Sind Menschen mit Schizophrenie gefährlich?

Nein. Das Verhalten von Menschen mit einer Schizophrenie mag manchmal befremdlich und für andere beängstigend sein – gefährlich sind schizophrene Patienten aber in der Regel nicht. Allerdings kann die Erkrankung zeitweise zum Kontrollverlust führen.

Ein aufwühlendes Thema

Wie man bereits an der Fülle der Leserkommentare sieht, erhitzt das Thema Schizophrenie und Gewalt die Gemüter erheblich. Bei näherer Betrachtung wird darüber hinaus deutlich, dass die Meinungen dazu stark auseinandergehen und zum Teil konträr aufeinanderprallen.

Das ist zum einen sicherlich durch die Erfahrungen zu erklären, die viele von Ihnen direkt gemacht oder im persönlichen Umkreis mitbekommen haben. Daneben sind es meist emotional aufgeladene Themen, die das Potential haben, eine solche Flut an zum Teil heftigen Reaktionen auszulösen.

Bei der Frage, ob Menschen mit Schizophrenie gefährlich sind, schwingt Angst mit hinein. Wer entsprechende Erlebnisse hatte, ist dadurch geprägt und formt sich seine Meinung danach aus. Auf der anderen Seite stehen Menschen, die andere Erfahrungen gemacht haben oder auch Betroffene selbst, die traurig und entsetzt darüber sind, welche heftigen (Vor-)Urteile nach wie vor über schizophren Erkrankte kursieren.

Urteile und Formulierungen wohl überdenken

Beides hat seine Berechtigung. Je nach Perspektive und Erfahrungen bilden sich Meinungen und Überzeugungen. Wer von einem schizophrenen Angehörigen oder Bekannten tätlich angegriffen wurde, ist sensibilisiert, wird die Krankheit nicht als harmlos abtun und den Kranken zumindest nicht als alleiniges Opfer sehen. Wer umgekehrt selbst unter der Erkrankung leidet, wird über viele Kommentare enttäuscht und verärgert sein, sich stigmatisiert und vorverurteilt fühlen.

Und genau hier sollten wir vorsichtig und sensibel mit unseren Urteilen und Formulierungen sein. Die Psychiatrie hat lange Zeit eine nicht gerade rühmliche Rolle gespielt. Keiner wünscht sich die Verhältnisse und den unqualifizierten Umgang mit psychisch kranken Menschen noch bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein zurück, schon gar nicht den traurigen Höhepunkt menschenverachtender Hybris zur Zeit des Nationalsozialismus.

Wir sollten unsere Urteile daher differenzieren und unsere Worte wohlbedacht wählen. Um emotional aufgeladene Debatten zu entschärfen, kann es sinnvoll sein, sich zunächst einmal auf die bloßen Fakten zu konzentrieren.

Verlust der Selbstkontrolle

Menschen mit Schizophrenie werden nicht häufiger gewalttätig als Gesunde. Die Erkrankung an sich ist nicht etwa eine Trieb- oder Impulskontrollstörung, die die Betroffenen zu gefährlichen Straftaten veranlasst. Allerdings sind Begleiterkrankungen wie z.B. eine Sucht nicht selten. Wer alkohol- oder drogenabhängig ist, kann leichter die Kontrolle über sich verlieren.

Auch eine akute schizophrene Psychose kann zeitweise zu einem Kontrollverlust führen. Wer Dinge sieht, Geräusche hört und Szenen durchlebt, die nicht real sind und auf den Betroffenen möglicherweise bedrohlich wirken, kann entsprechend reagieren. Im Rahmen einer Wahnwahrnehmung oder illusionären Verkennung kann der Betroffene einen Sinneseindruck wahnhaft falsch interpretieren oder fehldeuten. So können die beiden Männer auf der gegenüberliegenden Straßenseite, aber eben auch Angehörige, Freunde und Bekannte zu Verschwörern werden, gegen die sich der Bedrohte unter Umständen zur Wehr setzt.

Es ist ganz klar, dass Menschen mit einer akuten Psychose behandelt und ggf. stationär aufgenommen werden müssen. Zu den Indikationen für eine Unterbringung in einer geschützten psychiatrischen Einrichtung zählt neben der Eigen- auch die unmittelbare Fremdgefährdung. In diesem Fall sind auch Behandlungsmaßnahmen gegen den Willen des Betroffenen zulässig. Juristisch spricht man von einem sogenannten rechtfertigenden Notstand.

Chancen und Risiken der ambulanten Versorgung

Heutzutage wird – auch das grundsätzlich eine Errungenschaft der neueren Psychiatriegeschichte – versucht, psychisch Kranke möglichst in ihrem gewohnten Umfeld bzw. wohnortnah zu betreuen. So werden die ambulanten Strukturen immer weiter ausgebaut, stationäre Aufenthalte sollten allein dem Akutfall vorbehalten bleiben.

Diese an sich positiven und sinnvollen Veränderungen in der Versorgung bringen jedoch auch Probleme mit sich. Angehörige werden stärker eingebunden und zum Teil belastet. Situationen können eskalieren, weil sie zu spät erkannt werden oder keine Hilfsangebote greifbar sind. Dann kann das Leben und der Alltag mit einem schizophrenen Menschen auch für dessen Angehörige und Freunde schwierig und manchmal sogar bedrohlich werden.

Gefahr vor allem für sich selbst

Wir wollen aber noch auf einen weiteren Aspekt zu sprechen kommen, der für die Frage nach der Gefährlichkeit von Menschen mit Schizophrenie wichtig ist. Im Gegensatz zur Gewalttätigkeit der Betroffenen gegenüber anderen Personen ist die Selbstaggression nämlich klar belegt. Schizophren Erkrankte haben ein deutlich erhöhtes Suizidrisiko. Die Suizidrate liegt bei ca. 10%.

Insofern sollte nicht übersehen werden, dass Betroffene in erster Linie eine Gefahr für sich selbst darstellen und daher auch entsprechend schutzbedürftig sind.

Der Mensch und die Krankheit

Zuletzt noch ein Hinweis, der vielleicht zu etwas mehr Verständnis beiträgt und hilft, die Gemüter zu beruhigen. Es sind nicht die Menschen, die in manchen Situationen aggressiv und gefährlich werden können. Es ist die Erkrankung, unter der vor allem die Betroffenen selbst leiden und damit zurechtkommen müssen. Das Gefühl der Depersonalisation etwa, der Entfremdung vor sich selbst, oder der Fremdbeeinflussung von außen tangiert das Selbstbild und die Selbstwahrnehmung existentiell. So steckt hinter verbalen oder auch tätlichen Angriffen oft der verzweifelte Versuch, sich aus einer fremden, unwirklichen und unheimlichen Situation zu befreien.

Ein Leser hat es gut auf den Punkt gebracht: "Jeder Mensch ist individuell. Auch jeder Schizophrene. Er kann gefährlich sein, allerdings nicht mehr als jeder andere ,gesunde' Mensch auf dieser Welt auch."

Autorin: Eva Bauer (Ärztin)

