Warum ist das Rückfallrisiko bei einer Schizophrenie trotz der Medikamente recht hoch?

Das Rückfallrisiko bei einer Schizophrenie ist vor allem deshalb hoch, weil die Betroffenen ihre Medikamente häufig nicht regelmäßig einnehmen oder gar ganz absetzen.

Eigenmächtige Dosisreduktionen oder unregelmäßige Einnahmen erhöhen das Rückfallrisiko erheblich, auch wenn lange Zeit, auch mehrere Jahre, kein Rückfall vorgekommen ist. Das hat damit zu tun, dass die Wirksamkeit von Neuroleptika auch wesentlich davon abhängt, dass gleichmäßige Blutspiegel der Medikamente vorliegen. Deshalb ist die zuverlässige und regelmäßige Einnahme der Tabletten so wichtig.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann, Dezember 2011

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Kommentare (2)
Eine Toleranz
2 Mittwoch, den 27. Februar 2019 um 19:37 Uhr
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Gegen die Medikamente entwickelt sich eine Toleranz, wenn sich - wie ich es gewohnt bin - nicht an die Behandlungsrichtlinie gehalten wird. Und wenn aus Angst, Faulheit oder schlicht Inkompetenz zu hohe Dosen gegeben werden, entwickelt sich schneller eine Toleranz. Der subjektiv Zwangsdiagnostizerte bekommt trotz Medikamenten eine Psychose. Und was hilft dagegen mehr? Neuroleptika - bis die Nebenwirkungen unerträglich werden. Mich wundert das keineswegs und habe vollstes Verständnis, wenn ich in der Zeitung von 30 Angriffen unzufriedener Patienten pro Monat auf psychiatrische Einrichtungen lese.
Warum nehmen Patienten die Medikamente nicht ein
1 Montag, den 30. November 2015 um 20:53 Uhr
Molly
Wenn ein Medikament überhaupt bei dem betreffenden Patienten wirkt, stimme ich dem zu. Das Problem ist halt, dass man eine regelmäßige Einnahme in der verordneten Dosis bei den auftretenden Nebenwirkungen oft nicht aushalten kann und sich dann zusätzlich noch Depressionen einstellen, weil man so einfach nicht mehr leben kann und will.
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