Ich-Störungen

Als Ich-Störungen werden Erlebensweisen bezeichnet, bei denen es zu Störungen der Ich-Umwelt-Grenze oder zu Störungen des personalen Einheitserlebens („Ich-Erleben“) kommt. Ebenso zählen dazu Erlebnisweisen, in denen körperliche Vorgänge sowie das eigene Fühlen, Denken oder Handeln als von außen gelenkt empfunden werden.

Systematisierung

Ich-Störungen bilden eine Symptomgruppe des psychopathologischen Befundes und lassen sich in solche auf der Ebene des Denkens und in solche auf der Erlebensebene unterscheiden:

Denken

Erleben

  • Gedankenentzug
  • Gedankenausbreitung
  • Gedankeneingebung
  • Derealisation
  • Depersonalisation
  • andere Fremdbeeinflussungserlebnisse

Ich-Störungen sind Symptome, die bei psychotischen Erkrankungen wie Schizophrenie, hirnorganischen Syndromen, als epileptische Aura, aber auch schon beispielsweise bei Übermüdung auftreten können. Sie sind von verschiedenen Formen des Wahns und anderen Denkstörungen, Orientierungsstörungen und Sinnestäuschungen abzugrenzen.


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