In welchem Tempo darf man die Dosierung von Opioiden (Morphin, Hydromorphon, Oxycodon, Methadon) reduzieren?

Wenn die Schmerzbehandlung mit Opioiden abgesetzt oder die Dosis relevant reduziert werden soll, muss das schrittweise und unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, um Entzugserscheinungen zu vermeiden.

Für Morphin, Hydromorphon, Oxycodon und auch intravenös verabreichtes Fentanyl gilt: Pro Tag sollte die Dosis nicht mehr als etwa 20-30% reduziert werden.

Bei Methadon muss man deutlich behutsamer vorgehen: Empfohlen wird eine Dosisreduktion von 10-20% pro Woche.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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Kommentare (34)
Sevre-Long Entzug
34 Montag, den 17. Juni 2019 um 09:18 Uhr
Rebi
Seit 21 Jahren Methadon genommen, vor 9 Monaten auf Sevre-Long gewechselt. Nun am Abbauen (Anfangsdosis 1200mg, in 60mg-Schritten alle 1-2 Wochen). Momentan auf 150mg Sevre-Long. Obwohl der letzte Abbau 3 Wochen her ist, kann ich kaum auf den Beinen stehen. Völlig schwach, alles schmerzt. Habe Angst vor den weiteren Schritten. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wann geht's wieder aufwärts? Nach Wochen, Monaten?
opioideundco@gmail.com
33 Donnerstag, den 04. April 2019 um 13:58 Uhr
diesocke
Mail Adresse funktioniert nicht. Gibt's eine neue??
Morphinreduktion
32 Samstag, den 16. März 2019 um 00:46 Uhr
Ren.
Ich mache nun seit 11 Tagen Entzug von Morphinpräparaten. Es geht mir soweit gut, weil ich es sehr langsam mache. Nun kommt aber die Zeit in der die Dosis immer geringer wird und ich dann nicht weiß, ob ich es in gleichen Schritten - wie jetzt zu Anfang - schaffe. Ich bin aber sehr zuversichtlich. Bei Gott, es ist nicht das erste Mal, dass ich damit aufhöre, aber das letzte Mal. Lasse mich von keinem Arzt mehr dazu überreden, wenn ich es schaffen sollte. Ein Drittel habe ich schon hinter mir. Geduld ist das halbe Leben. Ich hoffe, dass ich klar komme. Gott sei mir gnädig!
Targin/ Oxycodon
31 Donnerstag, den 14. März 2019 um 00:04 Uhr
Sigrid Unterberg
Nach einem komplizierten Ellbogenbruch und vielen Arztfehlern in der Uniklinik Regensburg, bekam ich über ein Jahr die tollen Tabletten. Zum Glück habe ich einen sehr guten Hausarzt, leider aber seit über 10 Jahren Depressionen. Habe letzten Sommer zu Hause den Entzug alleine geschafft. Bei mir war die Folge: Fast 20 Kilo Zunahme. Ich hatte ständig Hunger, konnte damit auch die körperlichen Schmerzen bekämpfen. Nun ist der Ellbogen immer noch defekt, mit viel Blech. Noch schlimmer ist meine Angst vor den Ärzten. Ich wurde erst nach Monaten vom Hausarzt über die Folgen der Medikamente aufgeklärt. Nichts davon in der Klinik, obwohl ich dort etliche Wochen war. Auch die Tatsache, dass das Ersatzgelenk zu groß war, wurde trotz mehrfacher OP's geleugnet. Fazit: Nie wieder Uni-Klinik Regensburg und nie wieder Oxycodon. Und wie werde ich nun die 20 Kilo los? Passt auf euch auf!
Morphin absetzen
30 Mittwoch, den 06. März 2019 um 01:54 Uhr
S.
Ich bekomme wirklich schon sehr lange Morphin-Präparate, und habe mich auch (vor einigen Jahren) an den so genannten kalten Entzug gemacht. Leider hat mir mein Arzt nach drei Monaten das Medikament wieder verschrieben. Dabei habe ich nur gesagt, es ginge mir nicht gut. Umsonst war die Mühe. Aber ich gebe nicht auf. Obwohl ich nicht mehr die Jüngste bin, möchte ich es nicht mit ins Grab nehmen. Gott behüte.
Tramadol Absetzung
29 Mittwoch, den 20. Februar 2019 um 14:59 Uhr
Tolpatsch
Hallo, ihr Geplagten,
wenn ich lese, was ihr da an Mengen zu Euch nehmt, dann ist mein Fall eher Pillepalle. Bin im Oktober vergangenen Jahres ganz blöd gestürzt und hatte mir dabei gleich dreifach das Schultergelenk gebrochen. Nach der OP verschrieb mir meine Hausärztin eine 100er Packung Ibuflam. Ziemlich fahrlässig, wusste sie doch, dass ich als Kind eine schwere Nierenbeckenentzündung hatte. Außerdem halfen selbst 2400 mg nicht gegen die nächtlichen Schmerzen, die die Titan-Platte im Arm verursachte. Nach ca. 10 Tagen Schlaflosigkeit zu einer anderen Ärztin, die mir Tramadol Lotion für die Nacht verschrieb. Obwohl ich, fast 60 Jahre alt, viel Erfahrungen mit Cannabis hatte, war ich so etwas von vorsichtig und ehrfürchtig, dass ich mir vorsichtshalber einen Eimer neben das Bett stellte. Für den Fall der Übelkeit, die als Nebenwirkungen von ihr erwähnt wurden - damit ich nicht laufen und wieder stürzen würde. Aber nichts geschah! Ich vertrug Tramadol sehr, sehr gut. Auch keine Verstopfung. Während der stationären Reha hatte ich allerdings - durch die vielen Anwendungen - derartige Schmerzen, dass selbst Tramadol-Retard 100 mg 2 x am Tag und zusätzliche Tropfen den Schmerz nicht besonders verringerten. Dann bekam ich dort einen 10er Riegel 5mg Oxycodon, welches das einzige Medikament war, das mich 24 Stunden schmerzfrei hielt. Allerdings habe ich bis jetzt nur 4 mal eine für die Nacht genommen. In Extremfällen! Jetzt, nach vier Monaten, nehme ich nur noch abends eine 100 mg Tramadol-Retard und seit ein paar Tagen gar nichts mehr, da ich ziemlich schmerzfrei bin. Entzugserscheinungen, Schwindel, Schwitzen und ein komisches Geräusch im Kopf, wenn ich ihn bewege. Sehr unangenehm. Aber, ich hatte mir das sehr viel schlimmer