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).
Kommentare (75)
Sehr traurig
75 Montag, den 26. August 2019 um 21:48 Uhr
June
Ich finde die Kommentare sehr schade. Sind psychisch kranke Menschen keine Menschen mehr, die man zur Gesellschaft dazuzählt?
Ich kann den Betroffenen nur beipflichten. Die Gesunden müssten mal in dieser Lebenslage gewesen sein. Natürlich ist es nicht okay dauerhaft von einer Kranken ausgespannt zu werden, aber fällt euch keine andere Lösung ein als so schlecht darüber zu reden? Diese Menschen sind krank und verstehen es einfach nicht besser. Ihr seid einfach nicht empathisch und verurteilt zu schnell. Niemand kann euch dazu verpflichten sich mit den Kranken zu umgeben oder die Probleme noch auf sich zu nehmen. Aber bitte habt doch ein bisschen Respekt! Was ist mit euch, wenn ihr vielleicht mal psychotisch oder dement werdet? Würdet ihr euch nicht wünschen, das ein Mensch bei euch bleibt und euch hilft? Glaubt mir, das dankt man immer.
Immer 2 Seiten
74 Sonntag, den 25. August 2019 um 20:55 Uhr
Jani
Mein Mann belästigt eine Familie mit 2 Kleinkindern. Obwohl wir nun ganz woanders wohnen, lässt er nicht von ihnen. Wir haben selbst Kinder, und mittlerweile wurde er mir gegenüber auch handgreiflich. Obwohl die Polizei ermittelt, passiert nichts. Er zerstörte Autos, Hausfassaden, stiftete Brände am Haus der besagten Familie und konnte dank einer Kamera als Exnachbar überführt werden. Als die Polizei hier war - da meine Nachbarn gehört hatten wie er brüllte mich umzubringen und gegen die Tür trat - erzählte ich denen auch von dem Problem mit seinen Stimmen. Es passierte nichts. Außer, dass sich meine Nachbarn wegen Ruhestörung beschwerten und ich nun eine Abmahnung vom Vermieter habe. Klar ist aber, dass er schon immer ein aggressives Gemüt hatte und die Schizophrenie das verstärkt. Ich glaube, da liegt der Unterschied zwischen den "Kranken". Wer zuvor schon eine Tendenz zur Aggression hatte, lebt die Krankheit genauso aus, während andere eher in sich gekehrt sind.
Nachbarin
73 Mittwoch, den 21. August 2019 um 00:49 Uhr
Josi
Anhaltende Wahnvorstellungen hat meine 65 Jahre alte Nachbarin. Seit 3 Jahren stalkt, fotografiert und beleidigt sie mich wann immer ich an mein Auto gehe. Sie erstattet ständig Anzeigen gegen mich mit Strafbeständen, die nie stattfanden. Sie, und ihre 85jährige Mutter verbieten uns den eigenen Garten. Beide schreiben oder fotografieren die Kfz-Kennzeichen und holen Halter Abfragen ein. Mein Auto haben sie böswillig beschädigt. Und grillen wir im Hof mal bis 2 Uhr morgens - aber durchaus leise - dann ruft die 85jährige rüber, ich solle endlich ins Bett gehen sowie: "Wann geht Ihr endlich aus dem Garten, Säufer?" Wenn wir in den eigenen Garten rein fahren oder laufen, oder den Garten verlassen, passen uns beide Frauen ab. Ich habe ca. 150 Clips da, wo die 2 Frauen uns anpöbeln. Nach ca. 150 berechtigten Anzeigen gegen beide Frauen, wurde nun endlich die 65jährige Frau untersucht. Ein forensisch-psychiatrisches Gutachten brachte folgendes Ergebnis: Anhaltende Wahnvorstellungen. Es gibt ein Stalking Tagebuch seit Juni 2017, als die beiden Frauen mir am Zaun lauthals drohten:
"Wir zerstören Dein Leben, wir machen Dich fertig und sorgen dafür, dass Du hier weg kommst. Seit der Drohung versuchen beide täglich mich gezielt in den Selbstmord zu treiben. Gegenuber meiner Vermieterin äußerten beide sich mehrfach so: "Bald haben wir die soweit, dann bringt die sich um".
Bei jedem Grillen stehen sie permanent hinter dem Zaun, lassen ohne ihn zu nutzen sowohl den Rasenmäher, als auch einen Steinschleifer laufen. Ich kann keine Minute mehr Privatleben haben. Derzeit wird eine teilrechtliche Klage gemacht. Aber alles dauert so lang. Schon so oft dachte ich an Selbstmord, weil ich so viele Nervenzusammenbrüche habe wegen den 2Frauen. Es soll mir keiner sagen, dass es keine hochgefährlichen Schizophrenen gibt. Gewiss sind nicht alle so. Aber diese 2 Frauen schon. Sie sind der Beweis dafür, dass es auch sehr gefährliche gibt. Sie wollen mich gezielt in den Freitod treiben. Post vom Anwalt lassen sie zurück gehen, so dass der Gerichtsvollzieher die Post bringen muss. Sie haben sogar am Mietshaus das Hausnummernschild entfernt - sogar die Namensschilder an Klingel und Briefkasten. Kontrollwahn über mich, die ich gar nix zu tun habe mit denen. Es ist so schlimm. Sie wohnten zuvor woanders, dort wurden beide anwaltlich aus dem Dorf geklagt. Ich hoffe, das hört bald alles auf.
kein Opferschutz
72 Mittwoch, den 14. August 2019 um 14:19 Uhr
B.
Schizophrene werden meist mehrfach bestraft. Jedes mal in den klaren Momenten realisieren sie, was sie angestellt haben. Die meisten reagieren mit sozialem Rückzug oder werden ohnehin stigmatisiert und von "Normalen" ausgegrentzt.. Diese Erkrankung ist eine mehrfach Bestrafung. Erkrankte habe kaum die Chance, sich ein normales Leben aufzubauen, mit einer normalen Arbeit, einer Familie und einem Freundeskreis. Darum finde ich es auch richtig, Schizophrene nicht zu belangen, da sie in den meisten Fällen nicht Herr ihrer Sinne sind und nicht wissen, was sie tun. Es wäre nicht gerecht, jemand für etwas zu bestrafen, wofür er nichts kann. Schizophrene haben sich ihre Krankheit nicht ausgesucht, aber sie haben sich ja offensichtlich für einen Schizophrenen entschieden "kein Opferschutz". Wenn sie den Kontakt zu ihrem Mann abgebrochen haben, haben sie ihren Teil schon getan, um ihren Vorstellungen von einem "normalen" Leben gerecht zu werden.
Schizophrenie gefährlich?
71 Dienstag, den 07. Mai 2019 um 06:02 Uhr
Kein opferschutz
Bin voll und ganz ihrer Meinung. Sie haben mir aus der Seele gesprochen.
Schützen!
70 Sonntag, den 05. Mai 2019 um 15:05 Uhr
Kein Opferschutz
Auch ich und mein Sohn litten unter meinem schizoprenen Ex-Partner. Anfänglich konnte er sich sehr gut tarnen, und ich habe kleine Merkwürdigkeiten eher abgetan und nicht als Warnsignal wahrgenommen. Als wir zusammenzogen, ging der Terror richtig los. Er hat mich nicht geschlagen, mir aber angedroht, mich mal so richtig durchschütteln zu wollen. Zum Teil kam es in unserer Beziehung zu sexueller Nötigung. Auch ich bin der Meinung, dass man Schizophrenie auf keinen Fall verharmlosen und Opfern Schutz bieten sollte. Mein Ex-Partner steht einfach mal vor meiner Tür und bedroht meine Familie. Er erzählt furchtbare Dinge über mich und meine Familie und keiner tut etwas, weil er ja der Kranke ist. Ich bin sogar schon aufgrund dieser Erlebnisse in Therapie. Der Mann wollte mich zerstören - krank hin oder her. Und ich finde es richtig schlimm, dass diese Menschen nicht belangt werden. Sie können quasi ungehindert ihre Krankheit rauslassen. Das geht für mich überhaupt nicht. Muss denn immer erst einer sterben, bevor etwas gemacht wird? Klar sollte man jeden Schizophrenen anders behandeln, aber ich denke, in erster Linie muss man die Opfer schützen. Eine Verharmlosung der Krankheit nützt keinem etwas. Es darf auch nicht sein, dass einer ganz alleine das Leben anderer komplett zerstören darf. So etwas darf nicht geduldet werden. Mir, als Opfer, steht das Recht auf sorgloses Leben genauso zu. Das sollte man mal nicht vergessen. Wenn ein Mensch der Gesellschaft schadet, sich nicht an die Grundrechte hält - und da ist mir der Grund egal -, dann muss er belangt werden. Dann müssen diese Menschen eben lebenslang behandelt werden. Man muss auch als Kranker akzeptieren, dass man eben nicht alles darf. Jemand, der blind ist, muss auch lernen damit umzugehen und akzeptieren, dass somit ein "normales" Leben nicht möglich ist. Ich finde wirklich, dass man zuviel Akzeptanz von den anderen verlangt. Vielleicht wäre der Ansatz der Therapeuten besser, Schizophrenen beizubringen, sich zu akzeptieren und es als Krankheit, die das "normale" Leben einschränkt, hinzunehmen.
Paranoide Schizophrenie
69 Dienstag, den 23. April 2019 um 10:41 Uhr
Marc
Also, ich bin 21, seit 4 Jahren an Schizophrenie erkrankt und finde die Berichte der Menschen hier teils sehr traurig und erschreckend. Ich selber habe durch die Krankheit meine Partnerin, mit der ich 6 Jahre lang zusammen war, und meine engsten Freunde verloren. Menschen wie ich sind selten gefährlich. Wir vereinsamen oft, weil wir von allen fallen gelassen werden. Klar gibt es Ausnahmen und Personen die stark gewalttätig sind, aber die meisten Menschen, so wie ich wehren sich nur, wenn wir in die Ecke getrieben werden. Die wenigsten Menschen, die hier so negativ über Schizophrene reden, können sich vorstellen wie es sich anfühlt, teilweise den Bezug zur Realität zu verlieren und am Ende komplett alleine im Leben zu stehen. Man muss Menschen wie mich nicht bemitleiden, aber behandelt uns bitte wie jeden normalen Menschen mit Respekt und stellt uns nicht als gewalttätig und gefährlich dar. Wir haben es genauso verdient wie jeder andere Mensch zu leben und uns was aufzubauen. Abartig wie Menschen wie ich, dargestellt und ausgegrenzt werden.
Schizophrene gefährlich?
68 Sonntag, den 14. April 2019 um 11:52 Uhr
mareike
An Susi Sonnenschein.
Dann haben Sie bestimmt keine paranoide Schizophrenie. Es gibt ja auch andere Formen. Sollten Sie aber die paranoide Schizophrenie haben, sind sie leider eine rühmliche Ausnahme.
Sind Menschen mit Schizophrenie gefährlich?
67 Sonntag, den 31. März 2019 um 23:47 Uhr
Markop
Ich bin erschüttert von einigen Kommentaren angeblich „gesunder“ Menschen. Ich selbst habe mich in eine Frau verliebt, gerade weil sie diese „Krankheit“ hat! Nein, ihr habt richtig gelesen, genau deshalb. Ich wusste allerdings damals nichts von dieser "Krankheit", aber eines der positiven Symptome war ihr auffallend lustiges Lachen, das richtig ansteckt. Gerade wegen ihres Lachens und ihrer Art habe ich mich in sie verliebt. Als ich dann das erste Mal eine akute Phase bei ihr erlebt habe, war ich natürlich auch erschrocken. Aber gefährlich ist sie nie. Natürlich sollte man bei Erkennen sofort den Notdienst holen und nicht unnötig vor ihr rumspringen oder sie sinnlos ansprechen (das kann Angst erzeugen). Sie ist so eine tolle und mutige Frau, da kann sich so manch einer was abschauen. Was sie so alles erleben musste nur wegen dieser Krankheit, das erleben einige nicht mal in ihrem ganzen Leben. Sie ist 27 Jahre alt. Was sie allein schon in der Klinik auf der geschlossenen Station sehen musste, wenn sie wieder zu Bewusstsein kommt, möchte keiner sehen. Die Depressionen und Ängste beim Ausschleichen der akuten Medikamente sind wahrscheinlich die Hölle für sie. Diese Menschen sind viel sensibler als andere. Man muss vollkommen offen in so einer Partnerschaft miteinander umgehen. Es gibt natürlich auch Einschränkungen, wo ich natürlich mehr gefragt bin. Sie ist für ihr Alter viel weiter, weil sie so viel auch erleben musste. Aber sonst ist sie wie jede andere Frau auch. Da kenne ich viel schlimmere Typen, die gefährlicher und nicht in Behandlung sind!
Sohn mit Schizophrenie
66 Mittwoch, den 06. März 2019 um 22:00 Uhr
Thorsten
Menschen mit dieser Krankheit sind gefährlich. Sie sind unberechenbar. Habe selber einen Sohn mit dieser Krankheit. Er hatte schon öfter Gewaltausbrüche mit Körperverletzung, ohne dass es einen Grund dafür gab. Es ist an der Zeit, dass sich in diesem Staat etwas Grundlegendes ändert. Hier wird doch nur den Tätern geholfen - und nicht den Opfern!
Schizophreniekranker Bruder
65 Montag, den 04. März 2019 um 21:49 Uhr
Cemre Lal
Seit 16 Jahren leben meine Eltern mit meinem an Schizophrenie erkrankten Bruder. Er bekommt Tabletten und Spritzen. Nimmt Drogen und Alkohol. Wir haben mehrmals versucht, ihn klinisch behandeln zu lassen. Er schlägt meine Eltern (mein Vater ist 70 Jahre alt), und peitscht meine Mutter mit dem Gürtel. Er wird zwar vom psychiatrischen Dienst abheholt, kommt aber ohne Behandlung wieder raus. Der Grund? Er sieht völlig gesund aus. Das Leben meiner Eltern ist die reinste Hölle. Wenn die Polizei kommt oder jemand vom sozialen Dienst, kann er sich auf einmal umstellen, und wirkt ruhig wie ein richtiger Theaterspieler. Sobald er aber mit meinem Eltern wieder alleine ist, kommen die Horrorszenen. Klar, er ist 34 Jahre alt, und meine Eltern müssten nicht mit ihm leben. Das ist aber leicht zu sagen. Meine Eltern können das nicht tun, weil er krank ist. Wir wollen nur, dass er mindestens 6 Wochen in der Klinik behandelt wird. Nichts anderes. Aber niemand hilft. Irgendwann wird er meine Eltern umbringen.
Sind Menschen mit Schizophrenie gefährlich?
64 Sonntag, den 10. Februar 2019 um 13:14 Uhr
Klaus
