Kommentare (776)
schön
576 Sonntag, den 09. September 2018 um 13:45 Uhr
...
Das ist der einzige sinnvolle Beitrag auf der gesamten Seite. Wäre vielleicht von Vorteil, noch auf die Hirnatrophie und "Super-Sensivitäts-Psychosen durch Neuroleptika einzugehen.
Hallo Heidi Lortzen
575 Freitag, den 07. September 2018 um 10:01 Uhr
Sven
Falsch ist, was Sie schreiben. Hinter jeder psychischen Erkrankung steht ein Grund. Und die Familie kann doch daran Schuld sein. Erwartungsdruck und falsche Einstellungen können definitiv zu einem Ausbruch beitragen.
cum
574 Freitag, den 31. August 2018 um 20:27 Uhr
...
Niemand erwähnt hier auch nur mit einem Wort, dass Neuroleptika eine Überempfindlichkeit gegen Dopamin verursachen und so Psychosen chronifizieren. Und dass etwa 80% der Patienten dadurch chronisch schizophren werden, wird schön unter den Teppich gekehrt.
Fixierung-Zwangseinweisung
573 Freitag, den 31. August 2018 um 19:15 Uhr
Specialkey
Hallo,
ich bin 2002 von der Polizei in die Psychiatrie gebracht worden. Als ich versucht habe mich dagegen zu wehren, haben mich die Beamten und Pfleger in die Luft gehoben, in ein Zimmer gebracht, ans Bett gefesselt und eine Spritze verabreicht. Ich habe 24 Stunden durchgeschlafen. Als ich aufwachte, war ich noch gefesselt und mein Arm hatte gejuckt. Ich habe versucht um Hilfe zu rufen, aber keinen Ton herausgebracht. Wochenlang hatte ich Zuckungen und stotterte stark. Es war die Hölle! Seitdem muss ich immer Neuroleptika nehmen. Der Arzt im Krankenhaus sagte mir, dass sie mir eine Dosis gespritzt hätten, was selbst einen Elefanten umhaut.
Gott behüte uns. Gruß.
Krass
572 Montag, den 27. August 2018 um 20:23 Uhr
displaceD
Einfach erschütternd, was einige hier berichten: Traurig und zugleich ein Armutszeugnis. Schizophrene sind Menschen. Ja, sie sind krank, aber das ändert doch nichts an der Tatsache, dass es Menschen sind. Ich will in Eure Worte nicht zu viel hineininterpretieren, aber manches liest sich so, als wünschen sich manche "gesunde" Menschen alte Zeiten zurück, als man mit Schizophrenen noch ganz anders umging. Fast jeder Mensch hat ein gewisses Gewaltpotential. Und sei es nur ein flüchtiger Gedanke. Und wenn gesunde Menschen Morde begehen, kann man dann alle Menschen über einen Kamm scheren und sagen, Menschen sind von Natur aus Mörder? Allesamt gefährlich? Jeder Mensch ist individuell. Auch jeder Schizophrene! Ein gleiches "Krankheitsbild" bedeutet nicht automatisch die selben Denkmuster, Erlebnisse oder den gleichen Umgang mit der Umwelt.
Einige Einträge wirken auf mich surreal. Ich bin einfach nur schockiert. Irgendeiner der Einträge verwies darauf, dass ein Schizophrener klaut, um sich Drogen zu beschaffen. Das läge offenbar an der Schizophrenie. Machen andere Abhängige das nicht? Setzt mal Eure Scheuklappen ab. Schizophrene können gefährlich sein. Allerdings auch nicht viel mehr, als jeder andere "gesunde" Mensch auf dieser Welt auch!
Schwierigkeiten beim Einschlafen
571 Dienstag, den 21. August 2018 um 22:00 Uhr
Marcus Mönius
@Anonym50677
Diese Nebenwirkungen wie Kribbeln, Taubheit sowie Verlust des Geschmackssinns können auch ohne Quetiapin auftreten. Das habe ich alles schon im Beipackzettel und auf sanego.de (Internet) gelesen. Ich nehme Quetiapin zum Einschlafen. Nach der dritten Einnahme Ciprofloxacin, kann ich heute sehr schlecht einschlafen. Ich weiß nicht, ob das von dem Antibiotikum kommt? Und kann ich Ciprofloxacin nehmen, wenn Quetiapin nur niedrig dosiert ist (125 mg)?
CBD
570 Sonntag, den 19. August 2018 um 17:39 Uhr
...
Seit 1995 ist bekannt, dass CBD antipsychotisch wirkt. Inzwischen gibt es Studien von der Hochschule Hannover und aus Brasilien. Das Ergebnis dieser Studien war: CBD wirkt genauso gut wie Neuroleptika, es wirkt antipsychotisch und angstlösend - was die Studien eben bestätigen und auch ich aus eigener Erfahrung behaupten kann. Somit ist dieses Mittel aus der Cannabispflanze den typischen und atypischen Neuroleptika überlegen. Außer Benommenheit, stopp des Gedankenkreisels und Durchfall traten keine Nebenwirkungen auf. Außerdem soll es neuroprotektiv wirken, die "graue Substanz" soll laut Studien wieder wachsen statt - wie bei Neuroleptika - schrumpfen. Neuroleptika mindern die Intelligenz und beeinträchtigen die Patienten in ihrer Leistungsfähigkeit.
Hunde
569 Freitag, den 17. August 2018 um 13:52 Uhr
Sven
die bellen, beißen nicht. Mehr kann ich zu dem letzten Posting nicht schreiben. Grüße!
Liebe und sich verlieben
568 Mittwoch, den 15. August 2018 um 09:56 Uhr
Markus
Ja, ich kann aus eigener Anschauung bestätigen, dass die Neuroleptika das "Verlieben" vehindern. Allerdings bin ich eher froh darüber, da meine schweren und bis zu ernsthaften Suizidversuchen führenden Psychosen ihren Ursprung in das starke Verliebtsein in immer dieselbe Frau hatten. Das wurde zwar anfänglich auch erwidert - was mein Liebesansinnen nur noch steigerte. Später allerdings reagierte sie auf meine zahlreichen Annäherungsversuche nicht mehr. Insofern bin ich wirklich froh, dass das vorbei ist.
@Lukas
567 Mittwoch, den 15. August 2018 um 09:01 Uhr
Will
Einen finsteren Blick bemerke ich weitaus weniger, als ein plötzliches Hochschießen der Mundwinkel. In den denkbar schlechtesten Momenten ist man dann mehr damit beschäftigt, es zu unterdrücken, als z.B einem trauernden Kollegen Trost zu spenden.
Was bedeutet Parathymie? , Redaktion Medizin
Heilbar durch Vitamine
566 Montag, den 13. August 2018 um 21:51 Uhr
Sine Hansen
Eigene Erfahrung für “Erste Hilfe” (kein “medizinischer Rat”!):
Bei uns geschah positive Wirkung innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen. Es funktionierte einwandfrei!
Injektionen: (Selber gespritzt. Pharma setzt die Ärzte durch Strafantrag unter Druck!).
Vitamin B12: Hydroxocobalamin-Acetat, Depot Inj. 1000-1500 µg; 2-3x tgl.; ca. 1 Monat lang. Nicht CyanocobalaminCyanid! Intramuskulär.
Vitamin B1: (Thiamin)-Injektion; 200 mg tgl - “Erste Hilfe”! Mindestens einmal 100 mg, parenteral = am raschesten durch Stress und Arbeit aufgebrauchtes Vitamin. Speicher ≈10 Tage Reserve. Niedrigstes aller Vitamine.
Täglich - oral:
Magnesium-Citrat Aspartat á 500 mg, 4 x tgl. mit Essen nehmen. Milch (nicht im Kühlschrank lagern)= entspannend.
Vitamin B1 (Thiamine 100 mg): 3 x tgl. - Dosis: 3 Monate lang. Löst Konfabulation. Angstlösend (starke Nerven). Löst seelische Anspannung, wandelt sie um in Energie und Mut.
Zink citrate o. aspartate - 50 mg 2 x tgl. (Entgiftung. Wichtig gegen Kupfer-Intoxination: Leber u. Gehirn!) Da die Zinkaufnahme durch Kalzium, Kupfer, Mangan, Eisen, Folsäure, Phytate (Gemüse u. Getreidefasern), Eier, Milch etc. vermindert wird, immer getrennt! Am besten vor dem Schlafengehen einnehmen!
Vitamin C 10 g retard: Stoffwechselstörung “Kryptopyrrolurie” beachten!
Mit Zyprexa und Tavor wurde mein Sohn in den Wahnsinn getrieben. Durch “umgekehrte paradoxe“ Reaktion auf Psychopharmaka! “Kryptopyrroluriker” vertragen auch keine Drogen. Auch nicht Haschisch mit viel THC! “Schizophrenie” ist oft Fehldiagnose für schizoide (“ähnliche”) Symptome.
Ist Schizophrenie heilbar? , Redaktion Medizin
Schizophren - und Kinder bekommen
565 Freitag, den 27. Juli 2018 um 17:23 Uhr
anonym 2
Ich bin selbst erkrankt und habe eine Tochter. Ob die Erkrankung nun vererbt ist, oder sonst warum da ist - das weiß keiner! Die Großeltern, Eltern sowie alle Verwandte, die wir selbst kennen, haben das nicht. Warum ich? Keine Ahnung! Doch trotz der Schizophrenie habe ich einen Job, eine Frau und Hobbys: Ich bin stabil! Jedoch bedeutete die Krankheit für mich eine Drogenkarriere, und früher war ich echt der letzte Assi. Die Negativ-Symptomatik verbaute mir früh sehr viel.
Insofern bin ich gewarnt. Ich beobachte meine Tochter (Kleinkind) genau. Jedoch, ob nun schizophren oder, oder... - dann dürfte halb Deutschland keine Kinder kriegen. Depressionen sind in meinen Augen noch übler. Und es gibt eine Riesenpalette psychischer Krankheiten. Wer outet sich denn schon? Insofern, das heißt: Sofern man absolut stabil ist, gibt es da auch keine Einwände. Sonst allerdings ganz klar: Nein! Denn wer sich nicht um sich selbst gut kümmern kann, kann das für so einen Wurm wohl doch auch eher nur mangelhaft.
Ich sehe alles nicht so negativ
564 Freitag, den 27. Juli 2018 um 05:19 Uhr
Leila
Hi,
nach unzähligen Fehldiagnosen erhielt auch ich im Alter von 21 die Diagnose Schizophrenie. Zu mir hieß es nicht: "Behindertenwerkstatt etc, pp". Zu mir hieß es: "Mach' deine Ausbildung zur Industriekauffrau in einem Berufsbildungswerk, lerne in den drei Jahren mit deiner Krankheit umzugehen und dann lebe dein Leben". Ich habe einen echt tollen Freund, mit dem ich zusammen lebe. Ich bin jetzt - nach meinem Urlaub und weiteren 4 Wochen - im dritten Lehrjahr. Bisher habe ich extrem gute Noten, so dass mich meine letzte Praktikumsstelle am liebsten sofort eingestellt hätte.
Also: Ich glaube auch, dass Krankheitsbewältigung ein echt wichtiges Thema ist. Auch ich habe immer wieder Rückschläge und mal zu kämpfen - aber macht einen das nicht eher stärker?
Liebe Grüße
Medikamente
563 Donnerstag, den 26. Juli 2018 um 01:37 Uhr
Seele
Möchte meinem vorigen Kommentar noch hinzufügen,
dass ich nach der Absetzung (gut 10 Jahre) keine Medikamente nahm. Die sind - nach meiner Ansicht - ein Verbrechen gegen die menschliche Seele.
