Schlaganfall: Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin)

Warum muss man nach einem Schlaganfall oft Aspirin oder ASS einnehmen? Welchen Zweck hat das und wie lange sind die Tabletten notwendig? Mehr dazu in diesem Kapitel.

Nach dem Schlaganfall: Wie hoch sollte die Dosierung von Acetylsalicylsäure (ASS) sein?

Nach einem Schlaganfall, der durch einen Gefäßverschluss entstanden ist (ischämischer Schlaganfall), wird häufig die dauerhafte Einnahme von Acetylsalicylsäure (Abk.: ASS, z.B. Aspirin®) empfohlen, um das Blut zu verdünnen. Während ASS als Schmerzmittel häufig in der Dosierung von 500 mg eingenommen wird, ist für eine Dauertherapie zum Schutz vor Gefäßverschlüssen eine deutliche niedrigere Dosierung nötig.

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Hohes Risiko für zweiten Schlaganfall: Welche Medikamente werden dann empfohlen?

Zu den wichtigsten Medikamenten zur Vorbeugung eines erneuten Schlaganfalls gehören sogenannte Thrombozytenfunktionshemmer. Deren wesentliche Vertreter sind in diesem Fall Acetylsalicylsäure (ASS), Dipyridamol und Clopidogrel.

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Schlaganfall-Vorbeugung: Ist so viel ASS oder Aspirin nicht schädlich?

Nein. Zumindest nicht im gleichen Maße, wie das für denselben Wirkstoff in Schmerzmitteln gilt. Und das hängt mit der Dosis zusammen.

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Wie lange muss man nach einem Schlaganfall die Blutverdünner-Tabletten (z.B. ASS) einnehmen?

Wenn möglich, ein Leben lang. Zumindest, soweit von den primär empfohlenen Medikamenten aus der Gruppe der Thrombozytenaggregationshemmer die Rede ist (Acetylsalicylsäure, also ASS oder Aspirin®, mitunter auch Clopidogrel oder Kombinationen mit anderen Wirkstoffen).

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Schlaganfall-Vorbeugung: Was bringt die Kombination von ASS und Clopidogrel?

Sowohl Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin®) als auch Clopidogrel (Iscover®, Plavix®) zählen zu den Medikamenten, die einem ischämischen Schlaganfall (durch Gefäßverschluss) potentiell vorbeugen können, weil sie das Blut verdünnen. Eine solche Behandlung gilt zum Beispiel als Standard, wenn es bereits zu einem derartigen Schlaganfall gekommen ist und ein weiterer verhindert werden soll.

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Schlaganfall-Vorbeugung bei Vorhofflimmern: Clopidogrel + ASS oder Warfarin?

Wenn es darum geht, bei bestehendem Vorhofflimmern einen Schlaganfall zu verhüten, scheint der relativ "alte" Gerinnungshemmer Warfarin besser zu wirken als eine Kombination von Acetylsalicylsäure (ASS) und Clopidogrel.

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Sind moderne Thrombozytenfunktionshemmer (Glykoprotein-2b/3a-Hemmer) stärker wirksam als ASS?

Nein. Zumindest nicht, was die Vorbeugung eines erneuten Schlaganfalls angeht. Sie werden häufiger bei operativen Eingriffen an verengten Herzkranzgefäßen (Ballon-Katheter, Stent) eingesetzt.

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Was spricht gegen die Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS)?

Menschen, die unter Geschwüren des Magen oder Darm gelitten haben oder leiden, sollten nicht regelmäßig Acetylsalicylsäure (ASS) einnehmen. Auch bei erhöhter Blutungsneigung etwa aufgrund einer Blutgerinnungsstörung ist ASS nicht geeignet.

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Warum wirkt Acetylsalicylsäure (ASS) nicht bei allen Menschen blutverdünnend?

Es gibt Menschen, die auf eine Behandlung mit Acetylsalicylsäure (ASS) nicht reagieren. Die Ursache dieser Unempfindlichkeit oder Resistenz ist bislang nicht vollständig geklärt.

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Lässt sich eine ASS-Resistenz bereits vor der Behandlung testen?

Es wurden verschiedene Tests entwickelt, um eine ASS-Resistenz (Nicht-Ansprechen auf die Herzschutz-Behandlung mit Acetylsalicylsäure) zu untersuchen. Unklar ist bislang allerdings die Zuverlässigkeit solcher Tests, so dass sie in der Praxis bislang kaum angewendet werden.

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Warum erhält man bei Blutverdünnung mit Acetylsalicylsäure (ASS) einen Magenschutz?

Auch unter einer niedrig dosierten Behandlung mit Acetylsalicylsäure (ASS) entwickeln einige Betroffene Geschwüre im Magen, Zwölffingerdarm oder in der Speiseröhre. Deshalb ist es wichtig, bei regelmäßiger Einnahme von ASS zusätzlich Medikamente einzunehmen, die den Magen-Darm-Trakt schützen.

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Schlaganfall trotz ASS: Wie geht es dann weiter?

Acetylsalicylsäure (ASS, z.B. Aspirin®) gehört zu den am häufigsten verschriebenen Wirkstoffen zur Vorbeugung eines Schlaganfalls. Das gilt vor allem in der sogenannten Sekundärprophylaxe, wenn es also schon einen Schlaganfall gegeben hat und eine Wiederholung verhindert werden soll.

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Wie wichtig ist bei Blutverdünnung mit Acetylsalicylsäure (ASS) der Magenschutz mit Protonenpumpenhemmern?

Der Schutz des Magens ist bei einer regelmäßigen Einnahme mit Acetylsalicylsäure (ASS) sehr wichtig, denn ohne diesen Magenschutz kann es bei einem Teil der Behandelten früher oder später zu Geschwüren im Magen, Zwölffingerdarm oder in der Speiseröhre kommen.

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Sollte man wegen der Nebenwirkungen auf eine Behandlung mit Acetylsalicylsäure nicht lieber verzichten?

Nein. Wurde vom Arzt vorsorglich aufgrund der Gefahr eines Herzinfarktes oder Schlaganfalles Acetylsalicylsäure (ASS) verordnet, um die Fließeigenschaften des Blutes zu verbessern, sollte man die Behandlung in jedem Fall fortführen.

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