich jetzt in einem Teufelskreis. Sobald ich die Dosis halbieren will, suchen mich diverse Entzugssymptome heim, die ich kaum aushalte. Besonders schlimm ist für mich der Schlafmangel, den ich nach 3 Tagen einfach nicht mehr aushalte.
Nun hoffe ich zu tiefst, dass einer von euch, die hier bereits einen Kommentar hinterlassen haben, mir vielleicht persönlich mit Rat helfen könnten.
Ich wäre überaus dankbar, wenn ihr mich über meine E-Mail Adresse chriz1000@web.de erreichen könntet, ich habe einige Fragen, wie ich am besten die Medikamente möglichst mild ausschleichen kann.
Ich schaue jeden Tag in einem eMail postfach nach. Bitte bitte helft mir, ich weiß einfach nicht weiter, ich wäre überaus um guten Rat dankbar.
MfG
Oxycodon, Gabapentin
62 Donnerstag, den 16. Juni 2016 um 18:53 Uhr
Dieter
Wie ich schon im Beitrag Nr. 60 geschildert habe, fahre ich seit Pfingsten meine Dosis 2x täglich 60 mg Oxycodon und 3x täglich 800 mg Gabapentin runter. In Therapie befinde ich mich seit Ende 2014. Die Dosierungsempfehlungen meiner Schmerztherapeutin habe ich nicht eingehalten (ich wollte schneller runter von den Dosierungen). Das Gabapentin hab ich seit Pfingsten gar nicht mehr eingenommen und die Oxycodon nur noch ca. 2 Std. vor dem schlafen gehen. Anfänglich 20 mg, 2 Tage dann 10 mg, dann 5 mg. Seit dem 09.06. nehme ich keinerlei Opiate mehr.
Bin glücklich, nur noch ein Blutdruck-senkendes Medikament einnehmen zu müssen. Eine Schmerztherapie mit Opiaten oder ähnlichen Substanzen kommt für mich nicht mehr in Betracht. Mit Schmerzen zu leben bin ich seit vielen Jahren gewöhnt. Ich empfand meine Wesensveränderung und vor allem den Entzug von den Opiaten als erheblich schlimmer als das Ertragen der Schmerzen. Darüber hinaus hielten mich die Mittel auch bei weitem nicht schmerzfrei. Ich suche jetzt nach alternativen Methoden, die Schmerzen in den Griff zu bekommen und bin mir sicher, auch etwas für mich zu finden.
Was den Entzug angeht, hat mir viel Aufenthalt und Bewegung an der frischen Luft gut getan. Auch bei Nacht im Garten auf und ab laufen, auf einen Gartenstuhl setzen .... irgendwann überkommt dich dann eine solche Müdigkeit und du findest noch 2-3 Std. Schlaf. Das Glücksgefühl am Morgen, wenn du weißt, keine Tablette genommen zu haben, ist so intensiv, das hat mir dann den Willen gegeben, durchzuhalten.
Insgesamt dauerte der Entzug bei mir 24 Tage. Während dieser Zeit habe ich an 4 Tagen keine Medikamente genommen, wenn ich den nächsten Tag dienstfrei hatte. Seit 8 Tagen habe ich die Tabletten nun nicht mehr angerührt und ich fühle mich wie ein Sieger!! Für jeden von Euch wünsche ich mir auch so einen Sieg über die Abhängigkeit!!
Hydromorphin
61 Montag, den 13. Juni 2016 um 12:32 Uhr
schmerzpatient
lese die Kommentare hier wirklich sehr gewissenhaft, weil jeder seine eigene Hölle mitmacht.
Ich versuche verzweifelt von 8mg x 4täglich wegzukommen, es ist schlimm! Die nächst niedrigere Dosis ist 4mg Hydro plus 2,6mg Pallladon, also 6,6mg. Durch den langjährigen Gebrauch gelingt mir keine Reduzierung. Nach jeweils ca. 8 Tagen holt mich der Entzug ein, mit Depressionen, Zittern, unruhige Beine, Brennen in den Beinen usw.
Als Hilfsmittel gibt es ja leider nur Clonidin und Gabapentin. Aber wenn es nach 3-4 Tagen nicht besser wird, nimmt man gerne wieder die alte Dosis und kommt sich gleichzeitig wie ein Versager vor. Probiere es jetzt einmal mit Hypnose, man klammert sich wirklich an alles.
Warum tut sich der Körper nur so schwer, mit etwas weniger Mittel klarzukommen? Der Pegel muss doch irgendwann absinken?
Oxycodon absetzen
60 Freitag, den 10. Juni 2016 um 15:33 Uhr
Dieter 59 Jahre
In 08.2014 unterzog ich mich einer Fuß-Op. Ende 2014 bekam ich die Diagnose CRPS (chronisches Schmerzsyndrom). Die Nervenschmerzen waren/sind nur sehr schwer zu ertragen. Es folgte eine Schmerztherapie mit verschiedenen Antiepileptika in Verbindung mit Schmerzmitteln (Opiaten). Seit Anfang 2016 Garbapentin bis zu 2400 mg in Verbindung mit Oxycodon bis zuletzt 120 mg am Tag.
Ich stellte an mir fest, dass es zu einer Wesensveränderung gekommen ist. Ob Familie oder im Beruf, nichts ging mir mehr so von der Hand wie ich es gewöhnt war und wie meine Mitmenschen mich kannten. Ich bin in leitender Position mit Personalverantwortung tätig, da steht man unter ständiger Beobachtung. Diese Stimmungsschwankungen bereiteten mir mehr und mehr Probleme, meinen Job zu stemmen. Pfingsten hatte ich genug von den Medikamenten und habe alles ohne ärztlichen Rat einzuholen abgesetzt. Die Nacht glaubte ich oft nicht überstehen zu können. War nur froh, dass ich meine Frau vorgewarnt hatte und gebeten mich mit mir und dem ggf.auftretenden Entzug allein zu lassen. Die ganze Nacht bin ich immer wieder aufgestanden und im Garten auf und ab gelaufen (innere Unruhe, Muskelzuckungen, Schweißausbrüche, Schüttelfrost...) es war in dieser Nacht die Hölle.
Habe durchgehalten. Der Stress löste eine Magenschleimhaut-Entzündung aus. Über Tag war alles erträglicher. Bin viel spazieren gegangen und habe versucht, mich mit leichter Gartenarbeit abzulenken.
Nach den Feiertagen zur Ärztin. Die hat sich mächtig erschrocken, mit mir geschimpft und mir einen Plan gemacht, die Medikamente schrittweise runter zu fahren bis auf 2x 10 mg täglich. Die Tabletten über Tag habe ich wieder eigenständig weggelassen und nur noch 10 mg ca. 2 Std vor dem zu Bett gehen genommen. Für den Magen morgens und abends einen Säureblocker. Bekam das alles in 14 Tagen in den Griff. Seit dem 04.06. nehme ich nur noch 5 mg 2 Std vor dem zu Bett gehen und auch nur, wenn ich am nächsten Tag Frühdienst habe. Vor Spätdiensten verzichte ich ganz auf die Drogen. Irgendwann bekomme ich so zwischen 2-3 Stunden Schlaf. Das reicht, den Spätdienst durchzuhalten. Habe jetzt noch 6 Schichten bis zum Urlaub.
Hoffe, dass ich bis zum ersten Urlaubstag von den Tabletten los gekommen bin. Wenn nicht, bin ich überzeugt, dass ich nach meinem Urlaub auf jeden Fall clean bin. Auch wenn es schwer fällt und weh tut, ihr und ich kommen von dem Zeug runter. Man muss es wirklich wollen und etwas hart gegen sich selber sein. Aber wir schaffen alles, wenn wir es nur wirklich wollen. Ich drücke Euch allen von Herzen die Daumen.
Targin/Oxygesic
59 Montag, den 06. Juni 2016 um 05:40 Uhr
Rebekka
Nehme seit 2 Jahren Targin. Von anfangs 5 mg auf zum Schluss 240mg pro Tag. Bei Op 8 am linken Handgelenk (bin jetzt Prothesenträger mit 37) hat das KH einfach mal auf 120 reduziert. Wie alle hier schreiben war das schlimmer als meinen vier Kindern das Leben zu schenken. Am schlimmsten empfinde ich das nicht schlafen können.
Meine Ärzte meinten dann jede Woche um 10 mg reduzieren zu müssen. In 4 Wochen habe ich jetzt 11 kg verloren und bin ein Wrack. Habe daher am Freitag (03.06.2016) alles abgesetzt, lieber einmal schlimm als ständig schlimm, nur hätte ich nicht gedacht, dass es noch schlimmer gehen kann.
Kann mir jemand sagen, wann ich durch bin? Klar, jeder Körper ist anders, aber ich stehe ständig vor den Medis und will nur eine Tablette nehmen, um endlich einzuschlafen, nicht zu schwitzen/frieren (bei 27 Grad gestern).
Ich will mein Leben wieder, auch wenn ich nie wieder schmerzfrei sein werde, alles ist besser als die Watte im Kopf, auch wenn es anfänglich klasse war... mit dem Wissen, was ich jetzt habe, sage ich nie wieder! Haltet durch
Morphin 10 mg
58 Sonntag, den 05. Juni 2016 um 10:45 Uhr
baggi
Ich nahm Jahre lang Morphin, so merkte ich die Ernsthaftigkeit meiner Gallen-Entzündung nicht. Auch verharmlosten die Ärzte die Gallensteine. So kam ich ins Krankenhaus unter akuter Lebensgefahr. Man konnte auf Grund des Morphins nicht gleich operieren und machte erst ein Entzug bei mir. Es war die Hölle.
Nach Entlassung war ich von diesem Morphin entwöhnt. Nun wollte ich von meiner Hausärztin ein anderes Medikament, was nicht abhängig macht. Sie meinte, das könne sie nicht, über ein stärkeres oder ein anderes Opiat könnte man sich unterhalten. Kurz, ich musste Morphin weiter nehmen.
Jetzt ein halbes Jahr später habe ich das selbst abgesetzt, schleichend, das heißt, erst frühmorgens, abends noch die ganze, die Pille halbiert eine Woche lang. Dann diese halbe jeden zweiten Tag. Dann nur noch mittwochs. Je eine Woche. Jetzt ganz weggelassen. Das gleiche mit der Abend-Pille.
Entzugserscheinungen hielten sich im Rahmen. Muskelzucken trat eine Nacht auf, die ich mit Novaminsulfon 500mg weg bekam. Müdigkeit und Abgespanntheit traten 3-4Tage noch auf, kann man aber mit leben. Abschließend muss ich sagen, die Hausärzte waren keine Hilfe, aber ich würde es wieder machen.
Fentanyl 50
57 Donnerstag, den 02. Juni 2016 um 12:40 Uhr
Speednini
Hallo zusammen
Respekt an alle, die das durchmachen.
Ich hatte im 2005 einen schweren Motorradunfall. Nach 2 Ops an der LWS (Versteifung) habe ich Fentanyl 50 und Palladon 2x16 und 3x2.6.
Bin seit 4 Tagen auf Entzug vom Fentanyl. Musste es absetzen, da ich innerhalb von 2 Monaten 8 kg zugenommen habe.
Es gibt ein altes Medikament, Catapresan, dieses Medi hilft sehr beim Entzug, kann ich euch nur empfehlen. Nebst diesen Medis nehme ich zum schlafen 2xCatepresan, 1 Stilnox, und 50 Tropfen Trimiparine... So klappt es nicht schlecht mit dem schlafen.
Mein Schmerzarzt meinte, den Entzug spürt man deutlich am 5. und 6. Tag. Bin gespannt, was mich noch alles erwartet. Schüttelfrost, Angstzustände, Depressionen, Unruhe,... Völlig normal beim Entzug.
Ich wünsche allen viel Glück!
ACHTUNG !!! STARKES SUCHTPOTENZIAL !!! TRAMADOL AUS DER SICHT VON MENSCHEN MIT SUCHTMITTEL-ERFAHRUNG !!!
