Weiß ein Patient mit Schizophrenie, dass er krank ist?

Das ist nicht pauschal zu beantworten. Es kommt sehr auf die jeweilige Form der Erkrankung, das Stadium und die individuellen Symptome an. Meist ist es aber schwierig, den Betroffenen deutlich zu machen, dass sie eine Erkrankung haben.

Über allen Zweifel erhaben

Während eines akuten Schubes sollte man nicht auf Einsicht hoffen. Wer an einer Schizophrenie leidet, sich verfolgt und bedroht fühlt und womöglich Stimmen hört, die ihn zu bestimmten Taten aufrufen, lässt sich von niemandem weismachen, dass das, was er erlebt, nicht real ist. Es gehört zum Krankheitsbild dazu, dass die Betroffenen unverrückbar von dem überzeugt sind, was sie hören, sehen oder empfinden.

Und das ist durchaus verständlich. Stellen Sie sich einmal vor, jemand sagt Ihnen nach einem ganz normalen Tag, dass das, was sie heute erlebt haben, so gar nicht stattgefunden hat. Sie würden sich nicht weiter mit derart abwegigen Unterstellungen befassen und heftigen Einspruch erheben, wenn Ihr seltsames Gegenüber Sie womöglich drängen würde, sich ärztliche Hilfe zu suchen.

Der mühsame Gang zum Arzt

Das unmittelbare Erleben, das vom Gehirn vorgegaukelt wird, macht es so schwer, Betroffene einer dringend notwendigen Diagnostik zuzuführen. Es ist daher oft die schwierige Aufgabe von Verwandten oder Freunden, den Weg zum Arzt zu bahnen. Das erfordert Ausdauer und viel Fingerspitzengefühl. Es ist jedoch sehr wichtig und für den weiteren Verlauf entscheidend, möglichst rasch eine gründliche Diagnostik einzuleiten, zu der neben ausführlichen Gesprächen auch zahlreiche Untersuchungen gehören. Zu all dem müssen Betroffene oft mühsam gebracht werden.

Momente der Einsicht

Es kann aber durchaus auch Phasen außerhalb von akuten Episoden geben, in denen Ihr Verwandter oder Freund/Freundin einsichtiger ist. Entweder bestehen in dieser Zeit keine oder weniger Symptome oder andere als in den Akutphasen.

Man unterscheidet bei der Schizophrenie sog. Positiv- und Negativsymptome. Die Positivsymptome sind geprägt von einem Zuviel an innerem Erleben und Empfinden. Zu ihnen gehören Halluzinationen, Wahnvorstellungen und körperliche Erregungszustände. Wer akut darunter leidet, ist wenig offen für Argumente.

Negativsymptome dagegen gehen mit einem Mangel an Ausdruck, sozialem Rückzug oder auch Konzentrations- und Gedächtnisstörungen einher. Das kann für den Betroffenen so unangenehm sein, dass er selbst diesen Zustand verändern möchte und sich auf Hilfe einlässt. Genauso gut kann er sich aber auch noch weiter zurückziehen und immer weniger zugänglich werden.

Suchen Sie sich im Zweifelsfall ärztliche Hilfe und lassen sich beraten. Es gibt auch sozial-psychiatrische Dienste, an die man sich wenden kann und die weitere Unterstützung vermitteln.

Autorin: Eva Bauer (Ärztin)

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).
Kommentare (31)
Mutter mit Wahnvorstellungen
31 Dienstag, den 19. November 2019 um 23:00 Uhr
Carmen
Hallo, ich weiß nicht, wie ich meine Mutter zu einem Arzt bekomme. Sie leidet sehr, weil sie ständig denkt, wir Kinder wollen ihr etwas Schlechtes antun. Wir würden in ihre Wohnung kommen und Sachen oder Geld suchen. Sie wollte deswegen schon die Polizei anrufen. Sie sagt immer, dass sie gesund ist und keinen Arzt braucht. Wie soll man sie davon überzeugen? Sie leidet ja sehr darunter. Und wir wissen nicht weiter.
Lg. Carmen
Wir sind dran
30 Mittwoch, den 07. August 2019 um 10:36 Uhr
Redaktionsteam
Hallo Anja,
vielen Dank für den Kommentar und das Lob.
