Was ist eine Spätschizophrenie?

In sehr seltenen Fällen entwickelt sich eine Schizophrenie erst relativ spät im Leben. Bei diesen Fällen, in denen die Erkrankung erst jenseits des 60. Lebensjahres auftritt, spricht man von einer Spätschizophrenie.

Typisch sind bei dieser Form Halluzinationen und Verfolgungswahn. Negativsymptome wie emotionale Abstumpfung oder sozialer Rückzug sind hingegen seltener. Insgesamt tritt diese Spätschizophrenie deutlich häufiger bei Frauen als bei Männern auf. Die Ursachen sind aber unklar. Fest steht nur, dass bei sehr spätem Beginn (über 65 Jahre) der Erkrankung auffällig häufig eine Schwerhörigkeit oder soziale Isolierung voranging.

In der Regel tritt eine Schizophrenie im jungen Erwachsenenalter auf. Selbst Erkrankungen ab einem Alter von 40 Jahren sind bereits relativ selten.

Autoren: Dr. med. Julia Hofmann & Dr. med. Jörg Zorn

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