Mit welchen Begleitmedikamenten lässt sich der möglichen Übelkeit unter Behandlung mit Opioiden entgegenwirken?

Vor allem zu Beginn der Schmerzbehandlung mit Opioiden kann es zu Übelkeit kommen. In der Regel verflüchtigt sich diese Nebenwirkung nach wenigen Tagen der Therapie.

Damit es gar nicht erst zur Übelkeit kommt, können begleitende Medikamente eingenommen werden. Es gibt eine ganze Reihe an effektiven Wirkstoffen gegen Übelkeit und Erbrechen, u.a. Metoclopramid (MCP), Cisaprid, Haloperidol, Dimenhydrinat, Cycline oder Levomepromazin. Empfohlen wird die Einnahme eine viertel bis halbe Stunde vor der Gabe der Opioide.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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Kommentare (3)
Das Kardinalproblem ist die zusätzliche Sedierung
3 Donnerstag, den 19. September 2019 um 22:03 Uhr
Eduard von Hohen
Die meisten Antiemetika wirken sedierend, somit sind sie "synergistisch" zu dem Opiat (sedierend ). Zofran- Ondansetron und andere Setrone wirken über einen hemmenden Effekt, eine Hemmung der Serotonin-Wirkung an 5-HT3-Rezeptoren. Sie sind bestens geeignet, da sie keine zusätzliche Müdigkeit erzeugen.
Bei der Einnahme von Opioiden kann man durch die Gabe von MCP Übelkeit verhindern.
2 Mittwoch, den 24. Juli 2019 um 13:42 Uhr
Horst-Dieter Rolffs
Im Beipackzettel von MCP steht, daß man es nicht in Verbindung mit Opioiden einsetzen soll. Was ist jetzt richtig?
Wechselwirkung: Oxycodon und Dimenhydrinat
1 Dienstag, den 04. September 2018 um 05:50 Uhr
Harald Meissner
Obwohl Dimenhydrinat die Übelkeit durch Oxycodon verhindern sollte, war das Gegenteil der Fall. Nachdem beide Medikamente ihre Wirkung entfaltet hatten, kam es zu massivem, schwallartigen Erbrechen. Dauer der Krämpfe über mehrere Minuten. Diese Kombination ist def. nicht zu empfehlen.
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