Neuroleptika bei Schizophrenie

Was sind Neuroleptika? Welchen Zweck haben sie bei der Schizophrenie? Wie wirken Neuroleptika bei Schizophrenie? Wie lange muss man beim ersten Auftreten einer Schizophrenie Neuroleptika einnehmen? Bekommen nur Patienten mit Schizophrenie Neuroleptika? Warum haben Neuroleptika so einen schlechten Ruf?
Darum geht es in diesem Kapitel.

Was sind Antipsychotika bzw. Neuroleptika?

Antipsychotika bzw. Neuroleptika sind Medikamente, die auf das zentrale Nervensystem (Gehirn) wirken und Symptome der Schizophrenie bessern oder zum Verschwinden bringen.

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Wie wirken Neuroleptika bei Schizophrenie?

Neuroleptika wirken im Gehirn und blockieren dort die Wirkungen des Botenstoffs (Neurotransmitter) Dopamin. Sie wirken auf viele Symptome der Schizophrenie wie Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Denkstörungen etc.

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Heilen Neuroleptika eine Schizophrenie?

Das Ursache-Wirkungs-Prinzip von Neuroleptika ist nicht so einfach. Neuroleptika unterstützen die Heilung der Schizophrenie und schaffen nicht selten die Voraussetzung für eine Besserung der Erkrankung und auch mögliche Heilung.

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Wie lange dauert es, bis Neuroleptika wirken?

Bis Neuroleptika ihre volle Wirkung entfalten, kann einige Zeit vergehen. Wichtig ist, die Medikamente nach der Verordnung des Arztes einzunehmen.

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Wie lange muss man beim ersten Auftreten einer Schizophrenie Neuroleptika einnehmen?

Auch für Menschen, bei denen eine Schizophrenie erstmalig in Erscheinung tritt, empfiehlt sich eine langfristige Behandlung mit Neuroleptika. Denn bei ausbleibender oder einer zu kurzen Behandlung besteht die Gefahr, die Erkrankung nicht ausreichend zum Stillstand zu bringen.

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Was ist die richtige Dosierung bei Neuroleptika?

Die richtige Dosierung ist von Person zu Person verschieden und unterscheidet sich auch zwischen verschiedenen Präparaten. Meist gibt der Medikamentenhersteller ein Dosierungsintervall an, innerhalb dessen die eigene optimale Dosis liegt.

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Was bringen Neuroleptika bei Schizophrenie, wenn sie doch nicht heilen können?

Zwar können Neuroleptika eine Schizophrenie nicht heilen, doch können sie die psychotischen Symptome reduzieren. Wie viel das wert ist, darüber lässt sich allerdings streiten. Aus Sicht der meisten schulmedizinischen Experten ist das viel wert und rechtfertigt allemal den Einsatz dieser Medikamente. Aus Sicht einiger Patienten sind die mit den Neuroleptika einhergehenden Nebenwirkungen schlimmer als die eigentliche Schizophrenie.

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Warum muss man Neuroleptika über längere Zeiträume einnehmen?

Neuroleptika sind in der Akutphase der Schizophrenie geeignet, um psychotische Symptome zu beseitigen. Aber auch, wenn Betroffene nicht mehr unter Symptomen der Erkrankung leiden, sollten sie das Neuroleptikum weiter einnehmen. Denn die Medikamente bewahren auch vor einem erneuten Auftreten psychotischer Symptome.

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Wann ist bei Antipsychotika eine Spiegelkontrolle (TDM) sinnvoll?

Das individuelle Ansprechen auf Antipsychotika ist sehr unterschiedlich. Daher kann es hilfreich sein, die Konzentration eines Wirkstoffs im Blut (Plasmaspiegel) zu bestimmen.

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Wie wirken schwachpotente Neuroleptika?

Während bei hochpotenten Neuroleptika die antipsychotische Wirksamkeit im Vordergrund steht, sind es bei den niedrigpotenten Neuroleptika eher die beruhigenden (sedierenden) Effekte.

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Wann werden schwachpotente bzw. schwach wirksame Neuroleptika eingesetzt?

"Schwachpotente Neuroleptika" ist ein etwas unglücklicher Ausdruck, denn "schwach" oder "impotent" sind diese Wirkstoffe absolut nicht. Sie wirken nur weniger stark antipsychotisch als die hochpotenten Neuroleptika. Die Mediziner und Pharmakologen, die diesen Ausdruck geprägt haben, haben wahrscheinlich nur wenig darüber nachgedacht, was solch eine Bezeichnung bei demjenigen, dem die Mittel helfen sollen, bewirkt.

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Wie wirken hochpotente Neuroleptika?

Je nach der antipsychotischen Wirksamkeit von Neuroleptika werden hochpotente, mittelpotente und schwachpotente Substanzen unterschieden. Hochpotente Neuroleptika haben also eine starke antipsychotische Wirkung.

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Was sind atypische Neuroleptika?

Atypische Neuroleptika sind Neuroleptika, die auch bei sogenannten Negativsymptomen wie Apathie, Interessenlosigkeit, Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen u.a. wirken. Negativsymptome halten meist länger an als Positivsymptome (Wahnvorstellungen, akute Ängste etc.).

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Was sind Depot-Neuroleptika?

Depot-Präparate werden in den Muskel gespritzt und bilden dort ein Depot. Deshalb sind die Zeitabstände zwischen den Verabreichungen größer, ohne dass die Wirkung zwischenzeitlich nachlässt.

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Bekommen nur Patienten mit Schizophrenie Neuroleptika?

Die Schizophrenie ist das Haupteinsatzgebiet von Neuroleptika. Aber auch bei anderen psychischen bzw. psychiatrischen sowie neurologischen Erkrankungen spielen sie eine Rolle.

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Stimmt es, dass niedrigpotente Neuroleptika auch schmerzlindernd wirken?

Ja. Neben der beruhigenden Wirkung können sogenannte niedrigpotente Neuroleptika auch in der Schmerzbehandlung eingesetzt werden.

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Warum haben Neuroleptika so einen schlechten Ruf?

Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Möglicherweise hängt es damit zusammen, dass die Betroffenen die positiven Effekte der Medikamente oft nur bedingt wahrnehmen.

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