Viel Flüssigkeit gegen Schlaganfall

Wer viel trinkt, kann sein Risiko senken, einen Herzinfarkt zu erleiden. Eine Studie belegt nun, dass das auch für den Schlaganfall gilt. Vor allem gilt es für Patienten, die bereits einen Schlaganfall erlitten haben. Denn die können durch reichliches Trinken das Risiko eines Rückfalls enorm mindern.

25% geringeres Risiko bei Vieltrinkern

In der Studie wurden 563 Patienten über zwei Jahre beobachtet, die zuvor einen Hirninfarkt erlitten hatten. Unterschieden wurde in zwei Gruppen: diejenigen, die weniger, und diejenigen, die mehr als zwei Liter tranken.

In der Gruppe der Vieltrinker wurde eine deutlich geringere Quote für einen erneuten Schlaganfall ermittelt. Sie lag um 25% unter der der Wenigtrinker.

Was die hohe Flüssigkeitsaufnahme bewirkt, konnten die Forscher ebenfalls dokumentieren: Durch das Trinken verklumpten Blutplättchen viel seltener. Verklumpte Blutplättchen – sogenannte arteriosklerotische Plaques  - sind häufig für einen Schlaganfall verantwortlich, da sie Gefäße im Hals- und Kopfbereich verschließen und damit die Blutversorgung des Gehirns unterbinden.

Eine Uralt-Empfehlung neu aufgelegt

Die Studienautoren schließen aus den Ergebnissen, dass eine Trinkmenge von mehr als zwei Litern pro Tag sinnvoll ist (das ist jetzt allerdings nicht wirklich neu). Und das gelte nicht nur für Patienten, die bereits einen Schlaganfall erlitten haben, um sich vor einem zweiten zu schützen, sondern auch, um einem ersten Hirninfarkt vorzubeugen. Viel Trinken helfe außerdem, Probleme des Herz-Kreislauf-Systems zu vermeiden.

WANC 07.02.2012
Quelle: Journal of the Neurological Sciences; doi.org/10.1016/j.jns.2011.11.024

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