Kommentare (776)
Schützen!
676 Sonntag, den 05. Mai 2019 um 15:05 Uhr
Kein Opferschutz
Auch ich und mein Sohn litten unter meinem schizoprenen Ex-Partner. Anfänglich konnte er sich sehr gut tarnen, und ich habe kleine Merkwürdigkeiten eher abgetan und nicht als Warnsignal wahrgenommen. Als wir zusammenzogen, ging der Terror richtig los. Er hat mich nicht geschlagen, mir aber angedroht, mich mal so richtig durchschütteln zu wollen. Zum Teil kam es in unserer Beziehung zu sexueller Nötigung. Auch ich bin der Meinung, dass man Schizophrenie auf keinen Fall verharmlosen und Opfern Schutz bieten sollte. Mein Ex-Partner steht einfach mal vor meiner Tür und bedroht meine Familie. Er erzählt furchtbare Dinge über mich und meine Familie und keiner tut etwas, weil er ja der Kranke ist. Ich bin sogar schon aufgrund dieser Erlebnisse in Therapie. Der Mann wollte mich zerstören - krank hin oder her. Und ich finde es richtig schlimm, dass diese Menschen nicht belangt werden. Sie können quasi ungehindert ihre Krankheit rauslassen. Das geht für mich überhaupt nicht. Muss denn immer erst einer sterben, bevor etwas gemacht wird? Klar sollte man jeden Schizophrenen anders behandeln, aber ich denke, in erster Linie muss man die Opfer schützen. Eine Verharmlosung der Krankheit nützt keinem etwas. Es darf auch nicht sein, dass einer ganz alleine das Leben anderer komplett zerstören darf. So etwas darf nicht geduldet werden. Mir, als Opfer, steht das Recht auf sorgloses Leben genauso zu. Das sollte man mal nicht vergessen. Wenn ein Mensch der Gesellschaft schadet, sich nicht an die Grundrechte hält - und da ist mir der Grund egal -, dann muss er belangt werden. Dann müssen diese Menschen eben lebenslang behandelt werden. Man muss auch als Kranker akzeptieren, dass man eben nicht alles darf. Jemand, der blind ist, muss auch lernen damit umzugehen und akzeptieren, dass somit ein "normales" Leben nicht möglich ist. Ich finde wirklich, dass man zuviel Akzeptanz von den anderen verlangt. Vielleicht wäre der Ansatz der Therapeuten besser, Schizophrenen beizubringen, sich zu akzeptieren und es als Krankheit, die das "normale" Leben einschränkt, hinzunehmen.
Psych.KG Schizophrenie
675 Freitag, den 03. Mai 2019 um 08:27 Uhr
Gertrud Müller
Liebe Frau Wächter und Herr Korinth, würden Sie sich mit mir in Verbindung setzen? email:jannisgertrud@yahoo.gr
Paranoide Schizophrenie
674 Dienstag, den 23. April 2019 um 10:41 Uhr
Marc
Also, ich bin 21, seit 4 Jahren an Schizophrenie erkrankt und finde die Berichte der Menschen hier teils sehr traurig und erschreckend. Ich selber habe durch die Krankheit meine Partnerin, mit der ich 6 Jahre lang zusammen war, und meine engsten Freunde verloren. Menschen wie ich sind selten gefährlich. Wir vereinsamen oft, weil wir von allen fallen gelassen werden. Klar gibt es Ausnahmen und Personen die stark gewalttätig sind, aber die meisten Menschen, so wie ich wehren sich nur, wenn wir in die Ecke getrieben werden. Die wenigsten Menschen, die hier so negativ über Schizophrene reden, können sich vorstellen wie es sich anfühlt, teilweise den Bezug zur Realität zu verlieren und am Ende komplett alleine im Leben zu stehen. Man muss Menschen wie mich nicht bemitleiden, aber behandelt uns bitte wie jeden normalen Menschen mit Respekt und stellt uns nicht als gewalttätig und gefährlich dar. Wir haben es genauso verdient wie jeder andere Mensch zu leben und uns was aufzubauen. Abartig wie Menschen wie ich, dargestellt und ausgegrenzt werden.
Schizophrene gefährlich?
673 Sonntag, den 14. April 2019 um 11:52 Uhr
mareike
An Susi Sonnenschein.
Dann haben Sie bestimmt keine paranoide Schizophrenie. Es gibt ja auch andere Formen. Sollten Sie aber die paranoide Schizophrenie haben, sind sie leider eine rühmliche Ausnahme.
Psychose Remission
672 Mittwoch, den 10. April 2019 um 15:38 Uhr
Daniel
Ich hatte vor gut 2 Jahren eine Psychose. Von Anfang Feber (Februar) 2017 bis Ende März 2017 war sie akut. Danach waren die positiven Symptome weg, aber ich litt an einer starken Depression, die aber nach etwa einem Jahr abgeklungen ist. Mittlerweile nehme ich das Antidepressivum (Sertralin) auch nicht mehr. Ich fühle mich wieder normal. Und das dank vieler Dinge: Zum einen durch die Medikation (jetzt nur noch 15mg Abilify), eine Psychotherapie, die ich gemacht habe, Sport, Familie und Nahrungsergänzungsmittel - aber vor allem durch Freunde. Als ich aus der Psychiatrie kam, ging es mir mies (klarerweise). Ich hatte zwar keine Wahnvorstellungen mehr, dafür aber anderes: Depression, negative Symptomatik. Ich konnte nicht mehr alleine wohnen. Vor allem wegen irgendwelcher Ängste. Ich zog also wieder zu meinen Eltern. Damals hatte ich gedacht alles verloren zu haben - hatte keinen Job mehr, studieren ging auch nicht mehr, keinen Kontakt mehr zu meinen Freunden, weil sie auf einmal zu weit weg waren. All das machte mich noch depressiver. Ich hatte oft auch Selbstmordgedanken, ging dann aber nocheinmal in die Psychiatrie. Dieses Mal freiwillig. Dort wurden mir dann zusätzlich Antidepressiva verschrieben. Ob die halfen? Anfangs natürlich nicht. Doch dann wurde es schleichend besser. Na ja, vor und nach diesem Psychiatrieaufenthalt habe ich viel Sport gemacht. Vor allem mit meinem Vater, der mich dazu auch oft angetrieben und motiviert hat, wofür ich ihm im Nachhinein auch sehr dankbar bin. Immer zuerst Sport, dann eine Meditation. Aber, wie gesagt, es wurde dann wirklich schleichend besser. Kurz vor Weihnachten 2017 fuhr ich dann wieder öfter allein raus nach Wien, wo ich vorher (und auch jetzt wieder) alleine wohnte (wohne), und machte etwas mit meinen Freunden. Das hat gut getan! Meine Ausflüge nach Wien wurden dann immer öfter und länger, bis ich dann Mitte Jänner 2018 wieder komplett nach Wien zog. Von Feber (Februar) bis Mai machte ich dann die Tagesklinik, die auch sehr geholfen hat. Danach fühlte ich mich wieder halbwegs normal, habe aber erst vor ca. 3-4 Wochen das Antidepressivum abgesetzt, und spüre keinen Unterschied zu vorher mit den Antidepressiva. Mir geht's gut! Ich fühle mich gesund und, naja, ich hoffe, das, was ich hier geschrieben habe, gibt euch Mut und Hoffnung. Aber - man muss viel an sich arbeiten und braucht Geduld.
Ist Schizophrenie heilbar? , Redaktion Medizin
Mein Sohn
671 Dienstag, den 09. April 2019 um 22:36 Uhr
Corinna Lotsch
Ich versuche seit Jahren ihm zu helfen, habe in einer Psychiatrie nach Hilfe gesucht - aber ohne FU kann ich nichts machen, sagte man mir. Er ist 34 Jahre und seit ungefähr 10 Jahren wird es - im Zusammenhang mit der Einnahme von Drogen - immer schlimmer. Er entschwindet sehr oft der Realität, sieht Menschen, die nicht da sind, entzieht sich dem sozialen Umfeld und meidet die Familie. Meine Schwiegertochter wird sich jetzt von ihm trennen, um die Kinder zu schützen. Es gibt Momente, in denen er sehr wütend und ausfallend wird. Auch mir gegenüber. Er traut keinem. Und alles, was ich ihm vorschlage, ist so oder so falsch. Ich bin echt am Limit. Durch meine Ausbildung weiß ich, dass er sehr krank ist. Aber ich kann ihm nicht helfen. An wen kann ich mich wenden?
Erkrankung des Ehemannes
670 Montag, den 01. April 2019 um 23:55 Uhr
Marla
Bei meinem Mann traten die Symptome das erste Mal im Frühjahr 2017 auf. Verfolgungswahn, Bestrahlung und Überwachung seitens der Nachbarn, sie wurden massiv von ihm telefonisch wie persönlich angegriffen. Zum Glück haben sie keine Schritte gegen ihn unternommen. Damals mussten wir ihn zwangseinweisen lassen. Er wurde gut mit Medikamenten eingestellt, aber im Herbst verringerte man die Dosierung, und seit Ende Februar diesen Jahres ging es wieder los. Zum Glück hat er sich freiwillig in die Psychiatrie begeben und wird jetzt seit 5 Wochen stationär behandelt. Wir, also seine ganze Familie leidet natürlich darunter. Aber, da wir das jetzt schon zum 2. Mal erleben haben wir beschlossen, uns nicht mehr verrückt machen zu lassen. Wir gehen es locker an, besuchen ihn regelmäßig und hoffen, dass die Medikamente bald anschlagen. Ich hoffe, ich konnte einigen Mut machen!? Es ist eine schlimme Krankheit, aber man lernt damit umzugehen. Alles Gute für die betroffenen Familien!
Sind Menschen mit Schizophrenie gefährlich?
669 Sonntag, den 31. März 2019 um 23:47 Uhr
Markop
Ich bin erschüttert von einigen Kommentaren angeblich „gesunder“ Menschen. Ich selbst habe mich in eine Frau verliebt, gerade weil sie diese „Krankheit“ hat! Nein, ihr habt richtig gelesen, genau deshalb. Ich wusste allerdings damals nichts von dieser "Krankheit", aber eines der positiven Symptome war ihr auffallend lustiges Lachen, das richtig ansteckt. Gerade wegen ihres Lachens und ihrer Art habe ich mich in sie verliebt. Als ich dann das erste Mal eine akute Phase bei ihr erlebt habe, war ich natürlich auch erschrocken. Aber gefährlich ist sie nie. Natürlich sollte man bei Erkennen sofort den Notdienst holen und nicht unnötig vor ihr rumspringen oder sie sinnlos ansprechen (das kann Angst erzeugen). Sie ist so eine tolle und mutige Frau, da kann sich so manch einer was abschauen. Was sie so alles erleben musste nur wegen dieser Krankheit, das erleben einige nicht mal in ihrem ganzen Leben. Sie ist 27 Jahre alt. Was sie allein schon in der Klinik auf der geschlossenen Station sehen musste, wenn sie wieder zu Bewusstsein kommt, möchte keiner sehen. Die Depressionen und Ängste beim Ausschleichen der akuten Medikamente sind wahrscheinlich die Hölle für sie. Diese Menschen sind viel sensibler als andere. Man muss vollkommen offen in so einer Partnerschaft miteinander umgehen. Es gibt natürlich auch Einschränkungen, wo ich natürlich mehr gefragt bin. Sie ist für ihr Alter viel weiter, weil sie so viel auch erleben musste. Aber sonst ist sie wie jede andere Frau auch. Da kenne ich viel schlimmere Typen, die gefährlicher und nicht in Behandlung sind!
Hallo, Oliver
668 Sonntag, den 31. März 2019 um 15:30 Uhr
...
Die Medikamente, wenn sie in hoher Dosis verabreicht werden, verursachen eine Überempfindlichkeit gegen Dopamin. Es bilden sich überviele D2 Rezeptoren und so ensteht eine Überempfindlichkeit dagegen. Ich bin inzwischen der Meinung, dass Antipsychotika aus ökonomischen Gründen in Überdosen verabreicht werden, und dass die Diagnose oft falsch gestellt wird. Es gibt keinen objektiven Beweis. Außer "Beobachtungen", die nicht mehr vertrauenswürdig sind nach den Skandalen der Psychiatrie. Lass' dich nochmal auf andere Faktoren untersuchen. Ansonsten sind die Neuroleptika der epigenetische Faktor der dir schadet.
Sehr geehrter Herr Korinth
667 Samstag, den 30. März 2019 um 21:57 Uhr
Steffi Wächter
Wäre es möglich, sich mit mir in Verbindung zu setzen? Bin betroffene Mutter mit fast ähnlichem Bild eines schizophrenen Sohnes! Über Facebook zu erreichen! Mein Name ist Steffi Wächter! Wäre Ihnen sehr dankbar! Vielen Dank!
Mama
666 Sonntag, den 17. März 2019 um 14:22 Uhr
Unbekannt
Könnt ihr mir einen Tipp geben? Also: Meine Mama denkt, dass mein Papa fremdgegangen ist und sagt, dass sie Beweise hat - obwohl sie uns die nicht zeigt. Ich habe gefragt wo sie das angeblich gehört hat und sie hat gesagt, dass sie das gesehen hat - und dass sie ein Engel sei. Dann bin ich auf die Seite gestoßen, habe alles durchgelesen, mit meiner Mama verglichen - und das Meiste hat gestimmt. Was soll ich denn jetzt machen? Oder sind das überhaupt keine Wahnvorstellungen? Hat jemand einen Tipp? Hoffe auf möglichst schnelle Antwort.