Habe meiner damaligen Freundin getraut, die ich mit 23 kennengelernt hatte. Nach 4 Jahren war es zu Ende. Im dritten Jahr habe ich erfahren, dass sie mich wirklich schon von Beginn an betrogen hat. Irgendwann konnte ich dann nicht mehr.
Wie erwähnt, habe ich mir misstraut. Dachte oft, dass ich doch nur psychotisch bin. Doch - Gott sei Dank - wurde ich inzwischen aufgeklärt. So wusste ich nun, was die für Machenschaften in der Pharma haben. Auch das Spirituelle, das, was geistig im Verborgenen liegt, war mir bewusst geworden: Durch Vorträge, Dokus, Bücher, Geistliche, Kinesiologie und anderes mehr...
Darum, und zum Glück, nahm ich keine Medikamente mehr.
Seele
562 Donnerstag, den 26. Juli 2018 um 01:12 Uhr
Wahrheit
Hallo, Leute,
mein Name ist Mario. Mit 21 Jahren wurde bei mir die erste Psychose diagnostiziert. Seither war ich aber deswegen wenig beim Arzt. Damals war ich allerdings 2 Wochen in der Klinik.
Als sich durch die Pillen beim Reden das Genick verzog, da ahnte ich längst, was los ist. Habe alles abgesetzt und bin wieder in eine Beziehung gekommen, der ich das natürlich erzählt habe. Nach 4 Monaten hat sie mich betrogen. Weil sie es nicht zugab, hielt ich mich für psychotisch. Aber man fühlt so etwas ja einfach. Und nur bedingt durch eine Diagnose in der Vergangenheit, hielt ich mich nun für verrückt.
Leute! Dieses System ist verrückt. Die Pharmaindustrie ist es.
Wisst ihr was es bedeutet, sowas diagnostiziert zu bekommen? Wie Menschen plötzlich mit dir umgehen, dich ansehen: Deine Freunde und Verwandten? Partner, die einfach "A...löcher" sind, nutzen die Diagnose aus, um sich gut darzustellen. Es gibt Naturvölker, die über Distanzen mit Gedanken kommunizieren. Ich selbst habe inzwischen mehrmals die Bestätigung bekommen, dass es so etwas wie Gedankeneingebung gibt. Angehörige sitzen dann möglicherweise neben dem "Problemfall" und machen sich Sorgen darum - weil sie keine Ahnung haben. Es gibt das Übersinnliche, nur wird es uns von Kindheit an ausgetrieben.
Für eure Angehörigen wird das alles zu viel, weil sie sich selbst nicht trauen können und dürfen - und ihr ihnen immer misstrauisch gegenübersteht. Sie vertrauen dann wie ich euch, den Ärzten und der Pharma. Doch ihre Seele, ihr Geist wissen, dass das falsch ist. Warum untersuchen sie diese Stimmen nicht besser? Warum wollen sie alles unterdrücken?
Heute bin ich 31. Und mir geht's gut. Solange ich mit lieben Menschen zusammen bin. Wahrscheinlich sind viele Angehörige Schizophrenie-"kranker" wirklich böse in ihren Gedanken. Genervt, zum Beispiel vom kranken Sohn. Der wiederum hat aber eine gesteigerte Wahrnehmung!
"Die Taube sprach zum Raben: Wo das Wissen aufhört, da fängt der Glaube an.
Darauf antwortete der Rabe: Taube, wo du noch glaubst, da weiß ich schon."
Schizophreniekranke
561 Samstag, den 21. Juli 2018 um 22:04 Uhr
Heidi Lortzen
Es gibt - wie bei allen Dingen auf der Welt - kein Schwarz oder Weiß.
Sicher sind viele Schizophreniekranke selbstgefährdet, nicht fremdgefährdet. Andere Menschen mit Schizophrenie leiden unter Verfolgungswahn, der oft auf Familienangehörige, Nachbarn oder Freunde projiziert wird. Diese Menschen können im Wahn äußerst gefährlich sein! Es hilft nichts, das zu verleugnen oder zu verharmlosen.
Sind Schizophrene eine Gefahr für ihre Umgebung, gehören sie in die geschlossene Psychiatrie. Es geht schließlich um den Schutz der Gesellschaft. Dahinter sollten die Freiheitsrechte des Kranken zurückstehen.
Familien sind übrigens nicht "Schuld" am Ausbruch der Krankheit - man bekommt sie, oder man bekommt sie nicht.
Stimmen
560 Dienstag, den 10. Juli 2018 um 06:12 Uhr
Bandit
An alle, die Stimmen hören und sich nicht auskennen:
Ja, die Stimmen gehen weg! Mit den richtigen Medis! Aber unbedingt einen Psychiater aufsuchen, der die richtigen Medikamente verschreiben darf. Unbehandelt wird es mit der Psychose meist nur immer schlimmer werden. Also: Auf keinen Fall zuwarten! Es kann aber durchaus eine Weile dauern, bis man die richtige Dosis - oder das richtige Medikament (es gibt mehrere) - gefunden hat. Die meisten Leute bringen "die Stimmen" weg! Und zwar vollständig! Ich rede hier aus Erfahrung. Habe das selbst durchgemacht! Gruß.
Ist Schizophrenie heilbar? , Redaktion Medizin
Psychosen
559 Sonntag, den 08. Juli 2018 um 21:29 Uhr
Werner Borgolte
Guten Tag,
ich habe die Notrufnummer gewählt und erklärt, dass meine Ehefrau vor zehn Jahren schon einmal untergebracht war. Sie lachte nur, konnte sich allerdings - so, wie man das von ihr immer schon gewohnt war - nicht mehr verständlich mitteilen.
Trotzdem wurde keine Hilfe seitens der Notrufstelle angeboten, stattdessen solle ich doch am nächsten Tag mit dem Hausarzt sprechen. Das Gespräch fand frühmorgens (ca. gegen 8 Uhr) statt. Nachmittags wurde meine Ehefrau noch heftiger, indem sie sehr brutal wurde. Sie klopfte - immer und immer wieder - mit ihrer Zigarettenmaschine auf den auf dem Balkon stehenden Glastisch. Dann nahm sie ihr Handy (ein nicht gerade preiswertes Smartphone), und schlug es auf ein halb gefülltes Glas. Nun lag das Handy in der Brühe auf dem Tisch.
Ständig musste ich hinter ihr her gehen. Die Wohnungstür wurde geöffnet und die Kaffeemaschine zum Überlaufen gebracht - was aber die kleineren Übel waren. Trotzdem verständigte ich die Polizei, die zwei Beamte zu uns raus schickte - was ein weiteres Schauspiel für die Nachbarschaft im Mehrfamilienhaus bot. Denn Tage zuvor war meine Frau bereits mit den Nachbarn unter uns in Streit geraten. Ich erklärte damals, dass meine Ehefrau schwerbehindert sei sowie ein Pflegefall obendrein. Im Streit zog ich meine Frau vom Balkon. Über diese Situation, diesen Vorfall, diskutierte ich dann auch mit dem Hausmeister.
Als ich nun meine Frau zur Klinik bringen wollte, verließ sie die Wohnung, setzte sich an die Bushaltestelle, lehnte meinen Vorschlag ab und sagte, sie führe mit dem Bus dahin.
Dann, von Dienstag früh bis Donnerstag gegen 4:00 h, eine Ruhepause! Für mich allerdings keinen Schlaf, da ich noch Aktenzeichen XY sah und im Krankenhaus niemand ankam. All das erklärte ich auch der Polizei. Aber die meinten nur, ich solle mich Montag früh beim Gesundheitsamt melden. Da nun aber gegenüber ein Einfamilienhaus abgebrannt war und ich das vom Balkon aus beobachtet hatte, wies ich die Polizisten darauf hin, dass ich sehr wachsam sein müsse - auch wegen meiner Frau, die nämlich eine Zigarette nach der anderen rauche. Die Antwort der jungen Polizisten war: "Sie schaffen das schon!"
Ich frage mich: Wann komme ich denn selbst endlich wieder zur Ruhe? Immer dieses Klopfen mit dem Stuhl! Oder mit dem Zigarettengerät!
Mit freundlichen Grüssen, Werner Borgolte
Körperliche Abhängigkeit
558 Freitag, den 06. Juli 2018 um 17:48 Uhr
...
Die Neuroleptika verursachen Psychosen. Sie fördern eine Überempfindlichkeit gegen Dopamin. Das heißt: Sie blockieren die Dopaminrezeptoren. Aber trotz der Medikamente entstehen doch immer noch neue Dopaminrezeptoren. Wenn nun die Medikamente abgesetzt werden, kommt es allerdings zu einer Reboundpsychose. Ich denke, dass es so gewollt ist. Und das nur, um Menschen den Weg ins Erwachsensein zu "erschweren"? Und: Da diese wahrscheinlich noch lange leben, können sie ein Leben lang - für den Hersteller vorteilhaft - damit behandelt werden!?
Bruder: Paranoide Schizophrenie
557 Donnerstag, den 28. Juni 2018 um 10:32 Uhr
Martina
Hi,
mein Bruder hatte vor 4 Monaten seine erste Psychose. Dann wurde er im KH behandelt, und seither nimmt er Zyprexa. Obwohl nun aber seine Medikamente seit einer Woche aufgebraucht sind, schafft er es nicht zum Arzt zu gehen (wegen Arbeit) - egal, wie oft ich es ihm sage.
Meine Frage: Wie lange kann man ohne Medikamente auskommen, bevor er eventuell wieder eine Psychose bekommt, oder so? Leider kenne ich mich gar nicht so gut aus. Und es macht mir extreme Sorgen.
Danke und herzliche Grüße
Schizophrenie
556 Mittwoch, den 27. Juni 2018 um 08:30 Uhr
ZC
Meine Mutter ist seit ca. 8 Jahren schizophren. Die Krankheit trat auf, als ich noch allein mit ihr zusammen wohnte. Ich war damals noch sehr jung und wusste nicht, wie ich damit umzugehen habe. Ich habe zum Glück immer einen bestimmten Bezug zur Realität behalten, so dass sie mich nicht vollständig in ihre Wahnvorstellungen und Paranoia reinziehen konnte. Sie hatte schon immer eine auffällige Persönlichkeit. Sehr hysterisch, egoistisch und ohne sich viel Gedanken darüber zu machen, dass sie mit ihren Aktionen Menschen auch verletzten könnte. Ich lebe mittlerweile seit 6 Jahren nicht mehr bei ihr, sondern bei meinem Vater, den sie in der Vergangenheit auch sehr oft mit ihrer Verhaltensweise verstört hat. Mittlerweile hat sie sich so sehr eine absurde Fantasiewelt aufgebaut, dass sie nicht mal mehr weiß, dass sie eine Tochter hat. Weder ich, noch jemand anderer, kann an sie rankommen. Ich würde ihr so gerne helfen, doch sehe keine Hoffnunf mehr, da die Krankheit schon so lange andauert, und sich kein anderer Mensch in irgendeiner Art und Weise um sie bemühen will/kann. Ihre Familie hat viel Geld und hätte warscheinlich auch viele Möglichkeiten dazu, will aber die Erkrankung einfach nicht wahrnehmen. Ich selbst zeige Anzeichen einer Psychose/Persönlichkeitsstörung, die durch Drogenmissbrauch noch verstärkt wurde. Wie kann man Schizophrenie vorbeugen? Ist das überhaupt möglich? Hätte irgendwer Tipps für mich mit dieser Lage besser umzugehen? Sieht irgendwer eine Möglichekeit, meiner Mutter wenigstens ein Stück zu helfen?
