Clomipramin und andere Antidepressiva sind auch bei Schmerzen wirksam

Aktueller Arzt-Tipp

Sie leiden unter chronischen Schmerzen und Ihr Arzt hat Ihnen ein Antidepressivum verschrieben? Denkt er vielleicht, hinter Ihren Beschwerden stecken primär psychische Probleme? Keinesfalls.

Zwar können Dauerschmerzen durchaus Depressionen verursachen und umgekehrt auch Depressionen zu belastenden Schmerzen führen. Darüber hinaus ist jedoch seit langem bekannt, dass Antidepressiva auch bei rein organischen Schmerzen eine große Hilfe sein können. Einer dieser Wirkmechanismen ist hier wahrscheinlich die Hemmung von Übertragungsvorgängen an den Umschalt-Stationen des Rückenmarks.

Je nach Begleitsymptomen hat Ihr Arzt hier Medikamte aus verschiedenen Wirkstoffgruppen (Clomipramin, Amitriptylin, Venlafaxin) zur Verfügung und wird das für Sie richtige Präparat auswählen. Gängige Präparate sind beispielsweise Saroten®, Trevilor®, Anafranil® und andere.

Und – falls Sie sich hier Sorgen machen sollten: Die Dosierung zur Behandlung der Schmerzen liegt in jedem Fall deutlich unter der Menge, die mit demselben Medikament für eine antidepressive Wirkung nötig ist!

Ihre Dr. med. Monika Steiner

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