Krankheitseinsicht
665 Freitag, den 15. März 2019 um 20:56 Uhr
Michaela
Es werden viele Tipps gegeben, wie man mit dieser Krankheit leben kann. Aber was macht man, wenn der (oder die) Angehörige nichts annimmt, nichts tun will, keine Einsicht hat, Medikamente ablehnt, kurz vor der Obdachlosigkeit steht, oft laut und aggressiv ist und sich auf keine Therapie einlässt? Viele Beiträge, die hier geschrieben wurden, könnten aus unserem Leben sein. Ich hatte Tränen in den Augen, weil es anderen auch so geht. Meine Tochter ist seit 18 Jahren krank, und keiner der behandelnden Ärzte hat mir bis heute von sich aus erklärt, wie ich mit meinem Kind umgehen soll, um ihm, dem Kind, nicht auch noch zu schaden. Hilfe und Beratung bietet sich nicht an. Man muss alles selbst mühsam recherchieren, und selbst das ist nicht immer von Erfolg gekrönt. Wenn sie sagt, jemand will sie umbringen oder Strahlen verbrennen sie, darf ich nicht sagen: "Das ist nicht so!" Die Theorie hört sich immer gut an, aber die Praxis? Wo gibt es geschlossene Abteilungen mit schönen Einzelzimmern und einer umfangreichen Betreuung? In unserem Einzugsgebiet nicht. Dort ist es trostlos und verstörend. Ich schließe mich hier allen mit nicht so guten Erfahrungen an.
Ja, machen sie!
664 Mittwoch, den 13. März 2019 um 09:30 Uhr
Ich
Ich habe seit der Gabe von Neuroleptika und Antidepressiva Gewichtsprobleme. Zuvor war ich immer schlank. Heute nehme ich zu, wenn ich nur einen Apfel angucke. Dabei nehme ich die Tabletten seit 7 Jahren nicht mehr. Kann man die Auswirkungen „rückgängig“ machen?
Schizophrenie
663 Sonntag, den 10. März 2019 um 21:38 Uhr
Unbekannter
Hallo, alle zusammen,
hatte eine paranoide Schizophrenie. Mir haben Medis und Ärzte nicht geholfen. Ich habe die Krankheit nicht mehr. Habe mich selbst analysiert und meine Geschichte aufgeklärt, wie es dazu kam. Ich stand vor dem Spiegel mit dem Gedanken mich um zu bringen. Habe mich für das Leben entschieden, und bin heute nicht mehr krank. Es braucht viel Zeit, um sich zu formen. Es ist bis heute noch ein Prozess in meinem Leben, und ich bin sehr froh darüber heute euch mitzuteilen, dass jeder von uns eine Chance hat wieder in die Normalität zurückzukommen. Dankeschön.
Ist Schizophrenie heilbar? , Redaktion Medizin
Zyprexa
662 Sonntag, den 10. März 2019 um 14:08 Uhr
Blume. Erika
Ich musste 30 Jahre Psychopharmaka schlucken. Für eine Krankheit, die es gar nicht gibt. Heute habe ich einen Grauen Star und bin auf dem linken Auge erblindet, weil der Psychiater und die Augenärztin die Falschbehandlung verleugnet haben. Ich kann nur vor Psychopharmaka warnen. Sie zerstören das Leben der Menschen. Helfen können sie nicht. Erika Blume, Zittau.
Papa meines Kindes leidet an Wahnvorstellungen
661 Sonntag, den 10. März 2019 um 13:28 Uhr
Petra
Guten Tag,
der Vater meiner Tochter leidet meiner Meinung nach an Wahnvorstellungen. Nur als kurzes Beispiel, und das ist jetzt eines der harmloseren:
Wir hatten gestritten. Das ist jetzt über ein Jahr her. Daraufhin habe ich mich mit meiner acht Wochen alten Tochter ins Schlafzimmer eingesperrt, weil ich Angst vor ihm hatte. Ich habe mich schlafen gelegt, er war im Wohnzimmer beim Xbox spielen. Dann hat er mir fast die Türe eingetreten, weil er behauptet hatte, er hätte durch das Babyphone gehört, wie ich gestöhnt habe. Das Babyphone allerdings war ausgeschaltet, und ich habe geschlafen. Er war dann sehr aggressiv. Solche Vorkommnisse sind öfter geschehen. Dass er Sachen behauptet, wie zum Beispiel da wären Menschen, die nicht da waren. Und, er hätte Dinge gesehen, die so nicht stimmen. Punkt. Daraufhin habe ich mich mit meiner Tochter von ihm getrennt. Es ging leider einfach nicht mehr. Es wurde jeden Tag schlimmer und häufiger. Jetzt haben wir die Regelung, dass wir uns alle 14 Tage für 2 Stunden an öffentlichen Orten treffen, damit er seine Tochter sehen kann. Das lief bis jetzt ganz gut soweit. Ich dachte auch, da er jetzt seit zwei Wochen in psychiatrischer Behandlung ist, das bekäme er als Auflage vom Arbeitsamt, da er schon lange Hartz IV bezieht, dass er verstanden hat, dass das damals wirklich Wahnvorstellungen waren und nichts mit der Realität zu tun hat. Heute hatten wir eine kleine Diskussion, weil ich der Meinung war, dass er den Eintritt von seiner Tochter doch bitte zahlen soll wenn wir uns treffen, da ich ja auch Spritkosten und so weiter habe. Das war für ihn Anlass, wieder vollkommen durchzudrehen, seine Wahnvorstellungen von damals wieder auszupacken und mich und meine Familie regelrecht zu verleumden. Jetzt bin ich natürlich sehr verunsichert, weil ich Angst habe, dass er irgendwann Wahnvorstellungen hat, die unsere Tochter betreffen und ihr in seinem Wahn irgendetwas antut - oder auch mir. Wissen Sie, was ich meine? Ich bin sehr verunsichert, wie ich auf diese Tatsache reagieren soll. Ich muss noch dazu sagen, dass er ein Drogen und Alkoholproblem hat, das bestimmt zu dem Umstand der Wahnvorstellungen beiträgt. Ich habe ihn auch vor zwei Wochen darauf hingewiesen, dass wir uns nur nüchtern treffen, da er eine Fahne hatte. Was er natürlich nicht so toll fand, aggressiv wurde und es abstritt.
Schizophrenie-Erkrankung meines Sohnes
660 Samstag, den 09. März 2019 um 18:42 Uhr
Steffi. Wachter
Seit 30 Jahren leidet mein Sohn an Schizophrenie! Chronisch schwerer Verlauf! Alles durch! Und es wird immer schlimmer! Er hat weder eine Einsicht und er verweigert seine Medikamente! Bin immer da für ihn! Mein Wunsch wäre, ihn gesund werden zu lassen! Er ist mir so nah und doch so fern! Hilfe von außen gibt es nicht! Alle wenden sich ab! Habe auch keine Freunde mehr! Keiner will das Elend hören! Zwei Suizidversuche habe ich durch! Brauche selbst Hilfe! Wer kann mir vielleicht helfen? Danke.
Sohn mit Schizophrenie
659 Mittwoch, den 06. März 2019 um 22:00 Uhr
Thorsten
Menschen mit dieser Krankheit sind gefährlich. Sie sind unberechenbar. Habe selber einen Sohn mit dieser Krankheit. Er hatte schon öfter Gewaltausbrüche mit Körperverletzung, ohne dass es einen Grund dafür gab. Es ist an der Zeit, dass sich in diesem Staat etwas Grundlegendes ändert. Hier wird doch nur den Tätern geholfen - und nicht den Opfern!
Angst
658 Dienstag, den 05. März 2019 um 15:16 Uhr
Rapunzel
Bei meinem Freund wurde vor 3 Wochen eine paranoide Psychose diagnostiziert. Ich vermute, dass er schon sehr viel länger krank war, ich aber sein übertriebenes Misstrauen und sein starkes Rückzugsbedürfnis fälschlicherweise als Wesenszug gewertet habe. Die letzten Tage vor der Einweisung in die Psychiatrie habe ich als entsetzlich beängstigend und kräftezehrend erlebt. Mein Freund hatte sich in einem Netz aus Angst verfangen. Er steigerte sich in (für mich) absurde Ideen und Befürchtungen hinein, die ihn nicht mehr schlafen und tagsüber als rastlosen, erschöpften und verzweifelten Schatten seiner selbst in der Wohnung umherirren ließen. Hinzu kam seine Angst vor möglichen Repressalien durch seinen Arbeitgeber infolge seiner Arbeitsunfähigkeit. Alle meine Anstrengungen, seine Befürchtungen und wahnhaften Thesen zu entkräften, bewirkten bei ihm - wenn überhaupt - nur einen sehr kurzfristig beruhigenden Effekt. Ich traute mich zuletzt nicht mehr, ihn allein zu lassen. Er wich mir auch kaum noch von der Seite. Sein Puls lag permanent bei 120-140. Er nahm innerhalb weniger Tagen 7 Kilo ab, und als er in der dritten Nacht in Folge mehr in der Küche saß, als dass er schlief, ließ er sich von mir zum Neurologen bringen. Der Neurologe drückte uns eine Einweisung für eine notfallmäßige stationäre Aufnahme in der Psychiatrie in die Hand, und dort verbrachte mein Freund die letzten 2 Wochen. Für mich stellte diese räumliche Trennung erst einmal eine spürbare Entlastung dar. Zum einen wusste ich ihn in professioneller Behandlung, und zum anderen war ich selbst mit meinen Kräfte am Ende. Seine Angst machte mir zuletzt selbst solche Angst, dass ich kaum noch handlungsfähig war.
In der Klinik wurde er medikamentös eingestellt, und inzwischen hat er sich soweit stabilisiert, dass er wieder etwas entspannter im Hier und Jetzt sein kann. Dennoch sickern zeitweise seine wahnhaften Ideen wieder durch. Auch wirkt er trotz Antidepressivum nach wie vor eher bedrückt und antriebsarm (was aber zum Teil bestimmt auch am Tavor liegt, das jetzt nach und nach ausgeschlichen wird). Seit gestern befindet er sich in teilstationärer Behandlung, d.h., dass er morgens in die Klinik geht und abends wieder heimkommt. Ich habe Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe für Angehörige aufgenommen weil ich spüre, wie einsam und hilflos ich mich derzeit mit ihm fühle. Dass es ihm aufgrund seiner Erkrankung derzeit nicht möglich ist, auf mich als seine Partnerin so wie früher einzugehen, ist mir bewusst. Dennoch fehlt mir diese Nähe. Aber zugleich stützt er sich mehr denn je auf mich...
Schizophreniekranker Bruder
657 Montag, den 04. März 2019 um 21:49 Uhr
Cemre Lal
Seit 16 Jahren leben meine Eltern mit meinem an Schizophrenie erkrankten Bruder. Er bekommt Tabletten und Spritzen. Nimmt Drogen und Alkohol. Wir haben mehrmals versucht, ihn klinisch behandeln zu lassen. Er schlägt meine Eltern (mein Vater ist 70 Jahre alt), und peitscht meine Mutter mit dem Gürtel. Er wird zwar vom psychiatrischen Dienst abheholt, kommt aber ohne Behandlung wieder raus. Der Grund? Er sieht völlig gesund aus. Das Leben meiner Eltern ist die reinste Hölle. Wenn die Polizei kommt oder jemand vom sozialen Dienst, kann er sich auf einmal umstellen, und wirkt ruhig wie ein richtiger Theaterspieler. Sobald er aber mit meinem Eltern wieder alleine ist, kommen die Horrorszenen. Klar, er ist 34 Jahre alt, und meine Eltern müssten nicht mit ihm leben. Das ist aber leicht zu sagen. Meine Eltern können das nicht tun, weil er krank ist. Wir wollen nur, dass er mindestens 6 Wochen in der Klinik behandelt wird. Nichts anderes. Aber niemand hilft. Irgendwann wird er meine Eltern umbringen.
Eine Toleranz
656 Mittwoch, den 27. Februar 2019 um 19:37 Uhr
...
Gegen die Medikamente entwickelt sich eine Toleranz, wenn sich - wie ich es gewohnt bin - nicht an die Behandlungsrichtlinie gehalten wird. Und wenn aus Angst, Faulheit oder schlicht Inkompetenz zu hohe Dosen gegeben werden, entwickelt sich schneller eine Toleranz. Der subjektiv Zwangsdiagnostizerte bekommt trotz Medikamenten eine Psychose. Und was hilft dagegen mehr? Neuroleptika - bis die Nebenwirkungen unerträglich werden. Mich wundert das keineswegs und habe vollstes Verständnis, wenn ich in der Zeitung von 30 Angriffen unzufriedener Patienten pro Monat auf psychiatrische Einrichtungen lese.
Schizophrenie-Erkrankung meines Sohnes
655 Dienstag, den 26. Februar 2019 um 20:34 Uhr
Steffi. Wachter
Hallo!
Ich weiß nicht mehr weiter! Seit 20 Jahren leidet mein Sohn an paranoider Schizophrenie! Mittlerweile chronischer Verlauf! Mehrere Einweisungen! Zuletzt 8 Monate Maßregelvollzug! Wurde ohne Therapie und Auflagen als nicht schuldig entlassen! Hat einen gesetzlichen Betreuer! Aber es wird immer schlimmer! Weitere Straftaten sind schon erfolgt! Diebstahl, Zechprellerei usw! Behhandlung und Tabletten verweigert er! Bin immer da für ihn! Mittlerweile bedroht er mich auch! Keiner tut etwas! Mir wird nur immer gesagt, wenn er für sich und andere keine Bedrohung darstellt, könne man nichts tun! Er lebt aber in einer völlig anderen Welt! Wieso kann man nicht helfen! Bin selbst ein Wrack, und trage keine guten Gedanken in mir! Ich habe mein Kind an diese Krankheit verloren! Das ist wie sterben! Kann mir jemand helfen! Danke.
Es gibt keine Lösung, daher auch keine Hilfe! Leider wahr!
654 Montag, den 25. Februar 2019 um 15:46 Uhr
Gki
Es gibt keine Lösung, daher auch keine Hilfe! Leider wahr!