LG
Ist Schizophrenie heilbar? , Redaktion Medizin
Erfahrungen mit Glianimon
555 Samstag, den 23. Juni 2018 um 08:36 Uhr
Silke Fluchtmann
Vor 28 Jahren habe ich mich selbst in die Psychiatrie eingewiesen. Lieber wäre ich zu einem Schamanen gegangen, kannte jedoch keinen. Dort, in der Psychiatrie, gab man mir direkt die Höchstdosis an Glianimon.
Zwar fühlte ich mich dadurch ausgeschaltet und meiner Verbindung nach oben und unten komplett beraubt - also vom Leben völlig abgeschnitten - jedoch ging es mir dadurch nicht besser. Im Gegenteil: Ich hatte das Gefühl, innerlich in ein dunkles, tiefes Loch zu fallen und nicht einmal in der Lage zu sein, meinen Zustand nach Aussen hin zu kommunizieren, da ich komplett im Kopf gelähmt war. Ich fühlte mich eher wie ein Roboter, innerlich leer und von den Gefühlen her verarmt, weil abgeschnitten. Und ganz davon abgesehen, dass ich kaum mehr stehen noch längere Zeit sitzen konnte. Zudem war ich von einer ständigen inneren Unruhe getrieben, während zuvor das Leben durch mich durch floss.
Psychiatrie war also für mich keine Hilfe, sondern ein Verhinderer von Hilfe.
Ich habe mir später selber geholfen. Allerdings musste zuvor das Traumata Psychiatrie mit einem Psychiater und Psychotherapeuten aufgearbeitet werden. Im Nachhinein wurde es damals jedoch als Fehldiagnose betrachtet.
Es ist eine Crux, dass westlich geprägtes wissenschaftliches Denken nicht dazu geeignet ist, die tiefen Pfade der Seele nachzuvollziehen geschweige denn, zu ihrer Heilung beizutragen. Mit Medikamenten, die vom Leben abschneiden, sicherlich nicht. Das ist jedoch symptomatisch für eine Gesellschaft, die sich von ihrer natürlichen Lebensweise derart weit entfernt.
Haldol ist noch grausamer und als Foltermittel geeignet. Leider ist man komplett ausgeschaltet, so dass man die innere Qual nach Außen hin nicht wahr nehmen kann.
Verzweiflung und Ratlosigkeit
554 Freitag, den 22. Juni 2018 um 22:06 Uhr
Annette
Christine und Bernd,
ich bin erschüttert über Eure Berichte. Beim Lesen konnte ich viele Parallelen zur Erkrankung meines Sohnes ziehen, und mir standen die Tränen in den Augen. Mein Sohn (30 Jahre) ist vor 9 Jahren an einer Psychose erkrankt. Bei ihm liegt ein schizophrenes Krankheitsbild mit derzeit hebephrenen Symptomen vor. Ich würde so gern mit Euch sprechen wollen!? Im Moment verstehe ich die Welt nicht mehr. Die Gesetze in Deutschland sind wirklich das Letzte! Wenn es da keine Veränderungen gibt müssen wir zusehen, wie unsere kranken Kinder kaputt gehen. Jeder Arzt entscheidet nur noch nach den Gesetzmäßigkeiten
Schwere Nebenwirkungen und Langzeitschäden sind die logischen Konsequenzen dieses Gifts ...
553 Freitag, den 22. Juni 2018 um 21:00 Uhr
Albert SCHALLER
... und im Prinzip weiß das auch jeder. Außer verantwortungslosen Psychiatern und Neurologen?!
Neuroleptika werden von so genannten Ärtzten ...
552 Freitag, den 22. Juni 2018 um 20:50 Uhr
Albert SCHALLER
... auch eingesetzt, um viele alte Menschen in Heimen einfach ruhig zu stellen ...
Inkongruenz?
551 Mittwoch, den 20. Juni 2018 um 05:26 Uhr
Lukas Wörner
Ich denke, hier wäre es einmal interessant und auch hilfreich zu erfahren, ob diese Inkongruenzen auch der betroffene Patient selbst so erlebt? Und auch, ob er sich zumindest dessen bewusst ist, oder ob diese Inkongruenz "nur" aus Sicht des Beobachters besteht?
Was bedeutet Parathymie? , Redaktion Medizin
Hilfe
550 Montag, den 18. Juni 2018 um 16:00 Uhr
Christine
"Professionelle Hilfe ins Haus holen"!? Damit sind sicherlich der sozialpsychiatrische Dienst der Caritas oder ähnliche soziale Einrichtungen gemeint. Die gibt es in fast jeder Stadt, und das Fachpersonal macht auch Hausbesuche - wenn der Betroffene es denn will. Ansonsten, wenn Ihre Bekannte einen Suizid androht, scheuen Sie sich nicht den Notdienst zu rufen! Bevor etwas Schlimmeres passiert! Viel Glück.
Hilfe
549 Donnerstag, den 07. Juni 2018 um 16:34 Uhr
Dirk
Kann mir jemand sagen, was genau mit: "Professionelle Hilfe ins Haus holen" gemeint ist? Eine sehr, sehr gute und alte Freundin von uns braucht diese Hilfe dringend! Bei ihrer Familie & den restlichen Freunden stößt Sie nur auf absolutes Missverständnis, so dass Sie sogar schon uns gegenüber Suizid-Gedanken äußerte. Hinzu kommt der extrem schlechte Eindruck ihrer aktuellen Verfassung! * Notfall! Wir machen uns Sorgen und bitten dringend um Hilfe. Danke.
Überdosierung
548 Sonntag, den 03. Juni 2018 um 10:51 Uhr
...
Und wenn dann erstmal überdosiert wurde, hat man den Quatsch an Nebenwirkungen nur den ganzen Monat lang.
Was sind Depot-Neuroleptika? , Redaktion Medizin
Weiterbildung
547 Freitag, den 01. Juni 2018 um 13:35 Uhr
Streber
Ich sollte in eine WBFM. Nun versuche ich Abitur zu machen - und komme bestens zurecht.
Therapie?
546 Donnerstag, den 31. Mai 2018 um 22:01 Uhr
...
Wenn die Therapie schlimmer als die Krankheit ist, die Ärzte es nicht hinbekommen, trotzdem aber noch arrogant sind - dann bin auch ich lieber schizophren. Und das hat rein gar nichts mit Krankheitseinsicht zu tun, sondern nur mit der Inkompetenz der Ärzte. Ich musste 5 Jahre auf eine anständige Therapie warten, 20 Medikamnete ausprobieren und 5-mal eingewiesen werden, bis mir dann beim 6-ten Mal zum Glück jemand über den Weg lief, der endlich mal die Idee hatte mich nicht abzuschießen, sondern auch mal Blut abzunehmen. Ob die Dosis die richtige ist? Die meisten Psychiater wollen scheinbar gar nicht helfen. Sie dichten lieber Diagnosen zu jeder Schizophrenie. Am besten 5 erfundene Diagnosen dazu, die dann auch noch behandelt werden müssen, um möglichst viel rauszuquetschen. Wenn der Patient dann platt ist, wird er sozusagen einfach "weggeschmissen". Das sind meine Erfahrungen.
Mein Sohn ist in Behandlung (Reha)
545 Donnerstag, den 31. Mai 2018 um 20:27 Uhr
Gretel
Mein Sohn hatte alles erreicht: Hochzeit, Haus, 2 Kinder, Selbstständigkeit (aber viel Stress durch Arbeit), eine Frau die Karriere macht und Kinder. Dann brach er zusammen: Scheidung! Und jetzt Reha!
Mein Sohn ist in Behandlung (Reha)
544 Donnerstag, den 31. Mai 2018 um 20:17 Uhr
Gretel
Kann er gesund werden? Er ist Anwalt.
Prolatktinspiegel
543 Donnerstag, den 31. Mai 2018 um 15:28 Uhr
...
Die meisten Psychiater, die Neuroleptika verschreiben, versauen es von Anfang an: Indem sie aus Angst viel zu hohe Dosen verschreiben.
Ich sollte immer nur die Höchstdosis nehmen. Meine Ärztin raffte es nicht, dass ich deswegen nicht mehr schlafen konnte und trotz 6 mg Risperidon immer noch paranoid war. Das Werkzeug der Spiegelkontrolle des Medikamentes im Blut war jederzeit gegeben. Es wurde sich auch nicht an die Behandlungsrichtlinie gehalten. Keine Aufklärung. Alles von oben herab. Zusätzlich Beleidigungen und Lügen ihrerseits sowie die Reduktion meiner Person auf die Nebenwirkungen der Medikamnete. Vor Antipsychotika richtig eingestellt, braucht niemand Angst zu haben vor einer Ärztin, die ihren Beruf verfehlt hat und sich anscheinend schon auf Messen von der Pharmaindustrie einseitig beeinflussen lässt.
Ich habe sie inzwischen der Ärztekammer wegen Fehldiagnosen und Fehlbehandlung gemeldet.
Wo steht das?
542 Donnerstag, den 31. Mai 2018 um 03:38 Uhr
Sven
"Wir müssen unsere Kinder schützen. Es ist bekannt, dass Schizophrene auch pädophil werden können." Bei so einer gefährlichen Halbwissenheit werde ich als Schizo - zum Beispiel - agressiv.
Wenn ich ...
541 Donnerstag, den 31. Mai 2018 um 03:15 Uhr
Sven
... solche Posts von Leuten wie der ersten hier lese, platzt mir der Hals.
Ich bin seit über 15 Jahren selbst paranoid Schizophren. Eure Sch...ßdiagnosen und Einschätzungen hier von Nichtswissenden und Laien! Schizos sind auf keinen Fall gefährlich. Glaubt mir, durch meine ganzen Erfahrungen habe ich schon genug Schizos kennengelernt. Und niemand von denen war gefährlich, agressiv oder unzurechnungsfähig. Vielleicht - manchmal oft - quer im Denken. Alle wollten sich nur in der Gesellschaft beweisen.
Und genau da liegt das Problem mit der Krankheit. Lest euch bitte mal den ersten Post von der dummen ***** hier durch! Alle müssen sich stark machen gegen gescheiterte Leute? Wo ist da die Empathie? Mit der als Nachbarin würde ich auch abticken. So wie man behandelt werden will, wird man auch behandelt - meine ich.
Was nicht erwähnt wird
540 Mittwoch, den 30. Mai 2018 um 23:03 Uhr
...
Diese Medikamente lassen das Gehirn schrumpfen. Sie machen die Nerven erst weich, und dann lösen sie sich auf. Sie blockieren die D2 Rezeptoren. Ja, das ist richtig! Es bilden sich aber - trotz der Medikamente - wieder neue. Ich persönlich hatte weniger Symptome. Oder besser gesagt: gar keine, bevor ich Neuroleptika genommen habe. Das ist Körperverletzung und der Psychiater soll ver...
Hilfe gibt es keine :-(
539 Dienstag, den 29. Mai 2018 um 08:21 Uhr
Mo
In vielen der hier beschriebenen Fälle sehe ich mich bzw. uns als Familie wieder. Mein Sohn hat seit 5 Jahren immer wieder schizophrene Phasen. Leider setzt er immer wieder seine Medikamente ab und macht uns das Leben zur Hölle. Weil er nicht klar kommt mit seinen Stimmen und Wahnvorstellungen, trinkt er Alkohol oder nimmt Drogen. Dann wird er aggresiv und bedroht seine Mitmenschen. 5 mal wurde er schon zwangseingewiesen. Unter Medis läuft es dann eine Weile gut,.... bis er diese wieder absetzt. Danach geht alles wieder von vorne los. Keiner fühlt sich zuständig. Seine Betreuung ist auch keine große Hilfe. Er nistet sich immer wieder bei den Großeltern ein, obwohl die viel zu alt für solche Sorgen sind. Andere Wohnmöglichkeiten bei Verwandten hat er nicht. Ich verstehe nicht, warum sich keine Stelle zuständig fühlt. Ein akut Schizophrener Mensch kann meiner Meinung nach nicht selbst über sich entscheiden. Dazu ist er überhaupt nicht fähig. Warum kann man da nicht helfend eingreifen, notfalls mit härteren Maßnahmen? Mein Sohn hat mal nach einem Schub gesagt: "Wie konntet ihr mich nur sooo lange mit so verrückten Gedanken rumlaufen lassen".....