vorgestellt. Klar, psychisch fühle ich eine Leere, und dass Tramadol auch psychoaktiv wirkt, merkt man leider erst, wenn man es absetzt. Vorbei, das gemütliche und geborgene Gefühl. Aber immer noch tausendmal besser, als sich mit IBU, Diclofenac oder Paracetamol Nieren, Magen, Darm und sonstige innere Organe zerstören zu lassen. Opiate sind ein Segen für Menschen mit unerträglichen Schmerzen. Würde man mich vor die Wahl stellen, würde ich immer das Risiko der Entzugserscheinungen der zerstörerischen Wirkung von freiverkäuflichen Schmerzmitteln vorziehen. Immerhin kann man Opiate jahrzehntelang nehmen, ohne dass innere Organe zu Schaden kommen. Prof. Gottschling hat das in seinem Buch "Schmerzlos werden" sehr gut beschrieben. Finde, dass Opiate zu Unrecht verteufelt werden. Muss im April wieder zur OP, dann kommt die Titan-Platte raus. Ob ich bis dahin clean bin und dann wieder von vorne anfange, oder ob ich geringe Dosen bis zur OP weiternehme, weiß ich noch nicht. Jedenfalls kann man den Entzug von Oxycodon, RLS, sehr gut mit Tramadol abschwächen. Beim Tramadol-Entzug helfen dann wohl nur eine warme Umgebung und liebe Menschen mit Verständnis. Euch allen viel Glück und - wir hätten diese Probleme ja nicht, würden Ärzte nicht plötzlich die Rezepte verweigern. Liebe Grüße vom Tolpatsch
Oxycodon
28 Dienstag, den 19. Februar 2019 um 14:34 Uhr
Rasmata
Hallo,
ich nehme seit 7 Jahren Oxycodon 40mg (4x40 mg pro Tag). Die Einnahme ist medizinisch bedingt. Ich bin mittlerweile wegen meiner Schmerzen EU-Rentner. Da ich nun keinen Erfolgsdruck mehr habe möchte ich versuchen, von dem Zeug runter zu kommen. Oder es zumindest deutlich reduzieren. Welche Medikamente helfen, die Entzugserscheinungen zu reduzieren? Kennt jemand im Berliner Raum fähige Ärzte, die mich dabei entsprechend unterstützen können?
Oxycodon absetzen (RLS)
27 Sonntag, den 27. Januar 2019 um 20:02 Uhr
Meister LU
@Christina
Hallo Christina,
ich habe dasselbe Problem. Nachdem ich mein Fentanyl-Pflaster 37,5 µg/h und das Oxycodon 20-0-20-0 abgesetzt hatte. Ich habe herausgefunden, dass Tramadol RLS sehr gut abschalten kann. Allerdings musst Du wenigstens 100-100-100-100 nehmen. Wenn Du unter 60 Kg wiegst, dann sollten 50-50-100-100 aber auch reichen. Wenn das Tramadol unretardiert wäre, dann profitierst Du am besten davon. Retardiert musst Du sehen, ob es Dir in der ersten Nacht schon hilft? Aber die ZWEITE sollte Dich wenigstens 4-5 Std schlafen lassen. Pass' auf Dich auf. LG, der Meister LU.
Oxycodon-Morphin-Entzug
26 Sonntag, den 27. Januar 2019 um 16:17 Uhr
Momo
Bin um die 30, habe mit Tilidin angefangen und bin dann schnell bei Oxys und Morphin gelandet. Habe etliche Probleme mit meinem Rücken: Morbus Scheuermann Skoliose, LWS links wie rechts! Ich habe 24/7-Schmerzen, hatte 4 Wochen einen Krankenschein, saß jeden Tag beim Arzt - aber keiner interessierte sich dafür. Im Krankenhaus wollten sie mir Cortison spritzen. Aber durch die ganzen Negativbewertungen (8 bis 9 von 10) habe ich diese Schmerztherapie im Krankenhaus verflucht. Physio hat mir Null geholfen. Nur die Massagen waren mal gut. Nach einer OP hat man meistens mehr Probleme. Bei mir ist von unten bis oben nur Hals - bis jetzt. Gott sei Dank ❤ Alles kaputt. Bin echt verzweifelt und wütend zugleich. Man bezahlt jeden Monat die Krankenversicherung, und jeder wird gleich behandelt. Ja, ersteinmal Cortison-Spritzen und Schmerz-Therapie. IPhone8! Bald kommt ein Handy mit Bildschirm zum Falten - aber in die Medizin investiert ja heute keiner mehr wie früher! Traurig! Hatte gelesen, ein deutscher Professor hat Morphin verändert und ein paar negative Effekte genommen, um Versuche am Menschen zu machen. Kosten 6 Millionen, was nicht finanziert wird. Warum auch? Lässt sich ja kein Profit machen.
Ich war jetzt 12 Monate auf Morphin. Am Ende 360mg oder 180mg Oxycodon. Die höchste Dosis war 400mg Oxy am Tag. Kann nur sagen, Ausschleichen ist für den Arsch. Man verlängert nur sein Leid, was ich nach ein paar Entzügen für mich sagen kann. Jeder ist da anders, und muss für sich den besten Weg finden. Bin gerade wieder mitten im Entzug. Was mir hilft ist Valium, um wenigstens ein bisschen zu schlafen.
Es ist ein Teufelskreislauf. Früher oder später bringen die Schmerzen einen wieder zu den Tabletten. Nach Wochen, aber am besten nach Monaten erst wieder. Und dann kommt erneut der Entzug. Dann monatelang Schmerzen, dann wieder die Opioid-Hölle, dann wieder der Entzug ...
Whatsappgruppe
25 Sonntag, den 13. Januar 2019 um 12:29 Uhr
Oxycesic
Hallo in unsere Whatsappgruppe kommt man in dem man mit mir unter opioideundco@gmail.com Kontakt aufnimmt und mir seine Handynummer schickt damit ich euch aufnehmen kann. LG
Targin abgesetzt
24 Sonntag, den 30. Dezember 2018 um 15:12 Uhr
Christina
Wegen zu starker Nebenwirkungen musste ich Targin absetzen. Seit dem 27.12. nehme ich kein Targin mehr. Habe in Schritten abgesetzt. Meine RLS hat sich schlimm verschlechtert, und ich kann kaum schlafen. Diese Verschlechterungen habe ich seit der Reduktion. Aber jetzt, seit ich nichts nehme, ist es nicht auszuhalten. Dieses Medikament hat mich kaputt gemacht, obwohl es mir bei Schmerzen geholfen hat. Wer kann mir helfen? Habe erst am 22.1.19 einen Termin beim Neurologen. Danke im Voraus.
