Vorsicht mit Alkohol bei Einnahme von Schmerzmittel Tramal

Aktueller Arzt-Tipp

Zur Linderung von mittelstarken bis starken Schmerzen unterschiedlicher Ursache wird gelegentlich Tramadol (z.B. Tramagit®, Tramal®) verschrieben. Es handelt sich um einen Wirkstoff aus der Gruppe der sogenannten Opioide, wobei die Entwicklung einer Abhängigkeit bei diesem Medikament als gering eingestuft wird und die Verträglichkeit im Allgemeinen gut ist. Trotzdem sollten die Hinweise des Arztes zu möglichen Wechselwirkungen unbedingt beachtet werden.

Häufige Nebenwirkungen von Tramal® und Co sind Übelkeit, Benommenheit, Schwindel, Erbrechen, Kopfschmerzen, oder starkes Schwitzen. Derartige Reaktionen des sogenannten zentralen Nervensystems bewirkt auch Alkohol. Wichtig zu wissen ist hier deshalb, dass Tramadol und Alkohol sich in ihren zentralen Effekten gegenseitig verstärken und sogar potenzieren können.

Da es neben einer Steigerung oben genannter Nebenwirkungen auch noch zu ganz unvorhersehbaren Reaktionen des Körpers kommen kann, sollten Sie während der Therapie mit Tramal auf den Genuss jeglicher Art von alkoholischen Getränken verzichten.

Ihre Dr. med. Monika Steiner

Kommentare (7)
Tramadol und Alkohol
7 Dienstag, den 18. Dezember 2018 um 23:50 Uhr
Chayzi
Ich persöhnlich habe kein Problem damit, dies zu mischen. So wirkt es bei mir besser. Am nächsten Tag bin ich auch wieder fit, weil ich die Tablette Tramadol (250mg) eher abends konsumiere. Als Tipp für die, die dies lesen: Nachmachen ist dennnoch gefählich, weil der Alkohol arbeitet, und sich beide zusammen (Alkohol / Tramadol) gegenseitig verstärken. Man sollte seine körperlichen Grenzen sehr, sehr gut kennen und sich nicht überschätzen! Also, Achtung!
alkohol und tramadol
6 Freitag, den 14. September 2018 um 09:39 Uhr
jule17
Also für mich ist es keine Frage, was ich mache. Selbstverständlich gehören beide nicht zusammen. Für mich jedenfalls. Wenn ich meine Schmerzen mit Tramadol in den Griff bekomme bin ich schon so happy, da wäre ich mit Alkohol glaube ich nicht auszuhalten. Ein kompletter Verzicht auf das Nervengift Alkohol ist eh am besten.
Gegenteilige Erfahrung
5 Sonntag, den 09. September 2018 um 14:52 Uhr
Joshua Meier
Also: Bei mir bewirkt Tramadol vor dem Alkoholkonsum, dass ich mehr Alkohol vertrage, am nächsten Morgen keinen Kater habe und mich topfit fühle.
Null Problemo
4 Samstag, den 11. August 2018 um 16:27 Uhr
Franz Kotarsch
Was ist denn bei Euch los? Habe heute ca. 600 mg Tramadol + ca. 2,5 Liter Bier konsumiert. Trotzdem Nackenschmerzen. Keine Übelkeit, nur verstärkte Transpiration. Muss aber dazusagen, dass ich normalerweise lieber Morphin oder Oxicodon einnehme.
Tramal und Alkohol
3 Donnerstag, den 22. Februar 2018 um 16:45 Uhr
Monika Miklis
Schlechte Erfahrung!
Hatte einen netten Abend mit 3 Gläsern gespritztem Weißwein. Vor dem zu Bett gehen nahm ich 1 Tramabene. Nach gutem Schlaf kam das böse Erwachen:
Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, schlechte Koordination.
Am Nachmittag wurde es noch schlimmer. Sprechen ging nicht mehr. Schwellung der Mundschleimhaut, Atemnot und Erstickungsanfälle. Dann mit Blaulicht ins Krankenhaus. War ein richtiger Horrortrip.
Tramadol und Alkohol: ja oder nein?
2 Freitag, den 04. Dezember 2015 um 10:03 Uhr
Dr. Jörg Zorn
Hallo Grischa4Ever,

ganz unberechtigt ist Ihre Kritik nicht. Solche Generalverbote sind natürlich immer problematisch und zugleich tatsächlich einfacher als differenzierte Empfehlungen, die individuell zugeschnitten sind.

Was Sie aber auch bedenken müssen: Wir schreiben hier für Alle, die Tramadol einnehmen, und eine individuell ausgerichtete Empfehlung ist da immer schwierig.
Wir können ja bei einem nachgewiesenen Problem nicht so so tun, als wäre es nicht da. Es ist ja die Pflicht von Ärzten, auf Gefahren hinzuweisen, und da Medizin keine Mathematik ist, kann man auch nicht verallgemeinernd sagen, na ja, 1-2 Gläser Wein am Abend bei morgendlicher Einnahme von Tramdol sind okay. Bei dem einen oder anderen wäre das vielleicht okay, bei anderen wäre es gefährlich, weil nicht jeder Körper gleich reagiert. Insofern müssen Ärzte manchmal schwarz-weiße Empfehlungen geben, weil nicht jeder Patient mit Grauzonen umgehen kann.

Es gibt Tramadol-Anwender, die wären problemlos in der Lage, die Wechselwirkungen mit Alkohol vorsichtig und vernünftig auszutarieren und vielleicht am Ende festzustellen, dass eine kleine Menge gut funktioniert. Aber es gibt andere, die würden diese Grauzone eher unvernünftig interpretieren ("der Arzt hat doch gesagt, grundsätzlich geht ein bisschen") und sich dadurch in Gefahr bringen.

Dennoch geben wir Ihnen recht: Ein genereller Alkoholverzicht wäre zwar medizinisch am sichersten, ein pauschales Alkohol-Verbot ist aber tatsächlich etwas sehr schwarz-weiß (oder sehr schwarz). Die beste Empfehlung ist vielleicht die, grundsätzlich sehr zurückhaltend mit Alkohol zu sein und bei Alkoholgenuss genau zu beobachten, wie der Körper reagiert.

Noch etwas: 5-6 Stunden Halbwertzeit bedeuten, dass nach dieser Zeitspanne die Hälfte des Tramadols verarbeitet ist. Die andere Hälfte ist noch da.

Viele Grüße
Dr. J. Zorn (vom Navigator-Team)
Tramadol und Alkohol
1 Freitag, den 04. Dezember 2015 um 09:26 Uhr
Grischa4Ever
Es ist so einfach, jegliche Art von Alkohol bei der Einnahme von Tramadol (oder anderen Medikamenten) zu verbieten.
Und wenn man lebenslänglich Tramadol nehmen muss? Und wenn man nur am Morgen Tramadol nimmt, mit einer Halbwertszeit von 5-6 Stunden? Darf man dann am Abend kein Glas Wein trinken?
"NEIN" ist die einfache Antwort und man ist mit einem konsequenten Nein auf der sicheren Seite. Aber was hat das mit dem richtigen Leben zu tun? Wo sind Grenzen und welche Verteilung ist besser und worauf hat der Patient zu achten?
Ich finde, Ärzte, die solche schwarz-weiss Aussagen machen sind nicht glaubwürdig und helfen den Menschen nicht.
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