Bleiben bei einer TIA neurologische Folgeschäden zurück?

Nein. Das Charakteristikum einer TIA (transitorisch ischämische Attacke) ist, dass die – einem Schlaganfall ähnlichen – neurologischen Ausfälle komplett und von allein wieder verschwinden.

Im Prinzip passiert bei einer TIA das gleiche, das auch bei einem Schlaganfall passiert: Es kommt zu einer plötzlichen Durchblutungsstörung an einer Stelle im Gehirn. Allerdings ist der Schaden im Gegensatz zum Schlaganfall geringer. Es gelingt dem Körper, den Ausfall selbst zu beheben, bevor Nervenzellen dauerhaft geschädigt werden.

Vor diesem Hintergrund wird klar, warum eine TIA unbedingt ernst genommen und ärztlich nachbehandelt werden muss. Denn eine TIA bedeutet immer, dass Durchblutungsstörungen im Gehirn vorliegen und ein "richtiger" Schlaganfall droht.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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