Es gibt keine Schizophrenie
653 Samstag, den 23. Februar 2019 um 18:42 Uhr
Neal
Es gibt keine Schizophrenie. Was es gibt, ist eine durch Stress indizierte, vorübergehende Stoffwechselstörung oder eine Art Vergiftung. Die stigmatisierende Diagnose an sich sowie die „ Behandlung“ traumatisieren den Betroffenen weiter. Dadurch findet eine Art negativer Lernprozess statt. Die Erinnerung an vorangegangene Episoden lösen neue Episoden aus. Medikamentöse Behandlung ist ein schwerwiegender Eingriff und schädigt. In einer so genannten Psychose ist die Filterung weggefallen. Dadurch bekommt man einen plötzlichen und überwältigenden Einblick und Zugang zum Unbewussten. Unverstanden erzeugt dies dermaßen Stress, dass sich für den Betroffenen immer wieder sehr stressvolle und somit schädigende Psychosen ereignen. Wenn sie verstanden werden, bieten sie eine unschätzbare spirituelle Quelle und die Heilung psychischer Traumata.
Professionelle Hilfe
652 Donnerstag, den 21. Februar 2019 um 19:10 Uhr
Kevin L.
Das ist ja schön und gut. Bei meiner Lebensgefährtin geht es mittlerweile soweit, dass sie agressiv wird, alles und jedem gegenüber. Ihre Wohnung komplett zerlegt, ihr Sohn hat Angst vor ihr. Und in jedem, der für sie da sein will sieht sie die Bedrohung, dass dieser Stück für Stück ihr Leben zerstört. Der sozialpsychiatrische Dienst tut ebenfalls nichts. Und, wenn man Rat bei denen sucht, wird man genervt angegiftet. Der Satz, der bei mir das Fass zum Überlaufen brachte: "...und wenn Sie sich in der Weser versenkt, können wir dagegen auch nichts tun". So sieht professionelle Hilfe in Bremerhaven aus. Ich glaube kein bisschen mehr, dass dem Staat oder irgendeiner sonstigen Institution etwas daran liegt, diesen Menschen zu helfen. Ich bin einfach nur sauer, dass man nichts tun kann
(...)
651 Mittwoch, den 20. Februar 2019 um 04:44 Uhr
Sabine
Kommentar: Masche
Du hast recht. Wer die Medis nimmt, kann Schizo Anzeichen bekommen. Die Auswirkungen sind bei jedem anders und können ganz schlimme Auswirkungen haben. Wer das als Arzt abstreitet, hat meines Erachtens keine wirkliche Erfahrung damit. Die Pharmaindustrie streitet dieses ab, weil sie ihre Produkte an den Mann bringen will. Wird ein Medikament dieser Art verboten, bekommt es einen anderen Namen. Dr. Josef Zehentbauer hat das Buch "Abenteuer Seele" herausgebracht, was ich sehr gut finde. Der Mann versteht was davon. Solltest Du Dir mal durchlesen.
Ist Schizophrenie heilbar? , Redaktion Medizin
Sind Menschen mit Schizophrenie gefährlich?
650 Sonntag, den 10. Februar 2019 um 13:14 Uhr
Klaus
Sie sind sogar sehr gefährlich. In unserem Wohnhaus erstach eine Mutter ihre 9-jährige Tochter. Man diagnostizierte akute Schizophrenie. Sie wurde 1/2 Jahr behandelt und kam als geheilt wieder frei.
schizophrene Schwester
649 Sonntag, den 10. Februar 2019 um 11:35 Uhr
Michael
Meine Schwester ist jetzt 48 und seit ihrem 17.Lebensjahr in psychiatrischer Behandlung - je nachdem, wie sie es will. Denn eigentlich therapiert sie sich selber in ihrer Messibude. Der Staat macht es sich sehr leicht, diese Kranken so frei drehen zu lassen und alles auf die Angehörigen abzuwälzen. Wie soll das gehen? Jemanden mit "Fingerspitzengefühl" dazu zu bringen, sich in dauerhafte psychiatrische Behandlung zu begeben? Für mich siehts so aus, dass sich so manche bewusst in eine Psychose reinsteigern, aber einfach nur zu faul sind zu arbeiten und sich den Regeln unserer Gesellschaft nicht unterordnen möchten. Meine Schwester ist so eine. Hat mit 16 Jahren angefangen psychologische Lehrbücher zu lesen, ging daraufhin nicht mehr zur Schule und hat gekifft und getrunken. Angelesene Schizophrenie? Gibt es so etwas? 30 Jahre Terror! Mein Vater ist verbittert gestorben, meine Mutter bricht Kontakt jetzt ab - mit 80 Jahren! Und meine Nichte geht nun auch zum Therapeuten. Ich vermisse Schutz vom Staat. Die, also meine Schwester, fährt betrunken Auto: Warum darf sie noch den Führerschein haben?
Diagnose
648 Samstag, den 09. Februar 2019 um 15:48 Uhr
...
Es gibt seit 2010 einen Bluttest, der krankhafte Proteine nachweist und dadurch Schizophrenie, eine bipolare Störung oder eine Depression nachweisen kann. Auch lässt sich mit diesem Test abschätzen, welches Medikament am besten wirkt und wie die Nebenwirkungen ausfallen. Den "subjektiven Quatsch", den die Psychiater fabrizieren, kann man heutzutage getrost in die Tonne kloppen.
Thrombose unter Risperidon
647 Freitag, den 08. Februar 2019 um 03:08 Uhr
reini
Unter minimaler Dosis Risperidon mal heftigst (!) den Unterschenkel (Schienenbein) angeschlagen. Glück, dass kein Bruch. Nach 14 Tagen heftige Unterschenkel-Venenthrombose. Evtl. Zusammenhang mit Risperidon nicht ganz auszuschließen!?
Mein Mann
646 Dienstag, den 05. Februar 2019 um 08:55 Uhr
Rabia bierwagen
Ich weiß nicht mehr weiter, wie ich meinem Mann helfen kann. Brauche bald selber Hilfe.
Schizophrene Schwester
645 Sonntag, den 03. Februar 2019 um 09:44 Uhr
Michael
Das sind alles gut gemeinte Tipps für Angehörige, aber in der Praxis unnütz. Ab einem gewissen Punkt kann man nicht mehr helfen und die Person auch nicht mehr ertragen. Dann muss man sich von ihr distanzieren. Sonst geht man selbst daran kaputt.
Psychische Gewalt
644 Sonntag, den 03. Februar 2019 um 07:53 Uhr
Alexander
Die psychische Gewalt meiner schizophrenen Frau macht alles kaputt. Familie, Freunde, Hobbys. Ich habe nur noch ein einziges Hobby, und nun ist das auch unter Beschuss. Doch weil sie sich seit etwas mehr als einem Jahr als heilig betrachtet, macht sie dies alles im Namen ihres Glaubens, um mich und meine Kinder von all dem Bösen dort draußen zu beschützen - damit wir nicht in die Hölle kommen (obwohl wir bereits in der Hölle sind). Wird sie bei ihren Gebeten durch ein kleines "Pip" der Kinder gestört, rastet sie aus. So gut wie jeder Mensch dort draussen wolle sich ja nur an ihr rächen und sei böse. Doch leider zählen unsere Kinder auch bald zu denen, da sie in ihren Augen alles falsch machen. Sie dürfen keine Kinder mehr sein: Mit 7 und 11! Es ist die Hölle, die ich niemandem wünsche. Ärzte unternehmen rein gar nichts dagegen. Und wenn irgend ein Amt eingreift, dann werden höchstens die Kinder weggenommen, statt das Problem bei der Wurzel zu packen.
Schizophrenie
643 Freitag, den 01. Februar 2019 um 19:24 Uhr
Chrisi
Infekt, Toxine und Melanome.
Habt Ihr mal die Alat und Kreatinkinase geprüft. Ist Serotonin und Dopamin zu niedrig und Glutamat zu hoch? Könnten Toxine sein. Ausgelöst durch Infekt. Viren, Bakterien und Pilze bilden nämlich Toxine, wie Acetaldehyd. Und das ist ein Alkohol, der Leberwerte und die Kreatinkinase verändert. Der ATP-Zyklus funktioniert nicht mehr. Hirn, Herz und Nervenzellen sterben ab. Das gibt nochmal Toxine. Hat das schon mal ein Psychiater geprüft? Siehe Frau Dr. Lorenz aus Minden und Dr. Bodo Kuklinski aus Rostock uva.
Wir haben die Erfahrung gemacht, und das kennen die wenigsten: Die Menschen in der Psychiatrie werden nur medikamentiert und wieder entlassen. Wer verwirrt ist, dem hilft niemand. Für mich ist das staatlich unterlassene Hilfeleistung. Alle sehen, die Menschen sind schwerkrank und brauchen Hilfe, aber niemand hilft! Hier braucht es schnelle ambulante vor Ort Behandlung. Antipsychotische Spritze und schnelle Wiedereingliederung. Könnte alles über den 116b SGB V umgesetzt werden. Niemand müsste in einem reichen Land wie Deutschland mit seinen klugen Richtern und Ärzten verwahrlosen, erfrieren oder verhungern. Man hat sich jedoch ein byzantinisches System aufgebaut, um nicht helfen zu müssen. Man spricht vom Recht auf Krankheit - da tut einem doch alles weh! Recht auf Gesundheit wäre wohl angebrachter, dauert 5 Minuten und bedarf nur einer kleinen Spritze. Charité-Mediziner Andreas Heinz ist der künftige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie. Er kennt die dunkle Psychiatriegeschichte, den tausendfachen Patientenmord in der Nazizeit. Er hat in den 80iger Jahren erlebt, wie Patienten lange weggesperrt wurden. Er war dankbar für Reformen. Dennoch sagt er: „Ich bin für Zwangstherapie. Ich finde, Menschen haben ein Recht darauf, dass wir sie aus ihrer Psychose holen.“ Danach könnten sie frei entscheiden, ob sie eine Therapie wollen. „In der Psychose haben sie diese Entscheidungsfreiheit nicht.“
Wie beginnt eine Schizophrenie? , Redaktion Medizin
Mein Sohn (34 J.) ist seit über 10 Jahren schizophren
642 Donnerstag, den 31. Januar 2019 um 16:26 Uhr
Thomas Korinth
Mein Sohn ist seit über 10 Jahren schizophren. Im April 2018 hat er seine Mutter im Schlaf mit einem Beil getötet. Er sitzt seitdem in der forensischen Psychiatrie ein. Er war vor dieser Tat mehrere Male in Kliniken - auch von Amtswegen. Alle Hilferufe und Mahnungen der Familie blieben immer ungehört. Die Ärzte meinten, wenn er gut auf Medikamente eingestellt sei, könne er gut damit leben. Diese Menschen nehmen aber nicht die Medikamente ein. Auch, dass wir den Ärzten erzählt haben, dass er unter seinen Wahnvorstellungen Menschen und auch seine Mutter angegriffen hat, blieb seitens der Ärzte ohne Echo. Obwohl mein Sohn seiner Nachbarin aufgelauert hatte, meinte tatsächlich sogar die Polizei, sie könne nichts machen. Es müsse erst etwas passieren. Die Einsicht bei meinem Sohn (wenn er mal ansprechbar war) ging gegen Null. Wir waren, meine beiden anderen erwachsenen Kinder, die Mutter und ich völlig überfordert. Selbst die Mithilfe der Freunde hat nichts bewirkt. Jetzt kam vor einigen Tagen heraus, dass er in Berlin im Mai 2017 einen weiteren Menschen in seinem Verfolgungswahn erstochen und getötet hat. Es ist unfassbar! Meine ganze Familie ist am Boden zerstört. Es kann nicht sein, dass die Familien mit derartigen Angehörigen völlig allein gelassen werden. Und, wenn man sie unterbringen möchte, muss man sich den Spruch von Amtsärzten sagen lassen, ob man seinen Sohn "einknasten" lassen möchte. Ich möchte alle betroffenen Familien und Angehörigen auffordern, dass sich die Gesellschaft bzw. die Gesetzte ändern müssen. Ein Autofahrer, der seinen Führerschein wegen Alkohol entzogen bekommt, muss nachweisen, dass seine Leber sauber ist und keine Alkoholspuren mehr in den Haaren zu finden sind. Und dann muss er noch eine MPU bestehen. Die tickenden Zeitbomben der schizophrenen Gewalttäter dagegen können frei herumlaufen. Ich möchte etwas bewirken und die Politik zum Einlenken bewegen. Denn auch ich möchte andere Familien davor bewahren, vielleicht auch ein solches Schicksal durchleben zu müssen. Hier meine Email-Adresse: thomas-korinth@freenet.de Ich weiß auch, dass die betroffenen kranken Menschen ihre Taten eigentlich nicht begehen wollen. Aber der Wahn und die Stimmen im Kopf sind mächtiger als der Verstand. Vielleicht schaffen wir es zusammen!?
Solian Absetzsymptome
641 Dienstag, den 29. Januar 2019 um 21:03 Uhr
Frau
Ich habe beim zweiten Tag des Absetzens starkes Sodbrennen mit Erbrechen gehabt. Ich habe Kopfschmerzen und fühle mich wegen des Erbrechens natürlich etwas elendig. Ich hatte nur eine Minidosis von 50 mg. Ich hatte es ausprobiert um die innere Unruhe in Schach zu bekommen. Es half auch. Ich habe ADS und atypischen Autismus. Abgesetzt hatte ich es wegen vermehrtem Hunger und starkem Schwitzen.
Masche
640 Dienstag, den 29. Januar 2019 um 02:00 Uhr
...
Das soll gar nicht heilbar sein. Ich weiß nämlich, dass Neuroleptika das Gehirn so verändern, dass es beim Absetzen automatisch wieder zu einer Psychose kommt. Das ist extra so gemacht, um jemanden aus dem Weg zu räumen. Selbst Gesunde würden davon "schizo" werden.