Sie sind sogar sehr gefährlich. In unserem Wohnhaus erstach eine Mutter ihre 9-jährige Tochter. Man diagnostizierte akute Schizophrenie. Sie wurde 1/2 Jahr behandelt und kam als geheilt wieder frei.
Psychische Gewalt
63 Sonntag, den 03. Februar 2019 um 07:53 Uhr
Alexander
Die psychische Gewalt meiner schizophrenen Frau macht alles kaputt. Familie, Freunde, Hobbys. Ich habe nur noch ein einziges Hobby, und nun ist das auch unter Beschuss. Doch weil sie sich seit etwas mehr als einem Jahr als heilig betrachtet, macht sie dies alles im Namen ihres Glaubens, um mich und meine Kinder von all dem Bösen dort draußen zu beschützen - damit wir nicht in die Hölle kommen (obwohl wir bereits in der Hölle sind). Wird sie bei ihren Gebeten durch ein kleines "Pip" der Kinder gestört, rastet sie aus. So gut wie jeder Mensch dort draussen wolle sich ja nur an ihr rächen und sei böse. Doch leider zählen unsere Kinder auch bald zu denen, da sie in ihren Augen alles falsch machen. Sie dürfen keine Kinder mehr sein: Mit 7 und 11! Es ist die Hölle, die ich niemandem wünsche. Ärzte unternehmen rein gar nichts dagegen. Und wenn irgend ein Amt eingreift, dann werden höchstens die Kinder weggenommen, statt das Problem bei der Wurzel zu packen.
Gewalt
62 Freitag, den 28. Dezember 2018 um 21:15 Uhr
Cora
Ich habe selbst den Fehler gemacht, mich auf eine Beziehung mit einem Schizophrenie-Kranken einzulassen. Nun haben wir ein kleines Kind zusammen. Er schlägt und beleidigt mich regelmässig. Auch unsere Nachbarn wissen Bescheid. Einmal musste ich ihn polizeilich aus unserer Wohnung entfernen lassen. Aufgrund der schlechten Kinderbetreuungsituation sehe ich mich nicht in der Lage, diese exotische Beziehung zu beenden, da ich mein Leben nicht auf Hartz4 begründen möchte. Immerhin passt er auf das Kind auf. Irgendwann werde ich mich lösen können - wenn das Kind größer ist. Es ist absolut fatal Menschen zu suggerieren, dass Schizophrene harmlose Mitbürger seien. Siehe mein Schicksal.
Andere Erfahrung
61 Montag, den 24. Dezember 2018 um 16:35 Uhr
Gerritt
Guten Tag,
ich kann nur sagen, dass ich mit 15 Jahren in eine Klinik eingewiesen wurde, weil meine Mutter nicht mehr mit mir umgehen konnte. Verstehe ich heute. Ich war 6 Monate in einer KJP-S2 (Psychotherapie-Station). Während dieser Zeit war ich 4 Wochen in der KJP- S3-Station. Geschlossen! Während der gesamten Zeit hatte ich zwei (2) Gespräche mit "meiner" Psychologin. Ganze zwei! Dort waren auch jüngere mit ADHS. Die waren 2x die Woche bei ihren "Psychologen". Mir haben leider nur die Drogen geholfen. Am besten Ketamin und THC - und die helfen immer noch. Was ich damit sagen will: Verurteilen Sie uns nicht so einfach. Wenn ich Bahn und/oder Bus fahre, bekomme ich Zustände, die ich Ihnen niemals wünschen würde. Ausrasten, denke ich, kann jeder. Und ich werde es keinem "Mitgefangenen" übel nehmen. Aber, von Euch "Normalen", "Allwissenden" und "alles erlebt Habenden" empfinde ich es als persönliche Beleidung zu sagen: "Nur unter Drogen". Ich bin gespannt auf noch mehr solcher durchdachten "Diagnosen".
Bevormundung
60 Sonntag, den 16. Dezember 2018 um 16:59 Uhr
...
Wenn jemand mit Schizophrenie vom Arzt bevormundet wird, wird er nicht therapietreu bleiben. Dann kommt es - meiner Meinung nach - zu solchen Vorfällen. Wollten Sie einen Vormund haben der Sie zu Sachen zwingt, die an Körperverletzung denken lassen? Wollten Sie - nach Mobbing - etwas angedichtet bekommen und aufs Abstellgeleis geschoben werden? Nehmen Sie selbst mal Neuroleptika und "genießen" Sie die Nebenwirkungen! Und: Merken Sie, wie sie in jeder Hinsicht verfallen? Dann können wir auch weiter reden!
2
59 Freitag, den 07. Dezember 2018 um 16:00 Uhr
Sonnenblume
Frau Dr. Hofmann,
was Sie da schreiben ist verantwortungslos. Ein Schlag in das Gesicht von Opfern paranoider Schizophrener! Es braucht keine Drogen, damit diese ausrasten - es braucht gar nichts! Wenn Sie eine Faust im Gesicht, ein Messer am Hals, einen Stiefel auf dem Kehlkopf haben - was ich Ihnen nicht wünsche - werden Sie dann umdenken?
Schizophrenie und Gewalt
58 Freitag, den 07. Dezember 2018 um 15:39 Uhr
Sonnenblume
Ich bin von meinem Ex-Partner sieben Jahre lang beschimpft, getreten, geohrfeigt, gewürgt, mit dem Messer bedroht, belogen, betrogen und bestohlen worden! Er war hochintelligent, ein begnadeter Lügner und Manipulator und hat es weit gebracht. Arzt oder Medikamente waren kein Thema - krank waren die anderen und zu lügen machte ihm richtig Spaß! Schön, dass es Menschen gibt, die mit dieser Krankheit verantwortungsvoll umgehen. Ich verstehe aber, wenn jemand nicht verzeihen kann. Zu viel ist zu viel - und bei wehrlosen Kindern um so mehr. Alles Gute den Opfern und viel Kraft! Es ist die Hölle ! Und alle schauen zu - was für eine Welt ...
Erschreckend
57 Dienstag, den 04. Dezember 2018 um 14:35 Uhr
SusiSonnenschein
Erschreckend, was für unqualifizierte Kommentare hier lesbar sind. Ich bin selber erkrankt und finde mich in keiner Beschreibung wieder. Ich bin weder gewalttätig, noch aggressiv oder gefährlich. Ich habe einen akademischen Grad erreicht, arbeite, lebe friedvoll in einer Partnerschaft und partizipere am gesellschaftlichen Leben wie andere auch. Ich trage keine seltsamen Klamotten oder rede wirres Zeug :) Diese Krankheit ist keine Dauerbaustelle! Wann hört diese Stigmatisierung endlich auf?
Ja. Ich bin der lebende Beweis..
56 Samstag, den 10. November 2018 um 22:53 Uhr
Kathrein
Meine Erzeugerin ist paranoid schizophren. Ich habe seit über 10 Jahren keinen Kontakt mehr. Ich habe es, mit 15, nachdem ich meine ganze Kindheit über von ihr so gut wie täglich geschlagen, durch das Haus gehetzt. angeschrien, mit Morddrohungen verängstigt, erniedrigt und vor anderen bloßgestellt wurde, erkannt, dass ich doch mehr wert bin, als sie sagt. Damals habe ich mich an eine Betreuungsstelle im Ort gewandt - mit 15 Jahren. Und damals habe ich ganz allein herausgefunden, dass "sie" (ich wage es kaum, sie einen Menschen zu nennen) schizophren sein muss. Mein Vater wurde, wenn er denn mal da war, auch immer von ihr psychisch und physisch misshandelt, hat es aber nie fertiggebracht, etwas zu unternehmen. Denn, weil er auf Montage war, hat er ja auch oft aus der Situation flüchten können. Resultat: "ihr" wurde vom Jugendamt das Sorgerecht entzogen und sie kam in die Psychiatrie. Natürlich ist sie bis heute unkooperativ. Ich hatte in der Folge mehrere Kinikaufenhalte hinter mir. Davon insgesamt mehrere Jahre auch mit Neuroleptika. Dieses Monster hat mich krank gemacht - ihre eigene vermeintliche "Tochter". Schuldfähig oder nicht - das ist mir bis heute so unglaublich egal. Ich vergebe nicht. Ich bin jetzt 28, und in zwei Wochen (wenn meine Probezeit vorbei ist) erfahre ich endlich, ob ich eine Ausbildung machen kann. Mit 28!!
Ach, ja, und zum Thema Polizei rufen: Dasselbe Spiel, wie bei allen anderen Kommentaren hier. Die tun nichts, solange die mir kein Bein bricht, was sie (wohl leider) nicht getan hat. Nur endlose Seen von Tränen und Leid, das keiner jemals sehen wird, hat sie verursacht. Und meinen Vater mit dem Messer bedroht, was ich mit eigenen Augen ansehen musste, aber auch das reichte nicht. Ich nehme heute noch Antidepressiva, weil ich ohne nicht weiß, ob ich wieder klinikreif bin. Seit diesem Tag, an dem ich mich unzumutbarer Weise ganz allein von dieser Hölle von "Mutter" befreit habe, nehmne ich Medikamente. Und mehrmaliges Absetzen war einer Selbsteinweisung in die Klinik gleichzusetzen. Entschuldigung, aber es tut mir wirklich nicht leid, dass ich Menschen mit paranoider Schizophrenie verabscheue und es niemals akzeptabel finde, andere Menschen (Kinder, wie ich es damals war!) in Mitleidenschaft zu ziehen, nur weil man zu blöd ist, zu checken, dass es eine Krankheit ist. Da gibt es absolut nichts zu verteidigen...
Stimmen?
55 Donnerstag, den 08. November 2018 um 18:35 Uhr
Magnolia
Gibt es bei dieser Krankheit nur ein Einzelsymptom? Mir ist vor kurzem Schizophrenie diagnostiziert worden, weil ich Stimmen hören kann (24/7.). Sie sind sehr eigenartig, wollen nur über Facebook reden und kommentieren alles, was ich denke oder tue. Abgesehen davon habe ich sonst keine weiteren Symptome, die üblicherweise sonst damit auftreten. Ich soll Risperdal einnehmen um zu sehen, ob die Stimmen ausgeblendet oder unterdrückt werden können. Achtung! Stimmenhören weist nicht immer auf eine kranke Psyche! Es gibt viele Möglichkeiten, Menschen Stimmen hören zu lassen: Ein Chip-Implantat im Körper oder Gebiss zum Beispiel, oder Übergriffe mit elektromagnetischen Waffen, die (möglicherweise?) von Geheimdiensten und dem Militär an Zivilisten ausprobiert werden? Ich lasse mich gar nicht überreden.
Das alles muss in die Öffentlichkeit kommen, statt einfach Menschen als psychisch krank abzustempeln...
Wenn Opfer Täter werden - Gesetze müssen dringend geändert werden !
54 Montag, den 29. Oktober 2018 um 05:08 Uhr
Anja
Wer hilft mir vor schizophrener Nachbarin? Meine Nachbarin ist aktenkundig und hat mich, ihre Nachbarin, als Opfer ausgesucht. Sie nimmt ihre Medikamente nicht und behauptet nicht krank zu sein. Sie wurde schon zwangseingewiesen und ihre Anfälle werden immer heftiger. Mich zu beschimpfen, zu bewerfen, zu bespucken - das geht alles? Unsere Terrasse mit Einmachgläsern zu bewerfen, dass der Tisch und die Dekosachen im Garten total zerstört werden, den Eingangsbereich zu verwüsten - das geht alles? Mir muss erst etwas passieren, bis man eingreift. Sagt das Amt und die Polizei. Ich finde, die Angriffe reichen mir schon genug. Ich traue mich nicht mehr in meinen Garten, oder zu meinem Fahrzeug. Polizei und der psychiatrische Dienst der Stadt kennen zwar das Problem mit Frau S., dennoch lebe ich nur noch in Angst. Toll! Da muss doch etwas geändert werden! Ich selbst wurde Opfer eines schweren Unfalls mit Fahrerflucht, und möchte nur mein Leben mit meinem Mann und unseren Katzen genießen. Wir geben der Nachbarin keinen Anlass uns anzugreifen oder zu beleidigen. Würde sie ihre Medikamente nehmen, wäre allen geholfen. Tja, verkehrte Welt, wenn man selbst zum Opfer wird.
Nicht jeder ...
53 Dienstag, den 18. September 2018 um 13:49 Uhr
displaceD
Nicht jeder erlebt positive Dinge in einer Episode, und sehr wohl gibt es Menschen, die unter der Erkrankung sehr leiden - ob vor, während oder nach einer Episode. Auch anders herum sollte man nicht verallgemeinern. Es ist gut, dass Medikamente Abhilfe schaffen "können".
Hi,
52 Dienstag, den 18. September 2018 um 02:16 Uhr
Mehmet Kapan
warum soll man etwas behandeln, was nicht schmerzt? Der Kranke ist zufrieden mit sich selbst, ist nicht gewalttätig und schadet nicht. Wenn Du einen Fantasy-Film anschaust, siehst Du ja auch unglaublich viel unrealistisches Zeug. Wenn natürlich Erlebnisse, wie - zum Beispiel - Staatsterror hinzukommen, braucht man für die Taten Ausreden. Ich sehe diese Krankheitsbeschreibung politisch. Hat nichts mit einem Notfall zu tun.
Hallo Heidi Lortzen
51 Freitag, den 07. September 2018 um 10:01 Uhr
Sven
Falsch ist, was Sie schreiben. Hinter jeder psychischen Erkrankung steht ein Grund. Und die Familie kann doch daran Schuld sein. Erwartungsdruck und falsche Einstellungen können definitiv zu einem Ausbruch beitragen.
Krass
50 Montag, den 27. August 2018 um 20:23 Uhr
displaceD
Einfach erschütternd, was einige hier berichten: Traurig und zugleich ein Armutszeugnis. Schizophrene sind Menschen. Ja, sie sind krank, aber das ändert doch nichts an der Tatsache, dass es Menschen sind. Ich will in Eure Worte nicht zu viel hineininterpretieren, aber manches liest sich so, als wünschen sich manche "gesunde" Menschen alte Zeiten zurück, als man mit Schizophrenen noch ganz anders umging. Fast jeder Mensch hat ein gewisses Gewaltpotential. Und sei es nur ein flüchtiger Gedanke. Und wenn gesunde Menschen Morde begehen, kann man dann alle Menschen über einen Kamm scheren und sagen, Menschen sind von Natur aus Mörder? Allesamt gefährlich? Jeder Mensch ist individuell. Auch jeder Schizophrene! Ein gleiches "Krankheitsbild" bedeutet nicht automatisch die selben Denkmuster, Erlebnisse oder den gleichen Umgang mit der Umwelt.
Einige Einträge wirken auf mich surreal. Ich bin einfach nur schockiert. Irgendeiner der Einträge verwies darauf, dass ein Schizophrener klaut, um sich Drogen zu beschaffen. Das läge offenbar an der Schizophrenie. Machen andere Abhängige das nicht? Setzt mal Eure Scheuklappen ab. Schizophrene können gefährlich sein. Allerdings auch nicht viel mehr, als jeder andere "gesunde" Mensch auf dieser Welt auch!
