Ultraschall-Untersuchung kann Schlaganfall verhindern

Ein Schlaganfall könnte oft einfach dadurch verhindert werden, dass man ihn rechtzeitig erkennt. Wenn eine Verengung der Halsschlagader vorliegt, kann das zum Beispiel eine spezielle Ultraschalluntersuchung schon frühzeitig aufdecken. Das vermeldet jetzt die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) – und macht damit natürlich auch Werbung in eigener Sache.

Eine Verengung der Halsschlagader, die sogenannte Karotisstenose, ist relativ häufig die Ursache eines Schlaganfalls. Genauer gesagt, in 20% aller Fälle. Eine Früherkennung macht also prinzipiell tatsächlich Sinn. Mit einer speziellen Ultraschalltechnik, der sogenannten farbkodierten Duplexsonographie, lassen sich der Grad einer möglichen Verengung und auch der Befall der kleineren abgehenden Gefäße sehr exakt bestimmen, wie Prof. Christian Arning, Präsident der DEGUM aus Hamburg, erläutert.

Medikamente oder Operation?

Wird die Verengung rechtzeitig entdeckt, kann man sie in vielen Fällen operativ "ausschälen". Da auch dieser Eingriff nicht ohne Risiken ist, ist allerdings auch manchmal eine rein medikamentöse Behandlung besser. Auch diese Entscheidung zwischen Operation oder Medikamenten ist laut Arning mit einer exakten Ultraschalldiagnostik sehr viel sicherer zu treffen. Die Untersuchung ist ungefährlich, kommt ohne Röntgenstrahlen aus und ist schmerzlos. Allerdings muss der Untersucher gut ausgebildet sein, betont Arning – sicher nicht ohne Blick auf die Interessen der Gesellschaft, die er vertritt.

Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 17.08.06
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)

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