Hämorrhagischer Schlaganfall

Von einem hämorrhagischen Schlaganfall spricht man, wenn eine Hirnblutung die Ursache ist. Davon unterschieden wird der ischämische Schlaganfall, der auf einen Gefäßverschluss zurückgeht.

Wenn also zum Beispiel im Gehirn ein Blutgefäß platzt, etwa durch einen Unfall oder auch durch ein Aneurysma (Aussackung eines Blutgefäßes), dann entsteht der Schlaganfall letztlich durch die Einblutung ins Hirngewebe. Also im weistesten Sinne durch Druck auf die Gehirnzellen, die dadurch absterben.

Häufiger: der ischämische Schlaganfall

Wenn sich hingegen ein Blutgefäß im Hals- oder Kopfbereich aufgrund einer jahrelang bestehenden Arteriosklerose plötzlich ganz verschließt, dann bekommen die Gehirnzellen zu wenig Sauerstoff und sterben deshalb ab. Dieser ischämische Schlaganfall ist vom Geschehen her sehr ähnlich dem Herzinfarkt, bei dem ja auch fast immer ein Gefäßverschluss die Ursache ist. Und er ist sehr viel häufiger als der hämorrhagische Schlaganfall.

Der hämorrhagische Schlaganfall leitet sich begrifflich übrigens von der Hämorrhagie ab, was so viel wie Blutung oder Einblutung heißt.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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