56 Samstag, den 28. Mai 2016 um 08:04 Uhr
Isabelle (Mariella) Keller
Ganz kurz zu mir: Ich hatte eine normale Kindheit, war sogar sehr glücklich und lebensfroh, mein IQ ist über dem Durchschnitt (jetzt kann die Ausrede , ach das passiert mir nicht ! Da war sicher etwas mit dieser Frau falsch, hoffentlich keinen Sinn mehr für Sie ergeben). Ich habe trotzdem durch eine langjährige Beziehung mit einem Konsumenten/Verkäufer in meinen Leben sehr viele Drogen konsumiert , darunter Extasy (unzählige Male , jedoch immer verteilt, am Wochenende), Speed (3 Monate an Stück), Kokain (immer mal wieder), Crack (2 Wochen lang) für einen kurzen Zeitraum (einen Monat), Crystal Meth , Tilidin , Tramadol (mittlerweile seit 3 Monaten) und Benzodiazepine genauer: Alprazolam und Etizolam (3 Wochen und immer mal wieder).
Meine Erfahrung - und wenn man sich in allen möglichen Foren zum Thema Tramadol-Abhängigkeit ein bisschen umschaut, erkennt man auch, dass fast alle anderen Abhängigen genauso denken - ist, dass Tramadol wirklich auf gar keinen Fall zu unterschätzen ist !!!! IM VERGLEICH ZU TRAMADOL WAR DER ENTZUG VON EXTASY, SPEED UND SOGAR METH EIN KLACKS. Ich habe bei allen früheren Substanzen immer gut eigenhändig entziehen können, aber bei Tramadol gelingt es mir bis jetzt nicht. Ich versuche es, aber dieses Medikament macht mich SÜCHTIGER ALS BISHER JEDE DROGE.
Warum ich das gerade hier so dramatisch aufschreibe ??? Weil ich seit 2 Tagen nicht schlafen kann durch die IMMENSEN SCHMERZEN und die KRÄMPFE des Entzugs. Ich bin müde und total depressiv, genau weil es mir so schlecht wie kaum zuvor geht, bin ich viel mehr getriggert, einfach wieder die schönen Pillen zu nehmen und mich wieder wie in Watte gepackt, glücklich und aktiv zu fühlen.
Und ich kann mich einfach vor Aggression kaum zurückhalten wenn mir wieder mal vor Augen geführt wird, dass die meisten Ärzte diese Pillen verschreiben wie als wären sie Smarties. Ich habe auch schon andere Medikamente in der Kategorie Opiate/Opioide probiert, Tilidin zum Beispiel. Tilidin empfand ich auch als viel angenehmer im Entzug als Tramadol. Tramadol hebt sich in der Struktur und Wirkung tatsächlich auch sehr von anderen Opiaten/Opioiden ab. natürlich war die Beschaffung des Mittels bei mir nicht auf dem legalen Wege, aber die Suchtentwicklung ist bei Menschen, die diese Medikamente verschrieben bekommen nicht anders, FAST JEDER ABHÄNGIGE IN FOREN ODER DIEJENIGEN, DIE ICH IN THERAPIEGRUPPEN / STATIONÄREN ENTZUG KENNENLERNTE, BEKAMEN TRAMADOL LEGAL VERSCHRIEBEN. Bitte nehmt dieses Medikament nicht auf die leichte Schulter, so wie es die meisten Ärzte tuen.
So. Und jetzt, das was mich am meisten aufregt. Im Text wird geschrieben, dass man Tramadol mit Benzodiazepinen ausschleichen kann und das auch gerne macht, bzw. dass sich das als erfolgreiche Methode erwiesen hat. Benzodiazepine können ZU EINER EXTREMEN SUCHT FÜHREN. DENN DER BENZO-ENTZUG IST NACHGEWIESEN GEFÄHRLICHER ALS DER ENTZUG VON HEROIN. ER KANN TÖDLICH VERLAUFEN. Zum ausschleichen von Tramadol braucht man mindestens 3 Wochen (meistens mehr, wenn korrekt ausgeführt), wenn man nun Benzodiazepine von seinem Arzt bekommt, zum ausschleichen, wird man nach diesen 3 Wochen bereits eine Toleranz gegenüber den Benzo aufgebaut haben, das heißt: abhängig sein.
Der Entzug nach drei Wochen ist vielleicht noch nicht tödlich, aber so unangenehm, dass viele Patienten strikt NICHT AUFHÖREN KÖNNEN, ZU KONSUMIEREN. Sie müssen immer höhere Dosen einnehmen (wegen der im Vergleich zu anderen Medikamenten oder Drogen sehr schnell wachsenden Toleranz).
Darauf wird man von Ärzten oft nicht hingewiesen. Man steht am Ende alleine mit seiner Abhängigkeit da. Das Leben völlig auf den Kopf gestellt. Ein guter Freund von mir starb fast an einem Versuch des kalten Entzugs bei Benzos. Er wurde praktisch im letzten Moment ins Krankenhaus gebracht, wo er substituiert wurde. In der Zeit seiner Abhängigkeit zerfiel sein Charakter fast völlig. Teilweise war er aggressiv und teilweise wie ein Zombie, kaum ansprechbar und immer knapp an der Bewusstlosigkeit. So etwas wird bei einer anfänglich normalen Dosis nicht vorkommen, aber es entwickelt sich sehr schnell dazu.
Bitte denken Sie drei Mal oder am besten 4 mal darüber nach, ob Sie wirklich Tramadol oder Benzodiazepine einnehmen wollen. 58.000 Todesfälle sind jährlich alleine in Deutschland durch diese Medikamente vermerkt.
Hier sind Links zu Foren:

http://www.med1.de/Forum/Sucht/631102/

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Ich persönlich habe eben übrigens wieder mal zum Tramadol gegriffen. Der Wunsch nach der Linderung des wirklich heftigen Entzugs vernebelt einem so die Sinne, wie bei kaum einer anderen Droge. Man fühlt sich, sobald man wieder konsumiert hat und es einem besser geht, zwar erleichtert, aber auch unglaublich verzweifelt, weil man um die körperlichen, psychischen und finanziellen Schäden weiß und trotzdem nicht aufhören kann.

Dies ist kein erfundener Abschreckungstext. Ich würde alleine nie im Leben SO VIEL MÜHE in einen Text stecken, wenn ich nicht unglaublich betroffen von den Auswirkungen von Tramadol und Benzos wäre, und vor allem schockiert darüber, wie viele Menschen fahrlässig in eine Abhängigkeit geführt werden. Und zwar von Ärzten, die ihre Patienten nicht über die Gefahr dieses Dreckszeugs informieren!!!
Nachtrag
55 Dienstag, den 24. Mai 2016 um 10:09 Uhr
Arsinoe
Den Entzug des Valiums habe ich nicht geschafft, es fiel mir gerade ein, als ich gewohnheitsmäßig meine Tablette nahm. Nach dem Aufenthalt in der Klinik hatte ich zuhause wieder so große Angst, dass ich das Medikament wieder genommen habe bis heute..... der "Mood Stimulator", der mit verschrieben wurde als Alternative (ein Antiepilepsie-Medikament) machte mich so zitterig, dass ich keine Tasse Café von einer Ecke zur anderen tragen konnte, zuhause ging es nicht ohne Valium, ich hatte Kinder zu versorgen .......
Abhängigkeit von Rohypnol , Valium, Oxycodon
54 Dienstag, den 24. Mai 2016 um 09:45 Uhr
Arsinoe
Habe diese Seite durch einen Zufall gefunden und die Kommentare meiner "mitleidenden" gelesen. Ich kenne das Gefühl des Entzuges, habe vor einigen Jahren den Versuch gemacht, das Valium 20-20-20 zu entziehen, das Rohypnol noch nicht (nehme diese Medikamente schon seit 2000). Das war die Hölle, die Klinik, in der ich war, versuchte es mit Distraneurin, ich habe ernsthaft in der Zeit gedacht, dass ich das nicht überleben werde und diese Klinik nur tot verlassen werde. Nur das Valium wurde abgesetzt und hat mich völlig fertig gemacht, ich wusste nicht, welche Uhrzeit, welcher Tag, ob Nacht ob Tag, ob ich gegessen, getrunken hatte, ich wusste nichts mehr.
Das Valium hatte ich gegen starke Panikattacken bekommen und das Rohypnol folgte dann auf dem Fuße wegen Schlafstörungen. Diese Dosierung halte ich seit Jahren ohne zu erhöhen, es hilft nicht mehr so gut wie am Anfang, aber es ist Gewohnheit geworden, besser schlafe ich dadurch mittlerweile auch nicht mehr.
2014 wurde ich bei einer Operation zum Krüppel operiert und seitdem bekomme ich gegen die Schmerzen Oxycodon, 10 mg, mittags konnte ich schon zu Hause absetzen, morgens werde ich auch mit Schmerzen wach
Ich kann mir nichts mehr richtig merken, stehe immer irgendwie neben mir, nachts bin ich schweißgebadet, meine Stimmungen sind unberechenbar, ich bin mit mir selber nicht mehr zufrieden, Depressionen und Antriebslosigkeit sind meine Begleiter.
Letztes Jahr bin ich noch einige Male in einem anderen Krankenhaus operiert worden und wegen der Medikamente wie ein " Junkie " behandelt worden, eine Schwester hat mir das Rohypnol nicht gegeben. (normalerweise versuche ich bei kurzen Aufenthalten meine Medis selber mitzubringen, damit keiner etwas mitbekommt, aber da es btm sind, reichen 10 Stück nur 10 Tage und wenn ich drei Wochen im Krankenhaus bin, muss ich es erklären). Diese Schwester gab es mir nicht mit den Worten: wir wollen mal sehen, was passiert, wenn sie das nicht nehmen!!!!
Tja, da wurde mir klar, dass ich ein Junkie bin, wenn der Pfleger abends kommt und an einer Flasche Parfüm riecht und es sprühen möchte mit der Begründung, dass manche da Alkohol einfüllen, (Ich trinke übrigens keinen Tropfen Alkohol und rauche auch nicht ), das sind schon Demütigungen, die nicht alltäglich sind, (bin privat versichert aber ein Junkie ist ein Junkie, dann eben ein privater Junkie).
Ich weiß auch nicht weiter, die Schmerzen habe ich, werden nie wieder weg gehen, ich versuche schon das Oxycodon zu reduzieren, das Valium und das Rohypnol, das weiß ich nicht. Man sagt wohl, pro Jahr, dass man es genommen hat = 1 Monat Entzug ... Das wäre sehr lange .. So jung bin ich nicht mehr, dass das lohnen würde...
Es tut aber gut zu lesen, dass andere auch Probleme haben, so zu leben ....
Targin Entzug und trotzdem arbeiten
53 Montag, den 23. Mai 2016 um 06:46 Uhr
Sonja
Hallo ihr Lieben,
ich bin 23. und nehme seit einem Jahr Targin durchgängig. 20/10mg 8x täglich.
Seit meinem 15 Lebensjahr habe ich Tilidin missbraucht. War dann im Entzug auf Wunsch meines Arbeitgebers (keinerlei Entzugserscheinungen, ich war 20 im Entzug). Seit einem Jahr nehme ich Targin, weil Tilidin es nicht mehr gebracht hat.
All die Entzugserscheinungen die ihr auflistet, habe ich auch. Das Problem ist, dass ich jeden Monat aufs neue von selbst einen Entzug mache, weil ich aufhören will, aber auf meiner neuen Arbeit nicht fehlen darf. Was kann ich tun?
Fentanyl
52 Mittwoch, den 18. Mai 2016 um 12:22 Uhr
Thomas
Hallo,
vor 3 Monaten habe ich wegen starker, diffuser Muskelschmerzen Fentanyl-Pflaster 50mg verschrieben bekommen. Da nun die Wirksamkeit nachläßt, stehe ich vor der Option, entweder die Wirkstoffmenge zu erhöhen oder das Pflaster abzusetzen.
