Schwanger mit Schizophrenie

Stimmt es, dass weibliche Schizophrenie-Patienten genauso häufig schwanger werden, wie gesunde Frauen – im Gegensatz zu diesen aber überwiegend ungewollt? Können extreme Ängste betroffener Frauen zu einer Schwangerschaftsverleugnung führen? Oder zur wahnhaften Überzeugung einer (eingebildeten!) Schwangerschaft? Was sollten werdende Mütter mit einer Schizophrenie vor und nach einer Schwangerschaft beachten? Mehr dazu in diesem Kapitel.

Sollte man mit Schizophrenie überhaupt Kinder bekommen?

Die Frage, ob man mit einer chronischen Krankheit Kinder bekommen sollte oder nicht, ist eine ganz persönliche Entscheidung, die kein anderer Mensch wirklich beantworten kann.

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Welchen Einfluss hat eine Schwangerschaft auf die Schizophrenie?

Wie sich eine Schwangerschaft im Einzelfall auf die Schizophrenie auswirkt, ist nicht vorherzusagen. Häufig wirken sich Schwangerschaften aber stabilisierend aus, d.h. vielen schwangeren Frauen geht es in dieser Phase auch psychisch gut.

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Schwanger mit Schizophrenie: Muss der Frauenarzt davon wissen?

Ja, unbedingt. Um die bestmögliche Betreuung der schwangeren Frau zu gewährleisten und möglichen Gesundheitsschäden von Mutter und Kind vorzubeugen, ist die Zusammenarbeit zwischen Frauenarzt und Psychiater bei psychischen Erkrankungen in der Schwangerschaft und in der ersten Zeit nach der Geburt besonders wichtig.

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Kann man unter einer Behandlung mit Psychopharmaka eine Schwangerschaft planen?

Ja, ist der Zustand unter einer Behandlung mit Psychopharmaka (z.B. Neuroleptika gegen Schizophrenie) stabil, kann eine Schwangerschaft geplant werden. Ein "geplantes" Kind ist in diesem Fall ohnehin besser als eine überraschende Schwangerschaft, weil dann von vornherein die Behandlung richtig eingestellt werden kann.

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Können Neuroleptika Missbildungen beim ungeborenen Kind verursachen?

Das Risiko von Fehlbildungen aufgrund von Medikamenten besteht am ehesten in der Frühphase der Schwangerschaft, in der die Organe des Ungeborenen angelegt werden. Ist diese Phase abgeschlossen, ist diese Gefahr häufig bereits gebannt.

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Ist die Rückfallgefahr nach einer Schwangerschaft erhöht?

Ja. Der Grund: Die seelischen und körperlichen Veränderungen nach der Geburt stellen sich recht abrupt ein. So sinken z.B. die Schwangerschaftshormone rasch ab, was das körperliche und seelische Empfinden auch bei gesunden Frauen beeinflussen kann.

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Bedeutet eine Schizophrenie von Mutter oder Vater Gefahr für das Kind?

Eine Schizophrenie der Mutter oder des Vaters kann zwar in manchen Fällen auch problematisch für das Kind werden, das muss aber nicht sein. Dies ist nicht zuletzt von der Stabilität der Krankheit des betroffenen Elternteils abhängig.

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Darf man stillen, wenn man Neuroleptika oder andere Psychopharmaka einnimmt?

Grundsätzlich ist Stillen unbedingt empfehlenswert, nicht nur aufgrund der Gesundheit des Kindes, sondern auch für eine positive Entwicklung der Mutter-Kind-Beziehung. Inwieweit dies unter der Psychopharmakabehandlung möglich ist, sollten Sie mit dem behandelnden Arzt klären.

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