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Schlaganfall: Was meinen Ärzte mit Primärprävention und Sekundärprävention?

Die beiden Begriffe Primärprävention und Sekundärprävention sind beim Schlaganfall so elementar, dass Ärzte mitunter vergessen, dass außer ihnen kaum einer weiß, was damit gemeint ist. Also wird gern mal auf eine "Übersetzung" verzichtet, während die Patienten auf der anderen Seite des Tisches verzweifelt versuchen, die übliche Drei-Minuten-Erklärung zu verstehen.

Also: Primärprävention bedeutet, dass ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko besteht, und man mit einer geeigneten Behandlung verhindern will, dass es jemals dazu kommt. Mithin eine Vorbeugung des "ersten" Schlaganfalls.

Bei Vorhofflimmern zum Beispiel, einer häufigen Herzrhythmusstörung, besteht eine große Gefahr, dass sich Blutgerinnsel im Herzen bilden und in die Hirnschlagadern gespült werden. Um das bei Vorhofflimmern deutlich erhöhte Schlaganfall-Risiko zu minimieren, werden meist blutverdünnende Medikamente verschrieben. Ähnliches gilt, wenn eine der Halsschlagadern stark verkalkt ist. Alles, was dann getan wird, um einen Schlaganfall zu verhindern, nennt man Primärprävention.

Vorbeugung eines zweiten Schlaganfalls

Von Sekundärprävention (manchmal auch von Sekundärprophylaxe) sprechen Ärzte, wenn es bereits zu einem Schlaganfall gekommen ist und verhindert werden soll, dass sich das wiederholt. "Sekundär" also im Sinne, dass es therapeutisch gegen den zweiten Schlaganfall geht. Denn ein Schlaganfall kommt nie aus heiterem Himmel, heißt, es kommt dann auch gern mal ein zweiter. Wenn nicht die Ursachen der Gefäßverschlüsse konsequent bekämpft werden. Und das ist dann die Sekundärprävention, häufig in erster Linie eine blutverdünnende Medikation.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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