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Welche Nebenwirkungen können unter Benperidol auftreten?

Das Nebenwirkungsspektrum von Benperidol ist so dramatisch, dass das Mittel heute kaum noch eingesetzt wird. Und wenn, dann nur mit Begleitmedikamenten, die das Risiko der Nebenwirkungen etwas eindämmen.

Die größte und zugleich auch in der Häufigkeit bedeutendste Gefahr ist das Auftreten schwerer Bewegungsstörungen. Dazu gehören unwillkürliche Zuckungen, vor allem im Gesicht (unbeeinflussbares Grimasse-Schneiden), Muskelzittern und Blickkrämpfe, im Gegensatz dazu aber auch steife Muskeln, Zittern und Bewegungsunfähigkeit (Akathisie). Man unterscheidet sogenannte Frühdyskinesien, die eher zu Beginn der Behandlung auftreten, von Spätdyskinesien, die sich erst später entwickeln, dafür aber so chronisch werden können, dass sie selbst nach dem Absetzen des Medikaments nicht mehr verschwinden.

Weitere häufige Nebenwirkungen außerhalb des Bewegungsapparates sind:

  • starke Abgeschlagenheit
  • körperliche Schwäche
  • Schlafprobleme
  • Schwindel und Benommenheit
  • sehr starker Blutdruckabfall
  • Herzrhythmusstörungen
  • bei Frauen: Brustschmerzen, Zyklusunregelmäßigkeiten bis zum Ausbleiben der Periode
  • bei Männern: Potenzstörungen

Die selteneren Nebenwirkungen, die wir in ihrer Fülle hier nicht aufzählen wollen, sind kaum weniger bedrohlich.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Benperidol völlig zurecht nur noch ein Reserve-Medikament für ganz seltene Ausnahmefälle ist. Wenn Ihnen oder einem Ihrer Angehörigen Benperidol (Glianimon®) verschrieben wurde, ohne dass das Für und Wider ausführlich mit Ihnen besprochen wurde, ist etwas ernsthaft schiefgelaufen.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).
Kommentare (2)
Potenzstörungen denkbar, über Spermien nichts bekannt
2 22. April 2015 um 07:39 Uhr
Redaktionsteam
Hallo liebe Leserin,

nach unserer Kenntnis gibt es bei beiden Medikamenten mitunter Probleme mit der Erektion. Aber über eine verminderte Spermienqualität unter Glianimom oder Ergenyl ist uns nichts bekannt. Natürlich können wir das aus der Ferne nicht seriös einschätzen, aber normalerweise sollten Sie auch unter diesen Medikamenten bei Ihrem Freudn auf natürlichem Wege schwanger werden können.

Viele Grüße
Ihr Navigator-Team
Kinderwunsch und Glianimon
1 22. April 2015 um 07:34 Uhr
anonyma
Weiß jemand, inwieweit sich die Einnahme von Neuroleptika auf die Spermienqualität auswirkt! Mein Freund nimmt das Neuroleptikum Glianimon und aufgrund der Nebenwirkungen das Antiepileptikum Ergenyl.
Wir versuchen schon etwas länger ein Kind zu zeugen! Leider bislang erfolglos! Könnte es da einen Zusammenhang mit der Spermienqualität geben??? Bleibt am Ende nur die künstliche Befruchtung oder gibt es Hoffnung, dass es auch auf natürlichem weg funktioniert???
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