Was ist ein Parkinsonoid unter einer Neuroleptika-Behandlung?

Unter der Behandlung mit Neuroleptika kann es nach ein bis zwei Wochen zu einem medikamentös verursachten Parkinson-Syndrom kommen. Diese macht sich durch Bewegungsarmut, erhöhte Muskelspannung und Zittern bemerkbar, den drei klassischen Symptomen des Parkinson-Syndroms.

Davon betroffene Menschen wirken in ihren Bewegungen steif, laufen kleinschrittig und haben einen starren Gesichtsausdruck. Es handelt sich aber tatsächlich "nur" um eine Medikamentennebenwirkung, verschwindet also nach Absetzen der Therapie wieder.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann

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Kommentare (4)
Neuroleptika - Parkinsonoid
4 Dienstag, den 03. Januar 2017 um 13:08 Uhr
Diskutant
Die Verschreibung von Medikamenten mit derart verheerenden Nebenwirkungen muß unbedingt besser kontrolliert werden.
Häufig ist bei psychischen Problemen eher eine soziale als eine medikamentöse Therapie angeraten.
Es gilt abzuwägen ob es nicht besser ist den Ausbruch einer Psychose zu riskieren, als sich der Gefahr ein Pflegefall zu werden auszusetzen.
Es wird viel zu wenig über Neuroleptika aufgeklärt. Skandal!
Parkisinoid
3 Sonntag, den 19. Juli 2015 um 17:30 Uhr
Frau Schmidt
Meine Verwandte nimmt seit 10 Jahren Seroquel ein. Massive Gangstőrungen und Stürze. Dabei Beinzittern. Neuroleptika wird eingenommen gegen Psychose. Wenn Medikament abgesetzt wird, ist ein erneuter psychotischer Schub möglich?
Ihr Bericht
2 Samstag, den 11. Oktober 2014 um 13:49 Uhr
Reinhard
Bin selber geschädigter mit Neuroleptika wegen Schlafstörungen. Bin geistiger Pflegefall und kein Arzt will es wahrhaben bzw. zugeben. Götter in Weiß.
Folgen mehrmonatiger Neuroleptika-Einnahme
1 Freitag, den 24. Januar 2014 um 10:16 Uhr
Karin Schäfer
Einer mir nahestehenden Patientin (nicht schizophren) wurden über mindestens 8 Monate hinweg verschiedene Neuroleptika verabreicht: Melperon, Risperdal und Neurocyl.
Obwohl die typischen Parkinson-Symptome, Rigor, Tremor und Akinese auftraten, wurde keine Änderung der Medikation vorgenommen.
Die Patientin ist zum Pflegefall geworden und lebt inzwischen in einem Pflegeheim. Gibt es noch Hoffnung?
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