Welche psychosozialen Folgen der Schizophrenie gilt es zu verhindern?

Menschen, die an einer Schizophrenie erkrankt sind, haben es in vielen Lebensbereichen schwerer als Gesunde. Dies liegt nicht nur an der Erkrankung mit ihrer Symptomatik selbst, sondern auch an der Unkenntnis und Vorurteilen der Umwelt.

Aus der Ablehnung von Freunden, Bekannten, Nachbarn, aber auch Arbeitskollegen, Vermietern und anderen ergeben sich Probleme im privaten Umfeld und in der Arbeitswelt. Deshalb gilt es bei Verdacht auf eine psychische bzw. psychiatrische Erkrankung möglichst frühzeitig einen Arzt aufzusuchen, damit über eine adäquate Behandlung die Einschnitte in den verschiedenen Lebensbereichen nicht zu groß sind und vor allem nicht dauerhaft bestehen bleiben.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann, Oktober 2010

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Kommentare (1)
Ausgrenzung
1 Dienstag, den 24. September 2019 um 07:20 Uhr
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Ich erlebe es immer wieder, wie Menschen mit einer psychischen Erkrankung ausgegrenzt werden. Dabei ist es eine Gratwanderung, ob man zugibt krank zu sein, oder es verschweigt. Aber sobald man negativ auffällt, sind die Grenzen der Geduld bei vielen schnell erreicht und grenzen denjenigen aus. Erst heute habe ich es wieder erlebt, wie mir angeraten worden ist, zu gehen, weil ich psychische Ausfälle hatte. Ich habe bewusst nicht gesagt, dass ich eine psychische Behinderung habe und mich in einer kleinen Krise gehen lassen. Ich überlege, ob ich es aufkläre, aber ich möchte auch keinen Mitleidsbonus. Denn das ist das Einzige, was die Leute, die andere ausgrenzen, den psychisch Kranken zubilligen. Mitgefühl ist zuviel verlangt, weil die sog. "Gesunden" sich nicht in psychisch Kranke hineinversetzen können. Wer sich mit dieser Thematik nicht auskennt, will damit auch meistens nichts zu tun haben. Und wenn sie dann damit konfrontiert werden, wollen sie die Verantwortung für ihr Handeln auf andere abwälzen.
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