Hunde
49 Freitag, den 17. August 2018 um 13:52 Uhr
Sven
die bellen, beißen nicht. Mehr kann ich zu dem letzten Posting nicht schreiben. Grüße!
Schizophreniekranke
48 Samstag, den 21. Juli 2018 um 22:04 Uhr
Heidi Lortzen
Es gibt - wie bei allen Dingen auf der Welt - kein Schwarz oder Weiß.
Sicher sind viele Schizophreniekranke selbstgefährdet, nicht fremdgefährdet. Andere Menschen mit Schizophrenie leiden unter Verfolgungswahn, der oft auf Familienangehörige, Nachbarn oder Freunde projiziert wird. Diese Menschen können im Wahn äußerst gefährlich sein! Es hilft nichts, das zu verleugnen oder zu verharmlosen.
Sind Schizophrene eine Gefahr für ihre Umgebung, gehören sie in die geschlossene Psychiatrie. Es geht schließlich um den Schutz der Gesellschaft. Dahinter sollten die Freiheitsrechte des Kranken zurückstehen.
Familien sind übrigens nicht "Schuld" am Ausbruch der Krankheit - man bekommt sie, oder man bekommt sie nicht.
Wo steht das?
47 Donnerstag, den 31. Mai 2018 um 03:38 Uhr
Sven
"Wir müssen unsere Kinder schützen. Es ist bekannt, dass Schizophrene auch pädophil werden können." Bei so einer gefährlichen Halbwissenheit werde ich als Schizo - zum Beispiel - agressiv.
Wenn ich ...
46 Donnerstag, den 31. Mai 2018 um 03:15 Uhr
Sven
... solche Posts von Leuten wie der ersten hier lese, platzt mir der Hals.
Ich bin seit über 15 Jahren selbst paranoid Schizophren. Eure Sch...ßdiagnosen und Einschätzungen hier von Nichtswissenden und Laien! Schizos sind auf keinen Fall gefährlich. Glaubt mir, durch meine ganzen Erfahrungen habe ich schon genug Schizos kennengelernt. Und niemand von denen war gefährlich, agressiv oder unzurechnungsfähig. Vielleicht - manchmal oft - quer im Denken. Alle wollten sich nur in der Gesellschaft beweisen.
Und genau da liegt das Problem mit der Krankheit. Lest euch bitte mal den ersten Post von der dummen ***** hier durch! Alle müssen sich stark machen gegen gescheiterte Leute? Wo ist da die Empathie? Mit der als Nachbarin würde ich auch abticken. So wie man behandelt werden will, wird man auch behandelt - meine ich.
Gefahr von schizophrenen Menschen
45 Samstag, den 26. Mai 2018 um 20:29 Uhr
Ramona
Meine Nachbarin ist echt krank. Sie zeigt uns an für Dinge, die sie selbst macht - z. B. Müll aus dem Fenster werfen. Sie beschwert sich über Lautstärke und schlägt ständig gegen die Heizung. Sie hat mich im Hausflur sogar mit einem Messer und Reizgas angegriffen und filmt mich und meine Familie ständig. Sie beleidigt uns als rassistisch. Dabei ist mein Mann Bolivianer. Sie kann kaum noch reden. Nur noch wirres und obszönes Zeug. Also, ich finde diese Frau sehr gefährlich und denke, dass sie schizophren ist.
Der richtige Umgang
44 Mittwoch, den 16. Mai 2018 um 18:28 Uhr
Dennis
Oha, hier kommen ja alle bösen Geschichten, die irgendwelche schizophrenen Menschen mal gemacht haben, zusammen.
Ich kenne einige schizophrene Menschen, mit denen ich lange Zeit zusammengearbeitet habe. Natürlich verhalten sie sich nicht immer so, wie die meisten Menschen. Und natürlich ist ihr Verhalten manchmal verwirrend und irrational. Aber es ist nun einmal so.
Diese Menschen brauchen ein Umfeld, das damit umzugehen weiß! Wenn sich jemand einen Partner mit Schizophrenie anlacht, sollte man wissen, wie man mit dessen Wahn umzugehen hat. Man kann sie dann nicht "normal" behandeln. Wenn ich so einen Müll lese, so nach dem Motto "Alle sind gefährlich": Bullshit!
Ein Autofahrer baut einen Unfall, verletzt mehrere Menschen schwer - sind dann alle Autofahrer gefährlich? Ich könnte mich über manche "hirnlosen" Kommentare hier aufregen. Panikmache! Nichts weiter!
Die Wahrheit
43 Sonntag, den 13. Mai 2018 um 12:31 Uhr
Liest mal das
"Was mir ganz wichtig ist: Es ist immer noch so, dass die meisten Menschen mit einer Schizophrenie - trotz des erhöhten Risikos - nie gewalttätig werden. In ihrem ganzen Leben nicht."
Wenn zehn Prozent aller schizophrenen Männer gewalttätig werden, dann heißt das auch: 90 Prozent werden es nicht.
Gefahren für mit ihnen zusammenlebende Personen
42 Sonntag, den 13. Mai 2018 um 08:33 Uhr
Jens
Sie können schon gefährlich sein. Eine Bekannte von mir hat versucht, ihren Mann im Schlaf mit einer Brechstange und einem Messer zu ermorden. Er ist aber aufgewacht und konnte sich wehren und wurde nur leicht verletzt. Vorher litt sie unter Verfolgungswahn und fühlte sich bedroht. Jetzt ist sie bis zum Prozess für 6 Monate in einer psychiatrischen Klinik untergebracht, und ihre Ex-Ehemann kümmert sich um sie.
Gefährlich? Ja? Nein?
41 Donnerstag, den 10. Mai 2018 um 22:12 Uhr
Tessa
Ich hatte mal eine Beziehung zu jemandem, bei dem ich erst nach 6 Jahren Kontaktabbruch feststellen musste, dass er an Psychosen leidet.
Der letzte Kontakt fand nur via Internet statt, aber nachdem er mich beim ersten Mal so beschimpft und von Messern geschwärmt hat, habe ich besagte Person blockiert.
Allerdings hat mich diese Person mit Hilfe eines Zweitaccounts wieder aufspüren und mir schreiben können. Zuerst kam eine Entschuldigung mit der Bitte ihm zuzuhören, dass er im Wahn war.
Danach ein sehr ruhiges, nettes Gespräch, bei dem er sagte, er hätte Cannabis konsumiert.
Dann der Tag, an dem ich mich hätte melden sollen, es aber nicht früh genug getan habe. Besagte Person hat mir gesagt, dass sie mich gerne würgen möchte.
Kontakt inzwischen wieder abgebrochen, Person blockiert und mich von sämtlichen sozialen Medien verabschiedet.
Zwar wohnt dieser Mensch rund 150 km entfernt und hat auch keine aktuelle Adresse mehr, aber die Angst ist präsent, dass er mich findet und im Wahn irgendetwas plant oder macht.
Ich denke nicht, dass er in Behandlung ist.
Ich glaube nicht, dass jeder Mensch, der an dieser Krankheit leidet, potenziell gefährlich sein muss, aber ich habe vor dieser einen Person große Angst.
Und viele Kommentare hier, bestärken diese Angst.
Schizophrene Patienten
40 Samstag, den 28. April 2018 um 21:08 Uhr
Sternschnuppe
Leider gefährlich!
Meine Kinder und ich stehen gerade Höllenqualen aus. Mein Nochehemann lauert uns auf, ist aggressiv, denkt sich üble Geschichten aus, geht damit - gerade heute - von Nachbar zu Nachbar und beleidigt und beschimpft uns aufs Übelste. Droht mit Mord. Bastelt sich eine Geschichte in seinem Sinne zusammen und bestätigt sich diese solange, bis Tatsachen nicht mehr wahr sind. Die Folge: Extreme Wutanfälle!
Hat nun zum 4. die Ehe beendet. Und weil ich jetzt zugestimmt habe, bin ich nun zum Opfer geworden. Er findet das in Ordnung. Aber nicht, dass ich jetzt die Scheidung durchziehe.
Täglich 140 Nachrichten vom Bösesten. Blockiere ich das eine, nimmt er eine neue Möglichkeit mir zu schreiben. Er hat von der Polizei ein Kontaktverbot bekomnen - aber was sind 10 Tage!? Er steht sogar vor der Schule. Meine Kinder haben Alpträume.
Das ist nur ein minimaler Auszug aus dem aggressiven Verhalten meines Mannes.
Ja, gefährlich!
Schizophrenie
39 Freitag, den 13. April 2018 um 15:10 Uhr
Stephanie
Ich wohne in einer teilstationären WG. Und nun ist eine Person hinzugekommen, die an Schizophrenie leidet. Sie, diese Person, hat vor meinem Fenster mit Wucht eine Taxitür aufgemacht und dadurch eine Radfahrerin vom Fahrrad geschmissen. Die Radfahrerin wurde stark verletzt. Die kranke Person mit der Schizophrenie muss ja die Radfahrerin gesehen haben und hätte mit dem Türöffnen warten können. Aber "Nein"! Und da heißt es, Menschen mit Schizophrenie sind nicht gefährlich?
Selbst, was sie in der WG mit uns anderen Mitbewohnern abzieht, verursacht sogar mir schon die Angst, dass auch mir etwas passiert.
Sind Menschen mit Schizophrenie gefährlich?
38 Montag, den 09. April 2018 um 12:44 Uhr
Sina Zajonzewski
Langsam bin ich sauer auf das deutsche System. Denn erst, wenn was passiert,gehen er oder sie in die geschlossene Abteilung. Obwohl die Leute mit Schizophrenie ihre Mitmenschen in den Wahnsinn treiben. Aber das scheint egal zu sein. Auch, dass es den Leuten auf der offenen Station frei steht ihre Tabletten zu nehmen, obwohl sie diese ja bräuchten, um wieder normal zu werden. Aber nein, sie werden nach Wochen wieder entlassen, und alles geht wieder von vorne los. Wo bleibt da der Schutz für die Angehörigen oder auch für andere?
Und dann gibt es ja auch verschiedene Stadien: Von verwirrt, agressiv, angreifend - bis hin zum Selbstmord. Leider ist da alles möglich.
Ich finde, man sollte die Leute - zu ihrem eigenen Schutz sowie den anderer - auf eine Geschlossene schicken, bis sie wieder normal denken und handeln können. Denn weiß man, ob sie nicht in der nächsten Sekunde abdrehen? Muss man denn das Risiko überhaupt eingehen? Ich finde nicht! Denn da die Betroffenen Ruhe und eine Auszeit brauchen, wäre es für sie eh besser, für einige Zeit von der Außenwelt abgeschottet zu sein.
Ich hoffe, dass bald etwas passiert, denn so kann es nicht weiter gehen. Und ich verstehe, dass sich hier (ebenso wie ich mich) auch viele Andere hilflos fühlen - denn man bekommt wirklich keine Hilfe!
Gefahr !
37 Freitag, den 30. März 2018 um 02:20 Uhr
Martin P.
Ich lebe schon seit einigen Jahren mit zwei! schizophrenen Menschen zusammen (beides Familienmitglieder). Es ist die HÖLLE.
Beide sind drogensüchtig und haben schon so manche Wertsachen von mir und anderen Familienmitgliedern gestohlen, um Drogen zu kaufen. Fast täglich wird auch nach Geld verlangt. Und wehe, man sagt nein. Dann geht die Party richtig los. Aggressionen, Beleidigungen schlimmster Art und manchmal auch Gewalt sind hier vorprogrammiert.
Wir sind eine christliche Familie, die jeden Sonntag in die Kirche geht und mit dem Priester eine gute Verbindung pflegt. Warum ich das erwähne? Ganz einfach. Diese zwei kranken Menschen haben unsere Bibeln und andere religiöse Objekte in ihrem Wahn zerstört: Verbrannt oder weggeschmissen!
Sie haben satanistische Symbole an die Wand geschmiert und reden nur noch diabolisches Zeug!
Die Polizei zu rufen bringt auch nichts. Die machen ja nichts. Immer heißt es: "Solange er für Sie oder sich selbst keine Gefahr darstellt, können wir ihn nicht mitnehmen".
Diese Menschen können sich so "krass" verstellen. Sobald die Polizei da ist tun die so, als ob sie völlig normal, aber WIR die Verursacher des Streits wären! Wir sind einfach nur noch verzweifelt und psychisch komplett am Ende. Niemand will uns helfen, weil keiner unsere Situation versteht.
Man kann mit diesen Menschen nicht zusammenleben. Sie sehen schlicht nicht ein, dass sie krank sind. In Deutschland ist es leider so, dass man nichts für diese Menschen machen kann, solange sie nicht selber einer Therapie zustimmen. Diese Menschen können ihre Handlungen nicht mehr kontrollieren. Man MUSS diese Menschen zwingen. Anders kann man ihnen nicht helfen! Leider ist das alles nicht so einfach. Aber, muss erst jemand getötet werden, bevor man durchgreift?
Ich habe leider jegliches Verständnis für diese Menschen verloren. Und die beiden, mit denen ich zusammenleben muss, hasse ich einfach nur noch und möchte, dass sie für immer verschwinden. Jahrelange Frustration und Hilflosigkeit haben sich bei mir und dem Rest meiner Familie angestaut. Wir wissen einfach nicht mehr, was wir tun können.
Keine Gefahr?
36 Samstag, den 24. März 2018 um 11:14 Uhr
M.R.
Der Sohn meines Mannes aus erster Ehe leidet seit vielen Jahren an einer hebephrenen Schizophrenie. Ob er aktuell Drogen konsumiert ist mir nicht bekannt. Tatsächlich ist es so, dass er mich für eine Mörderin hält. Ebenso weitere Mitglieder meiner Familie. Das geht soweit, dass er uns die Hausschlüssel entzogen und "weitere Schritte" angedroht hat.
Heute hat er erneut mein Auto beschriftet: "Mörderpack".
Ist ja alles nicht so gefährlich, und es macht mir auch nicht so viel aus. Nur weiß ich nicht, was weiterhin möglich ist, wenn ich nicht, wie von ihm gewünscht, verschwinde.
Tickende Zeitbombe
35 Sonntag, den 11. Februar 2018 um 12:56 Uhr
Betroffener
Da ich einen paranoid schizophrenen Stiefsohn habe, den ich nun einige Jahre begleitet und beobachtet habe, kann ich sagen:"Ja, diese Menschen sind leider gefährlich!"
Mein Stiefsohn ist mittlerweile 29 Jahre alt, hat in seiner Jugend alles mögliche an Drogen konsumiert, und seit etwa 8 - 9 Jahren hat sich diese Krankheit manifestiert. Immer wieder wurde er wegen Gewaltausbrüchen, Wutanfällen und auch tätlichen Angriffen auf dritte Personen in die Psychiatrie eingeliefert. Wobei ich gleich sagen muss, dass er von den Drogen weg ist - aber ganz massiv Stimmen hört, die ihm immer wieder diese Übergriffe "befehlen"!
