Auf welche Weise kann Vorhofflimmern zu einem Schlaganfall führen?

Beim Vorhofflimmern schlägt das Herz - genauer gesagt die Herzvorhöfe - aufgrund einer elektrischen Fehlleitung deutlich zu schnell. Da das viel zu häufige Zusammenziehen der Muskeln der Herzvorhöfe mit über 350 Schlägen pro Minute eine effektive Förderung des Blutes unmöglich macht, stagniert das Blut in den Vorhöfen.

Besonders in den sogenannten Ohren, das sind anatomische Ausbuchtungen der Vorhöfe, fließt das Blut zu wenig und kann in diesen Bereichen gerinnen. Auf diese Art entstehen Blutgerinnsel, auch Thromben genannt, die dann möglicherweise in die Herzkammern und anschließend in die blutversorgenden Gefäße des Körpers, die Arterien, gelangen. Die Thromben verstopfen diese Gefäße, so dass - abhängig davon – wo der Thrombus hängenbleibt, die Blutversorgung von Organen nicht mehr gewährleistet ist.

Häufig verstopfen Gefäße, die das Gehirn versorgen. Die Folge: ein Schlaganfall.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

Weitere Fragen und Antworten zum Thema Vorhofflimmern finden Sie unter Navigator-Medizin.de/Herz_Gefaesse

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