Das zeigt doch, dass die Entscheidungsfähigkeit in der Akutphase nicht gegeben ist.
Gefahr von schizophrenen Menschen
538 Samstag, den 26. Mai 2018 um 20:29 Uhr
Ramona
Meine Nachbarin ist echt krank. Sie zeigt uns an für Dinge, die sie selbst macht - z. B. Müll aus dem Fenster werfen. Sie beschwert sich über Lautstärke und schlägt ständig gegen die Heizung. Sie hat mich im Hausflur sogar mit einem Messer und Reizgas angegriffen und filmt mich und meine Familie ständig. Sie beleidigt uns als rassistisch. Dabei ist mein Mann Bolivianer. Sie kann kaum noch reden. Nur noch wirres und obszönes Zeug. Also, ich finde diese Frau sehr gefährlich und denke, dass sie schizophren ist.
Eine Frage
537 Donnerstag, den 17. Mai 2018 um 22:15 Uhr
Jozef
Ich habe einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt. Diagnose: Chronische paranoide Schizophrenie - und die sagen, dass ich trotzdem 6 Stunden arbeiten könne.
Reicht denn die o.a. Diagnose nicht für eine Erwerbsminderungsrente?
Der richtige Umgang
536 Mittwoch, den 16. Mai 2018 um 18:28 Uhr
Dennis
Oha, hier kommen ja alle bösen Geschichten, die irgendwelche schizophrenen Menschen mal gemacht haben, zusammen.
Ich kenne einige schizophrene Menschen, mit denen ich lange Zeit zusammengearbeitet habe. Natürlich verhalten sie sich nicht immer so, wie die meisten Menschen. Und natürlich ist ihr Verhalten manchmal verwirrend und irrational. Aber es ist nun einmal so.
Diese Menschen brauchen ein Umfeld, das damit umzugehen weiß! Wenn sich jemand einen Partner mit Schizophrenie anlacht, sollte man wissen, wie man mit dessen Wahn umzugehen hat. Man kann sie dann nicht "normal" behandeln. Wenn ich so einen Müll lese, so nach dem Motto "Alle sind gefährlich": Bullshit!
Ein Autofahrer baut einen Unfall, verletzt mehrere Menschen schwer - sind dann alle Autofahrer gefährlich? Ich könnte mich über manche "hirnlosen" Kommentare hier aufregen. Panikmache! Nichts weiter!
Die Wahrheit
535 Sonntag, den 13. Mai 2018 um 12:31 Uhr
Liest mal das
"Was mir ganz wichtig ist: Es ist immer noch so, dass die meisten Menschen mit einer Schizophrenie - trotz des erhöhten Risikos - nie gewalttätig werden. In ihrem ganzen Leben nicht."
Wenn zehn Prozent aller schizophrenen Männer gewalttätig werden, dann heißt das auch: 90 Prozent werden es nicht.
Verbietet diese Medikamente
534 Sonntag, den 13. Mai 2018 um 12:01 Uhr
Warnung
Wer sie noch nicht genommen hat, soll sie bloß nicht nehmen. Wer sie dagegen schon genommen hat - sofort weglassen! Außer, es ist eine hohe Dosis - dann halbieren.
Lg - Es ist mein Ernst.
Gefahren für mit ihnen zusammenlebende Personen
533 Sonntag, den 13. Mai 2018 um 08:33 Uhr
Jens
Sie können schon gefährlich sein. Eine Bekannte von mir hat versucht, ihren Mann im Schlaf mit einer Brechstange und einem Messer zu ermorden. Er ist aber aufgewacht und konnte sich wehren und wurde nur leicht verletzt. Vorher litt sie unter Verfolgungswahn und fühlte sich bedroht. Jetzt ist sie bis zum Prozess für 6 Monate in einer psychiatrischen Klinik untergebracht, und ihre Ex-Ehemann kümmert sich um sie.
Gefährlich? Ja? Nein?
532 Donnerstag, den 10. Mai 2018 um 22:12 Uhr
Tessa
Ich hatte mal eine Beziehung zu jemandem, bei dem ich erst nach 6 Jahren Kontaktabbruch feststellen musste, dass er an Psychosen leidet.
Der letzte Kontakt fand nur via Internet statt, aber nachdem er mich beim ersten Mal so beschimpft und von Messern geschwärmt hat, habe ich besagte Person blockiert.
Allerdings hat mich diese Person mit Hilfe eines Zweitaccounts wieder aufspüren und mir schreiben können. Zuerst kam eine Entschuldigung mit der Bitte ihm zuzuhören, dass er im Wahn war.
Danach ein sehr ruhiges, nettes Gespräch, bei dem er sagte, er hätte Cannabis konsumiert.
Dann der Tag, an dem ich mich hätte melden sollen, es aber nicht früh genug getan habe. Besagte Person hat mir gesagt, dass sie mich gerne würgen möchte.
Kontakt inzwischen wieder abgebrochen, Person blockiert und mich von sämtlichen sozialen Medien verabschiedet.
Zwar wohnt dieser Mensch rund 150 km entfernt und hat auch keine aktuelle Adresse mehr, aber die Angst ist präsent, dass er mich findet und im Wahn irgendetwas plant oder macht.
Ich denke nicht, dass er in Behandlung ist.
Ich glaube nicht, dass jeder Mensch, der an dieser Krankheit leidet, potenziell gefährlich sein muss, aber ich habe vor dieser einen Person große Angst.
Und viele Kommentare hier, bestärken diese Angst.
Angst, mich jemandem anzuvertrauen
531 Donnerstag, den 10. Mai 2018 um 00:58 Uhr
marcel
Hallo,
bin 29 Jahre. Ende letzten Jahres hat es angefangen mit den Stimmen. Mittlerweile habe ich gelernt damit umzugehen. Ich würde mich gerne meiner Familie anvertrauen, habe aber Angst, dass die mich für ballaballa halten und mich anders behandeln, obwohl ich immer noch derselbe bin. Einem Arzt habe ich mich deswegen auch noch nicht wirklich anvertraut. Ich möchte einfach nicht, dass man mich deswegen anders behandelt.
Ist Schizophrenie heilbar? , Redaktion Medizin
Paranoide Schizophrenie
530 Mittwoch, den 02. Mai 2018 um 16:03 Uhr
Helferlein
Mein Sohn leidet seit 10 Jahren daran. Seit Januar diesen Jahres habe ich die Betreuung. Jetzt ist er in einem kleinen Appartement, das ich für ihn gesucht habe. Er hatte durch den rechtlichen Betreuer eine schwere Zeit. Der hat ihn in ein Altenheim auf die geschlossene Station verfrachtet. Seitdem hat er nur noch Angst vor Ärzten und Krankenhäusern. Hat Risperdal genommmen, aber mit Widerwillen. Ich fahre jeden Tag zu ihm, aber heute wollte er mich nicht reinlassen - und ich weiß, was das bedeutet: "Medis adieu".
Hilfe
529 Mittwoch, den 02. Mai 2018 um 06:35 Uhr
Christine
Hoppla, ich bin auf die falsche Taste gekommen.
Mein Mann und ich sind am Ende unserer Kräfte. Die Klinik hat uns empfohlen, wir sollen uns um nichts kümmern und ihn sich selbst überlassen, also ihn in die Obdachlosigkeit ziehen lassen. Das Wetter sei ja jetzt warm, er könne ja nicht erfrieren.
Was soll das für eine Hilfe sein?
Wir bräuchten dringend eine Einrichtung, die uneinsichtige Kranke aufnimmt, doch solche Einrichtungen gibt es nicht!
Muss man wirklich zusehen, wie unsere Kinder zugrunde gehen?
Hilfe
528 Mittwoch, den 02. Mai 2018 um 06:29 Uhr
Christine
Bei meinem Sohn hat sich die Erkrankung schleichend in der Pubertät entwickelt. Ganz schlimm wurde es mit ca. 23 Jahren. Und jetzt, mit mittlerweile 27 Jahren, ist er aktuell zwangsweise in eine Klinik eingewiesen, weil er mich einschläfern wollte. Seine Betreuerin und wir haben gedacht, eine Soziotherapie über einen längeren Zeitraum könnte ihm helfen. Also hat er eine 1-jährige Einweisung für eine geschlossene Therapie bekommen. Leider hat diese Einrichtung meinen Sohn, wegen seiner strikten Weigerung Medikamente zunehmen, wieder in die Klinik zurück geschickt.
Da ist er jetzt seit einem Jahr auf der geschlossenen Akutstation und verweigert jegliche Behandlung. Die Klinik will ihn jetzt entlassen, doch er ist im Moment wieder akut psychotisch.
Olanzapin
527 Mittwoch, den 02. Mai 2018 um 06:18 Uhr
Christine
Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Neuroleptika. Manche Menschen haben Gewichtszunahme, andere nicht. Man muss es ausprobieren, wie man sie verträgt. Es heisst, Olanzapin soll dick machen, allerdings hat mein Sohn nicht zugenommen.
Schizophrene Patienten
526 Samstag, den 28. April 2018 um 21:08 Uhr
Sternschnuppe
Leider gefährlich!
Meine Kinder und ich stehen gerade Höllenqualen aus. Mein Nochehemann lauert uns auf, ist aggressiv, denkt sich üble Geschichten aus, geht damit - gerade heute - von Nachbar zu Nachbar und beleidigt und beschimpft uns aufs Übelste. Droht mit Mord. Bastelt sich eine Geschichte in seinem Sinne zusammen und bestätigt sich diese solange, bis Tatsachen nicht mehr wahr sind. Die Folge: Extreme Wutanfälle!
Hat nun zum 4. die Ehe beendet. Und weil ich jetzt zugestimmt habe, bin ich nun zum Opfer geworden. Er findet das in Ordnung. Aber nicht, dass ich jetzt die Scheidung durchziehe.
Täglich 140 Nachrichten vom Bösesten. Blockiere ich das eine, nimmt er eine neue Möglichkeit mir zu schreiben. Er hat von der Polizei ein Kontaktverbot bekomnen - aber was sind 10 Tage!? Er steht sogar vor der Schule. Meine Kinder haben Alpträume.
Das ist nur ein minimaler Auszug aus dem aggressiven Verhalten meines Mannes.
Ja, gefährlich!
Dyskinesien
525 Samstag, den 21. April 2018 um 16:03 Uhr
Jan
Hallo,
ich heiße Jan und bin 15 Jahre alt. Ich habe ebenfalls schon meine Erfahrungen mit Dyskinesien, denn bei mir wurde im Alter von 13 Jahren Paroxysmale kinesiogene Dyskinesie (PKD) diagnostiziert. Nun muss ich jeden Tag Tabletten schlucken - ist zwar nervig, aber hilft.
Was sind Dyskinesien? , Redaktion Medizin
Open Dialog in Finnland
524 Samstag, den 21. April 2018 um 00:25 Uhr
...