Nachdem, was ich hier lesen durfte, werde ich sie wohl absetzen. Wegen den Feiertagen hatte ich vergessen, mir rechtzeitig ein neues Rezept zu holen und habe deshalb 2 Tage ohne Pflaster auskommen müssen. Es war die Hölle! Extreme innere Unruhe, an Schlaf war nicht zu denken und Muskelkrämpfe vom Feinsten. Also nichts wie runter von dem Zeug.
Da ich physischen Schmerz gewohnt bin, habe ich davor keine Angst, jedoch vor der Schlaflosigkeit und inneren Unruhe. Ich hoffe, mein Arzt verschreibt mir hier etwas für den lauwarmen Entzug, einen Kalten möchte ich auch wegen der depressiven Zustände nicht durchmachen, ich habe gerade erst eine schmerzhafte Trennung von meiner Frau hinter mir. Dazu passt weder die Schlaflosigkeit noch die innere Unruhe. Also wahrscheinlich langsam runterdosieren 50 -> 25 ->12,5 mg und dann sehen. wie es weiter geht.
Nach erfolgreichem Entzug werde ich hier meine Erfahrungen posten.
Oxicodon abhängig
51 Sonntag, den 13. März 2016 um 17:17 Uhr
Anja
Hallo zusammen,
ich war OXICODON abhängig. Es hat mit 10 mg am Tag angefangen und nach einem Jahr war ich auf 120 mg-150 mg. Ohne Tabletten ging gar nichts mehr.
Kurz vor Weihnachten hatte ich keine Tabletten mehr. Habe dann über Weihnachten und Silvester einen kalten Entzug zu hause gemacht. Es war die Hölle und ohne meinen Mann und meinen kleinen Hund hätte ich es nicht geschafft . Die Entzugserscheinungen wurden hier schon oft beschrieben und genau so war es. Einfach die Hölle.
Aber ich habe es geschafft bin seit dem komplett Tabletten frei, nehme nichts mehr und es geht mir gut, klar ab und zu hab ich auch Schmerzen, aber das geht wieder vorbei. Viel schöner ist, dass ich wieder Freude am Leben habe. Ich freue mich aufs Wochenende oder wenn die Sonne scheint oder einfach wenn ich mit meinem Mann und Hund spazieren gehen kann. Und das alles ohne Tabletten. Ich bin seit langem wieder richtig klar im Kopf.
Ich kann allen nur raten, Finger weg von Tabletten. Und wenn ihr schon drauf seid, macht einen Entzug, auch wenn es schwer ist. Man kann es schaffen und es lohnt sich .Ich habe auch oft gedacht, ich schaffe es nicht. Aber geht und es lohnt sich.
IHR SCHAFFT ES !!!
Kalter Entzug von Morhin-Retard Tabletten
50 Samstag, den 27. Februar 2016 um 23:57 Uhr
Brigitte
Hallo !
Ich war seit 2007 Schmerzpatient, wegen chronischen Schmerzen und Bandscheibenvorfällen! In dieser Zeit hatte ich trotz Morphin unerträgliche Schmerzen, litt an chronischer Verstopfung und hatte das Gefühl von Muskelsteifigkeit! Ich war deswegen fast zu nichts mehr in der Lage und konnte nicht mal meinen Haushalt erledigen!
Ich habe meine Probleme meiner neuen Schmerztherapeutin geschildert und sie kam auf die Idee, ein anderes Schmerzmittel zu versuchen (Targin), leider habe ich das Medikament nicht vertragen! Ich hatte Hautausschläge und Hitzewallungen. Kurzum, ich sollte dann das Morphin langsam ausschleichen! Dazu hatte sie mir Morphintabletten mit geringerem Wirkstoff aufgeschrieben! Nach ein paar Tagen waren die Tabletten alle und meine Ärztin im Urlaub! So beschloss ich, nichts mehr zu nehmen und kam prompt in den kalten Entzug!!
Es war die Hölle! Keine Nacht mehr schlafen, im liegen schlecht Luft bekommen, Schweißausbrüche, Herzrasen, Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfe, Durchfälle, Panikattacken, Angstzustände und und und!!
Das schlimmste war nicht schlafen zu können und die starke innere Unruhe!
Mein Hausarzt hatte, nachdem ich heulend bei ihm war, mir Schlaftabletten verschrieben!
Danach konnte ich nach fast 3 Wochen das erste mal richtig schlafen und damit der geschundene Körper endlich mal zur Ruhe kommen! Langsam, ganz langsam ging es wieder bergauf, aber ich habe Monate gebraucht, ehe ich wieder hergestellt war und ich ohne Abführmittel wieder zur Toilette konnte!
Und was das Beste war, ich war die Muskelsteife los und kann seither wieder meine Hausarbeit fast selbstständig verrichten!
Dank gebührt meinem Mann, der mich in dieser Situation unterstützt und aufgefangen hat! Ohne seine Hilfe hätte ich es nicht geschafft!
@Steffi (Post45)
49 Samstag, den 23. Januar 2016 um 09:43 Uhr
Horch Reinar
Da es ja aktuell ist und ich auch gerade Entzug mache von 400 Morphin und Ärzte oftmals nicht helfen oder Plan haben: Das Hydromorphon im Palladon ist nur extrem kurz wirksam mit einer Halbwertszeit von soviel ich weiß 2+ Std (Die Retardtabletten geben nur alle 2 Std. etwas Hydromorphon an den Körper, die Halbwertszeit bleibt dabei gleich!), weshalb der Entzug bei einer Dosisverringerung sehr kurz, dafür aber heftig ist. Hättest du es lieber kurz und hart oder lang und weich? Bei Polamidon dauert es bei einer Dosisverringerung sicher eine Woche bis zu einem Monat mit den Entzugssymptomen, dafür wesentlich weniger heftig.
Ich kenne das Hydromorphon, du bist auch auf einer kleineren Dosis als ich im Äquivalent, glaube ich und denke, dass das schon ok ist.
Das Ding ist, dass bei einem kurzen und heftigen Entzug Benzodiazepine zum Einsatz kommen können für ein paar Tage, ohne dass du davon dann körperlich abhängig wärst. Was bei einer Dauer von 2 Wochen z.b. an Entzugssymptomen nicht der Fall ist. Mit dem Hydromorphon bist du nach 3 Tagen Entzugssymptome (bei einer schrittweisen Verringerung von z.b. einmal 3x24 auf 3x16 mg z.B) schon hinterm Berg....
Benzos sind ein echter Segen bei Entzugssymptomen, solange man von denen körperlich nicht drauf ist. Und um nichts anderes geht es hier, um Drogenentzüge. Ob man Drogen nimmt, um Symptome (Schmerzen/Angst/Unruhe/Leere) zu überdecken oder nicht, macht keinen Unterschied, nur im Status der Legalität, die einem zugesprochen wird. Dass man bei der Schmerztherapie weniger Entzugssymptome hat bei Opioiden, ist eine Lüge der Industrie und hängt nur mit anderen Relationen in der Dosis zusammen (Höhere Dosen, mehr Entzug).
Zurück zu Benzos, für die Dauer so einer Dosisverringerung kannst du z.b. Diazepam oder sonstwas nehmen, für 3 Tage auch mit einer etwas höheren Dosis. Das ist wirklich ein Segen.
Will dir der Arzt nichts verschreiben, geh zu einem anderen und sage, du hast Flugangst und möchtest verreisen und du bekommst welche verschrieben. Das natürlich nur, wenn dir dein Arzt eine humane Ausschleichung im gleichen Zuge mit den Benzos verweigert und scheinbar nicht mal Hilfestellung gibt.
Für diese Zeit kannst du dann sehr gut überbrücken. Solltest aber zwischen den Phasen eine Pause einhalten, sonst ist man auf Benzos ziemlich schnell.
Ein anderes Medikament, das gut hilft und nicht mal "abhängig" macht, ist Tizanidin (Sirdalud) und hilft beim Schlafen, und auch gegen Muskelkrämpfe, wie ich finde.
Seroquel z.b. könntest du auch beim Schlafen nehmen, musst aber aufpassen, da bei mir das mal unheimlich die Muskelkrämpfe verstärkt hat.
Oder Doxepin, und ähnliche sedierende Antidepressiva, die kann man auch (gut?) für so etwas benutzen.
Wirkliche angenehme Abhilfe schafft aber nur ein Benzo, meiner Meinung nach.
Pass auf, auf so eine hohe Dosis Ibuprofen, oder?!
Durogesic 100 kalter Entzug
48 Freitag, den 22. Januar 2016 um 08:52 Uhr
Jörg L
Hallo,
jetzt sind es fast vier Wochen, als ich mit meinem kalten Entzug begonnenen habe.
Jetzt geht's langsam aber sicher bergauf. Meine Kraft kommt langsam wieder und es geht mir besser.
Ich habe es auf keinen Fall bereut, auch wenn die Wochen sehr schlimm waren. Am längsten hatte ich Schüttelfrost. Ich wünsche allen, die das auch durchmachen, nur das Beste.
Haltet durch.
Ganz liebe Grüße.
Jörg L
Gerade im kalten Entzug mit Buprenorphin
47 Dienstag, den 19. Januar 2016 um 11:05 Uhr
Aka
Ich nehme schon seit vier Jahren Buprenorphin, ich bin so gesehen auf einer niedrigen Dosis. 0,8 mg täglich. Leider hat die Dosis am Ende jedoch nicht mehr ausgereicht und da hatte ich beschlossen, bevor ich in die so genannte Spirale zu drohen falle, sollte ich lieber das Medikament absetzen.
Leider weiß ich nur zu gut, dass man schneller die Dosis erhöht als einem lieb ist. Vor ein paar Jahren habe ich schon mal sowas mitgemacht. 120mg Targin mit 40mg Oxi täglich, es gab kein Ende nach oben. Und da habe ich dann auch die Reißleine gezogen.
Leider sind meine Rheuma Schmerzen jedoch so stark zurückgekommen, dass mich der Doc nach 2 Monaten clean sein wieder drauf gesetzt hat. Bin jedoch mit geringer Menge Targin dann klar gekommen und als ich schwanger wurde, stellte man mich auf Buprenorphin um.
Lange Rede kurzer Sinn.... Ich hatte beschlossen, jetzt ist Schluss... Habe am 10.1 abgesetzt und stecke seit dem im kalten Entzug. Und mir geht es wie allen anderen.... starkes Schwitzen, kalte Haut, Hitzewallung und Schüttelfrost im Wechsel, keine Nacht mehr durchgeschlafen, Durchfall, Übelkeit, kleine Nervenzusammenbrüche mit Heulen,.. und teils Lachen vor Elend, Niesen, starke innere Unruhe, starke Gelenkschmerzen bis hin zu starker Unbeweglichkeit, körperlich sehr schwach und das Gefühl, unter Reizüberflutung zu leiden.
Ich hatte aber gestern ein Tag ohne jegliche Symptome, doch das hielt nur bis zum späten Abend an und dann begann alles wieder von vorne. Ich gehe mal davon aus, dass der Körper mir einen Tag Ruhe geben wollte, um Kraft für den nächsten Ansturm zu sammeln. So weit zu mir. Ich wünsche allen, die im Entzug stecken, viel Kraft und Durchhaltevermögen.
Durogesic 100
46 Dienstag, den 12. Januar 2016 um 16:13 Uhr
Jörg L
Jörg L
Die Tage waren schrecklich.
Schon am zweiten Tag haben die Schlafstörungen begonnen.
Jörg L
Die Tage waren schrecklich.
Schon am zweiten Tag haben die Schlafstörungen begonnen. Habe in 7 Tagen vielleicht 5 Stunden geruht, von schlafen keine Spur.
Am 5. Tag ging endlich mein Durchfall (Wasser ) weg. Ich habe noch heute Kopfschmerzen und keine Kraft.
