rt-PA

Die Abkürzung rt-PA steht für „recombinant tissue-type plasminogen activator“. Das kann sich natürlich kein Mensch merken, deshalb die (allerdings auch sperrige) Abkürzung. Bezeichnet wird damit die gentechnologisch hergestellte Variante eines natürlicherweise in fast allen Geweben vorkommenden Enzyms.

Dieses Enzym löst Blutgerinnsel auf. Oder, um es wissenschaftlicher auszudrücken: Dieser gewebespezifische Plasminogenaktivator (t-PA) aktiviert die Umwandlung von Plasminogen in Plasmin und führt somit zur Auflösung von Blutgerinnseln.

Deshalb eignet sich rt-PA, also das gentechnisch hergestellte Medikament, zur Behandlung des akuten Schlaganfalls. Da rtPA (Freiname: Alteplase) nur auf Plasminogen wirkt, das bereits an Fibrin gebunden ist, löst es zwar Gerinnsel auf, hemmt aber nicht die Blutgerinnung.

Autoren: Dr. Hubertus Glaser & Dr. med. Jörg Zorn

Anzeigen