Was sind die häufigsten Ursachen von Schlaflosigkeit?

Die Ursachen für Schlaflosigkeit oder Schlafstörungen sind äußerst zahlreich. Die Schlafmedizin differenziert mehr als 80 mögliche Gründe. Typische Auslöser für nichterholsamen Schlaf sind:

Unsere 11 wichtigsten Tipps gegen Schlafprobleme

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  • körperliche Beschwerden
  • Schmerzen
  • Stress
  • Angst
  • Ärger
  • Lärm
  • Grübeleien über private oder berufliche Sorgen
  • Atemstörungen
  • Störungen des normalen Tag-Nacht-Rhythmus durch Schichtarbeit
  • Alkohol
  • Koffein

Schlafstörungen können als Folge anderer Erkrankungen auftreten, etwa bei Herz- oder Lungenerkrankungen, bei der Parkinson-Krankheit oder im Rahmen von Depressionen. Sie können aber auch die Folge von Erkrankungen sein, die nur im Schlaf auftreten. Die zahlenmäßig häufigsten Ursachen sind hier schlafbezogene Atemstörungen und nächtliche Bewegungsstörungen.

Bei einem Drittel findet sich keine klare Ursache

Überschlagsmäßig kann man die Ursachen für Schlafstörungen folgendermaßen dritteln:

  • ein Drittel: körperliche Ursache
  • ein Drittel: seelische Ursache
  • ein Drittel: kein fassbarer Grund

Die in der Fachliteratur angegeben Häufigkeiten für Ursachen von chronischen Ein- und Durchschlafstörungen schwanken beträchtlich:

  • Schlafstörung bei psychiatrischer Erkrankung (3-36%)
  • primäre bzw. psychophysiologische Schlafstörung ohne andere erkennbare Ursache (15-24%)
  • Schlafstörung bei periodischen Beinbewegungen oder Atmungsstörungen (18-25 %)
  • Schlafstörung durch Substanzen wie Alkohol oder Medikamente (7-12%)
  • andere körperlich bedingte Schlafstörungen (4-11%)
  • Schlafstörungen anderer Ursache (7-15%)

Autor: Dr. Hubertus Glaser

Quelle: Gesundheitsberichterstattung – Themenhefte, Oktober 2005 (gbe-bund.de)

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Kommentare (1)
Post Menopause
1 Mittwoch, den 28. August 2019 um 10:04 Uhr
Ellen Elias
Die extremen Schlafstörungen, die fast 50% der Frauen in der Meno-, bzw. Postmenopause treffen, erscheinen leider garnicht. Damit meine ich nicht das nächtliche Schwitzen, das zu Schlafproblemen führt, sondern Ein- und Durchschlafstörungen, die unabhängig davon sind. Hormonstörungen oder nicht ist dann die Frage, die von Ärzten sehr unterschiedlich beantwortet wird. Fakt ist, dass mein weiblicher Bekannten- und Freundeskreis in grosser Zahl davon betroffen ist. Sie schlucken Antidepressiva oder Hormone oder Schlafmittel oder.... Trotz der Dringlichkeit in der Gesellschaft ist es ein Thema, das in der Literatur kaum auftaucht. Warum?
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