An der Antwortmöglichkeit bei den Kommentaren arbeiten wir. Zuvor braucht es noch einen technischen Umzug, aber danach sollte es möglich sein.
Bitte noch etwas Geduld.
Liebe Grüße vom Navigator-Team
Austausch
29 Dienstag, den 06. August 2019 um 19:16 Uhr
Anja
Hallo liebes Navigator-Team. Wäre es möglich bei den Kommentaren auch eine Option zum antworten einzufügen, sodass man mit den Verfassern in Kontakt treten kann, ihnen antworten oder eine Diskussion mit weiteren Betroffenen führen? Vielen Dank und weiterhin alles Gute bei dieser tollen, informativen Seite, die ich bei allen medizinischen Fragen immer als erstes aufrufe.
Hilfe
28 Mittwoch, den 17. Juli 2019 um 16:13 Uhr
Martina
Mein Sohn ist seit einiger Zeit auch betroffen. Und es ist auch für mich sehr schwierig, da er mich immer als Feind sieht, wenn er wieder einen Schub hat. Habe auch schon Kriesendienst geholt, brachte aber gar nichts. Er kann sich dann so toll verstellen, dass die wieder abziehen müssen. Ich bin mit meinem Latein am Ende, denn von Hilfe will er nichts wissen! Mein Neffe war auch betroffen. Er hat sich vor 3 Jahren das Leben genommen! Das belastet mich alles sehr, weil ich Parallelen zu meinem Sohn sehe. Der ständige Drogenkonsum fordert seinen Tribut, und ich muss hilflos zusehen! Ich bin unendlich traurig!
Gegenfrage
27 Dienstag, den 28. Mai 2019 um 20:13 Uhr
...
Wissen Sie denn, was er hat? Können Sie das überhaupt mit ihren Mitteln feststellen? Oder sind das nur Suggestivfragen, die extrem Fehleranfällig sind? Hätten Sie einen objektiven Test, wäre die Compliance (Zustimmung) um Welten besser.
Krankheitseinsicht
26 Freitag, den 15. März 2019 um 20:56 Uhr
Michaela
Es werden viele Tipps gegeben, wie man mit dieser Krankheit leben kann. Aber was macht man, wenn der (oder die) Angehörige nichts annimmt, nichts tun will, keine Einsicht hat, Medikamente ablehnt, kurz vor der Obdachlosigkeit steht, oft laut und aggressiv ist und sich auf keine Therapie einlässt? Viele Beiträge, die hier geschrieben wurden, könnten aus unserem Leben sein. Ich hatte Tränen in den Augen, weil es anderen auch so geht. Meine Tochter ist seit 18 Jahren krank, und keiner der behandelnden Ärzte hat mir bis heute von sich aus erklärt, wie ich mit meinem Kind umgehen soll, um ihm, dem Kind, nicht auch noch zu schaden. Hilfe und Beratung bietet sich nicht an. Man muss alles selbst mühsam recherchieren, und selbst das ist nicht immer von Erfolg gekrönt. Wenn sie sagt, jemand will sie umbringen oder Strahlen verbrennen sie, darf ich nicht sagen: "Das ist nicht so!" Die Theorie hört sich immer gut an, aber die Praxis? Wo gibt es geschlossene Abteilungen mit schönen Einzelzimmern und einer umfangreichen Betreuung? In unserem Einzugsgebiet nicht. Dort ist es trostlos und verstörend. Ich schließe mich hier allen mit nicht so guten Erfahrungen an.
schizophrene Schwester
25 Sonntag, den 10. Februar 2019 um 11:35 Uhr
Michael
Meine Schwester ist jetzt 48 und seit ihrem 17.Lebensjahr in psychiatrischer Behandlung - je nachdem, wie sie es will. Denn eigentlich therapiert sie sich selber in ihrer Messibude. Der Staat macht es sich sehr leicht, diese Kranken so frei drehen zu lassen und alles auf die Angehörigen abzuwälzen. Wie soll das gehen? Jemanden mit "Fingerspitzengefühl" dazu zu bringen, sich in dauerhafte psychiatrische Behandlung zu begeben? Für mich siehts so aus, dass sich so manche bewusst in eine Psychose reinsteigern, aber einfach nur zu faul sind zu arbeiten und sich den Regeln unserer Gesellschaft nicht unterordnen möchten. Meine Schwester ist so eine. Hat mit 16 Jahren angefangen psychologische Lehrbücher zu lesen, ging daraufhin nicht mehr zur Schule und hat gekifft und getrunken. Angelesene Schizophrenie? Gibt es so etwas? 30 Jahre Terror! Mein Vater ist verbittert gestorben, meine Mutter bricht Kontakt jetzt ab - mit 80 Jahren! Und meine Nichte geht nun auch zum Therapeuten. Ich vermisse Schutz vom Staat. Die, also meine Schwester, fährt betrunken Auto: Warum darf sie noch den Führerschein haben?
