Aspirin oder ASS nicht eigenmächtig absetzen: Schlaganfallrisiko steigt

Ihnen wurde ASS oder Aspirin als Schutz vor einem Schlaganfall verschrieben? Dann setzen Sie diese Medikamente auf keinen Fall ohne Rücksprache mit dem Arzt ab. Denn wie jetzt eine Studie gezeigt hat, geht das Absetzen mit einer drastischen Risikoerhöhung einher.

Menschen mit erhöhtem Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt aufgrund einer Gefäßverkalkung wird häufig Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin) verschrieben. In einer niedrigeren Dosierung als bei der Behandlung von Kopfschmerzen bewirkt dieses Medikament durch eine Hemmung der Blutplättchen (Thrombozyten) eine Art Blutverdünnung. Das Risiko für einen Schlaganfall und auch für einen Herzinfarkt sinkt.

Wenn Sie diese Medikamente dann aber absetzen (oder sie auf Dauer vergessen), droht noch größere Gefahr, wie Prof. Joachim Röther, Schlaganfall-Experte aus Hamburg betont. Eine britische Studie hat unlängst gezeigt, dass dann das Risiko für einen Schlaganfall um rund 50% ansteigt.

Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn 20.04.2011
Quelle: Neurology 2011; 76: 740-6

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