Schlaganfall: morgens und abends höchstes Risiko

Das Risiko, einen Schlaganfall zu bekommen, ist zwischen 6.00 Uhr und 8.00 Uhr am höchsten. Und zwar sowohl morgens als auch abends (dann 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr). Das ist das Ergebnis einer großen japanischen Studie.

In der Untersuchung waren die Daten von über 12.000 Schlaganfall-Patienten ausgewertet worden. In der Feinanalyse zeigte sich, dass es einen deutlichen Häufigkeitsgipfel morgens und abends, jeweils zwischen sechs und acht Uhr gab. Am geringsten war das Risiko während der Nacht (allerdings kann es durchaus auch im Schlaf zu einem Schlaganfall kommen).

Als mögliche Erklärung für dieses Phänomen führen die Wissenschaftler den Blutdruck an. Der ist nämlich morgens oft am höchsten, flaut dann ab und steigt abends wieder an.  Erstaunlicherweise zeigte sich die morgendliche und abendliche Risikoerhöhung bei allen Formen des Schlaganfalls, also unabhängig davon, ob ein Gefäßverschluss oder eine Gehirnblutung die Ursache war.

Autoren: WANC/Dr. md. Jörg Zorn, 21.08.06

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