Targin Entzug
23 Freitag, den 28. Dezember 2018 um 09:34 Uhr
Butzlappe
Wie kommt man in die WhatsApp-Gruppe?
Nehme schon seit Jahren Opioide. Im Moment Targin (zwei Mal 20/10), da ich gerade am reduzieren bin, es nicht mehr wirkt und ich es auch nicht mehr einnehmen möchte! Habe seit 2002 Erfahrung mit verschiedenen Opioiden gemacht!
Whatsappgruppe
22 Dienstag, den 18. Dezember 2018 um 17:32 Uhr
opioideundco@gmail.com
Hallo wir haben eine Whatsappgruppe für Betroffene Schmerzpatienten, unabhängig von der Krankheit. Wer Interesse hat Email an opioideundco@gmail.com mit Handy immer. Voraussetzung natürlich Nutzung von WhatsApp. Hier können wir über alles was zu dem Thema gehört direkt diskutieren.
Ausschleichen
21 Freitag, den 23. November 2018 um 03:50 Uhr
Geronimo
Hallo,
habe, etwa 2006, bis auf null - ca.1 mg pro Woche weniger ab 15 mg gemacht. Etwa ab der 3. Woche später bekam ich Depressionen der Luxusvariante. Und die wurden dann sogar körperlich doppelt so schlimm als beim Heroinkonsum, so dass ich um Weihnachten 2006 auf der Intensivstation landete. Zuvor lag ich 2 Tage bewusstlos in der Wohnung. Schwester und Mutter hatten gesagt, sie hätten das intuitiv gespürt. Sie fanden mich! Sonst wäre es das gewesen. Ich nahm die Dosis Heroin, wie ich sie bei Methadon genommen habe. Doch in meinem Fall hätte es fuer Elefanten gereicht. Die Ärzte sagten, nur ein paar Stunden später, und ich wäre an Austrocknung gestorben. Und dann sagten sie noch, ich hätte nochmal Glück gehabt. Aber ich sah das anders. Denn seitdem nehme ich Methadon ohne Arzt (ca.12,5 mg). Habe versucht, da es eine geringe Menge ist, weiter zu reduzieren, komme aber - um keinen Entzug zu haben - immer wieder auf diese, meiner Meinung nach, geringste Dosis zurueck. Wenn ich 1 mg. reduziere, muss ich so am 4. Tag 20 nehmen, um wieder auf den Level zu kommen. Finde auch nichts, wie man ohne körperlichen und psychischen Entzug ausschleichen kann. Ich bin 56 und glaube, dass ich wohl bis zum Schluss dabei bleiben muss - was auf jeden Fall besser ist, als Heroin etcetera pp, mich aber belastet. Bin auch 2006 auf 8 mg beim Gesundheitsamt raus geflogen, da - nach 4 Jahren Substitution - Cannabis als "Beikonsum" eingestuft wurde. Zum anderen Arzt gegangen = wöchentlich 1 mg runter bis null. Und nun kann man oben den Anfang lesen, und wie es mir bis jetzt ging. Wenn ich Unterstützung vom Gesundheitsamt gehabt hätte, glaube ich, hätte ich das geschafft. Versuche immer wieder, mich selbst um 1 mg pro Woche zu reduzieren. Doch, wie beschrieben, ab 4. Tag Reduktion von 12,5 auf ca. 11 mg, geht das Kopfkino an. Nase laufen und dann körperliche Entzugserscheinungen. Habe auch 2006 den Arzt gefragt, ob ich in 0,5 mg Schritten wöchentlich runter gehen kann. Aber er meinte: Nur 1 mg ginge. Habe dann die letzten ca. 3 Monate immer nur die Hälfte getrunken. Aber das war wohl nur für den Kopf. Man denkt immer, das war zu wenig etcetera. Hätte der Arzt das abwiegen lassen, wäre dies wohl gerade in den letzten Monaten besser gewesen, um nicht immer denken zu müssen, ob das nun 0,5 oder 0,2 waren, die man trank. Psychisch wurde dann wieder körperlich und so weiter. Schade, dass es nichts gibt, was begleitend den Entzug physisch wie psychisch abschaltet. Vielleicht gibt es bei "CRISPR", oder wie die Genschere genannt wird, bald etwas, was die Rezeptoren unterdrückt, oder so. Soll eine gute Erfindung fuer viele Krankheiten sein. Na ja, ich hoffe, der Kommentar hilft jemandem, der sich runter dosieren und es ab 20 mg langsam angehen will. Der Arzt macht das in 0,1 mg Schritten. Aber unter 1 mg ist wohl zu schwer zu dosieren. Danke.
Hydal retard 2mg absetzen
20 Mittwoch, den 14. November 2018 um 14:05 Uhr
Eder Anna
Ich bin vom Krankenhaus bereits mit Hydal 2mg (2x täglich) entlassen worden, und soll es ausschleichen lassen. Wie mache ich es am besten? Jetzt nehme ich es nur am Abend. Und das eine Woche lang! Dann soll ich es jeden zweiten Abend, dann jeden dritten, vierten usw. Wann kann ich denn nun das Mittel ganz absetzen?
450mg Palexia retard; Tavor 2,5mg; Omeprazol 40mg; Arcoxia 90mg; Lyrica 200mg; 800mg Seroquel - mit einem Mal raus
19 Sonntag, den 22. Juli 2018 um 13:51 Uhr
Big R
Ich habe da ein mächtiges Problem! Ich befinde mich in einer Klinik! Jetzt sind die Ärzte der Meinung, das komplette Medikament mit einem Mal rauszuhauen! Mir geht es sehr schlecht - und ich habe keine Ahnung, was ich machen kann?
Fentanyl
18 Freitag, den 04. Mai 2018 um 07:02 Uhr
HARALD
Ich bin dabei, von 75 auf Null zu reduzieren. In ganz langsamen Schritten. Trotzdem geht es mir an manchen Tagen sehr schlecht. Totale Müdigkeit und Unruhe. Werde es aber schaffen - und ihr auch! Viel Erfolg!