Ist Schizophrenie heilbar? , Redaktion Medizin
Meine Tochter denkt, sie sei etwas ganz Besonderes
639 Samstag, den 26. Januar 2019 um 13:48 Uhr
Angelika
Meine Tochter (43) behauptet, sie könne über ihre drei Geistheiler mit Toten kommunizieren. Sie bezeichnet sich als Medium, und bietet gegen Geld ihre Dienste an. An Weihnachten war nun ständig der kürzlich verstorbene Nachbar meiner Eltern bei unserer Feier bzw. unterhielt sich mit ihr. Das war kein Spaß mehr. Ihre 13jährige Tochter vertritt den Standpunkt, dass man mit Toten nicht reden kann. Meine Tochter meinte, es wäre wissenschaftlich erforscht und sie schreibt sogar ein Buch darüber. Es gibt auch mehrere Videos von ihr im Netz. Ich konnte nicht ertragen, dass meine Enkelin so verblödet wird und hielt zu ihr. Meine Tochter hat seitdem den Kontakt zu mir abgebrochen. Ich will auch, dass sie sich mal untersuchen lässt. Ihre vierjährige Tochter versteht noch nichts vom Tod, dennoch ist es unschön, wenn die Mutter sich mit Toten unterhält. Ihr Lebensgefährte unternimmt nichts. Er müsste doch als Erster merken, dass mit ihr ganz und gar was nicht stimmt. Er hält voll zu ihr. Sicherlich sieht er das Geld, das sie als Medium verdient.
Ich vermute, meine Tochter ist an Schizophrenie erkrankt.
2009 wurde sie von einer Freundin in die Nervenklinik gebracht. Sie hatte Angst, dass ein Exfreund durch die Wände kommt und sie umbringt. In der Zeit hatte sie sich gerade von ihrem Partner getrennt, und war mit Kind, großer Wohnung und Studium allein. Sie hatte sich bereits am nächsten Tag wieder entlassen und sagte, sie hatte einen Burnout. Was kann ich tun, damit sie sich einem Arzt vorstellt? Mit ihrem Partner kann ich nicht reden.
Fixierung, Zwangsmedikation
638 Donnerstag, den 24. Januar 2019 um 11:03 Uhr
HansKröger
Was aber ist, wenn sich der Patient ganz ruhig verhält, niemandem droht und einfach nur die Zwangsmedikation verweigert? Dann dient die Fixierung einzig dem Zweck, die Zwangsmedikation durchzusetzten. Ist es dann erlaubt, auch wenn ein richterlicher Beschluss zur Zwangsmedikation vorliegt?
Sinn
637 Samstag, den 19. Januar 2019 um 02:10 Uhr
Unknown
Versteck spielen? Kein Kommentar!
Meine Mutter ist an paranoider Schizophrenie erkrankt
636 Samstag, den 19. Januar 2019 um 01:19 Uhr
Davide
Kaum jemand kann sich vorstellen, was ich für ein Martyrium mitmache. Seit ca. 7 Jahren ist meine Mutter an paranoider Schizophrenie erkrankt. Vor 6 Jahren saß ich selbst schon wegen einer schweren depressiven Episode in der Psychiatrie, weil ich mich psychisch nicht mehr schützen konnte. Es ist der Hölle gleichzusetzen. Ich bin leider wohl zu empathisch und leide sehr darunter, dass es meiner Mutter nicht gut geht. Seit einem Jahr wird es so schlimm mit ihr, dass gerichtliche Verfügungen gegen sie laufen, und ich selber wieder kurz vor der Depression stehe. Ich fühle mich vom Gesetz und allen Möglichkeiten im Stich gelassen, und kann das nicht mehr verstehen. Alles, was ich von Selbsthilfe-Gruppen weiß und wie man damit umgehen soll, funktioniert nicht immer. Ich bin ihr Kind - auch, wenn ich erwachsen und oft befangen bin. Ich kann bald nicht mehr. Was muss denn passieren, dass sie zwangseingewiesen wird? Ich befürchte wirklich Schlimmes. Ich habe mich an den sozialpsychiatrischen Dienst gewandt, an die Polizei - aber letztendlich passiert nichts. Ich habe Angst um sie. Dass möglicherweise draußen was Schlimmes passiert. Denn sie ist ständig Nachts unterwegs und kommt in komische Situationen. Aber ich bin auch oft wütend auf sie. Solche Menschen können einen zur Weißglut treiben, da haben viele keine Vorstellung von. Jetzt will sie die Wohnung wechseln, weil sie sich in ihren Halluzinationen sämtliche Sachen einbildet. Wann hört das auf? Und wann komme ich zur Ruhe? Ich habe sehr, sehr viel mitgemacht im Leben und bin oft für mich alleine. Weil ich das brauche, und auch selber unheilbar krank bin.
Schizophrenie
635 Freitag, den 18. Januar 2019 um 23:09 Uhr
Melissa
Hallo zusammen,
mein Bruder ist 24 Jahre und leidet nun auch an der Krankheit. Das Schlimmste, was ihm passiert ist, ist: Keiner aus seiner Familie hat ihm geholfen. Jetzt ist er in der Psychiatrie, weil er jemanden verletzt hat. Ich hoffe, dass ich bald mit der Krankheit umgehen kann.
Angehörige eines psychisch Kranken
634 Dienstag, den 15. Januar 2019 um 15:58 Uhr
G.H.
Ich weiß nicht mehr weiter. Habe Angst vor meinem eigenen Sohn. Er bedroht und beschimpft mich. Bin selbst krank (Herzschwäche). Halte es nicht mehr aus...
Erklärungsmodelle für Krankheitseinsicht
633 Sonntag, den 13. Januar 2019 um 20:16 Uhr
Katja
Mein Sohn ist seit 15 Jahren krank, alles was ich gelesen habe, kann ich an Erfahrungen bestätigen. Der Staat ist nicht wirklich eingestellt auf die Patienten und auf Unterstützung der Angehörigen, im Gegenteil: Angehörige werden ausgegrenzt, wenn sie unangenehme Fragen stellen und Vater und Mutter die Betreuung entzogen und ein gesetzlicher Betreuer eingesetzt, der sich hinter der DSGVO versteckt, um die Familie zu ignorieren. Man erfährt als Mutter nicht mal, wenn das Kind in der geschlossenen Klinik ist oder auf der Straße lebt. Meine Frage aber ist, gibt es Erklärungsideen, einem Schizophrenen, die Erkenntnis nahe zu bringen, dass er Dinge erlebt, die wir nicht erleben?
Eine verzweifelte Mutter
Vor dem Arzt muss man Angst haben
632 Sonntag, den 13. Januar 2019 um 05:22 Uhr
invalide
Fragen sie mal Ihren Psychiater, ob er angegriffen wurde, ob sich Patienten umgebracht haben, wie er sein Unternehmen sieht, und warum ihm sein Beruf Spaß macht? Ob Schizophrene intelligent sind, und was eine Hirnatrophie ist. Nach Organschäden bei Leber und Niere. Ob er über Nebenwirkungen spricht, und sich an seine Aufklärungspflicht hält!
paranoide Schizophrenie
631 Samstag, den 12. Januar 2019 um 13:25 Uhr
R. Urland
Mein Enkel, 21, leidet seit ca.6 Jahren an Schizophrenie. Ich habe alle Stationen - in guten wie in schlechten Zeiten - durch, halte zu ihm und bin für ihn da. Momentan ist jegliches Essen nicht gut, Eingekauftes wird probiert, dann Müll. Riecht es nicht gut, weg damit! Kein Besteck - Quecksilber drin! Plastik? Medikamente hat er in der Psychiatrie mal genommen, lehnt sie aber seit September 17 ab. Er durchlebt Phasen, die "Hoch/Tief" sind. Er lebt allein, hat aber einen Betreuer. (Schulden!) Ich wünschte, unsere Gesetzgebung wäre anders.
Schizophrenie
630 Freitag, den 11. Januar 2019 um 21:02 Uhr
lupo
Zyprexaopfer. Optische Halluzinationen bleiben und Nebenwirkungen von Zyprexa (bitte nachlesen!). Leben ist sinnlos.
Hilfe und Anlaufstellen
629 Mittwoch, den 09. Januar 2019 um 11:06 Uhr
Navigator-Redaktion
Liebe Jacqueline,
es ist sehr verständlich, dass Dich das Verhalten Deines Freundes beunruhigt und Du Dich fragst, was mit ihm los ist und wie Du ihm helfen kannst. Wir können und dürfen aus der Ferne allerdings keine Mutmaßungen anstellen oder gar diagnostische Aussagen treffen. Dein Freund scheint immerhin betreut und in ärztlicher Behandlung zu sein. Wenn Du selbst weitere Fragen hast und Dich um ihn sorgst, kannst Du Dich z. B. an eine psychologische Beratungsstelle wenden. Vielleicht findest Du auch in Selbsthilfegruppen für Angehörige psychisch kranker Menschen Ansprechpartner, die Dich unterstützen können.
Alles Gute für Dich und Deinen Freund!
Redaktionsteam Navigator
Hat mein Freund Schizophrenie?
628 Dienstag, den 08. Januar 2019 um 17:09 Uhr
Jacqueline
Ich wollte gerne wissen, ob mein Freund Schizophrenie haben könnte. Er sagt, er hätte das nicht, es würde ihm gut gehen! Nichtsdestotrotz merke ich, dass da etwas anders ist. Weil ich selbst eine psychische Erkrankung habe. Und sein Arzt hat jetzt das Medikament komplett abgesetzt - weil er es nicht nehmen wollte, und die Betreuer im Wohnheim ihn nicht zwingen können. Er musste eine gewisse Zeit Risperidon einnehmen. Dann ging es ihm besser. Aber im August fing eine Phase an, in der er sich beobachtet vorkam und mich bat ihn zu beschützen. Es wolle ihn jemand umbringen. Und dann sagte er noch was von Leuten nachts in seinem Zimmer, die ihm Metall ins Herz gepumpt hätten. Und jetzt hat er wieder eine Phase. Er sieht Sachen, die nicht da sind. Er ist ohne Grund eifersüchtig auf meine Freunde und meint, träfe ich mich weiterhin mit denen, passiere was. Und er hat einen Blick am Wochenende gehabt, als ob er gleich jemanden umbringen würde. Und war nicht so lieb zu mir, sondern hat mir andauernd Vorwürfe an den Kopf geworfen. Ich hätte ja mit dem, dem und dem etwas. Und hat mich beschimpft. Wofür er sich dann aber auch entschuldigt hat. Eine Sache ist mir noch aufgefallen. Im Moment dehnt er sich alle paar Sekunden nach hinten, hat den Mund weit aufgerissen und zittert ganz leicht. Als ob er krampft. Ich weiß keine andere Lösung im Moment, als Ihnen zu schreiben - weil, die Betreuer und der Arzt dürfen mir nichts erzählen. Und er sagt immer nur, es gehe ihm gut und redet nicht mit mir. Deshalb hoffe ich sehr, dass ich hier Antworten finde. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
MfG Jacqueline Rehn
Meine Schwiegermutter leidet unter paranoider Schizophrenie
627 Montag, den 07. Januar 2019 um 08:30 Uhr
Kati
Hallo,
meine Schwiegermutter leidet darunter seit sie 18 Jahre alt ist. Nach einer Behandlung wegen ihrer MS, die auch sehr fortgeschritten ist, wurden ihr im Krankenhaus die Medikamente abgesetzt, und es wurde durch die Ärzte versäumt, wieder damit anzufangen. Leider ist es seitdem bei uns die Hölle. Sie schlägt, wird sehr ausfallend und dreht den ganzen Tag durch. Trotz einer Betreuerin, die sich leider nicht wirklich kümmert, bekommen wir sie in kein Heim. Angeblich, weil sie in ihrem eigenen Haus wohnt, und sie es verwahrlosen lassen dürfe, wie sie will. Wir wohnen nur leider auch dort mit unseren Kindern. Und angeblich zählt es nicht als Fremdgefährdung, wenn sie uns schlägt und versucht, uns von Leitern zu schubsen. Wie sollen wir noch mit dieser Situation umgehen? Kennt jemand einen so extremen Fall?
Taxi fahren mit Schitzo.
626 Sonntag, den 06. Januar 2019 um 11:59 Uhr
Peter Latzko
Hi,
darf man mit solch einer Krankheit Taxi fahren!? Ich kenne da jemanden, die fährt Taxi. Und, sie hat auch schon einen schweren Unfall gehabt! Trotz Verbot fährt sie wieder heimlich! Was kann man da machen?
Warum?
625 Sonntag, den 06. Januar 2019 um 02:31 Uhr
...
- Nebenwirkungen!
- Die Art und Weise, mit der die Psychiater diese Medikamente an Patienten "empfehlen". Solange man alles befolgt was der Psychiater sagt, ist alles gut. Tut man das aber nicht, dann geht es los. Man wird auf eine Paragraphen-Nummer reduziert und nicht mehr wie ein Mensch behandelt. Es werden massiv Ängste geschürt, Schuldzuweisungen ausgesprochen und Zwangsbehandlungen angedroht. Kurz um, es wird mit der Macht der Worte alles, aber auch alles versucht, um den Patienten zur "freiwilligen" Einnahme der Medikamente zu bringen. Alles, was aus der Norm fällt - zum Beispiel: Innere Stimmen hören - wird von den Psychiatern als Symptom der Schizophrenie und damit als krankhaft und als medikamentös zu behandeln eingestuft. Sie hören innere Stimmen? Okey! Rest Symptomatik. Was? Das Medikament reduzieren? Nein, Rest Symptomatik vorhanden. Eher erhöhen. Von den Psychiatern kommt in der Regel nichts, aber auch gar nichts in Richtung Reduktion und schon gar nicht in Richtung Absetzen. Möchte man als Schizophreniepatient ohne Medikamente leben, hat man praktisch keine andere Wahl, als sie selbst abzusetzen.
