Wie unterscheidet sich normales Schnarchen von der Schlafapnoe?

Das Schnarchen bei der Schlafapnoe ist meist sehr unregelmäßig und wird immer wieder von besonders lauten Schnarchgeräuschen und von Pausen durchzogen. Das "normale" Schnarchen hingegen behält seinen Rhythmus weitgehend bei.

Unsere 11 wichtigsten Tipps gegen Schlafprobleme

weiterlesen...

Zum Hintergrund: Obwohl die Schlafapnoe nahezu immer mit Schnarchen einhergeht, sind Schnarchen und Schlafapnoe nicht das Gleiche. Denn nicht jedes Schnarchen ist behandlungsbedürftig, eine Schlafapnoe aber schon.

Unregelmäßiges Schnarchen ein Indiz für Atemaussetzer

Zu den Schnarchgeräuschen kommt es durch Hindernisse und Verengungen in den Atemwegen, die der Luftstrom passiert. Das kann ein vergrößertes, vibrierendes Gaumensegel sein, die zurückverlagerte Zunge oder eine Engstelle als Folge einer zu starken Erschlaffung der Rachenmuskulatur. Zum normalen Schnarchen gesellen sich aber keine Atemaussetzer hinzu.

Das ist bei der Schlafapnoe der Fall und führt zu dem typischen lauten, unregelmäßig unterbrochenen Schnarchen. Der Lärm kann den Bettnachbarn zwar auch schon gewaltig nerven, richtig gefährlich wird es aber durch die abnehmende Sauerstoffsättigung. Eine ausgeprägte Schlafapnoe kann sehr ernste, ja sogar fatale Folgen haben.

Unerholsamer Schlaf und Tagesmüdigkeit weisen auf Schlafapnoe hin

Neben dem Schnarchen, von dem der Betroffene alleine kaum Kenntnis haben kann, sind vor allem das mangelnde Erholungsgefühl nach dem Schlaf und die ständige Tagesmüdigkeit Hinweise auf eine Schlafapnoe.

Mit zunehmendem Alter wird ein großer Teil der Bevölkerung zu Schnarchern. Die publizierten Zahlen hierzu erreichen Werte von bis zu 60% für die Herren und 40% für die Damen. Kinder sind angeblich mit einer Häufigkeit von etwa 10% dabei.

Von einer Schlafapnoe sind etwa 4% der Männer betroffen, vor allem im mittleren Lebensalter und nicht nur, aber häufig im übergewichtigen Zustand. Auch Frauen werden von der Krankheit nicht verschont, bei ihnen wird der Anteil auf etwa 2% geschätzt.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).
Anzeigen