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Wie verläuft eine Elektroheilbehandlung heutzutage?

Die elektrische Stimulation des Gehirns im Rahmen der Elektroheilbehandlung (Elektrokrampftherapie) wird selten, und wenn, dann wesentlich gezielter eingesetzt als früher. Eine Dosierung der gesetzten Reize, aus heutiger Sicht zwingend erforderlich, war damals zum Beispiel kaum möglich.

Zudem werden die Patienten, bei denen eine Elektroheilbehandlung sinnvoll ist, heute gut vorbereitet, nicht zuletzt, damit sie die Behandlung nicht spüren und sich nicht verletzen. Behandlungen gegen den eigenen Willen sind nicht möglich. Dass das früher mal anders war, ist wahrscheinlich der Hauptgrund für das negative Image dieser Methode.

Ablauf und Nachwirkungen

Der Ablauf: Zu Beginn wird eine kurze Vollnarkose eingeleitet. Medikamente zur Muskelentspannung gewährleisten, dass es während der elektrischen Impulse nicht zu Verletzungen kommt.

Der epileptische Anfall wird dann mit niedrigen Stromimpulsen gezielt ausgelöst. Ein solcher Krampfanfall dauert 20 bis 30 Sekunden an.

Die Nachwirkungen der Behandlung sind relativ harmlos. Störungen des Gedächtnisses oder der Hirnleistung lassen sich in der Regel nicht feststellen. Lediglich Müdigkeit und Muskelkater sind mögliche Folgeerscheinungen.

Die Behandlung wird sechs- bis zwölfmal wiederholt.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann, Oktober 2011

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Kommentare (2)
EKT sehr wohl unter Zwang
2 07. Oktober 2020 um 23:53 Uhr
Nina
Es ist vielleicht erwähnenswert, dass Hemingway nach seiner letzten (von vielen zuvor) Sitzungen EKT seine Schrotflinte gefressen, und das auch deutlich in Zusammenhang mit den daraus resultierenden Gedächtnisstörungen gesetzt hat. Ich zitiere: „Depression geheilt, Gehirn kaputt“. Unabhängig davon werden, im Gegensatz zu wie oben dargestellt, EKT's immer wieder unter Zwang durchgeführt.
https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/2020016.html
Hier verhinderte erst das zweite (!) Gericht die Zwangsbehandlung, verbot sie aber nicht generell. Zitat: „Die Einwilligung des Betreuers in die zwangsweise Durchführung dieser Maßnahme ist daher im vorliegenden Fall nicht genehmigungsfähig.“ Wohlgemerkt im vorliegenden, nicht in jedem.
Ehp
1 18. April 2017 um 17:29 Uhr
Katja
Bei mir hat sich ein Status eingestellt, dadurch lag ich eine Nacht im künstlichen Koma. Dies ist bei der 5. Behandlung passiert. Ich würde es jedoch weiter empfehlen, weil es mir bis dahin sehr geholfen hat.
LG Katja
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