Wann ist eine Schlafstörung bedenklich?

Manche Menschen schlafen einfach besser als andere. Das ist ebenso normal wie die Unterschiede zwischen Kurz- und Langschläfern oder zwischen Frühaufstehern und Morgenmuffeln. Gelegentliche, kurzzeitige Schlafstörungen können nerven, sind aber harmlos.

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Nahezu jeder hat es schon einmal erlebt, nicht einschlafen zu können, mitten in der Nacht mehrmals aufzuwachen und/oder sich am nächsten Morgen wie gerädert zu fühlen. Das kommt vor und wird in der Regel in der Folgenacht mit einem erholsamen Schlaf wieder ausgeglichen. Eine „akute“ Schlafstörung ist deshalb in den allermeisten Fällen weder ein Grund zur Sorge.

Teufelskreis: Wenn aus der „akuten“ eine chronische Schlafstörung wird

Eine „akute“ Schlafstörung ist auch in der Regel kein Grund für eine Behandlung, also die Einnahme von Schlafmitteln. Im Gegenteil: Ein Teil der chronischen Schlafstörungen ist letztlich darauf zurückzuführen oder zumindest dadurch mitbedingt, dass sich die Betroffenen zu viele Gedanken um ihren – vermeintlichen oder tatsächlichen – Schlafmangel machen. Die Furcht vor dem Nichtschlafenkönnen befeuert dann einen Teufelskreis, der in einer manifesten (echten) Schlafstörung endet.

Behandlungsbedürftige Schlafstörung

Es sind vor allem zwei Dinge, die eine bedenkliche Schlafstörung ausmachen: die Zeitdauer und die subjektiven Beschwerden. Nach schlafmedizinischen Kriterien bedeutet das: Eine behandlungsbedürftige Schlafstörung liegt vor, wenn Sie länger als vier Wochen unter zu wenig oder schlechtem Schlaf leiden und deshalb mindestens dreimal in der Woche Beschwerden haben, die Ihr Wohlbefinden und Ihre Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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