Fixierung
624 Samstag, den 29. Dezember 2018 um 11:20 Uhr
Sven Thom
Ich wurde mehrere Wochen fixiert, weil ich abgehauen bin und auch sonst nichts mit denen zu tun haben wollte. Aber, wenn die Zwangsjacken gehabt hätten, hätte ich wenigstens herumlaufen können. Nun gab es da aber irgendwelche "Intelligenzbestien", die diese Jacken abgeschafft haben, ohne über die wirklichen Folgen nachzudenken - wie zum Beispiel: Thrombose, Verlust an Muskel-und Knochenmasse usw. Diesen "Intelligenzbestien" ist die äußere Erscheinung wichtiger als die körperliche Gesundheit der Betroffenen. Und mit solchen Jacken lässt sich auch deutlich weniger Geld erwirtschaften als mit den ganzen Psychopharmaka, die 0% heilende Wirkung haben, sondern einzig und allein Symptome dämpfen, ganz nebenbei auch mal tödlich sein können und im Allgemeinen nicht mal eben wieder ausziehbar wie eine Jacke sind, sondern unumkehrbar im Körper bleiben so lange der Körper sie nicht irgendwie abgebaut hat. Ich habe dabei eine Fettleber bekommen. Echt toll! Aber womit mein natürlicher Todeszeitpunkt nach vorn verlegt sein dürfte. Genau so, wie bei all denen, die Psychopharmaka einnehmen. Jede Art von räumlicher Freiheitsbeschränkung ist definitiv gesünder und im Notfall besser zu händeln, als diese chemischen Präparate, von denen kein Mensch auf der Welt weiß, was für Regelprozesse in einer einzigen Zelle - sei sie von der Pflanze oder vom Tier - wirklich ablaufen. Geschweige denn von den Prozessen, die in Geweben, Organen oder dem gesamten Körper ablaufen. Und da gibt es wirklich eine größere Gruppe Menschen die glauben sie wüssten, was im kompliziertesten Organ, was die Natur zu bieten hat, vorgeht. So etwas nenne ich entweder Massenwahnsinn oder Verlogenheit. Und das nur, damit man der Pharmaindustrie maximale Profite beschert. Oder es ist Feigheit, die Fehler der eigenen Zunft einzugestehen, die einfach nur befürchtet von den meisten anderen Ärzten argwöhnisch beäugt zu werden, weil sie vom technischen Fortschritt sehr viel weniger profitieren als diese. Wenn sich diese Zunft ein wenig mit Elektrotechnik, Robotik und Computertechnik auseinandersetzen würde, so würde sie erkennen, dass man den Menschen und die anderen Tiere analog dazu betrachten kann. Und, wenn man weiß, wie kompliziert Software sein kann und wie fehlerhaft diese mitunter ist, da kann man sich ja ausmalen, wie kompliziert es sein dürfte, die Fehler der Software des menschlichen Gehirns zu korrigieren. Stattdessen behauptet man, es wären Stoffwechselprobleme dafür verantwortlich. Aber für diese Behauptung gibt es nicht einen einzigen - tatsächlich wissenschaftlichen - Beweis. Und wäre es an dem, so wäre es ein Hardware-Problem und somit der Neurologe zuständig. Noch etwas zum Thema Öffentlichkeitsarbeit und Einfluss unserer ungebildeten Medien - wie EU-Kommissions-Mitarbeiter. Eurer absolut unsachlichen und zudem äußerst dummen Kritik an der Verwendung von Netzbetten in Tschechien und Österreich ist es zu verdanken, dass eine freiheitsbeschränkende Maßnahme jetzt wesentlich unangenehmer, wenn nicht gar traumatischer für die Betroffenen empfunden wird als vorher. Selbst, wenn man in einem Netzbett sitzt und noch zusätzlich eine Zwangsjacke tragen würde, hätte man mehr Bewegungsfreiheit als durch die Fixierung mit Gurten. Toll gemacht! Echte Vollpfosten! So etwas wie Time-Out-Räume findet man in Kliniken auch so gut wie gar nicht. Obwohl man in Behinderteneinrichtungen damit gute Erfahrungen gemacht hat. Und wer jetzt sagt, aber Großbritannien kommt doch vollkommen ohne Freiheitsbeschränkung aus, der irrt sich gewaltig. Die räumliche Beschränkung gibt es dort noch genau so. In Großbritannien werden auch voll umschlossene Betten gefertigt und verkauft. Früher aus Metall, später aus Holz und jetzt aus einem planen-artigen Material. Na, und? Aber hauptsächlich setzen sie auf Psychopharmaka, welche zum Teil ja auch als freiheitsbeschränkende Maßnahme gilt. Um nicht zu sagen, es ist die mit den größten Einschränkung im Bereich Bewegung, Bewusstsein, Gesundheit sowie Lebenserwartung. Aber ihr wollt ja nur helfen! Eure Taschen auf Kosten der Schwächsten füllen und eure Gewissen beruhigen. Daran kann man sehen, wie verlogen die Zivilisation der sogenannten westlichen Welt ist.
Gewalt
623 Freitag, den 28. Dezember 2018 um 21:15 Uhr
Cora
Ich habe selbst den Fehler gemacht, mich auf eine Beziehung mit einem Schizophrenie-Kranken einzulassen. Nun haben wir ein kleines Kind zusammen. Er schlägt und beleidigt mich regelmässig. Auch unsere Nachbarn wissen Bescheid. Einmal musste ich ihn polizeilich aus unserer Wohnung entfernen lassen. Aufgrund der schlechten Kinderbetreuungsituation sehe ich mich nicht in der Lage, diese exotische Beziehung zu beenden, da ich mein Leben nicht auf Hartz4 begründen möchte. Immerhin passt er auf das Kind auf. Irgendwann werde ich mich lösen können - wenn das Kind größer ist. Es ist absolut fatal Menschen zu suggerieren, dass Schizophrene harmlose Mitbürger seien. Siehe mein Schicksal.
Kranker Sohn
622 Dienstag, den 25. Dezember 2018 um 21:33 Uhr
Eine von vielen Müttern
Heute habe ich alle Berichte durchgelesen. Ich bin selbst betroffen. Mein Sohn leidet seit vielen Jahren unter Schizophrenie und konsumiert Kanabis. Ich bin auch hilfslos. Er beschimpft mich, droht mir, verlangt viel Geld. Er braucht Hilfe, ich brauche Hilfe. Seit Jahren schreiben hier im Forum viele Menschen über ihre Hilfslosigkeit. Was bringt das, wenn man nur liest, dass so viele betroffen sind?
Lieber "Navigator-Medizin",
bitte bringen Sie das Thema ins Fernsehen (TV), in die Politik, in psychiatrische Zentren. Ich weine! Ich bitte um Gesetzesänderung.
Meine Mutter ist schizophren
621 Dienstag, den 25. Dezember 2018 um 20:57 Uhr
Victor
Guten Abend, mein Leser!
Ich bin ein männlicher, 20-jähriger junger Mann, der in einer kaputten Familie aufgewachsen ist. Vor knapp 20 Jahren wurde bei meiner Mutter Schizophrenie diagnostiziert. Eine lange Zeit dachte ich, meine Mutter ist einfach so wie sie ist. Dabei weiß ich gar nicht, wie meine Mutter wirklich ist. Ich bekomme regelmäßig Anrufe, dass die Nachbarn in die Wohnung starren würden, oder dass in die Wohnung eingebrochen wurde, um wichtige Dokumente zu entwenden (am Ende haben die Einbrecher noch eine Flasche Champagner getrunken). Das Problem an der ganzen Sache ist, dass meine Mutter ihre Medikamente nicht nimmt. Ich bin der einzige aus meiner Familie der noch den Kontakt hält und für sie da ist. Mich bedrückt die ganze Situation sehr. Am meisten Angst habe ich, dass mir das auch passieren kann.
Ihre Mutter und ihr Vater wollen mir beide das Erbe meiner Mutter geben, damit ich ihr einen monatlichen Betrag überweisen kann, da sie das Geld sonst nach einer Woche verbraten hätte. Oft überlege ich, meine Mutter einweisen zu lassen. Bringe es dann jedoch nicht übers Herz, weil sie sich selbst nicht eingestehen kann, dass sie krank ist. Wenn ich sie frage, ob sie ihre Medikamente nimmt, lügt sie mich an und sagt ja. Wenn ich sie auf ihre Krankheit anspreche wird sie aggressiv und sagt mir, wie unmöglich und undankbar ich sei.
Ich erwarte hier keine Lösung. Denn ich weiß, dass es keine gibt. Man muss lernen mit der Situation umzugehen. Ich wollte mir den Scheiß einfach mal von der Seele reden.
Nein,
620 Montag, den 24. Dezember 2018 um 17:03 Uhr
...
aber ein Arzt war verwundert, wie intelligent ich noch bin. Er hat mir nur gesagt, dass er die Medikamente nicht einstellen kann - wenn man mal zwischen den Zeilen liest.
Macht eine Schizophrenie dumm? , Redaktion Medizin
Andere Erfahrung
619 Montag, den 24. Dezember 2018 um 16:35 Uhr
Gerritt
Guten Tag,
ich kann nur sagen, dass ich mit 15 Jahren in eine Klinik eingewiesen wurde, weil meine Mutter nicht mehr mit mir umgehen konnte. Verstehe ich heute. Ich war 6 Monate in einer KJP-S2 (Psychotherapie-Station). Während dieser Zeit war ich 4 Wochen in der KJP- S3-Station. Geschlossen! Während der gesamten Zeit hatte ich zwei (2) Gespräche mit "meiner" Psychologin. Ganze zwei! Dort waren auch jüngere mit ADHS. Die waren 2x die Woche bei ihren "Psychologen". Mir haben leider nur die Drogen geholfen. Am besten Ketamin und THC - und die helfen immer noch. Was ich damit sagen will: Verurteilen Sie uns nicht so einfach. Wenn ich Bahn und/oder Bus fahre, bekomme ich Zustände, die ich Ihnen niemals wünschen würde. Ausrasten, denke ich, kann jeder. Und ich werde es keinem "Mitgefangenen" übel nehmen. Aber, von Euch "Normalen", "Allwissenden" und "alles erlebt Habenden" empfinde ich es als persönliche Beleidung zu sagen: "Nur unter Drogen". Ich bin gespannt auf noch mehr solcher durchdachten "Diagnosen".
Absetzerscheinungen
618 Donnerstag, den 20. Dezember 2018 um 20:46 Uhr
Marc
Also, als ich das Medikament abgesetzt habe (morgens und mittags 100mg), hatte ich extreme Stimmungsschwankungen und durchgehendes Erbrechen. Würde dieses Medikament daher nicht noch einmal einnehmen wollen.
Bevormundung
617 Sonntag, den 16. Dezember 2018 um 16:59 Uhr
...
Wenn jemand mit Schizophrenie vom Arzt bevormundet wird, wird er nicht therapietreu bleiben. Dann kommt es - meiner Meinung nach - zu solchen Vorfällen. Wollten Sie einen Vormund haben der Sie zu Sachen zwingt, die an Körperverletzung denken lassen? Wollten Sie - nach Mobbing - etwas angedichtet bekommen und aufs Abstellgeleis geschoben werden? Nehmen Sie selbst mal Neuroleptika und "genießen" Sie die Nebenwirkungen! Und: Merken Sie, wie sie in jeder Hinsicht verfallen? Dann können wir auch weiter reden!
Am Anfang
616 Freitag, den 14. Dezember 2018 um 05:27 Uhr
mathilde
Ich bin aufgewachsen mit einer sechs Jahre älteren Schwester, die seit ihrem etwa 20. Lebensjahr diese Diagnose hat. Meine Mutter hat es immer wieder geschafft, sie aus allen Kliniken herauszuholen und unmengen an Geld in Privatkliniken zu stecken. Alle Therapien brach meine Schwester ab. Mittlerweile habe ich keinen Kontakt mehr zu ihr. Sie hasst mich. Wohl immer schon. Vielleicht empfand sie mich als Konkurrenz. Aus einer hübchen jungen Frau ist etwas ganz anderes geworden. Es spielen so viele Dinge in diese Krankheitsgeschichte hinein.
Meine Tochter ist 22 und wohnt ausserhalb. Sie rief mich an - vor einer Woche - und erzählte, dass ihr Freund (Student) nun von Raketen und Hubschraubern erzähle und aggressiv geworden sei. Inzwischen ist er zwangseingewiesen und hatte - wegen Selbstgefährdung - kurzzeitig auch ein "behütetes" Zimmer. Seine Mutter (53), momentan nicht berufstätig, hat ihn einmal besucht, meiner Tochter, die Vollzeit als Krankenschwester arbeitet, aufgetragen, gut auf ihn aufzupassen - um dann wieder abzureisen. Der junge Mann ist ein wunderbarer Mensch. Klug, liebevoll, fern jeglicher Aggression. Er ist wunderschön und sportlich. Was man sich für einen jungen Menschen eben nur wünschen kann. Die beiden planten langfristig eine Familie und Kinder. Ich sehe nun alles zerbrechen - inklusive meiner Tochter - und habe große Sorge. Es wird eine anstrengende Zeit. In den nächsten Wochen wird sich so viel entscheiden müssen. Vor allem meine Tochter muss sich entscheiden, wie ihr Leben weitergeht - "Schizophrenie frisst die Angehörigen auf ".
Ich habe das Gefühl, dass der Kerl noch alle Chancen hat, wenn er die Medikamente zuverlässig nimmt. Aber alle kennen die Situation. Meine Tochter besucht ihn täglich, um ihm die Medikamente hineinzuorgeln - und schafft es auch. die Frage ist nur, wie lange sie das durchhält.
