Nach dem Schlaganfall: Wie hoch sollte die Dosierung von Acetylsalicylsäure (ASS) sein?

Nach einem Schlaganfall, der durch einen Gefäßverschluss entstanden ist (ischämischer Schlaganfall), wird häufig die dauerhafte Einnahme von Acetylsalicylsäure (Abk.: ASS, z.B. Aspirin®) empfohlen, um das Blut zu verdünnen. Während ASS als Schmerzmittel häufig in der Dosierung von 500 mg eingenommen wird, ist für eine Dauertherapie zum Schutz vor Gefäßverschlüssen eine deutliche niedrigere Dosierung nötig.

Die exakten Dosisempfehlungen hängen immer auch ein wenig von der jeweiligen Situation und dem persönlichen Risikoprofil ab, liegen aber meist zwischen 50-100 mg täglich. Oft wird Acetylsalicylsäure auch mit anderen, ähnlich wirkenden Substanzen kombiniert. Dann ist eine niedrigere ASS-Dosis notwendig.

Bei regelmäßiger Einnahme von mehr als 150 mg ASS täglich steigen die Risiken für Blutungen, insbesondere im Magen.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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