Wie verläuft eine Schizophrenie? Kann sie auch wieder verschwinden?

Eine feste Regel gibt es dafür nicht. Eine Schizophrenie kann einmalig auftauchen und dann nach Abklingen einer akuten Phase für immer verschwinden. Aber es können auch in verschieden langen Zeitabständen immer wieder erneute Krankheitsschübe in unterschiedlicher Schwere auftreten. Man spricht dann von chronischen Verlaufsformen.

Der individuelle Krankheitsverlauf lässt sich nicht vorhersagen. Erst mit der Zeit wird unter Umständen deutlich, wie sich die Krankheit entwickelt.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann, April 2010

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Kommentare (4)
Nein, so lange man Medikamente einnimmt - nicht.
4 Mittwoch, den 14. August 2019 um 13:56 Uhr
Britta
Ich bin mit 25 Jahren das erste Mal diagnostiziert worden und glaube nicht, dass ich je schizophren war. Ich musste deswegen Medikamente einnehmen, weil mir niemand die Mobbingvorwürfe, denen ich ausgesetzt war, glaubte. Ich bin der Meinung, die Medikamente haben bei mir schizophrene Symptome verursacht. Nun habe ich so lange auf anraten der Ärzte Medikamente eingenommen, dass ich Schwierigkeiten habe, sie abzusetzen.
Schizophrenie: Stimmen hören
3 Mittwoch, den 24. Oktober 2018 um 11:13 Uhr
Anastasia Michailidou
Meine Tochter ist mit 14 erkrankt. Obwohl ich glaube, dass es schon viel früher anfing. Aber, da sie von Kind an ein sehr ruhiges Kind war, habe ich das leider nicht bemerkt. Der Krankheitsverlauf mit Stimmen hören war um die 2 Jahre. Ich dachte, sie wäre ein Versuchskaninchen. Kein Medikament schlug bei ihr an. Bis ein Arzt uns auf Clozapin aufmerksam machte. Sie musste 18 Wochen lang wöchentlich zur Blutabnahme - und Gott sei Dank, sie hat es vertragen. Nach zwei Wochen Clozapin hörten die Stimmen auf, und da war sie wie ausgewechselt. Sie nahm damals 300mg Clozapin täglich. Für 3 Jahre. Und in den 3 Jahren war sie auch symptomfrei. Danach fing der Arzt an das Medikament ausschleichen zu lassen. Jetzt sind wir bei 100mg täglich. Sie ist seit der ersten Einnahme von Clozapin wieder mein Kind das ich hatte, bevor es krank wurde. Ich bin so glücklich. Sie kann ihr Leben wieder in die Hand nehmen. Das Glück kann man als Mutter gar nicht beschreiben.
paranoide Schizophrenie
2 Sonntag, den 30. August 2015 um 18:18 Uhr
karin
Ich bin 64 Jahre und erkrankte 2009 an paranoider Schizophrenie.
Imap fluspi 0,9 einmal wöchentlich gespritzt und nahm bis heute 23 kg zu, Schlafstörungen jede Nacht. Kann man dieses Medikament nach fast 6 Jahren wieder absetzen?
Meine Erkrankung war extreme Stimmen hören und später kamen Halluzinationen dazu, die Imap ist sehr hilfreich, war vorher immer lebenslustiger Mensch, es kam schleichend.
dauerhaft?
1 Donnerstag, den 19. Dezember 2013 um 14:08 Uhr
123
es geht um eine einmalige schizoaffektive phase nach einer Prüfung. Wochen nach Abklingen dieser Phase, bleiben noch Zwangsymptome und der Patient ist nicht mehr so belastbar wie früher. Wird das wohl so bleiben?
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