Schlaganfall: Marcumar & andere Cumarin-Derivate

Wann muss man nach einem Schlaganfall Marcumar einnehmen? Und was bedeutet das für den Alltag? Darum geht es in diesem Kapitel.

Vorbeugung eines erneuten Schlaganfalls: ASS oder Marcumar?

Nach einem Schlaganfall, der durch einen Gefäßverschluss entstanden ist (ischämischer Schlaganfall), wird generell mithilfe einer medikamentösen Dauertherapie versucht, das Risiko für einen erneuten Schlaganfall so effektiv wie möglich zu reduzieren.

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Auf welche Weise wirkt Marcumar?

Marcumar® und Falithrom® sind Handelsnamen für Phenprocoumon, einem Wirkstoff zur Hemmung der Blutgerinnung. Meist verschrieben in Deutschland ist Marcumar®. Die Tablette enthält 3 mg des Wirkstoffs.

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Wie hoch darf mein INR-Wert nach einem Schlaganfall sein?

Der INR-Wert ist ein Maß für die Gerinnungsfähigkeit des Blutes. Nach einem Schlaganfall ist der INR-Wert von Bedeutung, wenn die Ursache ein Blutgerinnsel war, das in eine Hirnschlagader gespült wurde. Dann muss das Blut unbedingt verdünnt werden, damit das nicht wieder passiert. Der INR sollte dann  therapeutisch auf einen Wert zwischen 2,0-3,0 eingestellt werden.

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Was besagt der INR-Wert?

Da je nach Untersuchungsmethode und Labor der Quick-Wert zur Messung der Blutgerinnung verschieden hoch ausfallen kann, wird heutzutage häufig zusätzlich ein anderer Gerinnungswert bestimmt: der INR. Der INR-Wert (International Normalized Ratio) ist auch bei verschiedenen Messungen in unterschiedlichen Labors vergleichbar und somit aussagekräftiger.

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Kann ich meinen INR-Wert auch selbst messen?

Ja, und das ist sogar ausgesprochen zu empfehlen. Es ist heute durchaus möglich, die eigenen Gerinnungswerte selbst zu überwachen und auch die Medikamentendosis gegebenenfalls selbst anzupassen. Dies erfordert natürlich viel Zuverlässigkeit und Selbstdisziplin.

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Was bedeutet der Quick-Wert?

Der Quick-Wert ist ein Maß für die Funktion verschiedener Gerinnungsfaktoren, die an der Blutgerinnung beteiligt sind. Der Quick-Wert wird auch Thromboplastinzeit (TPZ) genannt.

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Führen Blutverdünner wie Marcumar zu einer sofortigen Gerinnungshemmung?

Nein. In der Regel vergeht rund eine Woche, bis die volle Wirkung eintritt. Das hängt damit zusammen, dass Cumarin-Derivate die Neubildung von Gerinnungsfaktoren hemmen, davon aber natürlich noch "Vorratsspeicher" vorhanden sind.

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