Stimmt es, dass die Lebenserwartung von Menschen mit Schizophrenie auch von der medikamentösen Therapie abhängt?

Ja, gut medikamentös behandelte Menschen mit einer Schizophrenie haben ein geringeres Rückfallrisiko und allgemein eine bessere Prognose. Das wurde in mehreren Studien nachgewiesen.

Insgesamt ist die Lebenserwartung von Schizophrenie-Patienten im statistischen Durchschnitt geringer als bei Menschen ohne diese Erkrankung. Depressive Stimmungslagen mit Selbsttötung, Verletzungen, aber auch gesundheitsschädigendes Verhalten und die folgende Entwicklung körperlicher Erkrankungen sind für das erhöhte Sterberisiko verantwortlich.

Diese Gefahr ist sehr viel größer, wenn eine Schizophrenie nicht ausreichend behandelt wird. Insofern ist die medikamentöse Therapie von entscheidender Bedeutung für die Prognose.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann, November 2011

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Kommentare (3)
Heilung
3 Freitag, den 29. August 2014 um 18:51 Uhr
Martin
Ich habe seit über zwanzig Jahren eine Psychose aus dem
schizophrenen Formenkreis, die sich allerdings in
den letzten 2 Jahren erheblich verbessert hat.
Mittlerweile arbeite ich als Seniorenbetreuer max.
30 Stunden im Monat in einem Altenheim. Ich führe
ein aktives Leben und betreibe auch Sport. Mein
Freundeskreis ist gut.
Ich habe eine leichte Minussymtomatik und Bezugsideen.
Kann ich trotzdem Hoffnung auf Heilung haben?
nachfrage
2 Sonntag, den 05. Januar 2014 um 23:02 Uhr
Rüdiger
Es kommt vor, daß der Hausarzt seinen finanziellen Spielraum nicht mehr hat, aber der facharzt, psychater bessere und damit teurere Medikamente, vieleicht auch wirksamere verschreiben kann?!
frau leidet an schizoider psychose
1 Sonntag, den 05. Januar 2014 um 22:56 Uhr
rüdiger
helfen teure Medikamente besser ?