2
615 Freitag, den 07. Dezember 2018 um 16:00 Uhr
Sonnenblume
Frau Dr. Hofmann,
was Sie da schreiben ist verantwortungslos. Ein Schlag in das Gesicht von Opfern paranoider Schizophrener! Es braucht keine Drogen, damit diese ausrasten - es braucht gar nichts! Wenn Sie eine Faust im Gesicht, ein Messer am Hals, einen Stiefel auf dem Kehlkopf haben - was ich Ihnen nicht wünsche - werden Sie dann umdenken?
Schizophrenie und Gewalt
614 Freitag, den 07. Dezember 2018 um 15:39 Uhr
Sonnenblume
Ich bin von meinem Ex-Partner sieben Jahre lang beschimpft, getreten, geohrfeigt, gewürgt, mit dem Messer bedroht, belogen, betrogen und bestohlen worden! Er war hochintelligent, ein begnadeter Lügner und Manipulator und hat es weit gebracht. Arzt oder Medikamente waren kein Thema - krank waren die anderen und zu lügen machte ihm richtig Spaß! Schön, dass es Menschen gibt, die mit dieser Krankheit verantwortungsvoll umgehen. Ich verstehe aber, wenn jemand nicht verzeihen kann. Zu viel ist zu viel - und bei wehrlosen Kindern um so mehr. Alles Gute den Opfern und viel Kraft! Es ist die Hölle ! Und alle schauen zu - was für eine Welt ...
Schizophrenie
613 Donnerstag, den 06. Dezember 2018 um 20:28 Uhr
Katharina
Hallo,
ich habe vor kurzem einen Beitrag im Fernsehen gesehen, in dem die Eltern ihren schizophreniekranken Sohn nicht im Stich lassen konnten, sondern ihn weiterhin mit Geld versorgt haben. Daraufhin ist dieser durch Länder gereist, da er ja Stimmen im Kopf hat und sich einbildet verfolgt zu werden. Bis er dann in Spanien war, dort entdeckt wurde dass er krank ist und in eine Klinik eingewiesen wurde. Natürlich hört sich das erstmal schlimm an. Aber er war ein halbes Jahr dort und wurde geheilt. Ja, ich habe es auch nicht glauben können. Aber er selbst hat erzählt, dass es das Beste war, was ihm passieren konnte. Ich bin selbst betroffen, denn mein Bruder ist auch an Schizophrenie erkrankt, und ich habe das Schlimmste erlebt, was man keinem wünscht. Ich bin jetzt schon 18, und er 26. Vor 9 Jahren ist sie, die Krankheit, ausgebrochen und hat ihren schlimmsten Punkt erreicht. Und, wenn es so weiter geht, wird er zerfallen. Als ich jünger war habe ich nur Hass gegen ihn verspürt, weil er mich sehr oft geschlagen hat, ich auch oft an ihm nicht mehr weiter machen konnte und er mich verrückt gemacht hat. Jetzt habe ich immer noch diese Narben in mir. Doch möchte ich auch, dass er wieder spüren kann wie es sich anfühlt wirklich zu leben. Und jetzt geht es nur noch um die Gesetze. Bitte, ich hoffe, das kommt an die Öffentlichkeit und sich möglichst etwas ändert. Diese Leute müssen geheilt werden. Sie brauchen die Hilfe, die sie benötigen. Wir sind seit 9 Jahren hilflos und zerbrechen auch irgendwann mal, wenn sich nichts ändert. Ihr lasst die Menschen nur leiden, indem ihr die Gesetze nicht ändert. Selbst wenn sie festgehalten werden: sie brauchen das, da sie sonst nie die Medikamente nehmen würden, die sie zur Heilung brauchen. Ihr wartet bis jemand ermordet wird oder sonst etwas geschieht. Und dann ist es schon zu spät. Ändert euch! Nur so kann geholfen werden.
Erschreckend
612 Dienstag, den 04. Dezember 2018 um 14:35 Uhr
SusiSonnenschein
Erschreckend, was für unqualifizierte Kommentare hier lesbar sind. Ich bin selber erkrankt und finde mich in keiner Beschreibung wieder. Ich bin weder gewalttätig, noch aggressiv oder gefährlich. Ich habe einen akademischen Grad erreicht, arbeite, lebe friedvoll in einer Partnerschaft und partizipere am gesellschaftlichen Leben wie andere auch. Ich trage keine seltsamen Klamotten oder rede wirres Zeug :) Diese Krankheit ist keine Dauerbaustelle! Wann hört diese Stigmatisierung endlich auf?
Totalremission der Beschwerden bei medikamentöser Therapie
611 Montag, den 26. November 2018 um 00:17 Uhr
Wulf-Peter Hansen
Ich leide seit 38 Jahren (bin jetzt 59) an Schitoaffektiver Psychose, also einer Erkrankung mit schizophrenen und stimmungsmäßigen Symptomen (affektive Störung). Ich nehme eine relativ hohe Dosis von Psychopharmaka, darunter auch Antipsychotika täglich 4x ein. Ich hatte eine 5-jährige Zeit der Depression mit 3 Suizidversuchen, bevor 1980 die - damls als paranoid-halluzinatorisch diagnostizierte-Psychose auftrat: ich glaubte, eine Wiedergeburt Jesu Christi zu sein, und dass ein Atomkrieg globalen Ausmaßes die Welt innerhalb kürzester Zeit in Schutt und Asche legen würde. Durch intensive Psychopharmaka- und Psycho-Therapie, verbunden mit einfühlsamer Seelsorge, habe ich meine Erkrankung in den Griff bekommen. Heute, genauer: seit 2001, arbeite ich als sog. Peer-Mitarbeiter in einer Selbsthilfegruppe sowie in einer Münchener psychiatrischen Klinik, d.h., als Betroffener - mit 4-jähriger Ausbildung direkt am Pat. - habe ich die große Chance bekommen, anderen Mitbetroffenen zur sog. compliance, zu deutsch: zur Krankheitseinsicht zu verhelfen. Ich begleite die Mitpat., die zu 98% meine eigenen Sprechstunden weiterempfehlen, wie eine Evaluation ergeben hat. Mit meinem Chef damals,war ich - gemeinsam mit einem Klinik-Oberarzt - in der Talkshow von Johannes B.Kerner. Ich habe öfters schon Sendungen im Fernsehen mitgestalten dürfen und auch versch. Zeitungen (z.B. Süddeutsche Zeizung u.a. m.) haben über meine Leidenszeit berichtet. Vor kurzem sind die Angst-und Panikattacken durch ein Gespräch mit einer befreundeten Ärztin verschwunden, die mich während der Zeit der Entstehung meiner Erkrankung bereits gut kannte. Heute bin ich symptomfrei, habe aber die ganz individuelle Entscheidung getroffen, die Medikation unverändert bis an mein Lebensende fortzusetzen. Mein Körper käme völlig durcheinander, wenn ich plötzlich absetzen oder eigenmächtig reduzieren würde. Die Folgen wären Rückfälle und fortgesetztes Leid. Ich habe mich entschieden, und erhebe damit keinen Anspruch auf Allgemeinverbindlichkeit meiner Entscheidung. Ich kenne allerdings keinen Pat., der oder die nach mehr als 1 Schub bei Medikam.-Reduktion oder -Absetzen dauerhaft genesen wäre. Ich habe ein intensives religiös-spirituelles Leben als kath. Christ, und schöpfe daraus die Kraft, ein symptomfreies Leben ohne Wahnvorstellungen oder Wahrnehmumgsstörungen wie Halluzinationen zu leben. Ich bin beruflich und sozial integriert und kämpfe in unserer Trialogischen Selbsthilfegruppe, d.h. mit "Profid", Betroffenen und Angehörigen für die Entstigmatisierung psychiatrisch relevanter Erkrankungen. Ich führe ein zufriedenes und überwiegend glückliches Leben. Natürlich auch mit Konflikten, wie jeder Mensch. Ich wünsche allen Betroffenen und Angehörigen und auch den Profis alles Gute für ihren schwierigen Weg!
Wulf-Peter Hansen.
Chronischer Verlauf
610 Sonntag, den 25. November 2018 um 18:20 Uhr
Oliver Zschettge
Hallo, alle zsm,
bin mittlerweile seit 2 Jahren trotz Medis in der chronischen Phase und habe auch den Glauben verloren, da je wieder raus zu kommen. Wenn jemand in meinen Kopf schauen könnte um es zu beweisen, wäre das toll, da es sonst ja keiner glaubt. Es sind wahrscheinlich Hirnregionen aktiv, die bei normalen Menschen verborgen sind.
Schizophrene sterben langsam!
609 Montag, den 19. November 2018 um 20:53 Uhr
Steffi wachter
Mein Sohn ist seit dem 20. Lebensjahr schizophren! Jetzt ist er 40 Jahre alt, und hat die Hölle durch. Genauso, wie ich - seine Mama! 'Zig mal akute Einweisungen! Tabletten reichlich - und zu viele ausprobiert! Auf Anweisung der Ärzte! Maßregelvollzug! Fast ein Jahr lang! Keine Krankheitseinsicht, und daher keine Therapie! Alle Möglichkeiten ausgeschöpft! Drogen und Alkohol erledigen den Rest! Hilfe? Fehlanzeige! Was kann ich noch tun? Erweiterten Suizid! Es fehlt nicht mehr viel! Er und ich sind am Ende! Kann jemand helfen? Vielen Dank!
Schizophren und Auto fahren
608 Sonntag, den 18. November 2018 um 13:41 Uhr
Simone
Wir haben eine Nachbarin im Haus, die schizophren ist. Sie nimmt ihre Medikamente nicht, weil sie "Chemie" sind. Sie schreit und randaliert. Meist nachts, aber auch tagsüber. Sie hat mehrere Selbstmordversuche gemacht. Sie schlägt gegen die Türen der Nachbarn. Sie verklebt Briefkastenschlösser der Nachbarn mit Sekundenkleber.
Sie beleidigt und bedroht die Hausbewohner. Sie hat einen Tag vorn und hinten aus Fenster und Balkon (4. Etage) alles rausgeschmissen. Vom Tampon bis zum Computer.
Sie ist aus dem Fenster des 4. Stock gesprungen und und und...... fährt aber weiterhin mit dem Auto!
Jedesmal kommt sie ins Krankenhaus, wird auf Medikamente eingestellt, wird nach Hause entlassen und ein paar Tage später beginnt alles von vorn - denn sie nimmt ihre Medizin nicht. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein anderer mit seinem Leben bezahlen wird. Bei allem Verständnis für solche kranke Menschen, aber haben die anderen Menschen nicht auch das Recht auf Unversehrtheit? Unter ihr lebt (zum Beispiel) eine ältere kranke Dame, die wegen ihrer Krankheit Ruhe braucht und seit Jahren wegen des Krachs kaum zum Schlafen kommt. Sicher muss jeder Einzelfall betrachtet werden. Aber wenn schon so viel passiert ist, sollte etwas geschehen, bevor es zu spät ist.
Facharbeit
607 Montag, den 12. November 2018 um 16:45 Uhr
Ronja Drawe
Guten Abend,
mein Name ist Ronja, besuche die zwölfte Stufe eines Gymnasiums und bin 17 Jahre alt. Mich interessiert das Thema Schizophrenie sehr, und ich fühle mit den Patienten, als auch mit den Angehörigen sehr mit.
Da wir gerade Facharbeiten in der Schule schreiben, und ich über Schizophrenie und die Belastung der Angehörigen schreibe, wollte ich deswegen einfach mal fragen, ob sich ein Elternteil eines schizophrenen Kindes freiwillig bereit finden würde, mit mir ein kleines (ca. eine halbe Stunde ) Interview zu führen. Ich habe vollstes Verständnis für Sie, wenn Sie dies nicht machen wollen, aber da dies zu meiner Auswertung der Facharbeit dazu gehört, würde es mich sehr freuen, wenn es jemanden geben würde. Dieses Interview würde dann auch telefonisch stattfinden. Vielen Dank schon mal im Vorhinein! Falls sich jemand bereit erklären würde, schreiben Sie mir doch einfach eine E-Mail: @ronja47drawe@gmail.de
Spiegelkontrolle
606 Sonntag, den 11. November 2018 um 19:21 Uhr
Vilis Culus
Man kann mit einer Spiegelkontrolle relativ schnell herausfinden, ob die Dosierung richtig ist. Und nein, es ist gelogen, dass mit niedrigen Dosen angefangen wird. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viel zu viel gegeben wird - nur damit der Psychiater Ruhe hat. Die Nebenwirkungen interessieren überhaupt nicht.
Ja. Ich bin der lebende Beweis..
605 Samstag, den 10. November 2018 um 22:53 Uhr
Kathrein
Meine Erzeugerin ist paranoid schizophren. Ich habe seit über 10 Jahren keinen Kontakt mehr. Ich habe es, mit 15, nachdem ich meine ganze Kindheit über von ihr so gut wie täglich geschlagen, durch das Haus gehetzt. angeschrien, mit Morddrohungen verängstigt, erniedrigt und vor anderen bloßgestellt wurde, erkannt, dass ich doch mehr wert bin, als sie sagt. Damals habe ich mich an eine Betreuungsstelle im Ort gewandt - mit 15 Jahren. Und damals habe ich ganz allein herausgefunden, dass "sie" (ich wage es kaum, sie einen Menschen zu nennen) schizophren sein muss. Mein Vater wurde, wenn er denn mal da war, auch immer von ihr psychisch und physisch misshandelt, hat es aber nie fertiggebracht, etwas zu unternehmen. Denn, weil er auf Montage war, hat er ja auch oft aus der Situation flüchten können. Resultat: "ihr" wurde vom Jugendamt das Sorgerecht entzogen und sie kam in die Psychiatrie. Natürlich ist sie bis heute unkooperativ. Ich hatte in der Folge mehrere Kinikaufenhalte hinter mir. Davon insgesamt mehrere Jahre auch mit Neuroleptika. Dieses Monster hat mich krank gemacht - ihre eigene vermeintliche "Tochter". Schuldfähig oder nicht - das ist mir bis heute so unglaublich egal. Ich vergebe nicht. Ich bin jetzt 28, und in zwei Wochen (wenn meine Probezeit vorbei ist) erfahre ich endlich, ob ich eine Ausbildung machen kann. Mit 28!!