Targin
17 Dienstag, den 17. April 2018 um 05:17 Uhr
Emma
Ich habe dieses Schmerzmittel nur für ca. 2 Wochen genommen. Schon zu Beginn hatte ich starke Muskelschmerzen. Jetzt, nach einer Woche ohne dieses Mittel, werden die Schmerzen immer schlimmer. Die Versuchung, dieses Mittel wieder zu nehmen, ist gross, weil die Entzugserscheinungen so schmerzhaft sind.
Was kann ich tun? Wie lange dauern diese Schmerzen? Warum sagt der Arzt einem nichts, damit man weiss, auf was man sich einlässt?
Entzug Morphin
16 Sonntag, den 15. April 2018 um 06:46 Uhr
Gemino
Hallo nochmal,
das habe ich vergessen zu sagen: Natürlich ist Cannabis eine sehr gute, wenn nicht die erste und beste Wahl beim Entziehen von Morphin. Die Sorte "Super Skunk" ist da eine sehr vortreffliche Wahl. Denn diese Sorte hat spezielle Wirkungen, wie zum Beispiel: Schmerzlinderung und Schlafforderung.
Viel Glück!
Entzug Morphin
15 Sonntag, den 15. April 2018 um 06:41 Uhr
Gemino
Hallo miteinander,
ich habe natürlich dieselbe Geschichte hinter mir, wie fast alle hier. Sechs Jahre Kuscheldecke 300-600mg und jetzt runter auf 30 mg. Ich kann nur jedem den Rat geben: Wenn Ihr es nicht selber schafft, dann lasst Euch helfen!
Ich habe mich selber - schon unter ärztlicher Aufsicht, aber zu Hause - auf 30 mg reduziert. Das geht am besten mit Mundidol Retard Kapseln, die mit 200, 120, 90, 60 und 30 mg erhältlich sind. Ich finde, wenn man die Dosis immer bei abnehmendem Mond reduziert, dann funktioniert das auch ohne Entzugserscheinungen. Allerhöchstens ein bisschen Schwitzen unter den Achseln. Das ist alles.
Momentan bin ich seit einer Woche stabil mit 30 mg Mundidol Ret. Ich werde jetzt als nächsten Schritt jeden Tag ein wenig aus der Kapsel nehmen, um noch weiter runter zu kommen. Aber immer nur ganz, ganz wenig!
Dann werde ich mir vom Arzt, der mich ganz gut unterstützt, eine Packung Catapresan - ist zwar ein Medikament zur Blutdruckkontrolle - besorgen, das aber auch sehr gut bei Entzugssymptomen wirkt.
Und eine Packung Gabapentin! Das Mittel ist gedacht zur Linderung und weil es bei Epilepsie sehr wirksam ist.
Sehr wichtig: Viele Menschen vergessen beim (kalten) Entzug, dass sich auch epileptische Anfälle bemerkbar machen können!
Also, bleibt stark! Auch ich versuche, es zu bleiben!!
Absetzen von Opioiden
14 Freitag, den 29. September 2017 um 18:10 Uhr
Maria357
Ich hatte nach einem Unfall ständige Rückenschmerzen und war deshalb 6 Jahre bei einer Neurologin in Behandlung. Vor dem 1. Termin bei ihr nahm ich nur bei Bedarf Imbun 200mg. Ich war lebenslustig, munter, nahm aktiv am Leben teil, war fast täglich mit meinen Kindern auf dem Sportplatz, am Strand, im Wald, Tierpark, Spielpatz usw.
Vor allem: ich war leistungsfähig bis auf die ständigen Schmerzen.
Ich hatte blindes Vertrauen zu meiner Neurologin und so verordnete Sie mir immer mehr Schmerzmittel bis ich eines Tages während eines Einkaufes einen plötzlichen Atemstillstand bekam. Ich wachte im Rettungswagen wieder auf. Zum Glück war mein Sohn während des Einkaufs bei mir und konnte der Notärztin sagen welche Medikamente ich nahm.
Erst als mir ein Antidot i.v. gespritzt wurde konnte ich langsam wieder allein atmen und wurde wach. Trotzdem musste das Antidot noch ein 2. Mal gespritzt werden, weil ich in der Notaufnahme wieder das Bewusstsein verlor.
Die Notärzte dachten zuerst ich hätte mir selbst eine Überdosis Heroin gespritzt und ließen mich ihre Verachtung spüren. Bis mein Sohn mit den ganzen Medikamenten und dem Einnahmeplan in der Notaufnahme erschien.
Ich war eingestellt auf : Fentanyl - Pflaster 200 ( alle 3 Tage wechseln ), auf Paladon 24mg 2x1 Kaps., auf Tramal Tbl. 200mg 2x1 Tabl., auf Tilidin Tabl. 150mg 2x1 Tabl., auf Lyrica 300mg 2x1 Kaps., auf Berlosin Tabl. 3x1 Tbl, auf Zolpinox 10mg ( Schlafmittel ) 1-2 Tabl. zur Nacht, auf Imbun Tbl. 800mg 2x1 Tabl. und bei Bedarf auf Tilidin - Tropfen 20 -40 Tropfen.
Die Ärzte in der Notaufnahme waren entsetzt und konnten so eine Schmerztherapie nicht nachvollziehen.
Sie erklärten mir, dass Tramal und Tilidin gar keine Wirkung mehr haben kann, weil die Schmerzrezeptoren schon durch Fentanyl und Paladon belegt sind bzw. Paladon und das Fentanyl Pflaster sind bedeutend stärker und bleiben sofort an den Rezeptoren kleben, sodass schwächere Opioide gar nicht mehr an den Rezeptoren andocken können. Deshalb rieten sie mir Tramal 200mg und Tilidin 150mg sofort abzusetzen und auch die anderen Medikamente dringend zu reduzieren, da sich der Atemstillstand sonst garantiert wiederholen würde.
Zu Hause überdachte ich meine gesamte Situation: ich wurde während der zunehmenden Opioid-Verordnung und der langen Dauer der Einnahme immer träger. Ich ging über Wochen gar nicht mehr raus. Ich wurde depressiv und musste Antidepressiva einnehmen. Ich hatte meine Lebenslust, meine Energie fast völlig verloren. Ich war nur noch müde und schlief überall einfach ein - sogar auf der Elterversammlung, beim Auto fahren, egal wo ich mich aufhielt - Ich schlief immer ein. Dafür hatten meine Mitmenschen natürlich kein Verständnis. Ich hatte sogar Suizidgedanken und nahm während der Einnahme der ganzen Opioide über 20kg zu.
