Stimmt es, dass niedrigpotente Neuroleptika auch schmerzlindernd wirken?

Ja. Neben der beruhigenden Wirkung können sogenannte niedrigpotente Neuroleptika auch in der Schmerzbehandlung eingesetzt werden.

Nur als Ergänzung

In der klassischen Schmerztherapie besteht ihr Effekt darin, dass sie die Wirksamkeit von Schmerzmedikamenten verstärken. Bei starken und chronischen Schmerzen lassen sich auf diese Weise Schmerzmedikamente wie z.B. Opiate einsparen. Außerdem können Antipsychotika die Nebenwirkungen von Opiaten wie Übelkeit und Erbrechen reduzieren. Insgesamt spielen Antipsychotika in der Schmerzbehandlung allerdings eine untergeordnete Rolle.

Auch in der Anästhesie kommen Antipsychotika manchmal ergänzend zum Einsatz. Hier können sie z.B. eine narkosebedingte Übelkeit, die nach Operationen auftreten kann, ebenfalls lindern.

Autoren: Dr. med. Julia Hofmann, Eva Bauer (Ärztin)

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