Es geht mir aber schon etwas besser. Ich kann besser sehen und ich glaube, mein Geruchssinn kehrt langsam wieder zurück. Konnte nach fast 6 Jahren das erste Mal wieder etwas riechen. Erst war ich erschrocken, dann aber kamen Glücks Tränen.
Ich habe gelesen, dass es ungefähr einen Monat bis zur Besserung Dauer soll. Stimmt das etwa?
LG Jörg
Palladon Entzug
45 Sonntag, den 10. Januar 2016 um 10:43 Uhr
Steffi
Hallo an alle Mitleidenden,
was man hier liest, ist schlimm. Ich bin 47 und nehme Palladon seit fast 8 Jahren. 3x 16 mg und 2x2,6 mg zur Nacht. Zusätzlich noch 2x 100 Gabapentin und 2x Pantoprazol 40 mg, 1x Domperidon 16mg und meine Telfast 180 mg 1x. Ich habe nach wie vor so starke Schmerzen, bin oftmals an den Großgrundzehengelenken operiert, künstliche Gelenke, Einsteifung links usw usw. Absoluter OP Marathon. Schultern usw. Nervenschmerzen. Keiner weiß wo meine Arthrose und der Rest herkommt. War bei vielen Spezialisten.
Egal. Jetzt bin ich dabei das Palladon abzusetzen. Mein Schmerztherapeut wollte mich gleich auf 3x12 mg setzen. Ging gar nicht. Jetzt reduziere ich wöchentlich immer 4mg. Erst abends, dann mittags, dann morgens und immer weiter 4mg weniger. Nur zur Nacht die 2x2,6 mg bleiben. Ach ja, nehme ebenfalls seit Jahren Halcion 0,25 mg, starke Schlaftabletten. Alles hilft nichts. Kann selten schlafen. Jetzt mit dem Entzug fast gar nicht mehr. Am Schlimmsten ist es morgens. Bis das Palladon wirkt, kann ich nicht aufstehen. Der Körper kann einfach nicht. Ich habe Angst, dass das jetzt noch schlimmer wird. Ist es ja schon. Kaum Schlaf, Bauchschmerzen, Depressionen noch stärker als sonst, aggressiv, weinerlich, lustlos, keine Kraft, Hitzewallungen abends und nachts im Bett, frieren, Kopfschmerzen. ...
Leider bekomme ich weder Unterstützung, noch Verständnis von meinem Partner, Eltern etc. Keine Hilfe. Weiß jemand zum Einen, ob es einem, abgesehen von den Schmerzen, die ich mit Palladon ja trotzdem habe, besser geht, wenn der Entzug vorbei ist? Denn so ist das Leben kein Leben. Konzentrationsschwäche, Lustlosigkeit, Depressionen usw. Geht es einem dann wieder gut? Ist man wieder Mensch? Weiß zum Anderen denn jemand harmlosere Medikamente, die man unterstützend beim Entzug nehmen kann? Mein Schmerztherapeut hilft mir nicht. Einfach absetzen, fertig! Es gibt leider keinen anderen, der nicht gleich alles absetzt und auf Globulis umstellt. Frechheit.
Das Gabapentin werde ich danach auch noch versuchen loszuwerden. Eins nach dem anderen. Da bin ich auch schon von 900 auf 200 mg runter. Ich habe bis vor 1,5 Jahren täglich 28 Tabletten genommen. Hatte zu allem noch 2400 mg Ibuprofen uvm. Das habe ich alles schon weg. Kann mir die beiden gestellten Fragen jemand beantworten? Für die Ursachen meiner Schmerzen und was jetzt mit meinen Zehgelenken gemacht werden kann, damit die wahnsinnigen Schmerzen aufhören, weiß ich auch noch nicht. Wichtig: Palladon muss weg.
Wenn halt jemand antworten könnte, wäre schön. Ach die ganzen Hammer hat mir vor Jahren auch ein Schmerztherapeut verschrieben. Erst Tramal, dann Fentanyl und seit Jahren Palladon, aber gleich die genannte Dosis. Von alldem und dem vielen sitzen und liegen hatte ich fast 40 kg zugenommen, dich ich in den letzten 1,5 Jahren wieder abgenommen habe. Als diesem Grund war m. E. die Dosis dann eh viel zu hoch.
Also allen alles Gute und ich freue mich auf eure Tipps und Antworten. LG Steffi
Entzug von Targin
44 Samstag, den 09. Januar 2016 um 19:45 Uhr
Melanie
Hallo, ich bin Melanie
Es ist interessant zu lesen, was ihr alles durch macht. Ich habe seit 20 Jahren Colitis ulcerosa, seit 6 Jahren rheumatoide Arthritis und 3 Vorfälle in der LWS und jetzt noch ein Prolaps im Halswirbel. Die Nerven liegen da echt blank. Ich nehme seit 2 Jahren Targin und meine Lebensqualität ist auf 0 gesunken. Ich leide mittlerweile an einem Erschöpfungssyndrom und würde am liebsten nur im Bett bleiben. Ich habe vor einer Woche angefangen, die Targin abzusetzen von 2 Tabletten auf erstmal eine. Und ich bin trotzdem ordentlich auf Entzug
Zickig, müde, Übelkeit, nur am frieren, und meine Colitis ist dadurch aktiv geworden. Hat jemand ein paar Tips, um das leichter zu überwinden?
Mein Lebensgefährte tut mir schon leid, weil ich so unzufrieden bin und er nur leiden muss, er mich tapfer erträgt. nur das beste für mich möchte, und ich es nicht zulassen kann aber so gern möchte :-(
Ich muss aus dieser " Hölle " raus
Ich bin 43 und hätte gern mein Leben wieder. Ich wäre für jeden Rat dankbar.
LG Melanie
41. Eintrag vom 22. Dez.
43 Samstag, den 09. Januar 2016 um 19:17 Uhr
Sabine
Hallo Mandarin,
habe die gleiche Problematik wie du.
Habe gestern mit dem Entzug angefangen. Vielleicht können wir uns Mut machen!! Letzte Nacht war das Kribbeln in der linken Hand am stärksten, heute Angst, Unruhe und starke Schwäche. Aber ich denke: wir schaffen das !!! Versuche jetzt Stärkung mit Bio-Ginseng, Magnesium. Und Bier soll auch kräftigen. Trink jetzt ein Glas alkoholfreies. Prost auf uns ! Schreibe mir doch !!! Liebe Grüße S
kalter Entzug Durogesic 100
42 Samstag, den 09. Januar 2016 um 15:41 Uhr
Jörg L
Hallo mein Name ist Jörg,
Ich hatte vor 2010 eine HWS Operation. Der Dr. hat bei der Op einen Fehler gemacht und mein Rückenmark verletzt. Ins Krankenhaus ging ich mit einem kribbeln im der rechten Hand. Rausgefahren wurde ich im Rollstuhl. Direkt nach der OP war ich vom Kopf bis zu den Füßen komplett gelähmt. Ich konnte nur meine Augen bewegen und etwas sprechen. Nach 21 Tagen ging es mir schon etwas besser und ich konnte mit Unterstützung laufen und meine Arme etwas heben.
Aber genug gejammert. :-)
Ich habe durch diese OP meine Familie verloren. Ich war ein cooler Typ, sagten jedenfalls meine Freunde. War. War. War. :-(
Meine Frau, 10 Jahre jünger als ich.
Ich 52
sagte, sie möchte noch etwas erleben und ließ sich scheiden.
Am schlimmsten ist der Verlust meiner kleinen Tochter.
Ich habe vor 6 Tagen mit dem Durogesic 100 kleben aufgehört.
Bei mir ging es erst am 4. Tag so richtig los. Schlaf = 0, Schmerzen ohne Ende, Schüttelfrost, Durchfall usw.
Heute sind es 6 Tage und immer noch keine Besserung. Ich habe Angst, dass ich es nicht schaffe, denn auch ich bin alleine. Mit den Freunden ist es auch immer gleich. Bist du erst krank, na ja.
Kann mir vielleicht jemand sagen, wie lange dieser Mist mit dem Entzug noch geht? Ich werde nicht aufhören, weiß aber nicht, ob ich es schaffen werde.
das war's.
Ich werde nicht sagen haltet die Ohren steif, sondern macht einfach das, was für Euch das Beste ist.
Vom Gericht bekam ich 100000 € zugesprochen. Klagen lohnt sich. Aber nur in gewisser Form.
Ich wäre viel lieber gesund.
Ich drücke euch alle ganz lieb.
Jörg
Fentanyl-Entzug
41 Dienstag, den 22. Dezember 2015 um 19:50 Uhr
Mandarin
Hallo
Ich bin 53 Jahre alt, palliativ Brustkrebs mit Knochenmetastasen. Mein Arzt verschrieb mir Oxycontin 10mg und 5mg, so nahm ich morgens 15mg und abends 15mg, da ich sehr vorsichtig mit Medis bin... war bis 19 Jahren auf Heroin...
da meine Schmerzen extrem waren, Schulter, Brustbein und Schlüsselbein frakturiert, verschrieb mir mein Arzt Fentanyl 50...da ich dabei völlig dement und apathisch wurde, und über 4 Liter Wasser in der Lunge entwickelte, hörte ich spontan letzten Montag damit auf...der Entzug war heftig, Schüttelfröste, Panikzustände, Erbrechen, Niesanfälle, Schmerzen, ect...
bin nun am 5.Tag und es geht langsam aufwärts...weiß jemand, wie lange das noch dauern könnte? Ich bin ohne ärztliche Hilfe alleine zuhause...seit Samstag bin ich in einem staatlichen Programm für Cannabistropfen, die gegen die Schmerzen helfen sollten... kenne einige Menschen, denen Cannabis besser gegen die Schmerzen half als Morphium...
mein Arzt ist völlig gegen meinen Wunsch und äußert sich nur noch zynisch und untersucht mich kaum noch, meinte das letzte Mal am Freitag, es könnte sich schon wieder Wasser in der Lunge angesammelt haben, aber das könne bis nach den Feiertagen warten...das Wasser entdeckte er letztes Mal nicht, obwohl ich 3 Tage vor der Notfallaufnahme bei ihm war...
ich werde wohl den Arzt wechseln müssen, was in der Onkologie nicht einfach ist... ich wäre dankbar, wenn mir jemand Rat geben könnte, ob ich beim Fentanyl-Entzug schon über dem Berg bin?
Ganz herzlichen Dank und entspannte Feiertage!
Respekt an euch!
40 Donnerstag, den 17. Dezember 2015 um 11:19 Uhr
Jana
Hallo zusammen,

was ich hier lese, ist teilweise erschütternd. Das Leid, das bei diversen Absetzversuchen entsteht, ist schon enorm und ihr verdient alle meinen größten Respekt, das so tapfer und selbstdiszipliniert durchzuhalten. Ich selbst bin auch Schmerzpatientin und bekomme Tramadol.
Es wurde langsam eingeschlichen und soll, wenn es irgendwann machbar ist, genauso langsam ausgeschlichen werden.
Im Moment nehme ich 4 x täglich 20 Tropfen, an besseren Tagen 3 x 20 Tropfen. Die Schmerzen schauen häufig vorbei, aber ich kann sie einigermaßen im Zaum halten. Zwischendurch war meine Dosis auch schon einmal höher und zwar längerfristig. Das habe ich mir abgewöhnt und sie auf das ertragbare Minimum für meine Schmerzen reduziert. Ziel ist es, dass ich einen Weg finde, womit ich erst einmal nur noch 3 x 20 Tropfen täglich nehme und auch an schlechten Tagen, nicht mehr 4 x - im Vorfeld hatte ich ergänzend noch Novalgin genommen, aber das haben wir abgesetzt, da bei mir eine Histaminunverträglichkeit vorliegt.
