Neuroleptika im Alltag bei Schizophrenie

Was bedeuten Neuroleptika im Alltag? Wie kommt man mit diesen Medikamenten bei Schizophrenie am besten zurecht? Mehr dazu in diesem Kapitel.

Wie bemerkt man eine Unterdosierung von Neuroleptika?

Eine Unterdosierung macht sich durch eine fehlende Wirksamkeit bemerkbar. Psychotische Symptome verbessern sich vielleicht nicht, unzureichend oder treten erneut auf.

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Darf man unter der Behandlung mit Neuroleptika Alkohol trinken?

In geringen Mengen schadet Alkohol nicht. Gegen ein Glas Wein oder Bier ist in der Regel nichts einzuwenden.

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Darf man unter Behandlung mit Neuroleptika noch Autofahren?

Die Aufmerksamkeit und Fahrtauglichkeit kann bei der Einnahme von Psychopharmaka eingeschränkt sein. Denn einige Mittel wirken stark beruhigend (sedierend). Andererseits beeinflussen Neuroleptika bei Schizophrenie die geistige Funktion vorteilhaft.

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Beeinträchtigt Nikotin oder Koffein die Wirkung von Neuroleptika?

Nikotin und Koffein beschleunigen den Abbau von Neuroleptika. Es ist bekannt, dass rauchende Schizophreniekranke deutlich mehr Neuroleptika benötigen als Nichtraucher mit der gleichen Krankheit.

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Bemerken Menschen mit Schizophrenie die positiven Wirkungen der Medikamente?

Ja, durchaus, allerdings stellen die Betroffenen die negativ empfundenen Wirkungen der Neuroleptika meist in den Vordergrund. Sprich, die Nebenwirkungen.

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Kann man als Patient selbst die Dosis von Neuroleptika regulieren?

Von einer Dosisanpassung frei nach Schnauze können wir nur abraten. Bei der Behandlung mit Neuroleptika ist es sehr viel vernünftiger, der Dosisempfehlung seines Arztes zu folgen und nicht in Eigenregie mehr oder weniger des Medikamentes einzunehmen.

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Kann man Neuroleptika einfach absetzen?

Man sollte die Menge der eingenommen Neuroleptika nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt verändern. Auch zu rasches Absetzen der Medikamente kann zu Beschwerden führen, denn der Hirnstoffwechsel muss sich erst langsam anpassen.

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Kann man die Neuroleptika-Einnahme nicht auf die Zeit beschränken, in der Symptome oder Beschwerden vorliegen?

Ein solches Vorgehen läuft bei Medizinern unter der Bezeichnung intermittierende Neuroleptika-Behandlung. Sie bedeutet, dass nur bei psychotischen Symptomen Medikamente verabreicht werden und nach Abklingen der Symptome die Behandlung abgesetzt wird.

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Warum erhalte ich weiterhin eine hohe Dosis an Neuroleptika, obwohl die schizophrenen Symptome abgeklungen sind?

Zunächst muss man folgendes betonen: Es gibt keine Standard-Dosis bei Neuroleptika. Die Dosis des verabreichten Neuroleptikums variiert individuell, denn jeder spricht anders auf die Wirkstoffe an.

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Wie kann man bei Neuroleptika auf ein anderes Präparat umstellen?

Ist es etwa aufgrund von Nebenwirkungen nötig, auf ein anderes Neuroleptikum umzustellen, sollte die Dosis des derzeitigen Präparates Schritt für Schritt reduziert werden. Das neue Medikament wird parallel dazu in steigender Dosierung eingenommen.

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Kann es sein, dass ich im Vergleich zu anderen eine wesentlich höhere Dosis an Neuroleptika benötige?

Ja, das Ansprechen auf Neuroleptika kann individuell sehr unterschiedlich sein. Während der eine vielleicht nur eine niedrige Dosierung benötigt, um die Symptome der Schizophrenie zu beseitigen, braucht ein anderer eine um den Faktor 20 höhere Dosierung, um denselben Effekt zu erzielen.

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Kann die Dosis der Neuroleptika bei einer Langzeitbehandlung gesenkt werden?

Eine pauschal gültige Antwort gibt es darauf leider nicht. Ob die Dosis bei der langfristigen Neuroleptika-Behandlung gesenkt werden kann, ist von dem bisherigen Verlauf der Erkrankung unter der medikamentösen Behandlung abhängig.

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Bemerkt man selbst den Eintritt der Wirkung von Neuroleptika?

Den Wirkungseintritt von Neuroleptika bemerken viele Betroffene an sich selbst. Gefühle und Gedanken scheinen geordneter und passen wieder besser zueinander. Wahnvorstellungen und Halluzinationen verschwinden und damit auch das Gefühl von Unruhe und Getriebensein.

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Kann man statt der täglichen Tabletteneinnahme von Neuroleptika auch auf ein Langzeit-Präparat umstellen?

Ja, anstatt Tabletten einzunehmen kann man sich Neuroleptika auch in größeren Zeitabständen spritzen lassen. Man spricht von sogenannten Depot-Präparaten.

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Welche Vorteile und Nachteile haben Depot-Neuroleptika, die man spritzen muss?

Depot-Neuroleptika dienen der Langzeitbehandlung der Schizophrenie. Der Vorteil ist, dass die Betroffenen nicht täglich an die Einnahme ihrer Medikamente denken müssen und das Medikament dennoch ein bis vier Wochen (je nach Präparat) seine Wirkung entfaltet.

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Sollte man bei einer Schwangerschaft die Schizophrenie-Medikamente sofort absetzen?

Nein, ein sofortiges Absetzen der Medikamente ohne Rücksprache mit dem Arzt kann sowohl für die Gesundheit der werdenden Mutter als auch für das Ungeborene gefährlich sein.

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Für wen sind Depot-Neuroleptika möglicherweise vorteilhaft?

Menschen mit Schizophrene können aus verschiedenen Gründen von der Langzeitwirkung eines Depotpräparates profitieren. Die tägliche Medikamenteneinnahme fällt weg, so dass das Vergessen der Einnahme kein Problem mehr ist.

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