Wann darf man Ziprasidon (Zeldox) nicht einnehmen?

Ziprasidon wird bei der Schizophrenie, aber auch bei manischen oder bipolaren Störungen eingesetzt. Es wird meist gut vertragen und führt selten zu Bewegungsstörungen oder einer Gewichtszunahme. In manchen Fällen verbietet sich die Einnahme allerdings.

Herz aus dem Takt

Wenn bei Ihnen bestimmte Herzrhythmusstörungen bzw. Veränderungen im EKG bekannt sind, ist Zeldox® nicht die richtige Wahl für Sie. Vor allem, wenn Sie Herzmedikamente (sogenannte Antiarrhythmika) nehmen oder andere Mittel, die die negativen Effekte verstärken, dürfen Sie Ziprasidon nicht einnehmen.

Denn die Substanz greift in die elektrische Erregung des Herzens ein und verändert den Herzrhythmus. Ab einem gewissen Grad kann das gefährlich werden und das Herz aus dem Takt bringen. Daher kontrolliert der Arzt vor und während einer Behandlung mit Antipsychotika regelmäßig Ihr EKG, auf dem er die Herzströme ableiten kann.

Eine gesunde Leber ist Voraussetzung

Da Ziprasidon von der Leber aufgenommen und verarbeitet wird, muss das Organ gesund sein. Wenn die Leber in ihrer Funktion schwer beeinträchtigt ist, muss eventuell ein anderes Medikament ausgewählt werden. Auch bestimmte Blutveränderungen (sogenannte Elektrolytstörungen) oder Krampfanfälle in der Vorgeschichte müssen vorab abgeklärt und ggf. behoben werden.

Für Menschen ab 65 Jahren gibt es bisher noch keine ausreichenden Daten zu Ziprasidon. Das bedeutet nicht unbedingt, dass das Medikament deswegen nicht gegeben werden darf. Es gibt jedoch für diese Altersklasse keine ausdrückliche Empfehlung. Daher ist die Einnahme genau abzuwägen.

Das gilt allerdings grundsätzlich und ganz besonders für ältere Menschen, bei denen viele Stoffwechselvorgänge und körperliche Prozesse verlangsamt ablaufen und die daher oft sehr sensibel auf Medikamente reagieren.

Autorin: Eva Bauer (Ärztin)

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