Akuter Schlaganfall durch Gefäßverschluss: Was sind die beiden wichtigsten Maßnahmen?

Wenn der Schlaganfall auf einem Gefäßverschluss beruht, spricht man von einem ischämischen Schlaganfall (Ischämie = Gefäßverschluss). In diesem Fall umfasst die Akuttherapie die beiden Kernmaßnahmen Thrombolyse und Antikoagulation.

Unter Thrombolyse versteht man die (medikamentöse) Auflösung des Blutpfropfes, der das Gefäß verschließt. Und mit Antikoagulation ist die Gabe von Medikamenten gemeint, die die Gerinnungsfähigkeiten des Blutes herabsetzen – und damit weitere Blutgerinnsel verhindern sollen.

Bevor diese beiden Maßnahmen ergriffen werden, muss allerdings sichergestellt sein, dass der Schlaganfall tatsächlich auf einen Gefäßverschluss zurückzuführen ist – und nicht etwa auf eine Hirnblutung. Bei letzterer nämlich wären die oben beschriebenen, blutverdünnenden Maßnahmen sogar streng verboten.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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