Ach, ja, und zum Thema Polizei rufen: Dasselbe Spiel, wie bei allen anderen Kommentaren hier. Die tun nichts, solange die mir kein Bein bricht, was sie (wohl leider) nicht getan hat. Nur endlose Seen von Tränen und Leid, das keiner jemals sehen wird, hat sie verursacht. Und meinen Vater mit dem Messer bedroht, was ich mit eigenen Augen ansehen musste, aber auch das reichte nicht. Ich nehme heute noch Antidepressiva, weil ich ohne nicht weiß, ob ich wieder klinikreif bin. Seit diesem Tag, an dem ich mich unzumutbarer Weise ganz allein von dieser Hölle von "Mutter" befreit habe, nehmne ich Medikamente. Und mehrmaliges Absetzen war einer Selbsteinweisung in die Klinik gleichzusetzen. Entschuldigung, aber es tut mir wirklich nicht leid, dass ich Menschen mit paranoider Schizophrenie verabscheue und es niemals akzeptabel finde, andere Menschen (Kinder, wie ich es damals war!) in Mitleidenschaft zu ziehen, nur weil man zu blöd ist, zu checken, dass es eine Krankheit ist. Da gibt es absolut nichts zu verteidigen...
Stimmen?
604 Donnerstag, den 08. November 2018 um 18:35 Uhr
Magnolia
Gibt es bei dieser Krankheit nur ein Einzelsymptom? Mir ist vor kurzem Schizophrenie diagnostiziert worden, weil ich Stimmen hören kann (24/7.). Sie sind sehr eigenartig, wollen nur über Facebook reden und kommentieren alles, was ich denke oder tue. Abgesehen davon habe ich sonst keine weiteren Symptome, die üblicherweise sonst damit auftreten. Ich soll Risperdal einnehmen um zu sehen, ob die Stimmen ausgeblendet oder unterdrückt werden können. Achtung! Stimmenhören weist nicht immer auf eine kranke Psyche! Es gibt viele Möglichkeiten, Menschen Stimmen hören zu lassen: Ein Chip-Implantat im Körper oder Gebiss zum Beispiel, oder Übergriffe mit elektromagnetischen Waffen, die (möglicherweise?) von Geheimdiensten und dem Militär an Zivilisten ausprobiert werden? Ich lasse mich gar nicht überreden.
Das alles muss in die Öffentlichkeit kommen, statt einfach Menschen als psychisch krank abzustempeln...
PTBS = Amisulprid
603 Donnerstag, den 08. November 2018 um 16:11 Uhr
AnnA
Guten Tag,
ich hatte 2016 eine traumatische Erfahrung und leide unter PTBS. Meine mich störende Hauptsymptomatik sind Schlafstörungen und Angstzustände. Mein Hirn arbeitete träge und bessert sich langsam. Aber meine Konzentration lässt noch zu wünschen übrig. Ich arbeite daran. Beim Besuch einer Traumaambulanz wurde mir empfohlen, zur Stabilisierung in eine Allgemeinpsychiatrische Tagesklinik zu gehen. Nun will die dortige Oberärztin, dass ich Amisulprin nehmen soll -
50 mg täglich. Da ich schauen wollte wie die einzunehmen sind, bemühte ich eine Suchmaschine und entdeckte, dass es in der Schizophreniebehandlung eingesetzt wird.
Im nochmaligen heutigen Gespräch lehnte ich die Einnahme ab, und verwies auf meine Schlafproblematik und die Angstzustände. Ergebnis: Entweder Amisulprid oder keine Tagesklinik. Die PTBS ist leider eine gesicherte Diagnose. Und die OÄ meint auch nicht, dass ich Schizophrenie habe. Macht Amisulprid bei PTBS Sinn?
Antwort an Hermann
602 Donnerstag, den 08. November 2018 um 09:01 Uhr
Sabine
Hallo, Hermann,
ich war letztes Jahr (2017) von August bis November auf der Geschlossenen, und habe da soviele Medis bekommen. Ende November wurde ich entlassen und war auch noch nicht ganz bei mir. Ich habe dann die Medis alle abgesetzt. Ohne Nebenwirkungen. Jedoch muss ich Dir sagen, dass ich seit 2013 immer wieder abgesetzt habe, ich da aber noch kein Selbstvertrauen zu mir hatte, was sich durch die Klinikaufenthalte aufgebaut hatte - nicht, weil ich es da so schön fand. Nein, weil ich für mich einen Weg suchte, da nie wieder reinzukommen. Es ist zwar erst fast 1 Jahr her, dass ich nicht mehr in der Klinik war, aber ich habe gelernt damit umzugehen. Und das gelingt nur, wenn du keine Psychopharmaka nimmst, einen klaren Kopf hast und über deine Probleme nachdenken kannst. Mache Dir keinen Stress. Suche Dir jemanden, der Dir Mut macht. Auch, wenn Du es erstmal nur selbst bist. Man schafft alles, was man möchte.
Ist Schizophrenie heilbar? , Redaktion Medizin
Interview
601 Mittwoch, den 07. November 2018 um 08:53 Uhr
Abschluss-Arbeit
Guten Tag,
ich bin auf der Suche nach einer Person, die an Schizophrenie leidet, und für die es möglich wäre mir einige Fragen zu beantworten. Ich bin gerade an meiner schulischen Abschlussarbeit dran und würde es sehr wichtig finden, Antworten zu erhalten, wie die betroffenen Personen damit umgehen, was sie fühlen und wie das überhaupt begonnen hat. Es wäre sehr nett, wenn sich jemand melden könnte. Ich lese viel im Internet. Leider verwirrt dies ein wenig, da nicht überall das Gleiche steht. Wenn ich von jemandem einige Antworten hätte, würde ich mich sicherer fühlen, da ich weiß, dies erlebt man als Mensch.
Wie beginnt eine Schizophrenie? , Redaktion Medizin
Psychose
600 Montag, den 05. November 2018 um 12:03 Uhr
Lara
Bin durch Zufall auf diese Seite gekommen.
Mein Mann denkt seit einem Jahr, dass wir ihm heimlich Drogen geben, oder Tabletten. Vorige Woche hat er sich heimlich einen Test auf Drogen gekauft. Und siehe da: Bei ihm war es positiv - so dachte er! Wir wurden von ihm nun richtig verdächtigt, dass wir ihm Crystal Meth geben, mein Sohn ihn so komisch anschaut und er wisse, dass wir das sind. Er hat die Polizei angerufen. Die haben ihm gesagt hat, er müsse in die Notaufnahme. Dort wurde ein Drogentest gemacht. Natürlich negativ! Man wollte ihn da behalten, er hat es abgelehnt. Jetzt sind es die Medikamente, die ich ihm gebe. Er hält sich dauernd den Kopf, schaut mich dann an und sagt: Er wüsste alles. Ich bin mit meinen Nerven völlig am Ende und nur noch hilflos.
Er isst auch nichts mehr hier, schaut nachts in allen "Gelben Säcken" nach, ob er was findet. Bei den Wasserkästen schaut er jede Flasche an, ob da kein kleines Loch ist.
Schizophrenie
599 Sonntag, den 04. November 2018 um 10:05 Uhr
Gitte
Das liest sich alles sehr gut. Jedoch sieht der Alltag ganz anders aus! Mein Bruder leidet seit vielen Jahren an besagter Krankheit. Im letzten Jahr haben sich die Schübe verdoppelt, da er nicht in der Lage ist, seine Medikamente zu nehmen. Er schafft es einfach nicht bis zum Arzt. Er sieht es auch selbst nicht ein. Als betroffener Angehöriger wird mir nicht geholfen. Wegen des Datenschutzes bekomme ich keine Auskunft, obwohl mein Bruder in Zeiten der psychotischen Schübe nicht in der Lage ist, seinen Alltag zu leben. Er geht dann nicht mehr einkaufen und hört einfach auf zu essen. Ich arbeite in einem anderen Bundesland und kann nicht immer nach ihm schauen. Der psychiatrische Dienst ist auch hilflos, denn er öffnet die Tür nicht und lehnt jede Hilfe ab. In der Beratungsstelle wurde mir gesagt, dann warten sie einfach die nächste Zwangseinweisung ab. Mir fehlen da die Worte. Was ist los in unserem Land? Ich fühle mich allein gelassen und hilflos.
Mutter
598 Samstag, den 03. November 2018 um 20:01 Uhr
selvane
Wahnvorstellungen mit aggressivem Verhalten. Es ist schwer mitzuerleben, wie die eigene Mutter von heute auf morgen zu einem anderen Mensch wird. Das dachte ich zumindest, aber die Symptome erkannten wir vorher nicht. Ich fühlte mich hilflos, und erkundigte mich bei ihrem Hausarzt. Der nahm das allerdings nicht so ernst. Bis ich ihn nocheinmal bat etwas zu tun, da es ihr immer schlechter ging. Ich verlangte, dass man sie stationär unterbringt, worüber ich mich zuvor im Internet erkundigt hatte. Im "Zentrum für Psychiatrie Weissenau" bekam ich erst in 3 Monaten einen Termin, der aber 3 Tage vorher abgesagt wurde, da die Ärztin krank geworden ist. Momentan wird das Verhalten meiner Mutter im Elisabeth Krankenhaus beobachtet. Ich hoffe, dass meiner Mutter dort geholfen wird. Denn noch ist die Krankheit im Anfangsstadium.
Schizophrenie
597 Samstag, den 03. November 2018 um 12:08 Uhr
Brigitte Heckenast
Seit fünf Jahren begleite ich meinen an Schizophrenie erkrankten Sohn (22 Jahre alt). Wenn ich mir die Kommentare hier durchlese, bin ich etwas verwundert. Im Normalfall ist es so, dass gerade die Krankheitseinsicht schlichtweg DAS Problem ist - entsprechend auch eine Behandlung und einen Kommentar wie: Seitdem bin ich im Behindertenheim. Das kann ich gar nicht zuordnen - denn eine an Schizophrenie erkrankte Person wird sicherlich nicht in einer Behindertenwerkstatt untergebracht.
Verzweiflung
596 Samstag, den 03. November 2018 um 05:45 Uhr
Ines
Meine Tochter ist 36, ist in einer akuten Phase und verweigert jede Form von Hilfe. Sie hat das letzte halbe Jahr bei mir gelebt. Ihr Verhalten wurde mit jedem Tag unerträglicher. Weder Polizei, Rettungsdienst noch psychiatrischer Dienst können etwas machen. Laut Gesetz kann der Erkrankte selbst für sich entscheiden. Hier ist dringend die Politik in der Pflicht, Menschen mit psychischen Erkrankungen in Behandlung zu bringen. Aber es wird abgewartet, bis etwas Schlimmes passiert. Der Kranke wird sich selbst überlassen. Das ist echt pervers in diesem Land. Hier müssten sich die Mediziner endlich mal stark machen. Und zwar dahingehend, dass der Erkrankte bei bestimmten Diagnosen verantwortungsvolle Hilfe bekommen muss. Meine Tochter irrt jetzt irgendwo draußen herum, da ich einfach nicht mehr mit ihr klar kam. Sie hat mich mehrfach körperlich attackiert und finanziell ausgenommen. In den diversen Kliniken hat man sich nicht gekümmert. Nimm deine Pille - oder lass' es sein. Ich hoffe, sie hat einen Funken Einsicht und lässt sich helfen.
Heilung möglich - Absetzsymptome nach Psychopharmaka
595 Donnerstag, den 01. November 2018 um 14:20 Uhr
Hermann
Hallo Sabine,
mich würde interessieren, wie lange Du Psychopharmaka genommen hast, welches Medikament im Speziellen, und ob Du Wochen oder Monate danach noch Absetzsymptome verspürt hast? Ja, Psychopharmaka sind nicht immer die beste Lösung - nur die einfachste.
Ist Schizophrenie heilbar? , Redaktion Medizin
Wenn Opfer Täter werden - Gesetze müssen dringend geändert werden !
594 Montag, den 29. Oktober 2018 um 05:08 Uhr
Anja
Wer hilft mir vor schizophrener Nachbarin? Meine Nachbarin ist aktenkundig und hat mich, ihre Nachbarin, als Opfer ausgesucht. Sie nimmt ihre Medikamente nicht und behauptet nicht krank zu sein. Sie wurde schon zwangseingewiesen und ihre Anfälle werden immer heftiger. Mich zu beschimpfen, zu bewerfen, zu bespucken - das geht alles? Unsere Terrasse mit Einmachgläsern zu bewerfen, dass der Tisch und die Dekosachen im Garten total zerstört werden, den Eingangsbereich zu verwüsten - das geht alles? Mir muss erst etwas passieren, bis man eingreift. Sagt das Amt und die Polizei. Ich finde, die Angriffe reichen mir schon genug. Ich traue mich nicht mehr in meinen Garten, oder zu meinem Fahrzeug. Polizei und der psychiatrische Dienst der Stadt kennen zwar das Problem mit Frau S., dennoch lebe ich nur noch in Angst. Toll! Da muss doch etwas geändert werden! Ich selbst wurde Opfer eines schweren Unfalls mit Fahrerflucht, und möchte nur mein Leben mit meinem Mann und unseren Katzen genießen. Wir geben der Nachbarin keinen Anlass uns anzugreifen oder zu beleidigen. Würde sie ihre Medikamente nehmen, wäre allen geholfen. Tja, verkehrte Welt, wenn man selbst zum Opfer wird.