Erklärungsmodelle für Krankheitseinsicht
24 Sonntag, den 13. Januar 2019 um 20:16 Uhr
Katja
Mein Sohn ist seit 15 Jahren krank, alles was ich gelesen habe, kann ich an Erfahrungen bestätigen. Der Staat ist nicht wirklich eingestellt auf die Patienten und auf Unterstützung der Angehörigen, im Gegenteil: Angehörige werden ausgegrenzt, wenn sie unangenehme Fragen stellen und Vater und Mutter die Betreuung entzogen und ein gesetzlicher Betreuer eingesetzt, der sich hinter der DSGVO versteckt, um die Familie zu ignorieren. Man erfährt als Mutter nicht mal, wenn das Kind in der geschlossenen Klinik ist oder auf der Straße lebt. Meine Frage aber ist, gibt es Erklärungsideen, einem Schizophrenen, die Erkenntnis nahe zu bringen, dass er Dinge erlebt, die wir nicht erleben?
Eine verzweifelte Mutter
Schizophrenie
23 Freitag, den 11. Januar 2019 um 21:02 Uhr
lupo
Zyprexaopfer. Optische Halluzinationen bleiben und Nebenwirkungen von Zyprexa (bitte nachlesen!). Leben ist sinnlos.
Schizophrene sterben langsam!
22 Montag, den 19. November 2018 um 20:53 Uhr
Steffi wachter
Mein Sohn ist seit dem 20. Lebensjahr schizophren! Jetzt ist er 40 Jahre alt, und hat die Hölle durch. Genauso, wie ich - seine Mama! 'Zig mal akute Einweisungen! Tabletten reichlich - und zu viele ausprobiert! Auf Anweisung der Ärzte! Maßregelvollzug! Fast ein Jahr lang! Keine Krankheitseinsicht, und daher keine Therapie! Alle Möglichkeiten ausgeschöpft! Drogen und Alkohol erledigen den Rest! Hilfe? Fehlanzeige! Was kann ich noch tun? Erweiterten Suizid! Es fehlt nicht mehr viel! Er und ich sind am Ende! Kann jemand helfen? Vielen Dank!
Verzweiflung
21 Samstag, den 03. November 2018 um 05:45 Uhr
Ines
Meine Tochter ist 36, ist in einer akuten Phase und verweigert jede Form von Hilfe. Sie hat das letzte halbe Jahr bei mir gelebt. Ihr Verhalten wurde mit jedem Tag unerträglicher. Weder Polizei, Rettungsdienst noch psychiatrischer Dienst können etwas machen. Laut Gesetz kann der Erkrankte selbst für sich entscheiden. Hier ist dringend die Politik in der Pflicht, Menschen mit psychischen Erkrankungen in Behandlung zu bringen. Aber es wird abgewartet, bis etwas Schlimmes passiert. Der Kranke wird sich selbst überlassen. Das ist echt pervers in diesem Land. Hier müssten sich die Mediziner endlich mal stark machen. Und zwar dahingehend, dass der Erkrankte bei bestimmten Diagnosen verantwortungsvolle Hilfe bekommen muss. Meine Tochter irrt jetzt irgendwo draußen herum, da ich einfach nicht mehr mit ihr klar kam. Sie hat mich mehrfach körperlich attackiert und finanziell ausgenommen. In den diversen Kliniken hat man sich nicht gekümmert. Nimm deine Pille - oder lass' es sein. Ich hoffe, sie hat einen Funken Einsicht und lässt sich helfen.
Krankheitseinsicht
20 Sonntag, den 14. Oktober 2018 um 19:40 Uhr
Angie
Ich leide seit 1994 an einer Schizo-Affektiven-Psychose. Ich bin spätestens zum Ende eines Schubes krankheitseinsichtig. Ich höre auch Stimmen, die mein Verhalten kommentieren. Ich kann nur jedem Erkrankten raten, niemals seine Medikamente abzusetzen. Ich war schon mehrfach in einer sehr guten Psychiatrie, wo mir immer geholfen wurde. Ich wünsche allen Leidensgenossen und deren Angehörigen alles Gute!