Bei einem Vorfall hat er eine Freundin attackiert, hat nach ihr geschlagen und getreten, und wurde schließlich von 8 Beamten der Polizei abgeführt. In der Klinik ist er dann auf eine Pflegerin losgegangen und hat diese gewürgt.
Also ganz so harmlos, wie es hier in einigen Kommentaren dargestellt wird, sind diese Patienten nicht!!
Mittlerweile befindet sich unser "Sohn/Stiefsohn" im betreuten Wohnen und ist seit 1 1/2 Jahren etwas "unauffälliger". Allerdings sind die Stimmen in seinem Kopf ein ständiger Begleiter. Und die wird er wohl auch nie wieder los.
Was mich nur entsetzte, ist ein Gespräch mit der behandelnden Psychiaterin vor 1 1/2 Jahren, die sagte, sie wäre bald mit ihrem Latein am Ende. Und wenn noch mal ein Übergriff passieren würde, käme er in die "Forensische ..." - dann wäre er für Jahre weg vom Fenster ....
Gefährlich ?
34 Samstag, den 09. Dezember 2017 um 12:19 Uhr
Der Benutzer
Hallo zusammen, ich bin erschrocken über diese Kommentare. Ich bin selbst von dieser Krankheit betroffen und würde behaupten, dass ich alles andere als gefährlich bin. Ich bin ein hilfsbereiter, verständnisvoller Mensch. Auch mit dieser Krankheit würde ich niemandem etwas tun. Bevor man so etwas gemeines schreibt und alle über einen Kamm schert, sollte man sich vorher die Frage stellen, wer hier gefährlich ist? Sorry! Aber wahr ...
Ist halt so na ja
33 Sonntag, den 19. November 2017 um 21:26 Uhr
...
Es würde gar nicht auffallen, wenn jemand so was hat und anständig nach Richtlinie von seinem Arzt behandelt wird, die ganzen Menschen, die keine Medikamente nehmen, sind alle vorher überdosiert worden, punkt.
Nurso
32 Sonntag, den 19. November 2017 um 16:45 Uhr
soso
Es ist erschreckend, was für Kommentare hier zu sehen sind. Familien von erkrankten Menschen dürfen auch vor ihrer eigenen Tür wischen und sich fragen, ja vielleicht ist was schief gelaufen. Der Charakter eines Menschen besteht und wird durch Liebe von der Familie und Freunden geprägt, und dann kommt die Krankheit, gibt es positive Krankheiten? Die Krankheit wird stigmatisiert, in gewissen Kommentaren sonst nichts. Aber es ist halt so, dass bei psychischen Erkrankungen kein großes Verständnis vorhanden ist. Jeder hat ja seine Probleme und ja ich denke, es gibt auch schlechte Menschen. Hat aber nichts mit der Frage zu tun, ob schizophrene Menschen gefährlich sind.
Kompetenz der Ärzte
31 Samstag, den 18. November 2017 um 21:30 Uhr
...
Je schlechter der Arzt, desto kränker der Patient. Das gilt auch für unsere dummen Semis, die Psychiater, die sich gerne profilieren und zusätzlichen Schaden verursachen, indem sie falsche Medikamente verschreiben und alles auf die Krankheit abschieben. Meldet solche bitte bei der Ärztekammer und legt euch eine Rechtschutzversicherung zu. Das ist genau dasselbe, wie wenn euch ein Chirurg am falschen Arm operiert. Und ja, die Ärzte werden zu wenig kontrolliert, sonst würden hier nicht solche Hasstiraden von betroffenen Familienmitgliedern stehen.
Was ein Unsinn
30 Samstag, den 11. November 2017 um 12:23 Uhr
jacky
Sorry, aber das ist einfach nur absoluter Unsinn. Schizophrene Menschen sind hochgradig gefährlich. Ich kenne selbst welche, die keine Drogen genommen haben und wiederholt auf mich losgegangen sind. 2 Stück sogar und das sind die Einzigen, die ich kenne. Diese Menschen gehören zum Wohle ihrer Familie und Kinder, sowie jeglichen Menschen, zu denen sie Kontakt haben, in SOFORTIGE Behandlung.
schizoaffektive Psychose
29 Sonntag, den 29. Oktober 2017 um 17:42 Uhr
Elli
Ja, sie sind gefährlich. Sie machen viele Familien kaputt. Meine auch. Nehmen Drogen... dann sind sie krank. Das tut mir so leid. Für die Familien.
Erg.
28 Samstag, den 21. Oktober 2017 um 16:49 Uhr
Irina
Sie bekommt einen sehr starken religiösen Wahn. Und wird hochgradig aggressiv, wenn man nicht das mitmachen will, was sie möchte. Sie schlägt auf mich ein usw. Im übrigen, sie befindet sich seit Wochen schon und seit einigen Tagen extrem in einem Schub... weil sie ihre Medikamente nicht mehr nimmt. Und ich kann nichts machen.
Menschen mit Schizophrenie gefährlich.
27 Samstag, den 21. Oktober 2017 um 16:29 Uhr
Irina
Hallo,
meine Mutter ist ebenfalls seit über 20 Jahren erkrankt. "Schizoaffektive Psychose", und ich kann dazu nur sagen, wenn sie einen Schub bekommt, bedingt dadurch, dass sie ihre Tabletten weglässt, ist sie sehr wohl gefährlich... Sich selbst gegenüber selbstzerstörerisch, setzt sich wahnhaft ins Auto und gefährdet mit ihrem Fahrverhalten andere Verkehrsteilnehmer drastisch. Auch ich werde Opfer von Messerattacken, Gegenstände nach mir werfen etc. etc.
Schizophrenie und Gefahr
26 Montag, den 18. September 2017 um 13:36 Uhr
Balu
Hallo,
meine Mutter ist seit über zwanzig Jahren erkrankt und hat gestern Abend ein Messer nach mir geworfen, nachdem ich ihr gesagt habe, dass ich ein paar Tage mit meinem Hund in Urlaub fahren möchte. So viel zum Thema Gefahr.
Bitte um eure Hilfe
25 Dienstag, den 12. September 2017 um 12:10 Uhr
Unbekannt
Hallo,
es geht hier um meine 29jährige Schwester, die seit 4 Jahren an paranoider Schizophrenie leidet. Sie nimmt auch Medikamente und auch Depot-Spritzen, aber es geht ihr immer schlechter. Ich habe alles getan, ich weiß nicht, wie es weiter geht, könnt ihr mir helfen ????
Bitte kein Schubladendenken
24 Sonntag, den 10. September 2017 um 23:42 Uhr
Andre B
Hallo zusammen!
Es gibt ca. 8 Milliarden Menschen auf diesen Planeten und jedes Individuum ist einzigartig und hat seine eigene Wahrnehmung. Doch man sollte nicht immer seine subjektive Wahrnehmung als richtig einschätzen, bloß weil man diese Erfahrungen gesammelt hat, die man aber nur 1 oder 2 Individuen verdankt.
Ich habe seit über 2 Jahren schon Paranoide Schizophrenie und bin seit einem Jahr, durch Medikamente, symptomfrei. Wenn man den Bezug zur Realität verliert, reagiert jeder anders auf diese Krankheit. Psychische Erkrankungen sind sehr komplex. Es wäre ziemlich dumm zu sagen, dass alle Schizophrenen eingesperrt werden sollten.
Durch die Halluzinationen bekam ich Angstzustände und Wahnvorstellungen und selbst kann man ohne Hilfe nichts dagegen tun. Irgendwann ist man soweit, dass man seinen Verstand verliert und dann kann es gefährlich werden. Die Stimmen sagten mir, dass ich grausame Dinge tun soll. Doch ich konnte mich immer (damals ohne Medikamente) gut distanzieren.
Aber ihr könnt euch in diese Lage nicht reinversetzen. Stellt euch vor, Tag für Tag seht ihr gruselige Dinge und hört Stimmen, die sagen, dass ihr etwas Schlimmes tun sollt. Man dreht durch und die Momente, in denen man dem allem Wiederstand leistet, werden immer weniger. Dazu kommt, dass für mich damals alles einen Sinn ergeben hat. Jedes Ereignis wurde als eine Art Botschaft verstanden. Und Schizophrene können dafür nichts.
Doch ich hatte kaum Wutausbrüche oder war gefährlich, bis zu dem Tag, an dem ich meiner Freundin wehgetan habe. Ich war wie in Trance und konnte den Stimmen nicht mehr wiederstehen. Danach habe ich mich endlich selbst einweisen lassen. Und keine Sorge, meiner Freundin geht es gut und wir sind immer noch zusammen. Für mich gehört jeder Mensch weggesperrt, der zu gefährlich für diese Gesellschaft ist. Aber ich denke, dass nicht jeder Schizophrene gefährlich ist. Ich meine, hier sind Kommentare von Leuten, die wahrscheinlich danach gegoogelt haben, ob Schizophrene gefährlich sind. Z.b. kann jeder Mensch zu einem Mörder werden durch gewisse Ereignisse bzw. äußerliche Reize, aber ich denke, das bei einem Schizophrenen die Angriffsfläche seiner Persönlichkeit, durch den Verlust zur Realität, einfach größer ist. Und das macht sie nicht zu schlechteren Menschen. Aber wenn jemand zu gefährlich ist, ob krank oder normal (wobei normal ist glaube ich kein Mensch), dann muss ihm geholfen werden, und wenn das nicht funktioniert, weggesperrt werden.
Paranoide Schizophrenie
23 Dienstag, den 22. August 2017 um 10:42 Uhr
Andre M
Hallo an alle,
Auch ich bin mit solchen Menschen aufgewachsen, aber bei mir sind es gleich 3 Personen. Meine Mutter, Bruder und Schwester, wobei jeder was anderes dazu hat. Mein Bruder hat die Paranoide Schizophrenie und ist seit über 10 Jahren in Behandlung, ebenfalls manchmal aggressiv, aber dank der Tabletten sehr selten. Man sieht es bei solchen Menschen an den Augen, wenn sie so starr sind. Übrigens ist es in unserem chemischen menschlichen Apparat der Botenstoff, welcher weiß ich gerade nicht, aber dieser liefert etwas nicht ans Gehirn und verursacht diese Wahnvorstellungen usw. Er soll als Kind schon auffällig gewesen sein. Also man nennt es Endogene, wobei Exogene wie Drogen es bestimmt noch brutaler machen. Sehr traurig, was so einen Mensch betrifft, ich wurde selber von ihm als Kind verprügelt, trotzdem würde ich ihn nie fallen lassen, nur wenn er keine Medikamente nehmen würde, dann kein Kontakt. Wenn jeder gut behandelt ist und einsieht, dass er krank ist, geht der Kontakt. Man muss aber trotzdem immer auf der Hut sein, ich bin fast 35 Jahre alt und habe so einiges erlebt. Trotzdem sollte man nicht alle psychisch Kranken meiden, denn für eine Krankheit kann kein Mensch was, sondern die Vererbung ist das schlimme an dem Scheiß.
mgf
Ich denke gefährlich...
22 Montag, den 14. August 2017 um 15:07 Uhr
Keine_guten_Erfahrungen
Ich habe keine guten Erfahrungen gemacht. Ständig wurde ich angemacht, er hat ständig Tabletten während des Unterrichts zu sich genommen und ist auch ziemlich nah gekommen. Damit meine ich, dass er ziemlich distanzlos war. Er hat ständig versucht zu mobben. Im Nachhinein hatte ich den Eindruck, er war auch irgendwie sadistisch veranlagt. Und eifersüchtig auf alles, was andere hatten und er nicht, so mein Eindruck. Irgendwann habe ich eingesehen, dass es zwecklos war und bin ihm aus dem Weg gegangen. So jemand möchte ich nicht mehr in meiner Nähe.
Das schlimme ist, dass wenn diese Leute mit dieser Störung etwas tun, werden sie für schuldunfähig erklärt. Ich spreche von schlimmen Verbrechen. Jeder Eierdieb wird härter bestraft.
Wenn ich weiß, dass jemand sowas hat, gehe ich ihm ohne wenn und aber aus dem Weg. Auf keinen Fall in meine oder in die Nähe meiner Familie.
Pauschale Falschaussage
21 Donnerstag, den 03. August 2017 um 10:05 Uhr
Sebastian Esser
Der Kommentar der Medizinerin ist schlichtweg falsch. Menschen, die an paranoider Schizophrenie leiden, sind tatsächlich anfälliger für irrationale Ausbrüche akuter Gewalt. Ich würde mich freuen, wenn es mehr geschlossene Anstalten gäbe, da diese Individuen eine enorme und völlig unberechenbare Gefahr für die Gesellschaft darstellen. Siehe: http://www.ksta.de/koeln/prozess-schizophrener-mann-wollte-zweijaehrige-in-holweide-toeten-28110068
Tochter
20 Samstag, den 24. Juni 2017 um 09:11 Uhr
Sonne
Meine Tochter ist auch erkrankt! Und wenn ich ehrlich bin, habe ich mittlerweile Angst vor ihr! 2 mal war Polizei Krankenwagen hier! Sie ist freiwillig mit gefahren! Verfolgungswahn! Der Arzt meinte, sie soll die Verfolgung bei Polizei anzeigen! Versuche täglich ihr zu vermitteln, dass das nur ihre Angst und Einbildung ist! Vergebens!!!?
Öffentlichkeit weniger betroffen als Angehörige
19 Donnerstag, den 08. Juni 2017 um 22:53 Uhr
Die Waldfee
Leider habe ich selber sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Da ich von einer Form des Autismus betroffen bin, hatte ich Schwierigkeiten, mich nach meinem Studienausstieg beim Arbeitsamt entsprechend durchzusetzen und erkrankte aufgrund meines sozialen Abstiegs an Depressionen. Meine sozialen Kontakte passten sich der Situation an. Nach zwei an Schizophrenie erkrankten Partnern, nur einer davon mit ehemaliger Drogenabhängigkeit, möchte ich feststellen, dass die Verwechslungsgefahr von Situationen und Personen mit anschließender Körperverletzung sehr groß sein kann. Auch bei entsprechender Behandlung. Ein falsches Wort, eine kleine Geste, können bei diesen Menschen schon einen Schub auslösen.
Da ich einige Zeit in einem Selbsthilfe-Verein mitgewirkt habe, gehe ich allerdings davon aus, dass diese gefährlichen Situationen hauptsächlich im familiären Umfeld zu finden sind, noch mehr in der Ursprungsfamilie als in der Partnerschaft. Danach kommen dann die Professionellen: Ärzte, Pfleger und grundsätzlich Situationen in denen die Betroffenen nicht ausweichen können, z.B. Arbeitsplatz.
Irrationale Ängste
18 Donnerstag, den 08. Juni 2017 um 00:28 Uhr
Markus Schmitz
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich hier einige Menschen grundlos von Schizophreniepatienten verfolgt fühlen (lediglich aufgrund von Kenntnis ihrer Diagnose) und relativ resistent gegenüber Aufklärung sind.

