Warum lohnt sich mitunter der Wechsel von einem Opioid (Morphin, Fentanyl, Tramadol etc.) zu einem anderen?

Bei einigen Menschen kann sich nach längerer Behandlungszeit mit einem Opioid (Morphin, Tramadol, Fentanyl etc.) eine Art Resistenz gegen den Wirkstoff entwickeln. Die Zellrezeptoren, die die schmerzlindernden Effekte der Opioide übermitteln, "ermüden" und können die Wirkung nicht mehr so gut umsetzen.

Erstaunlicherweise gilt das dann aber meist nur für den gerade eingesetzten Wirkstoff und nicht für verwandte, andere Opioide. Deshalb raten Schmerztherapeuten in solchen Fällen zur "Opioid-Rotation". Das heißt: Wenn die zur Zeit eingesetzten Präparate in ihrer Wirkung nachlassen, wird auf ein anderes Opioid gewechselt.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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Kommentare (1)
Hydromorphon
1 Mittwoch, den 22. Februar 2017 um 13:54 Uhr
Ines Strauß
Hallo, ich muss auf Grund meiner Erkrankungen schon über 12 Jahre Hydromorphon 24 mg a 2mal täglich nehmen. Ich habe seit Jahren diese Nebenwirkungen, Müdigkeit, Erschöpfungszustände, Ödeme in den Beinen, aber immer nur morgens.
Meiner Ärztin habe ich das schon mehrfach gesagt, aber leider interessiert es sie nicht. Seit 2013 habe ich durch diese Medikamente auch noch eine Chronische Pankreatitis bekommen. Zudem muss ich noch bis zum 4. mal täglich Novaminsulfon (Tropfen) nehmen, da die Tabletten alleine schon nicht mehr helfen.
Was kann ich noch tun, um überhaupt davon weg zukommen? Ohne geht gar nichts mehr. Wegen der Übelkeit bekam ich jetzt noch MCP Tabletten. Habe aber gelesen, dass man die damit gar nicht nehmen soll. Kann mir jemand einen Rat geben? Vielen Dank im voraus.
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