Therapie?
19 Donnerstag, den 31. Mai 2018 um 22:01 Uhr
...
Wenn die Therapie schlimmer als die Krankheit ist, die Ärzte es nicht hinbekommen, trotzdem aber noch arrogant sind - dann bin auch ich lieber schizophren. Und das hat rein gar nichts mit Krankheitseinsicht zu tun, sondern nur mit der Inkompetenz der Ärzte. Ich musste 5 Jahre auf eine anständige Therapie warten, 20 Medikamnete ausprobieren und 5-mal eingewiesen werden, bis mir dann beim 6-ten Mal zum Glück jemand über den Weg lief, der endlich mal die Idee hatte mich nicht abzuschießen, sondern auch mal Blut abzunehmen. Ob die Dosis die richtige ist? Die meisten Psychiater wollen scheinbar gar nicht helfen. Sie dichten lieber Diagnosen zu jeder Schizophrenie. Am besten 5 erfundene Diagnosen dazu, die dann auch noch behandelt werden müssen, um möglichst viel rauszuquetschen. Wenn der Patient dann platt ist, wird er sozusagen einfach "weggeschmissen". Das sind meine Erfahrungen.
Paranoide Schizophrenie
18 Mittwoch, den 02. Mai 2018 um 16:03 Uhr
Helferlein
Mein Sohn leidet seit 10 Jahren daran. Seit Januar diesen Jahres habe ich die Betreuung. Jetzt ist er in einem kleinen Appartement, das ich für ihn gesucht habe. Er hatte durch den rechtlichen Betreuer eine schwere Zeit. Der hat ihn in ein Altenheim auf die geschlossene Station verfrachtet. Seitdem hat er nur noch Angst vor Ärzten und Krankenhäusern. Hat Risperdal genommmen, aber mit Widerwillen. Ich fahre jeden Tag zu ihm, aber heute wollte er mich nicht reinlassen - und ich weiß, was das bedeutet: "Medis adieu".
Hilfe
17 Mittwoch, den 02. Mai 2018 um 06:35 Uhr
Christine
Hoppla, ich bin auf die falsche Taste gekommen.
Mein Mann und ich sind am Ende unserer Kräfte. Die Klinik hat uns empfohlen, wir sollen uns um nichts kümmern und ihn sich selbst überlassen, also ihn in die Obdachlosigkeit ziehen lassen. Das Wetter sei ja jetzt warm, er könne ja nicht erfrieren.
Was soll das für eine Hilfe sein?
Wir bräuchten dringend eine Einrichtung, die uneinsichtige Kranke aufnimmt, doch solche Einrichtungen gibt es nicht!
Muss man wirklich zusehen, wie unsere Kinder zugrunde gehen?
Hilfe
16 Mittwoch, den 02. Mai 2018 um 06:29 Uhr
Christine
Bei meinem Sohn hat sich die Erkrankung schleichend in der Pubertät entwickelt. Ganz schlimm wurde es mit ca. 23 Jahren. Und jetzt, mit mittlerweile 27 Jahren, ist er aktuell zwangsweise in eine Klinik eingewiesen, weil er mich einschläfern wollte. Seine Betreuerin und wir haben gedacht, eine Soziotherapie über einen längeren Zeitraum könnte ihm helfen. Also hat er eine 1-jährige Einweisung für eine geschlossene Therapie bekommen. Leider hat diese Einrichtung meinen Sohn, wegen seiner strikten Weigerung Medikamente zunehmen, wieder in die Klinik zurück geschickt.
Da ist er jetzt seit einem Jahr auf der geschlossenen Akutstation und verweigert jegliche Behandlung. Die Klinik will ihn jetzt entlassen, doch er ist im Moment wieder akut psychotisch.
Allein gelassen
15 Mittwoch, den 18. April 2018 um 08:55 Uhr
Rosi
Auch mein Sohn (20) ist seit 2 1/2 Jahren an Schizophrenie erkrankt und konsumiert außerdem Drogen.
Er merkt schon, dass etwas mit ihm nicht in Ordnung ist, will sich aber von niemandem helfen lassen.