Trotz der ganzen Medikamente hatte ich starke Rückenschmerzen. Es fühlte sich oft so an als würde die gesamte Wirbelsäule wie Feuer brennen. Ich könnte nur noch gekrümmt gehen und laufen war gar nicht mehr möglich. Die Medikamente halfen am Anfang, aber als sich mein Körper daran gewöhnt hatte kamen die Schmerzen zurück.
Ich beschloss die ganzen Medikamente abzusetzen.
Ich ließ zuerst Tilidin Tabl. 150mg und die Tilidin Tropfen einfach weg und hatte gar keine Entzugserscheinungen. Nach 1 Woche ließ ich auch Tramal 200mg und Berlosin Tabl. total weg und hatte auch dabei keine Entzugserscheinungen. So wie die Ärzte es mir in der Notaufnahme erklärt hatten.
Das Fentanyl-Pflaster 200 setzte ich langsam ab, indem ich beim Pflasterwechsel alle 3 Tage einen schmalen Streifen abschnitt. Den letzten Streifen des Fentanyl-Pflaster ca. 20 ließ ich dann einfach weg. Dazu brauchte ich 4 Wochen. Ich hatte es wahrscheinlich zu schnell runter dosiert, denn diesmal hatte ich starke Entzugserscheinungen. Aber diese waren nach 4 Wochen endlich vorbei.
Ich hatte zeitweise entsetzlich gelitten, aber ich wollte da durch und bin froh, dass ich endlich frei von Fentanyl bin. Lyrica ließ ich ebenfalls einfach weg, aber da erlebte ich so starke Entzugserscheinungen, dass ich diese nicht mehr aushielt und Lyrica wieder einnahm. Ich dosierte es dann langsam runter. Von 300mg 2x1 Tabl. auf 185mg = 150mg = 100mg = 85mg = 50mg und jetzt bin ich bei 25mg morgens und 50mg abends. Ich muss sagen, dass für mich der Entzug von Lyrica am schwierigsten ist.
Ich wollte nun auch Paladon 24mg absetzen und bat meine Neurologin um Hilfe, aber sie möchte die Verantwortung für den Entzug nicht übernehmen, weil der Entzug gefährlich ist. Sie gab mir nur den Rat, die Kapseln aufzumachen und peu a peu immer mehr Körner raus zunehmen. Ich war mir unsicher und bat deshalb meinen Hausarzt, Paladon 24mg auszuschleichen, aber auch mein Hausarzt wollte die Verantwortung für den Entzug nicht übernehmen.
Ich war enttäuscht und traurig, weil Ärzte so leichtfertig starke Medikamente in hoher Dosierung verordnen, aber sie übernehmen keine Verantwortung, um die Medikamente wieder abzusetzen. Ich musste alle Medikamente und auch das Fentanyl-Pflaster alleine absetzen bzw. ausschleichen.
Jetzt bin ich dabei, Paladon 24mg auszuschleichen. Mir bleibt nichts anderes übrig als die Kapseln zu öffnen und die Körner raus zunehmen. Ich habe zuerst ein Viertel raus genommen für eine Woche. In der 2. Woche die Hälfte der Körner für eine Woche und so weiter immer 1 Viertel der Körner raus.
Ich bin jetzt erst bei der Hälfte der Körner.
Ich habe Entzugserscheinungen, aber es lässt sich aushalten. Ich hoffe, dass Ich Paladon auf diese Weise absetzen kann. Aber mir ist noch unklar, wie ich die Einnahme beende. Ich werde wahrscheinlich 20 Körner einnehmen für 1 Woche, dann 8 und 3 Körner und dann werde ich es weglassen. Ich hoffe, dass ich mit meinem Plan zurechtkomme.
Aber ich merke, dass trotz der Entzugserscheinungen meine Kraft, Energie, Lebenslust und meine Belastbarkeit zurück kommen. Ich nehme wieder aktiv am Leben teil. Es kommt mir so vor, als wäre ich aus einem langen und Tiefen Schlaf aufgewacht. Dieses Lebensgefühl ist es wert, die ganzen Opioide abzusetzen!!
Nur die Rückenschmerzen kamen während des Absetzens von Paladon 24mg stärker zurück, als ich nur noch die Hälfte der Körner nahm. Doch damit komme ich besser klar als mit den Nebenwirkungen der Opioide.
Ich möchte Jeden warnen, sich leichtfertig auf starke Opioide einstellen zulassen!! Bitte erst andere Therapien in Betracht ziehen. Diese Opioide haben mir sehr viel Lebenszeit genommen. Außerdem war ich total überdosiert.
Diese Medikamente sind bei Menschen indiziert, die schwerste Erkrankungen mit starken Schmerzen haben bzw. denen man nicht mehr helfen kann.... Für diese Menschen sind Opioide ein Segen!!
Maria357
Antwort
13 Freitag, den 29. September 2017 um 08:20 Uhr
Eugen
Ich habe das gleiche erlebt, ich kann Ihnen nur raten so schnell wie möglich sich Catapresan 300 mg zu besorgen. Dieses Mittel (was nur sehr wenige Ärzte wissen) bringt Ihnen die Ruhe und guten Schlaf. Aber Vorsicht bei längerem Gebrauch über 3 Wochen, weil es auch abhängig macht, nur natürlich nicht in solchem Maße wie Morphium. Versuchen Sie es mal und Sie werden es nicht bereuen!
Morphin Entzug
12 Samstag, den 02. September 2017 um 02:43 Uhr
BleedingTruth
Hallo,
ich möchte über meine Erfahrung mit einem Morphin-Entzug berichten.
Ich bin jetzt den sechsten Tag nach der letzten Einnahme und muss sagen, so langsam geht es bergauf.
Ich habe am Tag zwischen 50mg und 100mg Morphin Tabletten geschluckt, je nach Bedarf, das mag für einige wenig klingen, aber selbst bei dieser meist noch geringen Menge, über zwei Jahre, hatte ich einen heftigen Entzug. Ich habe das Zeug kalt entzogen, abrupte Absetzung von jetzt auf gleich, von heute auf morgen, und die ersten drei/vier Tage waren die Hölle. Ich fühlte mich einfach nur hundeelend und das kann man wörtlich nehmen!