Komplett auf schmerzlindernde Medikamente zu verzichten, ist für mich zur Zeit nicht denkbar, denn ich möchte mir meine Lebensqualität erhalten, so gut es geht, und die ewige Schmerzspirale ist einfach sehr belastend. Normalerweise bräuchte ich noch ein zweites Medikament, so wie ursprünglich in der Schmerztherapie geplant, aber da es bei mir so viele Verträglichkeitsprobleme gibt, wegen der Histamin-Sache, haben wir aktuell kein zweites Medi dazu getan. Habt ihr Tipps, was noch unterstützend wirken kann? Irgendwelche Erfahrungen mit Medikamenten, die keine Abhängigkeiten auslösen?
Sachen wie autogenes Training, progressive Muskelentspannung, Krankengymnastik, Massagen, Wärme, TENS und Akkupunktur, haben bei mir allesamt versagt und waren ein langjähriger Weg, bevor ich Tramadol bekam.
Mein Problem ist, dass ich mit Sonderleistungen u. Therapien nicht leisten kann. Durch meine Schmerzerkrankung bin ich zur Zeit nicht arbeitsfähig, dementsprechend sind meine Finanzen begrenzt.

Liebe Grüße an alle Mitleidenden und an Jene, die es bereits geschafft haben, ohne Medikamente zu leben!
Entzug im KH
39 Montag, den 07. Dezember 2015 um 10:37 Uhr
Horst
Hallo, habe wegen akuter Bandscheibenprobleme über 8 Jahre Fentanyl bis 75 mg genommen. Habe 3 Anläufe zur Entgiftung in stationärer Schmerztherapie unternommen, ohne das von mir erhoffte Ergebnis. Im Gegenteil, zum Fentanyl kamen noch Medikamente hinzu.
Da ich wegen der bekannten, z.T. sehr unangenehmen Nebenwirkungen von diesem Schmerz-Pflaster weg wollte, ging ich zur stationären Entgiftung in eine Klinik. Die ersten 3 Tage waren echt hart, trockener Entzug. Kaum schlafen, frieren u.ä. Ab dem 4.Tag wurde es durch ein Ersatzmedikament Tag für Tag angenehmer. Der Aufenthalt dauerte 3 Wochen. Die KK hat die Kosten in voller Höhe übernommen. Es war eine schwierige, sehr unangenehme Zeit.
Heute, 2 Jahre nach diesem Entzug, bin ich froh darüber, diesen Weg des kontrollierten Entzuges gegangen zu sein. Nach dieser Opiat-Entgiftung stellte ich ein ständiges Kribbeln in den Füßen fest. Durchblutung i.O, es ist ein Restless-Syndrom. Damit muß ich leben.
Ohne Fentanyl ist auch eine Schmerzlinderung eingetreten. Komme ohne Medikamente aus. Die Ärzte und Schwestern gaben sich große Mühe. Kann allen diese kontrollierte stationäre Entgiftung nur empfehlen. Ein schwieriger, unangenehmer Schritt. Das Ergebnis rechtfertigt ihn.
Entzug
38 Donnerstag, den 26. November 2015 um 00:09 Uhr
Nicola
Hallo Cindy,

Ich dachte erst ich spinne, aber das mit der Selbstbefriedigung ging mir auch lange so! Das war die Hölle, ich lag zum Teil die ganze Nacht wach und es hörte nicht mehr auf. Das hat mich sehr belastet! Allerdings hatte ich es nicht im Entzug, sondern beim Wechsel von Targin zu reinem Oxycodon.
Aktuell reduziere ich das Oxycodon und bin bei 20 mg morgens und abends angelangt. Mir tut speziell morgens der ganze Körper weh! Ich fühle mich wie ein Zementklotz. Das ist richtig schlimm. Schwitzen tue ich schon seit Beginn der Einnahme wie ne Sau! Das nervt mich auch richtig. Schwitzen vom nichts tun.
Mein Ischiasnerv ist trotz OP nicht besser geworden, sondern noch stärker! Alles eine Riesenscheiße und gefühlt frisst man den ganzen Tag nur jede Menge Tabletten :-(
Es ist die Hölle....aber man kann es schaffen!!
37 Montag, den 09. November 2015 um 05:52 Uhr
Kristen
Ich war bis vor 4 Wochen stark abhängig von Tramal. Ich weiß nicht mal, wieviel ich täglich in Tabletten oder Tropfenform eingenommen habe. So eine 100ml Flasche hielt max. 1 Woche. Ich habe Unmengen an Geld in dieser Zeit für dieses Teufelszeug ausgegeben, da ich es mir in Internetapotheken bestellt habe. Selbst da hatte ich die maximale Bestellmenge pro Monat ständig überschritten. Ich bestellte 3x monatlich unter 3 Namen (Familienmitglieder), allerdings weiß bis heute niemand meiner Familie oder Freunde, was ich mitgemacht habe....
Doch dann kam der Tag, an dem ich mich nicht mehr im Spiegel sehen konnte, wollte meine Tochter aufwachsen sehen ohne Schleier vor den Augen!!! Ich habe alles, was ich noch hatte, zu Ende genommen und dann war Schluss. Ja ich weiß, es ist unverantwortlich wegen Krampfanfällen u.ä. Aber in eine Fachklinik kann ich mich nicht 3 Wochen legen - wir sind selbstständig... Egal, jedenfalls ging ich eine Woche durch die körperliche und psychische Hölle!!!!!
Wirklich - das alleine lässt mich nie wieder in die Nähe dieses Medikamentes kommen. Die Nächte lag ich schweißnass wach - mein Körper hat gegen sich gekämpft an allen Fronten. Ich hatte schlimme Magenschmerzen mit Erbrechen und allem. Als Hilfsmittel habe ich hochdosiert Magnesium und ibu genommen, um den Körper etwas zu entlasten.
Nach 6/7 Tagen ging es endlich besser!!!! Die Nächte wurden wieder länger und der Körper erholt sich. Die Psyche ist eine andere Geschichte....ich hoffe, ich halte weiter durch, und möchte jeden hier, der das noch vor sich hat, Mut machen!!! Ihr schafft das - auf welchen Weg auch immer - ihr müsst es nur wollen!!!
Entzug
36 Donnerstag, den 05. November 2015 um 12:38 Uhr
Sindy
Hallo. Ich habe wegen einer Bandscheiben Op 4 Monate Tramadol bekommen. Nun versuche ich davon wegzukommen. Erst habe ich es ausschleichen lassen, und als ich auf 25 mg war, habe ich es abgesetzt.
Nun habe ich Schweißausbrüche, zittere vor Kälte, Hautübersensibilität, Krämpfe, Schlafstörungen und totale Unruhe im Körper. Was mich aber sehr belastet, ist, dass ich mich sehr oft (auch hintereinander) selbstbefriedigen muss. Das ist so beschämend und lästig. Kann mir das mal jemand erklären? Habe mir voller Verzweiflung heute Kalma aus der Apotheke geholt. Habt ihr evtl. Erfahrungen damit oder könnt mir was anderes empfehlen.
Vielen Dank fürs lesen
Entzug
35 Mittwoch, den 28. Oktober 2015 um 13:05 Uhr
Peter
Hallo
ich habe ja schon was geschrieben über meine Einnahme vom Morphium.
ich nehme auch noch Elontril 300 und Valproat 500.
Ich habe es vor 2 Tagen komplett abgesetzt, ich habe jetzt die ersten Entzugserscheinungen. Unwohl, Schweißausbrüche, Zittern, und mir ist kalt. ich hoffe, es geht bald vorbei.
ich mache das, weil ich seit 2 Monaten unerklärliche Schweißausbrüche habe, so schlimm, dass ich mein Unterhemd ausdrücken kann. ich bin klitschenass.
Ich hoffe, wenn ich mit meinen Entzug fertig bin, hören auch die Schweißausbrüche auf. Dann steht mit noch der warme Entzug vom Morphium bevor, das wird wohl wieder sehr schlimm werden.
Kalter Entzug Nachtrag
34 Samstag, den 24. Oktober 2015 um 18:34 Uhr
Mike
Hallo ich bin‘s nochmal,
Ich wollte nur mal sagen, jetzt sind wir alle schlauer mit Morphin und Co.
Doch ich habe seit 15 Jahren einen kaputten Rücken. LWS, jetzt noch HWS Blockwirbel, und habe immer mit ibu 800 gelebt, doch irgendwann sind das nur noch Smarties. Dann nach einer Infektion vor 3 Jahren unerklärliche Gelenkschmerzen, zwar in allen Großgelenken Arthrose, die aber die Schmerzen nicht erklärt. Dann ging es los mit 10mg oxy morgens und abends. Eine kurze Zeit war der Schmerzpegel auch recht erträglich und ich war froh.
Mein Doc wollte mir wirklich helfen, das darf man nicht vergessen. Denn vorher bin ich teils aus dem Auto gekrabbelt und keine 2 Stunden mehr mit der Familie einkaufen und lief nur noch gekrümmt.
Was später auch wieder kam und so höher dosiert wurde, 30/30, und manchmal eine dritte und IBU und 30mg waren bald witzlos, wenn es losgeht, bringt bei mir eh nichts mehr. Schmerztherapie, viele Vermutungen, viele Ideen, und nichts passiert. Fachärzte bis zu ein Jahr Wartezeit, und wenn die Maschine nichts ansagt, dann ist auch nichts. Beschissene Vermutungen und die Schmerzen bleiben.
Dadurch leidet die Seele und die Familie und die Spirale dreht immer weiter nach innen.
Dazu: meine Maus krebskrank/Polyneuropathie usw., bis 5x40mg Oxygesic.
So, nun hatte ich die Faxen dicke und habe einfach abgesetzt. Stur wie ich bin ohne Diagnose, diese ganzen Nebenwirkungen ertragen, nein nicht mehr, irgendwie wird es weitergehen, wie, wird die Zeit zeigen. Doch mein Doc ist für mich da und der wollte nur helfen. Klar, heute mit dem Wissen ist es die letzte Maßnahme, wenn nichts mehr geht.
Mein Rat für die, die hochdosiert oder lange Zeit diese Medikamente nehmen, ist der Kalte Entzug nicht unbedingt empfehlenswert. Lauwarmer Entzug mit Rücksprache des Arztes seines Vertrauens ist wichtig
Gerade um evt. Durchfall vorzubeugen, Magenkrämpfe, Schlafmangel usw., jeder durchlebt diese Phase anders. Das wichtigste aber sind Selbstdisziplin und Verständnis von Angehörigen.
Denn man selbst ist gereizt, erschöpft und die Seele kann sehr verletzlich sein, da bei uns Langzeit-Schmerzpatienten diese sowieso angeknackst sein kann.
Also nicht nur die Ärzte verfluchen, denn vereinzelt hat es ja auch eine Zeit geholfen, nur jetzt sind wir schlauer. Vielleicht verschreiben einige zu schnell BTM und man sollte vorher ausführlicher über Alternativen beraten und aufklären, aber das bezahlt keine Kasse.
Bin jetzt im 10. Tag Kalten Entzug, nach Verstopfung wieder mal Durchfall, Unruhe, gereizt, mal sehen, wie die Nacht wird, vielleicht mal 4 Stunden Schlaf, wäre toll. Dennoch bereue ich meine Entscheidung nicht, und erst in einigen Tagen werde ich wohl erst wissen, mit welchem Schmerzpegel ich wieder leben muß.
Aber es muß auch andere Hilfen als nur Btm geben. Das ist vielleicht die einfachste und billigere Variante, mit der ich mich aber nicht mehr abfinden will. Und zum Abschluß ein Spruch:
Aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir, sei froh und lächle, es hätte schlimmer kommen können, ich war froh und lächelte und es kam schlimmer.
HAHA
Kalter Entzug
33 Samstag, den 24. Oktober 2015 um 16:50 Uhr
Mike
Hallo an alle,
Ich bin 49 Jahre, nahm 2,5 Jahre Oxycodon wegen unerklärlichen Gelenkschmerzen.
Mehrmals aus Kostengründen andere Hersteller von Oxycodon. Dazu nur: Oxycodon ist nicht gleich Oxycodon. Meine Erfahrung.
