Schlafapnoe: Risiko für Schlaganfall

Schlafapnoe – das ist der medizinische Fachbegriff für kurze periodische Atemstillstände während der Nacht. US-amerikanische Wissenchaftler sagen nun, dass Schlafapnoe das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen kann. Vor allem aber erschweren die Atemaussetzer während des Schlafens die Rehabilitation nach dem Schlaganfall.

Das gilt nach aktueller Datenlage nicht nur für die schwere Form der Schlafapnoe, also mit besonders langen Atemstillständen, sondern bereits für die leichten und mittleren Formen. Internationale Studien haben nachgewiesen, dass bei bis zu 50% der Schlaganfallpatienten eine Schlafapnoe vorliegt. Und Patienten mit Schlafapnoe haben ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall.

Auch nach Schlaganfall nächtliche Atemaussetzer prüfen

Warum sind die Atemaussetzer so gefährlich? Nächtliche Atemstillstände machen am Tag müde und unkonzentriert. Sie sorgen aber über einen längeren Zeitraum auch dafür, dass das Herz mehr arbeiten muss, um die Organe ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Das wiederum führt zu Bluthochdruck. Patienten mit Schlafapnoe sind zehnmal mehr gefährdet, auch Bluthochdruck zu bekommen.

Prof. Jean Haan, Neurologie-Chefarzt in Mönchengladbach, sagt, dass bei Patienten mit schweren Schlaganfällen eine Schlafapnoe abzuklären ist. Das sei schon deshalb notwendig, weil die Atemstillstände die Rehabilitation erschweren, weil die Betroffen ständig müde und abgespannt sind.

WANC 21.03.2012
Quelle: Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

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