Ich hatte das ganze Programm an Entzugssymptomen, von massivem Durchfall, wirklich den ganzen Tag heftige Übelkeit, was ich noch ganz gut mit MCP in den Griff bekommen habe, allgemeine Krankheitssymptome. Ich hatte die ersten 3 Tage einen Druck im Kopf, dass ich dachte, mir platzt der Schädel. Von schlafen können keine Rede, geschweige denn zu essen. Alles was ich mir runter gezwängt habe hätte ich am liebsten wieder ausgekotzt. Zu all dem lief meine Nase quasi ununterbrochen.
Aber wie gesagt, diese Symptomatik ist jetzt am sechsten Tag (morgens 04:30Uhr) vorbei. Genau 04:30 Uhr und ich bin schon wach, denn was mich jetzt nicht schlafen lässt, sind meine Beine. Anfangs waren die Schmerzen in den Beinen und vor allem in den Knien noch erträglich, aber momentan weiß ich nicht wohin mit mir. Ich habe das Bedürfnis 80KM zu rennen und zugleich knicken mir die Beine weg. Ich habe permanenten Bewegungsdrang, denn dann lässt der Schmerz ein wenig nach. Ich könnte mich alle 5 Minuten bis zum Himmel strecken, so ein Gefühl ist es in den Muskeln am ganzen Körper.
Furchtbar, ich hoffe das wird auch schnell besser, denn die Nächte sind schon ziemlich kurz, trotz Zopiclon, aber so habe ich wenigstens das Gefühl gut geschlafen zu haben, auch wenn es nur ein paar Stunden waren.
Ich bin jedenfalls froh, diesen Schritt gemacht zu haben, auch wenn ein kalter Entzug ohne ärztliche Aufsicht sicher nicht anzuraten ist, aber ich dachte mir, jetzt gleich oder nie!
Opioide
11 Montag, den 03. Juli 2017 um 10:42 Uhr
Dieter
Ihr müsstet mal die Packungsbeilage lesen. Es stimmt nicht immer das, was auf der Packung steht. Zum Beispiel steht bei dem Morhin das drauf. Morphin-ratiopharm 100mg Retardtabletten. In Wirklichkeit sind nur 75mg Morphin drin. Das weiß aber kein Artzt. Ich stoße damit bei jedem Arzt an. Und manch einer glaubt mir das nicht. Bis ich ihm die Packungsbeilage zeige. Meine Ärztin fragte, ob sie die Beilage behalten dürfte. Ich sagte nartürlich. Also, Ihr solltet die Packungs-Beilage gut lesen. Auf der letzten Seite steht unten rechts, was in eine Tablette drin ist.
Absetzen von Hydromorphon
10 Freitag, den 19. Mai 2017 um 11:18 Uhr
a.behle
Habe viele Jahre Targin eingenommen 40 mg morgens und abends, falls das nicht mehr half, sind wir auf Hydromorphon umgestiegen, morgens und abends 24 mg. Jetzt bin ich es leid, die Nebenwirkungen sind einfach zu krass, und habe mit meiner Ärztin gesprochen, das Hydromorphon abzusetzen. Zur Zeit nehme ich morgens 12 mg und abends 16 mg. Und in den nächsten drei Wochen habe ich Urlaub, wo ich dann den Rest noch absetzen will. Lass mich dann mal überraschen.
Entzug vom grausamen Oxycodon
9 Samstag, den 15. April 2017 um 05:51 Uhr
guenter löchner
Hallo, nachdem ich schon lange nicht mehr im Internet recherchiert hatte und jetzt wieder einmal "Entzugsprobleme" habe, fand ich diesen BLOG und war von den größtenteils vernünftigen Kommentaren recht angetan. Nachdem ich mehrere Kommentare durchgelesen habe und mich immer wieder irgendwo wiederfand, habe ich mich dazu entschlossen, auch meine Erfahrungen an andere Schmerzpatienten mitzuteilen und davor zu warnen, leichtfertig mit Oxycodon und Partner umzugehen. Für mich waren die Erfahrungen bis hin zu "grausames Teufelszeug". Wenn man vorher genau weiß, was dieses "Teufelszeug" alles anrichtet, dann überlegt man es sich mehrmals, ob man diesen Versuch wagen sollte, oder besser doch eine andere Therapie einschlägt. Ich hatte jedenfalls meinem Neurochirurgen (Praxis mit 4 Neurochirurgen in Köln) blauäugig vertraut und bin von der Behandlung und einzelnen Ärzten enttäuscht.
Männlich +60 Jahre hatte seit Sept. 2016 einen diagnostizierten? Bandscheibenvorfall (1 Arzt: ja - 1 Arzt: nein) begleitet von starken Schmerzen im Ischiasbereich, Ischialgie und die dort verlaufenden Nerven. Starke Schmerzen im Rückenbereich und rechtsseitig (und dann linksseitig) bis in das Bein ausstrahlend. Trotz zwei MRT's (linksseitig und rechtsseitig) konnte die Ursache nicht festgestellt werden. Nur das übliche "blah-blah" von "könnte für Ihr Alter" usw. Nach den schwammigen Aussagen erfolgte die Einweisung in eine Schmerztherapie (Krkhs. Weyertal- Köln) für 9 Tage. Während der Schmerztherapie wurde ich von dem (den) einweisenden Neurochirurgen im Sekundentakt betreut mit der Folge, dass die linke Hand nicht wusste, was die rechte gemacht hatte. Gravierend: Während des Eingangsgesprächs "wie geht's" wurde nach der rechten Seite befragt, obwohl diese bereits in Ordnung war und ich mit bereits erfolgtem MRT (linksseitig) in Behandlung war.
Während der Schmerztherapie wurde ich mit OXYGESIC angedockt - 10 mg Akut. Ich muss ehrlich sagen, das war für mich der Hammer. Nach ca. 15 Minuten waren die Schmerzen stark zurückgegangen oder nicht mehr spürbar - kamen aber nach 1 Stunde im vollen Umfang wieder zurück. Die paralell verabreichte 10 oder 20mg Retard-Tablette hielt in der Wirkung keine 12 Stunden, sondern max. 4-5 Stunden an. So ging das während der ganzen 9 Tage. Begleitet wurde ich von 4 x Physio und 3-4 x Psychotherapie und 3 x Infiltrationstherapie. Die vereinbarte Abschlussbesprechung (für den 10.1.17 festgesetzt) hat nie stattgefunden. Zeitmangel. Nach der Entlassung aus der Schmerztherapie bekam ich Schmerzmittel verschrieben. Mein Arzt konnte mir OXYGESIC mehr verschreiben und verschrieb mir OXYCODON. Während der nächsten Wochen bekam ich ganz stark das "Krankenkassen-Bugetierungsgesetz" zu spüren. Letztlich war mein Hausarzt so einfühlsam (aber auch bestimmt so kompetent wie die Fachärzte!) und verschrieb mir Oxycodon und machte mich gleichzeitig auf die Gefährlichkeit dieser Droge aufmerksam.