Dann Umstellung auf Morphin, außer ständige Alpträume nichts gebracht.
Am 15.10.2015 hab ich den Hals dick gehabt und den Mist abgesetzt. Schwitzen, frieren ist noch erträglich, aber der absolute Schlafmangel ist die Krönung, die ersten drei Tage fast gar nicht und dann nur 2 oder 3 Stunden, selbst Schlaftabletten haben nichts gebracht. Wird jetzt etwas besser.
Dazu Durchfall, Gereiztheit und andere Wehwehchen.
Abgesetzt habe ich, da ich keine Diagnose bekomme, also muss ich erst mal wieder wissen, wer, wo, was Schmerzen macht und ob ich ein Schmerzpegel von 5-9 habe oder 7-9,5, ist mir mittlerweile auch egal.
Ich halte mich lieber mit Ibu 800 über Wasser als nochmal die Nebenwirkungen von Oxycodon und Co.
Müdigkeit, Appetitlosigkeit, antriebslos, erschöpft, unkonzentriert usw.
Zur Zeit sehe ich mich nach Alternativen um, wie ich eventuell meinen individuellen Schmerzpegel runterdrücken kann. Aber Morphin und Co. nur noch, wenn ich kein Einfluss mehr darauf habe.
Kalter Entzug, eine Erfahrung, auf die ich hätte verzichten können, aber das war mein Dickschädel.
Wenn ich wieder einigermaßen gut drauf bin muss ich das erst mal meinen Doc Beichten (HAHA).
Und für die Angehörigen und Freunde derer, die sich dem Entzug stellen, bitte habt Verständnis. Manchmal links rein, rechts raus, denn der Entzug ist ein kleiner Höllentrip, wer das nicht selber erlebt, kann das Elend nicht nachempfinden.
Alle, die angefangen sind mit dem Entzug oder anfangen wollen, Durchhalten, Kämpfen. Einfach ist es nicht und jeder empfindet anders.
Entzug
32 Samstag, den 24. Oktober 2015 um 04:19 Uhr
Karin
Mir scheint, ich bin in eine Entzugsfalle geraden. Lag im KH, habe Targin bekommen, mir war ständig übel. Zu Hause dann habe ich noch einmal die Klinik angerufen und gefragt, ob ich Targin in Tilidin umwandeln kann, die Ärztin meinte ja. Habe es gemacht. Am Montag zur Hausärztin, weil es mir nicht Chat gut ging und meine Beine fast nicht mehr wollten, sie hatte keine wirkliche Meinung. Den nächsten Tag wieder hin, weil es mir immer schlechter wurde, da meinte sie dann, dass Tilidin weglassen und 3x2 Ortron nehmen. Nachts darauf bekam ich so einen selten Husten, der mich hochschrecken ließ, weil ich das Gefühl hatte/habe, als wenn mir die Luft weg bleibt und der ganze Körper unter Strom steht.
Nun ist aber keiner da, der mir helfen kann, weil Wochenende ist und keine Sprechstunde. Weiß keinen Rat, was ich nun machen soll, habe panische Angst. Dazu kommt noch, dass die HÄ gleichzeitig meine Blutdruckmedikamente reduziert hat und mein Blutdruck auf 170/102/61 ansteigt. Habe jetzt für mich entschieden, die Blutdrucktabletten wie bisher einzunehmen. Nur was mache ich mit den anderen Tabletten?
kalter Entzug
31 Dienstag, den 20. Oktober 2015 um 11:37 Uhr
Ursula
Ich habe Palexia nur 2 Wochen genommen, dann hat sich meine Leber gemeldet. Habe mir nicht mehr getraut, das Medikament zu nehmen. Schon die kurze Zeit bringt bei mir schon Entzugserscheinungen.
Steche gerade den 3. Tag im Entzug. Genau das gleiche Programm. Erst Schwitzen und dann vor Kälte Zitter. An schlafen ist nicht zu denken, die Zahnpasta macht mir mein Mann auf die Zahnbürste.
Habe mir den Arzt kommen lassen, da mir so schrecklich übel war. Habe ein Beruhigungsmittel bekommen. Jetzt kann ich wenigstens mal schlafen.
Nehme dieses Mittel nie mehr. Versuche meine Schmerzen mit autogenem Training in den Griff zu bekommen, so dass es wenigstens erträglich ist.
Holt euch Hilfe, das erleichtert unheimlich.
Kalter Entzug
30 Dienstag, den 20. Oktober 2015 um 10:54 Uhr
Natalie
Hallo, ich heiße Natalie und bin 22 Jahre alt.
Ich habe jetzt Schmerz bedingt 4 Monate lang täglich 20 mg Oxycodon genommen. Bin seit 4 Monaten auch arbeitsunfähig. Da mein Chef mich nun auch noch gekündigt hat, habe ich für mich selbst entschieden, dass es voran gehen muss.
Aber wie sind die Schmerzen ohne Oxycodon? Das kann ich nicht sagen.
Vor 5 Tagen habe ich einfach aufgehört, das Oxycodon zu nehmen. 3 Tage lang war alles gut, keine Probleme, ich fühlte mich fit. Seit Tag 4 bereue ich meine Entscheidung einfach nur noch, aber aufgeben möchte ich nun auch nicht.
Mir ist in der Wohnung unter 2 Decken kalt, aber ich schwitze, als käme ich grad aus der Dusche, und bin noch nicht abgetrocknet draußen, ist mir warm und ich schwitze ebenfalls (wir haben den 20.10.15, warm ist es draußen nicht mehr)!
Ich träume schlecht, habe Migräne-artige Kopfschmerzen und zittere den ganzen Tag. Kann mir einer sagen, ob ich es bald geschafft habe?
P.S.: ich werde nie wieder einen kalten Entzug machen.
LG.
Entzug
29 Freitag, den 16. Oktober 2015 um 12:36 Uhr
Peter Fröhlich
Ich habe noch was vergessen. Dieser Entzug war das Härteste, was ich in meinem Leben kennengelernt habe.
Ich würde gerne einen neuen Versuch starten, aber ich habe eine Heiden Angst vor den Entzugserscheinungen. Dann kann mir ja auch keiner sagen, ob ich es ohne MST aushalte. Man macht dann den schrecklichen Entzug und man merkt dann, dass die Schmerzen wieder so stark zurückkommen, dass man wieder zum MST greifen muss, weil man es sonst nicht aushält vor Schmerzen.

Hat jemand die gleichen Erfahrungen?
Entzug
28 Freitag, den 16. Oktober 2015 um 12:19 Uhr
Peter Fröhlich
Hallo, ich heiße Peter,
ich lebe seit über 15 Jahren mit Morphium, zuerst war es eine Tagesdosis von 2500 mg, nach ein paar Jahren bin ich alleine und schrittweise runter gegangen auf morgens 200 mg, mittags 200 mg und am Abend 200 mg und in der Nacht bei Bedarf 200 mg.
Ich habe mal einen Entzug gemacht, habe es aber wegen meiner Rückenschmerzen nicht lange ausgehalten, so dass ich es wieder nehmen musste.
Meine Symptome bei dem Entzug waren grausam.
Am Anfang kam das Zittern, Scheißausbrüche kalt, starker Durchfall, konnte nichts mehr bei mir halten. Dann fing es richtig an, alles was ihr hier auch schon geschrieben habt, hatte ich auch, aber bei mir war noch so ein Brennen, als wenn ich im Feuer stehen würde. Ich dachte, dass meine Hoden abbrennen würden. Ich habe mich auf der Erde gewälzt, und das alles im Krankenhaus.
Jetzt bin ich wieder am überlegen, ob ich nicht mal runterkommen soll, vielleicht halte ich ja diesmal die Schmerzen ohne Morphium aus. Aber ich habe eine Scheißangst vor dem Entzug.
Tramadol Entzug
27 Freitag, den 09. Oktober 2015 um 14:38 Uhr
Dominik Rawe
Die körperliche Komponente nach dem Absetzen von Tramadol ist heftig. Ich bin jetzt 9 Tage aus der Entgiftung und habe Gliederschmerzen ohne Ende. Dazu kommt eine Antriebslosigkeit und Schlaflosigkeit. Ich nehme im Moment keine Medikamente und wäre froh über einen Medikamenten-Tip.
Targin und Oxycodon
26 Montag, den 05. Oktober 2015 um 11:10 Uhr
Peter
Hallo, ich nehme jetzt seit 6 Jahren Targin 40/20 und Oxycodon 20/10 wegen starker Schmerzen nach 5 OP's an den Bandscheiben und Einsetzen von Implantaten.
Trotzdem Schmerzen, also erst hochdosiert Morphium, nach einigen Monaten bekam ich davon aber einen Verschluss, da mein Darm nicht mitgemacht hat. Seitdem Oxycodon und Targin und jetzt ohne es zu wollen auf einem kaltem Entzug.
Und es ist die Hölle. Am ersten Tag geht noch, man wird langsam nervös. Schlafen ist eh schon schlecht wegen der Schmerzen. Plötzlich ein Geruch in der Nase, wo ich nicht weiß, wo es her kommt.
2. Tag: nervös, antriebslos, Schweißausbrüche, kalte Füße nachts. Am 3. Tag kein Schlafen mehr, Beine zittern und sind unruhig, liegen keine Chance. Es ist kalt, obwohl ich nassgeschwitzt bin. Der Körper fängt an, sich ohne es zu wollen einfach zu schütteln, Beine machen, was sie wollen, und ich warte nur noch, dass es besser wird, wenn ich meine Medikamente heute wieder bekomme.
Ach so, kalter Entzug, den ich nicht wollte. Schuld war die Apotheke, die mir meine Tabletten nicht gebracht hat. Aber ich glaube, ich werde es wirklich versuchen, aber nur in einer Klinik.
Tramal
25 Montag, den 21. September 2015 um 13:15 Uhr
Jule
Ich bin mit Hilfe von Doxepin durch meinen Hausarzt 4 Tage Tramal frei, es ist jedoch trotzdem ein harter Weg, schlaflose Nächte, kribbeln in Armen und Beinen, depressive Stimmung, Antriebslosigkeit…
es ist der Horror, ich hoffe es wird bald besser, ich kann jedem empfehlen, die Finger von Opiaten zu lassen!!! Das ist einfach ein Teufelszeug.
Palexia absetzen
24 Donnerstag, den 17. September 2015 um 08:53 Uhr
Ally
Habe seit 2011 Palexia 150 ret. 2mal täglich wegen chronischer Schmerzen genommen, dazu Amytriptilin wegen Depris, Spannungskopfschmerz und Migräne. Kaltentzug war hart. Hab's überlebt, habe keine Kopfschmerzen und Migräne mehr, wesentlich weniger Panik-Attacken und die Hauptsache, ich bin wieder klar im Kopf und kann mit meinen Schmerzen leben.
Habe noch Tabletten übrig, falls sich jemand ruinieren will.
Nebenwirkungen von starken Schmerzmitteln
23 Montag, den 14. September 2015 um 11:49 Uhr
Beate
Hallo,
ich habe seit ca. 2 Jahren starke Scherzmittel eingenommen, jetzt mache ich kalten Entzug. Mit welchen Entzugserscheinungen muss ich rechnen (Acoxia 90 mg Tilidin ibo 600 3xtäglich Novalgin)
im Voraus Danke
Beate
Fentanyl
22 Mittwoch, den 09. September 2015 um 14:39 Uhr
Monika Döring
Das spontane Absetzen von 200 Microgramm Fentanyl, das ich durchgehend bekam von 2011 bis zum heutigen Tag 9.9.2015. Ich habe nur noch zwei Pflaster a 100 Microgramm, die für die nächsten 3 Tage sind. Aus reiner Angst lasse ich die Pflaster schon länger drauf.