Wie irrational müssen Ängste eigentlich sein, und wie hartnäckig müssen Menschen an objektiv falschen Überzeugungen festhalten, damit es für eine psychiatrische Diagnose reicht?

Oder gibt es einen grundlegenden Unterschied zwischen sozial akzeptierten (weit verbreiteten) und nicht sozial akzeptierten, unkorrigierbaren falschen Überzeugungen? Gelten nur NICHT sozial akzeptierte, dogmatisch vertretene, objektiv falsche Überzeugungen als wahnhaft, während man sozial akzeptierte, dogmatisch vertretene, objektiv falsche Überzeugungen lediglich als Vorurteile bezeichnet, weil relativ viele Menschen sie teilen? Z.B. eben irrationale Vorurteile gegenüber psychisch erkrankten Menschen. Ab welchem Grad würden die denn als psychopathologisch gelten?

Meine Psychotherapeutin hat mal von einer Studie erzählt, die gezeigt hat, dass Menschen um so mehr Vorurteile gegenüber psychisch erkrankten Menschen haben, je gestörter sie selbst sind und je weniger sie davon wissen. Viele Menschen entwerten psychisch erkrankte Menschen, um von sich selbst und ihren eigenen kranken Anteilen abzulenken. Und sie können mitunter sogar gefährlich sein: In Bayern hat wohl mal ein Lynchmob eine psychiatrische Klinik angezündet. Das waren allerdings Leute, die sich für vollkommen normal hielten und das Feindbild psychisch erkrankter Menschen brauchten, um sich eben das einbilden zu können: dass sie normal wären.
Keine Hilfe, auch mit Gefahr
17 Donnerstag, den 11. Mai 2017 um 14:43 Uhr
Frau eines kranken
Mein Mann redet seit 1 1/2 Jahren irren Kram, meint, unsere Nachbarn kennen seine Gedanken und ist fester Überzeugung, sie beleidigen ihn und seine Familie den ganzen Tag. Er hört Stimmen. Er wird übergriffig, er war damals schon recht aggressiv und mit der Krankheit nun ist er unberechenbar.
Er wird zu keinem Arzt gehen, es will uns niemand helfen, erst muss was passieren und genau das ist die Gefahr!!! Es ist so offensichtlich. Wie und wann soll es denn diagnostiziert werden???!!! Wenn die gnädige Frau, die schwanger ist, irgendwann die Tür aufmacht und er in einem brutalen Anfall sie umbringt/erschlägt?! Oder mich, da er mich mittlerweile für eine Verbündete hält! Wir haben zudem auch Kinder, um die ich mir am meisten Sorgen mache. Wie soll man so etwas denn verhindern, wenn einem niemand hilft und der Patient logischerweise nie freiwillig einen Ärzte-Marathon durchläuft, um eventuell behandelt zu werden. Wenn der Patient vorher aggressiv war, wird es jedenfalls nicht besser mit Schizophrenie und gefährlich sind sie vor allem, weil die Angehörigen/Opfer keiner ernst nimmt.
Belästigung im Haus
16 Dienstag, den 04. April 2017 um 17:46 Uhr
Christian
Unser schizophrener Nachbar ist 63 Jahre alt und belästigt unser Haus mit 12 Einheiten. Sexuelle Belästigung, in dem er Frauen sein Glied zeigt und um Hilfe bittet, ihn zu befriedigen. Hinterher beschimpft er diejenige, er zeigt sie an wegen unterlassener Hilfeleistung. Behauptet, einer aus dem Haus hat ihm die Bremsleitungen durchgeschnitten. Er klingelt bei Familien mit Kindern und möchte mit diesen spazieren gehen!
Das sind nur einige Auszüge von seinem Fehlverhalten. Er tyrannisiert das ganze Haus incl. der Nachbarschaft. Setzt sich ins Gebüsch im Nebenhaus und schaut einer Frau durch die Terrassentür zu. Wie soll das weiter gehen? Hat jemand Erfahrung damit? Am Sonntag war 3x die Polizei da, die ihn letztendlich dann nachts um halb 2 in eine Klinik gebracht hat, nachdem er eine Stunde auf dem Balkon rumgeschrien hat.
Schizophrene gefährlich?
15 Montag, den 20. März 2017 um 08:47 Uhr
Jürgen Reinhardt
Leider habe ich andere Erfahrungen mit Schizophrenen gemacht. Ich bin aufgrund einer Querschnittslähmung abgestempelt in eine WfBM. Und stehe dort in Kontakt auch mit Schizophrenen. Was ich erlebt habe sind unkontrollierte Aggressionen, Wutausbrüche, demenzähnliches Verhalten und am Ende keinerlei Selbsteinsicht dieser Menschen bzgl. ihres Fehlverhaltens. Gruppenleiter konnten und wollten oft uns nicht schützen. Und haben sich lieber die Welt schön geredet. Man selbst aber hatte Angst, ob man am Abend noch lebend nach Hause kommt?
Zum Kommentar der Userin "Selbst Erkrankte"
14 Mittwoch, den 08. Februar 2017 um 14:55 Uhr
Chris B.
Man kann pauschal nicht alles als Unsinn abtun.
Sind Psychotiker oder Schizophrene gefährlich für andere? Nicht mehr oder weniger als Gesunde, sprich sie können es sein oder halt nicht.
Ein erschreckendes Beispiel ist jedoch der Germanwings-Absturz vom 24. März 2015. Der Co-Pilot, der die Maschine abstürzen lies, litt laut Abschlussbericht des Falls unter einem psychotischen Schub, bei ihm wurde 14 vorher eine Psychose erkannt und eine Einweisung in Klinik empfohlen.
Am Steuerknüppel eines Passagierflugzeugs, ICE Zuges etc. sollte ein Psychotiker oder Schizophrener eher nicht alleine sitzen, das kann fatale Folgen haben, da Erkrankte die Tragweite ihre Handlungen nicht mehr erkennen.
Gefahr!?
13 Sonntag, den 04. September 2016 um 21:48 Uhr
halluzination
Die kommen doch gar nicht erst vor die Tür, wenn sie akut sind, fürchterliche Quälerei, kann ich euch aus Erfahrung sagen
Schizophrene pädophil
12 Mittwoch, den 10. August 2016 um 11:17 Uhr
Paul
Ein nicht schizophren erkrankter Mensch kann ebenso an Pädophilie erkranken wie ein Schizophrener, es gibt keinen Zusammenhang zwischen Pädophilie und Schizophrenie, es handelt sich um zwei völlig unterschiedliche Erkrankungen. Somit können die Kinder, die vor den Schizophrenen geschützt werden sollen, später ebenso schizophren erkranken, oder auch an Pädophilie. Ob man dann immer noch behaupten wird, man müsse diese Leute (seine eigenen Kinder) weg sperren?
Antwort - Nein, nicht mehr als jeder andere sein könnte
11 Dienstag, den 09. August 2016 um 19:57 Uhr
Kerstin
Hallo, habe gerade die Kommentare zum Thema gelesen und kann meine Erfahrung beifügen.
Mein Sohn leidet an Schizophrenie und sicher ist sein Verhalten für "uns" befremdlich, aber aus seiner Sichtweise irgendwie nachvollziehbar. Soziale Kontakte sind recht schwierig, aber möglich. Ich denke, Konflikte entstehen, wenn andere über diese "Eigenarten" nicht informiert sind und Druck und Stress von außen entsteht.
Eine Gefahr sind die Erkrankten nicht, aber es können Gefährdungen entstehen, da diese Menschen entsprechende Situationen manchmal nicht mehr richtig einschätzen können.
Jeder spricht darüber, wenn ein "Psycho" jemandem etwas angetan hat, das sind doch die Storys, die die Leute hören wollen. Sind denn dann alle Gewalttäter, Mörder, psychisch gestörte Menschen? Wie krank ist es, wenn Menschen krankenhausreif geprügelt werden, angefahren, überfahren und liegengelassen werden, Ehefrauen und Kinder aus Eifersucht getötet werden, bei Raubüberfällen Menschen aus Geldgier getötet werden? Was ist mit Kriegsverbrechern? Alles psychisch Kranke?
Dann würden wohl die forensischen Psychiatrien aus den Nähten platzen. So, und da wären wir bei Beantwortung der Frage. Da eindeutig mehr Schwerverbrecher in "normalen Haftanstalten" als in den forensischen ihre Strafe absitzen, sollte die Antwort wohl klar sein.
Schizophrenie - große Gefahr?
10 Mittwoch, den 01. Juni 2016 um 04:36 Uhr
Gunnar Römer (Medizinjournalist)
Guten Tag miteinander. Als Medizinjournalist bearbeite ich aktuell einen Fall zum Thema Schizophrenie. Ich kann ohne jede Diskussion verstehen, dass einige Leute Angst vor Patienten mit diesem äußerst vielseitigen Krankheitsbild haben. Ich gebe offen zu: Vielleicht würden mir einige Verhaltensweisen auch Angst machen. Daher kann ich die Meinungen hier durchaus verstehen.
Was aber der "Nachbar von Schizophrenie Erkrankten" am 05.03.2015 hier losgelassen hat, schlägt dem Fass den Boden aus. Wieso kleine Kinder das sehen sollten steht überhaupt nicht zur Debatte. Aber allein schon die Ausdrucksweise "wie einer nicht klar kommt mit seinem Leben" entbehrt jeder logischen Grundlage. Einem Herzinfarkt-Patienten würde man niemals sagen, er käme mit seinem Leben nicht zurecht. Er/Sie ist schlichtweg krank - genau wie der Schizophrene.
"Schizophenie-Kranke gehören nicht unter normale Menschen". Menschen mit derartig geistig eingeengten Vorurteilen erst Recht nicht. Und dass Schizophrene auch pädophil werden können, dazu verkneife ich mir jeden Kommentar. Sie sollten sich jedenfalls für Ihre Ansichten schämen! So Menschen sind mir die Allerliebsten. Sich immer als die Schutzpatrone der armen Kinder hochstilisieren und auf deren Rücken ihre (in diesem Fall fast schon faschistische) Weltanschauung zu verbreiten. Nicht vor Schizophrenen müssen unsere Kinder geschützt werden, sondern vor Menschen wie Ihnen!
Bleiben Sie gesund und stramm in Ihrer Überzeugung!

