Welche Nebenwirkungen hat die Beatmungstherapie bei Schlafapnoe?

Zu den typischen Nebenwirkungen der Beatmungstherapie bei Schlafapnoe zählen eine trockene Nase, ein trockener Mund oder auch Druck auf den Ohren. Zudem kann es bei einer nicht ganz dicht sitzenden Atemmaske zu einer Bindehautentzündung kommen (durch den Luftzug).

Unsere 11 wichtigsten Tipps gegen Schlafprobleme

weiterlesen...

Trockene Schleimhäute, Luftschlucken und Druckstellen

Insgesamt ist die sogenannte CPAP-Therapie eine vergleichsweise sehr gut verträgliche Therapieform. Das Austrocknen der Nasen- und Rachenschleimhäute durch die Luftströmung aus dem CPAP-Gerät kann bei Bedarf durch ein zusätzliches Anfeuchten der Atmungsluft mit Hilfe von Befeuchtungsbehältern gelindert werden.

Bei manchen Maskenträgern kommt es in der Anfangsphase zu verstärktem Aufstoßen und Völlegefühl am Morgen. Das liegt dann daran, dass immer auch etwas Luft verschluckt wird. Kein Grund zur Beunruhigung, in aller Regel gibt sich das bald wieder.

Falls sich Druckstellen auf Ihrem Nasenrücken bilden, sollten Sie den Sitz Ihrer Beatmungsmaske prüfen und ggf. eine andere Maskengröße oder Maskenform ausprobieren.

Die Maske stört am Anfang – aber hilft!

Die wohl bedeutendste „Nebenwirkung“ der Überdruckbeatmung ist, dass die Atemmaske als störend empfunden wird. Das führt dazu, dass vermutlich etwa ein Drittel der Patienten, die sie verschrieben bekommen haben, keinen nachhaltigen Gebrauch davon machen. Wer es über die Eingewöhnungsphase hinaus schafft, kann dafür kurz- und längerfristig mit sehr motivierenden Behandlungserfolgen rechnen. Diese veranlassen die Mehrheit der Maskenträger dazu, auch die eigentlichen Nebenwirkungen der Überdruckbeatmung zu tolerieren – trotz „Darth-Vader-Feeling“.

CPAP steht für Continious Positive Airway Pressure und damit für das Prinzip der Überdruckbeatmung: Ein Luftstrom mit konstantem oder wechselndem Druck hält die Atemwege offen und unterstützt damit das Atmen des Maskenträgers.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

Anzeigen