Oxycodon Entzug
21 Sonntag, den 06. September 2015 um 09:35 Uhr
Mikel
Hy Leute, ich bin jetzt im zweiten Tag auf meinem kalten Entzug, und muss sagen, es ist schon der Hammer, aber ich hoffe, ich schaffe das. Und wenn das alles vorbei ist, fahre ich ins Krankenhaus, wo das alles angefangen hat, und stampfe den doc dort ein.
Kalter Entzug von Palexia 100 mg
20 Mittwoch, den 05. August 2015 um 07:19 Uhr
Anna Maria
Ich habe über 1 Jahr Palexia 100mg drei mal täglich eingenommen nach einem Bandscheibenvorfall. Da ich zu der Zeit noch selbstständig war, hatte ich keine andere Wahl.
Seit 3 Monaten bin ich nun zuhause und habe einen Tag vergessen mittags die Palexia zu nehmen. Da ich immer schwere Beine hatte und mich beim Aufstehen abstützen musste, habe ich abends gedacht "was ist jetzt los“. Ich konnte ohne Mühe vom Stuhl aufstehen. Nachdem ich dann gemerkt habe, dass ich die Tablette vergessen hatte, habe ich den Beipackzettel gelesen und gedacht, das die Schwäche wahrscheinlich eine Nebenwirkung ist.
Ich habe mich dann entschieden, die Tabletten abzusetzen. Vier Tage habe ich Schlaflosigkeit, starkes Schwitzen oder Frösteln sowie Kopfschmerzen und sowas wie Schnupfen gehabt. Danach war alles gut. Und das beste: ich habe auch keine Schmerzen mehr!!!!! Also Mut, es geht, man kommt davon weg.
absetzen Durogesic 50 Pflaster
19 Dienstag, den 04. August 2015 um 20:02 Uhr
Keller
habe es einmal vergessen zu wechseln, hatte Übelkeit, Kälte, Durchfall
Fentanyl 50mg oral Einnahme möchte aufhören
18 Montag, den 27. Juli 2015 um 13:10 Uhr
Neukölln
Hallo, ich bin seit 2 Jahren Fentanyl-abhängig. Ich schneide kleine Stücke und nehme es in meinen Mund. Ich nehme 1 Pflaster 50 mg am Tag. Ich habe einmal einen kalten Entzug gemacht, es war die Hölle. Leider bin ich 4 Monate nach dem Entzug wieder rückfällig geworden.
Ich bitte euch mir Tipps zu geben und mir paar Ärzte aus Berlin zu empfehlen. Würde mich sehr freuen. Liebe Grüße
Ärztlich kontrollierter Medikamentenentzug
17 Freitag, den 03. Juli 2015 um 17:24 Uhr
Hans-Jürgen Scholz
Hallo zusammen,

als erstes muss ich jedem, der solch einen ärztlich kontrollierten Entzug vor sich hat, den Zahn ziehen, er hätte keine Nebenwirkungen. Ich durfte auf Grund von Kommunikationsversäumnissen zwischen Patient und Arzt einen 4 Tage andauernden kalten Entzug durchmachen. Ich kann Euch sagen, noch einen Tag länger und ich hätte mir das Leben genommen.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Ärzte für eine kontrollierte Medikamentensensibilisierung gar keine Zeit haben. Das passiert innerhalb von 2 Wochen. Dabei wird versucht, mittels anderer Medikamente aus der "obersten Schublade" evtl. Nebenwirkungen aufzufangen, die allerdings wie in meinem Fall massive physische und psychische Probleme mit sich brachten.
Egal wie rum man es dreht, es ist eine Tortur. Es wird praktisch ein BTM -Medikament gegen ein anderes ausgetauscht. Ich möchte jedem, der so etwas vor hat, raten, sich genauestens sachkundig zu machen.

Viel Erfolg und eine schmerzfreie Zeit!!

Hans-Jürgen Scholz
Berlin
Tramal
16 Dienstag, den 23. Juni 2015 um 12:42 Uhr
Layla
Ich bin 31 Jahre alt und habe nach meinem Bandscheibenvorfall vor 5 Jahren Tramal verschrieben bekommen. Erst ein kleines Fläschchen. Da es meine Schmerzen komplett weg gemacht hat und es mich so schön entspannt und gleichgültig gemacht hat, habe ich es mir von meinem Arzt immer wieder verschreiben lassen! Leider war ich ziemlich schnell abhängig!
Ich kann nur jedem raten, einen SCHMERZTHERAPEUTIN aufzusuchen. Es war kein leichter Weg, aber mit Katadolon (einem Schmerzmittel, welches ohne Opiode ist) und Akupunktur war ich in 2 Wochen runter und schmerzfrei! Ich musste noch nicht mal mehr eine Ibuprofen oder ähnliches nehmen.
Nebenwirkungen wie Schlafmangel, Schweißausbrüche, Unruhe und komische körperliche Entzugserscheinungen waren leider auch dabei! Aber diese zwei Wochen haben sich gelohnt!
Leider bin ich durch einen erneuten Bandscheibenvorfall rückfällig geworden und muss bald wieder dadurch!
Entzug
15 Dienstag, den 23. Juni 2015 um 10:16 Uhr
Schwarzer Engel
Hi ...
ich stecke auch grade mitten drin aber ich muss weiter ausholen ...
ich bin seit 1 Jahr Canabis und Speed süchtig und Mitte März kam ein Bandscheibenvorfall sowie finanzielle Sorgen (der so genannte Kreislauf) dazu. Als ich voller Zuversicht in eine 3wöchige Reha ging, kam dort am 3. Tag der nächste Nackenklatscher. durch meinen festen Willen, diese Reha wieder arbeitsfähig (Kranken und Altenpfleger) zu verlassen, hatte ich nun auch noch starke Schmerzen in der Schulter und eine Woche später lag ich schreiend und weinend in der Notaufnahme.
Dort konnte mir auch geholfen werden, so dass ich von der Klinik nach 4 Tagen wieder in die Reha konnte. Ok, dachte ich, da noch alles wird gut. Von wegen, falsch gedacht :( zum Nachmittag hin wurden die Schmerzen wieder schlimmer, so dass ab Montag die Schmerzen mit Cortison behandelt wurden bis zum Donnerstag in der dritten Woche, da war der OA wie vom Erdboden verschluckt worden, weg! (Medikamentenmissbrauch bekannt).
Da dachte sich dann der AA, ok spritzen darf ich nicht (der gute hat Rheuma u. Arthrose in den Händen), also gebe ich ihnen btm (Panik in meinem Kopf), aber die Schmerzen waren so doll, dass es mir egal war, und ich nahm die Tabletten.
Als ich dann gelesen habe, was und wieviel mg ich mir da eingeworfen habe, dachte ich super das wird ein schöner Abend mit viel Freude (High bis zum abwinken). 20/10 mg Anfangsdosis ist doch super, abheben inbegriffen.
Wieder zu hause beim Hausarzt das angesprochen und erzählt, schüttelte er auch nur den Kopf darüber, unterschrieb mir (auf eigenen Wunsch) Oxycodon 10/5mg auf und gab mir eine Überweisung zum MRT mit (Termin am 10.7).
Momentan stehe ich mit der Reduzierung auf 5mg (2. Tag), aber mit weiterem Konsum von Canabis und Speed :( ich versuche gerade mit hängen und würgen von allen weg zu kommen, aber selbst in so einem kurzen Zeitraum hab ich dadurch den Boden unter den Füßen verloren.
Leider ist es für alle einfacher, in so eine Lage hinein zu geraten, um so schwerer, da den Absprung zu schaffen, aber ich habe einen guten Grund, wofür es sich lohnt zu kämpfen, um meinen Mann, (der seit 15 Jahren Missbrauch von Canabis/Partydrogen, nach einem schlimmen Vorfall zwischen uns, sich aus freien Stücken in klinische Behandlung begeben hat, damit wir noch eine Chance haben), das ist der beste Grund dafür zu kämpfen ... und Finger weg von btm !!!
Entzug (kalt) von Targin
14 Samstag, den 25. April 2015 um 09:42 Uhr
Melanie
Trifft alles zu. Außerdem Herzrasen, Schwäche Anfälle, Krämpfe, Kopfschmerzen, Schmerzen überall. Ist nicht einfach.
Oxycodonentzug
13 Sonntag, den 12. April 2015 um 16:55 Uhr
Schnupsistern
Ich bin gerade in einer Klinik im Entzug von Oxycodon. Ich habe seit einem Jahr 40-0-40 mg Oxycodon genommen wegen unerklärlicher ununterbrochener Schmerzen in den Beinen.
Ich kann nur vor dem Zeug warnen. Meine Schmerzen waren zwar nach der Einnahme nach einiger Zeit verschwunden, aber nach und nach stellten sich immer mehr Nebenwirkungen ein. Zum Schluß standen die Nebenwirkungen in keinem Verhältnis mehr zu der Hilfe, die sie mal darstellen sollten. Verdauung komplett lahmgelegt, zeitweise tiefste Depressionen, so trockener Mund, dass ich ständig trinken mußte und meine Lippen cremen mußte, sonst rissen sie sofort auf. Mein Mund war teils so wund, dass ich kaum essen konnte.
Es war einfach nicht mehr erträglich, aber ich hatte auch Bammel vor dem Entzug. Erst ging ich in eine normale Klinik hier am Ort, aber die nahmen mir einfach alle Tabletten weg, die sie meinten, die ich zu viel nahm. Es waren schon einige, auch Benzos und Antidepressiva usw.
Nach 24 Std. war ich nur noch ein Häufchen Elend und niemand tat etwas, um mir das Leiden auch nur irgendwie zu erleichtern. Also ging ich völlig am Ende nach Hause und nahm wieder alles, was ich so hatte. Es hat 2 Wochen gedauert, bis ich mich wieder halbwegs normal fühlte.
Also nächster Versuch in einer psychiatrischen Klinik, in der ich schon mal vor Jahren war. Nachgefragt, ob sie so einen Entzug auch machten und siehe da, ja, sie machen es, als Zugabe so zu sagen. Die Einweisung lautete dann aber auf Depressionen, anders ging es nicht. Ich bin nun froh, dass ich nach 10 Tagen nun auf 30-0-30 bin und es geht mir heute gut. Die letzten Tage waren aber teils sehr hart, denn man hat meine komplette Tablettenliste total umgestellt, das geht natürlich auch nicht spurlos an einem vorüber.
Aber der Entzug von Oxycodon ist schon der heftigste und war die letzten 3 Tage jeden Tag anders. Aber ich habe es zumindest schon geschafft, ohne Benzos zu schlafen, und ich habe schon die 10 mg pro Tag morgens und abends weniger. Juchuhhhhh, aber es kommt noch einiges. Aber so ist es halbwegs erträglich, aber natürlich nicht so schnell. Mittel zum dämpfen einiger Erscheinungen bekomme ich zur Zeit nicht, vielleicht da ich ja schon so viele Medis eingenommen habe, die ich absetzen muß, da kann ich natürlich nicht schon wieder andere Medis einnehmen. Ich habe zum Schluß 18 Tabletten pro Tag eingenommen, das ist in meinem Alter (51) definitiv zu viel.
Ich will einfach ein Leben ohne solche Abhängigkeiten. Denn man merkt nicht wirklich, wie abhängig man wirklich ist, wenn man so etwas immer parat hat und auch keine Probleme hat, an das Zeug dran zu kommen und kein Arzt den Eindruck macht, als ob das irgendwie schlimm wäre.
Freiwillig nehme ich so ein Zeug nie wieder!!!
Oxycodon
12 Freitag, den 20. März 2015 um 15:10 Uhr
Tobias
Endstation Entzugsklinik
Nehme wegen starker Bandscheibenschmerzen seit 2 Jahren das Zeug, anfangs nach Anweisung vom Arzt. Am Ende war meine Dosierung bis zu 17 zerkaute Tabletten a 20mg, da ich schnell dahinter kam, dass sie zerkleinert Euphorie auslösten ... Morgens 6 und Nachmittags 6 und weitere 6, wenn ich unter Leute gehen wollte ..
ich leide unter einer Angsterkrankung . Und dass ich die Tabletten mißbrauchte, war mir schnell klar, aber sie verschafften mir ein normales Leben ..