Psychische Störung
593 Samstag, den 27. Oktober 2018 um 16:50 Uhr
Sabine
Ich vergaß: Ich nehme keine Tabletten mehr. Ehrlich gesagt sind Psychopharmaka für mich Drogen. Sie machen auch abhängig und vieles mehr.
Ist Schizophrenie heilbar? , Redaktion Medizin
Psychische Störung
592 Samstag, den 27. Oktober 2018 um 16:40 Uhr
Sabine
Psychische Krankheiten sind heilbar, wenn man wieder Selbstvertrauen zu sich selbst hat und sich eingesteht, dass es nichts Schlimmes ist dass man verrückt wurde. Das passiert, wenn wir ein Problem in unserem Leben nicht richtig verarbeitet haben. Für mich war es sehr hilfreich, beim Bundesverband für Psychiatrie- Erfahrene e.V. (Peter Lehmann, Matthias Seibt, Dorothea Buck ect.) zu lesen. Es gibt auch keine Zeitangabe wie lange eine Genesung dauert, weil jeder individuell ist. Egal, wie lange es dauert. Wichtig ist, dass man sich wieder aufbaut und sagt: Ich schaffe das. Zum Schluss: Es ist nie bewiesen worden, dass psychische Krankheiten vererbbar sind. Willst du etwas wissen, frage einen Erfahrenen und keinen Gelehrten.
Ist Schizophrenie heilbar? , Redaktion Medizin
Neuroleptika
591 Mittwoch, den 24. Oktober 2018 um 11:28 Uhr
Anastasia Michailidou
Meine Tochter, jetzt 22, hat mit 16 angefangen Clozapin zu nehmen. Seitdem hat sie 20kg zugenommen. Man konnte die Uhr nach ihr stellen. Sobald sie abends das Clozapin genommen hatte, konnte sie den ganzen Kühlschrank rauf und runter essen. Aber, da wir das Medikament jetzt ausschleichen lassen und mittlerweile von 300mg auf 100mg sind, lassen die Hungerattacken nach - und sie hat 3kg abgenommen. Macht nichts, Leute. Hauptsache, ihr werdet wieder gesund.
Schizophrenie: Stimmen hören
590 Mittwoch, den 24. Oktober 2018 um 11:13 Uhr
Anastasia Michailidou
Meine Tochter ist mit 14 erkrankt. Obwohl ich glaube, dass es schon viel früher anfing. Aber, da sie von Kind an ein sehr ruhiges Kind war, habe ich das leider nicht bemerkt. Der Krankheitsverlauf mit Stimmen hören war um die 2 Jahre. Ich dachte, sie wäre ein Versuchskaninchen. Kein Medikament schlug bei ihr an. Bis ein Arzt uns auf Clozapin aufmerksam machte. Sie musste 18 Wochen lang wöchentlich zur Blutabnahme - und Gott sei Dank, sie hat es vertragen. Nach zwei Wochen Clozapin hörten die Stimmen auf, und da war sie wie ausgewechselt. Sie nahm damals 300mg Clozapin täglich. Für 3 Jahre. Und in den 3 Jahren war sie auch symptomfrei. Danach fing der Arzt an das Medikament ausschleichen zu lassen. Jetzt sind wir bei 100mg täglich. Sie ist seit der ersten Einnahme von Clozapin wieder mein Kind das ich hatte, bevor es krank wurde. Ich bin so glücklich. Sie kann ihr Leben wieder in die Hand nehmen. Das Glück kann man als Mutter gar nicht beschreiben.
Hebephrenie
589 Mittwoch, den 24. Oktober 2018 um 10:58 Uhr
Sabine
Ich denke, dass es sehr schwer ist mit dieser Krankheit zu arbeiten. Es ist schon eine Leistung mit dieser Krankheit sein Leben zu organisieren. Alles was Stress bereitet ist nicht gut.
Überdosierung
588 Dienstag, den 16. Oktober 2018 um 14:23 Uhr
Natalie
Hallo,
mein Vater ist, laut Aussage des Krankenhaus-Ärzteteams, durch die Überdosierung eines Präparates tot umgefallen. Es hat 2 Stunden gedauert, meinen Vater am Leben zu erhalten. Nun liegt er im Krankenhaus. Hirntot ohne Aussicht einer Besserung. Danke, dass man solche Sch...ßmedikamente als Arzt überhaupt so hoch einstellen darf.
Neuroleptika machen ganz klar abhängig!
587 Dienstag, den 16. Oktober 2018 um 05:42 Uhr
Psychatriegeschädigt 01
Neuroleptika verursachen beim Absetzen "Zustände", die mit der Grunderkrankung nichts mehr zu tun haben. Diese Entzugserscheinungen sind nicht nur von kurzer Dauer, sondern können sehr lange anhalten. Habe die Erfahrung selbst machen dürfen. Der Psychiater behauptet dann sehr gerne: "Oh, das ist die Grunderkrankung". Habe mittlerweile 16 Jahre Erfahrung mit der Psychiatrie. Habe Medikamente wegen einer Angststörung genommen. Nehme diese Medikamente nur noch, weil ich große Probleme habe sie wieder abzusetzen. Das ist die traurige Wahrheit. Kann jeder selbst entscheiden, was er glaubt. Habe ein Jahr gebraucht, um mich von einem Absetzversuch zu erholen.
Machen Neuroleptika abhängig? , Redaktion Medizin
Nicotin und Coffein
586 Montag, den 15. Oktober 2018 um 09:20 Uhr
Eugenius
Glaubt ihr eure Legenden eigentlich auch selbst?
Krankheitseinsicht
585 Sonntag, den 14. Oktober 2018 um 19:40 Uhr
Angie
Ich leide seit 1994 an einer Schizo-Affektiven-Psychose. Ich bin spätestens zum Ende eines Schubes krankheitseinsichtig. Ich höre auch Stimmen, die mein Verhalten kommentieren. Ich kann nur jedem Erkrankten raten, niemals seine Medikamente abzusetzen. Ich war schon mehrfach in einer sehr guten Psychiatrie, wo mir immer geholfen wurde. Ich wünsche allen Leidensgenossen und deren Angehörigen alles Gute!
Impotenz Neuroleptika
584 Sonntag, den 14. Oktober 2018 um 09:24 Uhr
Eugenius
Was bringt ein Präperatwechsel? Diese Medikamente wirken alle auf die gleiche Art und Weise - und wirbeln das endokrine System ordentlich durcheinander.
Unruhe
583 Samstag, den 13. Oktober 2018 um 16:18 Uhr
Ju
Hey, ich hab eine Frage:
Und zwar wurde das bei meiner Mutter dieses Jahr im April stark sichtbar. Sie war in einem Klinikum. Und da keiner wusste was sie hat, hat sie eine Menge Tabletten bekommen. Sie wurde dann mit akuter Persönlichkeitsstörung diagnostiziert und bekommt Tabletten für Schizophrenie. Sie hatte starke Angstzustände und musste viel Kraft in dieser Zeit aufbringen. Nun ist sie wieder zu Hause, nimmt die Tabletten zwar regelmäßig, hat aber innere Unruhe. Sie denkt an Sachen, an die sie früher nicht gedacht hat. Z.B. an die Schulden, die sie hat. Oder, was aus meinem Bruder (15) wird, wenn er erwachsen ist. Sie denkt nicht nur einmal am Tag darüber nach, sie denkt andauernd und es ist schwer, ihre Gedanken umzuschwingen. Sie muss auch viel laufen. Auch, wenn es nur im Zimmer hin und her ist, weil sie das einigermaßen auf andere Gedanken bringt. Wir laufen auch manchmal am Tag 5/6 Stunden draußen rum, aber trotzdem hat sie diese Unruhe. Genauso ist es am Abend. Sie nimmt morgens und abends Tabletten. Wenn sie die für abends nimmt, wird sie müde, schläft ein paar Stunden, steht dann wieder auf und hat wieder Unruhe. Ihre Beine tun sogar weh vom vielen laufen. Kann das an den Tabletten liegen? Hat jemand irgendwie Erfahrung damit?
Ist Schizophrenie heilbar? , Redaktion Medizin
Wirkzeit
582 Samstag, den 13. Oktober 2018 um 15:47 Uhr
Franz
Nach etwa 5 Wochen verstärkte sich die Wirkung extrem.
Schizophrenie: Stimmen hören
581 Donnerstag, den 11. Oktober 2018 um 10:41 Uhr
Anastasia Michailidou
Bei meiner Tochter fing es mit 14 an. Noch heute habe ich Gewissensbisse, dass ich erst so spät gemerkt habe, dass etwas nicht stimmt. Schon von klein auf war sie ein sehr ruhiges und problemloses Kind. Ich arbeitete damals als alleinerziehende Mutter viele Stunden. Sie fing an FB zu deaktivieren, wurde immer ruhiger, änderte ihre Tel.-Nr., entfernte sich von ihren Freunden und konnte stundenlang mit mir reden, ohne dass ich am Ende wusste über was sie gesprochen hat und was ihr Problem war. Bereits zu dem Zeitpunkt spielte ich mit dem Gedanken einen Psychologen aufzusuchen. Und - Gott ist mein Zeuge - ich habe viele angerufen. Aber keiner war dabei, der nicht eine Warteliste von mindestens 9 Monaten hatte. Irgendwann kam dann der Zusammenbruch. Ich schaffte meine Tochter in die Notaufnahme des LVR-Klinikums Düsseldorf. Aber, bevor wir überhaupt dort waren ging es ihr schon wieder gut. Deshalb wurde sie nicht als "akuter" Fall eingestuft. Dann entdeckte ich das Psychosoziale Zentrum (PSZ). Dort veranlasste der sie behandelnde Arzt eine Einweisung ins Krankenhaus. Meine Tochter war mittlerweile ganz in ihrer Welt. Sie hörte Stimmen, die ihr sagten: "Du bist perfekt. Du bist nicht krank". Sie wollte sogar nicht einmal, dass ich sie berühre - weil die Stimmen ihr sagten, dass ich Sex mit ihr haben wollte. Die Hölle kann nicht so schlimm sein. Es war die schlimmste Zeit meines Lebens. Aber ich bin ein sehr starker Mensch. Ich wusste, dass das nicht meine Tochter war. Es war ihre Krankheit, die mir das alles sagte.
Danach folgten 2 Jahre mit einem Hin und Her zwischen Krankenhaus und zu Hause. Bis ein Arzt uns auf das betreute Wohnen für psychisch Kranke aufmerksam machte. Mit schwerem Herzen stimmten wir ein. Dazu muss ich sagen, dass meine Tochter ein sehr gläubiges Mädchen ist. Sie hörte nicht auf zu glauben, dass sie gesund wird und sagte mir immer wieder: "Das ist eine Prüfung, Mama. Ich werde sie bestehen." Ich fragte mich immer wieder, woher sie die Kraft nimmt. Einer der Ärzte sprach dann mit uns über Clozapin, empfahl eine über 18 Wochen andauernde wöchentliche Blutabnahme sowie daran anschließend dann 1x im Monat und setzte hinzu: Wenn du es verträgst, wirst du auch zunehmen. Meine Tochter sagte nur: Besser dick und gesund, als so!
Mittlerweile hatten wir das betreute Wohnen gekündigt - womit wir allerdings auch den Unmut aller Ärzte auf uns zogen, weil die meinten, dass meine Tochter Abstand von mir halten sollte um selbstständiger zu werden. Aber ich wusste, mein Kind braucht Liebe. Und da geschah das Wunder! Nach der Einnahme von Clozapin (etwa 2 Wochen) waren die Stimmen weg. Ich holte meine Tochter wieder nach Hause, werde aber die letzten Worte des Arztes nie vergessen: Frau Michailidou, das ist der größte Fehler, den sie machen können.
Wir haben ihm aber das Gegenteil bewiesen. Jetzt ist meine Tochter schon 3 Jahre lang symptomfrei, lässt das Clozapin ausschleichen und ist wieder eine lebendige junge Frau. Es war die Hölle - aber für meinen Schatz hat es sich gelohnt, durch die Hölle zu gehen. Habt Geduld und ganz, ganz viel Liebe. Leute, es lohnt sich!
Ist Schizophrenie heilbar? , Redaktion Medizin
Psychopharmaka
580 Mittwoch, den 03. Oktober 2018 um 05:49 Uhr
Viktor
Es gibt in der Psychiatrie ein richtig heftiges Mittel namens Xeplion - zerstört den Körper komplett.
Gelogen. Mal wieder.
579 Samstag, den 29. September 2018 um 07:58 Uhr
...
Das Rauchen beeinflusst nicht die Symptome der Schizophrenie positiv, sondern wirkt gegen die Nebenwirkungen der Medikamente. Das zeigt nun wieder, dass die meisten Psychiater vielleicht nicht immer in der Lage sind, diese - die Medikamente - zur Zufriedenheit des Patienten einzustellen.
Nicht jeder ...
578 Dienstag, den 18. September 2018 um 13:49 Uhr
displaceD
Nicht jeder erlebt positive Dinge in einer Episode, und sehr wohl gibt es Menschen, die unter der Erkrankung sehr leiden - ob vor, während oder nach einer Episode. Auch anders herum sollte man nicht verallgemeinern. Es ist gut, dass Medikamente Abhilfe schaffen "können".
Hi,
577 Dienstag, den 18. September 2018 um 02:16 Uhr
Mehmet Kapan
warum soll man etwas behandeln, was nicht schmerzt? Der Kranke ist zufrieden mit sich selbst, ist nicht gewalttätig und schadet nicht. Wenn Du einen Fantasy-Film anschaust, siehst Du ja auch unglaublich viel unrealistisches Zeug. Wenn natürlich Erlebnisse, wie - zum Beispiel - Staatsterror hinzukommen, braucht man für die Taten Ausreden. Ich sehe diese Krankheitsbeschreibung politisch. Hat nichts mit einem Notfall zu tun.
Anzeigen