20%? Das ist echt erbärmlich! In Finnland haben über 80% der Patienten eine Remission ohne Medikamente, ohne Blödheit und ohne "den Rape" in der asozialen Psychiatrie.
totaler Schwachsinn
523 Samstag, den 21. April 2018 um 00:19 Uhr
...
Die Medikamente werden abgesetzt, weil die Ärzte denken, dass jeder "Furz" schizophren ist. Und dann, ja dann - nachdem ich meinen behindert-blöden Patienten erstmal diagnostiziert habe - dann kann ich voll reinhauen:
8 mg Fluanxol, bäm; 150 mg Xeplion, bäm; 160 mg Zeldox, bäm; 6 mg Risperidon, bäm; Haldol, gerne Monotherapie.
Dann könnte er ja reden. Wer reden kann, der kann mir ja Probleme erzählen. Aber dann lieber in einer "richtigen Wirkstärke"!
Wegen so einem Dreck kommt es zum Absetzen, weil 90% der Psychiater zu doof für ihren Beruf sind.
Das stimmt alles nicht
522 Donnerstag, den 19. April 2018 um 16:25 Uhr
...
Laut Studien sollen die Medikamente zwar die Psychose eindämmen, aber sie auch gleichzeitig chronisch machen.
Das liegt daran, dass die Medikamente zwar die Dopamin-Rezeptoren blockieren, aber sich gleichzeitig neue bilden, und somit eine Überempfindlichkeit gegen Dopamin entsteht.
Ich denke mal, dass so bei 80 Prozent der Patienten der Krankheitsverlauf chronisch wird, weil die Ärzte mit chronisch Kranken mehr Geld verdienen können - wie die Pharmaindustrie!
Ist Schizophrenie heilbar? , Redaktion Medizin
Allein gelassen
521 Mittwoch, den 18. April 2018 um 08:55 Uhr
Rosi
Auch mein Sohn (20) ist seit 2 1/2 Jahren an Schizophrenie erkrankt und konsumiert außerdem Drogen.
Er merkt schon, dass etwas mit ihm nicht in Ordnung ist, will sich aber von niemandem helfen lassen.
Somit gibt es leider keinerlei Hilfe von außen, wie viele hier schon erfahren mussten.
Die häusliche Situation ist unerträglich und unser Umfeld reagiert verständnislos und aggressiv auf sein merkwürdiges Verhalten.
Er stirbt jeden Tag ein Stückchen mehr. Wie gerne hätte ich jemanden an meiner Seite, der uns hilft, die angespannte Situation zu deeskalieren,
damit mein Sohn und ich wieder etwas zur Ruhe kommen können.
JoJoJo
520 Dienstag, den 17. April 2018 um 15:26 Uhr
Karl
Man wird wirklich mit jeder Phase instabiler, merk ich an mir wirklich. Also lieber alles noch langsamer angehen, als wieder nen Schub zu riskieren. Am besten lange Gespräche mit einzelnen Familienmitgliedern und sie aufklären (das hilft). Wennn sie´s dann etwas verstehen reicht das schon und hilft enorm. Freunde sind mir auch sehr wichtig. An Arbeit möcht ich allerdings grad noch nicht denken...
Freund hört Stimmen und unterstellt anderen, was er selbst aber macht
519 Sonntag, den 15. April 2018 um 15:30 Uhr
Inkognito
Guten Tag,
mein bester "Freund" unterstellte mir zig mal, ich hätte Kontakt etc. zu seinen Ex-Freundinnen usw. Er ruft seine Partnerinnen an, sagt dann, er müsse eben mal was erledigen (Nase putzen/Wäsche aufhängen etc.), sie solle aber so lange dran bleiben. Er nimmt mit einem zweiten Gerät alles auf.
Anschließend unterstellt er, dass man in seiner Abwesenheit hört, wie bei der Frau was zu hören sei, was auf Fremdgehen schließen ließe. Zuletzt hört er ganz deutlich "Dominik, lass das. Geh runter".
Mir liegt diese Audio vor (ca. 2 Minuten). Es ist absolut nichts zu hören.
Dummerweise sprach ich ihn direkt drauf an. Er spielte die Aufnahme ab, woraufhin ich ihn fragte, wann da was zu hören sein solle. Ist doch ganz deutlich, meinte er. Ich bat ihn, mir die genaue Zeitansage zu geben. Stattdessen fing er damit von vorne an - und brach dann ab.
Er hingegen geht wöchentlich fremd, versucht mit allen Mitteln meine Ex-Freundinnen zu treffen, unterstellt es aber anderen. Jetzt bedrohte er sogar seine Ex. Warum sie ihn betrogen hätte? Auf dem Audio höre er ja alles deutlich. Er zerstörte sogar Mobiliar bei ihr usw.
Es gibt noch so vieles zu berichten. So feiert er ständig krank und unterstellt anderen, sie wären bei ihm eingebrochen - tat es aber wahrscheinlich selbst. Er hat überall ungeschützten Sex, bedroht aber seine jetzige Ex, dass sie sich bestimmt was eingefangen hätte bei diesem "Dominik". Er lässt sich nicht helfen. Wo melde ich so etwas?
Annette
518 Samstag, den 14. April 2018 um 18:58 Uhr
Isa
Meine Mutter litt an schizophrener Psychose. Meine ältere Schwester leidet ebenfalls daran. Die Belastung für die Familie ist extrem. Ich würde jedem, der diese Diagnose hat davon abraten, Kinder zu bekommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder ebenfalls erkranken, ist sehr hoch. Wer kümmert sich, wenn die Eltern nicht mehr leben, ist vielleicht noch die einfachste Frage. Ich persönlich halte Menschen für unverantwortlich, die diese Diagnose haben und Kinder bekommen.
Schizophrenie
517 Freitag, den 13. April 2018 um 15:10 Uhr
Stephanie
Ich wohne in einer teilstationären WG. Und nun ist eine Person hinzugekommen, die an Schizophrenie leidet. Sie, diese Person, hat vor meinem Fenster mit Wucht eine Taxitür aufgemacht und dadurch eine Radfahrerin vom Fahrrad geschmissen. Die Radfahrerin wurde stark verletzt. Die kranke Person mit der Schizophrenie muss ja die Radfahrerin gesehen haben und hätte mit dem Türöffnen warten können. Aber "Nein"! Und da heißt es, Menschen mit Schizophrenie sind nicht gefährlich?
Selbst, was sie in der WG mit uns anderen Mitbewohnern abzieht, verursacht sogar mir schon die Angst, dass auch mir etwas passiert.
Wer kennt Risperidon und Olazapin?
516 Donnerstag, den 12. April 2018 um 10:25 Uhr
Bernd
Wer kennt Risperidon und Olanzapin? Machen sie dick? Und wenn ja, wie stark? Gibt es Neuroleptika, bei denen man nicht so extrem zunimmt?
Sind Menschen mit Schizophrenie gefährlich?
515 Montag, den 09. April 2018 um 12:44 Uhr
Sina Zajonzewski
Langsam bin ich sauer auf das deutsche System. Denn erst, wenn was passiert,gehen er oder sie in die geschlossene Abteilung. Obwohl die Leute mit Schizophrenie ihre Mitmenschen in den Wahnsinn treiben. Aber das scheint egal zu sein. Auch, dass es den Leuten auf der offenen Station frei steht ihre Tabletten zu nehmen, obwohl sie diese ja bräuchten, um wieder normal zu werden. Aber nein, sie werden nach Wochen wieder entlassen, und alles geht wieder von vorne los. Wo bleibt da der Schutz für die Angehörigen oder auch für andere?
Und dann gibt es ja auch verschiedene Stadien: Von verwirrt, agressiv, angreifend - bis hin zum Selbstmord. Leider ist da alles möglich.
Ich finde, man sollte die Leute - zu ihrem eigenen Schutz sowie den anderer - auf eine Geschlossene schicken, bis sie wieder normal denken und handeln können. Denn weiß man, ob sie nicht in der nächsten Sekunde abdrehen? Muss man denn das Risiko überhaupt eingehen? Ich finde nicht! Denn da die Betroffenen Ruhe und eine Auszeit brauchen, wäre es für sie eh besser, für einige Zeit von der Außenwelt abgeschottet zu sein.
Ich hoffe, dass bald etwas passiert, denn so kann es nicht weiter gehen. Und ich verstehe, dass sich hier (ebenso wie ich mich) auch viele Andere hilflos fühlen - denn man bekommt wirklich keine Hilfe!
Solian
514 Donnerstag, den 05. April 2018 um 14:24 Uhr
Andrea
Hallo,
ich nehme schon jahrelang Solian ein - merke aber kaum etwas.
Für Bernd
513 Mittwoch, den 04. April 2018 um 06:33 Uhr
Christine
Das sind ja gute Nachrichten!
Ich drücke Ihnen ganz fest die Daumen, dass Sie beide wieder zueinander finden und Ihr Sohn zukünftige Hilfen in Anspruch nimmt.
Alles Gute!
Anmerkung zu unten stehendem Kommentar von mir
512 Sonntag, den 01. April 2018 um 22:02 Uhr
M. S.
Ich wollte noch bestätigen, dass auch meine Psychosen sämtlich in sozial als besonders unangenehm erlebten Situationen aufgetreten sind.
Dass ich Überlebensangst im Kontext meines sozialen Umfelds (WG) hatte, war zum einen der objektiven Situation geschuldet (es waren diverse Situationen), zum anderen aber auch - von einigen Personen meines Umfelds - einer Verallgemeinerung der "Bösartigkeit" aufgrund des "Wahns" - also eines verallgemeinernden Interpretationsansatzes von Menschen.
Menschen neigen in Konflikten zu Risikoversionen und zu Kampf-oder-Flucht-Reaktionen.
Im Falle einer (verbalen) Kampfsituation oder entsprechendem Verhalten (indirekte Gewalt), kommt man bei Verallgemeinerung der Charakterzüge betroffener Personen schnell zu dem Ergebnis, es handele sich um einen "gefährlichen/bösen Menschen".
Bricht dadurch das Vertrauen in die Umwelt zusammen, begünstigt eine bestehende genetische Prädisposition die Psychose. Es ist jedoch gar nicht so unwahrscheinlich (behaupte ich), dass viele Menschen bei einer solchen Angst "Fluchtsymptome" und Ähnliches entwickeln.
Wahn, Selbstregulation (emotional u. autonom), Medikamente
511 Sonntag, den 01. April 2018 um 21:42 Uhr
M. S.
Ich bin betroffen. Im Vorstadium F 23.0 polymorphe Psychosen - ohne erkennbare Anzeichen einer Schizophrenie. Ich hatte bis jetzt vier Psychosen. Bei der letzten entwickelten sich "Stimmen". Ich habe immert versucht, mit meiner Erkrankung wissenschaftlich umzugehen und habe mögliche Wahrscheinlichkeiten von Hypothesen betrachtet, soweit ich konnte.
Zunächst habe ich durch Einstellung der Medikamentation die Psychosen "in den Griff" bekommen (seit zwei Jahren hatte ich keine Psychose mehr). Dann habe ich durch Verhaltenstherapie und Selbststudium ein "Selbstregulationskonzept" erarbeitet (in Anführungsstrichen, da Psychologen unter Selbstregulation etwas anderes verstehen als ich). Bei mir geht es um emotionale Intelligenz und die Polyvagaltheorie. Beides kann genutzt werden, um kognitiv und körperlich mit autonomen Reaktionen, starken Emotionen (insb. Angst und Euphorie) sowie mit kognitiver Fokussierung und kognitiver Verwirrung (hier durch Meditationsreisen mit Phantasieelement) umgehen zu können.
