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Therapie nach Schlaganfall: Aggrenox nicht besser als ASS oder Clopidogrel

Das Kombinationspräparat Aggrenox® wird in einigen Leitlinien zur Sekundärprävention eines Schlaganfalls empfohlen. Wenn es also darum geht, nach einem stattgefundenen Schlaganfall einen weiteren zu verhindern. Aber das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) kommt zu dem Schluss, dass es keinen Vorteil gegenüber den herkömmlichen Wirkstoffen ASS und Clopidogrel gibt.

Aggrenox® besteht aus den beiden Wirkstoffen Dipyridamol und ASS (Acetylsalicylsäure). Es soll genau wie eine Monotherapie mit Acetylsalicylsäure oder Clopidogrel das Blut verdünnen bzw. die Gerinnungsneigung des Blutes herabsetzen und damit die Gefahr neuer Gefäßverstopfungen und eines erneuten Schlaganfalls reduzieren. Wie nun die Analyse des offiziell zu Prüfzwecken eingesetzten IQWiG zeigt, kann Aggrenox® weder die Folgekomplikationen noch die Zahl wiederkehrender Schlaganfälle deutlicher senken als die Standardtherapie mit Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin®). Im Gegenteil: Blutungskomplikationen traten unter der Komnination von Dipyridamol und ASS sogar häufiger auf.

Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 12.4.2011
Quelle: IQWIG

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