Aber ich war süchtig und abhängig und das mußte ich ändern .. Ich habe 2 Kinder, und die sollen keinen drogenabhängigen Vater haben.
Seit 10 Tagen mache ich einen klinischen Entzug langsam auf null und ich will bei null bleiben ..
Dieses Zeug ist einfach nur gefährlich, wenn man es missbraucht, ich kann nur jeden mahnend warnen, dies zu tun .. Ich bin bereits bei null und mittlerweile geht es mir wieder besser, aber die Schmerzen sind natürlich wieder da .. Dieses Problem gehe ich mit einer Schmerzklinik an, aber nie wieder mit Opiaten
Morphin intravenös
11 Freitag, den 13. März 2015 um 18:39 Uhr
neva evaa
Wenn man mal so ein Problem hat, muss man ein Selbstzerstörer sein, um den Entzug kalt zu bewältigen. Ich habe das mit 600mg nach 3,5 Jahren im Urlaub das letzte mal geschafft und wäre dabei knapp ums Leben gekommen. Nach 5 Jahren auf 800mg gab es nicht mal mehr eine klitze kleine Chance, das zu bewältigen.
Die Symptome wie von den Ärzten beschrieben sind untertrieben mal 1000. Du stehst in der Früh auf und wenn du binnen 2 Stunden nichts hast, übergibst du dich schon so stark, dass man froh ist, noch Luft zu bekommen, was jede Stunde schlimmer wird, ganz zu schweigen von den starken Schmerzen am ganzen Körper.
Unerklärbar, wie schlimm es ist.. wenn ihr wegkommen wollt, führt das alles nur über Reduktion und viel Diazepam beim Absatz dann.
lg
Entzug von Palexia . Opioide
10 Sonntag, den 15. Februar 2015 um 22:56 Uhr
kamann
Nehme seit Juni 2014 Palexia ..Dosis: 50--50ml. Nach Jahren der Verzweifelung, der ständigen Arztbesuche, Tabletten hier, Tabletten da, und ich war ein Wrack und lebensmüde. 2014 dann endlich Schmerzklinik. Diagnose chronische Schmerzen des Gaumens und Zahnkamms.
Als die Ärzte mir dann Opioide anboten, bekam ich Panik, ehe ich die erste Tablette nahm, vergingen Stunden. Nach 3, 4 Tagen wurde der Schmerz erträglich.
Die Nebenwirkungen waren nicht ohne. Die Freude der etwas weniger Schmerzen uberzeugte aber. Nach 14 Tagen bin ich als neuer Mensch nach Hause. Und möchte das auch bleiben.
Entzug hin oder her, ich weiß über Risiken, ich weiß aber auch, dass ich diese Schmerzen nie wieder ertragen kann und will. Ich hätte mehr Angst vor diesen Schmerzen als vor dem Entzug.
Da ich aber auch keine Toleranz entwickeln möchte, so habe ich seit 8 TAGEN auf die Hälfte reduziert. Entzug ab und zu traurig. Kälte-Schübe, Hitze, hin und wieder Schwindel, etwas übel, aber alles erträglich. Leider kommen aber die Schmezen zurück. Das heißt fur mich: wieder auf 50-50 ml. Das ist für mich die beste Wahl, um zu uberleben....Blutwerte und EKG werden engmaschig kontrolliert.
Euch allen wünsche ich ein weg aus den Schmerzen und viel viel Mut beim Entzug.
Entzugsdauer nach 15 Jahren 150er Fentanyl
9 Donnerstag, den 05. Februar 2015 um 05:30 Uhr
Rialora
Nehme seit 15 Jahren Fentanylpflaster, teils oral und würde das Zeug gern absetzen. Habe aber sehr große Angst vor dem Entzug und den Entzugsschmerzen. Wie kann man die Entzugsschmerzen ausschließen? Geht das überhaupt, dass man vollkommen ohne Entzugsschmerzen entziehen kann ? Wie lange würde solch ein Entzug dauern ?
Targin seit 2009
8 Samstag, den 31. Januar 2015 um 08:42 Uhr
Kati M.
Auf Grund einer fehlerhaften OP nehme ich seit vielen Jahren Targin. Mittlerweile bis zu 3 x vgl. 40/20mg. Jetzt habe ich eine Fernreise nach Dubai und Mauritius gebucht. Wie bekomme ich die Medikamente durch den Zoll, ohne Probleme zu bekommen? Ich habe schon überlegt, ob ein Entzug nicht sinnvoller ist. Allerdings werde ich nicht ohne Medikamente auskommen, da die Schmerzursache ja nicht verschwunden ist. Gibt es "Ersatz Medikamente" um den Entzug zu kompensieren?
Vielen Dank schon mal!
Entzug - Oxicontin / Oxinorm / Fentanyl
7 Freitag, den 16. Januar 2015 um 10:23 Uhr
Frank
Habe diese Medis nach Rücken Op 4 Jahre lang genommen, brauchte mehr und mehr und noch mehr.
Die Ärzte bemerkten die Opioidabhängigkeit nicht.
Körperlich schwer Angeschlagen. Durch Eigeninitiative wollte ich alle Medis (Opioide) absetzen. Um meinen Körper wieder zu spüren. Es stellte sich heraus, dass ich schwer Opioid abhängig war. Entschied mich für kalten Entzug. Ärztlich überwacht händelte ich den Entzug selbst. Nur mit eisernem Willen war der Entzug zu ertragen. Ich kam an die Grenzen des Ertragbaren, Physisch und Psychisch. 1 Monat dauerte der Alptraum, danach war ich weg von Opioiden.
Habe trotz chronischen Schmerzen viel Lebensqualität zurück gewonnen. Der Wille kann Berge versetzen, brauchte aber auch sehr viel Kraft.
(12 Monate Rückblick)
hausfrau
6 Dienstag, den 13. Januar 2015 um 18:02 Uhr
vija
ich habe es drei mal versucht, Targin abzusetzen, ohne erfolg
Oxycodon
5 Mittwoch, den 07. Januar 2015 um 23:50 Uhr
Astharot
Da ich seit rund zwei Jahren Oxycodon (120 mg) Targin (100 mg) plus Sevredol nehme kommt wohl noch einiges auf mich zu. Bisher hab ich aber keine Klinik gefunden die den Entzug durch führt.
Oxycodon
4 Mittwoch, den 31. Dezember 2014 um 21:59 Uhr
felix
Hallo, habe aufgrund vom Nervenschmerzen das letzte Jahr Oxycodon genommen. Die Dosis hat sich von 10mg täglich auf 80mg (20/20/20/20) gesteigert. Letzte Woche habe ich beschlossen, dass ich trotz Schmerzen versuchen werde das Oxycodon abzusetzen. So nehme ich es jetzt noch (20/0/20) das ganze allerdings mit den Nebenwirkungen extremer Erschöpfung, Lustlosigkeit, und eben Schmerzen. Wie lange werden die Entzugserscheinungen andauern bzw wie lange brauche ich um das ganze hoffentlich auf 0mg/tgl zu reduzieren?
MfG danke
absetzen von Oxycodon-HCI AL20mg
3 Dienstag, den 30. Dezember 2014 um 00:03 Uhr
Monika
Ich bekomme seit Oktober 2013 Oxycodon, erst musste ich Morgens 10mg und Abends 5mg nehmen, doch dies reichte nicht lange und ich hatte Schmerzen in den Beinen, Zittern, Herzrasen und konnte nicht ruhig atmen.
Ich sagte dies meinem Arzt, der mir die Dosis höher stellte. Doch jetzt habe ich starke schmerzen auf der linken Seite und es fühlt sich an als würde mein Herz einen Takt überspringen. Auch habe ich keinen Hunger mehr, nur Süßes geht. Die Lust auf Sex ist komplett weg, auch gehe ich nicht mehr raus und habe oft die Gedanken mir einfach das Leben zu nehmen. Denn ich war lebenslustig und jetzt ist davon nichts mehr da.
Ich erzählte dies auch meinen Hausarzt, dass ich diese Tabletten nicht mehr möchte, denn ich kann und möchte so nicht mehr weiter machen. Er sagte immer nur ja ähm okay, und erhöhte wieder die Dosis, ich sagte ich möchte nicht mehr sondern aufhören. Er meinte, dass man erst eine bestimmte Höhe braucht, um sich runter zu dosieren.
Ich versuchte es zuhause alleine, und habe es auf 10mg für den ganzen Tag geschafft, auch wenn dies nicht grade so angenehm war. Ich ging dann zu meinem Arzt und sagte ihm das. Er meinte ja gut dann könnten sie jetzt komplett alles weg lassen. Ich meinte so Nein, denn ich komme hier her und möchte ihre Hilfe denn ich packe es nicht, die 10mg geringer zu dosieren, ohne starken Entzug zu bekommen. Er meinte, ja dies ist bei einen Opiat nicht einfach und sagte, ich muss wieder höher. So ist es nun und ich nehme 40mg am Tag.
Da aber mein ganzer Körper spinnt und mein Leben dadurch total kaputt ist, habe ich in einer psychiatrichen Klinik angerufen und ihnen mein Problem geschildert, auch dass mein Arzt mir nicht hilft, sondern mich immer höher einstellt. So habe ich jetzt einen Termin für Januar bekommen und bleibe für 2 Wochen dort, um von dem skarken Oxycodon weg zu kommen. Danach werde ich mir auch einen neuen Hausarzt suchen, denn leider fühle ich kein Vertrauen mehr.
@ Johanna
2 Samstag, den 13. Dezember 2014 um 16:51 Uhr
Norbert
Hallo Johanna,
ich hatte 8 Wochen lang Targin 20mg (1x morgens 1x abends) wegen starker Schulterschmerzen einnehmen müssen. Habe das Medikament Donnerstags abgesetzt, mit dem Erfolg, daß ich am Wochenende wirklich massive Suizidgedanken bekommen habe und "mies drauf" war.
Bin dann zu meinem Orthopäden und habe ihm die Situation geschildert, worauf er einen "Ausschleichplan" erstellt hat. D.h. über 3 Wochen das Targin immer mehr reduzieren. Trotz des kontrollierten Absetzens leide ich unter Nachtschweiß, depressiven Verstimmungen, Weinanfällen, innerer Unruhe und Angst - aber ich habe den Eindruck, es wird von Tag zu Tag weniger.
FAZIT: Immer kontrolliert ausschleichen und NIE abrupt absetzen !!! Falls sich Dein Arzt darauf nicht einläßt: Hab keine Angst, den Arzt zu wechseln. Ein guter Arzt wird Deine Situation verstehen und dementsprechend handeln.
Ich wünsche Dir alles Gute,
Norbert.
Hydromorphon
1 Montag, den 08. Dezember 2014 um 17:18 Uhr
Johanna
Hallo, ich nehme seit dem 23.8.14 Hydromorphon, jetzt bin ich auf 4mg. letzte Woche wollte ich reduzieren von 1 morgens 1 abends auf 1 am Tag, da mein Freund den Medikamenten Schrank aufräumte, hatte er ausversehen ein volles Blättchen Tabletten weggeworfen und ich habe es leider Freitag spät Abend erst gemerkt und habe Samstag meine letzte Tablette nehmen können.
Es fing dann an mit Hitze Ausbrüche und schwitzen sowie extreme Kälte Ausbrüche, Nervosität und Schlaflosigkeit. Habe jetzt gerade (18:14) erst mein neues Rezept bekommen und die Apotheke hat schon zu. Soll ich mir das Rezept holen, weil meine Schmerzen sind extrem stark und heftig, aber war ja eh schon dabei abzusetzen.
Wie lange dauert so ein Entzug eigentlich, weil nochmal will ich das nicht durchmachen...wäre über eine Antwort echt dankbar, weil mein Arzt mich in der Hinsicht nicht versteht.
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