Kürzlich hatte ich eine weitere Krise, die m. E. keine Psychose war. Das sieht mein Psychiater anders, möchte ich bemerken. Bedingt durch diese Krise habe ich mich zwar gefragt, wie es sein kann, dass etwas nicht stimmt - aber es sich m. E. trotzdem nicht um eine Psychose handelt. Als Antwort habe ich die Hypothese von der Psychose als Wahnzustand umgekehrt und einen Wahn als Psychoseursache angenommen.
Ich fand daraufhin eine Selbstverpflichtung, die der Definition eines Wahns in der Wirkung entspricht, und habe diese korrigiert. Nach drei Tagen hörten meine "Stimmen" auf. Ich bin nun seit 23 Tagen fast gänzlich symptomfrei (ich war etwas müde nach dem "Wechsel", aber das hat sich wieder gelegt). Im Moment bin ich etwas aufgedreht - so kommt es mir vor. Ich habe also zurzeit weder negative noch positive Symptome und nehme mein Medikament, welches mich möglicherweise aufputscht.
Jedenfalls wollte ich die Ideen teilen - kann bei einer "unheilbaren" Krankheit ja vielleicht helfen. Möglicherweise bin ich auch einfach nicht "F 20.0 paranoid schizophren" gefährdet. Und, im schlimmsten Fall wirds schlimmer:-).
Gefahr !
510 Freitag, den 30. März 2018 um 02:20 Uhr
Martin P.
Ich lebe schon seit einigen Jahren mit zwei! schizophrenen Menschen zusammen (beides Familienmitglieder). Es ist die HÖLLE.
Beide sind drogensüchtig und haben schon so manche Wertsachen von mir und anderen Familienmitgliedern gestohlen, um Drogen zu kaufen. Fast täglich wird auch nach Geld verlangt. Und wehe, man sagt nein. Dann geht die Party richtig los. Aggressionen, Beleidigungen schlimmster Art und manchmal auch Gewalt sind hier vorprogrammiert.
Wir sind eine christliche Familie, die jeden Sonntag in die Kirche geht und mit dem Priester eine gute Verbindung pflegt. Warum ich das erwähne? Ganz einfach. Diese zwei kranken Menschen haben unsere Bibeln und andere religiöse Objekte in ihrem Wahn zerstört: Verbrannt oder weggeschmissen!
Sie haben satanistische Symbole an die Wand geschmiert und reden nur noch diabolisches Zeug!
Die Polizei zu rufen bringt auch nichts. Die machen ja nichts. Immer heißt es: "Solange er für Sie oder sich selbst keine Gefahr darstellt, können wir ihn nicht mitnehmen".
Diese Menschen können sich so "krass" verstellen. Sobald die Polizei da ist tun die so, als ob sie völlig normal, aber WIR die Verursacher des Streits wären! Wir sind einfach nur noch verzweifelt und psychisch komplett am Ende. Niemand will uns helfen, weil keiner unsere Situation versteht.
Man kann mit diesen Menschen nicht zusammenleben. Sie sehen schlicht nicht ein, dass sie krank sind. In Deutschland ist es leider so, dass man nichts für diese Menschen machen kann, solange sie nicht selber einer Therapie zustimmen. Diese Menschen können ihre Handlungen nicht mehr kontrollieren. Man MUSS diese Menschen zwingen. Anders kann man ihnen nicht helfen! Leider ist das alles nicht so einfach. Aber, muss erst jemand getötet werden, bevor man durchgreift?
Ich habe leider jegliches Verständnis für diese Menschen verloren. Und die beiden, mit denen ich zusammenleben muss, hasse ich einfach nur noch und möchte, dass sie für immer verschwinden. Jahrelange Frustration und Hilflosigkeit haben sich bei mir und dem Rest meiner Familie angestaut. Wir wissen einfach nicht mehr, was wir tun können.
Sandro wurde gefunden
509 Mittwoch, den 28. März 2018 um 14:02 Uhr
Bernd
Heute früh wurde mein Sohn Sandro verwahrlost in einen Park in Regensburg gefunden - von Polizisten, denen man sehr dankbar sein muss. Denn sie konnten ihn überreden, sich freiwillig in eine Psychiatrie fahren zu lassen. Ich hoffe, dass nun alles gut wird.
Keine Gefahr?
508 Samstag, den 24. März 2018 um 11:14 Uhr
M.R.
Der Sohn meines Mannes aus erster Ehe leidet seit vielen Jahren an einer hebephrenen Schizophrenie. Ob er aktuell Drogen konsumiert ist mir nicht bekannt. Tatsächlich ist es so, dass er mich für eine Mörderin hält. Ebenso weitere Mitglieder meiner Familie. Das geht soweit, dass er uns die Hausschlüssel entzogen und "weitere Schritte" angedroht hat.
Heute hat er erneut mein Auto beschriftet: "Mörderpack".
Ist ja alles nicht so gefährlich, und es macht mir auch nicht so viel aus. Nur weiß ich nicht, was weiterhin möglich ist, wenn ich nicht, wie von ihm gewünscht, verschwinde.
Für Christine
507 Donnerstag, den 22. März 2018 um 09:16 Uhr
Bernd
Hallo Christine,
bei meinem Sohn beschloss das Gericht damals (2012) noch die Zwangsbehandlung für kurze Zeit.
Und vielleicht erhielt er gleich am Anfang so einige Spritzen. Als ich 4 Tage später in der Klinik war, wollte mich mein Sohn leider nicht sehen und ließ mich aus dem Krankenzimmer verweisen. Es wurde mir aber berichtet, dass er anstandslos die Tabletten nahm.

Ich vermute, man wird auch zu dieser Methode zurückkehren.
Von Professor Dr. Andreas Heinz von der Charité Berlin und künftigem Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie habe ich jetzt gelesen, dass er sagte: „Ich bin für Zwangstherapie. Ich finde, Menschen haben ein Recht darauf, dass wir sie aus ihrer Psychose holen.“ Danach könnten sie frei entscheiden, ob sie eine Therapie wollen. „In der Psychose haben sie diese Entscheidungsfreiheit nicht.“

Leider habe ich nur einen Link zu dieser mörderischen Geschichte gefunden:
https://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article173639048/Eine-Krankheit-eine-Familie-und-ein-Mord.html
Antwort für Bernd
506 Mittwoch, den 21. März 2018 um 21:40 Uhr
Christine
Hallo Bernd,
das hört sich alles soo schrecklich an, und ich kann nur mein Mitgefühl einer betroffenen Mutter an Sie senden. Ich weiß nicht wo Sie wohnen, aber bei mir gibt es (ich muss allerdings auch 45 Min. fahren) z.B. eine Gruppe, die sich APK (Angehörige psychisch Kranker) nennt.
Wir treffen uns einmal im Monat. Ich war heute wieder dort. Es hilft, wenn man mit Betroffenen reden kann. Bei uns sind immer ein Arzt sowie auch erfahrene Betroffene da. Und die haben oft einen Rat.
Soviel ich weiß, gibt es diese Gruppe in jeder Stadt. Man kann es im Internet herausfinden, wenn man APK und seinen Wohnort eingibt. Versuchen Sie es doch mal. Vielleicht weiß dort jemand Rat.
Ich weiß, was Sie durchmachen. Mein Sohn war auch schon zweimal verschollen. Einmal in Spanien, und letztes Jahr ist er in Kroatien in der Psychiatrie wieder aufgetaucht. Danach hat er sich bei uns gemeldet und wohnte dann 2 Wochen bei uns. Leider hat der Wahn überhand genommen, und wir riefen die Polizei. Seitdem ist er in der Klinik. Aber aufgrund unserer Gesetze kann er in der Klinik nicht gegen seinen Willen behandelt werden. Er wird entlassen werden - und die ganze "Kacke" geht von vorne los.
Für Christine
505 Mittwoch, den 21. März 2018 um 16:59 Uhr
Bernd
Hallo Christine,
von einem Diplom Sozialpädagogen,der als Betreuer vorgesehen war, und an den ich sämtliche Unterlagen meines Sohnes Sandro G. geschickt hatte, erhielt ich keine Antwort mehr. Er war sozusagen nur noch als eine nie antwortende Mailbox präsent. Der Betreuer hat das Recht, Auskunft an Angehörige zu verweigern. Zum anderen braucht er einen weggelaufenen Betreuten auch nicht als vermisst zu melden. Darüber wurde ich von der Justiz in Mainz belehrt (u.a. wegen des Datenschutzes).

Ein Berufsbetreuer, der nichts tat außer zu kassieren (Höchstbetrag)- sogar als mein Sohn geflüchtet war - wurde inkassomäßig abgebucht. Die Betreuung wurde aufgehoben, als das hohe Arbeitslosengeld 1 meines Sohnes zu Ende war. Das war nach über einem Jahr, nachdem er in seinem Wahn blitzartig und nur mit dem, was er auf dem Leib trug, aus Mainz geflüchtet war. (Der Betreuer war weder für Lohn und Konto noch für Vermögen zuständig).
Er wäre allerdings für die Wohnung zuständig gewesen. Was er nicht tat. Hier hätte ich bei der Kripo Anzeige erstatten müssen, was ich aber wegen Erfolgslosigkeit nicht gemacht habe. Aus dem von der Wohnungsgesellschaft gekündigten Apartement, weil mein Sohn nichts mehr überwiesen hatte, wurden deren Inhalt (u.a. wichtige Dokumente) gestohlen. Weil eine Symptom der Krankheit ist, dass er den Kontakt zu Angehörigen abbrach, hatte ich weder eine Vollmacht von ihm noch von diesem Betreuer. Somit wurde mir der Zutritt zur Wohnung verweigert. Ich war also umsonst nach Mainz gefahren, um noch vor der (kriminellen) Räumung etwas zu retten (u.a. Laptop, TV, Opel-Werksunterlagen, Facharbeiterbrief, Bargeld).

Ich gehe davon aus, dass die heutige Justiz meinen Sohn nicht noch einmal, wie 2012, rettet und ihm keine zweite Chance geben wird. Sie lässt solche Obdachlosen an ihren Psychosen (Erkrankung) krepieren, was bei diesen Kranken schnell gehen kann. Das heißt, es ist durchaus möglich, dass sie aus Scham dazu neigen, Suizid zu begehen.

Was Ihren Sohn betrifft: Er wird nicht ohne Tabletten aus der Psychose kommen. Nur so ist er zu retten. Die Krankheit ist chronisch und er wird vielleicht für immer Tabletten nehmen müssen. Das Problem ist nur solche Medikamente zu finden, die nicht dick machen.

Nachdem mein Sohn in Ansbach entlassen wurde, bekam er von der Uni-Psychiatrie Mainz nur Dickmacher. Lehrärzte (Assistenzärzte), bei denen man eher das Gefühl hatte, dass sie wenig Ahnung hatten, stattdessen aber wohl mehr in den Händen der Pharmavertreter waren.
Mein Sohn wurde aber dadurch wieder normal. Er arbeitete wieder, besuchte zu Ostern seine Mutter und nahm mit mir Kontakt auf - bis er glaubte, auf die Tabletten verzichten zu können. Danach hörte er erneut Stimmen.
Ungarn, Ägypten, Nürnberg - alles verloren! Er brach wieder jeden Kontakt ab, ging nach Süditalien, dann zurück nach Nürnberg, um nun seinen in Italien unterbrochenen Suizid zu beenden.
Antwort für Bernd
504 Montag, den 19. März 2018 um 12:03 Uhr
Christine
Hallo Bernd,
ich musste spontan weinen, als ich Ihren Bericht laß. Mein Sohn ist auch an Schizophrenie erkrankt (Bericht auf dieser Seite vor Ihnen) und hat ähnliche Krankheitszüge. Er will auch immer reisen. Bisher haben wir immer alles bezahlt, aber auf Dauer stürzt es alle Beteiligten in den Ruin.