Somit gibt es leider keinerlei Hilfe von außen, wie viele hier schon erfahren mussten.
Die häusliche Situation ist unerträglich und unser Umfeld reagiert verständnislos und aggressiv auf sein merkwürdiges Verhalten.
Er stirbt jeden Tag ein Stückchen mehr. Wie gerne hätte ich jemanden an meiner Seite, der uns hilft, die angespannte Situation zu deeskalieren,
damit mein Sohn und ich wieder etwas zur Ruhe kommen können.
Humbug
14 Mittwoch, den 07. März 2018 um 14:19 Uhr
Michael
Paranoide Schizophrenie ist meist eine reine Behauptung, um den Betroffenen mit Neuroleptika vollzupumpen. Ich rate jedem von dieser Chemie ab, die das Gehirn zerstört. Vertraut nicht diesem Experten-Verlag Axel Springer oder der Pharmalobby!
Hilfe?
13 Montag, den 05. März 2018 um 13:59 Uhr
Sandra
Ich habe als Mutter meines 25-jährigen (drogenabhängigen und schizophrenen) Sohnes die Erfahrung gemacht, dass NIEMAND hilft. Nur bla, bla! Da müsse er sich selber rausziehen. Ja, wie denn?
Psychologen, Psychiater, Richter, Betreuer, Polizei, Ärzte, soz.-psychol.-Dienst - alles durch. Niemand ist zuständig!? Als Mutter muss ich nun zusehen, wie mein Sohn jeden Tag ein kleines Stückchen mehr stirbt!
Schizophrenie
12 Donnerstag, den 20. April 2017 um 19:48 Uhr
katarzyna
Bitte, ich brauche unbedingt jemanden, der mir weiter mir hilft. Menschen, die leiden unter dise Krankheit wie mein 22 jähriger Sohn. Obwohl ich viel daruber gelesen habe, trotzdem würde mich sehr freuen, wens jemand Kontakt mit mir aufnimmt. Danke
Schizophrenie
11 Mittwoch, den 19. April 2017 um 18:43 Uhr
Sabine
Mein Sohn hat seit 4 Jahren Schizophrenie. Es ist fürchterlich zuschauen zu müssen, wie sein Kind kaputt geht. Dabei war er ein sehr fescher und tüchtiger junger Mann. Machte Chemiker und arbeitete in einem Forschungslabor. Ich kann euch gar nicht sagen, was ich alles versucht und durchgemacht habe. Hätte für einen guten Arzt auch bezahlt, aber keiner nimmt sich heute die Mühe, für so schwere Krankheiten, bzw. Zeit. Egal wo wir waren, Klinik, Ärzte, Psychologen etc., alle sagten immer nur: Nehmen Sie die Tabletten und kommen in einigen Wochen wieder.??? Warum redet denn keiner mit ihm???
Da er Chemiker ist, weiß er, was in den Tabletten enthalten ist und deren Wirkung. Aber er ist ja nicht krank, sagt er. Eben wie jeder andere Schizophrene. Ich könnte schon, wahrscheinlich wie andere Angehörige, einen Roman schreiben. Weiß oft nicht weiter. Hoffe aber trotzdem, dass jemand auftaucht und meinen Sohn zur Seite nimmt und hilft.
Wünsche allen Angehörigen Durchhaltevermögen und Genesung den Kranken. Diejenigen, die Angst haben, sollen mal in den Spiegel schauen und froh sein, gesund zu sein!!!
Schizophrenie
10 Montag, den 27. März 2017 um 18:19 Uhr
Madamm
Meine Freundin hat Schizophrenie und will es nicht wahr haben
Schizophrenie
9 Samstag, den 25. Februar 2017 um 20:55 Uhr
Marco
Aus Mangel an Alternativen ist eine Behandlung mit Neuroleptika unabdinglich. Was nicht heißt, dass es auch andere Faktoren gibt, die die Prognose verbessern.
Sport, Verzicht auf Drogen, stabile soziale Kontakte können dabei helfen. Dass Schizophrene nicht merken, dass etwas nicht mit ihnen stimmt, kann ich aus eigener Erfahrung widerlegen. Bereits bei den prodromalen Symptomen ab ca. 13, mit 15 habe ich mir Hilfe geholt. Mein Fehler war das eigenmächtige Absetzen der Medikamente und Drogenkonsum. Wie Einstein bemerkte, die menschliche Dummheit sei unendlich, aber meine um ein zehnfaches höher. Shit happens.
