Was ist eine Insomnie?

Vereinfacht gesagt, steht der Fachbegriff der Insomnie für mangelhaften oder ungenügend erholsamen Schlaf. Die Insomnie umfasst Probleme beim Einschlafen und beim Durchschlafen. Auch häufiges Erwachen in der Nacht und sehr frühes Aufwachen am Morgen gehören dazu.

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Damit bezeichnet der Begriff wohl das, was man sich gemeinhin unter einer Schlafstörung vorstellt. Es gibt noch eine Reihe anderer Schlafstörungen, die aber seltener auftreten als die Insomnien. Denn je nachdem, wie eng die Kriterien für eine Insomnie gefasst werden, sollen bis zu 30% der Bevölkerung davon betroffen sein.

Entscheidend ist der Leidensdruck

Wissenschaftlich ist man sich bis heute nicht einig, wie der gestörte Schlaf verbindlich definiert werden soll. Es erfolgt dafür eine Unterteilung in größeren Gruppen. Unter dem Begriff der Insomnie fassen die Mediziner die Ein- und Durchschlafstörungen als größte Gruppe der Schlafstörungen zusammen. Meistens ist die Gesamtschlafzeit bei einer Insomnie verkürzt. Die Ursachen der Schlafstörung können von außen oder von innen bedingt sein.

Wenn eine Ursache nicht ohne weiteres erkennbar ist, spricht man von einer primären Insomnie. Oder von nichtorganischer Insomnie, je nach Klassifikationssystem. Die Medizin ist halt keine exakte Wissenschaft.

Eine typische Definition der Insomnie lautet: Einschlafstörung oder Durchschlafstörung, die mit einer Beeinträchtigung der Befindlichkeit tagsüber einhergeht. Und das mindestens dreimal pro Woche über mindestens einen Monat. Der Leidensdruck, der durch den gestörten Schlaf entsteht, ist letztlich das entscheidende Merkmal.

Diagnosekriterien der Insomnie

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert die Diagnosekriterien für eine Insomnie ähnlich wie oben, fügt aber noch etwas hinzu.

  • Dass man sich auch tagsüber mit seinen Schlafstörungen beschäftigt, zum Beispiel mit der Sorge über deren negative Konsequenzen. Letztlich ist auch das ja ein Zeichen von ausgeprägtem Leidensdruck.
  • Der schlechte Schlaf wirkt sich störend auf die soziale und berufliche Leistungsfähigkeit aus.

Das Gegenteil der Insomnie ist übrigens die Hypersomnie, zu Deutsch die Schlafsucht.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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