Bis Ende Januar 2017 war ich bei tägl. 320 mg (4 x 80 mg Retard) angelangt. ....und nach einem ausgiebigen Gespräch mit meinem Hausarzt (Dr. Ebert - Strasser Köln) wurden mir erst einmal richtig die Augen geöffnet, was ich meinem Körper hier antue. Wir leiteten den Entzug ein und suchten einen Schmerztherapeuten (Orthopäden mit entsprechender Qualifikation). Lieber die Schmerzen in Kauf nehmen, als weitere Schmerzen durch OXYCODON einzuhandeln. Schließlich fand ich dann einen Schmerztherapeuthen (Dr. Grüner - Köln) der mich kurz aber m.E. professionell untersuchte und mir sagte: "also das Zeug muss erst einmal raus aus Ihrem Körper" und dann sehen wir weiter. Irgendwie hatte ich wieder das Gefühl erlangt "Mensch der ist ja doch besser als vermutet", was sich dann auch - bis heute - bestätigte. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon selbständig bei ca. 240 mg/Tag (Mitte Febr. 2017) angelangt. Heute am 15.4.2017 liege ich bei ca. 50 mg/Tag und fühle mich (was die Rückenschmerzen angeht) nicht besser und nicht schlechter als bei der Einnahme von 240 mg Oxycodon. Die hier im Forum genannten Entzugserscheinungen habe ich auch (mehr oder weniger) in einer gleichen Art und Weise kennen und schätzen! gelernt - vor allem das "Blei" und das schwammige Gefühl in den Beinen. Ich bin guter Dinge, dass ich auf die restlichen 40/50 mg OXYCODON auch noch verzichten kann und dann sehen wir weiter.
Übrigens ein Tipp für die Verstopfung durch OXYCODON: Keine weiteren Abführmedikamente! - Magnesium, getr. Pflaumen, getr. Aprikosen und vor allem viel Müsli sind mindestens genau so gut. Ich hoffe, mit meinen Angaben etwas dazu beigetragen zu haben, dass man nicht zu diesen "Teufelspillen" greifen sollte, die m.E. aber auch bestimmt ihre Daseinsberechtigung haben werden. VG GL
Fentanyl Pflaster Entzug
8 Dienstag, den 13. Dezember 2016 um 15:47 Uhr
Petra
Hallo an alle,
Ich mache seit 2 Wochen selber einen Entzug von Fentanyl. Hatte 2 Bandscheiben-OPs, und 2 misslungene Fuß-OPs. Jetzt steht mir noch eine Knie OP bevor. Bis dahin möchte ich von dem Fentanyl weg. War bei 50 µg alle 3 Tage (Pflaster). Ich nehme jetzt einmal 25µg und von dem anderen Pflaster schneide ich alle 6 Tage eine kleine Ecke mehr ab. Bin jetzt bei ca. 35µg.
Mit dem Entzug komme ich so lala hin. Mal komme ich die 3 Tage hin, manchmal nicht. Dann ist es wieder hart in der Nacht. Nehme dann 1/2 Oxygesic-Tablette, die sich auf der Zunge schnell auflöst. Das rettet mich dann über Nacht.
Zwar bin ich dann früh wie zerschlagen mit Kopfschmerzen und Müdigkeit, aber ich denke in sehr kleinen Schritten bekomme ich das schon hin.
Ich wünsche euch allen viel Kraft und ein schönes Weihnachtsfest.
Targin/Pregaballin
7 Dienstag, den 12. Juli 2016 um 14:57 Uhr
Anita
Nehme seit zwei Jahren Targin und Pregaballin nach Herpes zoster. Jetzt wird Targin 10,/5 mg auf 5/2,5 mg herabgesetzt. Hatte drei Knie-Implantate in kurzer Zeit (6 Wochen), tolle Schmerzen dazu. Frage ist es ratsam Targin zu reduzieren
Morphin Ausschleichen von Compensan retard
6 Sonntag, den 10. Juli 2016 um 15:37 Uhr
Skylar
Also liebe Leute, es heißt Pollamidon und nicht Polladon xD und das ist ja eh noch nicht so schlimm wie bei Morphin finde ich - ich war 2 1/2 Jahre Substitutionspatient, habe 400 mg Compensan am Tag bekommen und war davor auch schon länger süchtig - also ich kenne mich auch mit Entzugserscheinungen - aber ich kann sagen, dass Ausschleichen wesentlich angenehmer ist und vor allem hat man Zeit sich klar zu werden, dass die Dosis langsam reduziert wird und wenn man es gut macht, merkt man nicht mal was davon.
Ich habe das ganz allein ohne ärztliche Hilfe geschafft, indem ich von 400 mg auf 300 mg ging und das so lange, bis der Körper sich an die Dosis gewöhnt - dann 250 usw. Das dauert lange, aber es lohnt sich. Ich habe die letzten 5 mg vor 5 Tagen zu mir genommen und merke, dass der Entzug nicht mehr so schlimm ist wie damals - man kann trotzdem nicht schlafen oder nur wenig und fühlt sich total scheiße, aber ich hoffe darauf, dass das bald vergeht und ich nicht in die nächste Sucht verfalle, weil ich nicht schlafen kann D:
Palladon Entzug
5 Sonntag, den 10. Januar 2016 um 01:23 Uhr
Steffi
Hallo an alle Mitleidenden,
was man hier liest, ist schlimm. Ich bin 47 und nehme Palladon seit fast 8 Jahren. 3x 16 mg und 2x2,6 mg zur Nacht. Zusätzlich noch 2x 100 Gabapentin und 2x Pantoprazol 40 mg, 1x Domperidon 16mg und meine Telfast 180 mg 1x. Ich habe nach wie vor so starke Schmerzen, bin oftmals an den Großgrundzehengelenken operiert, künstliche Gelenke, Einsteifung links usw usw. Absoluter OP Marathon. Schultern usw. Nervenschmerzen. Keiner weiß wo meine Arthrose und der Rest herkommt. War bei vielen Spezialisten.