Nebenwirkungen
8 Montag, den 05. Dezember 2016 um 16:57 Uhr
...
Kann man ihrem Sohn keine wirksame Label-off-Therapie anbieten, die nebenwirkungsarm ist? Mit den atypischen und den typischen Neuroleptika wollte ich mich auch nicht behandeln lassen. Niemand macht sich zum Krüppel, um ins Bild zu passen.
Krankheitseinsicht
7 Mittwoch, den 10. August 2016 um 19:00 Uhr
Christine (Mutter eines schizophrenen Sohnes 25J.)
Hallo Uwe,
mein Sohn ist nun schon zu 2. Mal innerhalb 5 Monaten in der Psychiatrie gelandet. Das 1. Mal wurde er am 11. Mai entlassen und am 2. Tag nach seiner Entlassung hat er seine Tabletten eigenmächtig abgesetzt. Es dauerte genau 8 Wochen, da wurde er wieder auffällig und von der Polizei in die Klinik gebracht. Er spricht zwar von einer Psychose, die er hatte, will aber wieder sobald er "raus" ist, die Medikamente absetzen. Wenn ich zu ihm sage, er solle sie doch bitte weiternehmen um einen Rückfall zu vermeiden, bekomme ich nur pampige Antworten, es sei doch seine Entscheidung, du regst mich auf mit deinem Geschwafel usw. Vielleicht hätte ja ein stabiler Gleicherkrankter einen anderen Zugang u ihm. Er ist zur Zeit in Bamberg in der Klinik.
Über eine Antwort würde ich mich freuen.
Schübe in der Schizophrenie
6 Sonntag, den 31. Juli 2016 um 15:38 Uhr
Uwe R. Kade (mein Pseudonym)
Im Jahre 1979 bin ich das erste Mal an Schizophrenie, in meiner Pubertät, erkrankt. Am Anfang war es so eine schöne Zeit, dass sie nie enden sollte. Ich habe die ganze Zeit von einem Mädchen geträumt, die meine Frau werden sollte, jedenfalls in meiner Einbildung. Da war mir noch nicht bewusst, dass ich krank bin, obwohl ich wahnhafte Gedanken hatte und mich anormal verhielt. Ein stationärer Aufenthalt wurde unumgänglich. Nur ein Widersetzen gegen die Anordnungen meiner Eltern, brachte mir allmählich Heilung, die zu einer großen Depression führte. Da erst wurde mir klar, dass ich krank war und bin!
Ein plötzlicher Umschwung ein Jahr später, ließ mich mein Abitur abschließen und meine behandelnde Ärztin hatte alle Medikamente abgesetzt. Ich war wieder so euphorisch, dass ich von erneuter Krankheit nichts wissen wollte, was aber doch zum Krankenhausaufenthalt kam. So führte es mich immer wieder im Laufe meines Lebens in die Psychiatrie, wenn ich eigenmächtig die Medizin abgesetzt hatte.
Meine letzte Einweisung liegt nun schon über zwölf Jahre zurück. Drei Krisen konnte ich mit Hilfe meiner Psychiaterin und meines Rechtsbetreuers überstehen, weil ich krankheitseinsichtig und auch erfahrend war. Ich möchte jedem ans Herz legen, niemals eigenmächtig die verordneten Medikamente abzusetzen, da man dann 100prozentig den Blick zur Realität verliert und wahnsinnig wird!
Bewusstsein
5 Montag, den 22. Februar 2016 um 23:53 Uhr
...
Ich sehe meine Krankheit ein, aber ich bin nicht bereit, mir durch die Langzeitwirkung der Medikamente zusätzliche oder direkt induzierte vorrübergehende Krankheiten wie Schlaganfälle (siehe Thrombose), Lewy Körperchen, Demenz, (zusammengefasst: Alzheimer) in Kauf zu nehmen und mir dann von meinem Arzt sagen zu lassen. ich solle diese Medikation mein Leben lang, wenn es denn dann noch eins ist, einnehmen. Warum ging es mir sehr viel besser, als ich Antibiotika genommen habe? Es werden nur die Anzeichen bekämpft, um die Ursachen will sich scheinbar niemand kümmern.
