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Wann darf Zyprexa (Olanzapin) nicht eingenommen werden?

Zyprexa® wird bei der Schizophrenie und anderen psychotischen Störungen recht häufig eingesetzt, so dass es inzwischen eine langjährige Erfahrung mit dem gut wirksamen Medikament gibt. Aber nicht für jeden ist der Wirkstoff geeignet.

Olanzapin mischt im Gehirn einiges auf und beeinflusst eine ganze Reihe an Rezeptoren. Die Hauptwirkung besteht jedoch in der Drosselung von Dopamin, wodurch akute Psychosen wirksam abgefangen werden können. Aber auch längerfristig wird der Wirkstoff von einigen Betroffenen vertragen und leistet gute Dienste.

Beim Engwinkelglaukom zu gefährlich

Das gilt jedoch wie so oft nicht für jeden. Da Olanzapin bei der Wahl seiner Andockstellen nicht wählerisch ist, lässt es u.a. auch einen bestimmten Botenstoff nicht unberührt: das Acetylcholin.

Die sogenannte anticholinerge Wirkung von Zyprexa® verursacht nicht nur Nebenwirkungen wie Verstopfung und Mundtrockenheit, sondern kann auch den Augeninnendruck erhöhen. Damit kommt es für Menschen mit Risiko für ein Engwinkelglaukom nicht in Frage. Bei dieser Erkrankung erhöht sich der Druck im Auge, da die dort gebildete Flüssigkeit nicht mehr richtig abfließt. Anticholinerge Medikamente verstärken diesen Effekt und können einen akuten Glaukomanfall auslösen, der bis hin zur Erblindung führen kann.

Bei anderen Erkrankungen kritisch

Auch bei anderen Erkrankungen ist Vorsicht geboten. Hier muss der Arzt im Einzelfall abwägen, ob der erwartete Nutzen die Risiken rechtfertigt und den Betroffenen bei der Behandlung gut im Auge behalten.

Dazu zählen etwa:

  • Diabetes mellitus
  • eine vergrößerte Prostata (Prostatahyperplasie)
  • Morbus Parkinson
  • Veränderungen des Blutbilds (Leukopenie und/oder Neutropenie)
  • Krampfanfälle
  • Funktionsstörungen der Leber oder der Herzens

Kritisch ist die Gabe von Olanzapin außerdem bei älteren Menschen, insbesondere bei Demenzkranken. Hier kann es zu Lungenentzündungen, starker Schläfrigkeit und Harninkontinenz kommen.

Bei Spritzen besonders gut aufpassen

Ein Wort noch zur Injektion des Medikaments. Um starke Erregungszustände schnell zu durchbrechen, kann der Wirkstoff direkt in den Muskel (i.m.) gespritzt werden. Außerdem gibt es für die längerfristige Anwendung Depotpräparate, die ebenfalls i.m. gegeben werden können.

Dabei müssen die Betroffenen anfangs allerdings gut überwacht werden, um eine Überdosierung zu vermeiden und ggf. schnell eingreifen zu können. Parallel zur Behandlung sollte nicht zusätzlich ein sogenanntes Benzodiazepin, ein anderes dämpfendes Medikament, gegeben werden. Wenn Alkohol im Spiel ist, verbietet sich diese Kombination gänzlich.

Überhaupt ist es mit der Kombination so eine Sache. Zyprexa® verträgt sich nicht mit jedem Medikament. Es kann zur gegenseitigen Wirkabschwächung oder -verstärkung kommen. Auch Rauchen spielt eine Rolle. Der Wirkstoff wird dadurch schneller abgebaut, wodurch sich der Blutspiegel senkt und die Wirkung nachlässt.

All dies muss der Arzt beachten und die Therapieentscheidung entsprechend sorgfältig abwägen.

Autorin: Eva Bauer (Ärztin)

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).
Kommentare (1)
Zyprexa
1 10. März 2019 um 14:08 Uhr
Blume. Erika
Ich musste 30 Jahre Psychopharmaka schlucken. Für eine Krankheit, die es gar nicht gibt. Heute habe ich einen Grauen Star und bin auf dem linken Auge erblindet, weil der Psychiater und die Augenärztin die Falschbehandlung verleugnet haben. Ich kann nur vor Psychopharmaka warnen. Sie zerstören das Leben der Menschen. Helfen können sie nicht. Erika Blume, Zittau.
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