Warum hat Ihr Sohn denn keine Betreuerin? Die könnte bei einer Vermisstenanzeige behilflich sein. Nimmt ihr Sohn denn nie Kontakt zu Ihnen auf?
Für mich habe ich mir schon überlegt, dass ich mit unserem Fall an die Öffentlichkeit gehe. Anders wird sich die Gesetzgebung nicht ändern.
Ich wünsche Ihnen viel Kraft, und dass sich Ihr Sohn bald meldet und zur Einsicht kommt.
Wie kann ich eine Vermisstenanzeige aufgeben und jemandem zwangsweise helfen lassen?
503 Sonntag, den 18. März 2018 um 14:27 Uhr
Bernd
Als mein Sohn an paranoider Schizophrenie erkrankte, sorgte 2012 noch ein engagierter Richter dafür, dass er in eine Klinik kommt, um so einer Zwangseinweisung als von der Polizei vermuteter Obdachloser zu entgehen. Danach schien er geheilt und arbeitete wieder als Facharbeiter bei Opel. Nach 2 Jahren glaubte er auf die verordneten Tabletten verzichten zu können: Es kam der Rückfall!
Er verlor alles: Arbeit und Wohnung. In Nürnberg auf der Straße lebend und psychisch belastet, verlor er sein hohes Arbeitslosengelt 1 und verschenkte auch noch sein Smartphone. Trotzdem verweigerte die hier 2015 zuständige Richterin eine zwangsweise Einweisung in eine Klinik zur erneuten Untersuchung mit möglicher anschließender Therapie - so, wie es zuvor schon einmal stattgefunden hatte.
Als man schließlich einen Streetworker auf ihn angesetzt hatte, hat man ihn vermutlich verscheucht. Er verschwand.
Im Januar 2017 kam er in Süditalien zwangsweise in eine Psychiatrie. Dorthin war er gereist. Er konnte kein Italienisch, ernährte sich aus Müllkübeln und irrte dort auf diese Weise über ein Jahr umher. Er sprach mit niemandem. Bis zufällig eine Nonne seine Krankheit und den Suizid auf Raten erkannte und ihn zwangsweise einliefern ließ.
Nachdem man ihn in der Psychiatrie etwas mit Tabletten therapiert hatte, konnte man ihn – sozusagen als „hilflose“ Person – in einen Flieger setzen.
Vom Ankunftsterminal weg sollte er dann – auf Anregung der Botschaft in Rom sowie aufgrund eines übersetzten italienischen ärztlichen Attests – noch einmal zwangseingeliefert werden, was aber das zuständige Berliner Gericht ablehnte.
Eine – nur für einige Monate bestellte – Betreuerin (Anwältin) bestimmte den Sozialdienst des Frankfurter Flughafens (den es nur hier gäbe) und stellte meinen Sohn vor die Wahl: Klinik oder Obdachlosenunterkunft in Frankfurt. Er wählte das Obdachlosenheim, wohin er von einer Stewardess gebracht werden sollte. Also erhielt er einen S-Bahnfahrschein zu einer Obdachlosenunterkunft im Bahnhofsviertel. Aber, alles in allem war’s das dann auch für ihn. Nach 4 Wochen war er weg.
Im Dezember habe ich von einem Polizisten erfahren, dass er in Nürnberg in Bahnhofsnähe herumirre. Wieder beim Gericht. In Nürnberg. Das regte an, dass man ihn aus seiner Psychose herausholt. War jedoch vergeblich.
Ich vermute: Obwohl unserer heutigen Justiz bekannt ist, dass bei Obdachlosen, bei denen ein möglicher Suizid zum natürlichen Krankheitsverlauf gehören kann, sie nun aber durchaus den Tod zulässt, anstatt wie früher für eine notwendige Reha zu sorgen. Statt zu versuchen, diese Obdachlosen – auch unfreiwillig – aus ihrer Psychose zu holen, lässt man sie dagegen grausam verrecken. Denn die Lebenserwartung solcher Kranken ist in der Obdachlosigkeit sehr kurz. Besonders im kalten Deutschland.
Wie kann ich erreichen, dass man ihn unfreiwillig aus der Psychose holt? Es wäre vielleicht seine Rettung!
Möglicherweise hat er nun anonym Suizid begangen, denn er ist verschwunden.
Leider nimmt die Polizei keine Vermisstenanzeige auf. Vielleicht kann mir jemand sagen, wie man diese Anzeige für einen Obdachlosen stellen kann, damit mein Sohn nicht irgendwo als anonymer Toter begraben wird?
Psychose meines Sohnes
502 Mittwoch, den 14. März 2018 um 17:54 Uhr
Christine
Unser Sohn (27) leidet schon seit einigen Jahren an paranoider Schizophrenie. Er ist aktuell schon zum 4. Mal in der Klinik. Wir hatten einen vernünftigen Richter und auch begutachtenden Arzt. Auf Grund seines sehr aggressiven Verhaltens, wurde er für 1 Jahr in eine beschützende Einrichtung eingewiesen.
Wir hatten eine Einrichtung gefunden, die ihn ohne Medikamenteneinnahme aufgenommen hätte (unser Sohn ist ein strikter Medikamentenverweigerer).
Leider war er nur 1 Tag dort, danach wurde er wieder in die Klinik zurück geschickt. Er bekam dort einen derart aggressiven Anfall, dass sich alle Insassen und Betreuer vor ihm gefürchtet haben. Seither ist er in der Klinik. Und bisher wurde nirgends ein weiterer Platz ohne Medikamente gefunden. Die Einweisung läuft Anfang Juli d.J. aus. Aktuell hatte er in der Klinik einen Rückfall. Es geht ihm schlecht. Dank unserer Gesetzeslage sind aber allen die Hände zwecks einer Behandlung gebunden. Wir können alle nur zusehen. Aller Voraussicht nach wird er entlassen werden müssen, und wir als Eltern können nur zusehen, wie er allmählich zu Grunde geht!!
Vor dem Gesetz ist er erwachsen und hat das Recht selbst zu entscheiden, wie er leben will. Nur dass er überhaupt nicht in der Lage ist, seine Entscheidungen zu verantworten!!
Alternativen zu Psychopharmaka
501 Mittwoch, den 07. März 2018 um 14:40 Uhr
Unwissender
Sehr geehrte Kollegen,
es gibt durchaus Alternativen zu Psychopharmaka. Schauen Sie sich doch mal bei unseren finnischen Kollegen um. :https://www.youtube.com/watch?v=HDVhZHJagfQ
Humbug
500 Mittwoch, den 07. März 2018 um 14:19 Uhr
Michael
Paranoide Schizophrenie ist meist eine reine Behauptung, um den Betroffenen mit Neuroleptika vollzupumpen. Ich rate jedem von dieser Chemie ab, die das Gehirn zerstört. Vertraut nicht diesem Experten-Verlag Axel Springer oder der Pharmalobby!
Hilfe?
499 Montag, den 05. März 2018 um 13:59 Uhr
Sandra
Ich habe als Mutter meines 25-jährigen (drogenabhängigen und schizophrenen) Sohnes die Erfahrung gemacht, dass NIEMAND hilft. Nur bla, bla! Da müsse er sich selber rausziehen. Ja, wie denn?
Psychologen, Psychiater, Richter, Betreuer, Polizei, Ärzte, soz.-psychol.-Dienst - alles durch. Niemand ist zuständig!? Als Mutter muss ich nun zusehen, wie mein Sohn jeden Tag ein kleines Stückchen mehr stirbt!
Hilfe
498 Montag, den 05. März 2018 um 13:22 Uhr
Sandra Breiter
Ich hatte professionelle Hilfe im Haus. Aufgrund des PsychKG (Psychisch-Kranken-Gesetz) wurde mein Sohn mitgenommen. Gegen seinen Willen! Nach 3 Tagen war er aus der Psychiatrie wieder raus, weil ein anderer Richter das PsychKG in Frage stellte.
Nun irrt mein Sohn völlig verwirrt und Drogen konsumierend durch die Gegend.
Außer leeren Versprechungen habe ich als Mutter noch keinerlei Hilfestellung bekommen. Ich bin so ratlos und hilflos. Ich liebe meinen Sohn über alles, kann ihm aber nicht helfen! Aus Verzweiflung habe ich den Kontakt zu ihm abgebrochen. Um nicht daran zugrunde zu gehen, gehe ich nun den Weg des Verdrängens - jedoch, es kommt immer wieder hoch!!
Wechselwirkung
497 Freitag, den 16. Februar 2018 um 21:08 Uhr
Simone
Guten Tag,
wie ist Ihre Einschätzung zu dieser Medikamentendosierung? Patient wird wegen Schizophrenie behandelt:
5mg Flupentixol (3 Wochen) = Nebenwirkungen: Sprachstörung, Parkinsonsyndrom, Kopfdruck.
Danach:
10mg Flupentixol, 5mg Quetapin, 5mg Diazepam, 21mg Nordazepam. Patient klagt weiter über Nebenwirkungen:
Herzrhythmusstörungen, Parkinsonsyndrom, Schwitzen, Zittern, Schluckbeschwerden, Sehstörung, Muskelsteifheit etc.
1Woche später:
Flupentixol 15mg, Quetapin 5mg, Diazepam 5mg, Nordazepam 21mg.
Danach:
Schlechtes Blutbild. Jetzt: 5mg Fluanxol, 5mg Quetapin, Orfinil Sirup 250ml.
Ich danke Ihnen für Ihre Bemühungen
S. Lillo
Schizophren
496 Mittwoch, den 14. Februar 2018 um 18:16 Uhr
Tina
Meine Tochter ist 34 Jahre alt, und war wegen der Droge "Pep" (Speed) in einer Klinik. Dort hat man ihr Tabletten gegeben, die sie aber nicht nimmt. Sie hört Stimmen, hat Verfolgungswahn, schreit, weint und wird hochgradig agressiv, wenn sie einen Schub hat. Wer kann mir bzw. ihr helfen? In eine Klinik will sie nicht. Was kann ich machen?
Sex bei Neuroleptika
495 Dienstag, den 13. Februar 2018 um 21:11 Uhr
Nikolaus
Hallo,
nach der Einnahme von Neuroleptika bekomme ich nie eine Erektion. Wenn ich vorher Sex habe, komme ich nach einer Minute. Wenn ich länger keine Neuroleptika nehme, kann ich mindestens 10 Minuten, aber meistens 20 und mehr. Woran liegt das?
Ich kann keine Errektion mehr bekommen ohne Hilfsmittel. Ab und zu funktioniert's, aber ganz selten. Und dann komme ich sehr früh. Bevor ich das erste Mal Neuroleptika genommen habe, hatte ich bestimmt 5 Stunden pro Tag eine Errektion, und mein Penis war um einiges dicker. Jetzt - nach 13 Jahren - geht gar
nichts mehr.
Tickende Zeitbombe
494 Sonntag, den 11. Februar 2018 um 12:56 Uhr
Betroffener
Da ich einen paranoid schizophrenen Stiefsohn habe, den ich nun einige Jahre begleitet und beobachtet habe, kann ich sagen:"Ja, diese Menschen sind leider gefährlich!"
Mein Stiefsohn ist mittlerweile 29 Jahre alt, hat in seiner Jugend alles mögliche an Drogen konsumiert, und seit etwa 8 - 9 Jahren hat sich diese Krankheit manifestiert. Immer wieder wurde er wegen Gewaltausbrüchen, Wutanfällen und auch tätlichen Angriffen auf dritte Personen in die Psychiatrie eingeliefert. Wobei ich gleich sagen muss, dass er von den Drogen weg ist - aber ganz massiv Stimmen hört, die ihm immer wieder diese Übergriffe "befehlen"!