Das stimmt so nicht ganz
4 Montag, den 01. Februar 2016 um 17:22 Uhr
Any
Für einen Großteil mag das vielleicht stimmen... aber es gibt auch andere Fälle.
Ich bin seit 16 Jahren an einer paranoiden Schizophrenie erkrankt und bin mir dessen völlig bewusst. Ich weise mich auch selber in die Psychiatrie ein, wenn es nicht mehr anders geht. Ich höre laufend Stimmen.
Gruß und weg ;)
Schizophrenie Erkrankte Ehepartnerin ist vollkommen gesund
3 Samstag, den 12. Dezember 2015 um 17:08 Uhr
Kurt Knett
Wie kann man einen Gesunden zum Facharzt bringen? Der Hausarzt kommt ins Haus, sagt aber auch nichts von Krankheit, sondern nur von Nervenstärkung. Ich bin Rollstuhlfahrer, weiß aber bald auch nicht mehr weiter. Darum, wer kann helfen? Eure Überschrift ist nur mit NEIN zu beantworten.
doch - manche schon !!!!
2 Mittwoch, den 15. Juli 2015 um 20:52 Uhr
Michael Zamorra
Was in diesem Artikel steht, stimmt wohl ganz grob für eine große Anzahl, aber es gibt nicht wenige, für die das nicht stimmt. Bei meinem ersten psychotischen Schub mit 22 Jahren war die Diagnose "paranoide-halluzinatorische Schizophrenie", und das war auch die extremste, während ich auf einem Erwachsenen Tagesgymnasium das Abitur nachgeholt habe. 1 Jahr später, bei meiner zweiten, schwächeren, ist mir schon klar geworden, als ich mit jemandem halbherzig halb-gezwungen zur psychiatrischen Aufnahme erschien, dass das ganze Erleben - aus einer plötzlichen inneren Distanz beobachtet - mehr oder weniger schief und aus inneren Übertreibungen, Fehl-Einschätzungen besteht.
Später habe ich immer mehr und mehr gelernt paranoides Erleben zu distanzieren, zu beobachten und mit einem Teil meines Selbst nicht recht ernst zu nehmen und sogar manches Mal ein entstandenes psychotisches Erleben mit eigenen erlernten Methoden abzuwenden (ohne Psychopharmaka) und zum Verschwinden zu bringen. Wobei ich dazu sagen muss, dass dies niemals zu Selbstüberschätzung führen sollte - zu einem falschen sich in Sicherheit wiegen. Sozusagen kontinuierliche Wachsamkeit ist angesagt.
Ächtung und Nebenwirkungen sowie Freiheitsverlust
1 Samstag, den 07. Februar 2015 um 16:04 Uhr
georg weissmann
Man möge sich bitte überlegen, ob es möglich ist, sich um den sinngemäßen Inhalt zu kümmern und nicht so sehr um die emotional ausgelösten Fehler.

Was würde ein Jude machen, wenn ihn ein Deutscher 1942 fragt: ist dir bewusst, dass du Jude bist? Ja selbstverständlich !? Bitte nur zu, ich bin jemand, den man bitte verurteilen möge?!
Ich behaupte, dass jeder Schizophrene weiß, dass etwas mit ihm geschehen ist, das derart schlimm ist, dass er es lieber verdrängt oder aber ihn sehr sehr sehr vorsichtig macht, wen er einweiht oder um Hilfe bittet – er wird vielleicht keinen Namen für seinen Zustand haben – aber er wird wissen, dass es um etwas extremes geht.
Hat er die Diagnose dann, wird er sie jahrelang nicht eingestehen wollen - denn es ist logisch, dass unter derartigen durch simplen Schock ausgelösten Zustände sehr wenig entgegen zu setzen ist - dass diesem Zustand sehr sehr sehr viel Leid folgen wird – man ist in der null Position – derart verzweifelt gibt man immer nach, was andere einem empfehlen, sei es noch so falsch – und es gibt der ahnungslosen schwafelnden Therapeuten, Ärzte und Spezialisten viele - oder auch andere, die sich wie immer auch nennen – echte helfende Menschen mit Ahnung stehen in einem Verhältnis zu denen ohne Ahnung wie Diamant zu Stein.