Hochachtungsvoll
Gunnar Römer
(Medizinjournalist)
Schizophrenie
9 Dienstag, den 10. Mai 2016 um 19:05 Uhr
Michael
Hallo zusammen,
mein Bruder hat Schizophrenie und ist manisch depressiv. Er selbst hat lange nicht eingesehen, dass er krank ist...er sagte immer nur, dass alle anderen ein Problem haben.
Das ging so lange, bis er mit einen Küchenmesser vor mir gestanden ist und mich bedroht hat. Ich musste ihn dann auch bei der Polizei anzeigen. Er wurde zwangseingeliefert in die Psychiatrie und auf Medikamente eingestellt. Er hat unter anderen einige völlig absurde Sachen gemacht, wie zB nackt an einem See herum gelaufen und onaniert. Oder er schrie "Sieg Heil" in eine Ausländerrunde.
Wir haben oft versucht, ihm zu helfen oder helfen zu lassen. Leider war das alles vergebens. Ich persönlich bin ein gestandener Mann, aber trotzdem habe ich Angst in seiner Anwesenheit.
Ich habe mich mittlerweile von ihm distanziert... er lebt seit einigen Jahren in einem betreuten Wohnen und ist dort in Betreuung. Seitdem er regelmäßig die Medikamente nimmt, passieren wenigstens keine Straftaten mehr, soviel ich weiß. Sehen möchte ich Ihn aber lieber trotzdem nicht mehr!