Bei einem Vorfall hat er eine Freundin attackiert, hat nach ihr geschlagen und getreten, und wurde schließlich von 8 Beamten der Polizei abgeführt. In der Klinik ist er dann auf eine Pflegerin losgegangen und hat diese gewürgt.
Also ganz so harmlos, wie es hier in einigen Kommentaren dargestellt wird, sind diese Patienten nicht!!
Mittlerweile befindet sich unser "Sohn/Stiefsohn" im betreuten Wohnen und ist seit 1 1/2 Jahren etwas "unauffälliger". Allerdings sind die Stimmen in seinem Kopf ein ständiger Begleiter. Und die wird er wohl auch nie wieder los.
Was mich nur entsetzte, ist ein Gespräch mit der behandelnden Psychiaterin vor 1 1/2 Jahren, die sagte, sie wäre bald mit ihrem Latein am Ende. Und wenn noch mal ein Übergriff passieren würde, käme er in die "Forensische ..." - dann wäre er für Jahre weg vom Fenster ....
Schizophrenie und Autofahren?
493 Donnerstag, den 08. Februar 2018 um 23:05 Uhr
Sven
Mein Vater hat - in seinem Beisein - meine Schwester mit seinem Auto fahren lassen. Sie ist, ohne es zu bemerken, bei roter Ampel über die Kreuzung gefahren! Es ist zum Glück nichts passiert. Das war's dann mit dem Fahren. Sie hat natürlich immer noch einen gültigen Führerschein.
Also: Ob ein an Schizophrenie Erkrankter ein Fahrzeug führen sollte/darf, hängt stark von der eingestellten MEDIKATION ab! Die gewollte und nicht gewollte Wirkung einschl. Nebenwirkungen der Medikamente führt eher dazu, kein Fahrzeug zu führen. Besser für den Patienten und die anderen Teilnehmer am Straßenverkehr!
Das heißt aus meiner Sicht: Auf keinen Fall darf ein Patient unter diesen Substanzen ein Fahrzeug im öffentlichen Raum/Bereich führen!!
Eure Meinung dazu?
Grüße an Alle
Akuter Schub
492 Dienstag, den 30. Januar 2018 um 21:42 Uhr
tanja
Meine Schwester leidet unter Psychose und hat einen akuten Schub. Der Psychiatrische Dienst macht nichts; wimmelt mich sogar am Telefon ab. Ich müsse mich damit abfinden und mich schützen. Solange sie keine Gefahr für sich oder andere sei, könne man nichts tun. Soll das alles sein? Meine Schwester will das Land verlassen. Sie ist uns inzwischen schon zweimal abgehauen und kam erst nach Tagen wieder. Wir wissen nicht, wie wir sie zum Arzt bekommen sollen??? Wer weiß einen Rat?
Problem
491 Samstag, den 27. Januar 2018 um 15:22 Uhr
...
Seit 2011 ist niemand mehr verpflichtet Neuroleptika zu nehmen. Das heißt, dass jede Behandlung gegen den Willen des Patienten Körperverletzung ist. Die andere Seite der Medaille ist, dass - wie ich am eigenen Leib erfahren habe - viele Ärzte einfach unfähig sind, die Medikamente richtig einzustellen. Ich habe 2 Jahre unter schweren EPS nur wach im Bett gelegen. Heute nehme ich ein verträgliches Mittel. Wer wissen will, ob er einen normalen Dopaminspiegel im Gehirn hat, sollte eine l-dopa pet machen.
Stimmen verändern sich
490 Samstag, den 30. Dezember 2017 um 10:17 Uhr
Hartwig
Hallo!
Ich höre seit 1 Jahr Stimmen. Seit ich Olanzapin nehme, haben sich die Stimmen zu Geräuschen verändert und sind nicht mehr dauernd da. Hat diese Erfahrung auch schon jemand gemacht? Gehen die Stimmen/Geräusche ganz weg? Und, wie lange dauert es, bis sie weg sind?
Ist Schizophrenie heilbar? , Redaktion Medizin
Da hilft überhaupt keine Ansprache
489 Mittwoch, den 20. Dezember 2017 um 21:26 Uhr
Heidrun
Das kann ich aus Erfahrung sagen. 2x erlebt, dass der erwachsene Sohn eine akute Phase hatte.
Einmal habe ich die Obdachlosigkeit, den Rauswurf aus der KK, Strom/Gaszufuhrsperre gestoppt. Das 2. Mal habe ich die total verwahrloste Wohnung wieder in Ordnung gebracht. Da ich etwas älter als 30 bin, wo einem alles leichter fällt, war das keine leichte Aufgabe. In beiden Fällen wurde mir bei Vorsprachen beim Arzt gesagt, er sei erwachsen.
Zu guter Letzt habe ich dann für einige Belange des alltäglichen Lebens eine Betreuung beantragt. Das funktioniert gut, da wir alle gut miteinander reden können. Zurzeit ist mein Sohn in der Klinik. Ich hoffe,er kann dort bleiben, bis er stabil ist. Sicher ging es anderen Angehörigen nicht besser. In der Familie hat man kaum Unterstützung. Vielleicht gibt es jemanden dem es ähnlich erging?
Gefährlich ?
488 Samstag, den 09. Dezember 2017 um 12:19 Uhr
Der Benutzer
Hallo zusammen, ich bin erschrocken über diese Kommentare. Ich bin selbst von dieser Krankheit betroffen und würde behaupten, dass ich alles andere als gefährlich bin. Ich bin ein hilfsbereiter, verständnisvoller Mensch. Auch mit dieser Krankheit würde ich niemandem etwas tun. Bevor man so etwas gemeines schreibt und alle über einen Kamm schert, sollte man sich vorher die Frage stellen, wer hier gefährlich ist? Sorry! Aber wahr ...
Akathisie nach vielen Jahren ohne Neuroleptika?
487 Freitag, den 08. Dezember 2017 um 18:14 Uhr
Ginger
Hallo,
ich habe vor 5 Jahren Haloperidol erhalten und hatte da eine starke Akathisie. Nach dem Absetzen ging sie weg.
Seit vorletztem Sommer habe ich jedoch (zum Glück nur ganz selten) eine Bewegungsunruhe, die sich genauso anfühlt, nur nicht so stark. Sie tritt dann auf, wenn die Außentemperaturen deutlich ansteigen.
Kann das noch vom Haloperidol kommen? Oder kann das auch unabhängig davon auftreten?
Was ist eine Akathisie? , Redaktion Medizin
in Berlin leider keine Selbsthilfegruppen
486 Sonntag, den 26. November 2017 um 20:53 Uhr
Elfriede
Hallo,
ich suche nun schon seit einigen Jahren nach einer Selbsthilfegruppe für Angehörige Schizophrenie-Kranker. Mein Sohn ist mit 26 Jahren erkrankt. Jetzt ist er 37. Bei dem letzten Schub ist er total verwahrlost. Ich würde mich sehr gern mit betroffenen Angehörigen austauschen. Vielleicht weiß Jemand, wo es in Berlin eine Selbsthilfegruppe für Angehörige gibt. Mit hilft nichts, wo es um Depressionen geht, Danke
immer wieder eine schwierige Situation
485 Freitag, den 24. November 2017 um 19:52 Uhr
Ella
Mein Sohn leidet an paranoider Schizophrenie. Er ist 34 Jahre alt. Nun hat er den 3. Schub erlebt. Vom sozialpsychiatrischen Dienst bin ich etwas enttäuscht. Dort wird voll darauf abgestellt, dass psychisch Kranke ihr Recht auf Behinderung ausleben können. Diese kranken Menschen verwahrlosen dann oder werden obdachlos. Es gebe das entsprechende Gesetz. Den Angehörigen hilft das ja nun überhaupt nicht weiter, manchmal komme ich mir als Mutter dann sehr hilflos vor.
Sorge um mein Kind
484 Montag, den 20. November 2017 um 14:50 Uhr
Andrea
Hallo,
meine Tochter ist drogenabhängig und hat jetzt eine sehr starke Psychose. Sie sitzt zur Zeit in der JVA, aber da bekommt sie keine Medikamente dafür. Was kann ich tun, wie kann ich ihr helfen. Sie müsste dringend und schnell in eine geschlossene Psychiatrie, aber keiner kann mir helfen.
alternative Behandlungsmöglichkeiten
483 Sonntag, den 19. November 2017 um 21:33 Uhr
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Rmts kann auch zur Behandlung von Schizophrenie eingesetzt werden, nur leider lese ich hier in dieser Beratung fast nichts darüber außer einem kurzen Verweis
Ist halt so na ja
482 Sonntag, den 19. November 2017 um 21:26 Uhr
...
Es würde gar nicht auffallen, wenn jemand so was hat und anständig nach Richtlinie von seinem Arzt behandelt wird, die ganzen Menschen, die keine Medikamente nehmen, sind alle vorher überdosiert worden, punkt.
Nurso
481 Sonntag, den 19. November 2017 um 16:45 Uhr
soso
Es ist erschreckend, was für Kommentare hier zu sehen sind. Familien von erkrankten Menschen dürfen auch vor ihrer eigenen Tür wischen und sich fragen, ja vielleicht ist was schief gelaufen. Der Charakter eines Menschen besteht und wird durch Liebe von der Familie und Freunden geprägt, und dann kommt die Krankheit, gibt es positive Krankheiten? Die Krankheit wird stigmatisiert, in gewissen Kommentaren sonst nichts. Aber es ist halt so, dass bei psychischen Erkrankungen kein großes Verständnis vorhanden ist. Jeder hat ja seine Probleme und ja ich denke, es gibt auch schlechte Menschen. Hat aber nichts mit der Frage zu tun, ob schizophrene Menschen gefährlich sind.
Eps
480 Samstag, den 18. November 2017 um 22:24 Uhr
...
Eigentlich gibt es die katatone Schizophrenie sehr selten, aber Medikamente wie Risperidon, Fluanxol oder Haldol können sehr starke Bewegungsstörungen und Denkhemmungen verursachen. Das sehe ich als Hauptgrund, warum sich Schizophrene nicht bewegen können und fett werden.
Überdosierung
479 Samstag, den 18. November 2017 um 22:07 Uhr
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Man sollte regelmäßig den Medikamentenspiegel im Blut messen und die Nebenwirkungen nicht bagatellisieren. Ich hätte deswegen fast einen Unfall gebaut und wäre auch schon mehrfach fast in den Straßengraben gefahren.
paranoide Wahnvorstellungen
478 Samstag, den 18. November 2017 um 21:47 Uhr
...
Also, an dem Blick erkennt man es schon sehr schnell, ob jemand Angst hat. Leute mit Schizophrenie haben diesen ängstlich feindseligen Blick. Durch die ständigen Halluzinationen kommt ein ausgeprägtes feindliches Misstrauen dazu, dass sie nicht zwischen Freund und Feind nicht unterscheiden können. Aus ihrer Sicht sind alles Feinde, sie in ihrem Wahn wollen sich eigentlich nur verteidigen.
Forensik
477 Samstag, den 18. November 2017 um 21:36 Uhr
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Wenn ich hier die Kommentare lese, würde mich mal der Fall Gustl Mollath interessieren. Er meinte doch, dass ein schneller Tod da menschlicher gewesen wäre. Die Gutachten der forensischen Psychiater können auch unter Umständen zu lebenslanger Sicherheitsverwahrung führen...
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