Schlaganfall

Der Schlaganfall (medizinisch: Apoplex) ist eine akute Minderdurchblutung des Gehirns. Oder vielmehr die Folge davon. Die Ursache kann entweder ein Gefäßverschluss oder eine Hirnblutung sein. Ersteres ist sehr viel häufiger.

Die mit einem Schlaganfall einhergehenden Symptome, also Lähmungserscheinungen, Sensibilitätsstörungen oder Sprachverlust, sind letztlich alle Folge einer Unterversorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen im Gehirn. Es kommt zu einem massenhaften Untergang von Nervenzellen in dem betroffenen Areal. Insofern hängt das akute Ausmaß des Schaganfalls vor allem davon ab, ob ein kleineres oder größeres Blutgefäß betroffen ist.

Die einzige gute Nachricht bei einem Schlaganfall: Nervenzellen sind in der Lage, zu lernen. Wenn man den Schlaganfall überlebt hat, können die ungeschädigten Gehirnareale also die Aufgaben ihrer untergegangenen Kollegen teilweise oder gänzlich übernehmen. Das braucht allerdings Übung und kostet Zeit. Und es muss möglichst rasch beginnen. Deshalb ist die Zeit der Regeneration nach einem Schlaganfall so wichtig.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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