PS: Als Auslöser in diesem Fall, sehe ich vererbte Gene und Drogenkonsum. Die Krankheit schlummert in einem, bis der bestimmte Reiz bzw. der richtige Auslöser gesetzt wird, das ist meine persönliche Einschätzung!
SCHIZOPHRENIE
8 Freitag, den 06. Mai 2016 um 10:36 Uhr
Bianca Reichelt
Meiner Nachbarin ihr Sohn hat paranoide Schizophrenie und hat meinen anderen Nachbarn bestialisch ermordet. Jetzt sagt mir meine Nachbarin, dass sie ihren Sohn bei sich wohnen lässt, wenn er entlassen wird. Geht das? Und kann man da etwas dagegen tun? Also rechtlich meine ich? Beängstigend, wenn er wieder hier zurück kommt.
alles Unsinn
7 Samstag, den 08. August 2015 um 10:20 Uhr
Selbst erkrankte
Psychose-Kranke sind überhaupt kein bisschen gefährlich und mit Pädophilen kann man sie auch nicht in Verbindung bringen.
Ich bin selbst erkrankt und habe auch viele kennengelernt und sie sind ungefährlich. Ihr übertreibt maßlos. Ihr solltet euch mal mehr Fachwissen aneignen.
Es ist erschreckend!
6 Montag, den 13. Juli 2015 um 19:04 Uhr
Berufserfahrung
Ich habe erst vor kurzen meine Facharbeit dem Thema gewidmet. Zunächst ging ich selbst davon aus, dass Schizophrene nicht gefährlicher sind als andere Menschen. Jedoch zeigen mehrere Studien (z.B. von Seena Fazel), dass das Potential bei Betroffenen höher ist. Hier spielen jedoch mehrere Faktoren eine wichtige Rolle und die sollten stets beachtet werden. So finde ich es erschreckend zu sagen, dass schizophrene Menschen nicht mit "normalen" Menschen leben sollen und weg gesperrt gehören. Wer sind denn die Normalen? All die Menschen mit Depression, Burn-Out, Borderline, PTBS? Oder all die anderen, die all diese Menschen verurteilen?
Wichtig ist doch die Behandlung und Unterstützung von ihnen, um bedrohliche Situationen zu vermeiden. Denn ein Suizid kommt bei Schizophrenen statistisch häufiger vor als Gewalt anderen gegenüber, und das ist nun wirklich tragisch.
Eines kann man mit Sicherheit sagen: Auch wenn statistisch gesehen Schizophrene häufiger zu Gewalt neigen als andere, kann man sagen, dass sie es zum einen häufiger sich selbst antun, und bevor wir über einsperren und wegschließen reden, vielleicht erstmal der Gedanke an Hilfe und Unterstützung aufkommen sollte.
Schizophrenie
5 Sonntag, den 31. Mai 2015 um 19:34 Uhr
einevonvielen
Ich finde es schade, dass die Menschen so abwehrend der Krankheit gegenüber stehen. Ich war selber schizophren und habe Stimmen gehört. Ich war in Kliniken und habe viele andere Personen mit der Krankheit kennengelernt. Keiner von ihnen war gewalttätig.
Ich habe ein Buch gelesen von einer Frau, die ebenfalls schizophren war. Sie ist jetzt selber Psychologin und hilft anderen Menschen. Jeder kann daran erkranken. Und meistens sind diese Menschen auch total kreativ wie van Gogh.
Ich denke, es gibt einfach noch so viele Vorurteile und manche Menschen haben einfach Angst. Aber hinter dieser Krankheit schlägt immer noch das gleiche Herz wie früher. Und wenn sie es schaffen daraus zu kommen, sieht man ihnen es auch nicht an, dass sie unter Schizophrenie litten. Deshalb sollte man sie auch nicht wegsperren.
Schizophrenie, Gefahr
4 Donnerstag, den 28. Mai 2015 um 13:04 Uhr
Sonja
Ich finde, dass Menschen, die an Schizophrenie erkrankt sind, gefährlich sein können.
Wenn es sich um eine paranoide Schizophrenie handelt, kann es durchaus passieren, dass die Stimme/n die der Patient/in hört, befehlen, jemanden umzubringen.
Insofern kann das schon zur Gefahr werden.
Ich finde die schon gefährlich
3 Donnerstag, den 28. Mai 2015 um 09:11 Uhr
Axel
Also: Seit 3 Jahren arbeite ich mit einem schizophrenen Menschen zusammen. Er hat ungefähr 5 Persönlichkeiten, die ihn innerhalb von Sekunden übernehmen. Zwei seiner Persönlichkeiten sind liebenswert und hilfsbereit. Die drei anderen aber sind der Wahnsinn pur. Ich schreibe das hier nur, weil ich momentan Stunden abfeiere, nachdem diese böse Persönlichkeit meines Kollegen mich mal wieder mit Kehle durchschneiden bedroht hat. Seine unflätige Ausdrucksweise ist der Wahnsinn... ich bin ein Hurensohn, etc. Morgen weiß er nichts mehr davon oder meint, ich hätte ihn so betitelt.
Auch nervt sein unglaublich ausgeprägter Verfolgungswahn. Immer sind alle Menschen und Dinge gegen ihn. Da ich körperlich kräftig bin, jagt er mir keine große Angst ein. Aber er hört auch Stimmen und ich finde es unzumutbar, mit einem solchen Menschen weiter zu arbeiten.
(Teile dieses Kommentars haben wir entfernt, weil sie eher politischen und weniger medizinischen Inhaltes waren)
Schizophrenie Gefahr für andere
2 Donnerstag, den 12. März 2015 um 10:57 Uhr
bekante von einer schizophrenie kranke
Ja ich bin auch der Meinung, daß Schizophrenie nicht so ungefährlich ist für die Menschen, die in der näheren Umgebung mit den Kranken leben, aber es gibt ja viele Formen von dieser Erkrankung, deswegen kann man nicht alle gleich gefährlich einschätzen.
Was ich aber meine, dass alleinerziehende Mütter nicht eine "normale" Erziehung den Kindern geben können, wenn die schon selber eine gestörte Psyche haben. Da muss man jeden Fall einzeln betrachten, meine Bekante hatte auch schon solche Sachen manchmal erzählt, da hatte ich schon immer gedacht, dass die krank im Kopf ist, bis es sich herausgestellt hat, daß sie Schizophrene hat.
Aber sie lebt mit den Kindern weiter alleine, wer weiß, was bei so einem Menschen im Kopf vorgeht. Ich weiß, dass sie schon Selbstmord-Gedanken hatte, und dass sie jemand vergiften wollte, dass sie unter Hypnose gestellt wurde und Dinge getan hatte, die sie so nicht tun würde. Die hat auch Wahrnvorstellungen, in allen Sachen sieht sie eine böse Absicht für sie. Und so eine Mutter darf ihre Kindern erziehen, wer weiß, was in ihren Kopf das nächste mal vorgehen wird, was für Bilder wird sie haben und die Kinder sind mit der kranken Mutter alleine zu Hause.
Gestörte Psychische gehören weg
1 Donnerstag, den 05. März 2015 um 07:04 Uhr
Nachbar von Schizophrenie Erkrankten
Meine Meinung ist, Schizophren Erkrankte gehören nicht unter normale Menschen.
Wieso sollen kleine Kinder einen Schizophrenen alten Mann dabei sehen, wie er nicht klar kommt mit seinen Leben!?
Wir müssen unsere Kinder schützen, es ist bekannt, dass Schizophrene auch Pädophile werden können.
Einem Kind lässt sich das Verhalten von dem Mann nicht erklären, wieso er aggressiv rumschreit! Wir müssen uns alle zusammen tun und dagegen wehren, dass Erkrankte auch weg gehören und nicht mehr am normalen Leben teilhaben können.
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