Schlafstörungen: Das Aufbegehren der Seele

Schlafstörungen sind weit verbreitet. Und in zwei von drei Fällen haben sie keine körperliche Ursache, sondern der Auslöser liegt in der Seele. Das sagen zumindest Schlafmedizin-Experten aus Österreich.

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Rund 25% der Deutschen leiden unter Schlafproblemen. Etwas über 10% finden ihren Schlaf häufig nicht erholsam. Mit zunehmendem Alter verstärkt sich das Problem. Bei über 60jährigen sind mehr als 40% von Schlafstörungen betroffen.

In einem von drei Fällen körperliche Ursachen

Die österreichischen Psychiater schätzen, dass nur in einem von drei Fällen von Schlafstörungen körperliche Gründe dafür verantwortlich sind. Mögliche organische Ursachen sind beispielsweise:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Wechseljahre
  • Schlafspnoe Syndrom
  • Asthma
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Nierenleiden

Vor allem Ängste und Depressionen

Am häufigsten stören jedoch psychische Probleme den Schlaf. So gelten als Gründe vor allem Anpassungs- und Angststörungen, Depressionen und Süchte.

Die Experten sagen, dass sich seelische Schwierigkeiten auf die Signalwege der Nervenzellen auswirken und dadurch der Schlaf an sich verändert wird. Diese Veränderungen betreffen bei Menschen mit Depressionen beispielsweise die REM-Schlaf-Phase (Phase des Träumens, gekennzeichnet durch schnelle Augenbewegungen). Bei Angststörungen dauert wiederum die Tiefschlafphase zu lange an.

Für die Ärzte bedeutet das, dass es kein Allheilmittel gegen Schlafstörungen gibt. Jede Variante muss speziell behandelt werden.

Autor: Christian Sachse, 02.05.2012
Quelle: Österreichische Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung

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