Egal. Jetzt bin ich dabei das Palladon abzusetzen. Mein Schmerztherapeut wollte mich gleich auf 3x12 mg setzen. Ging gar nicht. Jetzt reduziere ich wöchentlich immer 4mg. Erst abends, dann mittags, dann morgens und immer weiter 4mg weniger. Nur zur Nacht die 2x2,6 mg bleiben. Ach ja, nehme ebenfalls seit Jahren Halcion 0,25 mg, starke Schlaftabletten. Alles hilft nichts. Kann selten schlafen. Jetzt mit dem Entzug fast gar nicht mehr. Am Schlimmsten ist es morgens. Bis das Palladon wirkt, kann ich nicht aufstehen. Der Körper kann einfach nicht. Ich habe Angst, dass das jetzt noch schlimmer wird. Ist es ja schon. Kaum Schlaf, Bauchschmerzen, Depressionen noch stärker als sonst, aggressiv, weinerlich, lustlos, keine Kraft, Hitzewallungen abends und nachts im Bett, frieren, Kopfschmerzen. ...
Leider bekomme ich weder Unterstützung, noch Verständnis von meinem Partner, Eltern etc. Keine Hilfe. Weiß jemand zum Einen, ob es einem, abgesehen von den Schmerzen, die ich mit Palladon ja trotzdem habe, besser geht, wenn der Entzug vorbei ist? Denn so ist das Leben kein Leben. Konzentrationsschwäche, Lustlosigkeit, Depressionen usw. Geht es einem dann wieder gut? Ist man wieder Mensch? Weiß zum Anderen denn jemand harmlosere Medikamente, die man unterstützend beim Entzug nehmen kann? Mein Schmerztherapeut hilft mir nicht. Einfach absetzen, fertig! Es gibt leider keinen anderen, der nicht gleich alles absetzt und auf Globulis umstellt. Frechheit.
Das Gabapentin werde ich danach auch noch versuchen loszuwerden. Eins nach dem anderen. Da bin ich auch schon von 900 auf 200 mg runter. Ich habe bis vor 1,5 Jahren täglich 28 Tabletten genommen. Hatte zu allem noch 2400 mg Ibuprofen uvm. Das habe ich alles schon weg. Kann mir die beiden gestellten Fragen jemand beantworten? Für die Ursachen meiner Schmerzen und was jetzt mit meinen Zehgelenken gemacht werden kann, damit die wahnsinnigen Schmerzen aufhören, weiß ich auch noch nicht. Wichtig: Palladon muss weg.
Wenn halt jemand antworten könnte, wäre schön. Ach die ganzen Hammer hat mir vor Jahren auch ein Schmerztherapeut verschrieben. Erst Tramal, dann Fentanyl und seit Jahren Palladon, aber gleich die genannte Dosis. Von alldem und dem vielen sitzen und liegen hatte ich fast 40 kg zugenommen, dich ich in den letzten 1,5 Jahren wieder abgenommen habe. Als diesem Grund war m. E. die Dosis dann eh viel zu hoch.
Also allen alles Gute und ich freue mich auf eure Tipps und Antworten. LG Steffi
Morphinreduktion
4 Freitag, den 18. September 2015 um 12:35 Uhr
Andrea
Hallo,
ich nehme seit ca. 3 Jahren Palladon. War zuletzt bei einer Tagesdosis von 106mg. Habe allerdings dieselben Schmerzen wie zuvor, also keinen therapeutischen Nutzen. Bin auf Grund einer Lungenerkrankung bei Morphinen bzgl. der Atemlähmung sehr eingeschränkt.
Jetzt bin ich seit Anfang 2015 dabei zu reduzieren. Immer in 4mg-Schritten, alle paar Wochen. Bin nun bei einer Tagesdosis von 28mg (!) angekommen.
Entzugserscheinungen habe ich trotz allem, manchmal recht heftig. Der ganze Tag wird davon bestimmt. Antriebslos, Depression, keinerlei körperliche Kraft mehr.
Vor allem aber weiterhin die Frage, warum habe ich, seitdem ich Palladon nehme, keinen Nutzen davon?? Antworten darauf kann mir niemand geben. Nur muss ich ja nix nehmen, wenn es nicht hilft :(.
Hat hier jemand eine Erklärung dafür?
Liebe Grüße Andrea
Targin Absetzen
3 Freitag, den 19. Juni 2015 um 08:42 Uhr
zimbo
Ich nehme seit 6 Monaten Targin 10/5 und jetzt 5/2,5.
Ich habe die Einnahme reduziert, worauf ich Unruhe, starke Schmerzen in den Beinen, Antriebslosigeit bekam.
Ich bin morgens schon müde.
Dieses Gefühl habe ich schon 8 Tage.
Sie fingen sofort nach der Reduzierung an.
Reduktion von retardiertem Morphin
2 Freitag, den 12. Juni 2015 um 07:43 Uhr
karabina
schließe mich an, 20-30% Reduktion pro Tag sind "sportliche" Empfehlung für den Betroffenen, die mit starken Entzugserscheinungen einhergehen.
Ausschleichen Morphin / MST 100 Granulat, Tabletten etc.
1 Freitag, den 06. Februar 2015 um 12:53 Uhr
SG
Ich wundere mich über die angegebene Reduzierung von 20 - 30 % TÄGLICH. Ich habe mich von anfänglich MST 100, 100 täglich erst auf 30 morgens, 20 abends runtergekämpft und das innerhalb von mehreren Wochen. Jetzt bin ich schrittweise ganz gut auf zweimal 10 täglich runter.
Es hält sich ein hartneckiges und äußerst unangenehmes "Grippegefühl" mit einer totalen Antriebslosigkeit, die besonders den nachmittäglichen Alltag böse ausbremst. Ich halte aktuell ganz gut durch, aber diese Phase wird seit 10 Tagen nicht besser und hemmt das ganze Leben. Ich fürchte zumindest momentan eine weitere Reduzierung, da dieses Grippegefühl und dieses "Kaputtfühlen" echt intensiv ist. Und ich bin normalerweise ein gut disziplinierter Mensch, der einiges aushält. Das ist wirklich äußerst lebenseinschränkend. Da wundere ich mich über die 20/30% Angabe. Kann das bei mir denn so anders sein, dass es nicht weitergeht?
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