Wie lange dauert die Akutphase einer schizophrenen Episode unter einer Neuroleptika-Behandlung?

Dies ist im Einzelfall unterschiedlich und hängt auch davon ab, wie gut das verabreichte Neuroleptikum wirkt und ob andere Präparate versucht werden müssen.

Solange akute psychotische Symptome vorhanden sind, spricht man von Akutphase und Akutbehandlung. In der sich anschließenden Phase, der sogenannten Stabilisierungsphase, hat sich der psychisch-emotionale Zustand des Betroffenen beruhigt. Dann folgt eine sogenannte Erhaltungsbehandlung, ebenfalls mit Neuroleptika. Das Wort "Erhaltungsbehandlung" klingt ein bisschen gestelzt, gemeint ist die medikamentöse Vorbeugung vor Rückfällen.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann/Dr. med. Jörg Zorn
letzte Aktualisierung: Dezember 2011

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Kommentare (1)
Zustand nach Klinik schlimmer als zuvor
1 Mittwoch, den 04. Oktober 2017 um 19:05 Uhr
Gaby
Mein Freund war letzte Woche so komisch, als er mich besuchte. So hatte ich ihn noch nie erlebt. Er hat Schizophrenie, aber mit den Depotspritzen war er immer fast normal. Am Tag, nachdem er bei mir war, hatte er einen Termin bei seiner Betreuerin, die ihn in die Klinik schickte, er ging freiwillig und war ein paar Tage da.
Gestern sah ich ihn wieder. Er rauchte mehr als zuvor, hustete furchtbar, denn er hat wegen zu vielem Rauchen noch COPD, und vor der Klinik hat er weniger geraucht. Er war auch noch verwirrter als vor der Klinik, obwohl seine Medikamente erhöht wurden. Er dachte, dass er von einem anderen Stern käme, und dass die Welt im Internet die wirkliche Welt sei und fühlte sich wie auf LSD. Ich hatte Schwierigkeiten, ihn zu verstehen und er führte Monologe, halluzinierte dabei, manches klang wie ein Witz und wirkte isoliert. Ich streichelte ihn, was ihn ein wenig beruhigte und schickte ihn zum Duschen und wusch seine bunte Mütze und nähte ihm eine neue, die dezenter aussieht, da ein erneutes Gespräch mit seiner Betreuerin am nächsten Tag stattfinden sollte. Dann kochte ich noch was Leckeres für uns. Ein wenig kam er dann runter.
Am nächsten Tag rief ich ihn an, auch wegen eines PC-Problems. Sehr schnell sagte er mir eine Lösung, war aber immer noch verspult und hatte den Termin mit seiner Betreuerin abgesagt. War er zu kurz in der Klinik? Schlagen die Medikamente nicht an? War die Umgebung in der Klinik (viele verrückte Leute, wenig Rückzugsmöglichkeiten) kontraproduktiv? Keine Ahnung. Hilft Cannabidiol?