Also gehen Betroffene in aller Regel auf Distanz zu allen – zu Freunden zu Familie zu Ärzten – aber zurecht! Wer auf derartigem dünnen Eis mit Schizophrenie belastet versucht zu leben, hat unheimliche Probleme – dass sich die Frage stellt, ist der Schizophrene durch die der Umgebung noch in der Lage Mensch zu bleiben? zu werden? Oder durch den Zustand an sich?
Nein, dieser Rückzug einerseits macht die bombastische Wirkung des Schizophrenen Zustands noch weiter gefährlich. Dabei ist die Ursache etwas anderes als die Wirkung. Die Wirkung aber an sich ist auch hoffnungslos belastend. Die Unfähigkeit der Umgebung bewirkt ein Verhalten, das dem Betroffenen selbst schadet. Auch wenn die Vorsicht angebracht ist, zersetzt die Einsamkeit den Mensch in jedem, der sich so zurückzieht.
Beides gemeinsam bewirkt dann früher oder später Psychosen und diverseste psychisch abnorme Verhaltensmuster. Die Schizophrenie aber ist ein Zustand, der durch einen Moment ausgelöst wird – ein Moment des Schocks. Je nachdem, wann dieser Schizophrenie auslösende Schock im Leben geschieht, wird es dem Betroffenen bewusst sein oder nicht.
Wer den unerträglichen Schock mit 2 Jahren erlebt, wird sich nicht bewusst sein, dass er schizophren ist. Wer ihn mit 20 erlebt, sehr wohl – er wird sich bewusst sein, dass er verändert ist – wenn er mutig genug ist, sich selbst mit dem Titel Schizophren zu küren. Der wird dann anderen zeigen, dass er weiß, was mit ihm los ist. Der wird sagen, ich bin schizophren und weiß es.
Aber warum sollte er es eingestehen ? Der eine ist Doktor und stellt seinen Titel vielleicht von Yale zur Schau und der andere hat ihn vielleicht vom Drogenkonsum und soll es zugeben? Oder von einem Schicksalsschlag ? Unsere Welt ist ja so verständnisvoll, so tolerant und liebevoll – sicher!?
Zuzugeben, seine Seele zu einem finanziellen Geschäft für andere zu machen? Der Hauptfehler ist die Medizin an sich und nicht die Krankheit. Die Wirkungsweise sämtlicher Neuroleptika sowie anderer Medikamente ist ein Wahnsinn und die Philosophie dahinter reine Unwissenheit. Sie hat als Ziel, die Trennung des von sich Getrennten täglich zu vollziehen, damit er sich seiner Lage unbewusst und ruhig wird und sein Leben verschläft. Egal,mit wie viel Übergewicht – noch mehr isoliert. Hauptsache, unauffällig und brav und kontrollierbar.
Dass, was mit psychisch Kranken passiert, gleicht dem, was mit Juden damals passierte. Vielleicht mit dem Unterschied, dass es nicht sichtbar geschieht und mehr in die Länge gezogen abläuft. Nur der Betroffenen leidet, bis man ihm das Gehirn gewaschen hat und er glaubt, was man ihm einredet. Vielleicht merkt aber jeder doch begrenzt, wo das Problem liegt – die chemischen Interventionen an sich!
Ich bin sicher, dass sich etliche Selbstmorde auf der Unerträglichkeit dieser Situation, dieser Frechheiten dem Schizophrenen gegenüber begründen. Würde man mir vermitteln, dass meine Informationen für eine Heilung ohne Chemikalien angeboten werden – und zwar mit null Medikamenten –, dann würde man mit der Zeit von allein gesund und könnte diesen Prozess noch mit diversen Naturheilmitteln beschleunigen. Aber mischen kann man das genau so wenig wie Alkohol und Meditation.
Ich bin bereit Fragen, zu beantworten und verlange für das Antworten eines normalen Psychotherapeuten Stundenlohn. Ich würde sehr gerne helfen, selbst wenn man nichts bezahlen kann. Ich will auch keine Ärzte in Verruf bringen, aber Verhalten ohne Hausverstand ist einfach keiner anderen Reaktion würdig. Wie man in den Wald hineinruft ,… Jedenfalls ist es unumgänglich, in erster Linie Schritte zu setzen, die das Absetzen einleiten und schnellst möglich zu beginnen und in zweiter Linie geht es um echtes Mitgefühl, Verständnis und Hilfe zur Selbsthilfe. Es geht auch um Mut. Sowohl für Betroffene als auch die ihn Umgebenden.
georgweissmann@yahoo.de
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